AT111848B - Absorptionsturm für Gase, insbesondere zur Absorption schwefeliger Säure für die Herstellung von Sulfitlauge. - Google Patents

Absorptionsturm für Gase, insbesondere zur Absorption schwefeliger Säure für die Herstellung von Sulfitlauge.

Info

Publication number
AT111848B
AT111848B AT111848DA AT111848B AT 111848 B AT111848 B AT 111848B AT 111848D A AT111848D A AT 111848DA AT 111848 B AT111848 B AT 111848B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
absorption
gases
tower
jacket
production
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Alois Dr Techn Danninger
Original Assignee
Porr Betonbau Unternehmung Ges
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Porr Betonbau Unternehmung Ges filed Critical Porr Betonbau Unternehmung Ges
Application granted granted Critical
Publication of AT111848B publication Critical patent/AT111848B/de

Links

Landscapes

  • Physical Or Chemical Processes And Apparatus (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Absorptionsturlll für   Gase, insbesondel'e zur Absorption schwefeliger Säure fiir   die
Herstellung von   Sulfitlauge.   



    Die zumeistzur Erzeugung der in der Zellulosefabrikation benützten Sulfitlaugen-durch Reaktion aufwärts strömender SOg-Gase auf mit Wasser berieselt Kalksteine-verwendeten Absorptionstiirme bestehen im Wesen aus lotrechten Schläuchen oder Rohren aus Holz, die durch ein Holzgerüst gegen äussere Kräfte, Winddruck usw. geschützt sind. Diese Schläuche oder Rohre können aus konstruktiven, im Material derselben und in jenem des Traggerüstes gelegenen Gründen nur in verhältnismässig geringer Höhe ausgeführt werden, und es ist nötig, mehrere derartige Rohre oder Schläuche hintereinanderzuschalten, um eine restlose Gewinnung der Gase zu ermöglichen. Diese Anlagen erfordern daher nicht nur eine grosse Grundfläche und grossen Raum, sondern verursachen im Betriebe gewisse Schwierigkeiten. 



  So ist es schwer möglich, die den Witterungs- und Temperatureinflüssen ausgesetzten Holzschläuche dicht zu halten, so dass dadurch Verluste an Gas entstehen. 



  Man hat daher bereits vorgeschlagen. Türme in grosser Höhe und mit grösserem Durchmesser aus Eisenbeton zu verwenden, welche eine säurefeste Innenauskleidung erhielten. Diese Eisenbetontürme haben sich aber, trotzdem sie einen Schlauch von grosser Höhe enthalten und dadurch eine günstige Ausbeute gewähren könnten, deshalb nicht bewährt, weil sich im Betriebe grosse Nachteile einstellten. Nicht nur dass die säurefeste Auskleidung nur mit grossen Kosten hergestellt werden kann, verursachen Temperatursehwankungen und ferner die Stösse und Beanspruchungen, welche im Innern des Turmes durch die wandernden und oft stürzenden Kalkstücke hervorgebracht werden, vielfach ein Undichtwerden der säurefesten Auskleidung, wodurch das saure Gas und die entstandenen Reaktionsprodukte mit dem Eisenbeton des Turmes in Berührung kommen und diesen zerstören.

   Um die Gefahr des Einstürzens der Türme abzuwenden, mussten daher wiederholt schwierige und kostspielige Untersuchungen und Ausbesserungen der Auskleidung vorgenommen werden. 



  Gemäss der Erfindung wird nun ein Absorptionsturm der in Rede stehenden Art in an sich bekannter Weise mit einem Schlauch und einem diesem unter Freilassung eines Ringraumes umgebenden Mantel hergestellt, wobei aber die Kombination des Schlauches mit dem Mantel eine Art Verbundkonstruktion ergibt, bei welcher jeder dieser Teile nach Material und Bauart so ausgeführt wird, dass jeder nur besonderen Beanspruchungen gegenüber widerstandsfähig zu sein braucht. Der Schlauch besteht dabei aus einem Material, dass gegen chemische Einflüsse, wie sie durch den Vorgang in seinem Innern bedingt sind, widerstandsfähig ist, wie z. B. aus Holz ; in statischer Beziehung braucht aber der Schlauch weder in bezug auf sein Material noch auf seine Bauart widerstandsfähig zu sein.

   Der den Schlauch umgebende Mantel ist aber in bezug auf Material und Bauart so ausgeführt, dass er allen statischen Anforderungen, einschliesslich Winddruck und äusseren Einflüssen aller Art entspricht, dagegen aber gegenüber chemischen Einflüssen, wie sie durch die Vorgänge im Innern des Schlauches bedingt sind, nicht widerstandsfähig zu sein braucht. Der Mantel kann daher aus Eisenbeton, Formsteinen u. dgl. m. bestehen und hat lediglieh die Aufgabe, den Schlauch zu stützen, der für sieh allein statisch unzulänglich sein kann, dafür aber wieder gegen Zerstörung durch die chemischen Einflüsse sicher ist und diese von dem Mantel abhält.

   Jedem der beiden Teilekommt also eine besondere Aufgabe zu und, indem sie einander, jeder in einer andern Beziehung, unterstützen, ergeben sie zusammen eine Turmkonstruktion von einer Güte und Dauerhaftigkeit, wie sie keiner der bisher bekanntgewordenen Konstruktionen zukommt. Ausserdem ist eine vorzügliche   

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 



   Es gibt bereits Laugentürme, die aus einem Schlauch und einem Mantel bestehen, der den Schlauch unter Freilassung eines Ringraumes umgibt. Diese Türme waren aber so eingerichtet, dass das Gas bald durch den Schlauch, bald durch den Mantelraum geleitet wird und es mussten daher alle Teile gegen die chemischen Einflüsse gesichert werden, so dass der ganze Turm in andrer Weise konstruiert werden musste, als der gemäss der Erfindung. Dann gab es auch   Reaktionsturme,   die im Innern ein System von Lenkungkörpern zur Vergrösserung des Weges der durchströmenden Gase oder zur Vergrösserung der Berührungflächen zwischen den Reagentien enthielten, wobei diese innere Einrichtung unter Freilassung eines Ringraumes von einem gemauerten Mantel umgeben war, durch den Luft zu Kühlungszwecken durchgeleitet wurde.

   Auch hier hatte der Mantel einen andern Zweck, als oben geschildert, und er konnte auch nicht als eine Komponente einer Verbundkonstruktion angesehen werden.   Ähnliche   Türme gab es auch, bei 
 EMI2.2 
 ein äusseres Rahmenwerk gestützt wurde, das aber keinen geschlossenen Mantel bildete. Die Türme der letzteren Art waren übrigens zu andern Zwecken bestimmt, als der gemäss der Erfindung, und konnten daher für einen solchen Turm kein Vorbild sein. 



   In der Zeichnung ist eine aus zwei Türmen bestehende Batterie gemäss der Erfindung in zwei aufeinander senkrechten vertikalen Schnitten bzw. Ansichten dargestellt. 



   Jeder Turm einer solchen Batterie, zu der selbstverständlich auch eine grössere Anzahl von Türmen vereint werden könnte, besteht im Wesen aus einem Rohr oder Schlauch 1 und einem Mantel 2. Beide rohrartigen Gebilde sitzen auf einem kammerartigen Fuss 3 des Turmes auf, der auf dem Fundament 4 aufruht. 



   Das Innenrohr 1 wird vorzugsweise aus Holz hergestellt, der äussere Mantel aus Eisenbeton oder Betonformsteinen und zwischen dem Innenrohr und dem Mantel bleibt ein ringförmiger Hohlraum frei, der zweckmässig so bemessen ist, dass sich ein Mann durchbewegen kann, so dass eine Untersuchung des Innenrohres 1 auf Dichtheit in einfacher Weise möglich ist. Das Innenrohr 1 wird, wie üblich, mit Kalksteinen gefüllt, die von einem auf das obere Ende des Mantels 2 aufruhenden Behälter 5 gleichmässig mit Wasser berieselt werden, während die   S02-Gase   am untern Ende des Turmes eingeleitet werden. Die Kalksteinbeschickung ruht auf einem Rost 6 in der Nähe der Sohle des Rohres auf und unterhalb dieses Rostes liegt ein   Rechen 7,   der gröbere Verunreinigungen der aus dem Rohr abfliessenden Lauge auffängt.

   Die Lauge sammelt sich in der im Fusse   3   des Turmes enthaltenen Kammer   8,   woselbst sieh Unreinigkeiten, die noch vorhanden sind, setzen und von wo die Lauge etwa mittels einer Pumpe 9 zur Verwendungsstelle gefördert wird. 



   Das Innenrohr   1,   welches an den meist beanspruchten Stellen durch auswechselbare Einsätze, wie etwa bei 10 veranschaulicht, verstärkt sein und gegebenenfalls zwecks Verminderung der Abnützung eine leicht konische Gestalt erhalten kann, ist gegen den Mantel 2 entsprechend abgestützt. 



   Tritt an irgendeiner Stelle des Innenrohres 1 eine Undichtheit auf, so dass die SOg-Gase in den Ringraum 11 übertreten können, so werden diese Gase durch die Schornsteinwirkung des Mantels 2 sofort am oberen Ende des Turmes abgeführt, so dass eine schädigende Einwirkung auf den Mantel praktisch nicht eintritt, um so weniger, als eine etwaige Undichtheit des Rohres durch die oben abströmenden SOg-
Gase angezeigt und daher sofort beseitigt werden kann. 



   Um die Schornsteinwirkung des Mantels 2 zu erzielen, wird am unteren Ende eine Luftzutritt- stelle zu dem Ringraum 11 geschaffen. 



   Zwischen den zwei Türmen, welche zu einer Batterie vereinigt sind, ist eine Treppenanlage 12 eingebaut, deren Podeste 13 auf Konsolen 14 der Mäntel 2 ruhen und deren   Läufe   15 abwechselnd an einem der Mäntel befestigt sind, wobei kein Teil der Treppenanlage vor den Türmen vorragt. Auf diese
Weise wird dem Windangriff die geringste Fläche dargeboten und die Treppe ist ferner vor Beschädigung durch die Steine geschützt, welche aus dem Kübel 16 der ausserhalb der Türme montierten Förderanlage fallen könnten.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Absorptionsturm für Gase, insbesondere zur Absorption schwefliger Säure für die Herstellung von Sulfitlauge, wobei der mit den absorbierenden Stoffen zu beschickende und von den Gasen zu durch- strömende lotrechte Schlauch unter Freilassung eines Hohlraumes von einem Mantel umgeben ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Turmschlauch (1) aus einem gegen die chemischen Einflüsse widerstandsfähigen Material, etwa Holz besteht, das aber in statischer Beziehung weder selbst noch seiner Konstruktion, Ausbildung und Anwendung nach für sich allein tragfähig wäre, und dass der Mantel (2) infolge der Eigen- schaften des für ihn verwendeten Materials und infolge seiner Bauart die statischen Anforderungen erfüllt und dabei den inneren Schlauch (1) stützt,
    nicht aber auch notwendig gegen die Einflüsse der verwendeten chemischen Stoffe widerstandsfähig gemacht zu werden braucht.
    Druck der Österreichischen Staatsdruckerei in Wien. 7059 28
AT111848D 1926-09-03 1926-09-03 Absorptionsturm für Gase, insbesondere zur Absorption schwefeliger Säure für die Herstellung von Sulfitlauge. AT111848B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT111848T 1926-09-03

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT111848B true AT111848B (de) 1928-12-27

Family

ID=3627284

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT111848D AT111848B (de) 1926-09-03 1926-09-03 Absorptionsturm für Gase, insbesondere zur Absorption schwefeliger Säure für die Herstellung von Sulfitlauge.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT111848B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69015248T2 (de) Methode und Apparat zur Behandlung eines Staub und chemische Verunreinigungen enthaltenden Gases.
DE3507303A1 (de) Anlage zur aufbereitung und reinigung verunreinigter gase
DE2453488A1 (de) Verfahren und anlage zum ableiten von abgasen mit geringem schadstoffgehalt in die atmosphaere
AT111848B (de) Absorptionsturm für Gase, insbesondere zur Absorption schwefeliger Säure für die Herstellung von Sulfitlauge.
DE2526686A1 (de) Ablenkplatte fuer waermeaustauschanlage
DE484234C (de) Absorptionsturm fuer Gase, insbesondere zur Herstellung von Sulfitlauge
DE3218636C2 (de)
DE2417163C3 (de) Kondensator für eine Dampfan-Wasser-Kondensation
DE2606762A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur erniedrigung der emission schaedlicher gase
DE1960135B2 (de) Einrichtung zum Naßreinigen von warmen Gasen, insbesondere von Rauchgasen
DE3309695A1 (de) Schachtkuehler zum trockenloeschen von koks
CH461437A (de) Verfahren zur Entstaubung von Abgasen aus einer Anlage für Zementfabrikation
DE752822C (de) UEberfuehrung der bei der waesserigen bzw. sauren Absorption von Stickoxyden in den Restgasen verbleibenden Stickoxydgase in Kalksalpeter mittels Kalkmilch
DE1159121B (de) Schornstein zur Abfuehrung saeurehaltiger, feuchter Abgase geringer Temperatur
AT244250B (de) Anlage zur Behandlung von Wasser mit Ozon
AT239769B (de) Anordnung für die Verbesserung der Durchführung eines Verfahrens zur Erzeugung trombenartiger Drehströmungen, insbesondere im speziellen Fall seiner Anwendung auf Wirbelabscheider
DE2840066C3 (de) Vorrichtung zur Gewinnung von Reinwasser aus Seewasser
DE512128C (de) Vorrichtung zur Behandlung und Reinigung von Gasen mittels zerstaeubter Fluessigkeiten
DE4332370C1 (de) Gaswäscher
DE804104C (de) Verfahren zur Kuehlung von Fluessigkeiten
DE725722C (de) Vorrichtung zur direkten Behandlung von pflanzlichen Faserstoffen mit Chlor
DE84660C (de)
AT255373B (de) Brüdenaustrittskammer für Heizkörper von Verdampfern, vorzugsweise von Gleichstrom-Filmverdampfern
AT44448B (de) Azetylenentwickler.
AT29378B (de) Rauchverzehrende Feuerung.