AT113089B - Klöppelfänger für Turmglocken. - Google Patents

Klöppelfänger für Turmglocken.

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AT113089B
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Andreas Ing Peyerl
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Andreas Ing Peyerl
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    Klöppelfänger   für Turmglocken. 



   Es sind   Klöppelfänger   in Verwendung, bei denen eine Sperrklinke 1, Fig. 1, die normalerweise den Klöppel   2   festhält, durch Einziehen eines Eisenkerns 3 in einen Elektromagneten 4 in FreigabeStellung gebracht und in dieser während der ganzen Läuteperiode belassen wird. 



   Um den Elektromagneten nicht andauernd mit Strom zu belasten, wurde dabei durch Einschaltung eines Sperrorgans zwischen Fangklinke und Elektromagnet erreicht, dass durch kurzzeitiges Einschalten des Elektromagneten diese Klinke in Freigabestellung gebracht wird und durch abermaliges kurzzeitiges Einschalten wieder in Fangstellung kommt. 



   Beim Gegenstand vorliegender Erfindung ist die Sperrvorrichtung in das Gehäuse des Elektromagneten verlegt und der Kern selbst als Sperrglied verwendet, indem er   erfindungsgemäss   innerhalb seiner ihn rings umgebenden, unbeweglich gelagerten Sperrvorrichtung um seine Achse drehbar so angeordnet ist, dass er bei jedem Einziehen und Fallenlassen eine stets im gleichen Drehsinn fortschreitende Schraubung erfährt. 



   In Fig. 2 ist diese Anordnung dargestellt. Das Gehäuse 4 des Elektromagneten ist nach oben hin etwas verlängert und umschliesst ausser der Magnetspule 5 noch einen   FÜhrungskörper   K, der fix an der Gehäusewand 4 montiert ist und den man sich geometrisch auf folgende Art entstanden denken kann : Auf einem lotrecht stehenden, zylindrischen Rohr, dessen Innendurchmesser d gleich ist dem Durchmesser des   Magnetkerns J und   dessen Aussendurchmesser D ist, wird aussen der in Fig. 3 in einer 
 EMI1.1 
 der aussen und innen von   Zylinderflächen   begrenzt, oben und unten aber von   flachgängigen   Schrauben-   flächen   abgeschlossen ist. Letztere haben vier Absätze 7,   8,   9 und 10, die von Vertikalebenen durch die Zylinderachse gebildet werden. 



   Dieser Körper K, der leicht zu giessen ist, wird ober der Wicklung   5   des Elektromagneten derart befestigt, dass sich seine Zylinderachse mit der Achse des Magnetkernes 3 deckt. 



   Der Magnetkern hat oben eine zylindrische Verlängerung 11 aus   unmagnetischem   Material, von gleichem Durchmesser   f !   wie der Kern. In dieser Verlängerung sind oben zwei Querbolzen 12 und 13 befestigt, von denen sich der untere 13 beim Hochziehen des Magnetkernes an der unteren Schrauben-   fläche   abstützt, während der obere   1'2   beim Loslassen des Kernes an der oberen   Schraubenfläche   des   Führungskörpers   K entlang gleitet. 



   Die Bewegungsvorgänge können an der Abwicklung Fig. 3 leicht verfolgt werden. 



   Die beiden vertikal übereinander gezeichneten Kreise bedeuten die   Querbolzen 1 ; 2   und   18   in verschiedenen Stellungen. 



   Beim Absatz 7 ist die Ruhestellung, der Magnet ist stromlos, der Kern in der tiefsten Stellung, das Fangorgan hält den   Klöppel   fest. 



   Wird nun der Strom eingeschaltet, so wird der Kern hochgezogen, und der untere Bolzen 13 gleitet längs der unteren   Schraubenfläche   nach rechts aufwärts (Erzeugende   dz   bis er in der Nische unter 8 anstösst. Dadurch ist der obere Bolzen rechts über die Spitze bei 8 gehoben worden. Wird nun der Magnetstrom abgeschaltet, so gleitet   12   entlang der oberen   Schraubenfläche   in die Nische bei 9. In dieser   Stellung verharrt nun der Magnetkern längere Zeit. da der Magnet stromlos ist. Das Fangorgan hat dabei den Klöppel freigegeben. Als wesentlich muss noch erwähnt werden, dass ein gewisser rberhub M   

 <Desc/Clms Page number 2> 

 des   Magnetkernes   notwendig ist, um in diese Stellung bei 9 zu gelangen bzw. aus ihr wieder heraus zukommen. 



   Es ist ein Vorteil dieser Anordnung, dass. der Überhub   ü   gegenüber dem Effektivhub      sehr klein ist und damit der Wirkungsgrad y der Anordnung, nämlich das Verhältnis Überhub      zu Gesamthub H, hh   gross ist. 



  H h+ü  
Schaltet man nun den Strom nochmals ein, so wird der Magnetkern um den Überhub il angehoben und der Bolzen   1. 3 schraubt sich   dabei zunächst bis in die Nische bei 10. Der Bolzen 12 steht nun rechts über der Spitze bei 10. Beim Abschalten des Stromes gleitet dann 12 die lange   Sehraubenfläche   herab (Erzeugende   6)   bis in die Nische bei 7 ; dadurch ist die Sperrklinke wieder in die   Fangstellung   zurückgekehrt, fängt den Klöppel und hält ihn dauernd fest. 



   Damit die Verdrehung des Magnetkernes 3 nicht eine Torsionsbeanspruchung des Verbindungdrahtes 15 zwischen Kern 3und Sperrklinke 1 erzeugt, ist eine frei drehbare Kupplung 16 zwischen Kern und Verbindungsdraht 15 eingebaut. 



   Als besonderer Vorteil muss noch erwähnt werden, dass ausser dem Magnetkern mit seinen beiden
Querbolzen kein beweglicher Teil an der Anordnung ist, der durch eine Lagerung oder Führung am fixen System eine Reibung oder Abnutzung erfährt.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Kloppelfänger für Turmgloeken, bei dem durch Zusammenwirken eines Solenoidkernes mit einer Sperrvorrichtung und mit einer Klöppelfangklinke beim ersten kurzzeitigen Einschalten des Magneten der Kern in eingezogener Stellung und damit die Fangklinke in Freigabestellung festgehalten wird, während beim zweiten kurzzeitigen Einschalten der Kern nach einem geringen Überhub in seine die Fangstellung EMI2.1 ihn rings umgebenden, unbeweglich gelagerten Sperrvorrichtung um seine Achse drehbar so angeordnet ist, dass er bei jedem Einziehen und Fallenlassen eine stets im gleichen Drehsinn fortschreitende Schraubung erfährt.
AT113089D 1927-10-12 1927-10-12 Klöppelfänger für Turmglocken. AT113089B (de)

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AT113089B true AT113089B (de) 1929-04-25

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