<Desc/Clms Page number 1>
EMI1.1
EMI1.2
werden möglichst genaue Nachbildungen der elektrischen Grundeinheiten : Widerstand, Selbstinduktion, Kapazität od. dgl., sogenannte Messnormale verwendet. Bei der Ausführung von Messungen ist es vorteilhaft, anstatt einzelner fester Werte kontinuierlich oder in gleichen Stufen veränderbare Messnormale zu benutzen. In allen Fällen, in denen die Benutzung von Drehkondensatoren zur Messung von Kapazitäten nicht in Betracht kommt, werden bisher Stöpselkondensatoren als Normale verwendet.
Hiebei ergibt sich der Nachteil, dass eine unmittelbare Veränderung in absolut gleichbleibenden Stufen nicht möglich ist, weil es sich bei der Aufstellung von Kondensatoren an verschiedenen Stellen praktisch nicht erreichen lässt, die Kapazitätswerte der einzelnen Stufen mit der für Präzisionsmessungen nötigen Genauigkeit auf bestimmte Sollwerte zu bringen. Dies liegt einerseits daran, dass man die einzelnen Glimmerpakete in den Kondensatoren infolge der Randwirkungen nicht genau genug abgleichen kann, anderseits bringen die Verbindungen mit den Kontaktstücken und diese selbst noch eine zusätzliche Kapazität hinein, deren Grösse von vornherein nicht bekannt ist. Dies bringt den Nachteil mit sich, dass man an Hand von Eichtabellen umständliche und zeitraubende Korrektionsrechnungen ausführen muss.
Gemäss der Erfindung werden diese Nachteile dadurch vermieden, dass man insbesondere für Präzisionsmessungen einen Stufenkondensator mit Kapazitätseinheiten, die etwas unter dem Sollwert liegen, und mit Zusatzkapazitäten, die gleichzeitig ein-und abschaltbar sind, ausrüstet, zum Zweck, die Gesamtkapazität einschliesslich der Kapazität der Verbindungsleitungen od. dgl. auf den Sollwert abzugleichen, so dass man von einer Eichtabelle unabhängig ist.
Mittels eines an sich bekannten Walzenschalters od. dgl. werden bestimmte Sollwerte eingestellt, indem gleichzeitig mit dem Kapazitätselement auch die bei der betreffenden Sehalterstelle erforderliche
EMI1.3
oder dz F usw. gehörend, bilden einen sogenannten Dekadensatz. Durch Parallelschalten mehrerer Dekadensätze erhält man einen Kondensator, mit dem man jeden gewünschten Kapazitätswert entsprechend den gegebenen Kombinationsmöglichkeiten einstellen kann.
In den Fig. 1, 2 und 3 ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung veranschaulicht.
In der Fig. 1 sind z. B. vier Glimmerkondensatoren von zirka 0'1, 0'2, 0'3 und 0 4 ; j. F dargestellt, die so bemessen sind, dass ihre tatsächlichen Werte etwas kleiner als die Sollwerte sind. Diese Kondensatoren werden durch einen Walzenschalter od. dgl., dessen Kontaktanordnung in die Zeichenebene abgewickelt gezeigt ist, einzeln oder in Gruppen zusammengeschaltet. Gleichzeitig wird gemäss der Erfindung bei jeder Verstellung des Walzensehalters ein bestimmter Zusatzkondensator zugeschaltet.
Dieser Zusatzkondensator dient dazu, den Gesamtkapazitätswort einschliesslich der Kapazität der Verbindungsleitung u. dgl. auf den Sollwert zu bringen. Die Sollwerte der Kapazitätseinheiten werden mit Hilfe der Zusatzkapazitäten am Aufstellungsort geeicht. Ist diese Eichung einmal vorgenommen, so ersetzt sie den Gebrauch einer Eichtabelle und die damit verbundenen umständlichen Korrektionsrechnungen. Nach der Eichung werden die Zusatzkondensatoren durch irgendeine an sich bekannte Vorrichtung abgedeckt. Man kann nun je nach Belieben durch Parallelschalten mehrerer Dekadensätze
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
Kapazitätselement deutet symbolisch die zwischen den beiden Klemmen herrschende, d. h. die jeweils mittels der Schalter eingestellte Kapazität an.
Die Verbindung zwischen den Klemmen di, d2 und den
EMI2.2
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Stufenkondensator für Messzwecke, dadurch gekennzeichnet, dass der Stufenkondensator mit Kapazitätseinheiten, die etwas unterhalb des Sollwertes liegen, und mit Zusatzkapazitäten ausgerüstet ist, die derart bemessen sind, dass die Gesamtkapazität einschliesslich der Kapazität der Verbindungsleitungen den Sollwert beträgt.