AT102958B - Verbandstoffpackung. - Google Patents

Verbandstoffpackung.

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AT102958B
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  Verbandstoffpackung. 



   Die Erfindung betrifft eine Verbandstoffpackung, die sich durch grosse Einfachheit und damit Billigkeit, einfache Handhabung beim Gebrauch, sowie dadurch auszeichnet, dass auch bei Teilentnahme des   Verbandstp. 1fes   die Sterilität des in der Packung verbleibenden Restes bis zum Schlusse vollständig gewährleistet ist. 



   Die Erfindung besteht darin, dass ein   Päckchen   eines in an sich bekannter Weise zickzackförmig gelegten Verbandstoffstreifens der Länge nach derart in   einem Papiersäckchen untergebracht   ist, dass der Anfang des Verbandstoffstreifens in dem zweckmässig   verschmälerten   Halsteil des Säckchens zu liegen kommt. 



   Um bei Teilentnahmen des Verbandstoffes die Sterilität des im   Säckchen   verbleibenden Restes zu sichern, ist der Halsteil des Säckchens aussen mit einer desinfizierend wirkenden Substanz, die das Papier stets etwas feucht und zweckmässig auch klebend erhält, imprägniert. 



   Die Herstellung einer die Merkmale der Erfindung aufweisenden Verbandstoffpackung sei an Hand der beiliegenden der Skizzen erläutert. 



   Der Verbandstoffstreifen (ein-oder mehrfache Mullbinde, zu einem Streifen gefaltete Verband-   gaze usw. ) wird zickzackförmig - am besten mit einer Schlaufenlänge von 8-15 cm - gelegt ; das so   gewonnene Päckchen (Fig. 1) wird, um das spätere Einschieben in das   Säckchen   zu erleichtern, mit einer auf der einen Seite offenen Schlaufe aus steifem Natronzellulosepapier oder Karton umhüllt (Fig. 2) und nun der Länge nach in ein aus Natronzellulosepapier gefertigtes Säckchen so eingeschoben, dass der Anfang des   Verbandstoffstreifcns   flach in den Halsteil des Säckchens zu liegen kommt (Fig. 3). 



   Unmittelbar dort, wo sich im Innern das offene Ende der Kartonschlaufe befindet, wird durch geeignete Mittel, etwa dadurch, dass aussen um das   Säckrhen   ein entsprechend gefalteter schmaler Streifen aus steifem Papier oder Karton herumgeklebt wird, das Lumen des   Säckchens     verschmälert   (Fig. 4). 



   Das Säckchen wird nun verklebt und die so geschlossene Packung in der üblichen Weise im Dampf sterilisiert. 



   Hernach wird durch Bestreichen oder Eintauchen der Halsteil des   Säckchens   aussen mit einer desinfizierenden Substanz, die das Papier stets schwach feucht und zweckmässig auch etwas klebend erhält, imprägniert und schliesslich auf den das Verbandqtoffpaket enthaltenden Teil des Säckchens zurückgelegt und eventuell hier durch Überkleben einer   Verschlussmarke   befestigt (Fig 5). 



   Die so hergestellte Verbandstoffpackung kann noch mit einer äusseren Schutzhülle (Papiersäckchen oder Karton) umgeben werden. 



   Bei der Verwendung dieser Verbandstoffpackung wird die   Versehlussmarke   gelöst, der Halsteil des Säckchens zurückgelegt, das verklebte Ende mit   einer sterilen Schere geöffnet,   der Anfang des Ver- bandstreifens mit einer sterilen Pinzette erfasst und die gewünschte Menge des Stoffes herausgezogen, wobei die einzelnen Schlauten nacheinander ohne sich zu verwirren aneinander vorbeigleiten. Der heraus- gezogene Streifen wird nun unmittelbar am Rande des   Säckchens   abgeschnitten, der im   Säckchen   ver- bleibende neue Anfang mit der sterilen Pinzette um einige Millimeter zurückgeschoben und mit dem   Säckchenende   einige Male umgefaltet und verkniffen. 



   Der im Säckchen verbleibende Verbandstoffrest ist, da auch der durch das Abschneiden des ent- nommenen Verbandstoffstückes entstandene neue Anfang mit der Aussenluft überhaupt nicht in Be- rührung kommt, steril geblieben und es kann auch bei weiterer Aufbewahrung keine Infektion erfolgen, da auf den Halsteil des Säckchens gelangende Keime durch die feuchte und klebende, desinfizierende 

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 Imprägmerung festgehalten und getötet werden, so dass eine Einwanderung von Keimen in das   Saekchen   mit Sicherheit hintangehalten wird. 



   Es sind bereits Verbandstoffpackungen bekannt, bei welchen aus dem Verbandstoffstreifen durch   zickzackförmige   Faltung ein   Päckchen     gebildet vird, doch   ist bei diesen Verpaekungsarten das Verband-   stoffpäckchen   meist derart in der Umhüllung gelagert, dass der Verbandstoffstreifen nicht wie bei dem Gegenstand der vorliegenden Erfindung der Länge nach abgezogen, sondern Schleife für Schleife ab-   gehoben werden muss, was bedingt, dass zur Umhüllung ein relativ starres Material, wie Karton genommen werden muss und dass die ganze Packung unhandlich wird.

   Auch bei der Pflasterpackung gemäss der deutschen Patentschrift Nr. 230943, bei welcher wohl der mit dem Pflasterstreifen gleichzeitig zu ent-   nehmende zickzackförmig gefaltete Gazestreifen der Länge nach abgezogen wird, ist eine starre Kartonumhüllung notwendig   und tatsächlich auch vorgesehen.-  
Nach der vorliegenden Erfindung wird im Gegensatz zu allen-ändern derartigen Verpackungen als Umhüllung ein Papiersäckchen verwendet, was abgesehen von der Billigkeit und Einfachheit deshalb wichtig ist, weil wohl der Inhalt einer NatronzeIulosepapierpackung, nicht-aber der einer Kartonpackung,- 
 EMI2.1 
 



   1. Verbandstoffpackung, dadurch gekennzeichnet, dass das durch in an sich bekannter Weise   zickzackförmiges Falten eines Verbandstoffstreifens gewonnene Paket der- Länge nach derart in einem ) Papiersäcken untergebracht ist, dass der Anfang des Verbandstoffstreifens flach in dem zweckmässig     verschmälerten   Halsteil des Säckchens zu liegen kommt.

Claims (1)

  1. 2. Verbandstoffpackung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Halsteil des Säckchens mit einer desinfizierend wirkenden Substanz, die das Papier stets schwach feucht und zweckmässig auch etwas klebend erhält, imprägniert ist. EMI2.2
AT102958D 1924-07-14 1924-07-14 Verbandstoffpackung. AT102958B (de)

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