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Hygienischer Beutel.
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mit dem sie auf der Spitze des männlichen Gliedes befestigt werden, und liegen zusammengefaltet in einer Hülle, die die vorzeitige Entfaltung des Beutels verhindern soll. Diese Hülle bedeutet einen wesentlichen Nachteil, insofern sie, da der Ausfluss aus der Harnröhre ohne Druck erfolgt, die Entfaltung des Beutels verhindert, so dass die Flüssigkeit zurückgehalten wird und Entzündungen sowie Eiterungen verursacht.
Diese Übelstände sollen durch den Erfindungsgegenstand beseitigt werden. Das Wesen der Erfindung liegt darin, dass der zweckmässig aus sehr dünnem Stoff hergestellte Beutel, der bei geöffnetem Zustand ungefähr kreiszylindrische Form hat, nach Art einer Papierlaterne mit Längsfalten und dazu senkrechten Quer-oder Ringfalten versehen ist und dass sein nach aussen umgelegter Randring mit einer klebstoffhaltigen Fläche, die die Breite etwa eines Millimeters hat, nur an der Gliedspitze anzuliegen und deren Öffnung zu umgeben vermag. In leerem Zustande bleibt der Beutel vermöge seiner inneren elastischen Spannung zusammengefaltet.
Die zusammengepressten Falten bilden über den Boden nahe der geometischen Längsmittelachse des Beutels einen diese umgebenden näpfchenartigen Raum, der zur Aufnahme eines desinfizierenden od. dgl. Mittels geeignet ist. Zwecks Erhöhung der Aufnahmefähigkeit ist der Beutel unter der oberen Falte erst in Längsfalte und dann in Querfalten gepresst.
Die Ausführungsform des Beutels gemäss der Erfindung ist auf der Zeichnung dargestellt. Fig. 1 zeigt den Beutel zusammengelegt und Fig. 2 denselben etwa halb geöffnet.
Der Beutel1 ist in regelmässige, einander ganz deckende Falten2, etwa nach Art einer Papierlaterue zusammengepresst, so dass er in geöffnetem Zustande die Form eines Zylinders hat. Der Beutel bleibt in leerem Zustande vermöge seiner inneren elastischen Spannung zusammengefaltet, die aber anderseits so gering ist, dass sie bei Eintritt einer Flüssigkeit überwunden wird.
Die oberste Falte, deren Rand 3 aussen liegt, ist auf ihrer Fläche rund um ihre mittlere Öffnung 4 mit einem etwa 1 nun breiten Klebstoffring 5 zur Befestigung des Beutels an der Spitze des Gliedes versehen. Es bleibt somit ein klebstoffreier Streifen 6, an dem der Rand 3 erfasst und der Beutel vom Glied abgezogen werden kann.
Die Öffnung 4 der oberen Falte und die Öffnungen der darunterliegenden Falten bilden über dem Boden 7 des Beutels eine kleine näpfchenähnliche Vertiefung, die zur Aufnahme eines desinfizierenden Mittels od. dgl. dient.
Die Benutzung des Auffangbeutels ist folgende : Der Beutel, der ungefähr einen Durchmesser von 8 bis 9 mm und geöffnet eine Länge von 15 mm hat, wird im geschlossenen Zustande gegen die Mündung der Harnröhre auf das Glied aufgedrückt, klebt ohne weiteres fest und bleibt infolge der inneren Eigenspannung zusammengefaltet. Wenn Flüssigkeit aus dem Glied austritt, entfaltet sich der Beutel entsprechend der Flüssigkeitsmenge und nimmt diese auf.
Die geringe Grösse des Beutels ermöglicht, ihn um die Ausmündung der Harnröhre nur in einer Zone von etwa 2 mm Breite gegen die Haut der Eichel zu legen. Es ist dies ein wesentliches Merkmal der Erfindung, weil die Haut der Eichel innerhalb dieser Zone durch die ständige Berührung mit Harn und sonstigen Sekreten abgehärtet ist und durch die Klebstoffsubstanz nicht gereizt wird, im Gegensatz zu der übrigen sehr reizbaren und leicht entzündlichen Eichelhaut.
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Zur Vergrösserung des Auffangraumes kann der Beutel bei unveränderter Ausführung der obersten Falte 3,6 einen grösseren Durchmesser in den Falten 2 erhalten. Der Beutel wird dann hier erst in Längsfalten und darauf in Querfalten gepresst, so dass er zum Schluss genau das Aussehen und die Form wie in Fig. 1 hat.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Hygienischer Beutel zum Auffangen der aus dem männlichen Glied austretenden Flüssigkeiten, dadurch gekennzeichnet, dass der zweckmässig aus sehr dünnem elastischem Stoff hergestellte Beutel von einer bei geöffnetem Zustand des letzteren ungefähr kreiszylindrischen Form nach Art einer Papierlaterne mit Längsfalten und dazu senkrechten Quer-oder Ringfalten versehen ist und dass sein nach aussen umgelegter Randring mit einer klebstoffhaltigen Fläche, die die Breite etwa eines Millimeters hat, nur an der Gliedspitze anzuliegen und deren Öffnung zu umgeben vermag, wobei der Beutel in leerem Zustande vermöge seiner inneren elastischen Spannung zusammengefaltet bleibt.