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Verbandstoffpackung.
Die Erfindung betrifft eine Verbandstoffpackung, die sich durch grosse Einfachheit und damit Billigkeit, einfache Handhabung beim Gebrauch, sowie dadurch auszeichnet, dass auch bei Teilentnahme des Verbandstp. 1fes die Sterilität des in der Packung verbleibenden Restes bis zum Schlusse vollständig gewährleistet ist.
Die Erfindung besteht darin, dass ein Päckchen eines in an sich bekannter Weise zickzackförmig gelegten Verbandstoffstreifens der Länge nach derart in einem Papiersäckchen untergebracht ist, dass der Anfang des Verbandstoffstreifens in dem zweckmässig verschmälerten Halsteil des Säckchens zu liegen kommt.
Um bei Teilentnahmen des Verbandstoffes die Sterilität des im Säckchen verbleibenden Restes zu sichern, ist der Halsteil des Säckchens aussen mit einer desinfizierend wirkenden Substanz, die das Papier stets etwas feucht und zweckmässig auch klebend erhält, imprägniert.
Die Herstellung einer die Merkmale der Erfindung aufweisenden Verbandstoffpackung sei an Hand der beiliegenden der Skizzen erläutert.
Der Verbandstoffstreifen (ein-oder mehrfache Mullbinde, zu einem Streifen gefaltete Verband- gaze usw. ) wird zickzackförmig - am besten mit einer Schlaufenlänge von 8-15 cm - gelegt ; das so gewonnene Päckchen (Fig. 1) wird, um das spätere Einschieben in das Säckchen zu erleichtern, mit einer auf der einen Seite offenen Schlaufe aus steifem Natronzellulosepapier oder Karton umhüllt (Fig. 2) und nun der Länge nach in ein aus Natronzellulosepapier gefertigtes Säckchen so eingeschoben, dass der Anfang des Verbandstoffstreifcns flach in den Halsteil des Säckchens zu liegen kommt (Fig. 3).
Unmittelbar dort, wo sich im Innern das offene Ende der Kartonschlaufe befindet, wird durch geeignete Mittel, etwa dadurch, dass aussen um das Säckrhen ein entsprechend gefalteter schmaler Streifen aus steifem Papier oder Karton herumgeklebt wird, das Lumen des Säckchens verschmälert (Fig. 4).
Das Säckchen wird nun verklebt und die so geschlossene Packung in der üblichen Weise im Dampf sterilisiert.
Hernach wird durch Bestreichen oder Eintauchen der Halsteil des Säckchens aussen mit einer desinfizierenden Substanz, die das Papier stets schwach feucht und zweckmässig auch etwas klebend erhält, imprägniert und schliesslich auf den das Verbandqtoffpaket enthaltenden Teil des Säckchens zurückgelegt und eventuell hier durch Überkleben einer Verschlussmarke befestigt (Fig 5).
Die so hergestellte Verbandstoffpackung kann noch mit einer äusseren Schutzhülle (Papiersäckchen oder Karton) umgeben werden.
Bei der Verwendung dieser Verbandstoffpackung wird die Versehlussmarke gelöst, der Halsteil des Säckchens zurückgelegt, das verklebte Ende mit einer sterilen Schere geöffnet, der Anfang des Ver- bandstreifens mit einer sterilen Pinzette erfasst und die gewünschte Menge des Stoffes herausgezogen, wobei die einzelnen Schlauten nacheinander ohne sich zu verwirren aneinander vorbeigleiten. Der heraus- gezogene Streifen wird nun unmittelbar am Rande des Säckchens abgeschnitten, der im Säckchen ver- bleibende neue Anfang mit der sterilen Pinzette um einige Millimeter zurückgeschoben und mit dem Säckchenende einige Male umgefaltet und verkniffen.
Der im Säckchen verbleibende Verbandstoffrest ist, da auch der durch das Abschneiden des ent- nommenen Verbandstoffstückes entstandene neue Anfang mit der Aussenluft überhaupt nicht in Be- rührung kommt, steril geblieben und es kann auch bei weiterer Aufbewahrung keine Infektion erfolgen, da auf den Halsteil des Säckchens gelangende Keime durch die feuchte und klebende, desinfizierende
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Imprägmerung festgehalten und getötet werden, so dass eine Einwanderung von Keimen in das Saekchen mit Sicherheit hintangehalten wird.
Es sind bereits Verbandstoffpackungen bekannt, bei welchen aus dem Verbandstoffstreifen durch zickzackförmige Faltung ein Päckchen gebildet vird, doch ist bei diesen Verpaekungsarten das Verband- stoffpäckchen meist derart in der Umhüllung gelagert, dass der Verbandstoffstreifen nicht wie bei dem Gegenstand der vorliegenden Erfindung der Länge nach abgezogen, sondern Schleife für Schleife ab- gehoben werden muss, was bedingt, dass zur Umhüllung ein relativ starres Material, wie Karton genommen werden muss und dass die ganze Packung unhandlich wird.
Auch bei der Pflasterpackung gemäss der deutschen Patentschrift Nr. 230943, bei welcher wohl der mit dem Pflasterstreifen gleichzeitig zu ent- nehmende zickzackförmig gefaltete Gazestreifen der Länge nach abgezogen wird, ist eine starre Kartonumhüllung notwendig und tatsächlich auch vorgesehen.-
Nach der vorliegenden Erfindung wird im Gegensatz zu allen-ändern derartigen Verpackungen als Umhüllung ein Papiersäckchen verwendet, was abgesehen von der Billigkeit und Einfachheit deshalb wichtig ist, weil wohl der Inhalt einer NatronzeIulosepapierpackung, nicht-aber der einer Kartonpackung,-
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1. Verbandstoffpackung, dadurch gekennzeichnet, dass das durch in an sich bekannter Weise zickzackförmiges Falten eines Verbandstoffstreifens gewonnene Paket der- Länge nach derart in einem ) Papiersäcken untergebracht ist, dass der Anfang des Verbandstoffstreifens flach in dem zweckmässig verschmälerten Halsteil des Säckchens zu liegen kommt.