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Gebärmutterkappe.
Den bisher als ärztlichen Heilbehelfen in Verwendung stehenden Gebärmutterschutzkappen, Modellkappen und einförmigen Adhäsionskappen haftet der vom gesundheitlichen Standpunkte bedenkliche Übelstand an, dass der Abfluss der normalen sowie der pathologischen Sekrete aus der Gebärmutterhöhle vollständig gehemmt ist, so dass durch Zersetzung der im Innern der Kappe gestauten Sekrete
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Verwendung einer Kappe als absolut sicheren antikonzeptionellen ärztlichen Behelf und ganz besonders als Schittz gegen eine aufsteigende Infektion zu ermöglichen, dient folgende, hier beschriebene Erfindung : Die Zeichnung zeigt eine beispielsweise Ausführung der Erfindung. Die Kappe kann aus Metall, Elfenbein, Hartgummi usw. hergestellt werden.
Die Schutzkappe (Fig. 3) besteht aus zwei ineinander geschachtelte Schalen, einer inneren kürzeren Schale A (Fig. l) und einer äusseren Schale B (Fig. 2). Die. Schale B überdacht mit ihrem Dache bl
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Dadurch, dass die äussere Schale B in ihrem, die innere Schale-, 1 an derem freien Ende a2 überragendem Anteile seitlich ausgebuchtet ist, wird ein ringförmiger Hohlraum c Fig. 3 geschaffen, der die Adhäsion der Kappe durch Luftverdünnung bewirkt.
Das Dach der inneren Schale A hat eine zentrale Öffnung d, die durch ein der Schale aufgesetztes, mehrere Millimeter langes Röhrchen e, das an seinem freien Ende eine kreisrunde Fangseheibe f trägt, in den Raum g führt, der von beiden Kappendächem al und bl gebildet wird (Fig. 3). In diesem Raum g ragt nun das Röhrchen e als Ausflussrohr der inneren Schale A frei hinein, wobei die Mündung desselben dl vom Kappendache bl unbedingt mehrere Millimeter Abstand halten muss.
Knapp über seinem Ansatze trägt das Röhrchen e eine kreisrunde Fangscheibe h, die mit ihrem freien Rande ungefähr l mm von der Innenfläche der äusseren Schale Abstand hält und mit der Fangscheibe f des Röhrchens e eine ringförmig um das Röhrchen verlaufende Rinne l bildet.
Die äussere Schale B trägt an ihrer Mantelfläche im Bereiche des Raumes g, u. zw. etwa in der
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mit Rücksicht darauf, dass die der Gebärmutter aufsitzende Kappe in jeder Stellung, welche durch die verschiedene anatomische Lage der Gebärmutter bedingt ist, den Abfluss der Sekrete nach dem tiefsten Punkte der Kappe sichern muss, von wesentlicher Bedeutung.
Zweck der Fangseheiben h und f ist der, dass die durch die Öffnungen i eintretenden Sekrete oder das Spülwasser von der Mündung dl des Röhrchens e femgehalten werden, u. zw. dadurch, dass eintretende Flüssigkeitsteilchen von der Fangscheibe h aufgefangen werden und dann je nach der Lage der Kappe entweder an der hinteren Fläche der Fangsrheibe h oder an der vorderen Fläche derselben in die Abflussrinne l abfliessen, oder aber dass der Abfluss vom Rande der Scheibe h durch Adhäsionswirkung entlang der inneren Fläche der Schale B bewirkt wird.
Anderseits wird durch die Einrichtung, dass die Mündung des Röhrchens dl vom Kappendache bl mehrere Millimeter Abstand hält, der Zweck erreicht, dass eine Adhäsion von Flüssigkeitsteilchen zwischen Mündung des Röhrchens und Kappendach verhindert wird, so dass kein Flüssigkeitsteilchen durch die Mündung dl in das Kappeninnere gelangen kann.
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Diese Konstruktion der Kappe gestattet einerseits den freien und ungehemmten Abfluss der Sekrete aus dem Innenraum der Kappe durch das Röhrchen ein den Raum g und aus diesem durch die Öffnungen i und k nach aussen und verhindert anderseits durch die Fangscheiben h lmd f sowie durch den entsprechenden Abstand der Mündung d1 des Röhrchens e vom äusseren Kappendache bl den Eintritt von bei i und k
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