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Verfahren zum Senden von ssundnachrichten.
Bei der Versorgung eines grösseren Gebietes mit Nachrichten unter Verwendung kurzer und kürzester Wellen treten Schwierigkeiten dadurch auf, dass es infolge der besonderen physikalischen Eigenschaften
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zu erreichen. Bekanntlich treten insbesondere bei kurzen Wellen abwechselnd Zonen auf, in welchen ein Empfang fast unmöglich ist, während in anderen eine ausgezeichnete Empfangslautstärke zu erzielen ist. Die Lage dieser Zonen ist einerseits von der Tageszeit, anderseits von der benutzten Wellenlänge abhängig. In den Gebieten zwischen den einzelnen Zonen sinkt die Empfangsenergie auf ganz geringe Beträge herab und man müsste, um trotzdem in einem geschlossenen Gebiet an allen Punkten genügende Empfangslautstärke zu erzielen, die Sendestelle mit ausserordentlich grosser Energie arbeiten lassen.
Eine derartige Sendestelle ist, ganz abgesehen davon, dass sie unwirtschaftlich ist, bei dem derzeitigen Stand der Technik nicht zu bauen.
Die erfindungsgemässe Einrichtung vermeidet diese Nachteile und verbreitet von einer zentralen Sendestelle aus ein und dieselbe Nachricht mit verschiedenen Wellenlängen, die derart gewählt sind, dass die Summe ihrer Einfallzonen das gesamte, mit Nachrichten zu versorgende Gebiet überdeckt. Wird gemäss der Abbildung la (Fig. 1) die Empfangsintensität eines Senders, der mit der Wellenlänge 1 arbeitet, als Funktion der Entfernung der Empfangs-von der Sendestelle dargestellt, so ist beispielsweise nur , des Gesamtgebietes mit ausreichender Empfangsenergie versorgt. Der Erfindung gemäss werden nun drei weitere Sender, deren Wellenlängen derart gewählt sind, dass die Zonen günstigsten Empfangs nebeneinander liegen, an der zentralen Sendestelle angeordnet.
Die Empfangsintensität der einzelnen Sender sind in den Abbildungen Jb-Id (Fig. 1) entsprechend ihren verschiedenen Wellenlängen X 2-X 4 dargestellt. Summiert man die vier Intensitätskurven, so ergibt sich eine gleichmässige Empfangslautstärke für das gesamte, zu bestreichende Gebiet. Da die Einfallzonen der Wellen sehr genau von der Wellenlänge abhängig sind, ist ohne weiteres die dargestellte Intensitätsverteilung genauestens einzuhalten.
Der Erfindungsgedanke ist an Hand der Fig. 2 nochmals dargestellt um das Ineinandergreifen der verschiedenen Zonen deutlich zu veranschaulichen. Mit S ist die Sendestelle bezeichnet, während die verschiedenen Empfangszonen durch entsprechende Schraffuren kenntlich gemacht sind.
Es ist wesentlich wirtschaftlicher, einige Kurzwellensender geringerer Energien gemäss der Erfindung nebeneinander an der zentralen Sendestelle anzuordnen und gemeinsam zu Tasten oder zu Besprechen, wie einen Sender grösserer Leistung der, wie eingangs schon erwähnt, auf Schwierigkeiten stösst, anzuwenden.
Gemäss der weiteren Erfindung wird je nach der Tageszeit ein Wechsel der Wellenlänge vorgenommen bzw. einige Sender mehr an der zentralen Sendestelle angeordnet, um alle Zonen richtig zu versorgen.
Bei Nacht beispielsweise rückt die erste Zone vom Sender aus in grössere Entfernung als bei Tage. Aus diesem Grunde wird es bei Nacht nötig sein, einige weitere Sender einzusetzen, die auch den entstehenden grösseren Raum zwischen dem Sender und der ersteren Empfangszone entsprechend bestreichen. Es kann auch daran gedacht werden, je nach der Wichtigkeit einer Nachricht dieselbe einem geringeren oder grösseren Hörerkreis zuzuführen, indem die Zahl der Sendewellen verändert wird.
Da die Lage der Zone nicht allein von der Wellenlänge, sondern auch von dem Abstrahlwinkel an der Sendestelle abhängt, wird weiterhin vorgeschlagen, denselben durch geeignete Antennenkombina-
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tionen, die verschiedene Richtwirkungen erzielen lassen, zu verändern und so eine genaue Einhaltung der einzelnen Zonen zu erreichen. Auch kann man daran denken, den Unterschied der Reichweite nach der Tageszeit durch entsprechende Änderung des Abstrahlwinkels auszugleichen.