LU600854B1 - Ein Verfahren zur In-situ-Adsorption zur Entfernung von Spurenverunreinigungen durch Selen in Zinklösung aus dem Nassraffinationsprozess - Google Patents
Ein Verfahren zur In-situ-Adsorption zur Entfernung von Spurenverunreinigungen durch Selen in Zinklösung aus dem NassraffinationsprozessInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft den technischen Bereich der hydrometallurgischen Zinkgewinnung und bezieht sich konkret auf ein Verfahren zur in-situ-Adsorption und Entfernung von Spurenverunreinigungen durch Selen aus einer hydrometallurgischen Zinksulfatlösung. Dieses Verfahren umfasst folgende Schritte: S1: Zugabe eines starken Oxidationsmittels zu einer hydrometallurgischen Zinksulfatlösung, die zweiwertige Manganionen (Mn²⁺) enthält, um Mn²⁺-Ionen zu MnO₂-Niederschlag zu oxidieren; S2: Nutzung des in-situ gebildeten hochaktiven MnO₂ zur Adsorption und Entfernung von Spurenverunreinigungen durch Selen aus der Lösung. Die Erfindung erreicht bei der Entfernung von Spuren von Selen (1 bis 10 mg/L) aus der nach der Zinkstaubfällung verbleibenden Lösung eine hohe Entfernungseffizienz (bis zu 98,46 %, mit einer Restkonzentration von unter 20 ng/ml). Zudem wird außer dem Oxidationsmittel kein weiteres chemisches Reagenz benötigt, was die Handhabung vereinfacht, die Behandlungskosten senkt und sich für die in-situ hocheffiziente Entfernung von Spuren-Selen in der hydrometallurgischen Zinkproduktion eignet. Dies trägt zur Verbesserung der Reinheit der Zinkelektrolytlösung bei und ist zugleich umweltfreundlich.
Description
Ein Verfahren zur In-situ-Adsorption zur Entfernung von LU600854
Spurenverunreinigungen durch Selen in Zinklösung aus dem
Nassraffinationsprozess
Technischer Bereich
Die Erfindung betrifft den technischen Bereich der hydrometallurgischen
Zinkgewinnung und bezieht sich konkret auf ein Verfahren zur in-situ-Adsorption zur
Entfernung von Spurenverunreinigungen durch Selen in der Lösung der hydrometallurgischen Zinkraffination.
Technologie im Hintergrund
Die hydrometallurgische Zinkgewinnung ist eines der wichtigsten Verfahren zur
Herstellung von Zink. In diesem Prozess beeinflusst die Qualität der Zinksulfatlösung direkt die Qualität des Endprodukts sowie den Energieverbrauch bei der
Zinkelektrolyse. In der Zinksulfatlösung befinden sich häufig Spuren von
Selenverunreinigungen, die zwar nur in sehr geringen Konzentrationen vorkommen, aber während der Elektrolyse zirkulieren und angereichert werden. Wird eine kritische
Konzentration erreicht, kann dies den Elektrolyseprozess erheblich stören, indem es den Stromwirkungsgrad verringert, den Energieverbrauch erhöht und zu ungleichmäßigen Zinkablagerungen führt, was letztlich die Produktqualität und die wirtschaftliche Effizienz beeinträchtigt. Daher ist es notwendig, Selenverunreinigungen in Lösungen der hydrometallurgischen Zinkraffination so weit wie möglich zu entfernen.
Derzeit gibt es bei den gängigen Verfahren zur Entfernung von Selen zahlreiche
Probleme. Beispielsweise verursacht das Substitutionsverfahren mit Legierungspulvern hohe Kosten, da verschiedene Edelmetalle verwendet werden müssen. Außerdem ist das Verfahren komplex und stellt hohe Anforderungen an Anlagen und Betrieb. Das
Rösten ist energieintensiv, erfordert bestimmte Zusammensetzungen und Eigenschaften des Zinkkonzentrats und erzeugt große Mengen an Rauchgasen und Staub, die mit aufwendigen Gasreinigungssystemen behandelt werden müssen. Zudem ist seine
Wirksamkeit bei der Entfernung von Selen aus bereits gelösten Phasen begrenzt, weshalb es häufig mit anderen Verfahren kombiniert wird. Adsorptionsverfahren leiden unter einer begrenzten Aufnahmekapazität der Adsorbentien, die häufig ersetzt oder regeneriert werden müssen. Dies erhöht die Betriebskosten und die Komplexität, zudem sind die Adsorbentien meist nicht selektiv genug gegenüber mehreren
Verunreinigungen. Bei der Lösungsmittel-Extraktion ist die Auswahl geeigneter
Extraktionsmittel schwierig, der umfangreiche Einsatz organischer Lösungsmittel kann die Umwelt belasten und erfordert zusätzliche Rückgewinnungs- und
Aufbereitungsanlagen. Die Bedienung ist komplex und erfordert eine präzise Steuerung verschiedener Parameter. Bei der Fällung ist die Dosierung der Fällungsmittel schwer genau zu steuern, was zu unvollständigen Fällungen oder dem Eintrag neuer
Verunreinigungen führen kann. Die Reinheit des Niederschlags ist oft nicht hoch, und das Verfahren ist bei niedrigen Selenkonzentrationen wenig effektiv.
In Lösungen der hydrometallurgischen Zinkgewinnung sind Manganionen häufig vorhanden. Die Erfindung nutzt einen starken Oxidationsmittelzusatz, um Mn*-Ionen in MnOz-Präzipitate zu oxidieren. Das dabei in situ gebildete MnOz weist eine hohe
Aktivität und eine große spezifische Oberfläche auf und kann während der Fällung als LU600854 in-situ-Adsorbens verwendet werden, um Spuren von Selenverunreinigungen aus der
Lösung zu entfernen. Dieses Verfahren nutzt die bereits in der Lösung vorhandenen
Bestandteile optimal und vermeidet die Einführung zusätzlicher komplexer Stoffe. Es bietet somit einen neuen, effizienten und wirtschaftlichen Weg zur Entfernung von
Selenverunreinigungen in hydrometallurgischen Zinklösungen.
In dem bestehenden chinesischen Patentdokument CN202011033373.0 wird ein
Verfahren zur Tiefenentfernung von Selen aus Zinksulfatlösungen offengelegt, das folgende Schritte umfasst: (1) Herstellung von Legierungspulver, (2) Substitution, (3)
Erhitzen unter Vakuum, (4) Filtration und Entfernung der Rückstände. Das verwendete
Metallpulver besteht aus Mn, Ag, Pt, Re, Bi, Au. Das Prinzip besteht darin, unter bestimmten Bedingungen das Selen durch Reaktionen mit dem Legierungspulver in unlösliche Niederschläge oder andere unlösliche Formen umzuwandeln. Allerdings wird hierbei eine große Menge Legierungspulver oder Adsorbens eingebracht, wodurch beim Entfernen von Selen auch neue Verunreinigungsquellen hinzugefügt werden. Das
Verfahren eignet sich hauptsächlich für Zinksulfatlösungen mit relativ hohen
Selengehalten (0,5 ~ 3 g/L). Die maximale Entfernungseffizienz führt zu einer
Selengrenzkonzentration von 0,98 mg/L in der Lösung.
In dem bestehenden chinesischen Patentdokument CN201810180406.0 wird ein
Verfahren zur Adsorption und Fällung zur Entfernung von Spuren von Selen und Tellur aus Zinksulfatlösungen offengelegt. Unter Druckbedingungen wird Ozon verwendet, um das Selen und Tellur in der Zinksulfatlösung in höherwertige Zustände zu oxidieren.
Anschließend reagieren diese mit den in einem extern zugesetzten Kompositadsorbens gebildeten Hydroxiden und werden adsorbiert. Unter dem Einfluss eines Magnetfeldes werden die Partikel schließlich aggregiert und gefällt, um Selen und Tellur zu entfernen.
Der Schwerpunkt liegt auf der kombinierten Wirkung von Druckoxidation,
Kompositadsorption und magnetischer Fällung. Das Verfahren erfordert jedoch den
Einsatz von Druck- oder Vakuumvorrichtungen, was die Gesamtkosten erhöht. Die maximale Entfernungseffizienz für Selen beträgt 95,21 %, wobei die
Selengrenzkonzentration bei 0,18 mg/L liegt.
Um die bestehenden Probleme zu lösen, schlägt die vorliegende Erfindung ein
Verfahren zur in-situ-Oxidationsfällungs-Adsorption zur Entfernung von Spuren von
Selenverunreinigungen aus hydrometallurgischen Zinksulfatlösungen vor. Dabei wird ein starker Oxidationsmittel (Ozon oder Wasserstoffperoxid) der ursprünglichen
Zinksulfatlösung mit bereits enthaltenem Mn” zugesetzt, wodurch die Mn?*-Ionen in
MnOz-Niederschläge oxidiert werden. Das in situ gebildete hochaktive MnO: wird zur
Adsorption und Entfernung der Spuren von Selenverunreinigungen aus der Lösung verwendet. Außer dem Einleiten eines starken Oxidationsmittels werden keine weiteren
Chemikalien zugesetzt. Uberschiissiges Ozon oder Wasserstoffperoxid zersetzt sich selbstständig in Sauerstoff oder Wasser, wodurch keine negativen Auswirkungen auf die nachfolgende Zinkelektrolyse oder die Umwelt entstehen. Gleichzeitig wird das gesamte Verfahren bei Normaldruck durchgeführt, wodurch keine zusätzlichen Druck- oder Vakuumanlagen erforderlich sind.
Inhalt der Erfindung
Der Zweck der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein Verfahren zur in-situ- LU600854
Adsorption und Entfernung von Spuren von Selenverunreinigungen aus hydrometallurgischen Zinksulfatlösungen bereitzustellen, um die oben genannten
Probleme wie niedrige Effizienz, hohe Kosten und komplexe Verfahrensabläufe zu lösen.
Um das oben genannte technische Ziel zu erreichen und die genannten technischen
Effekte zu erzielen, wird die Erfindung durch die folgenden technischen Lösungen verwirklicht:
Ein Verfahren zur in-situ-Adsorption und Entfernung von Spuren von
Selenverunreinigungen aus hydrometallurgischen Zinksulfatlösungen, das folgende
Schritte umfasst:
S1: Zugabe eines starken Oxidationsmittels zu einer Zinksulfatlösung, die zweiwertige Manganionen (Mn?*) enthält, um Mn” in MnOz-Niederschläge zu oxidieren;
S2: Verwendung des in-situ oxidativ erzeugten hochaktiven MnOz zur Adsorption und Entfernung von Spuren von Selenverunreinigungen aus der Lösung.
Des Weiteren ist die in S1 verwendete Zinksulfatlôsung die Lösung nach der
Zinkpulver-Substitution, mit folgenden Konzentrationen: Selen (Se) 1 ~ 10 mg/L, Zink (Zn?) 100 ~ 180 g/L und Mn?" 4 ~ 6 g/L.
Darüber hinaus beträgt die konstante Reaktionstemperatur in Schritt S1 zwischen 20 und 50 °C.
Das starke Oxidationsmittel in S1 umfasst, aber ist nicht beschränkt auf, Ozon oder
Wasserstoffperoxid.
Das Molverhältnis von Ozon oder Wasserstoffperoxid zu Mn?" beträgt in S1 1,2 bis 2,4.
In S1 sollte ein Rührgerät verwendet werden, wobei die Rührgeschwindigkeit bei 100 ~ 400 U/min liegt und die Rührzeit 10 ~ 20 Minuten beträgt.
In S2 wird während des Adsorptionsprozesses der pH-Wert der Lôsung bei 3 bis 6 gehalten, und die Adsorptionszeit beträgt 15 bis 60 Minuten.
Die vorteilhaften Wirkungen der Erfindung:
Diese technische Lösung sieht vor, dass ein starkes Oxidationsmittel (wie Ozon oder Wasserstoffperoxid) in eine Lösung eingeführt wird, die Mn?*-Ionen enthält, um diese zu hochaktivem MnOz-Niederschlag zu oxidieren. Während dieses Prozesses verändert sich die Elektronenstruktur von Mn?‘, und die Änderung des
Oxidationszustands führt zur Bildung eines MnO>--Niederschlags mit spezieller
Kristallstruktur und einzigartigen Oberflächenchemischen Eigenschaften. Diese
Kristallstruktur weist eine sehr große spezifische Oberfläche auf und bietet zahlreiche
Adsorptionsstellen. Gleichzeitig befinden sich auf der Oberfläche von MnO: zahlreiche aktive funktionelle Gruppen, wie Hydroxylgruppen (-OH). Die Entfernung von
Selenverunreinigungen aus der Lösung erfolgt hauptsächlich durch zwei Mechanismen: elektrostatische Adsorption und chemische Adsorption. Im Fall der elektrostatischen
Adsorption tragen die Selenverunreinigungen in der Lösung meist eine bestimmte
Ladung und können durch elektrostatische Anziehungskräfte an die Oberfläche des
MnOz-Niederschlags gebunden werden, dessen Oberfläche im pH-Bereich von 5 bis 11 negativ geladen ist. Bei der chemischen Adsorption können Selenionen chemische LU600854
Reaktionen mit den aktiven funktionellen Gruppen auf der MnO2-Oberfläche eingehen und chemische Bindungen bilden. Diese chemischen Bindungen sorgen dafür, dass die
Selenionen fest an der MnO--Oberfläche haften. Da MnO: in situ gebildet wird, kann es sich besser an das chemische Umfeld der Lösung anpassen und sofort mit
Selenverunreinigungen reagieren, wodurch die Effizienz und Wirksamkeit der
Selenentfernung im Vergleich zu herkömmlichen externen Adsorptionsmitteln erheblich verbessert wird. Dies trägt wirksam zur Stabilität des
Zinkelektrolyseprozesses bei und verhindert Effizienzverluste und einen erhöhten
Energieverbrauch aufgrund von Selenanreicherung.
Da MnO: in situ gebildet wird und eine hohe chemische Aktivität sowie
Adsorptionsfähigkeit besitzt, wird im Vergleich zu traditionellen Methoden, bei denen externe Adsorptionsmittel verwendet werden, die Effizienz und Wirkung der
Selenentfernung erheblich gesteigert. Die effiziente Entfernung von Selen gewährleistet nicht nur die Stabilität des Zinkelektrolyseprozesses, sondern verhindert auch die durch Selenanreicherung verursachte Abnahme der Stromeffizienz und den
Anstieg des Energieverbrauchs.
Das Verfahren der Erfindung ist einfach aufgebaut und umfasst hauptsächlich zwei
Schritte: die Oxidation zur Bildung von MnOz-Niederschlägen und deren
Adsorptionswirkung auf Selen. Durch die Nutzung des bereits in der Lösung vorhandenen Mn?* wird das Einbringen teurer Materialien vermieden; es sind weder
Edelmetalllegierungspulver, komplexe Fällungsmittel noch spezielle Kalzinieranlagen erforderlich. Dies vereinfacht nicht nur den Betriebsablauf, sondern senkt auch deutlich die Produktionskosten und reduziert die Abhängigkeit von Spezialgeriten.
Bemerkenswert ist zudem, dass die verwendeten Oxidationsmittel (Ozon oder
Wasserstoffperoxid) kostengünstig und leicht verfügbar sind, was die Wirtschaftlichkeit dieses Verfahrens weiter steigert.
In diesem Verfahren werden ausschließlich umweltfreundliche chemische
Oxidationsmittel verwendet, und es kommen keinerlei organische Lösungsmittel zum
Einsatz, wodurch das Risiko einer Umweltverschmutzung auf ein Minimum reduziert wird. Ozon und Wasserstoffperoxid zerfallen nach Abschluss der Reaktion zu
Sauerstoff und Wasser, ohne schädliche Nebenprodukte zu erzeugen. Dies schützt nicht nur die Umwelt, sondern verringert auch die Belastung von
Abwasseraufbereitungsanlagen. Darüber hinaus kann das entstehende MnO--
Niederschlag durch einfache Fest-Flüssig-Trennung entfernt werden, wodurch
Sekundärverschmutzungen vermieden werden.
Durch präzise Kontrolle der Reaktionsbedingungen — wie Temperatur, dem
Molverhältnis von Oxidationsmittel zu Mn”, Rührgeschwindigkeit und pH-Wert — kann die Menge des gebildeten MnOz, dessen Kristallstruktur und Oberflächenladung exakt gesteuert werden. Dies gewährleistet eine hohe Selektivität des MnO: bei der
Adsorption von Selenspurverunreinigungen. Unterschiedliche Temperaturen beeinflussen die Reaktionsgeschwindigkeit sowie die Kristallinität und Partikelgröße des MnOz; das Molverhältnis von Oxidationsmittel zu Mn?" bestimmt die Menge und den Oxidationsgrad des gebildeten MnO»; die Rührgeschwindigkeit beeinflusst die
Homogenität der Vermischung; und der pH-Wert verändert die Ionenform im LU600854
Lösungsmittel sowie die Ladungsverteilung auf der Oberfläche des MnO-.. All diese
Faktoren wirken zusammen und ermöglichen es dem MnO-», gezielt Selen zu adsorbieren, während andere Verunreinigungen und Metallionen kaum beeinflusst 5 werden. Dies trägt erheblich zur Erhöhung der Reinheit und Qualität des Zinkprodukts bei.Darüber hinaus ermöglicht die Flexibilität der Reaktionsparameter eine hohe
Prozesskontrollierbarkeit, die je nach tatsächlichen Produktionsbedingungen optimiert und angepasst werden kann, um unterschiedlichen Produktionsanforderungen gerecht zu werden.
Selbstverständlich muss ein Produkt, das nach dieser Erfindung hergestellt wird, nicht zwangsläufig alle oben genannten Vorteile gleichzeitig aufweisen.
Beschreibung der beigefügten Zeichnungen
Um die technischen Lösungen der Ausführungsbeispiele der vorliegenden
Erfindung deutlicher zu erläutern, wird im Folgenden eine kurze Einführung in die zugehörigen Abbildungen gegeben. Offensichtlich beziehen sich die nachfolgend beschriebenen Abbildungen nur auf einige Ausführungsbeispiele der Erfindung. Für
Fachleute auf diesem Gebiet können jedoch weitere Abbildungen ohne schöpferische
Tätigkeit anhand dieser Abbildungen abgeleitet werden.
Bild 1 zeigt das EDS-Diagramm des Niederschlagsrückstands gemäß dem
Ausfuhrungsbeispiel der Erfindung.
Bild 2 zeigt das SEM-Bild des Niederschlagsriickstands gemäß dem
Ausführungsbeispiel der Erfindung.
Bild 3 zeigt das XRD-Diagramm des Niederschlagsrückstands gemäß dem
Ausführungsbeispiel der Erfindung.
Detaillierte Beschreibung
Im Folgenden wird anhand der beigefügten Abbildungen die technische Lösung der Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung klar und vollständig beschrieben.
Es ist offensichtlich, dass die beschriebenen Ausführungsbeispiele nur einen Teil der
Erfindung darstellen und nicht sämtliche Ausführungsformen umfassen. Alle anderen
Ausführungsbeispiele, die von Fachleuten auf diesem Gebiet ohne schöpferische
Tätigkeit auf Grundlage der in dieser Erfindung beschriebenen Beispiele gewonnen werden, fallen ebenfalls in den Schutzbereich der Erfindung.
Ausführungsbeispiel 1
Das in diesem Ausführungsbeispiel beschriebene Verfahren zur adsorptiven
Entfernung von Spurenverunreinigungen durch Selen aus einer Zinksulfatlösung des hydrometallurgischen Zinkverfahrens umfasst folgende Schritte: 1 Liter selenhaltige Zinksulfatlôsung wird in einen Reaktor gegeben, der bei konstanter Temperatur und konstanter Rührgeschwindigkeit betrieben wird. Die
Temperatur beträgt 50 °C, die Rührgeschwindigkeit 100 U/min, die Rührzeit 10
Minuten. In die Lösung wird ein starkes Oxidationsmittel (Ozon oder
Wasserstoffperoxid) im Molverhältnis von 1,2 zu Mn” hinzugefügt, um das in der
Lösung vorhandene Mn?* direkt in MnOz-Niederschlag zu oxidieren. Nach Abschluss der Oxidation wird mit Hilfe einer pH-Regelvorrichtung durch Zugabe einer geeigneten
Menge Säure oder Base der pH-Wert der Lösung auf 6,0 eingestellt. Anschließend wird die Lösung 15 Minuten lang bei diesem pH-Wert ruhen gelassen, sodass der in-situ LU600854 gebildete MnOz-Niederschlag die Selenverunreinigungen adsorbieren kann. Während der Adsorption bleibt der Reaktor unbewegt, um äußere Störungen zu vermeiden. Nach
Abschluss der Adsorption wird der Gehalt an Selenverunreinigungen in der Lösung mit einem induktiv gekoppelten Plasma-Massenspektrometer (ICP-MS) gemessen. Die
Ergebnisse zeigen, dass die Entfernungseffizienz von Selen in der Zinksulfatlösung bis zu 92,31 % beträgt.
Ausführungsbeispiel 2
Das in diesem Beispiel beschriebene Verfahren zur adsorptiven Entfernung von
Spurenverunreinigungen durch Selen aus einer Zinksulfatlösung des hydrometallurgischen Zinkverfahrens umfasst: 1 Liter selenhaltige Zinksulfatlösung wird in einen temperatur- und rührstabilisierten Reaktor gegeben (40 °C, Rührgeschwindigkeit 200 U/min, Rührzeit 10 Minuten). In die Lösung wird ein starkes Oxidationsmittel (Ozon oder
Wasserstoffperoxid) im Molverhältnis von 1,6 zu Mn” hinzugegeben, wodurch Mn” vor Ort in MnOz-Niederschlag oxidiert wird. Nach Abschluss der Oxidation wird der pH-Wert der Lösung mit Hilfe einer pH-Regelvorrichtung auf 4,5 eingestellt. Die
Lösung wird anschließend 30 Minuten ruhen gelassen, damit das in situ gebildete MnO» die Selenverunreinigungen adsorbiert. Während der Adsorption wird der Reaktor nicht bewegt. Nach Abschluss wird der Selengehalt mittels ICP-MS gemessen. Das Ergebnis zeigt eine Selen-Entfernungsrate von 95,52 %.
Ausführungsbeispiel 3
Das in diesem Beispiel beschriebene Verfahren zur adsorptiven Entfernung von
Spurenverunreinigungen durch Selen aus einer Zinksulfatlösung des hydrometallurgischen Zinkverfahrens umfasst: 1 Liter selenhaltige Zinksulfatlösung wird bei 30 °C und einer
Rührgeschwindigkeit von 300 U/min für 20 Minuten in einem Reaktor gerührt. Es wird ein starkes Oxidationsmittel im Molverhältnis von 2,0 zu Mn” hinzugegeben, wodurch
MnO:-Niederschlag gebildet wird. Der pH-Wert wird anschließend auf 4,5 eingestellt, und die Lösung wird 45 Minuten ruhen gelassen, um die Adsorption des Selens zu ermoglichen. Die Analyse mit ICP-MS zeigt eine Entfernungsrate von 96,27 %.
Ausführungsbeispiel 4
Das in diesem Beispiel beschriebene Verfahren zur adsorptiven Entfernung von
Spurenverunreinigungen durch Selen aus einer Zinksulfatlösung des hydrometallurgischen Zinkverfahrens umfasst: 1 Liter selenhaltige Zinksulfatlösung wird bei 20 °C und einer
Rührgeschwindigkeit von 400 U/min für 20 Minuten im Reaktor gerührt. Ein starkes
Oxidationsmittel wird im Molverhältnis von 2,4 zu Mn?" hinzugefügt, um MnO: zu bilden. Nach Oxidation wird der pH-Wert auf 3,0 eingestellt, und die Lösung bleibt 60
Minuten in Ruhe zur Adsorption. Die Messung mittels ICP-MS zeigt eine Selen-
Entfernungsrate von 98,46 %.
Zusammenfassend stellt die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur in situ
Adsorption und Entfernung von Spurenverunreinigungen durch Selen aus hydrometallurgischen Zinksulfatlosungen bereit. Die Methode senkt die Kosten erheblich, da nur starke Oxidationsmittel (Ozon oder Wasserstoffperoxid) verwendet LU600854 werden und das vorhandene Mangan genutzt wird, ohne dass zusätzliche
Adsorptionsmittel benötigt werden. Die Methode ist einfach und erreicht für
Selenkonzentrationen von 1-10 mg/L nach Zinkstaubausfällung eine hohe
Entfernungseffizienz von bis zu 98,46 %, wobei die Selenspiegel unter 20 ng/ml sinken.
Dies ist herkömmlichen Verfahren deutlich überlegen.
Die in dieser Offenlegung beschriebenen bevorzugten Ausführungsbeispiele dienen lediglich der Veranschaulichung und schränken die Erfindung nicht ein. Es ist klar, dass auf Grundlage der Beschreibung zahlreiche Änderungen und Modifikationen vorgenommen werden können. Die Erfindung wird ausschließlich durch die
Patentansprüche und deren Äquivalente begrenzt.
Claims (7)
1.Ein Verfahren zur in-situ-Adsorption und Entfernung von Spurenverunreinigungen durch Selen aus einer hydrometallurgischen Zinksulfatlösung, dadurch gekennzeichnet, dass es die folgenden Schritte umfasst: S1: Zugabe eines starken Oxidationsmittels zu einer hydrometallurgischen Zinksulfatlösung, die Mn?*-Ionen enthält, um Mn?*-Ionen zu MnOz-Niederschlag zu oxidieren; S2: Verwendung des in-situ gebildeten, hochaktiven MnO: zur Adsorption und Entfernung von Spurenverunreinigungen durch Selen aus der Lösung.
2.Das Verfahren zur —in-situ-Adsorption und Entfernung von Spurenverunreinigungen durch Selen aus einer hydrometallurgischen Zinksulfatlösung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die in Schritt S1 verwendete hydrometallurgische Zinksulfatlösung eine nach der Zinkstaubfällung verbleibende Lösung ist und folgende Zusammensetzung aufweist: Se-Konzentration von 1 bis 10 mg/L, Zn?-Konzentration von 100 bis 180 g/L, Mn*-Konzentration von 4 bis 6 g/L.
3. Das Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die konstante Reaktionstemperatur in Schritt S1 zwischen 20 und 50 °C liegt.
4. Das Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das in Schritt S1 verwendete starke Oxidationsmittel Ozon oder Wasserstoffperoxid umfasst, aber nicht darauf beschränkt ist.
5. Das Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Molverhältnis von starkem Oxidationsmittel zu Mn?" in Schritt S1 zwischen 1,2 und 2,4 liegt.
6. Das Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in Schritt S1 eine Rührvorrichtung verwendet wird und bei einer Rührgeschwindigkeit von 100 bis 400 U/min für 10 bis 20 Minuten gerührt wird.
7. Das Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in Schritt S2 wihrend der Adsorption der pH-Wert der Losung zwischen 3 und 6 gehalten wird und die Adsorptionszeit 15 bis 60 Minuten beträgt.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
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Publications (1)
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ID=94943037
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| LU600854A LU600854B1 (de) | 2024-11-28 | 2025-03-31 | Ein Verfahren zur In-situ-Adsorption zur Entfernung von Spurenverunreinigungen durch Selen in Zinklösung aus dem Nassraffinationsprozess |
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| CN (1) | CN119640047A (de) |
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2024
- 2024-11-28 CN CN202411726879.8A patent/CN119640047A/zh active Pending
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2025
- 2025-03-31 LU LU600854A patent/LU600854B1/de active IP Right Grant
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
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Legal Events
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|---|---|---|---|
| FG | Patent granted |
Effective date: 20251002 |