AT109371B - Lagerung und Ausbildung des Werkstückhalters bei Messerklingen-Schleifmaschinen. - Google Patents

Lagerung und Ausbildung des Werkstückhalters bei Messerklingen-Schleifmaschinen.

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AT109371B
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Leo Dr Steiner
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  • Finish Polishing, Edge Sharpening, And Grinding By Specific Grinding Devices (AREA)

Description


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   Gegenstand der Erfindung bildet die Lagerung und besondere Ausbildung des Werk-   stückhalters an Messerklingen-Schleifmaschinen, bei   denen das Schleifen der   Werkstückschneide   gleichzeitig an beiden Schneideflächen zwischen einem umlaufenden Walzenpaar erfolgt. 



   Obzwar sich derartige Schleifmaschinen grundsätzlich zur Herstellung sehr feiner Schneiden besonders eignen, haben sie sich dennoch bisher im Gebrauche nicht bewährt, weil ihr einwandfreies Funktionieren praktisch kaum erfüllbare Ansprüche an   höchste   Genauigkeit stellt. Ganz besonders ist dies der Fall bei Schleifmaschinen mit gerillten, ineinandergreifenden Walzen, wobei die zu schleifende   Schneidflächen   fortlaufend an anderen Punkten angegriffen werden. Eine tadellos feine Schneide kann hier nur dann entstehen, wenn jeder einzelne Punkt in gleicher Weise und gleich lang mit den Schleifflächen in Berührung gebracht wird.

   Hiezu wäre aber erforderlich, dass die Walzen genau zylindrische Querschnitte haben, ihre Wellen mit ihren geometrischen Achsen zusammenfallen und zueinander genau parallel verlaufen, die durch die Schneide verlaufende Halbierungsebene des Werkstückes mit der Halbierungsebene des Schleifwinkels zusammenfalle, die Schneide ihrer ganzen Länge nach   erschütterungs-bzw. schwingungsfrei   in die   SchJeifwinkelrinne   angedrückt werde usw. Abgesehen von den Ausführungsschwierigkeiten, würden jedoch solche Maschinen zufolge des unvermeidlichen Verschleisses alsbald ihre Genauigkeit verlieren. 



   Es wurde bereits vorgeschlagen. bei   Schleifmaschinen mit ineinandergreifenden   Walzen, deren Rillen kreisförmig verlaufen. das Werkstück in der   Längsrichtung   der Schleifrinne zwangsläufig hin-und herzubewegen und   für diesen Zweck den Werkstückhalter   an einer Führungsachse verschiebbar anzuordnen. olme jedoch dem   Werkstück   sonstige   Bewegungs-oder   irgendwelche Anpassungsmöglichkeiten zu gewähren. 



   Die Erfindung bezieht sich auf eine solche Art der Lagerung und Ausbildung des Werk-   stückhalters.   welche die Erzielung feinster und   vollkommenster   Schneiden mit derartigen Schleifmaschinen auch dann gestattet. wenn diese den oben angeführten Bedingungen zum Teil oder im ganzen nur mangelhaft entsprechen. Demzufolge können diese zur Erzielung feinster Schneiden grundsätzlich geeigneten Maschinen den   Ansprüchen   des praktischen Gebrauches gemäss und gleichzeitig als   Massenartikel hergestellt werden.   



   Erfindungsgemäss wird das Werkstück derart in den Werkstückhalter eingespannt, dass seine zwischen den beiden Walzen liegende Schneide auch Im Falle ungenau hergestellter oder im Gebrauch ungenau gewordener   Schleifmaschinen   der   wechselndssn Berülhrungs-bzw.   



  Durchdringungslinie der Walzen ständig folgen bzw. alle die Mängel der Maschine ausgleichenden Bewegungen   selbsttätig ausführen kann. demzufolge   die Schneide des Werkstückes ebenso vollkommen ausgebildet wird, wie wenn die Maschine mit grösster Genauigkeit hergestellt worden wäre. 



   Die selbsttätige Einstellbarkeit des Werkstückes wird dadurch erreicht, dass dem Werkstüekhalter in mehrfacher Richtung freie Beweglichkeit gegeben wird. 



     So kann das Werkstück um   eine zu seiner Schneide parallel oberhalb oder unterhalb angeordnete Längsachse   ausschwingen.     ausserdem kann   es sich frei nach oben und unten 
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 lotrecht auf die gemeinsame Walzenachsenebene stehende Ebene. wobei sie auch   um   einen Punkt dieser Ebene schwingen kann. Ausserdem ist der   Schwerpunkt   des Werkstückhalters in diese Längsachse verlegt, so dass der ganze   Werkstückhalter   mit dem eingespannten Werkstück in Gleichgewichtslage in jeder beliebigen Stellung verharren kann. Den zum Schleifen nötigen Andruck liefert das Eigengewicht des Werkstückhalters.

   Auf diese Weise verteilt sich der Andruck auch bei jedweder Lage der   Werkstückschneide   in der vom Walzenpaar gebildeten - durch etwaige Ungleichheiten in seiner Lage   veränderlichen-Schleifrinne   der ganzen Länge nach annähernd gleichmässig. 



   Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in zwei   beispielsweisen Ausiührungs-   formen in verschiedenen Stellungen schematisch dargestellt. 



   Fig. 1 und 2 zeigen Ausführungsbeispiele des   Werkstückhalters,   in welchen das Werkstück, z. B. die doppelschneidige Rasierklinge   2,   ihre ausgleichenden. Bewegungen gemeinsam   mit -dem Werkstückhalter 1 mitmacht.   Die Klinge 2   wird vom Klingenhalter   mittels der durch ihre beiden Löcher 3, 3'hindurchgreifenden Zapfen festgehalten. Am oberen Teil des Klingenhalters ist in einer Ebene mit der Schneide der Klinge 2 die Welle 4 angeordnet, um welche die Klinge 2 bzw. der ganze Klingenhalter   1   ausschwingen kann.

   Den zum Schleifen erforderlichen Andruck liefert das   Gewichtstück 5} welches   derart angeordnet ist, dass der Schwerpunkt des ganzen Klingenhalters in die Achse der   WellE'4 fällt.   Die Welle 4 ist- 
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 sprechender Kurve abgerundet, damit (s. Fig. 8) sich dieser bzw. seine Welle 4 zwischen den Gestellwänden bzw. in den Führungsschlitzen 9 auch   schräg einstellen kann.   



   Zu dem in Fig. 3 in Vorderansicht dargestellten Werkstückhalter wird die Klinge nur durch den durch ihr mittleres Loch 3'hindurchgreifenden Zapfen gehalten, um welchen die Klinge 2 in der Mittelebene des Klingenhalters 1 frei schwingen kann. 



   Die Fig. 4-8 zeigen die entsprechenden Lagenverhältnisse der Klinge in Verbindung mit der zugehörigen Schleifmaschine. 



   Die Schleifmaschinen in Fig. 4 und 5 haben Walzen mit glatten   Oberflächen,   welche um die in den Gestellwänden 8 parallel gelagerten Wellen 10 durch irgendwelche beliebige (auf der Zeichnung nicht dargestellte) Antriebsvorrichtung in der Pfeilrichtung gedreht werden können. Hier treffen sich die Schenkel des Schleifwinkels in der Berührungslinie der beiden Walzenoberflächen. 



   In Fig. 6 sind Walzen mit gefurchter Oberfläche dargestellt, deren Furchen bzw. Furchenkämme in gegenseitigem Eingriff stehen. Die linke Walze ist übertrieben exzentrisch gelagert dargestellt, demzufolge die Eingriffslinie der sich mit ihren Oberflächen durchdringenden Walzen ihre Lage beim Umlaufen der Walzen fortwährend ändert.

   Nachdem die Schneide der Klinge 2 einerseits um die Welle 4 nach rechts und links ausschwingen kann und anderseits sich die Welle 4 in den   Führungsschlitzen   9 der   Gestellwände 8   zugleich mit der eingespannten Klinge 2 nach auf-und abwärts bewegen kann, so ist der   Klingenschneide   die Möglichkeit gegeben, der zufolge der Exzentrizität der einen Walze ihre Lage fortwährend   ändernden   Eingriffslinie in veränderlichem Winkel der Schleifrinne erschütterungsfrei zu folgen, wobei.

   zufolge dessen, dass der Schwerpunkt des durch sein Gewicht den   Sehleifandruck   der Klinge an die Walzen bewirkenden Klingenhalters innerhalb der Mittelachse der Welle 4 liegt, die Klinge in jeder Lage ihrer ganzen Länge nach mit gleichem Druck an die Walzenoberflächen angedrückt wird, und deshalb deren Schneide selbst in derart   übertriebenem   Falle von schädlichem Verschleifen bewahrt bleibt. Ebenso wird auch vermieden, dass die einzelnen Teile der Klingenschneide ungleich scharf geschliffen werden. 



   Aus Fig. 7 und 8 ist die Einstellung der Klinge bzw. des Klingenhalters bei   übertrieben   konischen Walzen ersichtlich. In Fig. 7 mit dem Klingenhalter nach Fig. 3 folgt bloss die um den Zapfen 3'schwingende Klinge 2 der Neigungslage der   Schleifrinne.   während in Fig. 8 mit dem Klingenhalter nach Fig. 1 sich die Führungswelle 4 in'den   Führungsschlitzen.   9 des Gestelles 8 in den entsprechenden Neigungswinkel einstellt. 



   Diese sich entsprechend anpassende Einstellung der Klingenschneide erfolgt auch in solchen Fällen genau, wenn die in den Fig. 6, 7 und 8 gezeigten Unregelmässigkeiten an den Walzen gleichzeitig vorhanden sind. 



   Die zwecks   Veranschaulichung übertrieben dargestellten unregelmässigkeiten   der Walzen können zwar auch bei Massenerzeugung der Schleifwalzen bis zu einem gewissen Grade vermieden werden. aber es genügen schon die sich bei der Erzeugung unvermeidlich einstellenden kleinsten Ungenauigkeiten. um die Ausbildung feinster gleichmässiger Schneiden mit derartigen   Schleifmaschinen,   ohne Anwendung eines erfindungsgemässen Werkstückhalters. zu verhindern. 



    Der Schleifandruck der Werkstiickschneide in die Schleifrinne des Walzenpaares kann an Stelle des Gewichtes 5 auch durch Federkraft bewirkt werden.   

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   Im Falle der Ausführungsform nach Fig. 3 kann das Schleifen der zweiten Schneide der bekannten doppelschneidigen Klingen in für sich bekannter Weise ohne Entnahme derselben aus dem Klingenhalter durch einfaches Verdrehen derselben um den Zapfen 3 um   180    erfolgen. 



   An Stelle der Welle 4 können am oberen Ende des   Werkstückhalters   beiderseits selbstredend auch in den Führungsschlitzen 9 gleitende Zapfen angeordnet sein. Es kann die Anordnung aber auch umgekehrt erfolgen ; auch können an Stelie der Zapfen und   Führungsschlitze   andere gleichwertige Organe treten. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Lagerung und Ausbildung des   Werkstückhalters   an Messerklillgen-Schleifrnaschinen, bei denen das Schleifen der Werkstückschneide gleichzeitg an beiden Schneideflächen zwischen einem umlaufenden Schleifwalzenpaar erfolgt. dadurch gekennzeichnet. dass (zum Zwecke selbsttätiger Einstellung der Klinge bei einer infolge Abnutzung der Schleifwalzen eintretenden Verlegung der winkelförmigen Schleifstelle in der Höhen-und Seitenlage) eine über oder unter den Walzen   (10)   symmetrisch angeordnete Halterschwingachse   (4)   in Schlitzen   (9)   des Gestelles (8) mit beiden Achsenenden in senkrechter Richtung frei'beweglich gelagert und zur Erzeugung des Schleifdruckes mit einem Gewicht   (5)   versehen ist oder unter Federdruck steht.

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform nach Anspruch 1. dadurch. gekennzeichnet, dass die Klinge zum Zwecke selbsttätiger Einstellung während des Schleifens um einen am Klingenhalter angeordneten Querzapfen (3') ausschwingen kann. EMI3.1
AT109371D 1926-06-05 1927-03-10 Lagerung und Ausbildung des Werkstückhalters bei Messerklingen-Schleifmaschinen. AT109371B (de)

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