<Desc/Clms Page number 1>
Verfahren beim Beschicken von Zellulosekochern u. dgl. und eine Vorrichtung zur Ausführung dieses Verfahrens.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine weitere Ausgestaltung des im Patent Nr. 104. 141 beschriebenen Verfahrens zum Beschicken von Zellstoffkochern, wonach die Beschickung (Zeugmasse) in dem Kocher unter der Einwirkung eines oder mehrerer Luftströme hineingetrieben und gleichzeitig eine Luftverdünnung oder ein Vakuum erzeugt wird.
Es hat sich hiebei als vorteilhaft erwiesen, um eine gleichförmige Verteilung des Zeuges über die ganze Kocherfläche zu bewirken, die mit dem Luftstrome mitfolgende Zeugmasse in Drehung zu versetzen. Zu diesem Zwecke wurden bisher rein mechanische Vorrichtungen verwendet, welche derart eingerichtet waren, dass sie das mit dem Luftstrome mitfolgende Zeug auffangen und dasselbe ringsherum werfen konnten.
Gemäss der vorliegenden Erfindung ist ein anderes Verfahren geschaffen worden, welches sich als äusserst wirkungsvoll gezeigt hat und welches sehr beträchtliche Vorteile in praktischer Hinsicht mitbringt. Die zur Verteilung erforderliche Anlage wird somit erheblich vereinfacht, und das Zeug wird
EMI1.1
welchen in den Weg desselben gelangenden Organen gehindert wird, weshalb keine Verminderung derjenigen Geschwindigkeit eintritt, womit das Zeug hineingetrieben wird ; hiedurch wird ein dichtes Packen des Zeuges in hohem Grade befördert.
Das durch die Erfindung bezweckt Verfahren kennzeichnet sieh in der Hauptsache dadurch, dass das Zeug, während dasselbe von der in den Kocher hineingepressten Luft mitgenommen wird, von der letzteren in Drehung versetzt wird, indem das Zeug während des Hineinpressens derart gesteuert wird, dass es in Drehung versetzt wird.
Die beiliegenden Zeichnungen zeigen ein Ausführungsbeispiel einer für die Anwendung des Ver. fahrens geeigneten Beschickungsvorrichtung.
Fig. 1 zeigt die Vorrichtung in senkrechtem Schnitt nach der Linie a-b in Fig. 2, welch letztere Figur den Apparat in Draufsicht und in waagrechtem Schnitt veranschaulicht. Fig. 3 stellt eine Einzelheit in grösserem Massstabe dar. Fig. 4 zeigt einen Schnitt durch die Füllvorrichtung einer modifizierten Anordnung und eine in das Saugrohr eingebaute Umschaltvorrichtung.
Die Druckluft, die zweckmässig mittels eines (in der Zeichnung nicht gezeigten) Ventilators erzeugt wird, tritt durch den Zulauf 1 herein und strömt durch den Kanal 2 weiter einwärts. Dieser Kanal ist nach aussen von der spiralförmigen Wand 3 und nach innen von dem kegelförmigen Fülltrichter 4 begrenzt, an dessen Aussenseite die Wand 3 sich bei 5 anschliesst.
Die durch den Zulauf 1 eintretende Druckluft strömt somit auf seinem Weg nach innen längs der Wand 3 und wird von der letzteren derart geführt, dass sie, wenn sie durch die eine ringförmige Öffnung bildende Düse 6 weiter nach unten dringt, eine kräftige Drehbewegung hat. Beim Passieren der Düse begegnet die Luft dem vom Trichter 4 nach unten vorgeschobenen Zeuge, welchem dabei unter der Einwirkung der Luft eine kräftige schraubenförmige, nach unten gerichtete Bewegung durch das Rohr 7 beigebracht wird. Wenn das Zeug schliesslich das Rohr verlässt, wird es sich infolge der oben genannten schraubenförmigen Bewegung gleichförmig auswärts über die ganze Fläche des Kochers verteilen.
Diese Einführung geschieht somit praktisch ohne jeden Widerstand und die Wirkung, womit das Zeug ge-
<Desc/Clms Page number 2>
packt wird, wird dadurch in entsprechendem Grade vollständig. Nachdem die Luft diese Arbeit ausgeführt hat, kehrt dieselbe durch die ringförmige Öffnung 8 und die Luftverteilungskammer 9 nach dem Ventilator zurück, um dann, solange die Vorrichtung in Tätigkeit ist, den eben beschriebenen Kreislauf und die entsprechende Arbeit auszuführen.
Der Apparat wird für grössere oder geringere Luftströmung bzw. für eine mehr oder weniger intensive Verteilungs-und Packungswirkung eingestellt, u. zw. durch die folgende Anordnung. Die Durch- strömfläche des Kanals 2, welche ihrer Grösse nach in einem gewissen Verhältnis zu der Fläche der ringförmigen Düse 6 stehen muss, ist dadurch regelbar, dass die Wand 3 verstellbar und. zu diesem Zweck mit Beschlägen 10 versehen ist, welche mit festen Beschlägen 11 zusammenwirken. Beide Arten von Beschlägen sind mit langgestreckten Nuten 12 bzw. 13 versehen, durch welche Schrauben 14 hindurchragen.
Indem die Schrauben gelöst werden, können die Beschläge im Verhältnis zueinander verschoben werden, je'nach der erwünschten Einstellung der Wand, und die Einstellung wird durch Anziehen der Schrauben festgelegt. Die spiralförmige Wand 3 kann zu demselben Zweck und ohne an sich irgendwelcher Formveränderung unterzogen zu werden, waagrecht in allen Richtungen hin und her bewegbar sein.
Der Trichter-t kann innerhalb gewisser Grenzen gehoben und gesenkt werden und ist gegebenenfalls seitlich verstellbar, um die Fläche der ringförmigen Düse 6 vergrössern oder vermindern zu können, oder um
EMI2.1
zusammenwirken, von welchen die erstgenannte durch langgestreckte Nuten 18 in der Wand des Trichters 4 und die letzteren desgleichen durch langgestreckte Nuten 19 in der festen Wand 20 hindurch-
EMI2.2
Teil der Beschickung nicht mit der Hand ausgeführt zu werden braucht, wie dies bisher notwendig war.
Das mit der Anordnung gemäss Fig. 4 angewandte Füllverfahren besteht darin, dass der Kreislauf der Gebläseluft durch die Füllvorrichtung, den Kocher und das Gebläse gegen Ende der Füllung unterbrochen wird, derart, dass die Luft aus dem Kocher nunmehr ins Freie ausbläst. Es hat sich nämlich gezeigt, dass auf Grund dieser Massnahmen das Hackholz in verstärktem Masse nach den Wänden des Kochers geführt wird, so dass die Oberfläche der Füllung schliesslich einen mit der Spitze nach unten liegenden Kegelmantel bildet. Auf diese Weise lässt sich die Kocherfüllung sehr vollkommen gestalten und es bleibt im wesentlichen nach Beendigung der Füllung nur noch der Raum übrig, den das Rohr einnimmt, durch das die Beschickung in den Kocher geblasen wurde.
Dieser Raum lässt sich, falls es überhaupt gewünscht wird, durch einfaches Einlaufenlassen einer entsprechenden Menge Holzhack in den Kocher anstandslos nachfüllen. Um die mit dem Luftstrom aus dem Kocher herausgedrückten Holzspäne zu sammeln, ist über der Ausblaseöffnung ein siebartiger Korb angebracht, der die Späne auffängt.
Bis gegen Ende der Füllung wird die Luft vom Ventilator durch das Rohr 1 nach dem Düsenraum 2 geführt und strömt mit der Beschickung durch das Rohr 7 in den Kocher 21. Aus dem Kocher wird die Luft mittels des Gebläses wieder abgesaugt, das zu diesem Zweck an den Kocherhals mittels einer Leitung 22 angeschlossen ist. Die Umschaltung des Luftstromes gegen Ende der Kocherfüllung geschieht beispielsweise dadurch, dass mittels der beiden gemeinsamen vorhandenen Handgriffe 23 und 24 die Rundsehieber 25 und 26 so weit gedreht werden, dass die gegenseitigen Öffnungen sich decken. Zugleich wird in die dafür vorgesehene Öffnung 27 des Flansches 28 die Blindscheibe 29 eingeschoben.
Durch diese Anordnung wird die in den Kocher durch Rohr 1 eingedrückte Luft nicht mehr abgesaugt, sondern durch die Schlitze des Rundschiebers 25 herausgedrückt, während der Ventilator nunmehr Luft durch die Schlitze des Rundschiebers 26 aus dem Aussenraum ansaugt. Damit die mit dem Luftstrom eventuell herausgedrückten Holzspäne gesammelt werden können, ist über den Schlitzen des Rundschiebers 25 eine Auffangvorrichtung, z. B. ein runder Siebrahmen 30, angebracht.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren beim Beschicken von Zellulosekochern u. dgl., wobei die Beschickung (das Zeug) veranlasst wird, von einem in den Kocher hineingepressten Mittel, zweckmässig einem Luftstrome, mitgenommen zu werden, dadurch gekennzeichnet, dass zwecks Verteilung der Beschickung über die-ganze Kocherfläche die Beschickung in Drehung versetzt wird durch die Einwirkung des Luftstromes, welcher zu diesem Zwecke während des Hineintreibens derart gesteuert wird, dass es in Drehung versetzt wird.