Gebiet der Erfindung
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Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schalungsmanschette, die um Rohre wie insbesondere Abwasserrohre angebracht werden kann, um diese Rohre einfacher zu verputzen oder einzubetonieren, sowie ein Verfahren zum Einsatz einer Schalungsmanschette.
Hintergrund und allgemeine Beschreibung der Erfindung
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Im Bau- und Haustechnikbereich sind häufig Wand- oder Deckendurchbrüche vorgesehen, um entsprechende Rohrleitungen oder auch Kabel bzw. Kabelrohre zu installieren. Dies ist gleichermaßen im Neubau zur Neuverlegung solcher Rohrleitungen, wie auch im Bestand, wo neue Rohre zu verlegen sind oder Bestandsrohre auszutauschen sind. Bei diesen Durchbrüchen kann es sich entweder um bereite Materialaussparungen handeln, oder diese Durchbrüche werden, vor allem im Bestand, erst aus der Wand oder Decke gebrochen, sodass in den Durchbruch eine Rohrleitung von einem Zimmer in ein benachbartes Zimmer bzw. von einem Stockwerk in das benachbarte Stockwerk verlegt werden kann.
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Nachdem die Rohrleitung fertiggestellt ist, ist der Bereich zwischen Rohrleitung und vorhandenem Mauerwerk bzw. Deckenteil zu verfüllen. Typischerweise ist es so, dass der Verputzer erst zur Baustelle gerufen wird, wenn das (Abwasser)Rohr fertig installiert ist. Damit besteht in der Regel nicht die Möglichkeit, das Rohr an irgendeiner Stelle zu trennen. Ohnehin kann es vorteilhaft sein, wenn das Rohr unmittelbar mit von der Füllmasse umgossen wird.
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Bislang werden diese Durchbrüche vor dem Verfüllen aufwändig verschalt, z.Bsp. mit Holzbrettern und Stopfmitteln, was bei Zimmerdecken und Wanddurchbrüchen viele Stunden dauern kann. Je nach Durchbruch muss auch auf weitere zusätzliche Abdichtungsmittel wie PU Schaum oder Silikon Dichtstoffe zurückgegriffen werden, um die Dichtigkeit zu erhöhen. Das erhöht den Arbeitsaufwand noch weiter, und erschwert nach erfolgter Verfüllung die Entfernung der Verschalung. Nach Anbringung der herkömmlichen Verschalung z.Bsp. der Zimmerdecke muss erst getestet werden, ob die gebaute Verschalung dicht ist. Die Nutzung beispielsweise von Flüssigbeton ist erst möglich, wenn sichergestellt ist, dass alles dicht ist. Dafür kann zuerst ein Schnellbeton (Fünfminutenbeton) einzusetzen sein, von dem eine kleine Menge von oben auf die Verschalung eingefüllt wird und der zunächst auch mögliche Leckstellen ausfüllt und damit abdichtet. Anstelle des Schnellbetons kann hier auch Schaumbeton eingesetzt werden, welches nach Einbringung expandiert und somit zugleich als Dichtmaterial und Füllstoff fungiert. Wenn Beton auf den Boden tropft, kann durch Spritzer eine erhebliche Verunreinigung im darunterliegenden Stockwerk anfallen.
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Die deutsche Offenlegungsschrift
DE 10 2021 110 408 A1 , die eine Entwicklung desselben Erfinders auch der vorliegenden Erfindung zeigt, hat sich diesem Problem bereits ein Stück weit angenommen und zeigt eine wiederverwendbare Schalungsmanschette ebenfalls für den Zweck, einen um ein Rohr herum angeordneten Bereich mit einer Füllmasse verfüllen zu können, und dabei weniger feste Verschalungen eingesetzt werden müssen als in bekannten Holzverschalungen. Dort wird ein länglicher Körper um das Rohr herumgewickelt, mit einem Sicherungsband gesichert und dann aufgeblasen, um eine Schalung zu bilden.
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Hingegen zeigt
DE 10 2021 102 201 A1 einen Schalungskörper, der in den Beton eingebettet wird und nach dem Aushärten der Betonmasse als Trittfläche verwendet werden kann. Das stellt einen grundsätzlich verschiedenen Einsatzzweck dar. Eine Verschalung im Bereich eines Rohrdurchgangs ist nicht vorgesehen.
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Die Offenlegungsschrift
DE 2 221 653 zeigt einen wiederverwendbaren Schalungshohlkörper zur in situ Herstellung von Betonrohren am Einsatzort. Die Schalung verfolgt einen grundsätzlich verschiedenartigen Einsatzzweck und weist auch einen sich unterscheidenden Aufbau auf.
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Die vorliegende Erfindung hat sich somit die Aufgabe gestellt, eine Vorrichtung bereitzustellen, mittels welcher der Vorgang der Abdichtung und Verschalung von Rohrdurchführungen erheblich zu beschleunigen und/oder zu vereinfachen ist. In einer Weiterbildung soll sie eine flexible und dichte Abdichtung bereitstellen, ohne dass zusätzliche Abdichtungsmittel wie PU-Schaum oder Silikon notwendig sind.
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In weiteren Weiterbildungen der Erfindung soll die Vorrichtung wiederverwendbar ausgebildet sein, leicht zu installieren und/oder sich an unterschiedliche Rohrdurchmesser und/oder an unterschiedliche, insbesondere nicht-runde Decken- oder Wanddurchbrüche anpassen können.
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Das Problem wird gelöst durch die in den unabhängigen Ansprüchen definierte Erfindung. Abhängige Ansprüche geben Weiterbildungen und bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung wieder.
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Zur Lösung eines der, mehrerer oder aller vorgestellten Aspekte der Aufgabe wird eine Schalungsmanschette zur Herrichtung zumindest einer Teilverschalung um ein verlegtes Rohr herum vorgestellt, so dass eine Füllmasse, insbesondere Beton oder Putz, im Bereich eines Rohrdurchgangs (Durchbruch) um das Rohr herum verfüllt werden kann. Die Schalungsmanschette umfasst einen fluidbefüllbaren Aufblaskörper mit einer Oberseite und einer Unterseite, eine die Oberseite mit der Unterseite verbindende Rohrdurchlassöffnung in der ein Teilstück des Rohres anordenbar ist, so dass sich die Schalungsmanschette um das Rohrteilstück herum erstreckt, eine Trennstelle, die von einer Außenseite bis zur Durchlassöffnung heranreicht und einen Fluideinlass zum Druckbefüllen der Schalungsmanschette mit einem Fluid, insbesondere einem Gas. Die Schalungsmanschette ist derart hergerichtet, im aufgepumpten Zustand das Rohr und den Rohrdurchgang dichtend zu umschließen. Eine Oberseite der Schalungsmanschette bildet eine Aufnahmefläche zur Aufnahme der Füllmasse.
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Die Trennstelle ist so hergerichtet, dass die Schalungsmanschette einfach von der Seite her auf das Rohr aufgeschoben werden kann und im aufgeschobenen Zustand das Rohr wie eine Halskrause umschließt. Beispielsweise handelt es sich bei der Trennstelle also um einen Bereich, bei dem zwei Bereiche der Außenseite der Schalungsmanschette im befüllten Zustand der Schalungsmanschette fest aneinander liegen, aber im entleerten Zustand voneinander beabstandbar sind, so dass die Manschette um das Rohr herum gelegt werden kann. Es ist dabei vorteilhaft, wenn die Schalungsmanschette im befüllten Zustand recht formstabil ist, als beispielsweise durch das Befüllen und somit dem Anspannen des Aufblaskörpers die Eigenstabilität erlangt, so dass im Bereich der Trennstelle im befüllten Zustand die Außenseite des Aufblaskörpers aneinander liegt und die Trennstelle sicher verschließt. Das hat sich in der Anwendung als äußerst praktisch und zeitsparend erwiesen, auch weil dadurch stets eine einheitliche gerade Oberseite der Schalungsmanschette erhalten wird.
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Bei der Trennstelle handelt es sich somit prinzipiell um einen Schlitz im Füllkörper bzw. Aufblaskörper. Mit anderen Worten ist der Füllkörper nicht radial allseits um das Rohr herum angeordnet, sondern weist einen Freihaltebereich auf, so dass zwei äußere Stirnseiten des Füllkörpers im Bereich der Trennstelle im befüllten Zustand aneinander zu liegen kommen. Die Trennstelle ist integral in der Schalungsmanschette angeordnet bzw. integral mit dem Füllkörper ausgebildet.
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Die Schalungsmanschette kann also beispielsweise mittels Luft aus einem Kompressor oder auch einer Handpumpe aufgepumpt werden, nachdem sie um das Rohr herum angeordnet wurde. Für diese Anordnung weist sie an einer Seite die durchgehende Trennstelle auf. Man kann also die Schalungsmanschette an der Trennstelle aufklappen, die beiden Schenkel der Schalungsmanschette um das Rohr herumführen, bis das Rohr in der Durchlassöffnung angeordnet ist und dann die beiden Schenkel wieder schließen. Wenn die Schalungsmanschette im gefüllten Zustand ausreichend formstabil bzw. steif ist, kann die Trennstelle selbstsichernd sein. An der Trennstelle kann auch zusätzlich ein Verbindungsmittel wie z.Bsp. ein Klettband angeordnet sein, welches die Trennstelle nach der Montage am Rohr überbrückt bzw. zusammenhält. Das Verbindungsmittel dient demnach zur Sicherung der Trennstelle nach dem Umlegen der Schalungsmanschette um das Rohr.
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Der Gaseinlass der Schalungsmanschette kann ein Füllanschlussventil umfassen, an welches ein Druckschlauch zum Befüllen des Aufblaskörpers anschließbar ist. Mit anderen Worten kann dies ein Füllventil sein, insbesondere zur Verbindung mit einem Kompressor. Alternativ oder kumulativ kann der Gaseinlass eine Gasquelle umfassen, insbesondere eine CO2-Kartusche, die derart hergerichtet ist, dass sie sich bei Entleerung in den Aufblaskörper entleert und diesen somit befüllt.
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Auf der Oberseite der Schalungsmanschette kann ferner eine Antihaftbeschichtung oder ein hydrophobes Material zur Minimierung der Anhaftung der Füllmasse an der Oberseite angebracht oder angeordnet sein.
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Die Schalungsmanschette kann an seiner Außenseite eine oder mehrere Einbuchtungen aufweisen, um beispielsweise zusätzliche Leitungen, wie Frischwasserrohre oder Kabel, aufnehmen und zusammen mit dem Rohr abdichten zu können. Die Einbuchtungen können so gestaltet sein, dass sie sich mit zunehmendem Fülldruck vollständig verschließen. Wenn sie aber z.B. eine Frischwasserleitung umschließen, schmiegt sich die Manschette auch an diese Leitung dicht an. Die Einbuchtung kann optional auch mit einem Verbindungsmittel gesichert sein.
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Die Schalungsmanschette kann eine asymmetrisch angeordnete Rohrdurchlassöffnung aufweisen. Mit anderen Worten ist die Rohrdurchlassöffnung näher an einer ersten Seite der Schalungsmanschette angeordnet als an der gegenüberliegenden zweiten Seite der Schalungsmanschette. Einer solchen Anordnung ist vorteilhaft, dass zwei benachbarte Rohre mit jeweils einer eigenen Schalungsmanschette abgedichtet werden können.
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Der Aufblaskörper kann ferner zumindest zwei Kammern aufweisen, die individuell mit Fluid wie z.Bsp. Gas gefüllt oder entleert werden können. Die Schalungsmanschette kann also verschiedene Kammern aufweisen, z.B. innere und äußere Luftkammern. Wird eine schmale Breite benötigt, wird entsprechend nur die innere Luftkammer befüllt, aber die äußere Luftkammer nicht befüllt. Dafür können mehrere Füllventile vorgesehen sein. Es kann auch ein verschließbarer Querverbinder in der Schalungsmanschette eingesetzt sein.
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Die Schalungsmanschette kann ferner eine Drucksensorik umfassen. Die erfassten Werte können beispielsweise als Warnanzeige ausgegeben werden, oder aber als Bereichsvorgabe mit einem optischen Anzeiger. Die Drucksensorik kann weiter bevorzugt die von der Rohrdurchlassöffnung auf den Rohrabschnitt ausgeübten Anpressdruck erfasst. So kann der korrekte Fülldruck derart ermittelt werden, dass die Schalungsmanschette mit dem korrekten Druck das eingeschlossene Rohr umschließt. Alternativ oder kumulativ kann die Drucksensorik die von der Oberseite der Schalungsmanschette auf einen den Rohrdurchgang umgebenden Bereich erfassen. Durch Erkennung des Anpressdrucks kann überprüft werden, dass die Schalungsmanschette an der Oberseite gegenüber dem Deckensbereich oder Wandbereich ausreichend abdichtet.
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Schalungsmanschette nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei zumindest die Oberseite eine selbstheilende Membran umfasst. Dies kann ein Selbstteilen des Polymer sein, das kleinere Risse oder Schäden selbstständig repariert. Dies erhöht die Lebensdauer der Schalungsmanschette bzw. reduziert Ausfallzeiten durch Reparaturen.
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Die Schalungsmanschette kann ferner ein integriertes Heizsystem zur Förderung der Aushärtung des an der Schalungsmanschette anliegenden Füllmaterials umfassen. Das Heizsystem kann in die Oberseite der Schalungsmanschette eingebettete Heizdrähte aufweisen, die das direkt auf der Schalungsmanschette auf liegende Füllmaterial heizen können.
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Die Rohrdurchlassöffnung kann an einer Innenseite ein Adapterstück aufweisen zur Anpassung an verschiedene Rohrarten oder Rohrdurchmesser. Diese Adapterstücke können aus einem komprimierbaren Material aufgebaut sein, sodass Rohrdurchmesserbereiche von einem jeden Adapterstück abgedeckt werden können.
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Die Schalungsmanschette kann im gefüllten Zustand schalenförmig ausgebildet sein. Mit anderen Worten stehen die äußeren Kanten höher als die innere Haftmanschette bzw. Rohrdurchlassöffnung, mit der die Schalungsmanschette am Rohr haftet. Dadurch wird eine höhere Anpresskraft an die Decke oder Wand erreicht. Dies kann erzielt werden, indem der Stoff der Oberseite der Schalungsmanschette kürzer ist als die Unterseite, also die Oberseite eine geringere Oberfläche aufweist als die Unterseite. Bei richtiger Positionierung wird die Oberseite im montierten Zustand an einer Decke oder Wand dennoch annähernd flach ausgebildet sein, aber mit den Außenkanten der Schalungsmanschette stärker gegen die Decke bzw. Wand drücken. Durch die Verformung der Schalungsmanschette wird eine Vorspannkraft aufgebaut.
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Im Weiteren wird auch ein Verfahren zur Verschalung eines Rohrdurchgangs um ein bereits verlegtes Rohr herum definiert, mit den folgenden Schritten. Zunächst erfolgt das Anlegen einer Schalungsmanschette, insbesondere wie vorstehend beschrieben, um das Rohr herum. Das folgt des Anordnen der Schalungsmanschette benachbart zum Rohrdurchgang. Ein gasfüllbarer Aufblaskörper (Füllkörper) wird mit Gas bis zum dichten Anpressen der Schalungsmanschette bzw. Rohrdurchgangsöffnung an das Rohr, wie auch an den den Rohrdurchgang umgebenden Bereich von Wand oder Decke. Wenn die Schalungsmanschette derart vorbereitet ist, ist die Baustelle bereit für das Verfüllen des Durchgangs. Es erfolgt daher das Aufbringen von Füllmasse, insbesondere Beton oder Putz, auf eine Oberseite der druckbefüllten Schalungsmanschette und um das Rohr herum in dem Rohrdurchgang. Die Füllmasse wird hernach aushärten. Nach dem Verfestigen oder Aushärten der Füllmasse erfolgt das Entlüften des Aufblaskörpers und somit Lösen der Oberseite der Schalungsmanschette von der Füllmasse. Dieser Schritt hat sich als besonders praktisch erwiesen, denn eine starre Schalungsmanschette würde endfest an dem Beton haften und kaum davon zu lösen sein. Durch das Ablassen der Gasfüllung aus der Schalungsmanschette kann aber die Oberseite einfach und schnell vom Füllmaterial abgezogen werden. Die aufblasbare Manschette kann also nach Gebrauch entleert werden, wodurch der Stoff flexibel wird und auch bei engen Einbaupositionen einfach vom Beton abgezogen werden kann. Anschließend kann die Schalungsmanschette von dem Rohr entfernt werden.
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Die Schalungsmanschette wird also um das Rohr gelegt und - bei einer Deckendurchführung - von unten an die Decke herangeschoben. Ein Füllanschluss kann vorgesehen sein, um die Schalungsmanschette mittels eines Kompressors aufzupumpen. Der Anschluss sollte nach unten bzw. von einer Füllseite weg ausgerichtet sein. Die Manschette wird aufgepumpt, wobei sie sich sehr fest an das Rohr anklemmt. Sie kann z.Bsp. auf 6 Bar aufgepumpt werden. Wenn die Schalungsmanschette auf die richtige Höhe gesetzt ist, dichtet sie also innen gegenüber dem Rohr ab und an der Oberfläche drückt sie gegen die Zimmerdecke - dichtet somit also auch umlaufend den Deckendurchbruch ab. Hernach kann von oben Beton auf die Oberseite eingegossen werden.
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Beispielsweise kann zusätzlich ein Trennmittel auf die Oberfläche aufgebracht werden, bevor der Beton aufgegossen wird, um die Haftung am Beton noch weiter zu verringern. Die Schalungsmanschette kann ein technisches Gewebe als Oberfläche aufweisen, so wie ein PVC-Gewebestoff. Das erhöht die Reißfestigkeit. Die Oberfläche sollte reißfest sein, da sich der Beton beim Abbinden komprimieren kann und somit Stress auf die Oberfläche auslöst. Da der Beton typischerweise an der Oberseite verklebt, ist eine Widerstandsfähigkeit gegen Reißen vorteilhaft.
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Im Falle des Wanddurchbruchs bzw. Wandöffnung nimmt man keinen flüssigen Beton sondern Putz. Dank der Schalungsmanschette kann der Putz einfach von der gegenüberliegenden Seite gegen die Schalungsmanschette "geworfen" werden. Die Schalungsmanschette bildet an der Oberseite bevorzugt eine ebene Oberfläche aus, die bei korrekter Positionierung der Schalungsmanschette keinerlei Nacharbeiten braucht. Der Putz haftet an der Schalungsmanschette und krallt sich in die Wandöffnung. So kann in einem einzigen Arbeitsgang der Bereich um das Rohr herum verfüllt werden, ohne aufwändige Verschalung oder mehrfache Anfahrt der Verputzer, die sonst mehrere Schichten auftragen müssten. Dies geht vielmehr mit der Schalungsmanschette in einem einzigen Arbeitsvorgang in kürzerer Zeit.
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Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen und unter Bezugnahme auf die Figuren näher dargestellt, wobei gleiche und ähnliche Elemente teilweise mit gleichen Bezugszeichen versehen sind und die Merkmale der verschiedenen Ausführungsbeispiele miteinander kombiniert werden können.
Kurzbeschreibung der Figuren
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Es zeigt:
- Fig. 1
- perspektivische Ansicht einer Schalungsmanschette,
- Fig. 2
- Draufsicht auf eine Schalungsmanschette,
- Fig. 3
- Seitenansicht auf eine Schalungsmanschette,
- Fig. 4
- perspektivische Ansicht auf eine weitere Ausführungsform einer Schalungsmanschette,
- Fig. 5
- Draufsicht auf eine Schalungsmanschette,
- Fig. 6
- schematische Darstellung einer an einem Rohr angeordneten Schalungsmanschette,
- Fig. 7
- weitere schematische Darstellung einer an einem Rohr angeordneten Schalungsmanschette,
- Fig. 8
- noch eine schematische Darstellung einer weiteren Ausführungsform einer an einem Rohr angeordneten Schalungsmanschette,
- Fig. 9
- noch eine schematische Darstellung einer Ausführungsform einer an einem Rohr angeordneten Schalungsmanschette,
- Fig. 10
- schematische Darstellung einer Ausführungsform zweier an jeweils einem Rohr angeordneten Schalungsmanschette,
- Fig. 11
- Ablaufdiagramm eines Verfahrens zum Einsatz einer Schalungsmanschette.
Detaillierte Beschreibung der Erfindung:
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Bezug nehmend auf die Fig. 1 ist eine perspektivische Darstellung auf die Unterseite 12 einer Schalungsmanschette 10 gezeigt, wobei die Unterseite 12 einen Gasanschluss 20 aufweist. In der Mitte der Schalungsmanschette 10 ist eine Rohrdurchgangsöffnung 30 mit einer Innenwand 32 angeordnet, wobei eine Trennstelle 40 von einer Außenseite 14 bis zur Innenwand 32 der Rohrdurchgangsöffnung 30 hineinreicht. Die Schalungsmanschette 10 kann, bevorzugt im nicht aufgeblasenen Zustand, um ein Rohr herum angeordnet werden. Wenn dabei die Schalungsmanschette 10 nicht prall gefüllt ist, sondern weich und formbar, kann die Anordnung an dem Teilstück 52 des Rohres 50 leichter ausführbar sein. Dabei ist es auch möglich, die Schalungsmanschette 10 entlang der Rohrerstreckungsrichtung 58 zu verschieben, bis die Schalungsmanschette 10 schließlich an dem gewünschten Teilstück 52 angeordnet ist.
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Fig. 2 zeigt die Schalungsmanschette in Draufsicht auf die Unterseite 12. An der umlaufenden Außenseite 14 ist ein Verschluss 42 angeordnet, welcher von der Außenseite 14 lösbar ausgeführt ist. Nachdem die Schalungsmanschette 10 um das Rohr 50 herum angeordnet ist, kann mit dem Verschluss 42 die Trennstellen 40 gesichert werden. Mittels des Verschlusses 42 kann somit verhindert werden, dass sich die Schalungsmanschette 10 im Bereich der Trennstellen 40 aufwölbt und in diesem Bereich möglicherweise nicht ausreichend Dichtigkeit bereitstellt. Mit anderen Worten nimmt der Verschluss 42 eine Spannkraft auf, die dafür sorgt, dass die Trennstelle 40 dicht bleibt. Mit Bezug auf Fig. 3 ist eine Schalungsmanschette noch in Seitenansicht dargestellt, wobei eine beispielhafte Ausdehnung des Verschlusses 42 erkennbar ist. In einem einfachen Beispiel kann der Verschluss 42 als Halteband ausgeführt sein, beispielsweise als Klettband oder Hakenband.
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Fig. 4 zeigt eine weitere Ausführungsform der Schalungsmanschette mit einer runden Form, die je nach Einbausituationen sich vorteilhaft an die Gegebenheiten anschließen kann. Gleiche Bezugszeichen zeigen gleiche vorstehend beschriebene Elemente.
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Mit Fig. 5 ist in diesem Beispiel zu der runden Ausführungsform eine Draufsicht auf die Oberseite 16 dargestellt. Auf der Oberseite ist eine Beschichtung 15 angeordnet, die die Haftung mit der Füllmasse verringert. Beispielsweise kann sich um ein hydrophobes Material handeln oder um eine Beschichtung 15 umfassend eine wasserabweisende Schicht.
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Ferner sind in dem mit Fig. 5 gezeigten Beispiel in der Oberseite 16 Heizdrähte 35 einer Heizeinrichtung 34 eingenäht, die nach erfolgter Befüllung der Schalungsmanschette 10 mit Gas angeschaltet werden können, sodass eine auf der Schalungsmanschette 10 aufgefüllte Füllmasse mittels der Heizung mit den Heizdrähten 35 schneller trocknen kann. Die Heizdrähte 35 werden über einen nach innen gerichteten Stromanschluss 36 mit Strom versorgt. Beispielsweise kann in der Schalungsmanschette 10 auch ein Stromspeicher (nicht dargestellt) eingebaut sein zur Bereitstellung der Stromversorgung der Heizeinrichtung 34.
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Bezugnehmend auf die Fig. 6 ist die prall gefüllte Schalungsmanschette 10 dargestellt, welche an einem Rohr 50 angeordnet ist und einen nur schematisch dargestellten Durchbruch 62 in einer Wand oder Geschossdecke 60 von einer Seite verschalt. Wenn es sich in diesem Beispiel um eine Geschossdecke 60 handelt, verschalt die Schalungsmanschette 10 den Durchbruch 62 in der Geschossdecke 60 von der Unterseite. Die Schalungsmanschette 10 umschließt ein Rohrteilstück 52 dank des Innendrucks so fest, dass es nicht verrutschen kann. Dennoch ist es im unbefüllten Zustand der Schalungsmanschette 10 ganz leicht, diese an dem korrekten Teilstück 52 zu positionieren. In der korrekten Position umschließt die Schalungsmanschette 10 gleichermaßen auch den Durchbruch 62, in dem die Oberseite 16 an der Außenseite 14 sich an die Geschossdecke 60 anschmiegt bzw. andrückt. Gegebenenfalls kann die Schalungsmanschette 10 zum besseren andrücken an die Geschossdecke 60 becherförmig ausgebildet sein, was soviel bedeutet, als dass die Außenseite 14 näher an der Geschossdecke 60 liegt als die Rohrdurchgangsöffnung 30. Beispielsweise kann dies erreicht werden, indem die Oberseite 16 kürzer bzw. schmaler ausgebildet ist als die Unterseite 12.
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Das Rohrteilstück 51 soll im Durchbruch 62 von einer Füllmasse umgeben bzw. umgossen werden. Dank des Einsatzes der Schalungsmanschette 10 kann diese Füllmasse bereits in den Durchbruch 62 eingebracht werden, sobald die Schalungsmanschette aufgepumpt ist und gegen die Geschossdecke oder Wand 60 andrückt.
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Mit Bezug auf die Fig. 7 ist eine weitere Ausführungsform der Schalungsmanschette 10 gezeigt, welche nunmehr eine eingebaute Gasquelle 22 aufweist, wie beispielsweise eine CO2-Patrone. Die Gasquelle 22 kann durch Aktivierung eigenständig die Schalungsmanschette 10 mit Druck beaufschlagen. Des Weiteren ist in dieser Ausführungsform ein Einschnitt 44 vorgesehen, durch welchen ein weiteres Rohr oder Kabel 54 hindurchgeführt und gleichermaßen mit der Schalungsmanschette 10 abgedichtet werden kann. Das Rohr 54 ist beispielsweise eine Frischwasserleitung, die an der Durchgangsöffnung 46 die Schalungsmanschette 10 passiert. Der Einschnitt 44 kann genauso wie die Trennstellen 40 einen Verschluss 42 aufweisen. Gegebenenfalls kann der Einschnitt 44 aber, da er deutlich kürzer ist, auch so hergerichtet sein, dass er ohne Verschluss 42 dichtend abschließt. Abwasserrohr 50 und Frischwasserleitung 54 werden somit gemeinsam in dem Durchbruch 62 mit Füllmasse umgossen, wobei die Schalungsmanschette 10 von unten den Durchbruch komplett abdichtet.
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Mit Fig. 8 ist eine weitere Ausführungsform der Schalungsmanschette 10 gezeigt, wobei der Einschnitt 44 einen Winkel aufweist, sodass verschiedene Einbaupositionen der weiteren Leitung 54 erfasst werden können, und auch bei verschiedenen Einbaupositionen die Schalungsmanschette 10 ihre Dichtheit und zuverlässig verschalt. An der Unterseite der Schalungsmanschette 10 ist ein Füllanschluss 20 angeordnet, welcher beispielsweise dazu hergerichtet sein kann, mittels eines handelsüblichen Luftkompressors Druckluft anzunehmen um damit die Schalungsmanschette 10 mit Druck zu beaufschlagen.
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Weiter Bezug nehmend auf Fig. 9 ist eine weitere Ausführungsform der Schalungsmanschette 10 dargestellt, welche zwei getrennte Füllkammern oder Aufblaskörper 18, 19 aufweist, die von einer Trennwand 17 unterteilt sind. Mittels der getrennten Füllkammern 18, 19 kann mit einer Schalungsmanschette 10 eine Vielzahl von Einsatzzwecken abgedeckt werden. Bei enger räumlicher Begrenzung der Einbausituationen kann es sinnvoll sein, lediglich die innere Füllkammer 18 zu füllen. Wenn hingegen ein größerer Durchbruch 62 abzudecken ist, kann die äußere Füllkammer 19 ebenfalls gefüllt werden, und somit unterschiedliche Einsatzanforderungen mit nur einer Schalungsmanschette 10 abgedeckt werden. Beispielsweise kann die äußere Füllkammer 19 auch mittels Befestigungsmitteln wie einem Reißverschluss an der Trennwand 17 befestigbar sein.
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In einem einfachen Fall mit nur einer Füllkammer ist die Außenwand des Aufblaskörpers 18, 19 auch die Hülle der Schalungsmanschette 10, so dass es sich bei dem Aufblaskörper 18, 19 nicht um ein getrenntes Bauteil handelt. Vielmehr ist in diesem Fall der von der Schalungsmanschette 10 gebildete Innenraum zugleich der Aufblaskörper 18, 19. Hierfür kann die Hülle der Schalungsmanschette 10 auf der Innenseite eine gasundurchlässige Beschichtung aufweisen oder aus einem gasundurchlässigen Material bestehen.
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Schließlich bezugnehmend auf die Fig. 10 ist noch einer Ausführungsform gezeigt, bei welcher in enger räumlicher Nähe zueinander zwei Rohre 50, 55 in einem gemeinsamen Durchbruch 62 mit Füllmasse zu umfüllen sind. Für eine solche Einbausituationen kann es sinnvoll sein, wenn die jeweilige Rohrdurchgangsöffnung 30 asymmetrisch an der Schalungsmanschette 10 angeordnet ist. Wie in Fig. 10 ersichtlich, ist in diesem Fall vorgesehen, dass die Schalungsmanschetten 10, 11 so gedreht werden können, dass die Manschette 10 in Richtung des eng benachbarten zweiten Rohres 55 nur einen geringen Auftrag auf das Rohr 50 aufbringt, sodass die zweite Schalungsmanschette 11 sich an die erste Schalungsmanschette 10 an einer Berührfläche 13 anschmiegen kann und der Durchbruch 62 insgesamt dadurch abgedichtet wird.
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Nunmehr bezugnehmend auf die Fig. 11 ist ein Ablaufdiagramm für das Verfahren 100 zum Einsatz der Schalungsmanschette 10, 11 erläutert. In der Regel schließt sich das hier vorgestellte Verfahren 100 an das Verlegen eines Rohres 50 an, sodass das Rohr 50 also vor Beginn dieses Verfahrens bereits fertig verbaut ist. Die Schalungsmanschette 10 kann selbstverständlich auch an ein Rohr 50 angebracht werden, welches an einem Ende noch frei ist. Dies wäre sogar noch einfacher, da dann insbesondere keine Trennstelle 40 notwendig wäre. Eine solche Einbausituationen ist aber nicht die Regel, weshalb es zu den oben erläuterten Komplikationen kommt. In jedem Fall ist der erste Schritt des Verfahrens das Anlegen 110 der Schalungsmanschette 10 um das Rohr 50 herum. Typischerweise ist für diesen Verfahrensschritt 110 die Manschette 10 entleert oder jedenfalls teilentleert, sodass sie flexibel, weich und gut handhabbar ist. Insbesondere ist die Manschette 10 zum Zeitpunkt des Schritts 110 entlang des Rohres 50 verschieblich. Wenn die Manschette 10 nicht bereits in Schritt 110 perfekt angeordnet ist, erfolgt in Schritt 120 das Anordnen der Schalungsmanschette 10 benachbart zum Durchbruch 62 bzw. zum Rohrdurchgang durch das Mauerwerk oder die Geschossdecke. Beim anordnen 120 kann beispielsweise mittels einer Wasserwaage oder einem geeigneten Werkzeug eine Markierung am Rohr 50 angebracht werden, die sich an der Wand oder der Geschossdecke 60 orientiert, beispielsweise die Unterseite der Geschossdecke 60. Dann kann ganz einfach die Manschette 10 an dieser Markierung ausgerichtet werden, beispielsweise unmittelbar unterhalb der Geschossdecke 60. Die Position der Manschette 10 hängt auch von der Form der Oberseite 16 der Manschette 10 ab. Wenn beispielsweise die Manschette 10 becherförmig ausgebildet ist, sich also die Außenkante nach oben abhebt, kann es sinnvoll sein, die Manschette 10 leicht unterhalb der Geschossdecke 60 anzuordnen, und trotzdem werden die Außenkanten dicht an der Geschossdecke 60 um den Durchbruch 62 herum Abdichten.
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Hernach wird der gasbefüllbare Aufblaskörper 18, 19 mit einem geeigneten Gas beispielsweise auf einen vorbestimmten Druck im Schritt 130 aufgepumpt. In jedem Fall erfolgt das Aufpumpen des gasbefüllbaren Aufblaskörpers 18, 19 jedenfalls solange, bis die Schalungsmanschette 10 im Bereich der Rohrdurchgangsöffnung 30 dicht an das Rohr 50 anpresst. Durch das Anpressen am Rohr 50 wird die Schalungsmanschette 10 eigenstabil und wird vom Rohr 50 gehalten bzw. getragen, ohne dass die Schalungsmanschette 10 selbst abgestützt werden müsste. Ferner presst sich die Schalungsmanschette 10 auch an den den Rohrdurchgang 62 umgebenden Bereich an. Der Durchbruch bzw. Rohrdurchgang 62 ist somit von einer Seite, beispielsweise der Unterseite im Falle eines Geschossdurchgangs, abgedichtet bzw. verschalt. In den Händen eines Fachmanns kann dieser Vorgang in wenigen Minuten erledigt sein - und damit im Vergleich zum Stand der Technik viele Stunden Arbeitszeit einsparen.
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Sobald der Durchbruch bzw. Rohrdurchgang 62 auf diese Weise im Schritt 130 verschalt ist, erfolgt im Eintragschritt 140 der Eintrag von Füllmasse, insbesondere Beton oder Putz, auf die Oberseite 16 der druckbefüllten Schalungsmanschette 10. Mit anderen Worten wird Beton oder Putz um das Rohr herum in dem Rohrdurchgang bzw. Durchbruch 62 angeordnet. Die Schalungsmanschette 10 ist steif genug ausgebildet, dass sie den aufgetragenen Beton auf der Oberseite trägt. Gegebenenfalls kann es sinnvoll sein, zunächst ein leichtes Material wie Blähbeton oder eine geringe Menge eines schnell abbindenden Materials, wie Schnellbeton, auf die Schalungsmanschette 10 aufzufüllen, und dies zunächst Abbinden zu lassen. Damit kann auf der Oberseite 16 der Schalungsmanschette 10 eine zusätzliche harte Schicht aufgebracht werden, die gemeinsam mit der Schalungsmanschette 10 den weiteren Eintrag von Füllmasse trägt. In diesem Fall kann es sogar sinnvoll sein, wenn das erste Material (Blähbeton oder Schnellbeton) eine gewisse Haftung an der Oberseite 16 mit der Schalungsmanschette 10 eingeht. Dann bildet sich zwischen der Oberseite 16 der Schalungsmanschette 10 und der ersten eingefüllten Füllmasse ein tragender Verbund aus. Schließlich wird der ganze Durchbruch bzw. die Rohrdurchgangsöffnung 62 mit Füllmasse verfüllt.
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Sobald jedenfalls das untere Material der Füllmasse ausreichend verfestigt oder ausgehärtet ist, kann die Schalungsmanschette 10 in Schritt 150 entlüftet werden, wodurch insbesondere auch die Oberseite 16 weich und formbar wird. Im entlüfteten Zustand kann die Schalungsmanschette 10 dann von der Füllmasse 64 abgelöst werden. Da die Schalungsmanschette 10 sich auch nicht mehr fest um das Rohr 50 schließt, kann in Schritt 160 die Schalungsmanschette 10 nun einfach vom Rohr 50 entfernt werden. Bei korrektem Einsatz der Schalungsmanschette 10 ist die Tätigkeit somit bereits abgeschlossen. Im Idealfall ist es auch nicht notwendig, die Füllmasse 64 nachzubearbeiten, da die Unterseite und die Oberseite der Füllmasse 64 jeweils glatte und ebene Oberflächen gebildet haben.
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Die vorliegende Beschreibung weist insgesamt eine Vielzahl an Aspekten auf, die einzeln oder zusammen mit anderen wesentliche Aspekte der Erfindung(en) definieren können.
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Es ist dem Fachmann ersichtlich, dass die vorstehend beschriebenen Ausführungsformen beispielhaft zu verstehen sind und die Erfindung nicht auf diese beschränkt ist, sondern in vielfältiger Weise variiert werden kann, ohne den Schutzbereich der Ansprüche zu verlassen. Ferner ist ersichtlich, dass die Merkmale unabhängig davon, ob sie in der Beschreibung, den Ansprüchen, den Figuren oder anderweitig offenbart sind, auch einzeln wesentliche Bestandteile der Erfindung definieren, selbst wenn sie zusammen mit anderen Merkmalen gemeinsam beschrieben sind. In allen Figuren stellen gleiche Bezugszeichen gleiche Gegenstände dar, so dass Beschreibungen von Gegenständen, die gegebenenfalls nur in einer oder jedenfalls nicht hinsichtlich aller Figuren erwähnt sind, auch auf diese Figuren und Ausführungsbeispiele übertragen werden können, hinsichtlich welchem der Gegenstand in der Beschreibung nicht explizit beschrieben ist.
Bezugszeichenliste
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- 10
- Schalungsmanschette
- 11
- weitere Schalungsmanschette
- 12
- Unterseite
- 13
- Berührfläche
- 14
- Außenseite
- 15
- abweisende Schicht
- 16
- Oberseite
- 17
- Trennwand
- 18
- erste Füllkammer
- 19
- zweite Füllkammer
- 20
- Gasventil
- 22
- Gasquelle
- 30
- Rohrdurchgangsöffnung
- 32
- Innenseite
- 34
- Heizsystem
- 35
- Heizdrähte der Heizeinrichtung
- 36
- Stromanschluss
- 40
- Trennstelle
- 41
- Trennstellen in äußerer Füllkammer
- 42
- Verschluss oder Halteband
- 44
- Einschnitt
- 46
- Durchgangsöffnung für weiteres Rohr oder Kabel
- 50
- Rohr
- 51
- Rohrteilstück in Geschossdecke
- 52
- Rohrteilstück in Rohrdurchgangsöffnung der Schalungsmanschette
- 54
- weiteres Rohr oder Kabel
- 58
- Rohrerstreckungsrichtung
- 60
- Wand oder Geschossdecke
- 62
- Durchbruch
- 64
- Füllmasse
- 70
- Drucksensorik
- 72
- Rohranpressdrucksensoren
- 74
- Flächenanpressdrucksensor
- 100
- Verfahren zur Anwendung einer Schalungsmanschette