AT118418B - Verfahren zum Auswalzen von Eisenblechen und -bändern. - Google Patents
Verfahren zum Auswalzen von Eisenblechen und -bändern.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zum Auswalzen von Eisenblechen und-bändern. Beim Auswalzen von kalten oder auf beiläufig 500 C erhitzten eisernen Blechen und Bändern ist man an eine gewisse Begrenzung der angewandten Walzdrüeke gebunden. Werden diese Höchstdrücke erheblich überstiegen, so rutscht das Arbeitsgut zwischen den Walzen hindurch oder es reisst so stark ein, dass es für die Verarbeitung ganz oder teilweise untauglich wird. Verwendet man für das Auswalzen sogenannte Duowalzwerke und steigert man den Walzendruek über ein gewisses, zulässiges Mass hinaus, so biegen sieh die Walzen durch und es ergeben sich ungleich starke Werkstücke. Wollte man diesem Übelstande durch die bekannten Triowalzwerke abhelfen, so kommt man auch mit diesen nicht über eine gewisse Walzendrueksteigerung hinaus zum Ziel, weil'sich dann auch die an zwei Gegenwalzen abrollende kleinere Druckwalze in der Richtung der Durchgangsebene des Walzproduktes a, usbiegt. Man muss also schon zu andern Walzeinrichtungen greifen, um eine erhebliche Walzdrucksteigerung, z. B. auf ein Mehrfaches der bisher zum Auswalzen nicht plattierten eisernen Walzgutes angewandten Drücke, durchführen zu können. Das ist aber, wie schon gesagt, unmöglich, wenn man nicht ein Rutschen und Einreissen des eisernen Ausgangsgutes in den Kauf nehmen will. Mit dem Verfahren gemäss der Erfindung kann man aber trotzdem eine Drucksteigerung auf ein Mehrfaches der bisher üblichen Drücke anwenden und hiemit eine Abkürzung und Verbilligung des Auswalzvorganges ohne die vorerwähnten Missstände und Betriebsstörungen erzielen, wenn man gemäss der Erfindung das Arbeitsgut mit Belägen ausstattet, die es an ein Rutschen zwischen den Walzen verhindern, mit andern Worten, seine Reibung erhöhen, es"kleben"lassen, und so sein Einreissen oder gar Abreissen unmöglich machen. Diese Eigenschaft besitzt das Aluminium. Verwendet man also ein eisernes Ausgangsgut, das mit walzbarer aufgeschweisster Aluminiumauflage versehen ist, so kann man zum Auswalzen dieses Ausgangsgutes erfindungsgemäss Drücke anwenden, wie sie bisher zum Auswalzen von nicht plattierten, eisernen Blechen und Bändern nicht angewendet oder bekannt waren. Der Erfinder hat nämlich festgestellt, dass bei solch hohen Walzendrücken der Eisenkern die Aluminiumauflage fast völlig aufnimmt. Das Aluminium dringt unter den hohen Drücken derart in die zahlreichen feinen Poren des Eisens ein, dass es mit ihm durch zahllose, kapillare, in die Tiefe des Eisens hineingewachsene Fäden verbunden wird. Die Folge dieses Vorganges ist eine wesentliche Zunahme der Zerreissfestigkeit und Bildsamkeit des Eisens. Das ist die erste Ursache dafür, dass beim Auswalzen eiserner Bleche und Bänder die Verwendung von Aluminiumauflagen, die in bekannter Weise aufgeschweiss werden, die Möglichkeit gibt, die zum Auswalzen des Eisenbleche erforderlichen Walzdrücke erheblich zu steigern. Hiezu kommt noch, dass der Aluminiumüberzug unter einem erhöhten Walzendruck und der bei der Gefügeumlagerung auftretenden Erhitzung des Arbeitsstückes bildsam wird und dadurch gewissermassen klebend wirkt, so dass ein Rutschen der Bleche zwischen den Walzen mit Sicherheit vermieden wird. Dieser Vorgang ermöglicht es aber, den Walzendruck noch weiter bis zu einem Grade zu steigern, der beim Auswalzen von unplattiertem Eisenblech überhaupt nicht denkbar ist. Es ist bekannt, dass Walzen von geringem Durchmesser eine stärkere Streckung des Arbeitsgutes zulassen, als Walzen mit grösserem Durchmesser, wie sie zum Auswalzen von Eisenblech üblich sind. Bedient man sich also zum Auswalzen der aluminiumplattierten Eisenbleche und Bänder derjenigen bekannten Walzwerke, bei denen die auf das Plattiergut drückenden Walzen klein sind, aber durch grössere <Desc/Clms Page number 2> Gegenwalze an Ausbiegungen gehindert werden, so kann man mit jenen hohen Walzdrücken arbeiten. Bei der Anwendung hoher Drücke wird selbstverständlich auch das Walzen wesentlich abgekürzt und das Erzeugnis verbilligt. Das Auswalzen geschieht in kaltem oder bis zu 500 C erwärmtem Zustande. Je nach der Stärke der Bleche oder Bänder kann man mit einem einzigen Stich ein Herabwalzen des Arbeitsgutes um 1-10 mm erzielen, was im Kaltwalzwesen bisher nicht erreichbar war. Selbstverständlich kann man das Verfahren für jedwede Blechstärke und-breite anwenden. Bemerkt soll noch werden, dass es in der Technik der Metallverarbeitung an sich bekannt ist, Metalle, die sich schwer verarbeiten lassen, mit einem sogenannten Hilfsüberzug zu versehen. So wird z. B. Nickel mit einem Kupfer-oder Messingüberzug ausgestattet (plattiert) und gewalzt oder gezogen, wobei dieser Hilfsüberzug als Gleitmittel oder als eine Art Schmier wirkt. Ähnliche Massnahmen wendet man auch zum Ziehen von Eisen und Stahldrähten an, indem man der Beizflüssigkeit Kupfervitriol zusetzt, um den Draht schwach zu verkupfern, wobei der Kupferüberzug als Schmier wirkt. Auch zum Auswalzen von Eisenbleche hat man solche Kupferüberzüge vorgeschlagen. Aluminiumplattiertes Eisen oder Kupfer lässt sich nicht zu Draht ausziehen, da die Aluminiumschicht viel zu weich ist und sich beim Ziehen sofort vom Kernmetall abschälen würde. Dass Aluminium für Drähte und Bleche bisher nicht in Anwendung kam, hat seinen Grund darin, dass man die Eigenschaft des Aluminiums als Klebemittel"zu dienen, vor den Vorschlägen des Erfinders noch nicht erkannt hatte. Erst der Erfinder hat auf Grund systematischer Feststellungen diese Eigenschaft des Überzugsmetalles erkannt und sie zu den Vorschlägen vorliegender Erfindung verwertet.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zum Auswalzen von Eisenbleche und-bändern, dadurch gekennzeichnet, dass das Eisenblech oder-band mit Aluminium plattiert durch ein Walzwerk mit an Ausbiegungen verhinderten Arbeitswalzen geschickt wird, wodurch ohne Eintritt eines Rutschens des Werkstückes zwischen den Walzen der Walzdruck erheblich gesteigert werden kann.
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| AT118418T | 1928-04-30 |
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| AT118418D AT118418B (de) | 1928-04-30 | 1928-04-30 | Verfahren zum Auswalzen von Eisenblechen und -bändern. |
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