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Vorrichtung zum Ziehen von Tafelglas.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Ziehen von Glastafeln, bei der Rollen auf den Rand der entstehenden Glastafel angreifen. Das Ziel der Erfindung ist, die auf den Rand der Tafel angreifenden Rollen so auszubilden, dass der entstehende Abfallstreifen schmal wird.
Die Rollen sind nicht auf die Benutzung in irgendeinem bestimmten System zur Herstellung von Glastafeln beschränkt, und die Verwendung derselben in dem Colburn-Verfahren ist nur beispielsweise beschrieben. Gemäss diesem Verfahren wird fortlaufend eine Glastafel aus einer Masse geschmolzenen
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und Glättevorrichtung weggeführt und in einen Kühlofen gebracht. Um die Breite der ausgezogenen Tafel innezuhalten, werden in bekannter Weise gerauhte Rollen benutzt. welche auf die Ränder der entstehenden Tafel unmittelbar auf den Meniscus eingreifen, wodurch die Tafel daran gehindert wird, sich zusammen zu ziehen.
Bei Benutzung dieser Rollen ist es jedoch notwendig, einen ziemlich breiten Randstreifen von der fertigen Tafel abzuschneiden, da durch die Tätigkeit der Rollen und die Abkühlung durch die Luft ein verdickter Randteil entsteht, der sieh ziemlich weit nach der Mitte der Tafel erstreckt.
Die Rollen gemäss der Erfindung verringern die vorher erwähnte Masse von Abfallglas. Diese Rollen sind an ihren Stirnflächen ausgehöhlt, um Wärme aufzunehmen, welche an der Oberfläche des Glases ausstrahlt, damit die Kühlwirkung der Rollen sich nicht über die ganze Länge der Glastafel ausdehnen kann. so dass dadurch die Breite des verdickten Randteiles verringert wird.
Die Zeichnungen stellen ein Ausführungsbeispiel dar : Fig. 1 ist eine Endansicht der Rollen in Gebrauchsstellung, Fig. 2 ist eine Draufsicht auf die Rollen, wobei eine derselben im Schnitt gezeigt ist, Fig. 3 und 4 zeigen schematisch verschiedene Lagen, in welche die Rollen gebracht werden können, und Fig. 5 und 6 zeigen abgeänderte Ausführungsformen der Rollen.
Wie die Fig. 1 und 2 zeigen, werden Rollen 21 dazu benutzt, um die Randteile der Tafel 17 aufzubauen. Die Aussenkrümmung 2 : 2 der Rollen (Fig. 1) ist im wesentlichen der Krümmung des Meniscus 19 gleich. Die Rollen 21 greifen in das Glas ein, aber dringen nicht so weit. wie die bisher benutzten Rollen es taten. Durch Vergrösserung des Durchmessers der Rollen ist es möglich, diese Rollen mit dem Meniscus über eine grössere Strecke hin in Eingriff zu bringen, als es bisher möglich war, um einen guten Eingriff der Rollen mit der Glasmasse zu gewährleisten.
Zu diesem Zwecke werden die Rollen so tief wie möglich an dem Fusse des Meniscus angeordnet, während zu gleicher Zeit darauf geachtet wird, dass die Rollen mit dem Glas im wesentlichen bis zu jenen Punkten in Eingriff bleiben, wo der Meniscus in die gewünschte Schichtdicke der Tafel übergeht.
Die Rollen 2 ? haben einen äusseren, leicht konisch verlaufenden, gerauhten Teil 2 und ein inneres gekriimmtes kleiner werdendes Ende 24. Das äussere Ende ist bei 25 ausgespart. Wie in Fig. 2 dargestellt ist, werden die Rollen 21 innerlich durch ein Kühlmittel 26 abgekühlt, das durch das Rohr 27 eingeführt wird und durch das das Rohr 27 umfassende Rohr 28 wieder weggeführt wird. Eine gewisse Menge dieses Kühlmittels befindet sich zu allen Zeiten in der Kammer 29. Dieses Kühlmittel dient dazu. um ein Überhitzen der gerauhten Rollen zu verhindern und um gleichzeitig Hitze von den Randteilen der Tafel aufzunehmen, so dass diese Randteile genügend zäh werden, um die Tafel auf der gewünschten Breite zu halten.
Bei Benutzung der hier beschriebenen gerauhten Rollen ist es möglich, einen guten gleichmässig dicken Randteil aufzubauen, der schmäler ausfällt, als wenn die bisher bekannten Rollen verwendet
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Oberfläche entsteht, welche durch die ausstrahlende Wärme des Glasbades erwärmt wird. Diese ausstrahlende Wärme wirkt der Kühlwirkung des Kühlmittels in der Kammer 29 entgegen und verhindert so das Abkühlen der ganzen Rolle. Dadurch kommt es, dass das Glas, welches mit den abgerundeten und ausgehöhlten Enden der Rollen in Berührung gerät, sich langsamer abkühlt als das Glas an dem anderen Ende der Rolle, so dass sich das Glas am äussersten Rand zu einem etwas verdickten Teil zusammenzieht, der neben dem dünneren Teil des Randes liegt,. der dort gebildet wird, wo die Rollen ihren grössten Druck auf das Glas ausüben.
Diese Hitzeeinwirkung an den Enden der Rollen wird der Kühlwirkung, die auf den äussersten Rand der Schicht ausgeübt wird, keinen grossen Abbruch tun, wird aber verhindern, dass die Kühlwirkung sich auf eine verhältnismässig grosse Strecke nach der Mitte der Tafel zu ausbreitet. Selbst wenn das Glas, welches die Tafel herstellt, mit dem Ende 24 der Rolle in Berührung kommen sollte, so wird es nicht genügend gekühlt, um eine Dicke gleich der des Randes anzunehmen. Der dicke Rand 20 bleibt vielmehr im wesentlichen auf jenen Teil der Tafel beschränkt, der mit der abgekühlten Fläche der Rolle 21 in Berührung kommt.
Die Rollen 21 können auf irgendeine gewünschte Art und Weise gelagert werden, wobei ihre Achsen entweder nach der Glastafel konvergieren, wie in Fig. 3 dargestellt ist, oder divergieren, wie in Fig. 4 gezeigt ist. Das ausgehöhlte Ende 25 kann irgendwelche geeignete Gestalt haben. Es ist dabei jedoch zu bemerken, dass. die Benutzung der ausstrahlenden-Wärme geschmolzenen Glases in dem Ziehherd viel dazu beiträgt, zu verhüten, dass sich der verstärkte Rand 20 nach -der Mitte der Glasschicht hin ausdehnt.
In den Fig. 5 und 6 sind etwas geänderte Aüsführungsformen von Rollen'-M dargestellt, die verhältnismässig schmale Körperteile haben und sich verjüngende und vorzugsweise glatte Endteile haben.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Ziehen von Glastafeln, bei der auf die Ränder der entstehenden Glastafel Rollen angreifen, dadurch gekennzeichnet, dass die nach der Mitte der Glasplatte (17) hin ragenden Enden der Rollen (14, 21) verjüngt ausgeführt sind, derart dass diese Enden (2il) nicht mit der Glastafel in Berührung kommen, wodurch die Breite des entstehenden verstärkten Randes (20) an der Tafel auf ein Mindestmass herabgesetzt wird.