AT112644B - Einrichtung zur Vergasung oder zur Vergasung und Entgasung von Kohlenstaub. - Google Patents

Einrichtung zur Vergasung oder zur Vergasung und Entgasung von Kohlenstaub.

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AT112644B
AT112644B AT112644DA AT112644B AT 112644 B AT112644 B AT 112644B AT 112644D A AT112644D A AT 112644DA AT 112644 B AT112644 B AT 112644B
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Geza Szikla
Arthur Rozinek
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Geza Szikla
Arthur Rozinek
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Description


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   In dem Patente Nr.   10 ( ; 719   ist ein Verfahren und eine Einrichtung zur Vergasung oder zur Verund Entgasung von staubförmiger oder   kleinkörniger   Kohle in einem aufsteigenden Gasstrome angegeben, wobei es darauf ankommt, dass in der Vergasungskammer ständig eine in den erzeugten brennbaren Gasen aufgewirbelte wesentliche konstante, glühende Kohlenstaubmenge kreist, mit welcher die eingeführte Verbrennungsluft zunächst zu Kohlensäure verbrennt, welche durch die die Flamme umgebenden, in reduzierender Atmosphäre schwebenden glühenden Kohlenteilehen zu Kohlenoxyd reduziert wird und dadurch eine zwischen der Flamme und den Wänden der   Vergasungs1mmmer eingeschaltete Abkiihlungs-   zone erzeugt. 



   Die Erfindung betrifft eine weitere Ausbildung dieser Einrichtung und bezweckt einerseits die Ermöglichung der Verminderung der Abmessungen der Vergasungskammer und anderseits die Erhöhung der Empfindlichkeit der Regelung des   Vergasungsvorganges.   Bei der in dem Stammpatent Nr. 106719 beschriebenen Anlage bestand die Vergasungskammer ans einem nach oben erweiterten   Schachts. lu   seinem unteren Teile ist der Schacht gemäss dem Stammpatent ziemlich steil, was immerhin die Erhaltung des Kohlenstaubes in   schwebendem7.   Zustande ermöglicht, aber den Nachteil der grossen Konstruktionshöhe mit sich bringt.

   Gemäss der Erfindung soll dagegen der Boden der Vergasungskammer wagrecht sein oder mit der   Wagrechten   einen geringeren Winkel einschliessen, als der Böschungswinkel des niederfallenden glühenden Staubes beträgt, so dass am Boden der Kammer eine Ansammlung des niederfallenden Staubes stattfindet, welcher einen die Flamme einschliessenden, hitzebeständigen, sich dem Gasstrome anpassenden Krater bildet, wobei am Boden der Kammer Sehürvorrichtungen vorgesehen sind, welche das angesammelte Gut ständig der Bodenöffnung der Vergasungskammer   zuführen.   



   An Stelle der gemäss dem Stammpatent vorgesehenen, aus den Absetzräumen in den Vergasungsehacht führenden   Rücklaufkanäle   stehen gemäss der Erfindung die Staubsammelräume der Absetzkammer und der Vergasungskammer durch eine das   Bodensehürwerk durehlassende, durch   den angesammelte Staub verdeckte Öffnung miteinander derart in unmittelbarer Verbindung. dass das Schürwerk den in der Absetzkammer angesammelten Staub und den am Boden der Vergasungskammer angesammelten Staub zugleich der Bodenöffnung der Vergasungskammer   zuzusrhieben   vermag. 



   Gemäss dem Stammpatent ist aus dem letzten Absetzraum ein   Rücklaufkanal   zu dem Rost der Windkammer geführt ; dabei muss aber vermieden werden, dass Luft aus der unter höherem Druck stehenden Windkammer in die unter niedrigerem Druck stehende Flugaschenkammer gelangt. Demnach wird gemäss der Erfindung zwischen den beiden Kammern für einen   Luftabschluss   gesorgt, was zweckmässig dadurch erreicht wird, dass zwischen der vor dem Abzugskanal der Generatorgase vorgesehenen Flugstaubkammer und einer über dem Rost der unterhalb der Vergasungskammer angeordneten Windkammer mündenden Öffnung ein tiefer als diese Öffnung liegender syphonartiger Staubsack mit einem in dem der Windkammer zugekehrten Schenkel angeordneten Staubhebewerk eingeschaltet ist,

   welches den einen   Gasverschluss   bildenden Flugstaub durch die Öffnung der Windkammer hindurch auf den Rost fördert. 



   Eine weitere Ausbildung des Stammpatentes betrifft eine weitgehende Regelung des Vergasungsvorganges. Gemäss der Erfindung wird die   zweckmässig   schlitzförmige Bodenöffnung der Vergasungskammer mit einem verstellbaren Verschlussschieber ausgerüstet und die Hublänge der   Schürvorrichtungen   

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 veränderlich gemacht, ferner die Verstellvorrichtungen des Verschlussschiebers der Bodenöffnung und des Hubes der Schürvorrichtungen in Abhängigkeit von der jeweiligen Belastung der Anlage, insbesondere von dem Druck des vom erzeugten Gas geheizten Kessels, durch entsprechende Regelorgane und Verbindungen gebracht.

   Schliesslich wird als weitere Ausbildung des Gegenstandes des Stammpatentes die Anordnung getroffen, wonach die Drosselklappe in dem die   Sekundärluft   für die Verbrennung der erzeugten Generatorgase führenden Kanal unter der Wirkung einer einerseits von der primären Luftzufuhr der Vergasungskammer und anderseits von der Luftströmung in dem Verbrennungsluftkanal beeinflussten Steuerung steht. 



   Die Zeichnung zeigt eine Einrichtung in schematischem lotrechtem Schnitt. 



   Bei dem in der Zeichnung dargestellten Beispiel besitzt die Vergasungskammer 1 lotrechte Seitenwände und einen wagrechten Boden 24, über dem die Schürer 25, 26 hin und her bewegt werden. Die Schürer sind zweckmässig wassergekühlt. Obwohl der Boden 24 der Vergasungskammer in der Zeichnung wagrecht angegeben ist, kann derselbe   selbstverständlich   auch gegen die Seitenwände der Kammer oder gegen die Bodenöffnung 8 mehr oder weniger abfallend sein ; der Neigungswinkel des Bodens muss aber unbedingt geringer sein, als der   Böschungswinkel,   damit ein Ansammeln des Staubes am Boden stattfinden kann. 



     Im Betriebszustande der Einrichtung ist   die Vergasungskammer   1   mit einem brennbaren Gasgemisch (Generatorgas) gefüllt, in welchem glühender Kohlen-bzw. Koksstaub aufgewirbelt ist, so dass sich in der Kammer   1   eine mit   glühendem   Kohlenstaub   gesättigte.   reduzierbare Atmosphäre befindet.

   Die durch den Kanal 2 und die unter der Vergasungskammer   befindliche   Windkammer 6 zugeführte Verbrennungluft tritt durch die Bodenöffnung 8 in die Vergasungskammer und bildet in derselben eine Flamme 27, die in der durch den glühenden Kohlenstaub gebildeten brennbaren Atmosphäre brennt, wobei die entstehende Kohlensäure durch die nachströmende Luft und die irischgebildete Kohlensäure weiter nach aussen in die glühende Kohlenstaubatmosphäre getrieben wird und sich an den glühenden Kohleteilchen zu Kohlenmonoxyd reduziert ; hiebei geht eine endothermische Reaktion vor sich, Diese Reduktionszone wirkt also kühlend, so dass die Seitenwände der Kammer 1 gegen die hohe Temperatur der Flamme 27 geschützt sind.

   Dadurch, dass der Boden   wagrecht   ist oder sein Neigungswinkel kleiner ist als der   Böschung-   winkel des in der Vergasungskammer niedersinkenden Staubes, lagert sich am Boden der niederfallende Kohlenstaub in der Gestalt einer Böschung   28,   mit einem gegen die Bodenöffnung 8 der Kammer abfallenden Krater, in welchem sich die Flamme 27 bildet. Dieser aus Kohle gebildete Krater 28 passt sich in der Form dem Gasstrome an und behindert denselben nicht. Breitet sich z. B. die Luftflamme etwa bei plötzlicher Temperatursteigerung oder Erhöhung der Luftzufuhr aus, so wühlt sie sich im glühenden Kohlenstaubbette Platz. Der Krater umgibt die Flamme 27 an den heissesten Stellen, hält einerseits die Flamme zusammen und schützt anderseits die unteren Teile der Vergasungskammer gegen die Hitze der Flamme.

   Da die Wände dieses Kraters aus entgaster Kohle, also Koksstaub bestehen, welcher fortwährend   gesehürt   und gewechselt wird, so sind dieselben in höchstem Masse hitzebeständig im Gegensatze zum Schamottemauerwerk, welches schmelzen würde. 



   Die an den Seitenflächen des Kraters sich etwa bildenden Schlackenklumpen gleiten entweder unmittelbar der Öffnung 8 zu oder sie gelangen infolge der Wirkung der Schürer 25, 26 allmählich in tiefere kältere Teile der Böschung   28,   in welcher die Schlackenklumpen mit Kohlenstaub umhüllt werden, so dass sie nicht festbacken können. Die Schürwirkung fördert diese durch den Kohlenstaub isolierten Schlackenklumpen allmählich der Öffnung 8 zu, durch welche sie auf den Rost 7 fallen. Am Rost werden die Schlackenklumpen mit der über bzw. durch den Rost streichenden Frischluft vollständig ausgebrannt. 



   Diese Einrichtung gestattet, die Temperatur der Flamme ohne Gefährdung der Kammerwandungen weitgehendst zu erhöhen, so dass die Flamme infolge der durch die Wirkung der Schürer 25,26 erhöhten Konzentration der in der Kammer befindlichen Gase an aufgewirbeltem glühendem Kohlenstaub auf das Mindestmass verkleinert, insbesondere verkürzt werden kann, wodurch die Abmessungen, insbesondere die Höhenabmessung, der Vergasungskammer weitgehendst vermindert werden können. Das Verkürzen der Flamme kann noch durch in den Flammenraum eingebaute, wassergekühlte Flammenteiler   37   begünstigt werden. Falls die obere Fläche dieser Flammenteiler eine geringere Neigung besitzt als der Böschungswinkel des Staubes, oder wie gezeichnet horizontal ist, sammelt sich Kohlenstaub bei 38 an, welcher durch eine Rührvorrichtung 39 der Flamme zugeführt wird. 



   -Bei der beschriebenen Ausführung der Vergasungskammer, bei welcher eine Ablagerung des Vergasungsgutes am Schachtboden stattfindet, können die Staubsammelräume der Vergasungskammer   und der Absetzkammer ,   aus welcher der abgeschiedene Staub wieder der Vergasungskammer zurückgeführt werden soll, durch eine untere Öffnung der Scheidewand 31 miteinander in unmittelbare Verbindung gebracht werden. Diese Öffnung ist durch den angesammelten Staub verdeckt, lässt aber das Schürwerk hindurch, so dass dieses den in der Absetzkammer angesammelten Staub der Vergasungskammer bzw. deren Bodenöffnung zuzuschieben vermag. 



   Wird gasreiche Kohle in den Bereich der Luftflamme 27 eingeführt, so werden infolge der hier herrschenden hohen Temperatur die Kohleteilchen explosionsartig entgast und das Gas verbrennt sofort mit der Luft. In der Luftflamme soll aber lediglich der Kohlenstoff verbrennen, wogegen die brennbaren 

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 Entgasungsprodukte möglichst unversehrt in den erzeugten Generatorgasstrom gelangen sollen. Deshalb soll der frische Kohlenstaub an Stellen eingeführt werden, an denen kein freier Sauerstoff vorhanden ist. Dementsprechend wird gemäss der Erfindung der frische Kohlenstaub in einen jener Staubsammelräume gespeist, aus denen der Staub wieder der Flamme 27 zugeführt wird. Diese Speisung erfolgt wie gezeichnet z.

   B. in die Böschung 28 der Vergasungskammer, es kann aber auch, wie ebenfalls in der Zeichnung angedeutet, der Speisekanal 30 des den frischen Kohlenstaub enthaltenden Bunkers 29 in den Staubsammelraum 32 der Absetzkammer 9 münden. Diese Speisung der Frischkohle erfolgt nach Massgabe des Kohlenverbrauches ohne bewegliche Speisevorrichtungen selbsttätig. Der in der Absetzkammer 9 angesammelte Kohlenstaub verschliesst nämlich die untere Mündung 33 des Kanales 30 und bewirkt hier eine Rüekstauung des Kohlenstaubes. Wird aber der in der Absetzkammer 9 angesammelte Kohlenstaub soweit verbraucht, dass die Mündung 33 des Kanals 30 freigegeben wird, so fliesst wieder frischer Kohlenstaub nach. Dieser gelangt mit dem glühenden Kohlenstaub der Absetzkammer 9 in Berührung und wird mit diesem durch das   Sehürwerk   26 vermischt.

   Dadurch wird der frische Kohlenstaub entgast und die. dabei entwickelten brennbaren Gase gelangen unmittelbar in den Abzugskanal 4. Aus dem Kanal 30 wird um so mehr Kohle ausfliessen, je weniger Rücklaufmaterial in der Absetzkammer vorhanden ist. und umgekehrt wird der Kohlenzufluss abnehmen, wenn das   Rücklaufmaterial   in der Absetzkammer zunimmt, weil dadurch der Ausfluss aus dem Kanal 30   zurüekgestaut   wird. Hiedurch findet also eine selbsttätige Regelung der   Kohlenzufuhr   statt. 
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 da sie eine grosse Oberfläche bei geringem Gewichte besitzen. Dies bietet die   Möglichkeit,   die Schlacke und Asche aus dem Kreislauf auszuscheiden.

   Zu diesem Zwecke und behufs vollständigen Ausbrennens soll die in der Kammer 9d angesammelte Flugasche, ebenso wie im Stammpatent, mit der Frischluft auf den Rost 7 gelangen ; bei der   Überführung   der Flugasche auf den Schlackenrost muss aber vermieden werden, dass Luft aus der unter höherem Druck stehenden Windkammer 6 in die unter niedrigerem Druck stehende Flugaschenkammer 9d gelangt. Gegenüber dem Stammpatent muss demnach zwischen den beiden Kammern für einen Luftabschluss gesorgt werden. Dies könnte z. B. mittels einer Schleuse erfolgen. 



  Einfacher und vorteilhafter ist es aber, zu diesem Zwecke zwischen die Flugstaubkammer 9d und eine über dem Rost 7 mündende Öffnung 35 der Windkammer 6 einen syphonartigen   Staubsack   34 einzuschalten, der tiefer als die Öffnung   3-5   liegt, so dass der sich im Staubsack 34 ansammelnde Staub einen   Gasversehluss   bildet, der den unmittelbaren Übertritt der Gase aus der Windkammer 6 in den Abzugskanal 4 verhindert. Ein in dem der Öffnung 35 zugekehrten Schenkel des Staubsackes angeordneter aufwärts wirkender Schürer 36 oder eine andere Hebevorrichtung fördert den Staub nach Massgabe des Zuflusses aus dem   Staub sack allmählich durch   die Öffnung 35 auf den Rost 7.

   Dieses Überfliessen auf den Schlackenrost 7 findet jedoch nur so lange statt, als aus der Flugstaubkammer 9d Material nachfliesst, jedoch bleibt der   Staubsack   34 ständig gefüllt und ergibt den   erwünschten     Luftabschluss.   Die Vorrichtung wirkt also wie ein Wasserversehluss, wobei das Schiirwerk das Aufwärtssteigen des Wassers ersetzt. 



   Die hin-und hergehenden   Sehürer   können durch beliebige andere   Schür-oder Fördervorrichtungen   ersetzt werden, welche im nachstehenden unter der Bezeichnung   Schürer   zusammengefasst sind. Die Schürer werden von einer Antriebswelle 59 durch Gestänge (Kurbel 67, Pleuelstangen   41)   angetrieben, in die zweckmässig an allen in Betracht kommenden Stellen die   Veränderung   des Hubes der Schürvorrichtungen gestattende Glieder, z. B. Kulissen   40,   eingeschaltet sind. 



   Die Menge des erzeugten Gases ist von der der Flamme 27 zugeführten Luftmenge abhängig. Zur Regelung dieser Luftmenge ist gemäss der Erfindung an der Bodenöffnung 8 der Vergasungskammer ein einstellbarer Schieber 42 vorgesehen, der gegenüber dem Boden 24 der Vergasungskammer verschoben werden kann, wobei der mit 24a bezeichnete feststehende Bodenteil den Schieberspiegel bildet. Der hohle Schieber 42 ist, wie in der Zeichnung angedeutet, für Wasserkühlung eingerichtet ; auch der   Schieberspiegel   24a   : kann doppelwandig ausgeführt   und in ähnlicher (nicht dargestellter) Weise wassergekühlt sein. 



   Die Regelung des Luftschiebers 42 kann auch nach Massgabe der   Dampfentwicldung   in dem vom erzeugten Gase beheizten Dampfkessel selbsttätig erfolgen. Zu diesem Zwecke ist gemäss der Zeichnung ein mit dem Stellwerk des Schiebers 42 verbundener, vom Kesseldruck beherrschter Kolben 44 vorgesehen, auf dessen eine Seite die Feder   45   und auf dessen andere Seite der Dampfkesseldruck in 46 wirkt. 



   Wird die Luftzufuhr mittels des Schiebers 42 vergrössert oder verringert, so steigt oder fällt dementsprechend der Kohlenverbrauch und es muss auch die Kohlenzufuhr dementsprechend gesteigert bzw. herabgesetzt werden. Zu diesem Zwecke wird z. B. der Hebel   41   in den Kulissen 40 von Hand verstellt und dadurch der Hub der Schürer 25 und 26 vergrössert oder verkürzt, wodurch mehr bzw. weniger Kohlenstaub dem durch die Bodenöffnung 8 eintretenden Luftstrom zugefÜhrt wird. 



   Die Anordnung des Schiebers 42 vermindert nun auch die Trägheit der Regelung der   Schüler.   d. h. die Zeit, nach welcher sich die Wirkung der Regelungsbewegungen in einer Änderung der Kohlen-   zufuhr   in den Luftstrom geltend machen. Wenn zwecks   Vergrösserung   der Luftzufuhr der Schieber 42 entgegen der Richtung des Pfeiles 43 verschoben wird, so streift die Kante des Bodens 24a zunächst eine 

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 gewisse Menge des am Schieber angesammelten Staubes in den Luftstrom und bewirkt eine sofortige
Steigerung der Kohlenzufuhr bis die langsamer eintretende Vergrösserung des Hubes der   Schürer     25,   26 zur Geltung kommt.

   Soll dagegen zwecks Verringerung der Gaserzeugung der Schieber 42 in der Richtung des Pfeiles 43 vorgeschoben werden, so fängt der Schieber zunächst einen Teil des durch den   Schüer   25 vorgeschobenen Kohlenstaubes auf, bis die Verminderung des Hubes der   Schürer   in Wirkung tritt. 



   Auch der Hub der Schürer wird selbsttätig geregelt, indem die Stange   48,   welche das Verstellen der Pleuelstangen 41 in den die   Schürer   antreibenden Kulissen 40 bewirken, an den Regelkolben 44 angeschlossen werden. Zu diesem Zwecke ist der linke Teil des Hebels 47 durch einen Lenker 69, einen Winkelhebel 70 und einen weiteren Lenker 71 mit der Kolbenstange 72 verbunden. 



   Soll die Zuführung des Kohlenstaubes in die Vergasungskammer durch eine mechanisch angetriebene Schnecke 49 erfolgen, so kann der Kolben   44   mittels des Gestänges auch auf ein   Wechselgetriebe 50, 61   einwirken und dadurch die Kohlenstaubzufuhr dem jeweiligen Bedarfe entsprechend regeln. Zu diesem Zwecke ist in dem mit der Kolbenstange 72 über 71, 70, 69 in Verbindung stehenden Hebel 47 ein Ring 68 eingeschaltet, welcher auf eine Hülse 63 nach Art der Stellgabeln von Kupplungen verschiebend einzuwirken vermag. Diese Hülse ist einerseits mit einer Achse 64 auf Drehung gekuppelt, auf dieser Achse aber verschiebbar und anderseits mit einer Achse 62 starr verbunden.

   Die Achse 64 wird durch ein Kegelräderpaar 65, 66 von der oben   erwähnten   Antriebswelle 59 der   Schiirvorrichtung   angetrieben, während die Achse 62 das Reibungsrad 61 trägt, welches mit dem auf der Welle 60 der Schnecke 49 sitzenden Reibungsrad 50 zusammenwirkt ; die Teile 50, 61 bilden demnach ein aus Reibungsrädern bestehendes   Geschwindigkeitswechselgetriebe,   wobei die Verschiebung des Rades 61 (durch 44, 72, 71, 70, 69,   68,   63,62) eine Änderung der Drehgeschwindigkeit der Schnecke 49 bewirkt. Durch Anordnung des in den Staubsammelraum 32 der Absetzkammer 9 mündenden Kohlenspeisekanals 30 kann eine mechanische Kohlenspeisung bei   49   bzw. eine selbsttätige mechanische Regelung derselben   überflüssig   gemacht werden. 



   Da die erzeugte Gasmenge unmittelbar von der der Luftflamme 27 zugeführten Luftmenge   abhänge   so steht mit dieser auch die zur richtigen Verbrennung des Gases nötige Sekundärluft im Verhältnis. 



  In der Zeichnung ist nun auch die selbsttätige Steuerung der   Sekundärluft   nach   Massgabe   des Primärluftverbrauchs vorgesehen. Der Zufluss von Primärluft in den Kanal 2 wird durch die Einstellung des Schiebers 42 geregelt. Die Strömung in dem die Luftzuführungskanäle 51 des Brenners 52 speisenden Luftkanal 53 wird durch die Drosselklappe 54 geregelt, welche durch den Steuerkolben 55 eingestellt wird. Der Steuerkolben 55 wird durch eine beliebige bekannte Steuerung, wie z. B. bei 56 angedeutet, beherrscht, die einerseits durch den im Primärluftkanal 2 und anderseits in dem   Sekundärluftkanal   53 zu beiden Seiten der Stauränder 57 bzw. 58 auftretenden Druckunterschied beeinflusst wird. 
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   PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Einrichtung zur Vergasung oder zur Vergasung und Entgasung von Kohlenstaub gemäss 
Stammpatent Nr. 106719, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden der Vergasungskammer wagrecht ist oder mit der Wagrechten einen geringeren Winkel einschliesst als der   Böschungswinkel   des nieder- fallenden   glühenden Staubes beträgt,   so dass am Boden der Kammer eine Ansammlung des niederfallenden Staubes stattfindet, welcher einen die Flamme einschliessenden Krater bildet.

Claims (1)

  1. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass amBoden der Vergasungskammer den hier angesammelten Staub allmählich der Bodenöffnung der Vergasungskammer zuführende Schürvorrichtungen (2J, 26) angeordnet sind.
    3. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Staubsammelräume (32 und 28) der Absetzkammer (9) und der Vergasungskammer (1) durch eine das Bodenschür- werk durchlassende, durch den angesammelten Staub verdeckte Öffnung miteinander derart in unmittel- barer Verbindung stehen, dass das Schürwerk den in der Abssetzkammer (9) angesammelten Staub und den am Boden der Vergasungskammer angesammelten Staub zugleich der Bodenöffnung der Vergasungs- kammer zuzuschieben vermag.
    4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Zuführungskanal (30) des frischen Kohlenstaubes derart in einen derjenigen Staubsammelräume (32) mündet, aus dem der Staub wieder der Flamme der Vergasungskammer zugeführt wird, dass der angesammelte Staub die Ausfluss- mündung des Zuführungskanales verschliesst und die aus dem frischen Kohlenstaub entwickelten Schwel- gase unmittelbar in den Abzugskanal (4) gelangen. <Desc/Clms Page number 5> EMI5.1 zugekehrten Schenkel angeordneten Staubhebewerk (36) eingeschaltet ist, welches den einen Gasverschluss bildenden Fiugstaub durch die Öffnung der Windkammer hindurch auf den Rost (7) fördert.
    6. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenöffnung der Vergasungskammer schlitzförmig ist.
    7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass am Boden der Vergasungskammer zwei oder mehrere Sehlitze als Lufteinströmungsöffnurgen angeordnet sind.
    8. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenöffnung der Vergasungskammer mit einem verstellbaren Versehlussschieber (42) ausgerüstet ist, der mit dem Rand der Öffnung abstreiferartig zusammenwirkt.
    9. Einrichtung nach den Ansprüchen 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass in dem die Schürvorrichtungen antreibenden Gestänge die Veränderung der Hublänge der Sehürvorrichtungen gestattende Glieder (40) eingeschaltet sind.
    10. Einrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstellvorrichtung des beweglichen Verschlussteiles (42) der Bodenöffnung der Vergasungskammer unter der Wirkung eines von der jeweiligen Belastung der Anlage, insbesondere von dem Druck des vom erzeugten Gas beheizten Kessels abhängigen Regelorganes steht.
    11. Einrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstellvorrichtung für den Hub der Sehürvorrichtungen unter die Wirkung eines von der jeweiligen Belastung der Anlage, insbesondere von dem Kesseldruek beherrschten Regelorganes steht.
    12. Einrichtung nach den Ansprüchen 10 und 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Stellwerke EMI5.2 gekuppelt sind.
    13. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass über dem Bodensehlitz des Vergasungsschachtes (1) ein wassergekühlter Flammenteilungskörper ' vorgesehen ist.
    14. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Breiten-und Höhenabmessungen der Vergasungskammer im Verhältnis zur Bodenöffnung derselben so gross sind, dass der grösste Teil des durch den aufsteigenden Luftstrom mitgerissenen Staubes sich bereits in der Vergasungskammpr selbst absetzt und nur eine zur Ablagerung des auf den Rost (7) zurückzuführenden Flugstaubes dienende Flugstaubkammer hinter der Vergasungskammer angeordnet ist.
    15. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Drosselklappe (54) in dem die Sekundärluft für die Verbrennung der erzeugten Generatorgase führenden Kanal (53) unter der Wirkung einer einerseits von der primären Luftzufuhr (2) der Vergasungskammer und anderseits EMI5.3
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