AT106203B - Verfahren zum Kühlen und Trocknen von Leim, Gelatine und ähnlichen Produkten. - Google Patents

Verfahren zum Kühlen und Trocknen von Leim, Gelatine und ähnlichen Produkten.

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AT106203B
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Charles Antonius Fran Hoffmans
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Charles Antonius Fran Hoffmans
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 Gelatine und ähnlichen Produkten. 



   Bei den bisher bekannten Verfahren für den genannten Zweck wird das Leimprodukt, nachdem es aus den Extraktionsapparaten oder Kochkesseln kommt. mit einem Leimgehalt von   8-100/o   in einem   Vakuumkessel   bis auf einen Gehalt von 25-35% eingedickt. Erst dann 
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 feste Form   übergeführt.   



   Bei Gelatine erster Sorte verfährt man im allgemeinen so, dass die Masse bei einem Gehalte von 10% gekühlt und getrocknet wird. Die minderwertigen Sorten werden gewöhnlich. bevor sie zu dünnen Platten geschnitten und auf   Horden getrocknet werden. noch   bis auf   13-200/0   eingedampft. 



   Bei der Trocknung werden verschiedene Verfahren verwendet ;   meistens   verwendet man jedoch   schlie#lich Trockenhorden, welche   z. B. mit einer   groben Metallgaze   oder einem Netzwerk von Baumwolle oder Hanf bekleidet sind. Auch wird vorher öfters eine Bleichung oder Beinigung, z. B. mittels Filtrieren, vorgenommen. 
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 sparung an Kosten erzielt. Dem Wesen nach besteht die Erfindung darin, dass der Leim, Gelatine oder   ähnliche Produkte unmittelbar   aus den Extraktionsapparaten oder dem Kochkessel ohne vor-   herige Konzentration in flache Behälter,   auf Platten mit aufrecht stellenden   Rändern   oder in andere geeignete Formen von Metall.

   Glas oder einem andern geeigneten Material eingeführt werden, worauf man das Produkt, ohne es aus der Form zu entfernen,   einem   Kühl- und Trockenvorgang unterwirft. Das   dünnflüssige Material fü) It   die Form. in welche es hineingegossen wird, in einer vollkommen   gleichmässigen   Schicht ans. Gegebenenfalls kann eine   Bleichung'   oder Reinigung vorausgeschickt werden. 



   Man hat auch vorgeschlagen (britische Patentschrift Nr. 2400 AD 1808) das Leimprodukt 
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   schnell und   mit weit geringeren Kosten entfernen lässt, als bei einem Leim,   der nach einem   der vorerwähnten Verfahren eingedickt worden ist. Dies ist unter andern auch dem Umstand zuzuschreiben, dass sich gleich bei Beginn der Trocknung eines bereits eingedampften Produktes eine, die weitere Wasserverdampfung hindernde. für Wasserdampf schwer durchdringbare Kruste an der   Oberfläche   des Leimes bildet. 



   Nach dem Verfahren der vorliegenden Erfindung wird der warme dünnflüssige Leim un- 
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 Behälter eingebracht und so   lange   abkühlen und trocknen gelassen bis derselbe einen festen oder nahezu festen Zustand erreicht hat. Im Winter tritt, die Erhärtung ziemlich rasch ein. Im Sommer ist die Zeitdauer etwas grösser, doch jedenfalls kleiner als die der bis jetzt üblichen Verfahren, wobei man meistens Schichten von ungefähr 10   ei)   zu trocknen versucht. Gegebenenfalls kann man im Sommer einen kleinen Luftstrom über das zu trocknende Produkt führen. Im allgemeinen-wird bei   25'C   eine gute   Erhärtung   eintreten, doch ist die Temperatur von der Qualität des Leimes abhängig.

   Das Trocknen findet bei einer Temperatur von 13-15  C, die gegebenenfalls 
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 gleich hochgehalten. Das nachstehende Beispiel gibt eine genauere Erläuterung der vorliegenden Erfindung :
Beispiel. 



   Der Leim wird in üblicher Weise extrahiert, wobei man eine Leimbrühe von 5-10% Leimgehalt bekommt. Die Brühe wird nunmehr ohne vorheriger Konzentration von den Kochkesseln in flache   Kühl-Trockenbehälter abgelassen.   



   Man kühlt dann sofort, z. B. durch einen Luftstrom, bis die Masse ganz fest geworden ist. was mit der beschriebenen Brühe in etwa 2-3 Stunden vor sich geht. Hierauf wird der Kuchen, noch immer in denselben Schalen, in   Tafeln geschnitten   und dortselbst vermittels eines warmen Luftstromes getrocknet. Bei der erwähnten Aufangskonzentration ist die Trocknung in etwa   2 - 3   Tagen zu Ende. 
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 Leim weich wird, trotzdem ist aber, weil derselbe sich in den flachen Behältern befindet. ein Abtropfen nicht zu befürchten. 



   Die Erfindung ermöglicht   es,   die Hinzufügung von Konservierungsmitteln auszuschalten, da das Produkt unmittelbar nach den vorhergehenden Operationen   (Kochen usw.)   in die Kühl-   behälter gelangt und nicht   mit den Händen berührt wird. Bei den   üblichen   Verfahren machten die lange Trocknungsdauer und das öftere Berühren mit den Händen eine Hinzufügung von Konservierungsmitteln nötig. 



   Die Leimplatten oder Kuchen können in bekannter Weise in der erwünschten Grösse geschnitten werden, sobald die dafür nötige Konsistenz erreicht ist. 



   Aus den vorstehenden Ausführungen geht hervor, dass nach dem angemeldeten Verfahren gegenüber den bisher üblichen Kühl-und Trocknungsverfahren eine Reihe von neuen technischen und ökonomischen Wirkungen beziehungsweise   Mehrwirkungen   erzielt wird. Insbesondere sind als solche Effekte, die mit wesentlicher Kostenersparnis verbundene Vermeidung des Eindampfens der extrahierten Leimlösung, die weitere Behandlung bei der Kühlung und   Troeknung   in einem Zuge in denselben Gefässen bis zur Fertigstellung des Endproduktes, die weit kürzere Zeit bis zur Fertigstellung und die gleichmässigere Beschaffenheit des fertigen Leimes, hervorzuheben.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zum Kühlen und Trocknen von Leim, Gelatine und ähnlichen Produkten, wobei das Kühlen und Trocknen in dünnen Schichten und gleichzeitig erfolgt, dadurch gekenn- zeichnet, dass man die unmittelbar aus den Extraktionsapparaten kommenden Leimlösungen, ohne vorherige Konzentration, mit oder ohne vorhergehender Bleichung oder Reinigung in flache Behälter, auf Platten mit vertikalen Rändern, oder in andere geeignete Formen von Metall, Glas oder einem ändern in Betracht kommenden Material fliessen lässt, worauf das Produkt ohne aus diesen Formen entfernt zu werden an Ort und Stelle einem Klhl-und Trockenvor- gang unterworfen wird.
AT106203D 1923-08-30 1923-08-30 Verfahren zum Kühlen und Trocknen von Leim, Gelatine und ähnlichen Produkten. AT106203B (de)

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