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Es sind Seilpostenanlagen bekannt, bei denen die mittels Seiles auf einem endlosen Gleis fortbewegten Wagen oder Schlitten mit Greifern ausgerüstet sind, die in den Sendestellen durch Ausschwingen in die Entnahmestellung verlegt werden. Diese Greife sind in ihrem Aufbau sehr kompliziert und besitzen daher viele Mängel.
Ferner sind auch Förderanlagen ohne Gleisführung bekannt, bei denen die zur Beförderung von Gegenständen dienenden Greifer unmittelbar mit dem endlosen Zugorgan als Träger verbunden und in
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wurden die Sendetaschen in die Fahrbahn der jeweils zugehörigen Greifer bewegt.
Von diesen Einrichtungen unterscheidet sich die Bandförderanlage nach der Erfindung dadurch, dass, anstatt die Sendetaschen in die Bahn der Greifer zu bewegen, das Zugmittel und die starr an ihm befestigten Greifer an bestimmten Stellen derart gedreht werden, dass sie in die zugeordneten Abgabe-
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Empfangs-und Sendestellen keinerlei um Achsen oder dgl. bewegliche Teile auf. Für die Bewegungen zum Erfassen oder Loslassen der zu befordernden Gegenstände sowie für das Einschwenken des am Zugmittel starr bewegten Greifers in die Sendestellen wird lediglich die Elastizität des Materials beansprucht. Die Teile der Anlage selbst setzen sich fast ausschliesslich aus Stanzteilen zusammen, weshalb ihre Herstellung äusserst einfach und billig ist.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgedanke beispielsweise zur Darstellung gebracht. Fig. 1 zeigt einen in die Einlaufebene der Führungsschienen eingeschwenkten Greifer, vor einer Einzelaufgabe-
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Greifer. Fig. 6 zeigt eine Abänderung des Greifers der Bandförderanlage. Fig. 7 zegt Schenktisch eine Gesamtanicht der Bandförderanlage mit einer Mehrfach-und einer Einzelsende-und Empfangsstelle.
Das mit besonderen Greifern A ausgerüstete Band 1 luft vor den vereinigten Empfangs-und Sendestellen (Fig. 1, 3,4 und 7) zwischen federnd angeordneten Führungsrollen 2, 3 oder dgl. hindurch. Diese Rollen bewegen das Band und die an ihm befestigten Greifer kurz vor bestimmten Stellen in die Einlaufstellung der Führungsschienen. Ist beispielsweise der Greifer A dieser Einzelempfangs-und endss- telle B
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die Führungsrollen 2, 5, streichen aber mit ihrer am Lenkgliede befindlichen Klaue an dem Führungsdraht vorbei und gehen daher infolge ihres Eigengewichtes sofort in die Normallage zurück, ohne die Stelle bedient zu haben.
Da an den Befestigungsstellen 14 des Greifers am Zugmittel J eine erhebliche Querschnittverstärkung vorhanden ist und hiedurch beim Durchlaufen der Führungsrollen 2. 3 nicht zu vernachlässigende Stösse auftreten, ist es vorteilhaft, wenigstens eine der Führungsrollen 2 federnd ausschwenkbar (Fig. 2) anzuordnen.
Eine Mehrfachsendestelle, wie eine solche in Fig. 3 und 4 dargestellt, setzt sich aus mehreren Einzelstellen nach oben beschriebener Art zusammen. Die Mehriachsende, tellen C sind in an sich bekannter Weise fächerartig zusammengesetzt. Dabei laufen ihre Mittelebenen z. B. durch die Bandmitte, ent- sprechend der Anzahl der Sendetaschen 7 sind gemäss der Erfindung besondere Führungsschienen 6 (z. B. I bis Vl) vorhanden, deren Einläufe in einer Ebene (Einlaufebene ab, Fig. 4) liegen und die derart geführt sind, dass die zugehörigen Greifer, der Kurve der Schiene 6 folgend, in die auftreffende Sendetasche eingeschwenkt werden.
Falls die Einläufe der Führungsschienen von einer Mehrfachsendestelle nicht in einer geraden, sondern in einer Bogenlinie (Fig. 6) untergebracht sind, erhalten die Greifer Lenkglieder gleicher Länge, die aber entsprechend der zu bedienenden Taschen unter einem bestimmten Winkel gebogen sind.
Ist die Anzahl der Einzelsende- und Empfangstellen so gross, dass die entsprechenden Sendetaschen der Hauptstelle in einer Mehrfaehsendestelle C nicht untergebracht werden können, so werden zwei oder mehrere Mehrfaehsendestellen hintereinander angeordnet. Da nun eine bestimmte Anzahl der am Bande befestigten Greifer die erste und zweite Stelle ungehindeit durchfahren müssen, werden eine Anzahl der Greifer mit je einem Anschlag 9 (Fig.
5) ausgerüstet, welcher, nachdem der Greifer die Führungsrollen durchfahren hat, auf eine Umführungsschiene 10 gleitet, wodurch die Führungsklauen 4 der Greifer aus der Einlaufebene der Führungsschienen 6 der voraufgehenden Stelle (I bis VI) geschwenkt
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und die Einlaufebene der Führungsschiene (VII bis XII) der nachfolgenden, zugehörigen Mehrfachsendestelle eingeschwenkt werden.
Der Greifer A besitzt keinerlei Gelenke, sondern ist aus Stanzteilen, die miteinander fest verbunden sind, zusammengesetzt. Die Greiferarme 11 sind mit Auslegern 12, die zur Erhöhung ihrer Federkraft mit Rippen 13 versehen sind, starr verbunden. In gewissen Abständen von den Greiferarmen 11 tragen die Ausleger 12 kleine Querstücke 14, die dazu dienen, das zwischen ihnen und den Auslegern 12 eingefügte Band 1 mittels Passstifte 15, welche die genannten Teile durchdringen, an einer Verschiebung oder Verdrehung in der Bandebene zu hindern. Zum Schutz gegen scharfe Biegungen an den Befestigungstellen des Greifers am Band 1 werden zu beiden Seiten Blattfedern 16 zwischen den Querstücken 14 und dem Bande 1 eingelegt und mittels Schraubbolzen 17 zusammengepresst.
Je nach der von dem Greifer zu bedienenden Stelle werden die Lenkglieder J von der Mitte des Bandes aus länger oder kürzer gehalten oder die Lenkglieder sind von gleicher Länge und werden unter einem Winkel zur Mittelebene des Greifers abgebogen. Das Ende des Lenkgliedes ist mit einer Klaue 4 ausgerüstet. Die Greiferarme 11 besitzen Lappen 18, welche beim Auflaufen auf den Sporn 19 einer Sendetasche die federnd gegeneinander gedrückten Backen 20 der Greiferarme 11 auseinanderbiegen. Bei der Weiterbewegung des Greifers laufen dann die zu beiden Seiten der Greiferarme angeordneten Finger 21 gleichfalls auf die Sendetasehe auf und schleifen zu beiden Seiten des Greiferschlitzes 22 über die Tasche hinweg.
Sobald die Finger 21 die Tasche verlassen haben, schliessen sich die Arme 11 und entnehmen der Tasche die vorher eingelegten Gegenstände. Die Finger 21 haben ausser vorstehendem den Zweck, etwa mitgenommene Zettel am seitlichen Ausbiegen gegenüber der Fahrtrichtung zu schützen. Die Backen 20 des Greifers können, wie bekannt, aufgerauht, mit Weichgummi od. dgl. versehen sein.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Bandförderanlage, bei der die Greifer unmittelbar an einem als Träger dienenden Zugmittel (Metallband) befestigt sind und durch den Sendetaschen zugeordnete Führungsschienen in die Ebene der zugehörigen Sendetasche hineinbewegt werden, dadurch gekennzeichnet, dass das Zugmittel (Band) nebst den Greifern kurz vor der Bedienungsstelle senkrecht zur Zugrichtung in die Arbeitsstellung bewegt wird.