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Osterreichische PATENTSCHRIFT ? 10421. WILLIAM GRAHAM IN LONDON.
Luftdruckhammer.
Die Erfindung betrifft einen Luftdruckhammer derjenigen Art, bei welcher der eigentliche Hammer oder Bär durch atmosphärischen Druck angehoben wird, wenn die Lnft ober- halb desselben ausgepumpt wird, und an einer bestimmten Stelle innerhalb seiner Kammer schwebend gehalten wird, bis seine Auslosung erfolgt, worauf er durch sein Eigengewicht niederfällt.
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anschaulich : Fig. 1 ist eine Vorderansicht mit teilweisem Schnitt ; Fig. 2 ist eine Draufsicht ; Fig. 3 ist ein Querschnitt, durch die Vakuumkammer und eines der seitlichen Ventile; Fig. 4-6 erläutern Einzelheiten.
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zur Aufnahme des Bammers 5 oberhalb des Ambosses.
Die Kammer 4 wird von Stützen 6 getragen, welche auf der Grundplatte 2 ruhen und einen freien Baum zwischen sich lassen.
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Zwecks Regelung der Zuleitung bezw. Ableitung der Luft zu und von der Kammer 4 ist ein senkrecht verschiebbares Ventil 17 angebracht, welches in der Ventilkammer 14 auf- und abbeweglich ist. Dieses Ventil befindet sich gewöhnlich in angehobener Lage, wie in Fig. 1 dargestellt ist, wobei die Kanäle 12 und 15 miteinander in Verbindung stehen und das Ventil in der angehobenen Lage durch einen Arm 19 gehalten wird, der mit dem
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und die Kanäle 11 und 12 veranlasst, worauf der Hammer niederfüllt.
Beim Aufwärtshube des Hammers 5 geht das obere Ende gewöhne i..-h an dem nach dem Kanal 12 offenen Kanal 11 vorbei und wird diesem gegenüber festgehalten. Um nun den Eintritt von Luft von aussen zwecks Unterbrechung der Verdünnung oberhalb des Hammers und unterhalb des (Zeitstückes 7 zu ermöglichen, sind in dem oberen Teile des Hammers ein Kanal 25 und mit Ventilklappen versehene Öffnungen ; M' angebracht. Der Kanal 25 ist derart angebracht, dass er beim Aufwärtshube des Hammers 5 mit dem offenen Kanal 11 in Verbindung tritt.
Das untere Ende der Ventilkammer 14 ist mit einem Kanal 27, welcher mit einer (nicht dargestellten) Druck- oder Luftpumpe in Verbindung steht, ferner durch einen Kanal 2 (j mit dem unteren Ende der Kammer 4 verbunden. Dieser Kanal 26 ist bei gesenkter Stellung des Hammers 5 geschlossen, wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, so dass die in den Kanal 27 eintretende comprimierte Luft den unteren Kolben des Ventils 17 bis zur Höchststollung des Ventils 17 anhebt, in welcher das Ventil 17 durch die Stange 20 und den Arm 21 abgefangen wird.
Bei dem Aufwärtshube des Ventils 17 wird der Kanal 15 mit der Kammer 4
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Hammer den Kanal 26 frei. so dass die in dem unteren Teile der Ventilkammer befindliche Luft nach aussen entweichen kann, wodurch der Druck unterhalb des Ventils 17 aufgehoben und ein Niedergang dieses Ventils gestattet wird, sobald die Umschaltvorrichtung zwecks Ansiösunp r der Stange 2 wieder in Wirksamkeit tritt.
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eine Anordnung getroffen, um die Luft in die Kammer 4 oberhalb des Hammers und unterhalb der Verschlussplatte einzulassen. Zu diesem Zwecke ist ein Kanal 32 in der Seitenwand des Hammergestelles angebracht. der mit dem obersten Ende 33 der Kammer 4 in Verbindung steht. Der Hammers 5 ist mit einer seitlichen Längsnut 34 versehen, welche an seinem unteren Ende mit der Aussenluft in Verbindung steht.
Bei Höchststellung des Hammers ist diese Nut 34 in Verbindung mit dem Kanal 32, so dass Luft in den oberen Teil 83 der Kammer -1 oberhalb des Hammers eintreten kann. Hierdurch wird die Verdünnung oberhalb des Hammers vermindert und die Geschwindigkeit des Hammers vor-
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Kammer 4 abgesperrt. so dass ein Luftkissen oberhalb des Hammers gebildet wird. Die Ventilkiappe wird bei dem Aufwärtshube des Hammers allmählich geschlossen und dadurch der Kanal 32 abgesperrt, worauf in der Kammer 4 wieder Luftverdünnung erfolgt, um den Hammer in angehobener Stellung zu halten, bis derselbe in der vorher beschriebenen Weise ausgelöst wird.
Die Regelung des Aufwärts-und Abwärtshubes des Hammers und die Stillsetzung desselben an einer beliebigen Stelle seiner Bahn kann durch den Maschinenführer auch ohne Zuhilfenahme des auf das Ventil 17 wirkenden Luftdruckes dadurch erfolgen, dass
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zn senken. Die Welle 22 kann zur Steuerung des Hammers auch mit einem Handgriff versehen werden. Auch kann das Gleitstück 7 fortgelassen und durch die Verschlussplatte 31 ersetzt werden. In diesem Falle erfolgt jedoch ein Kraftverlust, besonders dann, wenn einer des untersten Kanäle 11 offen ist, da alsdann der Raum oberhalb des offenen Kanales 11 bflhr gross ist und eine Verdünnung in höherem Masse erforderlich ist, als wenn das Gleitstück 7 angewendet wird.