EP4729133A1 - Quarantäneanlage für beschädigte hochvoltfahrzeuge, werkstatt und brandschutzverfahren - Google Patents

Quarantäneanlage für beschädigte hochvoltfahrzeuge, werkstatt und brandschutzverfahren

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EP4729133A1
EP4729133A1 EP25207788.8A EP25207788A EP4729133A1 EP 4729133 A1 EP4729133 A1 EP 4729133A1 EP 25207788 A EP25207788 A EP 25207788A EP 4729133 A1 EP4729133 A1 EP 4729133A1
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EP
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workshop
primary
water
space
lifting device
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EP25207788.8A
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Erich Strasser
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    • B66F7/00Lifting frames, e.g. for lifting vehicles; Platform lifts
    • B66F7/10Lifting frames, e.g. for lifting vehicles; Platform lifts with platforms supported directly by jacks
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Quarantäneanlage, die mindestens einen mit Löschwasser flutbaren Werkstattraum (1) zum Reparieren von beschädigten Hochvoltfahrzeugen umfasst, eine Werkstatt mit einer solchen Quarantäneanlage und ein Brandschutzverfahren. Der Werkstattraum (1) umfasst eine primäre Hebevorrichtung (21) zum Stützen, Heben und Senken eines Fahrzeugs und eine sekundäre Hebevorrichtung (23) zum Stützen, Heben und Senken einer Hochvoltbatterie des Fahrzeugs. Die Hebevorrichtungen (21, 23) umfassen Träger (22, 24), die im Falle eines Brandes synchron absenkbar sind.

Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der Reparatur von Hochvoltfahrzeugen. Sie betrifft eine Quarantäneanlage für beschädigte Hochvoltfahrzeuge, eine Werkstatt und ein Brandschutzverfahren gemäss den Merkmalen der Patentansprüche 1 und 14 und 15.
  • Hochvoltfahrzeuge sind Fahrzeuge mit mindestens einen elektrischen Antrieb, der mit Gleichspannungen über 60V oder mit Wechselspannungen über 30V betrieben wird. Dazu gehören insbesondere Elektrofahrzeuge und Hybridfahrzeuge.
  • Im Zusammenhang mit der vorliegenden Patentanmeldung werden «Elektrofahrzeug» und «Fahrzeug» synonym im Sinne von «Hochvoltfahrzeug» verwendet. Dazu gehören auch grössere Fahrzeuge wie z.B. SUVs oder Nutzfahrzeuge, insbesondere Personentransportfahrzeuge, Lastwagen, Dumper, Bagger etc.
  • Als Energiespeicher werden bei den meisten Elektroautos Hochvoltbatterien mit Lithium-Ionen-Zellen (LIB) verwendet. Diese sind in der Regel in einem stabilen, weitgehend wasserdichten Gehäuse eingebaut, welches z.B. im Unterboden geschützt in die Fahrzeugstruktur integriert ist. In dieser Patentanmeldung werden die Ausdrücke «Batterie», «Akku», «Fahrzeugakku», «Akkumulator» oder «Hochvoltbatterie» synonym verwendet.
  • Brände von Hochvoltbatterien können z.B. durch mechanische Beschädigung, durch Kurzschlüsse oder durch Überhitzung entstehen. Brände können sich innerhalb der Batterie von Zelle zu Zelle weiter ausbreiten. Im Brandfall entwickeln Hochvoltbatterien hohe Temperaturen und setzen gesundheitsschädliche Gase sowie andere Verbrennungsprodukte und -rückstände frei. Die freigesetzten Gase, insbesondere jene von brennbaren Elektrolyten und von Graphit, können zusammen mit der Umgebungsluft ein zündfähiges Gemisch bilden. Es besteht deshalb ein erhebliches Risiko für Stichflammen oder gar Explosionen. Dies gilt insbesondere bei geschlossenen Räumen. Austretende Gase können auch schwerer sein als die Umgebungsluft. Sie können im Fahrzeug selbst und in umschlossenen Räumen, in denen sich das Fahrzeug befindet, die Ausbildung gefährlicher explosionsfähiger Gasgemische verursachen.
  • Die Bekämpfung von Bränden an Hochvoltfahrzeugen ist auch deshalb schwierig, weil die Batteriezellen geschützt in einem wasserdichten Gehäuse an der Unterseite des Fahrzeugs angeordnet sind. Sie können nur ungenügend durch Löschwasser gekühlt werden.
  • Bei der Bergung verunfallter Hochvoltfahrzeuge, bei denen das Hochvoltsystem möglichweise beschädigt ist, gilt es wegen des Risikos eines Brandes besondere Sicherheitsvorkehrungen zu treffen.
  • In der Regel werden solche Fahrzeuge während mehrerer Tage in einer Auffangwanne im Freien gelagert und überwacht. Zu brennbaren anderen Objekten muss dabei ein Minimalabstand eingehalten werden, der typischerweise etwa 15 m beträgt. Herkömmlich werden solche Fahrzeuge erst nach 4 Tagen ohne Brand zur Ausführung von Reparaturarbeiten freigegeben. Selbst wenn ein Hochvoltfahrzeug vor einer Reparatur, insbesondere vor dem Ausbau der Hochvoltbatterie, mehrere Tage in einem Quarantänelager zwischengelagert worden ist, besteht noch immer ein Restrisiko für einen Brand der Hochvoltbatterie, besonders beim Ausbauen der Hochvoltbatterie, wenn diese beschädigt ist.
  • Die Risiken und Vorschriften für die Bergung und Quarantänelagerung von Hochvoltfahrzeugen stellen viele Unfallbergeunternehmen vor grosse Herausforderungen. Dies betrifft z.B. den hohen Platzbedarf für eine Quarantänelagerung von mindestens zwei Fahrzeugen, die erforderliche Infrastruktur mit Quarantänelagerungsplätzen und mit Mitteln zur Brandbekämpfung sowie die Bereitstellung von Fachpersonal mit den erforderlichen Kenntnissen für den Umgang mit defekten Hochvoltfahrzeugen.
  • Aus der DE102020133206A1 ist ein wannenförmiger Transport- und Lagerbehälter für Hochvoltbatterien und/oder Elektrofahrzeuge bekannt, der insbesondere als von einem Lastkraftwagen transportierbarer Abrollcontainer ausgebildet sein kann. Er umfasst einen abdichtbaren Aufnahmeraum mit einer Überwachungseinrichtung zur Ermittlung eines brandkritischen Zustandes des Ladeguts und eine Brandverzögerungs- und/oder Brandlöschvorrichtung. Diese kann einen oder mehrere Flüssigkeitstanks und eine Pump- und/oder Sprühanlage umfassen.
  • Falls die Überwachungseinrichtung einen Brand im Transport- und Lagerbehälter ermittelt, kann dieser mit der integrierten Brandverzögerungs- und/oder Brandlöschvorrichtung bekämpft werden, bis die alarmierte Feuerwehr eintrifft und gegebenenfalls den Container mit einer mitgeführten grossen Löschwassermenge flutet. Solche Transportcontainer sind teuer und werden bei einem Brand stark beschädigt, wodurch weitere hohe Kosten entstehen. Sie eignen sich für eine Erstbekämpfung eines Brandes währen des Transports, jedoch nicht zum Lagern.
  • KR102637926B1 offenbart ein Feuerlöschsystem für Elektrofahrzeuge in einer Reparaturwerkstätte. Es umfasst zwischen zwei Säulen eines Fahrzeuglifts eine vertiefte Tauchwanne, die von einem raupenartigen Rollpanzer überdeckbar ist. Nachdem ein Sensor im Brandfall einen Alarm ausgelöst hat, werden der Rollpanzer geöffnet, das Fahrzeug in die Tauchwanne abgesenkt und die Wanne mit Löschwasser aus einem Tank geflutet. In Kombination mit einer Gasabsaugvorrichtung kann nach dem Schliessen des Rollpanzers verhindert werden, dass giftige und heisse Gase in den Werkstattraum gelangen können. Zusätzlich kann das erhitzte Wasser aus der Tauchwanne über eine Rückkühlvorrichtung gekühlt und wieder dem Tank zugeführt werden.
  • Solche Quarantäneeinrichtungen bedingen bei Werkstatträumen erhebliche und teure bauliche Anpassungen, da zwischen den Säulen eines Fahrzeuglifts vertieft eine ausreichend grosse Tauchwanne installiert werden muss. Zudem muss der Fahrzeuglift so angeordnet und ausgebildet sein, dass das Fahrzeug bis auf den vertieften Boden der Tauchwanne abgesenkt werden kann. Die Tauchwanne muss ausreichend tief sein, damit der Rollpanzer bei allen möglichen Fahrzeugtypen geschlossen werden kann, wenn sich das Fahrzeug auf dem Boden der Tauchwanne befindet. Falls sich unter dem Fahrzeug bzw. im Bereich zwischen dem Fahrzeug und dem Rollpanzer Einrichtungen, insbesondere Einrichtungen zum Ausbau der Fahrzeugbatterie befinden, müssen diese bei einem Brandfall zuerst entfernt werden, was unter Umständen, wenn das Gewicht der Fahrzeugbatterie teilweise auf solchen Einrichtungen ruht, gar nicht möglich ist. Erst nach dem Entfernen solcher Einrichtungen können der Rollpanzer geöffnet und das Fahrzeug in die Tauchwanne abgesenkt werden. Im Falle eines Brandes sind die auszuführenden Schutzmassnahmen kompliziert und nicht klar definiert. Es dauert deshalb vergleichsweise lange, bis ein Fahrzeug bei einem Brand in der Tauchwanne isoliert ist. Die Immissionen, insbesondere die Entwicklung von Hitze und die Freisetzung toxischer Gase sind entsprechend stark. Personen und Infrastruktur in der Nähe des Brandherdes sind deshalb unnötig stark gefährdet.
  • DE102016114599A1 offenbart eine Hebebühne für Kraftfahrzeuge mit zwei entfernt zueinander angeordneten ersten Hebeeinrichtungen zum Heben und Senken des Kraftfahrzeugs sowie einer zusätzlichen Hebeeinrichtung, die unabhängig von den ersten Hebevorrichtungen steuerbar ist. Jede der Hebevorrichtungen kann als hydraulische Hebevorrichtung ausgebildet sein. Die zusätzliche Hebeeinrichtung kann z.B. in Kombination mit einer Abstützeinrichtung mit einem beweglich gelagerten Auflageelement zum Montieren und/oder Demontieren von Batterien eines Elektrofahrzeugs verwendet werden.
  • Es ist eine Aufgabe vorliegender Erfindung, eine Quarantäneanlage und ein Brandschutzverfahren zu schaffen, die es ermöglichen, ein in Reparatur befindliches Hochvoltfahrzeug im Falle eines Brandes schnell und effektiv zu isolieren bzw. unter Quarantäne zu setzen und Immissionen des Brandes wirksam zu bekämpfen und dabei auch einen effektiven Personenschutz sicherzustellen.
  • Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, die Quarantäneanlage so auszugestalten, dass sie auch bei bestehenden Infrastrukturbauten einfach und nachgerüstet werden kann. Ferner sollen der Betrieb und die Wartung solcher Quarantäneanlagen vorzugsweise mit geringem Aufwand möglich sein.
  • Mindestens eine dieser Aufgaben wird gelöst durch eine Quarantäneanlage gemäss Anspruch 1, durch eine Werkstatt gemäss Anspruch 14 und durch ein Brandschutzverfahren gemäss Anspruch 15. Die abhängigen Ansprüche sowie die Beschreibung und die Figuren beinhalten besondere Ausführungsformen und Weiterbildungen der Erfindung.
  • Die Quarantäneanlage umfasst mindestens einen Werkstattraum für Reparaturarbeiten an Hochvoltfahrzeugen. Der Werkstattraum umfasst einen Werkstattboden bzw. kurz Boden, eine Wandung sowie optional eine Decke, die einen Innenraum begrenzen. Zum Zuführen und/oder Abführen von Fahrzeugen und Fahrzeugteilen in den und/oder aus dem Werkstattraum können geeignete Fördermittel wie z.B. Seilwinden, Krane oder Hubstapler vorgesehen sein. Bei fest installierten Systemen sind die Antriebe vorzugsweise ausserhalb des Werkstattraums angeordnet.
  • Die Wandung des Werkstattraums umfasst einen Durchgang, der in der Regel zum Zu- und Abführen von Fahrzeugen geeignet ist. Bei einigen Ausführungsformen kann der Werkstattraum oben offen oder mit einem Dach ausgerüstet sein, das geöffnet werden kann. Bei solchen Werkstatträumen ist es möglich, Fahrzeuge z.B. mittels eines Krans von oder nach oben in den oder aus dem Werkstattraum zu fördern. Der Durchgang in der Wandung kann bei solchen Anordnungen optional kleiner sein, falls er nur als Zugang für Personen bestimmt ist. Der Werkstattraum umfasst weiter eine Schliessvorrichtung mit einem Schliessmittel, beispielsweise eine ein- oder zweiflüglige Tür, insbesondere eine Brandschutztür, die zum flüssigkeitsdichten Verschliessen des Durchgangs geeignet ist, sodass im Falle eines Brandes zumindest der untere Bereich des Werkstattraums, in dem sich bei Elektrofahrzeugen die Hochvoltbatterie befindet, über eine in den Werkstattraum mündende Zufuhrleitung mit einer Kühlflüssigkeit wie z.B. Wasser geflutet werden kann. Die Ausdrücke «Wasser», «Kühlwasser» und «Löschwasser» werden in dieser Anmeldung für Lösch- und/oder Kühlflüssigkeiten bzw. allgemein für Fluide zur Brandbekämpfung verwendet.
  • Optional kann der Werkstattraum im oberen Teil, d.h. oberhalb eines vorgegebenen maximal zulässigen Löschwasserpegels, einen Notzugang umfassen, z.B. ein oberer Abschnitt eines Türflügels, der sich separat öffnen lässt, oder eine verschliessbare Luke in der Wandung oder gegebenenfalls einer Decke des Werkstattraums. Innen und/oder aussen an diesem Notzugang können Leitern angeordnet sein, die den Ein- und Ausstieg durch den Notzugang erleichtern.
  • Die Wandung und/oder der Boden des Werkstattraums sowie die Innenseite der Tür können z.B. mit einem chemikalienbeständigen Schutzanstrich versehen sein, der Poren in der Wandung versiegelt, und Schäden durch das Eindringen von Wasser und aggressiven oder toxischen Stoffen verhindert. Alternativ zu einem Schutzanstrich können diese Bereiche z.B. auch mit Schutzplatten, insbesondere Chromstahlplatten verkleidet und geschützt werden. Zumindest der untere Bereich des Werkstattraums ist bei geschlossenem Durchgang eine wasserdichte, hitze- und chemikalienresistente Wanne.
  • Weiter umfasst die Quarantäneanlage eine primäre Hebevorrichtung zum Stützen, Heben und Senken eines Fahrzeugs im Werkstattraum und eine weitere bzw. sekundäre Hebevorrichtung zum Stützen, Heben und Senken einer Hochvoltbatterie, wenn diese beim Fahrzeug innerhalb des Werkstattraums ausgebaut oder eingebaut wird. Die Hebevorrichtungen können unabhängig voneinander betrieben werden.
  • In einer Notsituation, z.B. bei einem Brand der Hochvoltbatterie, können die Hebevorrichtungen vorzugsweise von einer übergeordneten bzw. gemeinsamen Steuervorrichtung koordiniert betrieben werden. Dies ermöglicht es, das Fahrzeug und die Hochvoltbatterie unabhängig vom Zustand der Verbindung dieser beiden Teile synchron mit zumindest annähernd gleichen Geschwindigkeiten abzusenken, bis das Fahrzeug sich auf dem tiefst möglichen Niveau beim Werkstattboden befindet oder auf dem Werkstattboden aufliegt. Dabei kann die Abstützung beider Teile durch die jeweiligen Hebevorrichtungen bzw. die Beibehaltung der relativen gegenseitigen Lage der beiden Teile sichergestellt werden.
  • Die primäre Hebevorrichtung und/oder die sekundäre Hebevorrichtung sind vorzugsweise hydraulisch gesteuerte Hebebühnen, die besonders robust und unempfindlich gegenüber Löschwasser sind. Die primäre Hebevorrichtung umfasst vorzugsweise einen 2-Säulen-Lift. 2-Säulen-Lifte umfassen zwei sich beabstandet gegenüberliegende vertikale Säulen mit entlang dieser Säulen heb- und senkbaren Trägern. An jedem Träger sind zwei längenverstellbare Teleskoparme um vertikale Schwenkachsen schwenkbar gelagert. An den Enden dieser Teleskoparme sind vorzugsweise austauschbare Adapter zum Stützen eines zwischen den vertikalen Säulen platzierten Fahrzeugs angeordnet. Zum Heben und Senken des Fahrzeugs können die Adapter einfach durch Anpassen der Längen und der Schwenklagen der Teleskoparme in eine Stützlage bei den seitlich unten am Fahrzeug angeordneten Schwellern gebracht werden. Ein Vorteil solcher 2-Säulen-Lifte liegt darin, dass sie schnell und einfach zum Heben und Senken unterschiedlicher Fahrzeuge konfiguriert werden können. Sie sind kostengünstig, benötigen wenig Platz und können auch für Fahrzeuge mit Radaufhängungsschäden verwendet werden, da die Abstützung unabhängig von den Rädern erfolgt.
  • Alternativ könnte die primäre Hebevorrichtung auch in anderer Weise ausgebildet sein und beispielsweise einen 4-Säulen-Lift umfassen. 4-Säulen-Lifte umfassen vier vertikale Säulen, die in den Eckbereichen einer rechteckigen Grundfläche angeordnet sind. An jeder dieser Säulen ist ein Träger vertikal heb- und senkbar gelagert. Die Träger stützen gemeinsam zwei parallele Fahrspuren, deren gegenseitiger Abstand in der Regel verstellbar ist. Nachdem ein Fahrzeug auf die Fahrspuren zwischen den Trägern gerollt worden ist, kann dessen vertikale Lage durch Heben und Senken der Träger verstellt werden. 4-Säulen-Lifte sind sehr stabil und eignen sich auch zum Heben und Senken schwerer Fahrzeuge und von Fahrzeugen mit hochliegenden Schwellerkanten wie z.B. Lastwagen oder SUVs. Sie beanspruchen mehr Platz und sind auch teurer als 2-Säulen-Lifte.
  • Die sekundäre Hebevorrichtung kann z.B. als Stempellift ausgebildet sein. Stempellifte umfassen einen hydraulisch heb- und senkbaren Presskolben und einen mit dem Presskolben verbundenen Träger, der entsprechend der zu stützenden Objekte unterschiedlich ausgebildet sein kann. Der Träger ist zum Stützen von Fahrzeugbatterien beim Ein- und Ausbauen an einem Fahrzeug ausgebildet. Vorzugsweise umfasst er einen oder mehrere austauschbare oder in ihrer Lage veränderbare Stützelemente, die es ermöglichen, Batterien bei unterschiedlichen Fahrzeugen zu stützen und dennoch den Zugang zu Befestigungselementen, mit denen die Batterie am jeweiligen Fahrzeug befestigt ist, sicherzustellen. Stempellifte können als Unterflur-Hebebühnen ausgebildet sein und beanspruchen wenig Platz. Insbesondere können Stempellifte so ausgebildet sein, dass sich der Träger bei vollständiger Absenkung auf dem Bodenniveau eines Werkstattraums befindet.
  • Bei hydraulischen Hebevorrichtungen erfolgt der Antrieb jedes Presskolbens über Hydraulikleitungen, wobei von einem Vorratsbehälter Hydraulikflüssigkeit mittels einer Pumpe in den jeweiligen Zylinder gepumpt und mittels eines Ventils wieder aus dem jeweiligen Zylinder abgelassen und in den Vorratsbehälter zurückgeleitet wird. Die Steuerung und der Antrieb solcher Hebevorrichtungen können vor Löschwasser geschützt ausserhalb der Wandung des Werkstattraums angeordnet sein.
  • 2-Säulen-Hebebühnen eignen sich besonders gut als primäre Hebevorrichtungen, da sie vergleichsweise wenig Platz beanspruchen und im Falle eines Brandes ausreichend Platz als Fluchtweg freilassen. Mit schwenkbaren Teleskoparmen und leicht auswechselbaren Adaptern können sie schnell und einfach zum Stützen unterschiedlicher Fahrzeugtypen angepasst werden. Solche Adapter können zum Stützen der Fahrzeuge an Schwellern der Karosserie und/oder im Bereich der Räder ausgebildet sein.
  • Die Anordnung von Hochvoltbatterien ist bei Fahrzeugen nicht einheitlich. Vielfach sind die Batterien sehr nahe an den Schwellern verbaut. Beim Stützen solcher Fahrzeuge mit herkömmlichen Adaptern können die Adapter zumindest teilweise in den Bereich unter der Batterie hineinragen. Dadurch kann das Lösen und Ausbauen einer Batterie behindert oder verhindert werden. Mit einem speziell für solche Anordnungen ausgebildeten Adapter ist es dennoch möglich, bei solchen Fahrzeugen die Batterie ein- und auszubauen und dabei mit einer sekundären Hebevorrichtung zu stützen sowie getrennt vom Fahrzeug anzuheben und abzusenken. Vorzugsweise umfassen solche Adapter angrenzend an einen Auflagebereich für den Schweller ein oder mehrere am Rand des Adapters nach oben vorstehende schmale Rückhalteelemente, die in den Zwischenraum zwischen dem Schweller und der Batterie eingreifen und so den Adapter in einer Stützhaltung sichern können. Da solche Adapter die Fahrzeugbatterie nicht untergreifen, kann diese vom Fahrzeug gelöst und zwischen den Adaptern ungehindert vertikal bewegt werden.
  • Die Flutung des Werkstattraums erfolgt in der Regel bis zu einem Sollniveau über dem Werkstattboden. Das Sollniveau kann z.B. fest vorgegeben oder je nach Fahrzeugtyp so vorgebbar oder einstellbar sein, dass die Hochvoltbatterie bzw. der Brandherd beim Fluten des Werkstattraums von der Kühlflüssigkeit vollständig überdeckt wird. Das Sollniveau kann beispielsweise im Bereich von etwa 0.75 m bis etwa 2 m, typischerweise bei etwa 1.5 m liegen.
  • Werkstatträume können entsprechend der aufzunehmenden Fahrzeuge unterschiedlich gross sein. Für Personenwagen und Nutzfahrzeuge liegt die Innenbreite des Werkstattraums vorzugsweise in der Grössenordnung von etwa 3.5 m bis etwa 5 m, insbesondere etwa bei 4 m, und die Innenlänge vorzugsweise in der Grössenordnung von etwa 9 m bis etwa 12 m, insbesondere bei etwa 10 m. Dadurch bietet der Werkstattraum ausreichend Platz zum Aus- oder Einbauen einer Hochvoltbatterie bei Elektroautos. Dennoch ist dessen Grundfläche nicht unnötig gross, was eine effizientere Flutung des Werkstattraums begünstigt. Werkstatträume für Lastkraftwagen sind in der Regel etwas länger, vorzugsweise etwa 13m bis etwa 15 m, insbesondere etwa 14 m. Bei Werkstatträumen für Gelenkbusse kann die Innenlänge bis zu 30 m betragen, insbesondere etwa 28 m.
  • Vorzugsweise umfassen Quarantäneanlagen mehrere flutbare Werkstatträume, insbesondere mehrere Werkstatträume unterschiedlicher Grösse.
  • Die Flutung des Werkstattraums erfolgt über mindestens eine Zuflussleitung, die in den Werkstattraum mündet. Vorzugsweise wird Wasser für diesen Zweck ausserhalb des Werkstattraums gelagert, beispielsweise in einem oder mehreren Wassertanks. Diese können z.B. als Container in der Umgebung des Werkstattraums angeordnet sein. Dies erlaubt eine flexible Anordnung der Wassertanks, was insbesondere nützlich ist für eine kostengünstige Nachrüstung herkömmlicher Werkstatträume. Alternativ können Wassertanks auf einem tieferen Niveau unter dem Niveau des Werkstattbodens angeordnet sein. Dadurch steht auf dem Niveau des Werkstattbodens mehr nutzbarer Raum zur Verfügung. Zum Fördern des Wassers ist in der Regel eine Pumpe vorgesehen. Vorzugsweise wird diese Pumpe von einer Steuervorrichtung kontrolliert.
  • Eine oder mehrere Zuflussleitungen zum Fluten des Werkstattraums können alternativ oder zusätzlich auch mit einer Druckwasserleitung eines Wasserversorgungsnetzes verbunden sein, falls geeignete Mittel zum Verhindern des Rückflusses von belastetem Schmutzwasser in das Wasserversorgungsnetz vorgesehen sind. Der Wasserzufluss kann dabei von der Steuervorrichtung mittels einer geeigneten Ventilanordnung gesteuert werden. Die Zufuhr von Löschwasser von einem Wassertank ist aus verschiedenen Gründen bevorzugt: Der Druck und der Volumenstrom des Wassers können höher sein und einfacher an die jeweilige Situation angepasst werden; es besteht kein Risiko, dass verschmutztes Wasser in das Wasserversorgungsnetz gelangen kann; Das Wasser kann bei Bedarf mit Zusatzstoffen versehen werden; verschmutztes Wasser kann nach einem Einsatz gereinigt bzw. aufbereitet und für eine weitere Verwendung wieder im Wassertank gespeichert werden. In Kombination mit der direkten Zufuhr von Löschwasser aus dem Wasserversorgungsnetz kann die Flutungsdauer, also die Zeit bis der Löschwasserpegel im Werkstattraum ein Sollniveau erreicht hat, deutlich reduziert werden. Eine schnellere Kühlung des Brandherdes behindert wirksam die Ausbreitung des Brandes und trägt zur Reduzierung der Umweltbelastung bei.
  • Die Steuerung der Löschwasserpumpe und/oder der Ventilanordnung bei der Druckwasserleitung erfolgt vorzugsweise durch die Steuervorrichtung in Abhängigkeit von Mess- und/oder Eingabegrössen. Die Steuervorrichtung kann insbesondere eine Überwachungsvorrichtung mit Sensoren umfassen, welche die Schliessstellung eines Schliessmittels der Schliessvorrichtung und/oder die Temperatur der Luft und/oder des Löschwassers im Werkstattraum und/oder die Konzentration eines oder mehrerer Gase im Werkstattraum und/oder den Wasserpegel im Werkstattraum als Messgrössen erfassen und überwachen. Die Steuervorrichtung kann z.B. gespeicherte Vergleichswerte bzw. Grenzwerte für eine oder mehrere Mess- und/oder Eingabegrössen umfassen. Falls die Werte eines oder mehrerer Sensoren die zugehörigen Vergleichswerte übersteigen oder unterschreiten, kann dies von der Steuervorrichtung als entsprechender Alarmstatus registriert werden.
  • Die Steuervorrichtung umfasst gespeicherte Steuervorschriften für Prozesse, die im Falle eines Alarms, also falls die Werte von Mess- und oder Eingabegrössen entsprechende vorgegebene Kriterien erfüllen, ausgeführt werden sollen. Dies ermöglicht eine effiziente und sichere Brandbekämpfung. Insbesondere kann dadurch sichergestellt werden, dass das Fahrzeug und die Hochvoltbatterie koordiniert abgesenkt werden, bis das Fahrzeug auf dem Werkstattboden aufliegt, und dass der Werkstattraum erst geflutet wird, wenn sich keine Personen mehr darin befinden und der Durchgang dicht verschlossen ist.
  • Die Überwachungsvorrichtung kann im Weiteren eine Überwachungskamera umfassen, die z.B. oberhalb des Sollniveaus zum Fluten des Werkstattraums an dessen Wandung angeordnet ist, vorzugsweise geschützt durch eine transparente Glashaube. Alternativ oder zusätzlich kann oberhalb des Sollniveaus auch eine geschützte Anschlussvorrichtung zum Anschliessen einer Überwachungskamera und/oder weiterer Sensoren ausgebildet sein. Die Überwachungskamera und/oder die Anschlussvorrichtung sind über geschützte Kommunikationsleitungen und/oder Speiseleitungen mit der Steuervorrichtung ausserhalb des Werkstattraums verbunden. Die Steuervorrichtung umfasst vorzugsweise einen Monitor, auf dem die von der Überwachungskamera erfassten Bilder dargestellt werden können.
  • Bei Ausführungsformen mit einer Anschlussvorrichtung können eine Überwachungskamera und/oder Sensoren entsprechend dem jeweiligen Bedarf angeschlossen und mit der Steuervorrichtung verbunden werden. Die mit der Anschlussvorrichtung verbundenen Elemente können z.B. mobil auf einem Rollkorpus angeordnet werden. Im Falle eines Brandes wird die Verbindung mit der Anschlussvorrichtung getrennt. Der Rollkorpus mit den Elementen kann dann schnell und einfach aus dem Werkstattraum gerollt werden, bevor dieser verschlossen und geflutet wird.
  • Vorzugsweise umfasst die Quarantäneanlage eine Warneinrichtung mit einem oder mehreren akustischen und/oder optischen Signalgebern, die z.B. manuell über Bedienelemente und/oder bei einem sensorisch erfassten Brandereignis automatisch durch die Steuervorrichtung aktiviert werden können. Die Signalgeber können z.B. dazu eingerichtet sein, akustische und/oder optische Warnungen und Instruktionen für die nächste vorzunehmende Handlung auszugeben, insbesondere Alarmtöne oder als gesprochenen Text über einen Schallwandler und/oder optisch mittels einer Warnblinkleuchte oder mittels eines Anzeigegeräts schriftlich und/oder grafisch durch eine Nachricht wie z.B. «Achtung Feuergefahr, bitte Werkstatt sofort verlassen!», «Prüfen, dass keine Person mehr in Werkstatt ist!», «Tür schliessen und verriegeln!», «Rote Taste Notflutung betätigen», oder durch Piktogramme oder Videosequenzen.
  • Die Quarantäneanlage kann optional eine Rückkühlvorrichtung zum Kühlen von Löschwasser umfassen. Insbesondere kann bei mindestens einem Löschwassertank ein Wärmetauscher angeordnet sein, um dem Löschwasser Wärme zu entziehen. Der Wärmetauscher kann z.B. Teil einer Wärmepumpeneinrichtung sein, die es erlaubt, dem Löschwasser entzogene Wärme einem anderem Medium zuzuführen und für andere Zwecke zu nutzen, z.B. für die Raumheizung oder für die Erwärmung von Brauchwasser. Die Rückkühlung von Löschwasser kann auch während der Brandbekämpfung in einem Werkstattraum verwendet werden. So kann z.B. während eines Brandes erwärmtes und belastetes Löschwasser aus dem Werkstattraum ausgeleitet und durch Zufuhr von gekühltem Löschwasser aus dem Löschwassertank ersetzt werden. Vorzugsweise erfolgt die Rückkühlung bei gereinigtem Löschwasser. Dadurch können Beschädigungen der Rückkühlvorrichtung verhindert werden.
  • Die Quarantäneanlage kann optional ein Sprühnebelsystem mit Düsen umfassen. Mittels einer Pumpe können solche Systeme z.B. Wasser aus dem Wasserleitungsnetz oder sauberes bzw. gereinigtes Wasser aus dem Wassertank oder ein anderes Fluid mit Druck beaufschlagen und über ein Druckleitungsnetz und die Düsen zum Löschen, Kühlen und Binden von Rauchgasen in den Werkstattraum versprühen. Die Düsen können z.B. verteilt an der Wandung und gegebenenfalls an einer Decke des Werkstattraums angeordnet sein. Rauchgase bzw. Partikel im Werkstattraum können dadurch im Löschwasser gebunden und später bei der Reinigung des Wassers separiert werden. Dies gilt insbesondere auch für toxische Fluorwasserstoffgase, die in Kontakt mit Wasser sauer reagieren und Flusssäure als wässrige Lösung bilden.
  • Die Quarantäneanlage kann eine Wasserreinigungsanlage umfassen, die zum Aufbereiten von belastetem Löschwasser eingerichtet ist. Vorzugsweise umfasst sie eine oder mehrere Filter, z.B. einen Aktivkohlefilter, und eine Umkehrosmoseanlage, die dem Wasser auch darin gelöste Chemikalien entziehen kann. Das Wasser kann so in einem geschlossenen Kreislauf verwendet werden. Öffentliche Abwasserreinigungsanlagen werden dabei nicht belastet, und das Risiko, dass verschmutztes Wasser an die Umwelt abgegeben werden könnte ist sehr klein. Es fallen auch keine Kosten für den Transport und die externe Aufbereitung des verschmutzten Wassers an. Die Wasserreinigungsanlage kann z.B. in einem Container in der Umgebung des Werkstattraums angeordnet sein. Dies ist insbesondere vorteilhaft bei der Umrüstung bestehender Werkstatträume.
  • Im Werkstattboden mündet mindestens eine Abflussleitung zum Abführen von verschmutzten Löschwasser aus dem gefluteten Werkstattraum. Vorzugsweise sind solche Abflussleitungen mittels Schliesskörpern verschliessbar, die z.B. durch Bedienelemente und/oder durch die Steuervorrichtung von ausserhalb des Werkstattraums zwischen einer Schliessstellung und einer Offenstellung bewegt werden können. Die Abflussleitungen sind in der Regel direkt oder indirekt über eine Fördereinrichtung mit einem Schmutzwasserreservoir der Wasserreinigungsanlage verbunden. Das Schmutzwasserreservoir der Wasserreinigungsanlage ist bevorzugt unter dem Niveau des Werkstattbodens angeordnet, sodass Schmutzwasser ohne Fördereinrichtung allein aufgrund der Schwerkraft zur Wasserreinigungsanlage geleitet werden kann. Die Abflussleitungen können bei solchen Anordnungen vergleichsweise kurz ausgebildet sein, und es verbleibt nach dem vollständigen Ableiten von Schmutzwasser aus dem Werkstattraum nahezu kein kontaminiertes Wasser in den Abflussleitungen. Da keine speziellen Fördereinrichtungen für kontaminiertes Wasser erforderlich sind und entsprechend auch keine aufwändigen Wartungsarbeiten notwendig sind, sind die Investitionen und die Unterhaltskosten für solche Quarantäneanlagen vergleichsweise niedrig. Selbstverständlich kann das Schmutzwasserreservoir auch auf dem gleichen oder einem höheren Niveau als jenem des Werkstattbodens angeordnet sein.
  • Die Quarantäneanlage kann optional eine Luftreinigungsanlage umfassen, um mit Partikeln und/oder schädlichen Gasen belastete Luft aus einem oder mehreren Werkstatträumen mittels eines Gebläses abzusaugen, zu reinigen und an die Umgebung abzugeben. Solche Luftreinigungsanlagen können eine oder mehrere Filterstufen umfassen, insbesondere auch einen Aktivkohlefilter.
  • Eine Quarantäneanlage mit mindestens einem flutbaren Werkstattraum ist vorzugsweise Teil einer Werkstatt, die in einem Gebäude angeordnet sein kann. Die Werkstatt umfasst eine erweiterte Infrastruktur. Diese kann insbesondere eine oder mehreren der folgenden Einrichtungen umfassen:
    Entladeraum für Fahrzeugakkus; Lagerraum für Fahrzeugakkus, der vorzugsweise analog zum Werkstattraum mit Löschwasser geflutet werden kann; Lagerraum mit Lösch- und Rettungsmaterial; Büroraum, nicht flutbarer Werkstattraum mit Werkzeug.
  • In einer Quarantäneanlage gemäss der vorliegenden Erfindung können beschädigte Hochvoltfahrzeuge schnell, effizient und sicher inspiziert und repariert werden. Im Falle eines Brandes kann dieser nach vorgegebenen Regeln schnell und effizient bekämpft werden. Nachfolgend ist beispielhaft ein möglicher Ablauf für den Fall eines Akkubrandes bei einem Hochvoltfahrzeug angegeben, wobei der Brand während des Ausbaus des Akkus in einem erfindungsgemässen Werkstattraum ausbricht:
    Die Erkennung des Brandes kann z.B. automatisch erfolgen, indem die Steuervorrichtung die Messgrössen eines Gassensors und/oder eines Infrarotsensors im Werkstattraum überwacht und beim Übersteigen bzw. Erreichen eines Grenzwertes einen Alarmstatus aktiviert. Bereits in einer Phase vor dem Ausbruch eines Brandes können bei Hochvoltbatterien Ausgasungen stattfinden. Insbesondere können hochtoxische Gase wie z.B. Fluorwasserstoff ausgasen. Durch eine frühzeitige Alarmauslösung, wenn solche Gase sensorisch detektiert worden sind, kann ein wirksamer Schutz von Personen sichergestellt werden. Gassensoren sind im Werkstattraum vorzugsweise so angeordnet, dass sie die zu detektierenden Gase möglichst frühzeitig erfassen können. Da Fluorwasserstoff eine geringere Dichte hat als Luft, werden entsprechende Gassensoren bevorzugt auf einem Niveau im Werkstattraum angeordnet, das höher liegt als jenes der Fahrzeugbatterie im angehobenen Zustand des Fahrzeugs oder alternativ direkt bei der Fahrzeugbatterie. Anstelle oder zusätzlich zu Gassensoren können auch akustische Sensoren verwendet werden, die Körperschall oder Luftschall erfassen und typische Geräusche erkennen, die bei Ausgasungen entstehen.
  • Alternativ oder zusätzlich kann die Steuervorrichtung auch eine manuelle Betätigung einer Alarmtaste als Eingangsgrösse erfassen und einen Alarmstatus zu aktivieren. Sobald der Alarmstatus vorliegt, werden über einen Lautsprecher ein akustisches Warnsignal und/oder über eine Warnblinkleuchte ein optisches Warnsignal ausgegeben. Alternativ oder zusätzlich können vorzunehmende Handlungen über den Lautsprecher als Sprachnachricht und/oder über einen Bildschirm der Steuervorrichtung als Text und/oder grafisch als Piktogramm und/oder als kurze Bild- oder Videosequenz ausgegeben werden.
  • Die Steuervorrichtung aktiviert automatisch die Luftreinigungsanlage.
  • Sobald alle Personen den Werkstattraum verlassen haben und der Durchgang in der Wandung des Werkstattraums durch die Schliessvorrichtung dicht verschlossen und gegebenenfalls verriegelt worden ist, muss dies eine Person bestätigen, z.B. durch Betätigen eines Bedienelements der Steuervorrichtung, beispielsweise einer virtuellen Taste an einem Touchscreen.
  • Die Steuervorrichtung aktiviert dann ein Steuerprogramm zum synchronen Absenken von Trägern der primären und sekundären Hebevorrichtungen. Dabei können z.B. die Lage von Teilen der primären und der sekundären Hebevorrichtungen durch Lagesensoren überwacht und die Aktoren der Hebevorrichtungen so angesteuert werden, dass die relative Lage dieser Teile während des Absenkens beibehalten wird. Lagesensoren können z.B. in die Hydraulikzylinder der Hebevorrichtungen integrierte Abstandsensoren, insbesondere Ultraschallsensoren sein, welche die Lage der Presskolben relativ zum Boden der jeweiligen Hydraulikzylinder ermitteln. Alternativ können Abstandsensoren auch ausserhalb der Hydraulikzylinder angeordnet und dazu eingerichtet sein, die Lage eines am Presskolben angeordneten Trägers relativ zu einem Referenzobjekt zu ermitteln, wobei das Referenzobjekt ortsfest im Raum oder bewegbar an der jeweils anderen Hebevorrichtung angeordnet sein kann. Alternativ können Lagesensoren auch dazu ausgebildet sein, die Lage der Presskolben der Hebevorrichtungen indirekt zu erfassen, z.B. mittels Durchflusssensoren, die den Volumenstrom der Hydraulikflüssigkeit in den zugehörigen Hydraulikleitungen erfassen. Bei jedem Hydraulikzylinder ist die Hub- bzw. Absenkgeschwindigkeit proportional zum Volumenstrom der Hydraulikflüssigkeit, die zu- bzw. abgeführt wird, und umgekehrt proportional zur Grundfläche des jeweiligen Presskolbens. Zum synchronen Absenken der Träger bei allen Hebevorrichtungen kann die Steuervorrichtung z.B. bei einer der Hebevorrichtungen die Durchflussgeschwindigkeit bzw. den Volumenstrom der Hydraulikflüssigkeit sensorisch erfassen und bei jeder weiteren Hebevorrichtung den Volumenstrom auf einen Wert regeln, der dem Produkt aus dem bei der ersten Hebevorrichtung erfassten Volumenstrom und dem Verhältnis der Presskolbenflächen der Hebevorrichtungen als Proportionalitätsfaktor entspricht. Bei jeder der weiteren Hebevorrichtungen erfolgt die Regelung des Volumenstroms z.B. mit einem Drosselventil als Stellglied und mit der vom jeweiligen Durchflusssensor erfassten Durchflussgeschwindigkeit als Messgrösse. Die Proportionalitätsfaktoren können in einem Speicher der Steuervorrichtung gespeichert sein. Vorzugsweise kann die Steuervorrichtung einen Initialisierungsmodus umfassen, bei dem die Werte der Proportionalitätsfaktoren so justiert werden können, dass die resultierenden realen Absenkgeschwindigkeiten bei den Hebevorrichtungen zumindest näherungsweise gleich sind.
  • Nach oder während des Absenkens der Träger an den Hebevorrichtungen aktiviert die Steuervorrichtung Aktoren, welche die Schliesskörper bei den Abflussleitungen in die Schliessstellung bewegen. Anschliessend aktiviert die Steuervorrichtung die Löschwasserpumpe und gegebenenfalls die Pumpe des Sprühnebelsystems zum Neutralisieren / Binden toxischer Rauchgase und überwacht den Löschwasserpegel im Werkstattraum z.B. mittels eines Füllstandsensors. Alternativ können z.B. auch der Volumenstrom beim Zuführen des Löschwassers oder bei bekanntem Volumenstrom die Dauer der Löschwasserzuführung erfasst werden, wobei für diese Messgrössen zugehörige Sollwerte bzw. Vergleichswerte definiert sind, bei denen der Füllstand näherungsweise das Sollniveau erreicht. Sobald der Füllstand das vorgegebene Sollniveau erreicht, wird die Löschwasserpumpe ausgeschaltet.
  • Die Steuervorrichtung überwacht z.B. mit einem im unteren Bereich des Werkstattraums angeordneten Temperatursensor die Temperatur des Löschwassers im Werkstattraum. Wenn diese einen vorgegebenen Sollwert erreicht oder alternativ nach einer entsprechenden vorgegebenen Zeit, aktiviert die Steuervorrichtung die Aktoren zum Öffnen der Schliesskörper, gegebenenfalls die Fördereinrichtung, welche belastetes Schmutzwasser der Wasserreinigungsanlage zuführt, die Wasserreinigungsanlage, die Fördereinrichtung zum Rückführen von gereinigtem Wasser in den Wassertank und die Löschwasserpumpe, welche dem Werkstattraum gereinigtes und gegebenenfalls durch die Rückkühlvorrichtung rückgekühltes Löschwasser zuführt. Die Fördermengen der Fördereinrichtungen in diesem Kreislauf sind vorzugsweise so auf die Förderkapazität der Wasserreinigungsanlage abgestimmt, dass der Pegel des Löschwassers im Werkstattraum näherungsweise auf dem Sollniveau bleibt. Ohne Zirkulation und gegebenenfalls Rückkühlung kann sich die Temperatur des Löschwassers im Werkstattraum stark erhöhen. Bei einem Vollbrand eines Fahrzeugs muss mit einer freigesetzten Wärmemenge von etwa 9 GJ gerechnet werden, was bei einer Löschwassermenge von 55'000 l im Werkstattraum zu einer Temperaturerhöhung des Löschwassers von ca. 40° C führt. Dies ist sicherheitstechnisch tolerierbar. Eine wirksame Brandbekämpfung ist auch ohne gleichzeitige Zirkulation und Kühlung des Löschwassers sichergestellt.
  • Die Steuervorrichtung kann diesen Prozess z.B. nach einer vorgegebenen Zeit von beispielsweise etwa 30 Minuten unterbrechen und danach die Prozessschritte ab der erstmaligen Befüllung des Werkstattraums zyklisch wiederholen, bis eine vorgegebene Maximalzeit von beispielsweise etwa 72 Stunden erreicht ist, oder bis der Prozess durch eine Bedienperson unterbrochen wird.
  • Danach veranlasst die Steuervorrichtung die Abfuhr, Reinigung und Rückführung des gesamten Löschwassers aus dem Werkstattraum.
  • Vorzugsweise sind die Aktoren der Quarantäneanlage so ausgebildet, dass sie z.B. im Falle eines Defekts der Steuervorrichtung auch manuell betätigt werden können.
  • Dadurch ist eine Brandbekämpfung auch im Falle eines Defekts der Steuervorrichtung möglich.
  • Nachfolgend wird die Erfindung anhand beispielhafter Figuren näher erläutert. Es zeigen jeweils in schematischer Darstellung
  • Figur 1:
    einen flutbaren Werkstattraum einer Quarantäneanlage,
    Figur 2:
    ein Prinzipschema einer primären oder sekundären Hebevorrichtung,
    Figur 3:
    eine Werkstatt mit einer Quarantäneanlage,
    Figur 4:
    einen Adapter für eine Hebevorrichtung.
  • Eine Quarantäneanlage gemäss der vorliegenden Erfindung umfasst mindestens einen Werkstattraum 1. Figur 1 zeigt beispielshaft einen Querschnitt eines solchen Werkstattraums 1, wobei ein Innenraum von einer Wandung 3 und von einem Werkstattboden 5 begrenzt ist. Die Wandung 3 kann den Innenraum ganz oder teilweise umschliessen. Vorzugsweise ist die Wandung 3 aus Stahlbeton gefertigt und hat eine Wandstärke L1 in der Grössenordnung von etwa 20cm bis etwa 50cm, typischerweise etwa 40cm. Die Wandung 3 umfasst einen Basisschenkel 3a und zwei parallele Längsschenkel 3b, die U-förmig angeordnet sind und die Breite L2 und die Länge L3 eines rechteckigen Innenraums definieren. Optional kann der Werkstattraum 1 zusätzlich oben von einer Decke begrenzt und/oder von einem Dach überdeckt sein. Vorzugsweise sind auch ein Gebläse und/oder eine Luftreinigungsanlage mit einem Gebläse vorgesehen, mit denen im oberen Bereich des Werkstattraums 1 mit Schadstoffen belastete Luft abgesaugt, gegebenenfalls gereinigt und an die Umgebung abgegeben werden kann. Für die Zufuhr von Frischluft können eine oder mehrere Lüftungsöffnungen im oberen Bereich der Wandung 3 oder gegebenenfalls der Decke des Werkstattraums 1 angeordnet sein (nicht dargestellt).
  • Der in Figur 1 dargestellte Werkstattraum 1 ist zum Aufnehmen von Elektroautos bzw. Personenkraftwagen bestimmt, wobei die Breite L2 des Innenraums z.B. in der Grössenordnung von etwa 4 m und die Länge L3 z.B. in der Grössenordnung von etwa 10 m liegen kann. Die Höhe der Wandung 3 kann z.B. etwa 2.5 m oder mehr betragen.
  • Sie kann entsprechend der aufzunehmenden Fahrzeuge und gegebenenfalls einer Überdeckung des Werkstattraums 1 vorgegeben werden.
  • Gegenüberliegend zum Basisschenkel 3a umfasst die Wandung 3 zwischen den Enden der Längsschenkel 3b eine Ausnehmung bzw. einen Durchgang 7. Der Durchgang 7 kann sich, wie in Figur 1 dargestellt, über die gesamte Breite L2 des Innenraums erstrecken, sodass er zum Ein- und Ausbringen eines Elektroautos verwendet werden kann. Der Werkstattraum 1 umfasst weiter eine Schliessvorrichtung mit einem Schliessmittel 9, das zwischen einer Offenstellung und einer Schliessstellung bewegt werden kann. In der Schliessstellung verschliesst das Schliessmittel 9 den Durchgang 7 dicht. Bei einer Ausgestaltung gemäss Figur 1 umfasst das Schliessmittel 9 zwei Flügel 9a eines druckbeständigen Drehflügeltors, die in einer Schliessstellung den Durchgang 7 zumindest bis zu einem Sollniveau von z.B. 1.5 m über dem Werkstattboden 5, vorzugsweise über die gesamte Höhe der Wandung 3, flüssigkeitsdicht verschliessen. Für diesen Zweck kann die Schliessvorrichtung geeignete Dichtprofile bzw. allgemein Dichtelemente 13 umfassen. In Figur 1 ist symbolisch nur ein Dichtelement 13 zwischen den beiden Flügeln 9a dargestellt.
  • Die Flügel 9a sind angrenzend an die Wandung 3 dichtend gebandet und können zum Öffnen aus der Schliessstellung in Richtung des Innenraums verschwenkt werden, was symbolisch durch die gepunkteten Doppelpfeile 11 dargestellt ist. Mittels einer Verriegelungsvorrichtung kann das Schliessmittel 9 in der Schliessstellung verriegelt werden, um ein unbeabsichtigtes Öffnen des Schliessmittels 9 zu verhindern. Die Verriegelung sichert das Schliessmittel 9 in der Schliessstellung, sodass es diese auch unter Druckeinwirkung beim Fluten des Werkstattraums 1 und/oder bei einer Explosion im Werkstattraum 1 sicher beibehält. Bei der Ausführungsform gemäss Figur 1 ist aussen an jedem Flügel 9a ein Führungsrohr bzw. allgemein ein Führungsprofil 15 vertikal angeordnet. Bei mindestens einem der Führungsprofile 15 können unten und/oder oben vertikal verschiebbare Riegel angeordnet sein, die in korrespondierende Aufnahmen unten beim Werkstattboden 5 bzw. oben z.B. an einem Querträger zwischen den Längsschenkeln 3b der Wandung 3 eingeschoben und dort verriegelt werden können. Zusätzlich oder alternativ kann die Verriegelungsvorrichtung auch Riegel umfassen, welche die Führungsprofile 15 an den beiden Flügeln 9a miteinander verbinden. Nach innen öffnende Flügel 9a können vergleichsweise einfach verriegelt und abgedichtet werden. Durch Druckkräfte von Löschwasser im Werkstattraum 1 werden die Flügel 9a verstärkt gegen die Dichtelemente 13 gepresst und mit grösserer Kraft in der Schliesslage gehalten.
  • Vorzugsweise ist zumindest ein Abschnitt des Schliessmittels 9 transparent. Insbesondere kann mindestens einer der Flügel 9a in einem oberen Bereich, der oberhalb des Sollniveaus zum Fluten des Werkstattraums 1 liegt, ein Sichtfenster aus Verbundsicherheitsglas umfassen. Dies ermöglicht es, den Innenraum auch dann zu überwachen, wenn der Durchgang 7 im Falle eines Brandes durch das Schliessmittel 9 verschlossen ist.
  • Bei alternativen Ausführungsformen des Werkstattraums 1 können die Flügel 9a so an der Wandung 3 gebandet sein, dass sie zum Öffnen aus der Schliessstellung nach aussen verschwenkt werden können. Dadurch steht im Werkstattraum 1 mehr frei nutzbarer Platz zur Verfügung.
  • Bei weiteren Ausführungsformen kann die Wandung 3 an den freien Enden der Längsschenkel 3b kurze parallel zum Basisschenkel 3a ausgerichtete Endabschnitte umfassen, die den Durchgang 7 verkleinern. Dadurch wird die Stabilität der Wandung 3 verbessert. Die Breite der Flügel 9a ist entsprechend kleiner, sodass sie ebenfalls stabiler sind und beim Verschwenken von der Schliessstellung in die Offenstellung weniger Platz beanspruchen. Bei Flügeln 9a, die zum Öffnen aus der Schliesslage nach aussen verschwenkt werden, ist das der Schliesskraft entgegenwirkende Drehmoment kleiner als bei Flügeln 9a mit grösserer Breite. Vorzugsweise ist die Breite des Durchgangs 7 gross genug zum einfachen Durchführen von Fahrzeugen, z.B. grösser als 3 m, insbesondere etwa 3.2m. Bei einem Werkstattraum 1 mit einer Innenbreite L2 von 4 m ragen die Endabschnitte an den Längsschenkeln 3b somit etwa 40 cm nach innen hervor. Auf der Aussenseite bieten solche Endabschnitte Platz zum Anordnen einer elektronischen Steuerung unmittelbar beim Werkstattraum 1.
  • Über zwei Zuflussleitungen 17, die z.B. von aussen her durch die Wandung 3 oder alternativ durch den Boden 5 oder in anderer Weise in den Werkstattraum 1 hineingeführt sind und im Werkstattraum 1 münden, kann dem Werkstattraum 1 von aussen her Löschwasser zugeführt werden. Die Steuerung der Zufuhr von Löschwasser erfolgt durch eine Steuervorrichtung 35 mittels Aktoren wie z.B. einem Stellglied bzw. einem Ventil und/oder einer Förderanlage mit einer Pumpe.
  • Im Werkstattboden 5 münden eine oder mehrere Abflussleitungen 19 in Abflussöffnungen 19a, über die Löschwasser aus dem Werkstattraum 1 nach aussen, z.B. zu einer Wasserreinigungsanlage 51 (Figur 3) gefördert werden kann. Vorzugsweise sind bei solchen Abflussleitungen 19 Schliesskörper wie z.B. Klappen oder Ventile angeordnet, die über Aktoren wie z.B. elektromagnetischen Antrieben vorzugsweise von ausserhalb des Werkstattraums 1 zwischen einer Schliessstellung und einer Offenstellung bewegt werden können, um den Abfluss von Löschwasser aus dem Werkstattraum 1 zu verhindern und zu ermöglichen (nicht dargestellt).
  • Im Werkstattraum 1 sind zwei primäre Hebevorrichtungen 21 zum Stützen, Heben und Senken eines Hochvoltfahrzeugs und eine sekundäre Hebevorrichtung 23 zum Stützen, Heben und Senken einer Hochvoltbatterie dieses Hochvoltfahrzeugs angeordnet. Die primären Hebevorrichtungen 21 sind vorzugsweise Teil eines 2-Säulen-Lifts mit horizontal schwenkbaren Tragarmen 21a, deren Länge teleskopartig veränderbar ist, und an deren Enden vorzugsweise austauschbare Adapter 21b zum Stützen unterschiedlicher Fahrzeugtypen angeordnet sind.
  • Die sekundäre Hebevorrichtung 23 ist vorzugsweise eine Stempelhebebühne.
  • Figur 2 zeigt schematisch eine besonders geeignete Anordnung von Teilen einer hydraulischen Hebevorrichtung 21, 23 bei einem Werkstattraum 1, wobei Teile dieser Hebevorrichtung 21, 23 geschützt vor Löschwasser ausserhalb des flutbaren Werkstattraums 1 angeordnet sind. Die Hebevorrichtung 21, 23 umfasst einen Hydraulikzylinder 25 und einen darin hydraulisch heb- und senkbaren Presskolben 27, der einen nach oben ragenden Träger 22, 24 stützt.
  • Der Hydraulikzylinder 25 ist über Hydraulikleitungen 29 mit einer Antriebseinheit 30 verbunden, die eine Pumpe 31, ein Reservoir 33 mit Hydraulikflüssigkeit, eine Hydrauliksteuerung, die vorzugsweise ein integraler Bestandteil der elektronischen Steuervorrichtung 35 ist, und mindestens einen von der Steuervorrichtung 35 steuerbaren Aktor umfasst, insbesondere einen Aktor zum Steuern eines Auslassventils bzw. eines Auslasshahns 36 in der Rückführleitung vom Hydraulikzylinder 25 zum Reservoir 33. Die Antriebseinheit 30 ist durch die Wandung 3 vor Löschwasser geschützt ausserhalb des Werkstattraums 1 angeordnet. Zumindest ein Teil der elektronischen Steuervorrichtung 35 mit Anzeige- und Bedienelementen kann an einer geeigneten, leicht zugänglichen Stelle ausserhalb des Werkstattraums 1 angeordnet und z.B. über Kabel oder Funk wirkungsmässig mit den anderen Teilen der Antriebseinheit 30 verbunden sein. Die Steuervorrichtung 35 kann bei einigen Ausführungsformen eine vorzugsweise mobile Bedieneinheit umfassen, die im Werkstattraum 1 lokal zum Steuern der Hebevorrichtungen 21, 23 verwendet werden kann. Die Bedieneinheit ist über Kabel oder Funk wirkungsmässig mit dem ausserhalb des Werkstattraums 1 angeordneten Hauptteil der Steuervorrichtung 35 verbunden. Passive Elemente wie z.B. Rückschlagventile 37 in der Hydraulikleitung 29 zwischen dem Reservoir 33 und der Pumpe 31 und zwischen der Pumpe 31 und dem Hydraulikzylinder 25 können hingegen auch soweit erforderlich geschützt im Werkstattraum 1 angeordnet sein.
  • Figur 3 zeigt schematisch einen Grundriss einer Werkstatt mit einer Quarantäneanlage, die fünf flutbare Werkstatträume 1 umfasst, die nebeneinander angeordnet sind, wobei aneinander angrenzende Werkstatträume 1 jeweils einen gemeinsamen Wandungsabschnitt haben. Drei dieser Werkstatträume 1 haben zum Aufnehmen von Elektroautos geeignete Abmessungen mit einer Breite L2 von 4m und einer Länge L3 von 10 m, wobei zwei davon mit primären Hebevorrichtungen 21 und mit sekundären Hebevorrichtungen 23 ausgerüstet sind. Vorzugsweise sind zumindest die Pumpen 31, die Reservoire 33 und die Aktoren dieser Hebevorrichtungen 21, 23 in einem Gehäuse 28 ausserhalb der entsprechenden Werkstatträume 1 angeordnet. Es ist auch möglich, eine Pumpe 31 und ein Reservoir 33 bei entsprechender Dimensionierung gemeinsam für den Antrieb mehrerer Hebevorrichtungen 21, 23 in einem oder mehreren Werkstatträumen 1 zu verwenden, wobei der Volumenstrom der Hydraulikflüssigkeit in einem Netz von Hydraulikleitungen 29 durch Stellglieder gesteuert wird, deren Status von einer gemeinsamen Steuervorrichtung 35 koordiniert gesteuert wird. Dabei umfassen die Stellglieder aktiv steuerbare Klappen oder Ventile, die vorzugsweise ausserhalb der Werkstatträume 1 im Netz der Hydraulikleitungen 29 angeordnet sind (nicht dargestellt). Alternativ oder zusätzlich kann eine gemeinsame Steuervorrichtung 35 dazu ausgebildet sein, anstelle von einzelnen Steuervorrichtungen 35 bei jedem Werkstattraum 1 die Steuerung von weiteren Vorgängen bei allen Werkstatträumen 1 zu übernehmen. Sofern nicht explizit etwas anderes angegeben ist, umfasst der Ausdruck «Steuervorrichtung 35» jeweils auch gemeinsame Steuervorrichtungen 35.
  • Einer der Werkstatträume 1 ist zum Aufnehmen eines Lastkraftwagens ausgebildet. Er hat eine Breite L2 von 5 m und eine Länge L3 von 14 m. Einer der Werkstatträume 1 ist zum Aufnehmen eines Gelenkbusses ausgebildet. Er hat eine Breite L2 von 4 m und eine Länge von 30 m. Der Werkstattboden 5 kann bei diesem Werkstattraum 1 z.B. als gegenüber einer Horizontalebene geneigte Rampe ausgebildet sein, sodass das Niveau des Werkstattbodens 5 hinten beim entfernt vom Durchgang 7 mit dem Schliessmittel 9 angeordneten Basisschenkel 3a der Wandung 3 tiefer liegt als vorne beim Durchgang 7 mit dem Schliessmittel 9. Der Höhenunterschied kann z.B. in der Grössenordnung von etwa 1.5 m bis etwa 2.5 m liegen und insbesondere etwa 2.1 m betragen. Die Rampe kann bei weiteren Ausführungsformen auch länger sein, wobei die Rampenlänge z.B. bis zu 60 m betragen kann. Aufgrund der geringeren Neigung liegt auch das vordere Ende eines Gelenkbusses in einem solchen Werkstattraum tiefer. Dies erleichtert die Brandbekämpfung auch im vorderen Dachbereich von Gelenkbussen. Das Schliessmittel 9 muss dabei nicht notwendigerweise am vorderen Ende der Rampe angeordnet sein. Es kann sich z.B. in einem Abstand von etwa 30 m bis etwa 60 m vom hinteren Rampenende befinden. Insbesondere kann z.B. ein hinterer Abschnitt der Rampe überdacht in einer Halle angeordnet sein, und ein vorderer Abschnitt der Rampe beidseitig begrenzt durch Mauern oder verlängerte Längsschenkel 3b der Wandung des Werkstattraums 1.
  • Beim Fluten von Werkstatträumen 1 mit rampenartig geneigten Werkstattböden 5 ist die Wassertiefe am hinteren Ende grösser als vorne beim Eingang 7 bzw. beim Schliessmittel 9, wo der Werkstattraum 1 z.B. bis zu einem maximalen Pegel von 2.1 m über dem Boden 5 geflutet werden kann. Der maximale Wasserpegel am hinteren Ende des Werkstattraums 1 kann z.B. 4.2 m über dem Werkstattboden 5 liegen. Selbst bei Gelenkbussen mit auf dem Dach angeordneten Akkus können Brände deshalb wirksam bekämpft werden.
  • Die Anzahl der flutbaren Werkstatträume 1, deren Anordnung, Grösse und Ausstattung kann bei jeder Werkstatt entsprechend der jeweiligen Anforderungen individuell vorgegeben werden. Insbesondere können alle oder nur ein Teil der Werkstatträume 1, mindestens aber ein Werkstattraum 1 flutbar und mit Hebevorrichtungen 21, 23 ausgerüstet sein.
  • Jeder der flutbaren Werkstatträume 1 ist über eine Abflussleitung 19 bzw. über ein System von Abflussleitungen 19 mit einem Schmutzwasserreservoir 53 der Wasserreinigungsanlage 51 verbunden. Vorzugsweise ist die Wasserreinigungsanlage 51 oder zumindest deren Schmutzwasserreservoir 53 auf einem tieferen Niveau angeordnet als jenem der Werkstattböden 5 oder zumindest eines Teils der Werkstattböden 5, sodass belastetes Löschwasser aus diesen Werkstatträumen 1 aufgrund der wirkenden Schwerkraft in das Schmutzwasserreservoir 53 abfliessen kann, wenn die Schliesskörper bei den entsprechenden Abflussleitungen 19 geöffnet sind. Optional kann eine Fördereinrichtung vorgesehen sein, welche belastetes Löschwasser aus einem oder mehreren Werkstatträumen 1 zur Wasserreinigungsanlage fördern kann (nicht dargestellt).
  • Die Wasserreinigungsanlage 51 umfasst mindestens einen Filter, vorzugsweise eine Umkehrosmoseanlage und ein Reservoir 55 für gereinigtes Wasser. Von diesem Reservoir 55 kann gereinigtes Wasser über eine Wasserverteilnetz 59 mittels einer von der Steuervorrichtung 35 bzw. der gemeinsamen Steuervorrichtung 35 kontrollierten Fördereinrichtung in einen oder mehrere Wassertanks 57 gefördert werden. Bei der in Figur 3 dargestellten Anordnung umfasst die Quarantäneanlage vier Wassertanks 57, die z.B. je ein Volumen von etwa 100 m3 aufweisen. Vorzugsweise überwacht die Steuervorrichtung 35 den Füllstand dieser Wassertanks 57 z.B. mittels Füllstandsensoren und koordiniert die Befüllung der Wassertanks 57 gemäss gespeicherten Vorgaben. Abgestimmt auf diese Vorgaben umfasst die Steuervorrichtung 35 Steuervorschriften zum Steuern weiterer Prozesse wie dem Fluten oder Leeren eines oder mehrerer der Werkstatträume 1. Dabei können bei mehreren Wassertanks 57 auch deren Füllstände und gegebenenfalls deren Wassertemperatur und die erforderliche Löschwassermenge zum Fluten der Werkstatträume 1 berücksichtigt werden. Die Wasserentnahme kann bei jedem der Wassertanks 57 individuell über zugehörige Ventile gesteuert werden.
  • Die Werkstatt kann im Weiteren einen oder mehrere Lagerräume 61 für defekte Hochvoltbatterien umfassen, die analog zu den Werkstatträumen 1 im Falle eines Brandes geflutet zu werden können. Zusätzlich oder alternativ ist sind der Regel auch eine Entladestation 63 und ein Reparaturbereich vorgesehen, sodass die Hochvoltbatterien vor einer Reparatur kontrolliert entladen werden können, um die Brandgefahr z.B. im Falle eines Kurzschlusses zu verringern. Zum Bewegen defekter Fahrzeuge kann die Werkstatt Hilfsmittel wie z.B. eine oder mehrere Seilwinden 65 umfassen. Bei der Werkstatt in Figur 3 ist eine solche Seilwinde 65 bzw. deren Antrieb aussen angrenzend an den längsten Werkstattraum 1 mit der Rampe angeordnet. Im Weiteren kann die Werkstatt weitere Räumlichkeiten wie z.B. einen Büroraum 66, einen Lagerraum 67, einen Notfallraum 68 mit Sanitäts- und/oder Löschmaterial, einen nicht flutbaren Werkstattraum 1a mit weiteren Hebevorrichtungen wie z.B. einen 2-Säulen-Lift und/oder einen 4-Säulen-Lift.
  • Figur 4 zeigt schematisch einen Ausschnitt eines Fahrzeugs, bei dem eine Hochvoltbatterie 73 nahe bei einem Schwellerbereich 75 eingebaut ist, d.h. mit einem Abstand L4 von etwa 7 mm zu diesem Schwellerbereich 75. Darunter ist ein Adapter 21b angeordnet, dessen Form und Abmessungen zum Stützen solcher Fahrzeuge mit einer primären Hebevorrichtung 21 ausgebildet sind. Er umfasst einen Bolzen 81 der in eine entsprechenden Aufnahme an der Hebevorrichtung 21 eingeführt werden kann. Der Bolzen 81 ragt an einem Stützkörper 83 nach unten. Der Stützkörper 83 umfasst einen geraden Seitenwandabschnitt 85. An Oberseite des Stützkörpers 85 ist parallel zum geraden Seitenwandabschnitt 85 eine Aufnahmenut 87 zum Aufnehmen und Stützen des Schwellerbereichs 75 des Fahrzeugs ausgenommen. Die Breite L5 der Aufnahmenut 87 von beispielsweise etwa 8 mm bis etwa 20 mm und deren Tiefe L6 von beispielsweise etwa 10 mm bis etwa 30 mm sind auf die aufzunehmenden Schwellerbereiche 75 abgestimmt, sodass diese in der Aufnahmenut 87 aufgenommen und an deren Basis abgestützt werden können. Die Breite L7 eines Steges 89 zwischen dem geraden Seitenwandabschnitt 85 und der Aufnahmenut 87 liegt vorzugsweise in der Grössenordnung von etwa 1 mm bis etwa 6 mm und kann insbesondere etwa 2 mm bis etwa 4 mm betragen.

Claims (15)

  1. Quarantäneanlage für beschädigte Hochvoltfahrzeuge, umfassend mindestens einen Werkstattraum (1) mit einem Boden (5) und einer Wandung (3), die einen Innenraum zum Ausführen von Reparaturarbeiten an den Hochvoltfahrzeugen begrenzen, umfassend mindestens eine in den Werkstattraum (1) mündende Zuflussleitung (17) zum Zuführen eines Fluids für die Brandbekämpfung im Werkstattraum (1), wobei mindestens eine primäre Hebevorrichtung (21) mit einem primären Aktor und einem vom primären Aktor heb- und senkbaren primären Träger (22) zum Heben und Senken eines beschädigten Hochvoltfahrzeugs im Werkstattraum (1) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet,
    dass eine sekundäre Hebevorrichtung (23) mit einem sekundären Aktor und einem vom sekundären Aktor heb- und senkbaren sekundären Träger (24) zum Heben und Senken eines Fahrzeugteils im Werkstattraum (1) vorgesehen ist.
  2. Quarantäneanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die primäre Hebevorrichtung (21) und/oder die sekundäre Hebevorrichtung (23) hydraulische Hebevorrichtungen (21, 23) sind, die über hydraulische Steuerleitungen (29) mit einer Antriebseinheit (30) ausserhalb des Werkstattraums (1) verbunden sind.
  3. Quarantäneanlage nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sie zwei primäre Hebevorrichtungen (21) in Gestalt eines 2-Säulen-Lifts mit zwei gegenseitig beabstandeten vertikalen Säulen, daran heb- und senkbar gelagerten primären Trägern (22) und an diesen primären Trägern (22) schwenkbar gelagerten Teleskoparmen mit austauschbaren Adaptern (21b) zum Stützen der Hochvoltfahrzeuge umfasst.
  4. Quarantäneanlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens einer der Adapter (21b) angrenzend an einen Auflagebereich für einen Schweller des jeweiligen Hochvoltfahrzeugs mindestens ein am Rand des Adapters (21b) nach oben vorstehendes Rückhalteelement mit einer Breite (L7) im Bereich von 1 mm bis 6 mm umfasst, derart, dass das Rückhalteelement im Eingriff mit dem Zwischenraum zwischen dem Schweller und der Fahrzeugbatterie ist, wenn der Schweller auf dem Auflagebereich abgestützt ist.
  5. Quarantäneanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die sekundäre Hebevorrichtung (23) ein Stempellift mit einem heb- und senkbaren Presskolben (27) ist, und dass der sekundäre Träger (24) mit dem Presskolben (27) verbunden und zum Stützen einer Fahrzeugbatterie ausgebildet ist, und /oder
    dass im Bereich der Zuflussleitung (17) ein Stellglied und/oder eine Förderanlage zum Steuern des Fluidflusses zum Werkstattraum (1) ausgebildet ist, und/oder
    dass sie ein Sprühnebelsystem umfasst, wobei mehrere im Werkstattraum (1) verteilt angeordnete Düsen über ein Druckleitungsnetz mit einer Pumpe verbunden sind, sodass ein Fluid zum Löschen, Kühlen und Binden von Rauchgasen im Werkstattraum (1) versprühbar ist, und/oder
    dass die Wandung (3) des Werkstattraums (1) einen Durchgang (7) aufweist, und dass dieser Durchgang (7) mittels eines Schliessmittels (9) einer Schliessvorrichtung zumindest bis zu einem Sollniveau von mindestens 0.75 m über dem Werkstattboden (5) flüssigkeitsdicht verschliessbar ist, sodass der Werkstattraum (1) bis zu diesem Sollniveau mit dem Fluid für die Brandbekämpfung flutbar ist.
  6. Quarantäneanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass ausserhalb des Werkstattraums (1) mindestens ein Wassertank (57) angeordnet ist, der über die Zufuhrleitung (17) mit dem Werkstattraum (1) verbunden ist.
  7. Quarantäneanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass ausserhalb des Werkstattraums (1) eine Wasserreinigungsanlage (51) angeordnet ist, die über mindestens eine Abflussleitung (19) mit dem Werkstattraum (1) verbunden ist.
  8. Quarantäneanlage nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Wasserreinigungsanlage (51) oder zumindest ein Schmutzwasserreservoir (53) der Wasserreinigungsanlage (51) unter dem Niveau des Werkstattbodens (5) angeordnet ist, sodass Schmutzwasser aus dem Werkstattraum (1) ohne aktive Fördereinrichtung allein aufgrund der Schwerkraft zur Wasserreinigungsanlage (51) geleitet werden kann.
  9. Quarantäneanlage nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Wasserreinigungsanlage (51) ein Reservoir (55) für gereinigtes Wasser umfasst, und dass zwischen diesem Reservoir (55) und dem Wassertank (57) eine Rückführleitung und eine Fördereinrichtung zum Rückführen von gereinigtem Wasser aus dem Reservoir (55) in den Wassertank (57) angeordnet sind.
  10. Quarantäneanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine elektronische Steuervorrichtung (35) wirkungsmässig mit der primären Hebevorrichtung (21) und mit der sekundären Hebevorrichtung (23) verbunden ist, und dass diese Steuervorrichtung (35) gespeicherte Steuervorschriften zum koordinierten Steuern des primären Aktors und des sekundären Aktors umfasst.
  11. Quarantäneanlage nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuervorschriften ein Notprogramm zum synchronen Senken des ersten Trägers (22) und des zweiten Trägers (24) mit gleichen Absenkgeschwindigkeiten umfasst.
  12. Quarantäneanlage nach einem der Ansprüche 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die primäre Hebevorrichtung (21) und/oder die sekundäre Hebevorrichtung (23) einen Lagesensor umfassen, mit dem die Lage des primären Trägers (22) und/oder die Lage des sekundären Trägers (24) relativ zueinander oder bezüglich eines ortsfesten Referenzobjekts direkt oder indirekt erfassbar sind, und dass jeder Lagesensor wirkungsmässig mit der Steuervorrichtung (35) verbunden ist.
  13. Quarantäneanlage nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuervorrichtung (35) oder zumindest ein Bedienteil der Steuervorrichtung ausserhalb des Werkstattraums (1) angeordnet sind.
  14. Werkstatt, umfassend eine Quarantäneanlage mit mehreren Werkstatträumen (1) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei dieser Werkstatträume (1) unterschiedliche Längen und/oder Breiten aufweisen, um Hochvoltfahrzeuge unterschiedlicher Längen aufzunehmen.
  15. Brandschutzverfahren, durchführbar mit einer Quarantäneanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 13, wobei ein zu reparierendes Hochvoltfahrzeug von mindestens einem primären Träger (22) einer primären Hebevorrichtung (21) in einer hochgehobenen Lage über dem Werkstattboden (5) gestützt gehalten ist, und wobei ein sekundärer Träger (24) einer sekundären Hebevorrichtung (23) zum Stützen einer Hochvoltbatterie des Hochvoltfahrzeugs in einer hochgehobenen Lage über dem Werkstattboden (5) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass im Falle eines Brandes der primäre Träger (22) durch die primäre Hebevorrichtung (21) und der sekundäre Träger (24) durch die sekundäre Hebevorrichtung (23) synchron mit näherungsweise gleicher Geschwindigkeit abgesenkt werden, bis das Hochvoltfahrzeug das tiefste Niveau beim Werkstattboden (5) erreicht, und dass der Werkstattraum (1) durch Zufuhr von Löschwasser geflutet wird.
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