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Spritze für medizinische Zwecke.
Die Erfindung betrifft eine besondere Ausbildung von medizinischen Spritzen und Spülvor- richtungen, z. B. der Art, wie sie zur Behandlung der Geschlechtsorgane, der Mundhöhle usw. Verwendung finden.
Es hat sich herausgestellt, dass z. B. die wirksame Behandlung der Gonorrhoe, die durch Ein- spritzen von Antisepticis erfolgt, häufig daran scheitert, dass das Heilmittel die Krankheitserreger, die
Gonokokken, nicht erreicht, da diese sich in den Gängen und Hohlräumen der einzelnen Drüsen der Harnröhre festsetzen, die durch das Krankheitssekret ausgefüllt werden.
Ähnlich liegen die Verhältnisse bei der Behandlung von Erkrankungen des Zahnfleisches, bei der Bekämpfung der Zahnsteinbildung, der Alveolarpyorrhoe usw.
Die Vorrichtung gemäss der Erfindung gewährleistet mit Sicherheit den Zutritt des Medikamentes überall dorthin, wo sieh die Krankheitserreger befinden, u. zw. dadurch, dass sie mit einer Einrichtung versehen ist, die nicht nur die Einführung des Heilmittels unter Druck bewirkt, sondern dieses auch so fein verteilt, dass es in feinster Zerstäubung in den Körper eingeführt wird.
Es wird dies dadurch erreicht, dass erfindungsgemäss die Spritze mit einem Behälter verbunden ist, der ein komprimiertes Gas enthält. Das komprimierte Gas treibt bei seiner Entspannung das Medikament aus der Spritze heraus und zerstäubt es zugleich bei entsprechender Einrichtung des Spritzmundstückes.
Es sind Einrichtungen bekannt, die in ähnlicher Weise den gleichen Zweck erstreben, so z. B. ist vorgeschlagen worden, unmittelbar auf den die einzuspritzende Flüssigkeit enthaltenden Behälter ein kleines Druckreservoir zu befestigen. Hiebei besteht der Nachteil, dass der gesamte Inhalt des Druckreservoirs bei jeder Einspritzung verbraucht werden muss und dass ferner keine Möglichkeit besteht, den Druck selbst zu regeln.
Bei einer andern, ebenfalls schon früher vorgeschlagenen Ausführung, wird das Druckmedium durch Zusammendrücken von Gummibällen von Hand aus erzeugt. Hier besteht der Nachteil, dass die Aufmerksamkeit des Arztes zum Teil durch die Erzeugung des Druckmediums selbst abgelenkt wird, dass Behandlungen von langer Dauer unmöglich sind, dass die anwendbaren Drucke auf einen verhältnis- mässig kleinen Wert beschränkt werden müssen, und dass schliesslich eine Gleichförmigkeit der Behandlung ausgeschlossen ist, da eine gleichmässige Verteilung des Medikamentes sowie Einstellung der Behandlung selbst auf die verschieden möglichen Sonderfälle verhindert wird.
In der Zeichnung ist eine Ausführungsform einer Vorrichtung- gemäss der Erfindung schematisch dargestellt.
In einer Druckflasche 1, die mit einem Reduzierventil 2 versehen ist, befindet sich das komprimierte Gas. Eine Leitung 3 führt zu einem Behälter 4 für das einzuspritzende Medikament. Mit diesem ist die eigentliche Spritze 5 verbunden, deren Mundstück 6, 6a je nach Bedarf ausgebildet ist. Das Mundstück muss mit einer oder mehreren Ausflussöffnungen versehen sein, deren Grösse im Verhältnis zum Spritzendurchmesser klein ist, so dass eine Zerstäubung des flüssigen Medikamentes unter der Einwirkung des Gasdruckes gewährleistet wird.
Das Gas im Druckbehälter kann entweder ein inertes sein, beispielsweise Kohlensäure, das einen Einfluss auf das Medikament nicht ausübt. Es kann aber auch so gewählt werden (beispielsweise Sauerstoff), dass es die Wirkung des Medikamentes erhöht bzw. dieses aktiviert.