AT101930B - Gas- oder Flüssigkeitsthermometer. - Google Patents

Gas- oder Flüssigkeitsthermometer.

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AT101930B
AT101930B AT101930DA AT101930B AT 101930 B AT101930 B AT 101930B AT 101930D A AT101930D A AT 101930DA AT 101930 B AT101930 B AT 101930B
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    Gas-oder Flüssigkeitsthermometer.   



   Die Erfindung bezieht sich auf   Gas-oder Flüssigkeitsthermometer.   Diese wurden bisher meistens aus Glas, Quarz und in einigen Fällen auch aus Platin oder Platinlegierungen hergestellt. Bei den Glasthermometern wird die Zerbrechlichkeit als ein grosser Nachteil empfunden, zumal wenn die Thermometer zum Messen hoher Temperaturen dienen, wie z. B. in chemischen Industrien, ferner auch bei klinischen Thermometern. Überdies hat das Glasthermometer den Nachteil, dass die thermische Nachwirkung ziemlich erheblich ist, wodurch es beim Messen grosser Temperaturunterschiede an Genauigkeit einbüsst. Ferner wird Glas bei hohen noch weit unter seinem Schmelzpunkt liegenden Temperaturen so porös für verschiedene Gase, dass Glas für Thermometer zur Messung hoher Temperaturen nicht brauchbar ist.

   In beiden letzteren Hinsichten ist zwar das Quarzthermometer viel besser, doch ist auch bei Anwendung dieses Stoffes die Zerbrechlichkeit ein grosser Nachteil. 



   Nach der Erfindung wird das Gefäss, in dem sich das sich ausdehnende Mittel befindet, aus Chromeisen und das Kapillarrohr ganz oder teilweise aus Glas hergestellt, und der aus Glas bestehende Teil an den aus Chromeisen bestehenden Teil angeschmolzen. Das Chromeisen hat eine derartige Zusammensetzung, dass seine Ausdehnungszahl wenig oder gar nicht von der des benutzten Glases verschieden ist. 



  Dadurch werden im Vergleich zu den bisher üblichen Thermometern wesentliche Vorteile erzielt. Zunächst wird die Zerbrechlichkeit bedeutend verringert, die bei Glasthermometern so gross ist, weil das Gefäss so dünn wie praktisch   möglich   ausgeführt werden muss, während das Kapillariohr weit stärker hergestellt werden kann. Dieses dünne Gefäss wird nun   erfindungsgemäss   aus Metall hergestellt. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die thermische Nachwirkung von Chromeisengefässen weit geringer ist als bei Glasgefässen ; in dieser Hinsicht steht Chromeisen wenig oder gar nicht hinter Quarz zurück. Obwohl Chromeisen bei gewöhnlicher Temperatur poröser ist als Glas, ist dennoch diese Porösität im Vergleich zu den meisten andern Metallen noch sehr gering und für Gasthermometer sogar vernachlässigbar klein.

   Bei jenen Temperaturen, bei denen Glas der zunehmenden Porosität wegen für Thermometer nicht mehr brauchbar ist, hat die Porosität des Chromeisens nur wenig zugenommen. Dies ist besonders von Wichtigkeit bei Gasthermometern für hohe Temperaturen und macht den Erfindungsgegenstand sehr geeignet für das Messen von Ofentemperaturen od. dgl., wobei das Glaskapillarrohr ausserhalb des erhitzten Raumes angebracht ist. Chromeisen eignet sich auch deshalb so gut zum Zusammenschmelzen mit Glas, weil es sehr gut am Glase haftet. Ein weiterer Vorteil des Thermometers nach der Erfindung ist die gute   Wärmeleitung   der Chromeisenwand im Verhältnis zu der. einer Glaswand, so dass die Säule schneller auf kleine Temperaturwechsel reagiert und empfindlicher gegen sie wird. Dies ist auch für klinische Thermometer von Wichtigkeit.

   Auch wird bei der Verwendung als Quecksilber-Kontaktthermometer das Einschmelzen eines Kontaktes überflüssig. 



   Für verschiedene Zwecke kann das Thermometer nach der Erfindung die kostbaren Thermometer mit Gefässen aus Platin oder Platinlegierungen ersetzen. 



   Die Ausdehnungszahl von Chromeisen bei verschiedenen Temperaturen ist ziemlich unveränderlich, was der Gleichmässigkeit der Teilung zugute kommt. 



   Der Chromeisenlegierung gibt man eine solche Zusammensetzung, dass die Ausdehnungszahl von   der gleichen Grössenordnung ist wie die der für das Kapillarrohr zu verwendenden Glasart. Von der Ausdehnungszahl dieser Glasart hängt also der Chromgehalt der Legierung ab. Als Grenzen können   

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 EMI2.1 
 zu halten. So ist es gelungen, eine den Anforderungen   genügende     Verschmelzung   des Chromeisens mit Glas in Fällen zu erzielen, wo die Ausdehnungszahlen der beiden Stoffe um   201"auseinander liegen.   



   Auch   Chromeisenarten   mit kleinen   Beimischungen   anderer Stoffe sind zu den für die Anwendung der Erfindung brauchbaren Stoffen zu rechnen. 



   Die Erfindung ist in der Zeichnung, in der ein klinisches Thermometer als Ausführungsbeispiel dargestellt ist,   erläutert.   



   Es ist 1 das Gefäss aus Chrorr eisen, welches das sich ausdehnende Mittel, in diesem Falle Queck- 
 EMI2.2 
 gehalt von etwa   20%   sehr gute Ergebnisse. 



   Bei der beschriebenen Ausführungsform ist das'ganze Kapillarrohr aus Glas verfertigt. Es ist aber auch mögli. h das Kapillarrohr zum Teil aus Glas und zum Teil aus   Chromeisen   herzustellen, was z. B. für   Ofenthenmometer angewendet werden kann,   wobei der gläserne Teil des Kapillarrohres ausser- halb des Ofens zu liegen kommen soll.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : EMI2.3 sich ausdehnende Mittel befindet, aus Chromeisen und das Kapillarrohr aus Glas oder zum Teil aus Glas und zum Teil aus Chromeisen besteht und der Glasteil an den Chromeisenteil angeschmolzen ist. EMI2.4
AT101930D 1923-09-20 1924-08-11 Gas- oder Flüssigkeitsthermometer. AT101930B (de)

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