Beschreibung
Verbindungselement eines Halbleiterbauteils und Halbleiter¬ bauteil mit mehreren derartigen Verbindungselementen, sowie Verfahren zu deren Herstellung
Die Erfindung betrifft ein Verbindungselement eines Halblei¬ terbauteils und ein Halbleiterbauteil mit mehreren derartigen Verbindungselementen, sowie ein Verfahren zu deren Herstel- lung.
In Halbleiterbauteilen werden Verbindungselemente zu den un¬ terschiedlichsten Zwecken angeordnet. Einerseits können sie eine mechanische Verbindung in Form von Abstandhaltern dar- stellen, andererseits können sie auch eine elektrische Ver¬ bindung ermöglichen, wenn derartige Verbindungselemente aus einem elektrisch leitenden Material wie einem Metall sind. In bestimmten Anwendungen werden als Verbindungselemente so ge¬ nannte "Studbumps" (auch Gold Nailhead oder Tmermokompressi- onsköpfe genannt) als Abstandhalter oder in der Flipchip- Technologie für eine direkte Verbindung von Halbleiterchip zu Halbleiterchip oder von einem Halbleiterchip zu einem Sub¬ stratträger oder zu einer großflächigen Metallelektrode ein¬ gesetzt. Für große Abstände, die zwischen Halbleiterchips oder zwischen Halbleiterchip und Substratträger beziehungs¬ weise auf großflächigen Elektroden mit einzelnen Studbumps nicht zu überwinden sind, kann auch die Studbump-Technologie eingesetzt werden. Jedoch werden dann mehrere Studbumps über¬ einander oder nebeneinander angeordnet.
Derartige Studbumps stellen Thermokompressionsköpfe dar, die beim Thermokompressionsbonden dadurch entstehen, dass eine Schmelzperle des Bonddrahtes gebildet wird, die dann mithilfe
des Bondstichels auf eine entsprechende Verbindungsfläche ei¬ nes Halbleiterbauteils aufgepresst wird. Diese Studbumps oder Thermokompressionsköpfe haben nur eine begrenzte Höhe, die durch aufeinander Bonden von mehreren Thermokompressionsköp- fen zu Abstandshaltern oder vertikal verlängerten Verbin¬ dungsstegen vergrößert werden können. Aufgrund der Bildung der Schmelzperle ist jedoch die Höhe eines einzelnen Thermo¬ kompressionsköpfes größer als der Durchmesser des Bonddrah¬ tes.
Neben der Kontaktierung durch Thermokompressionsköpfe oder Studbumps gibt es Bonddrahtverbindungen mit flachen oder keilförmigen Verbindungsenden zu Verbindungsflächen eines Halbleiterbauteils. Diese flachen Bond-Enden sind auch als "Wedge-Bond-Anschlüsse" bekannt. Die Wedge-Bond-Anschlüsse sind gegenüber den Thermokompressionsköpfen in ihrer Höhe ge¬ ringer als der Durchmesser des Bonddrahtes, der bei dem Bond¬ vorgang flach auf die Verbindungsfläche gepresst wird. Da der Durchmesser von Bonddrähten unter 100 Mikrometern liegt, ist die Höhe derartiger Wedge-Bond-Enden geringer als 100 Mikro¬ meter. Somit eignen sich die bisher bekannten Wedge-Bond- Enden nicht als Ersatz für mehrfach aufeinander aufgebrachte beziehungsweise gestapelte Thermokompressionsköpfe.
Um diesen Nachteil zu überwinden, ist aus der Druckschrift
JP 2000 174047-A ein wedge-gebondetes Verbindungselement be¬ kannt, bei dem zwischen zwei Wedge-Bond-Bereichen eine Bond¬ drahtschleife angeordnet ist, die eine größere Kontakthöhe zulässt als die reinen Wedge-Bond-Bereiche. Ein derartiges Verbindungselement hat jedoch den Nachteil, dass einerseits zwei Wedge-Bond-Vorgänge durchzuführen sind und andererseits für das Aufbringen der beiden Wedge-Bond-Bereiche und der da¬ zwischen liegenden Bonddrahtschleife eine lang gestreckte
Struktur einer Verbindungsfläche vorzuhalten ist, sodass für einen relativ kurzen Kontaktbereich der Bonddrahtschleife ein langer Befestigungs- oder Fixierungsbereich erforderlich wird.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verbindungselement eines Halbleiterbauteils und ein Halbleiterbauteil mit mehreren de¬ rartigen Verbindungselementen sowie ein Verfahren zu deren Herstellung zu schaffen. Dieses Verbindungselement soll die oben erwähnten Nachteile überwinden, eine größere Fixierungs¬ fläche als sie bei so genannten "Studbumps" erreichbar sind zur Verfügung stellen und für Hochtemperaturanwendungen ge¬ eignet sein.
Gelöst wird diese Aufgabe mit dem Gegenstand der unabhängigen Ansprüche. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
Erfindungsgemäß wird ein Verbindungselement eines Halbleiter- bauteils geschaffen, wobei das Halbleiterbauteil mindestens eine Verbindungsfläche mit einem darauf angeordneten Verbin¬ dungselement aufweist. Das Verbindungselement ist ein auf der Verbindungsfläche fixiertes Bonddrahtstück eines Bonddrahten¬ des mit einem Durchmesser D ≥ 100 μm (Mikrometer) . Das Ver- bindungselement ist flach auf der Verbindungsfläche angeord¬ net und weist eine Länge L auf, die mit L ≥ 200 μm mindestens dem Doppelten des Durchmessers D entspricht. Die Stirnseiten des Bonddrahtstückes weisen Trennspuren eines Trennstichels auf und die Mantellinie des Bonddrahtstückes ist stoffschlüs- sig mit der Verbindungsfläche des Halbleiterbauteils verbun¬ den.
Dieses Verbindungselement hat den Vorteil, dass es vielseitig in Halbleiterbauteilen eingesetzt werden kann und kostengüns¬ tig herstellbar ist. Dabei kann das Verbindungselement in seiner Länge L und seinem Durchmesser D den jeweiligen Anfor- derungen in einer Halbleiterbauteilstruktur angepasst werden. Durch einfache preiswerte Modifikationen von Bondvorrichtun¬ gen, insbesondere im Bereich des Bondkopfes, können diese Verbindungselemente von einem Bonddraht beliebiger Länge durch den Trennstichel unter zwischenzeitlicher Herstellung der Stoffschlüssigen Verbindung zwischen dem Bonddrahtende und der Verbindungsfläche des Halbleiterbauteils hergestellt werden. Die Höhe des Verbindungselementes entspricht dem Durchmesser D des Bonddrahtes. Der Bonddraht ist dementspre¬ chend wesentlich dicker als Standard-Bonddrähte, wie sie in herkömmlichen Bondvorrichtungen verarbeitet werden. Je nach Auswahl des Bonddrahtmaterials und der Bonddrahtdimensionen können unterschiedliche Verbindungselemente realisiert wer¬ den.
Vorzugsweise weist das Verbindungselement ein Bonddrahtstück mit Gold oder Silber oder Legierungen derselben auf. Derarti¬ ge Bonddrahtstücke und damit Verbindungselemente aus Gold o- der Silber oder Legierungen derselben haben den Vorteil, dass sie keine isolierenden Oxidhäute bilden und deshalb auch in sauerstoffhaltiger Atmospäre ihre Kontaktfähigkeit beibehal¬ ten. Während bei Gold diese Eigenschaft unbestritten ist, zeichnet sich das Silber dadurch aus, dass ein elektrisch leitendes Sulfit und kein isolierendes Oxid an Luft gebildet wird, sodass die elektrische Leitfähigkeit und Kontaktfähig- keit des Verbindungselementes auch bei einem Anlaufen an Luft (auch "staining" genannt) gesichert ist. Bei entsprechender Kombination der Materialien von Bonddrahtstück und Verbin¬ dungsfläche können durch den Bondvorgang Stoffschlüssige Ver-
bindungen geschaffen werden, die entweder auf eutektischen Schmelzen basieren oder intermetallische Verbindungen einge¬ hen.
In einer bevorzugten Ausführungsform des Verbindungselementes besteht dieses aus einem Aluminium-Bonddrahtstück oder einem Bonddrahtstück mit Legierungen des Aluminiums. Ein derartiges Aluminium-Bonddrahtstück bildet vorzugsweise mit einer Ver¬ bindungsfläche des Halbleiterbauteils, die eine Goldbeschich- tung aufweist, eine niedrigschmelzende eutektische Verbindung und lässt sich deshalb mithilfe eines Thermokompressions- o- der Thermosonic-Prozesses stoffschlüssig verbinden.
In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung weist das Verbindungsstück ein goldbeschichtetes Aluminiumbonddraht¬ stück auf. Dazu wird ein Bonddraht einer Dicke D mit einem Durchmesser D ≥ 100 μm mit einer nur wenige Mikrometer dicken Goldschicht beschichtet. In diesem Fall kann auf einer Alumi¬ niumverbindungsfläche eines Halbleiterbauteils eine eutekti- sehe Schmelze beim Bonden gebildet werden, wobei eine be¬ grenzte Menge an erforderlichem Gold zur Ausbildung einer eu¬ tektischen Schmelze beim Bonden vom Bonddraht in Form der Goldbeschichtung mitgebracht wird. Eine Vergoldung oder Ver¬ edelung der Verbindungsflächen auf dem Halbleiterbauteil kann dann entfallen.
Ein derartiges Verbindungselement, das auf einer Verbindungs¬ fläche eines Halbleiterbauteils stoffschlüssig verbunden ist, kann auch als Abstandshalter in einem Halbleiterbauteil ein- gesetzt werden, um beispielsweise beim Stapeln von Halblei¬ terbauteilen oder beim Stapeln von Halbleiterchips Abstands¬ halter zu bilden, die bei einem Lötprozess nicht aufschmelzen und somit einen Mindestabstand zwischen den Halbleiterchips
beziehungsweise den zu stapelnden Halbleiterbauteilen sicher¬ stellt.
Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung wird das Verbindungselement auf Kontaktflächen eines Halbleiterchips als Flipchip-Kontakt eingesetzt. Diese Kontaktflächen der Halbleiterchips stehen über interne Verdrahtungsstrukturen des Halbleiterchips mit den Halbleiterelementen einer integ¬ rierten Schaltung in Verbindung. Nach außen werden sie über die Kontaktflächen und die Flipchip-Kontakte mit entsprechen¬ den anderen Halbleiterchips oder mit einer entsprechenden Leiterplatine verbunden. Das Aufbringen herkömmlicher Flip¬ chip-Kontakte ist äußerst aufwendig, zumal wenn diese Flip¬ chip-Kontakte aus einer Lotlegierung bestehen.
Sehr präzise und einfach sowie kostengünstig sind derartige Flipchip-Kontakte herstellbar, wenn das erfindungsgemäße Ver¬ bindungselement eingesetzt wird. Dazu müssen die Flipchip- Kontakte geringfügig modifiziert werden, indem die Länge der Kontaktflächen größer ist als die Breite der Kontaktflächen. Dabei reicht bereits ein Verhältnis 2 zu 1 zwischen Länge der Kontaktflächen und Breite der Kontaktflächen, um zu gewähr¬ leisten, dass ein Flipchip-Kontakt aus einem Bonddrahtstück auf dieser Kontaktfläche angeordnet werden kann. Um dennoch eine Vielzahl von Verbindungselementen als Flipchip-Kontakte auf entsprechende Kontaktflächen eines Halbleiterchips unter¬ zubringen, können vorzugsweise die Kontaktflächen des Halb¬ leiterchips in Randbereichen derart angeordnet werden, dass ihre Längsseite rechtwinklig zu den Randseiten des Halblei- terchips ausgerichtet sind. In diesem Fall ist dann auch das Verbindungselement mit seiner Längsachse rechtwinklig zu den Randbereichen des Halbleiterchips angeordnet und lediglich
der Durchmesser D des Bonddrahtstückes bestimmt das kleinst- mögliche Rastermaß für die Flipchip-Kontakte im Randbereich.
In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung geht es dar- um, Verbindungselemente zu schaffen, die eine großflächige Elektrode auf einem Halbleiterchip gleichmäßig mit nebenein¬ ander verteilten Verbindungselementen versieht, sodass ent¬ sprechend hohe Ströme über die Verbindungselemente und die großflächige Elektrode übertragen werden können. Diese groß- flächigen Elektroden werden für Leistungstransistoren und
Leistungsdioden in der "COOL MOS"-Technik bereitgestellt. Da¬ bei bilden die großflächigen Elektroden vorzugsweise eine Source-Elektrode eines Leistungstransistors oder eine Anode einer Leistungsdiode. Die auf dieser großflächigen Elektrode gleichmäßig nebeneinander verteilt angeordneten erfindungsge¬ mäßen Verbindungselemente können dann über eine großflächige elektrisch leitende Platte zu einem entsprechenden oder meh¬ reren parallel geschalteten Außenkontakten des Leistungshalb¬ leiterbauteils geführt werden.
Somit zeigt es sich, dass das erfindungsgemäße Verbindungs¬ element für eine Vielzahl von Halbleiterbauteilen eingesetzt werden kann. Ob es sich um ein Verbinden gestapelter Halblei¬ terbauteile oder um Halbleiterchips handelt, oder ob es sich um Flipchip-Kontakte eines einzelnen Halbleiterchips oder um die Verbindung von großflächigen Elektroden mit plattenförmi- gen Stromzuführungen handelt, in allen Ausführungsformen lie¬ fert das erfindungsgemäße Verbindungselement Vorteile gegen¬ über herkömmlichen Verbindungselementen.
Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Herstellung eines Verbindungselementes, wobei die Vor¬ richtung eine Bondeinrichtung aufweist. Die Bondeinrichtung
verfügt über einen Bondkopf mit einem Bondstichel. Der Bond¬ stichel weist eine Führungsrille auf, die parallel zu einer Verbindungsfläche eines Halbleiterchips ausrichtbar ist. Die Führungsrille kann einen Bonddraht parallel zu der Verbin- dungsfläche des Halbleiterchips derart führen, dass er zwi¬ schen Bondstichel und Verbindungsfläche einklemmbar ist. Wei¬ terhin weist der Bondkopf eine Bonddrahtzufuhröse auf. Diese Bonddrahtzufuhröse ist zu der Führungsrille derart ausgerich¬ tet, dass ein Bonddrahtende zu der Führungsrille des Bondsti- chels führbar ist. Darüber hinaus weist der Bondkopf einen Trennstichel zum gesteuerten Trennen des Bondrahtendes auf.
Diese Vorrichtung hat den Vorteil, dass sie für dicke Bond¬ drähte mit einem Durchmesser ≥ 100 μm angepasst ist. Dazu ist der Bondstichel mit seiner Führungsrille entsprechend ver¬ breitert. Die Bonddrahtzufuhröse kann ohne großen Aufwand an den größeren Bonddrahtdurchmesser angepasst werden. Besonders vorteilhaft an diesem Bondkopf ist der gesteuerte Trennsti¬ chel, der zum geeigneten Zeitpunkt das Bonddrahtende festle- gen kann und nach dem Bondvorgang die Länge des Verbindungs¬ elementes exakt treffen kann, sodass die Stirnseiten des Bondstückes, welches ein Verbindungselement darstellt, die Trennspuren dieses Trennstichels aufweist. Mithilfe des Bond¬ stichels wird die Mantellinie des Bonddrahtstückes stoff- schlüssig mit der Verbindungsfläche des Halbleiterbauteils verbunden.
Um den Trennstichel geeignet zu steuern und zu positionieren, kann dieser in Richtung der Bonddrahtbearbeitung vor dem Bondstichel angeordnet sein. Dies hat den Vorteil, dass der
Beginn des Bonddrahtendes exakt vor jedem Bondvorgang präzise von dem Bonddraht getrennt werden kann. Auch nach dem Stoff- schlüssigen Verbinden des Bonddrahtendes mit der Verbindungs-
fläche des Halbleiterbauteils ist es möglich, durch diese An¬ ordnung des Trennstichels das Ende des Bonddrahtstückes exakt von dem Bonddraht selbst zu trennen. Bei diesem zweiten Schnitt kann bereits der Beginn des Bonddrahtendes mit einer entsprechend gesteuerten Bonddrahtzufuhreinrichtung für ein neues Verbindungselement eingestellt sein.
Bei einer weiteren Ausführungsform der Vorrichtung weist der Bondkopf einen Trennstichel auf, der in Richtung der Bond- drahtbearbeitung zwischen dem Bondstichel und der Bonddraht¬ zufuhröse angeordnet ist. In diesem Fall hängt die exakte Trennung des Bonddrahtstückes von dem Bonddrahtende von dem Zuführungsvortrieb durch die Bonddrahtzufuhreinrichtung für den Bonddraht ab, da der Trennstichel erst nach dem Bondsti- chel wirksam wird.
In einer weiteren Ausführungsform der Vorrichtung weist der Bondkopf zwei Trennstichel auf, die in Bonddrahtbearbeitungs- richtung vor und hinter dem Bondstichel selbst angeordnet sind. Diese Ausführungsform der Erfindung hat den Vorteil, dass präzise vor und hinter dem Bonddrahtstück eine Trennung von Bonddrahtende und Bonddraht durchgeführt werden kann. So¬ mit ist es möglich, nacheinander auf einem Halbleiterchip o- der auf einem Halbleiterwafer Verbindungselemente zu bonden, die als Abstandshalter, als Flipchip-Kontakte oder als gro߬ flächige Verbindungselemente einsetzbar sind.
Bei der Herstellung dieser Bondverbindung ergeben sich auf dem Bonddraht Anpressdruckspuren, die von der Führungsrille verursacht werden. Die Führungsrille des Bondstichels kann jedoch so gestaltet werden, dass das Verbindungsstück seit¬ lich von seiner Mittelachse Bondspuren aufweist, während der Mittenbereich des Bonddrahtstückes den vollen Durchmesser des
Bonddrahtes beibehält und somit ein ebenes flaches Verbin¬ dungselement in voller Länge des Verbindungselementes für die Kontaktgabe beziehungsweise für die elektrische Verbindung oder für die mechanische Verbindung und/oder für die Ab- standshalterung zur Verfügung stellt.
Ein Verfahren zur Herstellung eines Verbindungselementes ge¬ mäß der obigen Darstellung weist die nachfolgenden Verfah¬ rensschritte auf. Zunächst wird ein Bondkopf einer Bondervor- richtung, wie sie oben beschrieben ist, auf eine Verbindungs¬ fläche eines Halbleiterbauteils ausgerichtet. Dann wird ein Bonddraht durch eine Bonddrahtzufuhröse zwischen einem Bond- stichel des Bondkopfes und der Verbindungsfläche zugeführt. Nachdem durch dieses Zuführen das Bonddrahtende unter dem Bondstichel zu liegen kommt, kann ein Drahtbonden durchge¬ führt werden. Dabei wird das Drahtbondende unterhalb des Bondstichels zugeführt, und kann nun nach Justage des Bond¬ kopfes über der Verbindungsfläche des Halbleiterbauteils auf die Verbindungsfläche gebondet werden. Beim Bonden entsteht durch den Bonddrahtdurchmesser D mit D ≥ 100 μm ein ebenso hohes Verbindungselement.
Anschließend wird der Bonddraht mittels eines Trennstichels nach erfolgter Stoffschlüssiger Verbindung zwischen Bonddrah- tende und Verbindungsfläche getrennt, sodass ein Bonddraht¬ stück als Verbindungselement auf der Verbindungsfläche und mit dieser Stoffschlüssig verbunden zurückbleibt. Dabei wei¬ sen die Stirnseiten des Bonddrahtstückes Trennspuren des Trennstichels auf.
In einer bevorzugten Ausführungsform der Vorrichtung weist diese eine Bonddrahtzufuhreinrichtung auf. Über diese Bond¬ drahtzufuhreinrichtung wird eine Bonddrahtlänge L vor einem
Bondvorgang dem Bondstichel beziehungsweise dessen Führungs¬ rille über eine Bondzuführöse zugeführt. Dabei entspricht die zugeführte Länge 1 des Bonddrahtes mindestens der Länge L der Führungsrille des Bondstichels. Somit wird durch die Bond- drahtzuführungseinrichtung gewährleistet, dass einstellbare Längen 1 für die Verbindungselemente entstehen und gleichzei¬ tig die Länge 1 die Länge L der Führungsrille nicht wesent¬ lich überschreitet.
In einer weiteren Durchführung des Verfahrens trennt der
Trennstichel das Bonddrahtende vor einem Bonden und/oder nach einem Bonden entsprechend der Länge L der Führungsrille plus einem Abstand zwischen Bondstichel und Trennstichel. In die¬ sem Fall der Ausführungsform kann die Bonddrahtzufuhreinrich- tung vereinfacht ausgeführt werden, da lediglich ein Vorschub vorzusehen ist und keine Längenkorrektur erfolgen muß. Soll die zusätzliche Länge, die durch den Abstand zwischen Bond¬ stichel und Trennstichel entsteht, vermieden werden, so muss die Bonddrahtzufuhreinrichtung den Bonddraht um dieses Stück wieder einziehen oder zurückziehen, sodass die Bonddrahtzu¬ fuhreinrichtung über eine Umschaltung von Vorwärts- und Rück¬ wärtsantrieb verfügen muss. Damit kann der Trennstichel in Zusammenwirken mit der Bonddrahtzufuhreinrichtung das Bond¬ drahtende sowohl vor dem Bonden als auch nach dem Bonden massgenau entsprechend der Länge L der Führungsrille zu einem Verbindungselement beziehungsweise einem Bonddrahtstück tren¬ nen.
Zusammenfassend ist festzustellen, dass gegenüber der Stud- bump-Technologie mit Thermokompressionsköpfen beziehungsweise Gold-Nailheads nun eine zuverlässige großflächige Verbindung für vorzugsweise Ultraschall-Flipchip-Kontakte geschaffen wird. Darüber hinaus ist das Verfahren bei Vermeidung von A-
luminium-Gold-Phasenwachstum für Hochtemperaturanwendungen geeignet. Die starke Einschränkung, die bisher aufgrund des Phasenwachstums von Aluminium-Gold-eutektischen Schmelzen verbunden war, kann durch die obige definierte Goldbeschich- tung eines Bonddrahtes vermieden werden, weil nur ein be¬ grenztes Goldvolumen für die Bildung dieser eutektischen Pha¬ sen zur Verfügung steht, das gerade ausreicht, um eine stoff¬ schlüssige Verbindung zu gewährleisten. Mit dem erfindungsge¬ mäßen Drahtbonden von entsprechend dicken Bonddrähten werden die begrenzten Höhen von Thermokompressionsköpfen beziehungs¬ weise Studbumps oder Gold-Nailhead-Elementen überwunden.
Darüber hinaus wird der sonst übliche Platzbedarf des Wedge- Bondens vorteilhaft minimiert, weil weder eine Bonddraht- schleife noch ein doppeltes Wedge-Bonden vorzusehen ist. So¬ mit öffnet die Anwendung des einzelnen Wedge-Bumping mit dem Dickdrahtverfahren eines dicken Bonddrahtes mit einem Durch¬ messer D ≥ 100 μm ein großes Fenster für die Bump-Höhen, so- dass Abstandshalter sowie direkte Verbindungen mittels Ultra- schall für Flipchip-Anwendungen möglich sind. Darüber hinaus ergibt sich die Reduzierung der Padgröße bzw. der Verbin¬ dungsflächengröße bei gleichzeitig großflächiger Anbindung und hoher thermischer Zuverlässigkeit für eine Verbindung auf Aluminium-Chip-Metallisierungen. Somit ermöglicht die Erfin- düng in vorteilhafter Weise den Einsatz von einzelnen vor¬ zugsweise Aluminium-Dickdraht-Bumps .
Die Erfindung wird nun anhand der beigefügten Figuren näher erläutert .
Figur 1 zeigt eine schematische perspektivische Ansicht ei¬ nes Leistungstransistorchips mit Verbindungselemen-
ten gemäß einer Ausführungsform der Erfindung auf einer großflächigen Elektrode;
Figuren 2 bis 4 zeigen schematisch drei Bondphasen mit einer Vorrichtung gemäß einer Ausführungsform der Erfin¬ dung;
Figuren 5 bis 7 zeigen schematisch drei Bondphasen einer Vor¬ richtung gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung;
Figur 8 zeigt einen schematischen Querschnitt eines Halb¬ leiterbauteils einer Ausführungsform gemäß der Er¬ findung;
Figur 9 zeigt einen schematischen Querschnitt eines Halb¬ leiterbauteils einer weiteren Ausführungsform gemäß der Erfindung;
Figur 10 zeigt einen schematischen Querschnitt eines Halb¬ leiterbauteils gemäß einer dritten Ausführungsform der Erfindung;
Figur 11 zeigt einen schematischen Querschnitt entlang der Schnittebene A-A der Figur 10.
Figur 1 zeigt eine schematische perspektivische Ansicht eines Halbleiterchips eines Leistungstransistors 20 mit Verbin¬ dungselementen 4 gemäß einer Ausführungsform der Erfindung auf einer großflächigen Elektrode 16, die als Source-
Elektrode 17 den größten Teil einer aktiven Oberseite 29 des Halbleiterchips des Leistungstransistors 20 bedeckt. Auf die¬ ser großflächigen Elektrode 16, die eine Verbindungsfläche 5
eines Leistungshalbleiterbauteils darstellt, sind zur Veran¬ schaulichung lediglich sechs der Verbindungselemente 4 ge¬ zeigt. Die Zahl der Verbindungselemente 4, die aus einem Bonddrahtende zu einem Bonddrahtstück 6 abgetrennt sind, sind mit ihren Längsachsen 15 parallel zueinander ausgerichtet und weisen auf ihren Stirnseiten 8 und 9 entsprechende Spuren auf, die durch einen Trennstichel eines Bondkopfes einer ent¬ sprechenden Bondvorrichtung verursacht wurden. Eine Mantelli¬ nie 11 der Verbindungselemente 4 bzw. der Bonddrahtstücke 6 ist stoffschlüssig mit der großflächigen Elektrode 16 verbun¬ den. Die Bonddrahtstücke 6 weisen in Längsrichtung gegenüber¬ liegend zu der Mantellinie 11 Druckspuren 48 eines Thermo- kompressions- bzw. Thermosonicverfahrens auf.
In einer realen Ausführungsform der Erfindung sind auf der großflächigen Elektrode 16 als Source-Elektrode 17 eines Leistungstransistorchips 20 eine Vielzahl derartiger Verbin¬ dungselemente 4 angeordnet und nehmen einen Strom auf, der durch die "CoolMOS"-Struktur dieses Leistungshalbleiterchips an eine Drain-Elektrode 30 auf der Rückseite 32 des Leis¬ tungstransistors geliefert wird, sofern eine Gate-Elektrode 31 auf der aktiven Oberseite 29 die "CoolMOS"-Struktur durch¬ schaltet.
Für die Gate-Elektrode 31 ist nur eine kleine gemeinsame Kon¬ taktfläche 12 auf der aktiven Oberseite 29 des Leistungstran¬ sistorchips vorgesehen, die eine Verbindungsfläche 5 auf¬ weist, auf der ebenfalls ein Verbindungselement 4 angeordnet sein kann. Die Verbindungselemente 4 auf der aktiven Obersei- te 29 des Leistungstransistorchips stehen mit einer nicht ge¬ zeigten Metallplatte elektrisch in Kontakt, die ihrerseits mit nicht gezeigten entsprechenden Außenanschlüssen des Leis¬ tungshalbleiterbauteils, das einen derartigen Leistungstran-
sistor 20 aufweist, elektrisch verbunden sind. Ein derartiges Halbleiterbauteil 1 wird schematisch im Querschnitt in Figur 8 gezeigt.
Die Figuren 2 bis 4 zeigen schematisch drei Bondphasen X, Y und Z beim Bonden mit einer Vorrichtung gemäß der Erfindung, die einen Bondkopf 22 aufweist. Der Bondkopf 22 zeigt in die¬ ser Ausführungsform der Erfindung einen Trennstichel 10, der in Bearbeitungsrichtung C eines Bondrahtes 28 vor einem Bond- Stichel 24 angeordnet ist. Eine erste Bondphase X, die in Fi¬ gur 2 dargestellt wird, zeigt einen Bondstichel 24, in dessen Führungsrille 25 ein Bonddrahtende 7 angeordnet ist, das auf eine Verbindungsfläche 5 eines Halbleiterbauteils mit seiner Mantellinie 11 gepresst wird und unter thermischer Einwirkung und Ultraschalleinwirkung Stoffschlüssig mit der Verbindungs¬ fläche 5 verbunden wird. Dabei ist das Bonddrahtende 7 noch mit dem Bonddraht 28 verbunden, der durch eine Bondzufuhröse 26 geführt und gehalten wird.
Figur 3 zeigt schematisch die zweite Bondphase Y, bei der der Bondkopf 22 in Pfeilrichtung G zurückgesetzt wird, wobei ein weiteres Bonddrahtende 7 unter der Führungsrille 25 des Bond¬ stichels 24 durch die Bondzufuhröse 26 gezogen wird und auf der Verbindungsfläche 5 zum Bonden bereitsteht. Der Bondsti- chel 24 wird in dieser zweiten Bondphase Y in Pfeilrichtung K abgehoben, während der Trennstichel 10 in Pfeilrichtung H ab¬ gesenkt und das bereits zu einem Verbindungselement 4 gebon- dete Bondrahtstück 6 von dem Bonddraht 28 abtrennt wird.
Figur 4 zeigt die dritte Bondphase Z beim Bonden eines Bond¬ drahtstückes 6 zu einem Verbindungselement 4 auf der Verbin¬ dungsfläche 5. Das Bonddrahtstück 6 weist nun die Stirnseiten 8 und 9 auf, die mithilfe des Trennstichels 10 geformt wurden
und entsprechende Trennspuren aufweisen. Der Bondkopf 22 ist in Pfeilrichtung E um ein weiteres Stück von dem fertigen Verbindungselement 4 entfernt worden und in eine weitere Po¬ sition über einer Kontaktfläche 12 eines Halbleiterchips ver- bracht worden. Dabei wurde das Bonddrahtende 7 gegenüber der in Figur 3 gezeigten zweiten Bondphase Y durch Zurückziehen des Bonddrahtes 28 in Pfeilrichtung F verkürzt, sodass die Länge 1 des Bonddrahtendes 7 der Länge L der Führungsrille 25 des Bondstichels 24 entspricht.
Figuren 5 bis 7 zeigen schematisch drei Bondphasen X, Y und Z beim Bonden mit einer Vorrichtung gemäß einer weiteren Aus¬ führungsform der Erfindung. Komponenten mit gleichen Funktio¬ nen wie in den Figuren 2 bis 4 werden mit gleichen Bezugszei- chen gekennzeichnet und in den Figuren 5 bis 7 nicht extra erörtert.
Der Unterschied zwischen dieser in den Figuren 5 bis 7 ge¬ zeigten Ausführungsform einer Vorrichtung der Erfindung ge- genüber der Vorrichtung, die in den Figuren 2 und 4 gezeigt wird, besteht darin, dass der Bondkopf 23 einen hinteren Trennstichel 27 aufweist, der in Bearbeitungsrichtung C des Bonddrahtes 28 hinter dem Bondstichel 24 angeordnet ist. Die¬ ser hintere Trennstichel 27 ist während der ersten Bondphase X, die in Figur 5 gezeigt wird, bei der ein Bonddrahtende 7 auf die Verbindungsfläche 5 eines Halbleiterbauteils gebondet wird, nicht in Eingriff mit dem Bonddraht 28.
In der in Figur 6 gezeigten zweiten Bondphase Y durchtrennt der Trennstichel 27 das inzwischen mit der Verbindungsfläche 5 Stoffschlüssig verbundene Bonddrahtende 7 von dem Bonddraht 28, indem er in Pfeilrichtung H bewegt wird. Mit einer derar¬ tigen Vorrichtung wird somit ein Bonddrahtstück 6 von dem
Bonddraht 28 abgetrennt, das geringfügig länger ist als ei¬ nes, das mit dem Bondkopf 22, der in den Figuren 2 bis 4 ge¬ zeigten Vorrichtung hergestellt wird.
Figur 7 zeigt die dritte Bondphase Z, bei der der Bondkopf 23 in eine neue Bondposition in Pfeilrichtung E verfahren wird, um ein weiteres Verbindungselement 4 herzustellen. Mithilfe eines derartigen Bondkopfes 23 können beliebig viele Verbin¬ dungselemente 4 dicht gepackt auf einer Verbindungsfläche 5 bzw. einer großflächigen Elektrode eines Halbleiterbauteils angeordnet werden. Eine solche dichte Anordnung von Verbin¬ dungselementen 4 auf einer großflächigen Elektrode zeigt die nachfolgende Figur 8.
Figur 8 zeigt einen schematischen Querschnitt eines Halblei¬ terbauteils 1 einer Ausführungsform gemäß der Erfindung. Die¬ ses Halbleiterbauteil 1 ist ein Leistungstransistor 20 in "CoolMOS"-Bauart mit einem großflächigen Drain-Anschluss 36 auf der Unterseite 43 des Halbleiterbauteils 1 und einem Source-Anschluss 34 sowie einem Gate-Anschluss 35, die mit
Halbleiterstrukturen auf der Oberseite 29 des Halbleiterchips 13 in Verbindung stehen. Dabei ist der Gate-Anschluss 35 die¬ ses Leistungstransistors 20 mit einer Gate-Elektrode 31 ver¬ bunden, während der Source-Anschluss 34 über eine Vielzahl von Stoffschlüssigen Bondverbindungen 37 mit einer Leitungs¬ platte 39 verbunden ist. Die Leitungsplatte 39 ist ihrerseits über eine Vielzahl von erfindungsgemäßen Verbindungselementen 4 mit einer Vielzahl von Kontaktflächen 12 verbunden, die ih¬ rerseits mit einer entsprechenden Vielzahl von Source- Elektroden 17 der "CoolMOS"-Struktur in Verbindung stehen.
Die Leitungsplatte 39, welche die Verbindungselemente 4 pa¬ rallel schließt, ist über eine leitende KlebstoffSchicht 40
o
mit der Vielzahl der Verbindungselemente 4 elektrisch verbun¬ den. Anstelle einer derartigen stoffschlüssigen Verbindung zwischen Verbindungselementen 4 und Leitungsplatte 39 kann bei derartigen Bauteilen auch eine Kontaktklammer vorgesehen werden, die mit dem nach außen geführten Source-Anschluss 34 elektrisch verbunden ist. Der Kontakt mit der Vielzahl von Verbindungselementen 4 wird dann durch Druckkontaktierung auf die Verbindungselemente 4 verwirklicht. Figur 8 zeigt dabei die Verbindungselemente 4 im Längsquerschnitt entlang ihrer Längsachse 15.
Figur 9 zeigt einen schematischen Querschnitt eines Halblei¬ terbauteils 2 einer weiteren Ausführungsform der Erfindung. Das Halbleiterbauteil 2 stellt eine Leistungsdiode 21 im Querschnitt dar, die einen Halbleiterchip 13 aufweist, der eine "CoolMOS"-Struktur besitzt. Die Rückseite 32 des Halb¬ leiterchips 13 bildet die Kathode 18 und ist mit einem äuße¬ ren Kathodenanschluss 41 verbunden. Die Oberseite 29 des Halbleiterchips 13 weist eine Vielzahl von Kontaktflächen 12 der Anoden 19 auf, die über eine großflächige Elektrode 16 zu einer gemeinsamen Anode 19 parallel geschaltet sind. Auf die¬ ser Anode 19 sind eine Vielzahl von Verbindungselementen 4 gebondet, die über eine leitende Klebstoffschicht 40 mit ei¬ ner elektrisch leitenden Leitungsplatte 39 verbunden sind und über eine Vielzahl von Bondverbindungen 37 mit einem äußeren Anodenanschluss 42 in Verbindung stehen. Die Verbindungsele¬ mente 4 sind in dieser Ausführungsform der Erfindung quer zu ihren Längsachsen 15 geschnitten.
Figur 10 zeigt einen schematischen Querschnitt eines Halblei¬ terbauteils 3 gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfin¬ dung. Während in den Figuren 8 und 9 eine Vielzahl des erfin¬ dungsgemäßen Verbindungselements 4 zwischen zwei großflächi-
gen Elektroden bzw. elektrisch leitenden Flächen eingesetzt wird, werden die Verbindungselemente 4 in der dritten Ausfüh¬ rungsform der Erfindung als Flipchip-Kontakte 14 eines Halb¬ leiterchips 13 verwendet. Diese Flipchip-Kontakte 14 sind auf Kontaktflächen 12 des Halbleiterchips 13 gebondet und werden in der Querschnittsansicht der Figur 10 in ihrer Längsachse 15 gezeigt.
Der Halbleiterchip 13 ist mit seinen Flipchip-Kontakten 14 aus erfindungsgemäßen Verbindungselementen 4 auf einem Ver¬ drahtungssubstrat 33 angeordnet und von einer Kunststoffge- häusemasse 38 umgeben. Das Verdrahtungssubstrat 33 übernimmt die Aufgabe, mithilfe von Verdrahtungsleitung 44 und Durch¬ kontakten 45 die Flipchip-Kontakte 14 mit Außenkontakten 46 zu verbinden, die auf der Unterseite 43 des Halbleiterbau¬ teils 3 auf entsprechenden Außenkontaktflachen 47 angeordnet sind.
Während Figur 10 den Querschnitt des Halbleiterbauteils 3 der Schnittlinie B-B der Figur 11 darstellt, zeigt die Figur 11 einen schematischen Querschnitt gemäß der Ausführungsform der Erfindung in Figur 10 entlang der Schnittlinie A-A der Figur 10. Diese zweite Querschnittsansicht gemäß der Figur 11 zeigt, dass die Verbindungselemente 4 Querschnittansichten von Bonddrahtstücken 6 sind, die von einem Bonddrahtende ei¬ nes Bonddrahtes mit einem Durchmesser D ≥ 100 μm abgetrennt wurden und auf Kontaktflächen 12 des Halbleiterchips 13 als Flipchip-Kontakte 14 gebondet sind.