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Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum fernbedienbaren Anzünden von Munition. Hierbei wird insbesondere das mechanische Anzünden mittels einer Zündvorrichtung berücksichtigt. Klassischerweise wird ein Zündhütchen als Zündvorrichtung verwendet. Entsprechend wird ein mechanisches Schlagstück dann dazu verwendet, die Zündvorrichtung zu aktivieren und das Anzünden der Munition durchzuführen.
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Entsprechende Vorrichtungen werden in unterschiedlichen Waffenarten für unterschiedliche Munition benötigt. Dies reicht von handgehaltenen Waffen bis hin zu fest montierten Waffenstationen.
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Entsprechende fernbedienende Einrichtungen zum Zünden von patronierter Munition mit Anzündelement arbeiten zum überwiegenden Teil mit mechanisch vorgespannten Schlagstücken. Dazu gehören ein fernbedienbarer Auslösemechanismus und ein fernbedienbares Sicherungssystem, welche die unbeabsichtigte Schussabgabe verhindern sollen. Durch das Vorspannen von Schlagstücken ist jedoch nicht ausgeschlossen, dass in Folge einer Fehlbedienung eine Schussabgabe erfolgen kann, da die benötigte Energie für den Zündimpuls durch die Vorspannung abrufbar bereit ansteht.
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Entsprechende Vorrichtungen sind beispielsweise aus der
CH 711 375 A2 bekannt. Offenbart ist eine separate Lösung zum Vorspannen des Schlagstücks, zum Auslösen des Schlagstücks und zum Sichern des Schlagstücks. Hierbei wird mithilfe eines Aktuators das Schlagstücken betrieben.
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Aus der
EP 2 282 157 B1 ist dazu eine fernsteuerbare Spannvorrichtung für Maschinengewehre bekannt, wobei ein Kettenspanner dazu genutzt wird, eine entsprechende Spannung in der Vorrichtung zu realisieren.
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Bei den vorgenannten Lösungen ergibt sich das Problem, dass die in der Vorrichtung befindliche Schlagstücke Vibrationen und Schocken ausgesetzt sein können, beispielsweise bei Transport oder Fahrt der Waffe durch Gelände. In Abhängigkeit der Art des Aktuators kann sich die Waffe dabei in einem nicht sicher definierten Zustand befinden und es kann vorkommen, dass ein unabsichtliches Anzünden der Munition geschieht.
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Es besteht somit das Problem einer unzureichenden Sicherheit der Vorrichtung. Die vorliegende Erfindung nimmt sich dieses Problems an und schlägt eine Lösung vor.
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Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es somit, eine Vorrichtung zum fernbedienbaren Anzünden von Munition bereitzustellen, welche zuverlässig funktioniert und eine gegenüber dem Stand der Technik verbesserte Sicherheit gegen unabsichtliches Anzünden der Munition bietet. Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des vorliegenden Hauptanspruchs gelöst.
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Demnach wird eine Vorrichtung zum fernbedienbaren Anzünden von Munition vorgeschlagen, mit einer Zündvorrichtung und einem Schlagstück. Vorzugsweise wird die Zündvorrichtung als Zündhütchen ausgeführt. Das vorgenannte Schlagstück ist als mechanisches Schlagstück ausgeführt, welches auf die Zündvorrichtung einwirken kann und die Zündvorrichtung dazu bringt, das Anzünden der Munition vorzunehmen.
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Weiterhin beinhaltet die erfindungsgemäße Vorrichtung einen bewegbaren Hebel, welcher das Schlagstück bewegen kann. Dazu kann das Schlagstück direkt an dem Hebel angeordnet sein. Das Schlagstück kann aber auch mittelbar am Hebel angeordnet sein, beispielsweise durch ein Gelenk.
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Erfindungsgemäß ist in der Vorrichtung ein Führungselement bewegbar gelagert und kann mehrere Positionen durch seine Bewegbarkeit einnehmen, mindestens jedoch eine Ruheposition und eine Aktivierungsposition.
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Weiterhin ist erfindungsgemäß der Hebel so ausgeführt, dass das Führungselement bei seiner Bewegung den Hebel in eine Bewegung, bevorzugt in eine Drehbewegung, versetzen kann. Bei der Bewegung des Hebels kann somit das Führungselement mit dem Hebel in Wirkverbindung treten, um die vorgenannte Bewegung auszuführen. Bevorzugt geschieht dies bei der Bewegung des Führungselements aus der Ruheposition in die Aktivierungsposition.
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Weiterhin ist erfindungsgemäß eine Sicherung vorgesehen, welche die Bewegung des Hebels behindern kann. Da der Hebel mit dem Schlagstück derart verbunden ist, dass der Hebel das Schlagstück bewegen kann, wird also auch die Bewegung des Schlagstücks durch die Sicherung verhindert. Dadurch entsteht eine erhebliche Sicherheit gegen unabsichtliches Anzünden der Munition.
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Die Interaktion des Hebels mit dem Führungselement kann nun unterschiedlich ausgeführt werden. Diese unterschiedlichen Ausführungsformen werden anschließend in der Figurenbeschreibung näher erläutert. Ebenso kann die Interaktion des Hebels mit dem Schlagstück unterschiedlich gestaltet sein. Auch hier wird auf die nachfolgende Figurenbeschreibung verwiesen.
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In einer besonderen Ausführungsform ist ein Gehäuse für die Vorrichtung vorgesehen. Dieses Gehäuse kann schließbar gestaltet sein, um Schutz für die Vorrichtung bieten zu können. Die Vorrichtung kann in das Gehäuse eingebracht werden und dort auch gewartet werden.
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Zum erfindungsgemäßen Funktionsprinzip der Vorrichtung wird angeführt, dass das Führungselement als Ausgangsposition seine Ruheposition einnimmt.
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Durch eine fernbedienbare Auslösung der Bewegung des Führungselements kann dieses nun aus seiner Ruheposition hinausbewegt werden, und zwar in Richtung seiner Aktivierungsposition. Dies wird bevorzugt durch einen fernbedienbaren Aktuator realisiert, der eine Antriebskraft auf das Führungselement ausüben kann. Durch diese Antriebskraft wird dann das Führungselement in Bewegung versetzt und aus seiner Ruheposition herausbewegt. Für den Aktuator wird ein Elektromagnet vorgeschlagen, welcher fernbedienbar magnetisiert oder entmagnetisiert werden kann.
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Bei der Bewegung des Führungselements aus seiner Ruheposition hinaus bewegt das Führungselement damit den Hebel und sorgt dafür, dass das Schlagstück in Richtung Zündvorrichtung bewegt wird, und zwar in einer Geschwindigkeit, dass das Schlagstück die Zündvorrichtung aktiviert, sodass die Zündvorrichtung die Munition anzünden kann.
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Nach der Bewegung des Führungselements und dem anschließenden Anzünden der Munition wird das Führungselement wieder in seine Ruheposition zurückbewegt und die Vorrichtung befindet sich wieder in der Ausgangs- bzw. Ruheposition.
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Zur Rückführung des Führungselements in seine Ruheposition wird bevorzugt vorgeschlagen, dass die Vorrichtung ein Rückholelement beinhaltet, welches bei nicht vorhandener Antriebskraft das Führungselement in seiner Ruheposition bewegen kann. Als einfachste Ausführungsform kann hierzu eine Feder vorgesehen sein, aber auch hydraulische, elektrische oder pneumatische Rückholelemente sind denkbar.
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Bei der Verwendung eines Rückholelements muss der Aktuator so ausgelegt sein, sodass die Antriebskraft die Kraft des Rückholelements überwinden kann, um das Führungselement von seiner Ruheposition in die Aktivierungsposition zu überführen.
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Durch die Kraft des Rückholelements wird sichergestellt, dass das Führungselement in seiner Ruheposition gehalten wird. Dadurch wird das Risiko einer unabsichtlichen Anzündung herabgesetzt. Zur weiteren Sicherung gegen unabsichtliches Anzünden der Munition wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, eine Sicherung zu verwenden, welche die Bewegung des Hebels bzw. des Schlagstücks behindern kann. Die Sicherung kann hierzu als Sicherungsstift ausgeführt sein, aber auch mechanische Bremsen oder eine mechanische Festsetzung des Hebels sind denkbar.
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In einer besonderen Ausführungsform wird vorgeschlagen, einen Sicherungsantrieb zu verwenden, welcher zum einen die Sicherung aktivieren oder deaktivieren kann. Dazu kann der Sicherungsantrieb ebenfalls fernbedienbar gestaltet sein.
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Der Hebel kann durch ein Lager gelagert sein. Durch ein solches Lager kann eine Drehbewegung des Hebels realisiert werden. In einer besonderen Ausführungsform kann hierzu die Sicherung auch in das Lager eingebaut werden, um die Drehung im Lager zu verhindern.
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In einer weiteren besonderen Ausführungsform kann das Schlagstück derart gestaltet sein, dass es in seiner Bewegung eingeschränkt werden kann, aber auch freigegeben werden kann, um auf die Zündvorrichtung einzuwirken. In diesem Fall wird vorgeschlagen, ein Spannelement als Energiespeicher zu verwenden, welcher gespeicherte Energie dazu verwendet, das Schlagstück in Richtung der Zündvorrichtung zu bewegen. Dadurch wird eine erhöhte Schlagkraft auf die Zündvorrichtung realisiert. Es entsteht eine sichere Anzündung.
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Zu der vorgenannten freien Beweglichkeit des Schlagstücks kann das Führungselement derart gestaltet sein, dass es einen Nocken beinhaltet. Es wird vorgeschlagen, den Nocken über einen Drehpunkt drehbar zu lagern. Der Nocken kann über das Führungselement dann mit dem Hebel interagieren. Der Hebel wiederum kann dazu derart ausgestaltet sein, dass er eine Steigung aufweist, welcher in Bezug zur Ebene des Hebels zur Bewegungsrichtung des Führungselements ansteigend verläuft.
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Bei dieser Ausgestaltung wird bei der Überführung des Führungselements aus der Ruheposition hinaus der Nocken über diese Steigung geleitet, wodurch der Hebel in Bewegung versetzt wird und das Schlagstück in Bewegung versetzt wird. Durch die Bewegung des Schlagstücks wird dem Spannelement Energie zugeführt. Bei der weiteren Bewegung des Nockens über die Steigung des Hebels hinaus, gibt der Nocken dann die Bewegung des Hebels frei sowie dann auch die Bewegung des Schlagstücks. Die vorher gespeicherte Energie aus dem Spannelement wird auf das nunmehr freie Schlagstück übertragen, wodurch das Schlagstück in Richtung Zündvorrichtung bewegt wird und auf diese einwirken kann.
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Bei der Rückführung des Führungselements dieser Ausgestaltung stößt nun der Nocken vor die Steigung des Hebels und wird dadurch bei der weiteren Rückbewegung des Führungselements in Drehbewegung versetzt, um über die Steigung hinwegzugelangen. Dadurch kann das Führungselement mitsamt dem Nocken wieder in die Ruheposition zurück überführt werden. Weiterhin bevorzugt weist der Nocken für seine Funktion eine Drehsperre auf. Diese ermöglicht dem Nocken bei der Rückführung des Führungselements in die Ruheposition sich drehen zu lassen. Bei der Bewegung des Führungselements aus der Ruheposition hinaus blockiert die Drehsperre die Drehbewegung, so dass der Nocken sich bei dieser Bewegung nicht dreht.
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In einer weiteren Ausführungsform wird vorgeschlagen, dass der Hebel einen Anschlag umfasst, um die Bewegung des Hebels zu begrenzen. Dies ist dann vorteilhaft, da erfindungsgemäß ein Niederhalter am Führungselement als Sicherung vorgesehen ist. Hierzu besitzt der Hebel wiederum die vorgenannte Steigung, welcher in Ruheposition des Führungselements eine parallel zur Bewegungsrichtung des Führungselements verlaufende Fläche aufweist, mit welcher der Niederhalter interagiert. Der Hebel befindet sich in diesem Moment im Anschlag.
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Durch den Niederhalter wird die Bewegung des Hebels unter Zuhilfenahme des vorgenannten Anschlags in seiner Bewegung gehindert, bis der Niederhalter zur Position des Lagers des Hebels gelangt. Die Steigung des Hebels erstreckt sich dazu bis zum Lager des Hebels, sodass bei weiterer Bewegung des Führungselements über das Lager des Hebels hinaus die Bewegung des Hebels freigegeben wird, da der Niederhalter nun nicht mehr in Kontakt mit der Steigung tritt.
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In diesem Zusammenhang wird weiterhin erfindungsgemäß vorgeschlagen, dass das Führungselement ein bewegbares Druckstück beinhaltet. Das Druckstück wird mittels des Spannelements in Richtung einer Druckrichtung mit einem Druck bzw. einer Kraft beaufschlagt. Dieses Druckstück wirkt dann in Druckrichtung auf den Hebel ein und falls dieser über den Niederhalter freigegeben wurde, sorgt das Druckstück dafür, dass der Hebel mitsamt dem Schlagstück in Richtung der Zündvorrichtung bewegt wird.
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Solange der Niederhalter bei dieser Ausführungsform also mit der Steigung in Kontakt steht, wirkt er als Sicherung und der Hebel kann keine Bewegung ausführen. Die Bewegung des Führungselement sorgt dann zunächst für das Spannen des Spannelements. Bei weiterer Bewegung steht der Niederhalter dann nicht mehr in Kontakt mit der Steigung und gibt damit die Bewegung des Hebels frei, welcher dann durch das Druckstück über das Spannelement in Bewegung versetzt wird.
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In einer weiteren Ausführungsform wird vorgeschlagen, dass die Vorrichtung eine Zahnstange beinhaltet, welche sich zusammen mit dem Führungselement bewegen kann, beispielsweise ausgelöst durch den Aktuator. Die Zahnstange wiederum wird von der vorgenannten Sicherung in ihrer Position gehalten, bis das Führungselement in seiner Bewegung über eine bestimmte Position hinausgeführt wird. Die Bewegung des Führungselements führt dabei zur Entriegelung der Sicherung.
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Anschließend wird mit dem Führungselement zusammen die Zahnstange bewegt, welche wiederum ein Getriebe über ein Zahnrad antreiben kann, um den Hebel in Bewegung zu versetzen. Dieser löst dann wiederum, wie vorgenannt, die Zündvorrichtung aus, wodurch das Anzünden der Munition geschieht.
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Weitere Merkmale ergeben sich aus den beigefügten Zeichnungen. Es zeigen:
- Figur 1:
- Eine erfindungsgemäße Vorrichtung mit einem Schlagstück, welches über ein Gelenk am Hebel angeordnet ist.
- Figur 2:
- Eine erfindungsgemäße Vorrichtung mit Druckstück und Niederhalter.
- Figur 3, 4:
- Jeweils die erfindungsgemäße Vorrichtung aus Figur 2 beim Auslösen des Anzündvorgangs.
- Figur 5:
- Eine erfindungsgemäße Vorrichtung mit Zahnstange und Getriebe.
- Figur 6, 7:
- Zwei perspektivische Darstellungen einer erfindungsgemäßen Ausführungsform mit Sicherungsantrieb.
- Figur 8:
- Funktionsweise der Ausführungsform aus den Figuren 6 und 7.
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Die Figur 1 zeigt eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung. Hierbei wird bei Aktivierung der Vorrichtung durch einen Aktuator eine Antriebskraft 9 auf das Führungselement 2 beaufschlagt. Das Führungselement 2 beinhaltet einen Nocken 3, welcher über einen Drehpunkt 6 am Führungselement 2 drehgelagert ist. Über eine Drehsperre kann eine Drehbewegung entgegen der Drehrichtung 11 verhindert werden.
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Die Antriebskraft 9 bewegt dabei das Führungselement 2 sowie den daran angeordneten Nocken 3. Sie führt weiterhin dem Rückholelement 15 mechanische Energie zu und entfernt gleichzeitig die Sicherung 14 bei der Bewegung des Führungselements 2. Dazu ist die Sicherung 14 ebenfalls am Führungselement 2 angeordnet und erstreckt sich im Ruhezustand des Führungselements 2 zwischen dem Schlagstück 1 und der Zündvorrichtung 16, so dass das Schlagstück 1 nicht in Wirkverbindung mit der Zündvorrichtung 16 treten kann. Bei der Bewegung des Führungselements 2 wird die Sicherung 14 bewegt, so dass sich die Sicherung 14 nicht mehr zwischen Schlagstück 1 und Zündvorrichtung befindet.
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Der Hebel 4 weist eine Steigung 12 auf, welche in Relation zur Ebene 19 des Hebels 4 zur Bewegungsebene des Führungselements 2 ansteigend verläuft. Da der Nocken 3 des Führungselements 2 mit dem Hebel 4 in Verbindung steht, gleitet der Nocken 3 bei der Bewegung des Führungselements 2 über die Steigung 12 des Hebels 4. Dadurch wird der Hebel 4 in eine Drehbewegung 8 um das Lager 5 in der angezeigten Drehrichtung versetzt.
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Der Steigung 12 gegenüberliegend ist der Hebel 4 über ein Gelenk 7 mit dem Schlagstück 1 verbunden und versetzt dieses durch die Drehbewegung des Hebels 4 in einer Linearbewegung 10. Das Schlagstück 1 wird angehoben und führt dabei mechanische Energie der Spannelement 13 zu.
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Sobald sich das Führungselement 2 samt Nocken 3 über das Ende der Steigung 12 des Hebels 4 hinausbewegt, sind Hebel 4 und Schlagstück 1 frei beweglich. Die zuvor gespeicherte Energie im Spannelement 13 kann ungehindert auf das Schlagstück 1 wirken, welches somit eine Bewegung in Richtung der Zündvorrichtung 16 ausführt und die Zündvorrichtung 16 mechanisch zündet.
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Die im Rückholelement 15 gespeicherte Energie ist nach Wirken der Antriebskraft 9 frei und bewegt das Führungselement 2 wieder in die Ruheposition zurück. Um dies zu ermöglichen, ist der Nocken 3 über den vorgenannten Drehpunkt 6 drehbar gelagert. So kann der Nocken 3 in einer Drehbewegung 11 über die Steigung 12 des Hebels 4 hinwegdrehen und sich zurück in die Ausgangsstellung begeben, die Vorrichtung befindet sich dann wieder im Ausgangszustand und das Führungselement 2 in der Ruheposition.
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Mit der Rückbewegung des Führungselements 2 wird gleichzeitig die Sicherung 14 wieder so bewegt, dass es sich zwischen dem Schlagstück 1 und der Zündvorrichtung erstreckt. Um diese Bewegung einfach zu realisieren, wird vorgeschlagen, dass die Sicherung 14 eine Schrägfläche beinhaltet, welche bei Einfahren unter das Schlagstück 1, dieses anheben kann. Die Vorrichtung ist nun zum einen gegen Stöße in Richtung Linearbewegung des Schlagstücks 1 gesichert. Zum anderen ist das Rückholelement 15 so ausgelegt, dass das Führungselement 2 samt Nocken 3 nicht ohne Unterstützung der Antriebskraft 9 die Steigung 12 des Hebels 4 überwinden kann.
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Die Figuren 2 , 3 und 4 zeigen eine weitere Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung, allerdings mit einem Druckstück 17 und einem Niederhalter 18 als Sicherung 14.
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In der Ausgangs- bzw. Ruheposition, welche in Figur 2 dargestellt ist, bewegt bei Aktivierung der Vorrichtung eine Antriebskraft 9 das Führungselement 2, in dem das Druckstück 17 geführt wird. Dabei wird dem Rückholelement 15 eine mechanische Energie zugeführt.
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Die in der Spannvorrichtung 13 gespeicherte Energie wird auf das Druckstück 17 übertragen und übt eine in Richtung des Hebels 4 gerichtete Druckkraft aus, die sich in Abhängigkeit von der Steigung 12 des Hebels 4 und dem zurückgelegten Weg des Führungselements 2 bis zum Ende der Steigung 12 erhöht. Durch die Druckkraft des Spannelements 13 kann das Druckstück eine Linearbewegung 10 ausführen.
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Das Spannelement 13 kann in der einfachsten Form wieder als Feder ausgeführt werden. Aber auch hier sind hydraulische, elektrische oder pneumatische Systeme denkbar.
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Das Schlagstück 1 ist hierbei an dem Hebel 4 direkt angeordnet, wobei der Hebel 4 über ein Lager 5 drehgelagert ist.
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In Abbildung 3 ist nunmehr die Bewegung des Führungselements 4 zu erkennen. Bevor der Niederhalter 18 nicht über die Position des Lagers 5, bis zu welchem sich die Steigung 12 erstreckt, hinausbewegt worden ist, blockiert der Niederhalter 18 über den Kontakt zur Steigung 12 die Drehbewegung des Hebels 4. Dazu ist die Steigung 12 so angeordnet, dass ein Anschlag 22 vorgesehen ist, welcher die Drehbewegung des Hebels 4 in eine Richtung begrenzen kann. Über diese Bewegungsbegrenzung weist dann die Steigung 12 eine parallel zur Bewegungsrichtung des Führungselements 2 verlaufende Fläche auf, welche sich bis zur Position des Lagers 5 des Hebels 4 erstreckt. Bewegt sich hierzu der Niederhalter 18 nicht über die Position des Lagers 5 des Hebels 4 hinaus, blockiert der Niederhalter 18 somit die Bewegung des Hebels 4. Der Niederhalter 18 fungiert somit als Sicherung 14.
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In Figur 4 bewegt sich nun das Führungselement 2 über die Position des Lagers 5 hinaus, wodurch der Niederhalter 18 nicht mehr in Kontakt mit der Steigung 12 steht und somit die Bewegung des Hebels 4 nicht mehr begrenzt. Dadurch kann die Druckkraft des Druckstücks 17 nun auf den Hebel 4 wirken und den Hebel 4, mitsamt dem Schlagstück 1 in Schlagrichtung 20 der Zündvorrichtung 16 bewegen.
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Die im Rückholelement 15 gespeicherte Energie ist nach dem Wirken der Antriebskraft 9 frei und bewegt das Führungselement 2 wieder in seine Ruheposition zurück. Dabei tritt auch der Niederhalter 18 wieder in Kontakt mit der Steigung 12 des Hebels 4 und führt den Hebel 4 mitsamt dem Schlagstück 1 auch wieder in die Ausgangsposition zurück.
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Auch hierbei ist das Rückholelement 15 so ausgelegt, dass bei ungewollten Bewegungen in Richtung der Antriebskraft 9 der Niederhalter 18 nur mit Unterstützung der Antriebskraft 9 den Widerstand des Rückholelements 15 überwinden und das Lager 5 passieren kann. In allen anderen Richtungen ist die Vorrichtung durch den Niederhalter 18 abgesichert, da dieser das Schlagstück 1 in Position hält.
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Der Vorteil dieser Ausführungsform ist es, dass sich der Weg, den das Führungselement 2 zurücklegen muss, variieren lässt. Dadurch kann Einfluss darauf genommen werden, ob die Vorrichtung eine höhere Sicherheit oder einen zeitlich kürzeren Anzündvorgang aufweisen soll. Auch die Vorspannkraft des Spannelements 13 ist einstellbar.
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Figur 5 zeigt ebenfalls eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung. Hierbei zieht der Aktuator das Führungselement 2, welches die in einer Zahnstange 26 gelagerten Sicherungselemente der Sicherung 14 löst. Die Sicherungselemente sind hier als Klemmrollen ausgeführt. Der Aktuator ist hierbei als Elektromagnet 21 ausgeführt.
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Nach dem Lösen der Klemmrollen ist die Zahnstange 26 entriegelt und wird vom Aktuator über das Führungselement 2 mitbewegt. Die Zahnstange 26 überträgt dabei die Bewegung auf ein Zahnrad 23, welches über ein Getriebe ein Lager 5 dreht, an welchem sich der Hebel 4 befindet.
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An dem Hebel 4 ist wiederum das Schlagstück 1 angeordnet, welches mit dem Hebel 4 mitgedreht werden kann. Nach einer definierten Winkelbewegung trifft das Schlagstück 1 auf die Zündvorrichtung 16 und aktiviert somit den Anzündvorgang.
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Nach dem Anzünden bewegt das Rückholelement 15 das Führungselement 2 mitsamt der Zahnstange 26 in seine Ausgangslage zurück, wodurch auch die Sicherung 14 die Vorrichtung erneut sichert.
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Die Figuren 6 und 7 zeigen eine weitere Ausführungsform, wobei dieses Mal der Aktuator das Führungselement 2 aus seiner Ruheposition hinausbewegt, wodurch gleichzeitig das Rückholelement 15 mit Energie beaufschlagt wird. Der Aktuator ist hierbei wieder als Elektromagnet 21 ausgeführt und das Rückholelement 15 als Feder.
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Das Führungselement 2 kann dabei auf den drehgelagerten Hebel 4 einwirken und kann diesen in eine Drehbewegung versetzen. Diese Drehbewegung und die Interaktion mit dem Führungselement 2 wird in Figur 8 näher dargestellt.
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Nach Beendigung des Bewegungsvorgangs wird das Führungselement 2 freigegeben und bewegt sich durch das Rückholelement 15 wieder in seine Ruheposition zurück. Dabei trifft es auf den Hebel 4 mit dem Schlagstück 1, wodurch der Hebel 4 wiederum beschleunigt wird und in Drehbewegung versetzt wird. Am Ende der Drehbewegung trifft das Schlagstück 1 auf die Zündvorrichtung 16 und kann den Anzündvorgang aktivieren. Der Hebel 4 rotiert dabei um das Lager 5.
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Die Sicherung 14 kann bei dieser Ausführungsform die Bewegung des Hebels 4 begrenzen, damit dieser nicht das Schlagstück 1 auf das Anzündelement 16 auftreffen lassen kann. Bei dieser Ausführungsform kann die Sicherung 14 ebenfalls dazu verwendet werden, um den Hebel 4 wieder in die Ausgangslage für einen erneuten Anzugvorgang zu bewegen.
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Bevorzugt wird dazu der vorgenannte Sicherungsantrieb 25 verwendet. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist dazu die Sicherung 14 als Klappe ausgeführt, welche, bspw. durch einen Vorsprung, den Hebel 4 bei Einbringung der Sicherung 14 wieder in Richtung Führungselement 2 bewegt.
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Alle vorgenannten Vorrichtungen können in ein Gehäuse 24 aufgenommen werden (nicht gezeigt).
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Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die vorgenannten Merkmale beschränkt. Vielmehr sind weitere Ausführungsformen denkbar. So könnte die Vorrichtung auch ohne Gehäuse ausgeführt sein. Ebenso ist es denkbar, dass der Umlenkhebel keine Drehbewegung, sondern eine lineare Bewegung ausführt. Zuletzt es auch denkbar, dass das Schlagstück eine zusätzliche Drehbewegung ausführt und keine lineare Bewegung.