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Sehäl- und Putzmaschine für Ölsamen.
Die bisher zum Schälen und Putzen (Schalenabsonderung) von Ölsamen verwendeten Einrichtungen haben häufig den Nachteil, dass sie einen grossen Teil der San1f'nkerne zerbrechen, wobei sich der für die Ölgewinnung wertvolle Keim von den Kernen ablöst und so entweder mit einem Teil der Kerne zu Mehl
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für frische Samen meist unverwendbar sind. Der Erfindungsgegenstand betrifft eine Schäl- und Putz- maschine für Ölsamen aller Art und hat den Zweck, nicht nur diese Nachteile grüadlich zu beheben, sondern auch zu ermöglichen, mit dieser alle Arten von Ölsamen, gleichviel ob diese trocken oder frisch sind, ohne jeden Verlust schälen und putzen zu können.
Der Erfindungsgegenstand besitzt in bekannter Weise eine um eine lotrechte Welle umlaufende, mit Schaufeln versehene Vorrichtung, welche den zu schälenden Samen mit grosser Geschwindigkeit gegen vertikale Flächen schleudert, welche die Schalen der Samen aufbrechen und von diesen ablösen. Erfindungsgemäss sind diese Flächen, je nachdem ob trockener oder frischer Samen geschält werden soll, glatt oder perforiert.
Von diesen Flächen fallen die unversehrten Kerne zusammen mit den Schalen über mehrere untereinander angeordnete, abwechselnd entgegengesetzt geneigte konische Leitflächen nach unten, wobei sich die Schalen von den Kernen durch das wiederholte Auffallen auf die Leitflächen vollständig trennen und durch einen Ventilator aus der
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tnng umgebende Prallwand in axialer Richtung aus dem Bereich dieser Vorrichtung verschiebbar, wodurch letztere mit der äusseren, die perforierte Wand umgebenden glatten Wand jeweils zusammenarbeiten kann.
Eine beispielsweise Ausführungsform einer solchen Schäl- und Putzmaschine ist auf der Zeichnung schematisch dargestellt. Es zeigt Fig. 1 einen Vertikalschnitt derselben und Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie I-I in Fig. 1.
Die Schäl- und Putzmaschine besteht im Wesen aus dem stehend angeordneten äusseren
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gebildet ist (siehe Fig. 2). In diesem äusseren Gehäuse ist ein inneres zylindrisches Gehäuses 3 konaxial angeordnet, das sowohl einen konischen Boden 4 wie auch eine konische Decke 5 hat. Eine die beiden Zylinder 1 und 3 axial durchsetzende Welle 6 trägt oben einen Ventilator 8 und weiter unten eine aus zwischen zwei Deckscheiben eingeschlossenen Flügeln bestehende Schleudervorrichtung 7, die im inneren Gehäuse 3 angeordnet ist. Der Samen wird durch eine beide Gehäuse durchbrechende, mittels Schiebers 9 regelbare Gosse. M der Schleudervorrichtung 7 zugeleitet.
Der Ventilator 8 ist über dem inneren Gehäuse 3 unterhalb der Decke des Aussengehäuses 1 angeordnet und erzeugt den saugenden Luftstrom, welcher durch die untere Öffnung 11 des Gehäuses 1 eintretend durch den Zwischenraum 12 zwischen beiden Gehäusemänteln nach oben zieht und durch die obere seitliche Öffnung 13 des Gehäuses 1 austritt.
Zwischen dem Ventilator 7 und der zylindrischen Wand des Innengehäuses 3 ist konzentrisch zu letzterem ein Zylindermantel M aus pnforiertem Blech angeordnet, welcher axial nach unten verschiebbar ausgebildet ist. Beide Gehäuse 1 und 3 haben weite Bodenöffnungen ; zwischen diesen Öffnungen sind zwei entgegengesetzt konische, ringförmige Leitflächen 15 und 16 übereinander angeordnet, von welchen die untere 15 parallel zu den konischen Böden 2 und 4 der beiden Gehäuse ist, während die obere 16
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Ringspalte belassen, durch welche der herabfallende, bereits entschälte Samen, durch den Boden 4 des Innengehäuses 3 und durch die Leitflächen hin und her geworfen,
in die durch einen in diese eingesetzten Leitzylinder 17 ringförmig gestaltete Bodenöffnung 11 des Aussengehäuses 1 gelangt und auf ein darunter angeordnetes Rüttelsieb 18 fällt. Durch letzteres fallen die entschälten Kerne hindurch und werden durch einen seitlichen Kanal 19 desselben abgeführt. Die etwa noch ungeschält gebliebenen Samen und mitgegangene Schalen gelangen über das Sieb 18 hinweg (in der Richtung der geringelten Pfeile) in die Rinne 20 und von da durch einen Kanal 21 in den Elevator 22, welcher sie nochmals in die Schälvorrichtung befördert. Ein unter der Schälmaschine auf deren Welle 6 angeordneter Ventilator 23 bläst durch den Elevator 22 und entfernt nicht nur den Staub und sonstige leichte Verunreinigungen des aus der Gosse 24 in den Elevator 22 gelangenden Schälgutes, sondern auch die vom Siebe 18 in dieses
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Die Wirkungsweise der Schäl-und Patzmaschine ist folgende : Der in die Gosse 24 des Elevators 22 eingeschüttete Samen gelangt in die Einschüttgosse 10 der Schälmaschine und wird auf seinem Wege bis dahin von dem durch den Elevator hindurchblasenden Windstrom des Ventilators 23 von allen leichteren Verunreinigungen befreit. Aus der Gosse 10 gelangt der Samen in die sehr schnell rotierende Schleudervorrichtung 7, die den Samen mit grosser Kraft gegen den gelochten Zylindermantel 24 schleudert, wodurch die Schalen der Samen aufspringen und deren Kern frei wird. Schalen und Kerne
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hindurch auf das Rüttelsieb 18.
Auf dem Wege über die Leitflächen und durch die zwischen diesen befindlichen Ringspalte werden sie von dem durch den Ventilator 8 erzeugten, nach oben ziehenden Saugluftstrom durchstrichen, welcher die leichten Schalen mitreisst und sie (in der Richtung der gefiederten Pfeile) aus der Maschine hinausbläst. Die geschälten Kerne gehen von dem Rüttelsieb 18 bei 19 ab, wogegen die etwa noch ungeschälten Samen und mitgegangene Schalen wiederholt in die Schälmaschine
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sonstigen Beimengungen befreit werden.
Es wird noch bemerkt, dass die beschriebene Wirkungsweise für frischen, bzw. feuchten Samen gilt. Für trockenen Samen hingegen wird der perforierte Mantel 14 aus dem Bereiche der Schleudervorrichtung 7 nach abwärts, gegebenenfalls auch nach oben verschoben, so dass dann der Samen gegen die glatte Mantelfläche des Innengehäuses 3 geschleudert wird und die Schalen von dieser aufgebrochen werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Schäl- und Putzmaschine für Ölsamen, bei welcher eine um eine lotrechte Welle umlaufende, mit Schaufeln versehene Vorrichtung den Samen gegen die Wand eines diese Vorrichtung umgebenden Zylinders schleudert, um die Schalen der Samen aufzubrechen, dadurch gekennzeichnet, dass zwecks gesonderter Behandlung von feuchtem oder bereits trockenem Samen die Schleudervorrichtung von einem äuss3ren glatten und einem inneren gelochten Zylindermantel umgeben ist, wobei letzterer in axialer Richtung aus dem Bereich der Schleudervorrichtung verschiebbar ist, um nach Bedarf die Zusammenarbeit der letzteren mit dem einen. oder dem andern Zylindermantel zu ermöglichen.