AT102289B - Verfahren zur elektrolytischen Gewinnung von Zinn aus zinnhaltigen Bleilegierungen. - Google Patents

Verfahren zur elektrolytischen Gewinnung von Zinn aus zinnhaltigen Bleilegierungen.

Info

Publication number
AT102289B
AT102289B AT102289DA AT102289B AT 102289 B AT102289 B AT 102289B AT 102289D A AT102289D A AT 102289DA AT 102289 B AT102289 B AT 102289B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
tin
lead
alloys containing
lead alloys
electrolytic extraction
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Jacob Neurath Fa
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Jacob Neurath Fa filed Critical Jacob Neurath Fa
Application granted granted Critical
Publication of AT102289B publication Critical patent/AT102289B/de

Links

Landscapes

  • Electrolytic Production Of Metals (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur   elektrolytischen Gewinnung von Zum a. us zinnhaltigen Bleilegiernngen.   



   Gegenstand vorliegender Erfindung ist die Herstellung von bleifreiem Zinn bzw. von bleifreien Zinnlegierungen aus minderwertigen zinnhaltigen Bleilegierungen auf elektrolytischem Wege. Es ist bekannt, dass nach den üblichen Methoden der sauren, speziell der salzsauren Zinnelektrolyse wohl eine Entfernung der unedlen Legierungsbestandteile, wie Eisen, Zink. Nickel, nicht aber eine Scheidung von Blei und Zinn erfolgen kann, da Blei und Zinn in der Spannungsreihe der Metalle nahe benachbart sind, sich daher die genannten Metalle elektrodisch nahezu gleich verhalten, und weil überdies auch die Dissoziationsverhältnisse hinsichtlich der beiden Kationen im allgemeinen sehr ähnlich liegen.

   Dies sind im wesentlichen die Grunde, weshalb sieh Zinn-Bleilegierungen nach den bisherigen sauren Verfahren elektrolytisch in keiner Weise veredeln liessen ; die prozentisehe Zusammensetzung der kathodisch erzielten Legierung ergab sich in bezug auf ihren Blei-und Zinngehalt praktisch identisch mit der der anodisch verwendeten Ausgangslegierung. 



   Durch eine Reihe systematisch variierter, ausgedehnter Versuche wurde nun gefunden, dass die beabsichtigte kathodische Scheidung von Zinn und Blei dann, u. zw. praktisch quantitativ erfolgt, wenn die Zusammensetzung des Elektrolyten derart getroffen ist, dass die   Kathodenpotentiale   von Zinn und Blei so weit auseinanderrücken, dass für die kathodische Bildung einer Zinn-Bleilegierung keine Möglichkeit mehr besteht ; dies ist der Fall, wenn das Bleipotential hinreichend negativ gegenüber dem Zinnpotential zu liegen kommt, wodurch die   Mitausscheidung   von Blei unmöglich wird. Diese Verschiebung des Bleipotentiales lässt sich nun gemäss vorliegender Erfindung dadurch erreichen, dass dem salzsauren Elektrolyten ein Bildner eines besonderen Anions (z.

   B.   Scion   oder J-Ion) solcher Art und solcher Konzentration zugesetzt wird, dass die im Elektrolyten sich einstellende Blei-Ionenkonzentration auf einen hinreichend niedrigen Betrag herabgesetzt wird, ohne gleichzeitig die Zinn-Ionenkonzentration praktisch zu verändern ; diese ungleichmässige Verschiebung der Ionenkonzentration, auf die es allein ankommt, 
 EMI1.1 
 der in seinem Effekte einer quantitativen Abschirmung des Bleies von der Kathode gleichkommt, verhindert so gut wie vollständig die kathodische Abscheidung des Bleies, u. zw.

   tritt diese Abschirmung   gegenüber kathodisch sich niederschlagendem   Zinn nicht nur im Falle, wenn neben Blei ausschliesslich Zinn vorhanden ist, ein, in welchem Falle reinstes Kathodenzinn entsteht, sondern auch dann, wenn sich, sei es infolge der Zusammensetzung der Ausgangslegierung, sei es infolge absichtlicher Zusätze, an der Kathode zinnh   Itige   Legierungen auszuscheiden vermögen. Auf diese Weise gelingt es sohin, aus minderwertigen   zinnhaltigen   Bleilegierungen hochwertige bleifreie Zinnlegierungen zu erhalten, 
 EMI1.2 
   Lagermetallzusammensetzung   Verwendung finden können.

   Letzterenfalls kann dies, wie bereits erwähnt, in einfacher Weise durch entsprechende Metallsalzzusätze zum Elektrolyten erreicht werden, deren Metallgehalt sich gemeinsam mit dem Zinn kathodisch   niederschlägt.   Im besonderen lässt sich der Kupfer- 
 EMI1.3 
 entnommen ist, durch Beifügung üblicher Komplexbildner (z. B. Ammonsalzen, Weinsäure   usw.)   in nahezu beliebigen Grenzen variieren ; auf diesem Wege werden kathodisch Zinnlegierungen gewonnen   mit hohem Kupfer-undAntimongehalt, beispielsweise von der Zusammensetzung75% Snund25% Cu +Sb.   



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur elektrolytischen Gewinnung von Zinn aus zinnh Itigen Bleilegierungen, die als Anoden der salzsauren Elektrolyse unterworfen werden, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Gegenwart   eines zugesetzten besonderen Anions die Blei- und die Zinn- Ionenkonzentration   im Elektrolyten und dadurch auch die betreffenden Absoheidungspotentiale hinreichend weit,   u.   zw. das Bleipotential in negativer Richtung gegenüber dem Zinnpotentiale, auseinandergerückt werden, so dass sich kathodisch wohl Zinn, nicht aber Blei abzuscheiden vermag. 

**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Herstellung bleifreier Zinnlegierungen dem Elektrolyten Salze der beizulegierenden Metalle zugesetzt werden.
    3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Herstellung bleifreier Zinn- EMI1.4 **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT102289D 1924-09-19 1924-09-19 Verfahren zur elektrolytischen Gewinnung von Zinn aus zinnhaltigen Bleilegierungen. AT102289B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT102289T 1924-09-19

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT102289B true AT102289B (de) 1926-01-11

Family

ID=3620826

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT102289D AT102289B (de) 1924-09-19 1924-09-19 Verfahren zur elektrolytischen Gewinnung von Zinn aus zinnhaltigen Bleilegierungen.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT102289B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1621180A1 (de) Verfahren und Bad zum galvanischen Abscheiden von Goldueberzuegen
DE2050145A1 (de) Verfahren zum elektrolytischen Nieder schlagen einer Zinn Wismut Verbindung und elektrolytisches Bad zur Durchfuhrung des Verfahrens
DE1496917A1 (de) Elektrolytbaeder sowie Verfahren fuer die Herstellung galvanischer UEberzuege
DE1960047C2 (de) Wässriges saures Bad zur galvanischen Abscheidung von Gold-Zinn-Legierungen
DE102015003285A1 (de) Verfahren zur Beschichtung eines Einpresspins und Einpresspin
DE959242C (de) Bad zur galvanischen Abscheidung von Antimon oder Antimonlegierungen
DE1109000B (de) Bad zum galvanischen Abscheiden von Kupfer- und Kupferlegierungsueberzuegen
DE852633C (de) Verfahren zur elektrolytischen Abscheidung von dichten, gut haftenden Kupferueberzuegen aus Baedern
AT102289B (de) Verfahren zur elektrolytischen Gewinnung von Zinn aus zinnhaltigen Bleilegierungen.
DE882168C (de) Bad und Verfahren zur elektrolytischen Herstellung von Zinkueberzuegen
DE759339C (de) Verfahren zur elektrolytischen Herstellung von hellfarbenen, glaenzenden Zinkueberzuegen
DE463335C (de) Verfahren zur elektrolytischen Gewinnung von bleifreiem Zinn aus Zinn und Blei enthaltenden Legierungen
DE1771734A1 (de) Verfahren zur Elektroplattierung mit Rhenium und ein Bad zur Ausfuehrung dieses Verfahrens
DE2511119A1 (de) Zusatzmittel fuer die elektroplattierung
DE959243C (de) Galvanisches Bad und Verfahren fuer die Abscheidung von Antimonueberzuegen
CH122633A (de) Verfahren zur Verhinderung der Abscheidung des Bleies bei der elektrolytischen Aufarbeitung von Zinn neben Blei enthaltenden Legierungen.
DE701803C (de) Verfahren zur Verminderung der UEberspannung bei der elektrolytischen Entwicklung von Wasserstoff in Wasserzersetzern
DE815882C (de) Verfahren zur Erzeugung von Niederschlaegen auf Metallflaechen durch Elektrolyse
DE701915C (de) Verfahren zur elektrolytischen Raffination von Kupfer und zur Rueckgewinnung von Kupfer aus mit Kupfer oder Kupferlegierungen plattiertem Eisen
DE2333096B2 (de) Galvanisch aufgebrachter mehrschichtiger Metallüberzug und Verfahren zu seiner Herstellung
DE748266C (de) Verfahren zur Erzeugung galvanischer Niederschlaege von Goldlegierungen
DE1174127B (de) Saures galvanisches Zinn-Nickel-Bad
DE582528C (de) Verfahren zur elektrolytischen Herstellung von duennen, molybdaen-, wolfram-, vanadin-, beryllium-, wismut- und tantalhaltigen UEberzuegen auf Grundmetallen
DE654270C (de) Verfahren zur elektrolytischen Herstellung von UEberzuegen aus Wolframlegierungen
DE496892C (de) Verfahren zur Herstellung galvanischer Chromueberzuege