AT102744B - Verfahren und Vorrichtung zur Erkennung von Edelsteinen. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Erkennung von Edelsteinen.

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AT102744B
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Gustav Riedl
Hermann Dr Michel
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Gustav Riedl
Hermann Dr Michel
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren und   Vorrichtnng zur Erkennung   von Edelsteinen. 



   Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet ein Verfahren und eine Vorrichtung, die dazu dienen, hochwertige Edelsteine mit Sicherheit von allen   gleiehgefärbten,   aber weniger wertvollen Steinen und Imitationen auf optischem Wege unterschieden zu können. Das Prinzip, worauf Verfahren und Vorrichtung basieren, besteht darin, dass der Stein mittels eines   Lichtbündels durchleuchtet wird ; wobei   in den Strahlengang dieses Lichtbündels nacheinander Lichtfilter verschiedener Farbe oder verschiedener Farbenkombinationen eingeschaltet werden, so dass der Stein sich erst dadurch als ein solcher bestimmter Art erweist, dass er bei richtiger Wahl der Farbe der verschiedenen Filter jeweils in einer bestimmten Farbe erscheint.

   Durchleuchtet man nämlich verschiedene Steine gleicher Farbe nur durch ein einziges Farbenfilter, dann erscheinen mitunter die Steine verschiedener Art aber gleicher Färbung im gefilterten Lichte in gleicher Farbe, was zur Irrtümern Anlass geben kann. Die Wahl der Farben der nacheinander bei der Einrichtung zu verwendenden Farbenfilter richtet sich ganz nach der Art der zu untersuchenden Steine. Es werden demnach bei dem beschriebenen Verfahren und Apparate die Absorptionsverhältnisse und teilweise auch die   Luminescenzerscheinungen   der verschiedenen Edelsteine und ihrer Surrogate praktisch zur Erkennung und Unterscheidung ausgewertet. 



   Vorteilhafter Weise werden die verschiedenen Farbenfilter auf einer drehbaren Scheibe im Kreise herum angeordnet, wobei durch Drehung der Scheibe die einzelnen Filter in den Strahlengang einer und derselben Lichtquelle gebracht werden, der zu untersuchende Stein auf einem Träger liegt und die Filterscheibe unter ihm hinweggeführt wird ; dadurch wird die Stetigkeit der Beobachtung eine grössere bzw. die Untersuchung eine kürzere. 



   Die Auswahl der Filter geschieht nach folgenden Gesichtspunkten. Es müssen zunächst die Absorptionsverhältnisse für jede Art von Steinen gleicher Farbe durch spektroskopische Prüfung festgestellt werden. Die Filter müssen so gewählt werden, dass ihre Absorptionsbanden kombiniert mit denen der Steine bei möglichst vielen Steinen der gleichen Farbe differente charakteristische Farbenänderungen bei der Betrachtung mit den Filtern hervorrufen. Bisweilen auftretende Luminescenzerscheinungen müssen gleichfalls   berücksichtigt   werden. Durch geschickte Kombination mehrerer Filter, die nacheinander zur Anwendung gelangen, unterscheidet man dann jene Steine, welche mit dem ersten Filter die gleichen 
 EMI1.1 
 



   Um ein praktisches Beispiel zu bringen, sind hier Angaben über die Absorptionsverhältnisse bei einem Smaragd, einem blaugrünen Turmalin, einem grünen Glas und zwei Filtern gemacht, welche die Unterscheidung dieser Produkte gestatten. 



   Die ziffernmässigen Angaben über die Absorptionsverhältnisse sind nur ungefähre, weil bei wechselnder Intensität des   Lichtes, wechselnder Eigenfarbe der Steine   und bei pleochroitischen Steinen auch je nach der Beobachtungsrichtung Verschiebungen in den Zahlen eintreten müssen. Die Zahlen entsprechen der Skala eines kleinen Taschenspektroskops. 



   Der Smaragd zeigt zwischen 7000 und 6000 A rotes geschwächtes Licht, das gelbe Licht zwischen 
 EMI1.2 
 sichtbar. 



   Der blaugrüne Turmalin zeigt den roten Teil des Spektrums bis zu 6500       völlig vernichtet, von 6500       abwärts sind alle Farbtöne des Spektrums zu beobachten. 

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   Das grüne Glas (Smaragdolin) zeigt von 6300 Ä bis 6000         geschwächte   rote Töne, von 6000 bis 5100       intensive gelbe und grüne Töne und von 5000 bis 4600       blaue Töne. 



   Das Filter I lässt nur das rote Licht von der Wellenlänge 7500       bis 6650       durch, vernichtet die Farbtöne zwischen 6650       und 5100       und ist durchlässig für die blauen Töne zwischen 5100       und 4250 A. 
 EMI2.1 
 werden praktisch vernichtet. 



   Filter I besteht aus mehrfachen Folien, die mit Methylviolett B und Naphtalingrün gefärbt sind. 



   Filter   II   besteht aus mehrfachen Folien, die mit Ponceau   1I   Rund Naphtalingrün gefärbt sind. 



   Durch Kombination mit diesen beiden Filtern erscheint nun der Smaragd im Filter I und II in einem   eigentümlichen   roten Farbton, während der Turmalin und das Glas im Filter I blau und im Filter II grün erscheinen. 



   Für die anderen Farben sind analoge Erwägungen massgebend. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Erkennung von Edelsteinen, dadurch gekennzeichnet, dass von Steinen gleicher Farbe aber verschiedener Art jeder einzelne in den Strahlengang eines Lichtbündels gebracht wird, das nacheinander durch verschieden absorbierende Teile eines Mehrfachfilters gefärbt wird, zum Zwe : ke, aus den auftretenden charakteristischen Farben der durchleuchteten Steine auf die Art dieser Steine und ihrer Surrogate   schliessen   zu können.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass liber einer Lichtquelle eine drehbare Scheibe mit im Kreise herum angeordneten verschiedenen Lichtfiltern und über dieser Scheibe ein Tragarm für den zu untersuchenden Stein vorgesehen ist.
AT102744D 1925-02-21 1925-02-21 Verfahren und Vorrichtung zur Erkennung von Edelsteinen. AT102744B (de)

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