Vorrichtung zum Befeuchten eines Feuchtwischers
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Befeuchten eines Feuchtwi¬ schers, wobei die Vorrichtung eine Befeuchtungseinrichtung und einen Spritzschutz auf¬ weist.
Durch die DE10065369 ist eine Vorrichtung zum Befeuchten eines Feuchtwischers be¬ kannt, die eine Befeuchtungseinrichtung in Form einer Düse aufweist. Die Düse spritzt eine Reinigungsflüssigkeit von unten gegen einen Wischbezug eines in Bezug auf die Vorrichtung bewegbaren Feuchtwischers, der weiterhin einen Stiel aufweist. Um zu ver- meiden, dass die Reinigungsflüssigkeit aus der Vorrichtung austritt, ist eine Abdeckung vorgesehen, die einen Schlitz zum Hindurchführen des Stiels des Feuchtwischers auf¬ weist. In diesem Schlitz ist zur Abdichtung ein Spritzschutz vorgesehen, der als Borsten¬ reihe oder elastische Gummilippe ausgestaltet sein kann. Nachteiligerweise muss die Abdichtung zum Hindurchführen des Stiels verformt werden, welches anstrengend ist und den Komfort verringert. Weiterhin ist zu einer guten Abdichtung ein schmaler Schlitz erforderlich, der nachteiligerweise den Winkelbereich beschränkt, in dem der Stiel gehal¬ ten werden muss. Ferner kann eine verformbare Abdichtung das Austreten einer insbe¬ sondere mit hohem Druck gegen den Feuchtwischer gespritzten Reinigungsflüssigkeit nicht vollständig verhindern.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Befeuch¬ ten eines Feuchtwischers der eingangs genannten Art zu schaffen, wobei der Spritz¬ schutz ein Austreten von Reinigungsflüssigkeit besser verhindern kann und das Hin¬ durchführen eines Feuchtwischers bequem möglich ist.
Erfindungsgemäß wird dies durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Die Unteransprüche definieren jeweils bevorzugte und vorteilhafte Ausführungs¬ formen der vorliegenden Erfindung.
Erfindungsgemäß wird die wenigstens eine Klappe in Abhängigkeit der Stellung des Feuchtwischers in Bezug auf die Vorrichtung bewegt, wobei sie die Befeuchtung des Feuchtwischers durch die Befeuchtungseinrichtung freigibt bzw. ermöglicht, sobald sich
der Feuchtwischer in einem Befeuchtungsbereich befindet, in dem der Feuchtwischer von der Flüssigkeit erfasst wird. Die Klappe ist vorzugsweise aus einem vollständig flüs¬ sigkeitsundurchlässigen Material ausgebildet. Ferner besitzt die Verwendung einer Klap¬ pe den Vorteil, dass sie leichtgängig gelagert werden kann und so mit geringem Ener¬ gieaufwand bewegt werden kann. Wenn die Klappe durch die Muskelkraft einer Bedien- person bewegt wird, kann so der Komfort für die Bedienperson erhöht und bei einer mo¬ torischen Bewegung der Klappe der Energieverbrauch gesenkt werden. Weiterhin kann eine Klappe in Form und Größe sehr gut an die Gegebenheiten in der Vorrichtung derart angepasst werden, dass keine oder nur eine sehr geringe Menge Flüssigkeit austritt.
Die Klappe kann so angeordnet sein, dass der Feuchtwischer zwischen der Klappe und der Befeuchtungseinrichtung hindurch bewegt wird. Auf diese Weise kann ein geringer Abstand zwischen der Befeuchtungseinrichtung und dem Feuchtwischer eingehalten werden, so dass nur sehr wenig Flüssigkeit an dem Feuchtwischer vorbeigelangen kann. Weiterhin besitzt ein geringer Abstand zwischen Feuchtwischer und Befeuchtungsein- richtung den Vorteil, dass die Befeuchtungseinrichtung den Feuchtwischer stärker mit der Reinigungsflüssigkeit beaufschlagen kann, wenn sie die Reinigungsflüssigkeit bei¬ spielsweise gegen den Feuchtwischer spritzt. Durch eine stärkere Beaufschlagung kann insbesondere an dem Feuchtwischer festsitzender Schmutz leichter aus ihm herausge¬ spült werden.
Bei der vorgenannten Anordnung der Klappe bzw. der Klappen auf der der Befeuch¬ tungseinrichtung abgewandten Seite des Feuchtwischers ist insbesondere eine Möglich¬ keit vorgesehen, um einen Halter bzw. Stiel des Feuchtwischers an der Klappe vorbeizu¬ bewegen. Dazu kann die wenigstens eine Klappe so angelenkt sein, dass sie vom Stiel des Feuchtwischers weggedrückt werden kann. Ferner ist die Klappe vorzugsweise fe¬ derbelastet, so dass sie nach einer Auslenkung durch den Stiel wieder in ihre Ausgangs¬ lage zurückkehrt. Die Klappe kann somit in einem nicht ausgelenkten Zustand den Be¬ reich abdecken, in dem die Befeuchtungseinrichtung wirkt bzw. die Reinigungsflüssigkeit ausstößt. Wenn der Stiel des Feuchtwischers in diesen Bereich kommt, drückt er die Klappe bei Seite. Da in aller Regel der Stiel nicht am Rand des Feuchtwischers ange¬ ordnet ist, sondern mittig, kann beim Durchgang des Stiels nur wenig oder keine Flüssigkeit austreten, da in diesem Moment der Feuchtwischer die Befeuchtungseinrichtung abdeckt. Sobald der Stiel hindurchgeführt ist, schwenkt die
deckt. Sobald der Stiel hindurchgeführt ist, schwenkt die Klappe zurück und kann die Befeuchtungseinrichtung abdecken. Es kann eine Klappe oder es können zwei Klappen vorgesehen sein, zwischen denen der Stiel hindurchgeführt wird. Die Klappen sind vor¬ zugsweise so angelenkt, dass sie sich im nicht ausgelenkten Zustand im Wesentlichen senkrecht zu der Richtung erstrecken, in die die Befeuchtungseinrichtung die Reini- gungsflüssigkeit ausstößt. Die wenigstens eine Klappe kann so angelenkt sein, dass sie sich um eine senkrecht zur Klappe befindliche Achse dreht.
Wenn der Feuchtwischer zwischen der Klappe und der Befeuchtungseinrichtung hin¬ durchgeführt wird, kann die Klappe an der der Befeuchtungseinrichtung zugewandten Seite einen Abstreifer zum Abstreifen von Flüssigkeit auf der Oberseite des Feuchtwi¬ schers aufweisen. Der Abstreifer kann in Gestalt einer oder mehrerer elastischer Lippen ausgestaltet sein, die sie im Wesentlichen senkrecht zur Bewegungsrichtung des Feuchtwischers erstrecken. Auf diese Weise kann die Reinigungsflüssigkeit von dem Feuchtwischer entfernt werden, die zur Klappe und von dieser zurück auf den Feuchtwi- scher gelangt.
In einer weiteren Ausführungsform befindet sich die wenigstens eine Klappe zwischen der Befeuchtungseinrichtung und einer Bewegungsbahn, entlang der der Feuchtwischer an der Befeuchtungseinrichtung vorbei geführt wird. Die Klappe kann in diesem Fall nä- her an der Befeuchtungseinrichtung angeordnet werden und kann so von der Befeuch¬ tungseinrichtung ausgestoßene Flüssigkeit besser zurückhalten. Die Klappe kann so angelenkt sein, das sie von dem Feuchtwischer ausgelenkt bzw. weg gedrückt werden kann, sobald dieser an der Befeuchtungseinrichtung vorbei geführt wird. Vorzugsweise ist die Klappe so ausgestaltet, dass sie quer zur Bewegungsrichtung des Feuchtwischers über einen möglichst großen Bereich an dem Feuchtwischer eng anliegt. Damit kann erreicht werden, dass die Stoßstelle zwischen Klappe und Feuchtwischer keinen oder einen nur sehr engen Spalt bietet, durch den wenig oder keine Flüssigkeit hindurch tre¬ ten kann, wenn die Stoßstelle an der Befeuchtungseinrichtung vorbei bewegt wird. Um diese Stoßstelle zusätzlich abzudichten, kann die Klappe und/oder der Feuchtwischer an der entsprechenden Stelle eine elastische Dichtung aufweisen.
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Vorzugsweise weist die Vorrichtung eine Führung zum Führen zumindest des von der Befeuchtungseinrichtung zu befeuchtenden Teils des Feuchtwischers entlang einer Be¬ wegungsbahn auf. Durch die Anordnung der Klappe in Bezug auf diese Bewegungsbahn kann sichergestellt werden, dass der Feuchtwischer mit der gewünschten Stelle an die Klappe anschlägt und sich zwischen dem Feuchtwischer und der Klappe nur ein sehr geringer Spalt ergibt. In der Regel weist der Feuchtwischer einen flächigen Halter für einen flexiblen Wischbezug auf, so dass der Rand des Halters zum Wegschieben der Klappe verwendet werden kann.
Auch in dieser Ausführungsform kann die Klappe federbelastet sein, so dass sie nach Auslenkung durch den Feuchtwischer in die Ausgangslage zurückkehrt.
Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen rein schematisch dar¬ gestellt und werden nachfolgend näher beschrieben. Darin zeigen:
Fig. 1 eine schematische seitliche Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Vorrich¬ tung zum Befeuchten eines Feuchtwischers zusammen mit einem Feuchtwi¬ scher zur Verwendung mit der Vorrichtung,
Fig. 2 eine vergrößerte Aufsicht auf einen Spritzschutz gemäß einem ersten Aus- führungsbeispiel der vorliegenden Erfindung,
Fig. 2a eine Schnittansicht entlang der Linie A-A gemäß Fig. 2,
Fig. 3 eine Aufsicht auf den Spritzschutz gemäß Fig. 2 beim Hindurchführen des Feuchtwischers,
Fig. 4-6 eine vergrößerte Seitenansicht eines Spritzschutzes gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung während des Hindurchfüh- rens des Feuchtwischers, und
Fig. 7 ein Ausführungsbeispiel für einen Kopplungsmechanismus zur Verwendung in einem Spritzschutz gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel der vorlie¬ genden Erfindung.
In Figur 1 ist schematisch eine Vorrichtung 4 zum Befeuchten eines Feuchtwischers 1 dargestellt. Der Feuchtwischer 1 besitzt einen an einem Stiel 19 befestigten Halter 2, der auch als Wischpad bezeichnet wird, zum Halten eines Wischbezugs 3. Der Wischbezug 3 ist flexibel und saugfähig, so dass er zum Reinigen insbesondere von Böden mit einer Reinigungsflüssigkeit angefeuchtet werden kann.
Zum Befeuchten wird der Feuchtwischer 1 in Pfeilrichtung durch die Vorrichtung 4 durch eine Führung 13 geführt, die einzelne Führungselemente in Form von bevorzugt waag¬ recht angeordneten Blechen aufweist. Die Führung 13 führt dabei den Halter 2 waag¬ recht entlang einer waagrechten Bewegungsbahn über eine Düse 12 hinweg. Die Düse 12 ist über eine Flüssigkeitsleitung 11 mit einer Pumpe 8 verbunden, die unten am Bo- den eines Behälters 5 angeordnet ist, der die Basis der Vorrichtung 4 bildet. In dem Be¬ hälter 5 befindet sich eine Reinigungsflüssigkeit 6, die von der Pumpe 8 über ein Ein¬ gangsfilter 7 angesaugt und durch die Leitung 11 zur Düse 12 gepumpt werden kann. Durch die Düse 12 kann die Flüssigkeit 6 von unten gegen den Wischbezug 3 des Feuchtwischers 1 gespritzt werden.
In der Führung 13 ist ein Sensor 14 beispielsweise in Form eines Schalters vorgesehen, der die Anwesenheit des Halters 2 in der Führung 13 erfasst. Sobald der Halter 2 in die Führung 13 eingeführt und dies von dem Sensor 14 erfasst worden ist, steuert eine nicht dargestellte Steuerung die Pumpe 8 an, so dass die Flüssigkeit 6 durch die Düse 12 nach oben gespritzt wird. Gleichzeitig werden motorisch angetriebene Antriebsrollen 9, 10 angesteuert, wobei die Antriebsrollen 9, 10 sich in unterschiedliche Richtungen dre¬ hen, so dass sie zwischen sich den Halter 2 mit dem Wischbezug 3 motorisch nach rechts (in der Zeichnung) durch die Führung 13 bewegen. Der Abstand zwischen den Rollen 9, 10 ist so bemessen, dass der Halter 2 mit dem Wischbezug 3 in Reibschluss mit den Rollen 9, 10 steht, so dass er von diesen erfasst und angetrieben werden kann.
Die Rolle 10 ist in Bezug auf die Breitenausdehnung des Halters 2 senkrecht zur Zei¬ chenebene durchgängig, so dass sie über die gesamte Breite unten an dem Wischbezug 3 anliegt. Darüber sind zwei Rollen 9 angeordnet, die jeweils so angeordnet sind, dass sie über den Rändern des Halters 2 in Breitenausdehung des Halters 2 angeordnet sind und zwischen sich einen Zwischenraum offenlassen. Der Zwischenraum zwischen den Rollen 9 dient zum Hindurchführen des Stiels 19 des Feuchtwischers. Von den Rollen 9, 10 können alle Rollen 9, 10, nur die untere Rolle 10 oder nur die oberen Rollen 9 ange¬ trieben sein.
Durch den über die gesamte Breite wirkenden Druck der unteren Rolle 10 wird der Wischbezug 3 wieder zum Teil entfeuchtet bzw. es wird Flüssigkeit aus dem Wischbe¬ zug 3 herausgedrückt. Die herausgedrückte Flüssigkeit 6 läuft auf einen Zwischenboden 17 und von dort durch ein Schmutzfilter 15 zurück in den Behälter 5. Beim Hindurchfüh¬ ren des Feuchtwischers 1 durch die Führung 13 wird somit der Wischbezug 3 von unten mit der Reinigungsflüssigkeit 6 bespritzt, so dass der Wischbezug 3 befeuchtet und darin befindlicher Schmutz ausgespült werden kann, und anschließend wieder zum Teil ent¬ feuchtet, so dass er auf der rechten Seite der Vorrichtung mit einer definierten Feuchte austritt. Dies bewirkt insbesondere, dass der Wischbezug 3 beim Reinigen nicht tropft. Die Steuerung erfasst dabei auch, wann der Halter 2 den Sensor 14 wieder freigibt bzw. wann das hintere Ende des Halters 2 den Sensor 14 passiert hat und steuert dann die Pumpe 8 und die angetriebenen Rollen 9, 10 noch eine bestimmte Zeitdauer an, bis der Halter 2 vollständig durch die Rollen 9, 10 hindurch gezogen worden ist. Die Ansteue¬ rung der Pumpe 8 kann dabei auch vor der Ansteuerung der Rollen 9, 10 beendet wer¬ den.
Sobald der Sensor 14 die Anwesenheit des Halters 2 erfasst beginnt der Ausstoß von Flüssigkeit 6 aus der Düse 12. Um zu verhindern, dass die ausgestoßene Flüssigkeit 6 insbesondere zu Beginn des Einführens des Halters 2 aus der Vorrichtung 4 heraus¬ spritzt, sind oberhalb der Führung 13 zwei Klappen 18 über der Mündung der Düse 12 als Spritzschutz angeordnet.
Die Klappen 18 sind in den Figuren 2 und 3 von oben zusammen mit dem Halter 2 dar¬ gestellt, der in Pfeilrichtung bewegt wird. Beide Klappen 18 sind jeweils um eine Dreh-
achse 20 schwenkbar, die sich senkrecht zu den Klappen 18 und zur Zeichenebene erstrecken. Die Klappen 18 überlappen sich auf den den Drehachsen 20 abgewandten Seiten zum Teil und ragen dabei zumindest soweit in den Zwischenraum zwischen den Drehachsen 20, dass beim Hindurchführen des Halters 2 der Stiel 19 gegen die Klappen 18 anschlägt und die Klappen 18 auslenkt. Die Klappen 18 sind in Figur 2 in der Ruhe- Stellung dargestellt, wobei den Klappen 18 Federn 29 zugeordnet sind, die sie nach ei¬ ner Auslenkung aus der Ruhestellung in die Ruhestellung zurückdrücken.
Wenn der Feuchtwischer 1 zwischen der Klappe 18 und der Befeuchtungseinrichtung 4 hindurchgeführt wird, kann die Klappe 18 an der der Befeuchtungsvorrichtung 4 zuge- wandten Seite einen Abstreifer 28 zum Abstreifen von Flüssigkeit auf der Oberseite des Feuchtwischers 1 aufweisen (Fig. 2a). Der Abstreifer 18 kann in Gestalt einer oder meh¬ rerer elastischer Lippen ausgebildet sein, die sich im Wesentlichen lotrecht zur Bewe¬ gungsrichtung des Feuchtwischers 1 erstrecken. Auf diese Weise kann die Reinigungs¬ flüssigkeit von der Oberseite des Feuchtwischers 1 entfernt werden.
Sobald der Halter 2 in die Führung 13 eingeführt wird und der Sensor 14 betätigt wird, beginnt der Ausstoß von Flüssigkeit 6 aus der Düse 12. Da die Düse 12 in Bewegungs¬ richtung des Halters 2 hinter dem Sensor 14 angeordnet ist, wird unter Umständen be¬ reits Flüssigkeit 6 ausgestoßen, ohne dass sich der Halter 2 über der Düse 12 befindet. In diesem Zustand jedoch befinden sich die Klappen 18 oberhalb der Düse 12 wobei sie den zumindest den Befeuchtungsbereich überdecken, in dem die Düse 12 Flüssigkeit 6 ausstößt.
In Figur 3 ist dargestellt, wie der Stiel 19 an die Klappen 18 anschlägt und sie wegklappt. Dabei wird der Befeuchtungsbereich jedoch bereits vollständig von dem Halter 2 über¬ deckt, so dass auch in dieser Phase die Flüssigkeit 6 nicht herausspritzen kann. Nach dem Durchgang des Stiels 19 klappen die Klappen 18 wieder zurück und bedecken den Befeuchtungsbereich, so dass auch keine Flüssigkeit 6 herausspritzen kann, wenn am Schluss das in Bewegungsrichtung hintere Ende des Halters 2 über die Düse 12 hin- weggeführt worden ist. Um eine derartige Funktion sicherzustellen, muss der Stiel 19 zwischen der in Bewegungsrichtung vorderen und hinteren Kante mit Abstand zu diesen Kanten angeordnet sein, was jedoch in aller Regel ohnehin der Fall ist.
In einer Abwandlung dieses Ausführungsbeispiels kann auch eine Klappe 18 vorgese¬ hen sein, die den Befeuchtungsbereich über die gesamte Breite abdeckt.
In den Figur 4 bis 6 ist ein zweites Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Spritz- Schutzes dargestellt, bei dem sich die Klappen 20, 21 gegensinnig bewegen lassen, wo¬ bei eine erste Klappe 20 von dem Halter 2 in Bewegungsrichtung des Halters 2 und eine zweite Klappe 21 entgegen der Bewegungsrichtung des Halters 2 bewegt werden, um den Befeuchtungsbereich der Düse 12 freizugeben. Beide Klappen 20, 21 sind um eine Drehachse 22 schwenkbar, die sich parallel zur Fläche des Halters 2 beim Hindurchbe- wegen durch die Führung 13 und senkrecht zur Bewegungsrichtung erstreckt. Dazu sind beide Klappen 20, 21 mit nicht dargestellten Streben mit einem Drehlager der Drehachse 22 verbunden. Die Streben sind außerhalb des Befeuchtungsbereichs auf einer Seite oder beiden Seiten des Befeuchtungsbereichs angeordnet, um die Befeuchtung des Feuchtwischers 1 nicht zu behindern. Die Klappen 20, 21 sind um ihre Drehachse 22 herum gewölbt, so dass sie in einem geringen Abstand zueinander angeordnet werden können, ohne sich beim Verschwenken um die Drehachse 22 herum zu behindern.
In Figur 4 sind die zwei Klappen 20, 21 in der Ausgangslage dargestellt, in der sie über¬ einander liegen, wobei die in Bewegungsrichtung des Halters 2 hinten angeordnete Hin- terkante der ersten Klappe 20 so angeordnet ist, dass die zuerst in die Führung 13 ein¬ geführte Vorderkante des Halters 2 oder des Wischbezugs (3) auf die Hinterkante der ersten Klappe 20 trifft und die erste Klappe 20 in Bewegungsrichtung des Halters 2 drü¬ cken kann. Der ersten Klappe 20 ist eine Feder zugeordnet, die sie entgegen der Bewe¬ gungsrichtung des Halters 2 in die Ausgangslage zurückdrückt. Dies bewirkt, dass beim Hindurchführen des Halters 2 durch die Führung 13 zuerst die Vorderkante des Halters 2 die erste Klappe 20 nach recht auslenkt, die erste Klappe 20 dann von dem an der Hin¬ terkante der ersten Klappe 20 vorbei streichenden Wischbezug 3 in der ausgelenkten Stellung gehalten wird, bis das Ende bzw. die Hinterkante des Halters 2 oder des Wischbezugs(3) über die Hinterkante der ersten Klappe 20 hinweg bewegt worden ist und die erste Klappe 20 freigibt, so dass diese federbelastet zurückschwenken kann.
Die zweite Klappe 21 ist über einen nicht dargestellten Mechanismus mit der ersten Klappe 20 gekoppelt. Der Mechanismus bewirkt zum einen, dass bei einer Auslenkung der ersten Klappe 20 in Bewegungsrichtung die zweite Klappe 21 entgegen der Bewe¬ gungsrichtung bewegt wird, wie es in Figur 5 dargestellt ist. Der Mechanismus ist dabei so ausgelegt, dass die zweite Klappe 21 so frühzeitig entgegen der Bewegungsrichtung geklappt wird, dass die Vorderkante des Halters 2 nicht gegen die in Bewegungsrichtung hintere Hinterkante der zweiten Klappe 21 schlägt.
Weiterhin ist der Mechanismus so ausgelegt, dass die zweite Klappe 21 wie in Figur 6 dargestellt von einer zugeordneten Feder in Bewegungsrichtung des Halters 2 von hin- ten gegen die Hinterkante des Halters 2 gedrückt werden kann. Dazu kann der Mecha¬ nismus so ausgelegt sein, dass die zweite Klappe 21 ständig in Bewegungsrichtung fe¬ derbelastet ist und der Eingriff des Mechanismus zur Bewegung entgegen der Bewe¬ gungsrichtung in Abhängigkeit der Bewegung der ersten Klappe 20 unter bestimmten Bedingungen beendet wird, um das federbelastete Schwenken der zweiten Klappe 21 in Bewegungsrichtung zu ermöglichen. Dazu kann der Mechanismus so ausgelegt sein, dass die Kraftwirkung entgegen der Bewegungsrichtung nach einer bestimmten Zeitdau¬ er endet. Vorteilhafterweise jedoch wird die Kraftwirkung entgegen der Bewegungsrich¬ tung beendet, sobald die zweite Klappe 21 um einen bestimmten Winkel ausgelenkt worden ist, so dass sie federbelastet bis zum Anschlag am Halter 2 zurück schwenken kann.
Die zweite Klappe 21 ist so angeordnet, dass sie beim federbelasteten Schwenken in Bewegungsrichtung mit ihrer Vorderkante von hinten gegen die Hinterkante des Halters 2 anschlägt.
Beim Hindurchführen des Halters 2 wird somit die Vorderkante nach vorne von der ers¬ ten Klappe 20 und die Hinterkante nach hinten von der zweiten Klappe 21 verlängert. Die Hinterkante der ersten Klappe 20 und/oder die Vorderkante der zweiten Klappe 21 können eine Dichtung aufweisen, um die Stossstelle zwischen dem Halter 2 und der ers- ten Klappe 20 bzw. der zweiten Klappe 21 abzudichten. Mit Hilfe der zwei gegensinnig bewegten Klappen 20, 21 kann sichergestellt werden, dass der Halter über seine gesam-
te Unterseite befeuchtet werden kann und dennoch an der Vorderkante und der Hinter¬ kante keine Flüssigkeit 6 vorbeispritzen kann.
In Figur 7 ist ein Ausführungsbeispiel zur Realisierung des Mechanismus zur Kopplung der ersten Klappe 20 und der zweiten Klappe 21 dargestellt. Dabei ist die ersten Klappe 20 mit einem ersten Zahnrad 23 und die zweite Klappe 21 mit einem zweiten Zahnrad 24 verbunden. Die beiden Zahnräder 23, 24 greifen ineinander und sind um zueinander parallele Achsen drehbar. Das zweite Zahnrad 24 ist über den gesamten Umfang ver¬ zahnt, wohingegen das erste Zahnrad 23 nur über einen Teil seines Umfangs verzahnt ist, wobei der übrige Teil des Umfangs des ersten Zahnrads 23 zurückgesetzt ist und keinen Eingriff mit dem zweiten Zahnrad 24 herstellen kann. Beiden Klappen 20, 21 sind wie zuvor beschrieben Federn zugeordnet, die die Klappen 20, 21 nach einer Auslen¬ kung wieder zurück in die in Fig. 4 dargestellte Ausgangsstellung bewegen.
Ansatt den Mechanismus zur Koppelung der ersten Klappe 20 mit der zweiten Klappe 21 über ein paar von Zahnrädern 23, 24 gemäß Fig. 7 zu bewerkstelligen, kann zwischen den zwei Klappen 20 und 21 auch ein Mehrgelenkmechanismus oder ein Kulissenme¬ chanismus zwischen der Klappe 20 und der klappe 21 vorgesehen sein, der den zu Fig. 4 bis 6 beschriebenen Bewegungsablauf realisiert.
Die zwei Zahnräder 23, 24 bewirken, dass bei einer Auslenkung der ersten Klappe 20 in Bewegungsrichtung die zweite Klappe 21 entgegen der Bewegungsrichtung ausgelenkt wird. Sobald die erste Klappe 20 dabei so weit ausgelenkt wird, dass der Eingriffspunkt zwischen den beiden Zahnrädern 23, 24 den verzahnten Umfangsbereich des ersten Zahnrads 23 verlässt, kommt das zweite Zahnrad 24 frei und die zweite Klappe 21 wird federbelastet in Bewegungsrichtung gegen den Halter 2 geschwenkt. Das zweite Zahn¬ rad 24 ist weiterhin mit einem Freilauf versehen, so dass es nur in die Drehrichtung Kraft übertragen kann, in die die zweite Klappe 21 entgegen der Bewegungsrichtung bewegt wird. Damit wird sichergestellt, dass die erste Klappe 20 bis in die Ausgangsstellung zu¬ rück schwenken kann, wenn der Halter 2 hindurchgeführt ist.
In allen Ausführungsvarianten sind Anschläge für die Klappen 20, 21 vorgesehen, die den Ausschlag der ersten Klappe 20 entgegen der Bewegungsrichtung und der zweiten
Klappe 21 in Bewegungsrichtung begrenzen, so dass die Klappen 20, 21 von den auf sie wirkenden Federn genau wieder in die Ausgangsstellung zurück bewegt werden können.
In den beschriebenen Ausführungsbeispielen sind die Klappen 18 bzw. 20, 21 um Dreh¬ achsen schwenkbar angeordnet. In einer Variante können die Klappen 18, 20, 21 auch durch eine Kulisse geführt sein, so dass die Drehung und die Ortsveränderung der Klap¬ pen 18, 20, 21 zum Teil unabhängig voneinander gesteuert werden können, so dass beispielsweise die erste Klappe 20 zuerst in Bewegungsrichtung verschoben und an¬ schließend weggeklappt wird.