AT10608U1 - Modul für ein steckbares regalsystem und regalsystem - Google Patents
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Description
2 AT 010 608 U1
Die Erfindung betrifft ein Modul für ein steckbares Regalsystem bestehend aus einen Hohlraum begrenzenden Wänden mit zwei im wesentlichen offenen Flächen und Verbindungsmitteln zum Verbinden benachbarter Module und ein Regalsystem bestehend aus einer Mehrzahl von Modulen.
Modulare Regalsysteme sind in vielen Ausbildungen bekannt geworden, da sie dem Endanwender hohe Flexibilität bei der Zusammenstellung des Regals geben. Weitere Vorteile gegenüber herkömmlichen Regalen sind unter anderem der einfachere Transport der verhältnismäßig kleinen Module gegenüber einem kompletten Regal und die Erweiterbarkeit zu einem späteren Zeitpunkt, beispielweise bei geänderten Gegebenheiten oder dem Verlust eines Moduls durch Beschädigung. In vielen Fällen gestaltet sich auch der Aufbau modularer Regale aus fertigen Modulen einfacher als der Aufbau eines Regals, welches nicht aus Modulen besteht.
Solche Regalsysteme bzw. Module sind beispielsweise aus der US2007145864 bekannt geworden. Dieses zeigt und beschreibt ein modulares Regalsystem, bei welchem quaderförmige Module durch Aufstecken in vertikaler Richtung miteinander verbunden werden.
Die Erfindung zielt nun darauf ab ein Modul für ein steckbares Regalsystem und ein modulares Regalsystem zur Verfügung zu stellen, welches kostengünstig und einfach in der Herstellung, leichtbauend, dünnwandig und transportabel, äusserst flexibel und stabil in der Anwendung und für den Endanwender einfach zusammenzubauen ist.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist das erfindungsgemäße Modul so ausgebildet, dass die Verbindungsmittel von gefalzten Rändern von Wänden gebildet sind und einen Spalt ausbilden in welchen Spalt Wände benachbarter Module einschiebbar sind. Durch ein simples Einschieben einer Wand eines benachbarten Modules in einen Spalt kann somit eine formschlüssige Verbindung erreicht werden, welche überdies sehr haltbar ist, wofür weder für Auf- noch für Abbau spezielles Werkzeug notwendig ist.
In vorteilhafter Weise ist das erfindungsgemäße Modul dahingehend weitergebildet, dass mindestens zwei Ränder entlang einer ersten offenen Fläche des Hohlkörpers zur Aufnahme von Wänden benachbarter Module um 180° unter Ausbildung eines freien Spaltes zu Verbindungsmitteln zurückgebogen bzw. gefalzt ausgebildet sind. Dadurch, dass die Verbindungsmittel aus gefalzten Rändern, welche Spalten ausformen, gebildet sind, ist es nicht nötig die Verbindungsmittel in einem separaten Arbeitsgang an den Modulen zu befestigen. Die Verbindungsmittel werden hierbei in einem Falzvorgang hergestellt und sind mit dem Modul zusammengehörig verbunden, wobei dies die Haltekraft zwischen den Modulen erhöht, die Produktionskosten senkt und auch das Verletzungsrisiko an eventuellen scharfen Kanten der dünnen Wände senkt, da diese abgedeckt werden.
In bevorzugter Weise ist das erfindungsgemäße Modul dahingehend weitergebildet, dass jeweils zwei andere Ränder als die zu Verbindungsmitteln gefalzten Ränder, welche entlang derselben ersten offenen Fläche wie die Verbindungsmittel liegen, zur Ausbildung einer Versteifung in das Innere des Moduls gefalzt und um 90° aus der Ebene der Wand in das Innere des Moduls zurückgebogen ausgebildet sind. An einer offenen Fläche des Moduls, welche bevorzugter Weise, die der Wand zugekehrte Seite ist, sind demnach zwei Ränder zu Verbindungsmitteln und zwei Ränder zu Versteifungen gefalzt, wobei beide durch Umfalzen der scharfkantigen Ränder nach außen bzw. nach innen, hergestellt werden. Ein solches Modul kann bedenkenlos auch gegen teure Wandteppiche, gestuckte Wände und dergleichen gelehnt werden, ohne diese zu beschädigen, auch dies auch dann wenn die im Regal aufbewahrten Gegenstände ein großes Gewicht aufweisen. Die Versteifungen dienen weiters dazu dass die Module während des Transportes ihre Form beibehalten und erhöhen naturgemäß die Stabilität des zusammengesetzten modularen Regals. Durch das Aufbiegen der Versteifung im inneren des Moduls um 90° aus der Ebene, wird weiters ein Abstand von der Wand geschaffen, sodass die im Regal aufbewahrten Gegenstände nicht in den direkten Kontakt mit der Wand kommen. 3 AT 010 608 U1
In vorteilhafter Weise ist das erfindungsgemäße Modul dahingehend weitergebildet, dass die zu Verbindungsmitteln gefalzten Ränder einen freien Spalt begrenzen dessen lichte Weite im Wesentlichen der doppelten Stärke der Wände entspricht. Dadurch wird erreicht, dass die zu Versteifungen gefalzten Ränder, welche zuerst in das Modul gefalzt wurden und anschliessend aufgebogen wurden und dadurch an der Aussenkante an der sie um 180° gefalzt wurden eine doppelte Wandstärke aufweisen, genau in die Verbindungsmitteln ohne Verwendung von Werkzeug eingeschoben werden können. Idealerweise ist freie Spalt von einer Dicke, welche ein wenig geringer ist als die doppelte Stärke der Wände, da sich der Spalt bei Einschieben einer Wand eines benachbarten Moduls elastisch aufweiten kann und der Rand somit einen stärkeren Reibschluss mit der Wand des benachbarten Moduls hersteilen kann.
In bevorzugter Weise ist das erfindungsgemäße Modul dahingehend weitergebildet, dass an den zu Verbindungsmitteln gefalzten Kanten diametral gegenüberliegenden Kanten entlang der zweiten offenen Fläche weitere Verbindungsmittel ausgebildet sind. Das bewirkt, dass bei Kombination zweier Module, auch bei unterschiedlich polygonaler Form der freien Fläche der Modu-le solange sie die gleiche Tiefe besitzen, in einer Ebene zwei Verbindungsmittel Zusammenwirken um die Module zu befestigen. Bei Kombination mehrerer Module gleicher Tiefe erhält man somit in jeder Ebene in welcher zwei Module aneinander stoßen jeweils vorne und hinten eine formschlüssige Verbindung der Module. Dies erhöht die Stabilität des Regalsystems weiters. Außerdem wird dadurch die Möglichkeit geschaffen weitere Module seitlich hängend an einem Regalsystem zu befestigen da die Haltekraft dieser zweier Verbindungen gegen ein Verrutschen in vertikaler Richtung ausreicht wenn die Verbindungsmittel selbst in vertikaler Richtung ausgerichtet sind. Sind die Module unterschiedlicher Tiefe, kann auch nur ein Verbindungsmittel zur Herstellung der Verbindung verwendet werden.
In vorteilhafter Weise ist das erfindungsgemäße Modul dahingehend weitergebildet, dass das Modul aus einem dünnen, festen Material als Abwicklung geschnitten bzw. gefräst ist und dann gefaltet ist. Als Material kann somit Papier, Pappe, Kunststoff, Blech, Metall und ähnliches in Frage kommen, wobei in einer ersten Ausbildungsform Bleche bevorzugt sind. Die Herstellung des Moduls aus einem dünnen, festen Materials, welches als Abwicklung geschnitten bzw. gefräst ist und anschließend gefaltet wird, senkt die Herstellungskosten und erhöht die Stabilität des einzelnen Moduls, da einzelne Wände, Verbindungsmitteln und Versteifungen nicht erst nachträglich miteinander verbunden werden müssen. Auch sind genügend Maschinen, wie Fräsmaschinen und Falzmaschinen bekannt die eine solche Herstellung vereinfachen und überaus kostengünstig gestalten.
In bevorzugter Weise ist das erfindungsgemäße Modul dahingehend weitergebildet, dass die Abwicklung an allen Ecken der die Wände des Hohlkörpers ausbildenden Flächen Einschnitte insbesondere Verrundungen aufweist. Dies erleichtert das Falten der Wände für die Faltmaschine und man erhält Module, welche verrundete Ecken aufweist, was sowohl das Verletzungsrisiko für den Endanwender als auch die Gefahr der Beschädigung von teuren Wandbelägen reduziert. In weiterer Folge erlauben diese verrundeten Ecken auch ein Zusammenstecken von Modulen, welche nicht miteinander fluchten. Somit kann ein Modul in die Verbindungsmittel mehrerer benachbarter Module eingreifen und die Module können demnach unterschiedliche Maße aufweisen und können dennoch problemlos miteinander verbunden werden.
In vorteilhafter Weise ist das erfindungsgemäße Modul dahingehend weitergebildet, dass unterschiedlichen Abschnitte der Abwicklung welche nach dem Falten direkt aufeinander zu liegen kommen verklebt bzw. kontaktverschweißt sind. Insbesondere gilt dies für die Lasche, welche die letzte Seitenwand der Abwicklung mit der ersten Seitenwand der Abwicklung miteinander verbindet und die Versteifungen miteinander im Überlappungsbereich verbindet. Im Falle einer Herstellung des Moduls aus Metall ist ein Kontaktverschweißen bevorzugt, wobei bei der Herstellung aus Papier, Kunststoff oder Pappe ein bloßes Verkleben ausreicht. Durch diese Maßnahme wird die Stabilität des Moduls und somit des gesamten modularen Regals weiter erhöht.
Claims (9)
- 4 AT010 608U1 Erfindungsgemäß ist auch ein Regalsystem bestehend aus einer Mehrzahl von derartigen Modulen unter Schutz gestellt. Die Kombination mehrerer Module unterschiedlicher Größen ist durch die Ausgestaltung der Module in der oben beschriebenen Art sichergestellt, wobei bei einer gleichen Tiefe der Module, diese sowohl vorne und hinten, und bei unterschiedlicher Tiefe, diese entweder vorne oder hinten, über die Verbindungsmittel miteinander verbunden werden. Dadurch, dass die Verbindungsmittel eine geringe Höhe relativ zu der Fläche, welche sie verbinden sollen, aufweisen, fällt es auch nicht störend auf, wenn ein Modul auf einer Seite befestigt ist und auf der anderen Seite um die Höhe der Verbindungsmittel von der Fläche absteht, da durch die kompakten Abmessungen der Verbindungsmittel keine großen Winkel erreicht werden können. Die Erfindung wird nachfolgend an Hand eines in Zeichnung schematisch dargestellten Beispiels näher erläutert. In dieser zeigen Fig. 1 eine Abwicklung eines erfindungsgemäßen Modu-les als Netz, Fig. 2 eine perspektivische Ansicht eines Modules, Fig. 3 und Fig. 4 die Aufsicht auf eine unterschiedliche Seitenwände des Modules und Fig. 5 ein beispielhaftes Regalsystem bestehend aus Modulen unterschiedlicher Größe. In Fig. 1 ist die Abwicklung eines Moduls 1 dargestellt, wobei die Seitenwände mit 2 und 3 bezeichnet sind und die Seitenwände 2 eine Breite a und die Seitenwände 3 eine Breite b aufweisen. Die zu Versteifungen gefalteten Laschen sind mit 4 bezeichnet, wobei die Kanten an derselben offenen Fläche demnach als Verbindungsmittel 5 nach außen gefalzt werden. Die Laschen 6 die an derselben Seitenwand wie die Verbindungsmittel 5 liegen werden einfach in das Modul eingeschlagen und in Anlage gebracht ohne einen Spalt auszubilden. Ebenso sind die Laschen, welche an derselben Seitenwand 2, 3 wie eine Versteifung 4 liegen wiederum als Verbindungsmittel 5 ausgebildet. Die Einschnitte mit den Abrundungen bzw. Verrundungen in den Ecken sind schematisch mit 7 bezeichnet. Die Flächen, welche nach Falzen entlang der gestrichelt dargestellten Linien aufeinander zu liegen kommen und dort miteinander verbunden werden, erhalten die gleichen Bezugszeichen, wobei 8 für die zu verbindenden Klebe- bzw. Schweißflächen bzw. -abschnitte der Seitenwände 2, 3 steht und 9 für die Klebe- bzw. Schweißflächen bzw. -abschnitte der zu verbindenden Versteifungen 4. Fig. 2 zeigt ein fertiges Modul 1 wobei die gleichen Teile auch die gleichen Bezugszeichen tragen. Fig. 3 zeigt eine Aufsicht auf eine Seitenwand 2 mit einer einwärts gefalzten Kante und einer zu einem Verbindungsmittel 5 gefalzten Kante, und Fig. 4 eine Aufsicht eine Seitenwand 3 eines zusammengefalteten Modules 1. Fig. 5 zeigt ein zusammengebautes Regalsystem, welches aus Modulen unterschiedlicher Größe zusammengesetzt ist. Auf der Hinterseite sieht man die Versteifungen 4, wobei man in einfacher Weise die Anordnung der beiden Versteifungen 4 für unterschiedliche Module gleich wählt um die Erweiterbarkeit zu gewährleisten. Andere Anordnungen der Versteifungen sind jedoch ohne Verlust der Funktionalität möglich. Ansprüche: 1. Modul für ein steckbares Regalsystem bestehend aus einen Hohlraum begrenzenden Wänden mit zwei im Wesentlichen offenen Flächen und Verbindungsmitteln zum Verbinden benachbarter Module, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsmittel (5) von gefalzten Rändern von Wänden (2, 3) gebildet sind und einen Spalt ausbilden, in welchen Spalt Wände (2, 3) benachbarter Module (1) einschiebbar sind.
- 2. Modul nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei Ränder entlang einer ersten offenen Fläche des Hohlkörpers zur Aufnahme von Wänden (2, 3) benachbarter Module um 180° unter Ausbildung eines freien Spaltes zu Verbindungsmitteln (5) zurückgebogen bzw. gefalzt ausgebildet sind. 5 AT010 608U1
- 3. Modul nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils zwei andere Ränder als die zu Verbindungsmitteln (5) gefalzten Ränder, welche entlang derselben ersten offenen Fläche wie die Verbindungsmittel (5) liegen, zur Ausbildung einer Versteifung in das Innere des Moduls (1) gefalzt und um 90° aus der Ebene der Wand (2, 3) in das Innere des Moduls (1) zurückgebogen ausgebildet sind.
- 4. Modul nach einem der Ansprüche 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die zu Verbindungsmitteln (5) gefalzten Ränder einen freien Spalt begrenzen, dessen lichte Weite im Wesentlichen der doppelten Stärke der Wände (2, 3) entspricht.
- 5. Modul nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass an den zu Verbindungsmitteln (5) gefalzten Kanten diametral gegenüberliegenden Kanten entlang der zweiten offenen Fläche weitere Verbindungsmittel (5) ausgebildet sind.
- 6. Modul nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Modul (1) aus einem dünnen, festen Material als Abwicklung geschnitten bzw. gefräst ist und dann gefaltet ist.
- 7. Modul nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Abwicklung an allen Ecken der die Wände (2, 3) des Hohlkörpers ausbildenden Flächen Einschnitte (7), insbesondere Ver-rundungen, aufweist.
- 8. Modul nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass unterschiedlichen Abschnitte (8, 9) der Abwicklung, welche nach dem Falten direkt aufeinander zu liegen kommen, verklebt bzw. kontaktverschweißt sind.
- 9. Regalsystem bestehend aus einer Mehrzahl von Modulen (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8. Hiezu 3 Blatt Zeichnungen
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