TÜRANTRIEBSVORRICHTUNG MIT ZWEI UNABHÄNGIGEN VONEINANDER VERLAGERBAREN MITNEHMER
Die Erfindung betrifft eine Türantriebsvorrichtung zum Öffnen und Schliessen von korrespondierenden Aufzugtürflügeln von Aufzugtüren eines Aufzugs gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Die EP 0 332 841 Bl beschreibt eine Türantriebsvorrichtung zum Öffnen und Schliessen von korrespondierenden Aufzugtürflügeln von Aufzugtüren eines Aufzugs. Ein Aufzugtürflügel ist als ein Kabinentürflügel einer Kabinentür und der andere Aufzugtürflügel als ein Schachttürflügel einer Schachttür ausgeführt- Die Türantriebsvorrichtung verfügt über einen ersten Mitnehmer, welcher zum Öffnen eines Schachttürflügels auf ein an dem Schachttürflügel angeordnetes erstes Kopplungselement wirkt und über einen zweiten Mitnehmer, welcher zum Schliessen des Schachttürflügels auf ein an dem Schachttürflügel angeordnetes zweites Kopplungselement wirkt. Der erste Mitnehmer und der zweite Mitnehmer sind mittels einer Antriebseinheit in einer Öffnungsrichtung und einer Schliessrichtung der Aufzugtür verlagerbar. Die beiden Mitnehmer in Form von Mitnehmerkufen sind Teil eines Kopplungsmechanismus und sind durch eine Parallelogrammführung mit zwei um je eine Schwenkachse schwenkbaren Verstellelementen in ihrer Distanz zueinander verstellbar. Die beiden Mitnehmerkufen können damit eine nicht-gespreizte Stellung und eine gespreizte Stellung einnehmen. In der nicht gespreizten Stellung können die beiden Mitnehmerkufen zwischen zwei Kopplungselementen eines Schachttürflügels hindurchgeführt werden, so dass die Aufzugkabine an einem Stockwerk und damit an einer Schachttür vorbeifahren kann. Wenn sich eine Aufzugkabine korrekt auf einem Stockwerkniveau befindet, liegen die beiden Mitnehmerkufen zwischen den zwei am Schachttürflügel nebeneinander angeordneten Kopplungselementen und können seitlich an diese herangeführt (gespreizt) werden, um einerseits den Schachttürflügel zu entriegeln und andererseits die Öffhungs- und Schliessbewegung des Kabinentürflügels spielfrei und synchron auf den Schachttürflügel zu übertragen. Die beiden Mitnehmerkufen werden damit von ihrer nicht-gespreizten Stellung in ihre gespreizte Stellung gebracht. Die Distanzverstellung zwischen den beiden Mitnehmerkufen erfolgt dabei durch eine an einem Kabinentürrahmen befestigte Türantriebseinheit über ein linear wirkendes Antriebsmittel (z. B. durch einen Riementrieb), welches auch die Öffnungs- und Schliessbewegungen
des Kabinentürflügels bewirkt.
Damit einerseits das beschriebene Vorbeifahren an einer Schachttür und andererseits die Kopplung mit einem Schachttürflügel und das anschliessende Öffnen der Schachttür problemlos funktioniert, müssen die Kopplungselemente an den Schachttürflügeln der verschiedenen Stockwerke sehr genau und insbesondere symmetrisch gegenüber den Mitnehmerkufen ausgerichtet sein. Insbesondere muss der Abstand aller Kopplungselemente in Öffhungs- bzw. Schliessrichtung zu den Mitnehmehrkufen in ihrer nicht-gespreizten Stellung in einem genau vorgegebenen Bereich von beispielsweise +/- mm liegen. Diese manuell von einem Techniker vorzunehmende Ausrichtung bei einer Installation oder Wartung eines Aufzugs kann insbesondere bei Gebäuden mit vielen Stockwerken sehr zeitaufwändig sein.
Demgegenüber ist es insbesondere die Aufgabe der Erfindung, eine Türantriebsvorrichtung vorzuschlagen, welche keine zeitaufwändigen Einstellarbeiten benötigt und damit eine schnelle und kostengünstige Installation und Wartung einer Aufzuganlage mit der erfindungsgemässen Türantriebsvorrichtung ermöglicht. Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe mit einer Türantriebsvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Die erfindungsgemässe Türantriebsvorrichtung zum Öffnen und Schliessen von korrespondierenden Aufzugtürflügeln von Aufzugtüren eines Aufzugs in Form eines Kabinentürflügels einer Kabinentür und eines korrespondierenden Schachttürflügels einer Schachttür verfügt über einen ersten Mitnehmer, welcher zum Öffnen eines ersten Aufzugtürflügels einer ersten Aufzugtür auf ein am ersten Aufzugtürflügel angeordnetes erstes Kopplungselement wirkt und über einen zweiten Mitnehmer, welcher zum Schliessen des ersten Aufzugtürflügels der ersten Aufzugtür auf ein am ersten Aufzugtürflügel angeordnetes zweites Kopplungselement wirkt. Der erste Mitnehmer und der zweite Mitnehmer sind mittels einer Antriebseinheit in einer Öffnungsrichtung und einer Schliessrichtung der ersten Aufzugtür verlagerbar. Erfindungsgemäss weist die Antriebseinheit zur Verlagerung des ersten Mitnehmers einen ersten Antrieb und zur Verlagerung des zweiten Mitnehmers einen zweiten Antrieb auf und der erste Mitnehmer und der zweite Mitnehmer sind mittels der Antriebseinheit unabhängig voneinander in Öffnungsrichtung und in Schliessrichtung verlagerbar.
Die Eigenschaft, die beiden Mitnehmer unabhängig voneinander verlagern zu können, ermöglicht es insbesondere, dass die Türantriebsvorrichtung auch dann den ersten Aufzugtürflügel zuverlässig öffnen kann, wenn sich bei geschlossenen Aufzugtüren der Abstand des ersten Kopplungselements zum ersten Mitnehmer deutlich vom Abstand des zweiten Kopplungselements zum zweiten Mitnehmer unterscheidet. Damit sind keine so genauen und zeitaufwändigen Einstellungen der Kopplungselemente erforderlich. Es ist beispielsweise ausreichend, dass eine tatsächliche Position des ersten Aufzugtürflügels in seiner geschlossenen Position in Öffnungsrichtung oder in Schliessrichtung um bis zu 2 bis 4 cm von einer theoretischen Position abweicht. Allgemeiner gesagt ist die Türantriebsvorrichtung mit den beiden unabhängig voneinander verlagerbaren Mitnehmern flexibler und robuster einsetzbar als eine Türantriebsvorrichtung mit miteinander gekoppelten Mitnehmern. Ein weiterer Vorteil der erfmdungsgemässen Türantriebsvorrichtung besteht darin, dass nicht alle Schachttüren an den von dem Aufzug bedienten Stockwerken gleich ausgeführt sein müssen. Die unabhängige Verlagerung der beiden Mitnehmer erlaubt es, unterschiedlich ausgeführte Schachtüren zu öffnen und zu schliessen.
Die Aufzugtüren können Türflügel aufweisen, welche sich nur in einer Richtung öffnen, also so genannte seitlich öffnende Einflügel-Türen, oder auch Türflügel, die sich von der Mitte jeweils nach aussen öffnen. Bei sich aus der Mitte öffnenden Aufzugtüren sind insbesondere zwei Türantriebsvorrichtungen vorgesehen. Im Folgenden wird von Aufzugtüren mit Türflügeln ausgegangen, welche sich nur in einer Richtung, also in Öffnungsrichtung öffnen. Die beschriebenen Türantriebsvorrichtungen sind mit geringen, für den Fachmann naheliegenden Anpassungen auf sich aus der Mitte öffnende Aufzugtüren übertragbar.
Unter korrespondierenden Aufzugtürflügeln bzw. korrespondierenden Aufzugtüren werden hier Aufzugtürflügel bzw. Aufzugtüren verstanden, die bei einem Halt der Aufzugkabine auf einem Stockwerk gemeinsam geöffnet und geschlossen werden. Die korrespondierenden Aufzugtürflügel und die korrespondierenden Aufzugtüren sind bei einem Halt der Aufzugkabine auf einem Stockwerk in horizontaler Richtung hintereinander angeordnet.
Der erste und der zweite Mitnehmer weisen insbesondere eine langgestreckte, schmale Grundform auf und sind beispielsweise als langgestreckte Stäbe ausgeführt. Sie sind insbesondere parallel zur Verlagerungsrichtung der Aufzugkabine und damit senkrecht zur insbesondere horizontal verlaufenden Öffnungsrichtung und Schliessrichtung der Aufzugtüren ausgerichtet. Die langgestreckte Form ermöglicht die bereits bekannte Funktion, schon mit dem Öffnen der Aufzugtüren zu beginnen, bevor die Aufzugkabine ihre endgültige Position an einem Stockwerk erreicht hat.
Das erste und das zweite Kopplungselement, sowie optional vorhandene weitere Kopplungselemente sind insbesondere als Rollen ausgeführt. Die Rollen sind so angeordnet, dass sie frei um eine senkrecht zum zugehörigen Kabinentürflügel orientierte Rotationsachse rotieren können. Damit kann beim beschriebenen frühzeitigen Öffnen der Aufzugtür der Mitnehmer auf dem als Rolle ausgeführten Kopplungselement ohne grossen Widerstand abrollen.
Unter einem Wirken eines Mitnehmers der Türantriebsvorrichtung auf ein an einem Aufzugtürflügel angeordnetes Kopplungselement soll hier verstanden werden, dass der Mitnehmer eine Kraft auf das entsprechende Kopplungselement ausübt und das Kopplungselement in Öffnungsrichtung oder Schliessrichtung verlagert. Zusätzlich kann das Kopplungselement dadurch auch eine Bewegung in eine von der Öffnungsrichtung und Schliessrichtung abweichende Richtung ausführen, welche beispielsweise einer Entriegelung einer Verriegelung einer Aufzugtür dient.
Der erste Mitnehmer und der zweite Mitnehmer sind wie oben beschrieben unabhängig voneinander in Öffnungsrichtung und in Schliessrichtung, also insbesondere horizontal verlagerbar. Darunter ist zu verstehen, dass die beiden Mitnehmer nicht mechanisch miteinander gekoppelt sind, womit die beschriebene unabhängige Verlagerung ermöglicht wird. Der erste Mitnehmer und der zweite Mitnehmer sind damit je einzeln in Öffnungsrichtung und in Schliessrichtung verlagerbar. Die beiden Mitnehmer werden insbesondere auf einer gemeinsamen Linie verlagert. Damit ergeben sich zwar gewisse Einschränkungen bzgl. der Verlagerung der beiden Mitnehmer zueinander, was aber keinen Einfluss auf die genannte unabhängige Verlagerung hat. Die beiden Mitnehmer können in diesem Fall so weit aufeinander zu verlagert werden, bis sie aneinander stossen bzw. aneinander anliegen.
In Ausgestaltung der Erfindung ist das am ersten Aufzugtürflügel der ersten Aufzugtür angeordnete erste Kopplungselement bei einer Verlagerung in Öffhungsrichtung in einer von der Öffhungsrichtung und der Schliessrichtung abweichenden ersten Entriegelungsrichtung verlagerbar. Das erste Kopplungselement ist so mit einer ersten Verriegelung der ersten Aufzugtür mechanisch gekoppelt, dass die erste Verriegelung über die genannte Verlagerung des ersten Kopplungselements in der ersten Entriegelungsrichtung entriegelt wird. Damit kann vorteilhafterweise die erste Aufzugtür durch das Zusammenwirken von erstem Mitnehmer und erstem Kopplungselement entriegelt werden und es ist kein separater Aktor für das Entriegeln der ersten Aufzugtür notwendig.
Die genannte erste Verriegelung fixiert in ihrer verriegelten Position den ersten Aufzugtürflügel, an dem der erste Mitnehmer angeordnet ist, beispielsweise gegenüber einem Rahmen der entsprechenden ersten Aufzugtür. Wenn die erste Verriegelung entriegelt ist, also in ihre entriegelte Position gebracht wurde, kann der Aufzugtürflügel gegenüber dem genannten Rahmen verlagert und damit die Aufzugtür geöffnet werden.
Das erste Kopplungselement kann in die erste Entriegelungsrichtung insbesondere nur dann verlagert werden, wenn die erste Aufzugtür vollständig geschlossen ist und sich damit das erste Kopplungselement in einer korrespondierenden Geschlossen-Position befindet.
Das erste Kopplungselement kann beispielsweise an einem Hebel angeordnet sein, welcher um eine senkrecht zur Öffnungsrichtung und senkrecht zur ersten Entriegelungsrichtung verlaufenden Rotationsachse rotierbar ist. Der Hebel ist so ausgeführt, dass er ohne Zusammenwirken mit dem ersten Mitnehmer auf Grund seiner Gewichtsverteilung eine Position einnimmt, in der die mit dem Hebel über eine Stange gekoppelte erste Verriegelung verriegelt ist. Wenn der erste Mitnehmer auf das erste Kopplungselement in Öffhungsrichtung wirkt, wird das erste Kopplungselement nicht nur in Öffhungsrichtung, sondern zusätzlich in der senkrecht dazu verlaufenden ersten Entriegelungsrichtung verlagert. Dies führt zu einer Rotation des genannten Hebels um die Rotationsachse und einer Übertragung der Bewegung des ersten Kopplungselements über die genannte Stange zur ersten Verriegelung, welche damit entriegelt wird.
Es ist auch möglich, dass die erste Verriegelung der Aufzugschachttür unabhängig von den Kopplungselementen, beispielsweise mit einem Aktor oder einem Elektromagneten betätigt und damit verriegelt und entriegelt wird.
In Ausgestaltung der Erfindung wirken der erste Mitnehmer zum Öffnen eines mit dem ersten Aufzugtürflügel korrespondierenden zweiten Aufzugtürflügels einer zweiten Aufzugtür auf ein an der zweiten Aufzugtür angeordnetes drittes Kopplungselement und der zweite Mitnehmer zum Schliessen des zweiten Aufzugtürflügels der zweiten Aufzugtür auf ein an der zweiten Aufzugtür angeordnetes viertes Kopplungselement. Mit anderen Worten wird nicht nur die erste Aufzugtür, sondern auch die zweite Aufzugtür mittels der beiden Mitnehmer geöffnet und geschlossen. Damit ist kein separater Antrieb für die Verlagerung des zweiten Aufzugtürflügels der zweiten Aufzugtür notwendig.
Das dritte und das vierte Kopplungselement sind insbesondere analog zum ersten und zweiten Kopplungselement ausgeführt. Die Antriebseinheit weist zur Verlagerung des ersten Mitnehmers insbesondere einen ersten Antrieb und zur Verlagerung des zweiten Mitnehmers einen zweiten Antrieb auf. Das dritte und das vierte Kopplungselement können direkt am zweiten Aufzugtürflügel angeordnet sein. Sie können auch an einem Bauteil der zweiten Aufzugtür angeordnet sein, welches permanent mit dem zweiten Aufzugtürflügel verbunden ist. Ein derartiges Bauteil kann beispielsweise ein so genannter Hängewagen sein, an dem der zweite Aufzugtürflügel aufgehängt ist.
In Ausgestaltung der Erfindung ist ein mit dem ersten Aufzugtürflügel korrespondierender zweiter Aufzugtürflügel einer zweiten Aufzugtür permanent mit der Antriebseinheit gekoppelt und damit direkt von der Antriebseinheit in Öffnungsrichtung und in Schliessrichtung verlagerbar. Damit sind keine Kopplungselemente am zweiten Aufzugtürflügel der zweiten Aufzugtür notwendig.
Unter einer permanenten Kopplung des zweiten Aufzugtürflügels mit der Antriebseinheit soll hier verstanden werden, dass eine während des normalen Betriebs des Aufzugs nicht unterbrechbare Antriebsverbindung, beispielsweise über eine Verbindung mit einem Läufer eines Linearmotors der Antriebseinheit oder mittels einer Kette oder eines Riemens zwischen der Antriebseinheit und dem zweiten Aufzugtürflügel besteht. Die
Antriebsverbindung ist damit nicht über einen Mitnehmer und ein Kopplungselement realisiert.
Die Antriebseinheit weist insbesondere zur Verlagerung des ersten Mitnehmers einen ersten Antrieb, zur Verlagerung des zweiten Mitnehmers einen zweiten Antrieb und zur Verlagerung des zweiten Türflügels der zweiten Aufzugtür einen dritten Antrieb auf. Damit ist eine besonders flexible Verlagerung der beiden Mitnehmer und des zweiten Aufzugtürflügels möglich.
In Ausgestaltung der Erfindung sind wenigstens zwei der Antriebe der Antriebseinheit als Linearmotoren ausgeführt. Die Linearmotoren weisen einen gemeinsamen Stator und jeweils einen Läufer auf. Die genannten Läufer sind dabei unabhängig voneinander entlang des gemeinsamen Stators verlagerbar. Damit wird vorteilhafterweise nur ein Stator für die zwei oder drei Linearmotoren benötigt.
Es ist auch möglich, dass die Antriebseinheit Elektromotoren mit einer rotierenden Ausgangwelle aufweist. Die einzelnen Elektromotoren sind dann jeweils mit den Mitnehmern und gegebenenfalls dem zweiten Aufzugtürflügel der zweiten Aufzugtür über eine Kette oder einen Riemen gekoppelt.
In Ausgestaltung der Erfindung ist der erste Mitnehmer über einen Kontakt mit dem ersten Kopplungselement oder dem dritten Kopplungselement in einer von der Öffnungsrichtung und der Schliessrichtung abweichenden zweiten Entriegelungsrichtung verlagerbar. Der erste Mitnehmer ist ausserdem so mit einer zweiten Verriegelung der zweiten Aufzugtür mechanisch gekoppelt, dass die zweite Verriegelung über die genannte Verlagerung des ersten Mitnehmers in der zweiten Entriegelungsrichtung entriegelt wird. Damit kann vorteilhafterweise die zweite Aufzugtür durch das Zusammenwirken von erstem Mitnehmer und erstem oder drittem Kopplungselement entriegelt werden und es ist kein separater Aktor für das Entriegeln der zweiten Aufzugtür notwendig.
Die genannte zweite Verriegelung fixiert analog zur oben genannten ersten Verriegelung in ihrer verriegelten Position den zweiten Aufzugtürflügel der zweiten Aufzugtür beispielsweise gegenüber einem Rahmen der entsprechenden Aufzugtür. Wenn die zweite Verriegelung entriegelt, also in ihre entriegelte Position gebracht wird, kann der
Aufzugtürflügel gegenüber dem genannten Rahmen verlagert und damit die Aufzugtür geöffnet werden.
Der erste Mitnehmer kann in die zweite Entriegelungsrichtung insbesondere nur dann verlagert werden, wenn die zweite Aufzugtür vollständig geschlossen ist und sich damit der erste Mitnehmer in einer korrespondierenden Geschlossen-Position befindet.
Unter einer Verlagerung des ersten Mitnehmers in der zweiten Verlagerungsrichtung soll hier verstanden werden, dass zumindest ein Teil des ersten Mitnehmers in der zweiten Verlagerungsrichtung verlagert wird. Der erste Mitnehmer kann beispielsweise zweitteilig ausgeführt sein. Ein langgestrecktes Anlageelement ist beispielsweise über zwei Schwenkhebel mit einem Grundelement verbunden. Durch sein Eigengewicht nimmt das Anlageelement ohne Kraftbeaufschlagung eine maximal beabstandete Position vom Grundelement ein. Das Grundelement ist von der Antriebseinheit in Öffnungsrichtung und Schliessrichtung verlagerbar. Sobald das Anlageelement durch eine entsprechende Verlagerung des Grundelements in Öffnungsrichtung am ersten oder dritten Kopplungselement anliegt, wird es geführt durch die genannten Schwenkhebel in Richtung Grundelement verschwenkt. Dabei wird es unter anderem senkrecht zur Öffnungsrichtung und damit in der zweiten Entriegelungsrichtung verlagert. Diese Verlagerung in der zweiten Entriegelungsrichtung wird über eine Stange an die zweite Verriegelung übertragen, welche damit entriegelt wird.
Es ist auch möglich, dass die erste Verriegelung der Aufzugschachttür unabhängig von den Kopplungselementen, beispielsweise mit einem Aktor oder einem Elektromagneten betätigt und damit verriegelt und entriegelt wird.
In Ausgestaltung der Erfindung sind die erste Aufzugtür als eine Schachttür und die zweite Aufzugtür als eine Kabinentür ausgeführt. Die Türantriebsvorrichtung ist damit an der Aufzugkabine, insbesondere am Rahmen der Kabinentür angeordnet und wird zusammen mit der Aufzugkabine zwischen den Stockwerken verlagert. Es ist damit nur eine Türantriebsvorrichtung notwendig, da diese mit der Aufzugkabine zu den verschiedenen Schachttüren verlagert und diese damit geöffnet und geschlossen werden können.
Es ist aber auch möglich, dass die erste Aufzugtür als eine Kabinentür und die zweite Aufzugtür als eine Schachttür ausgeführt sind. In diesem Fall ist die Türantriebsvorrichtung an einer Schachttür, insbesondere am Rahmen einer Schachttür angeordnet.
Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich anhand der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen sowie anhand der Zeichnungen, in welchen gleiche oder funktionsgleiche Elemente mit identischen Bezugszeichen versehen sind. Die Zeichnungen sind lediglich schematisch und nicht massstabsgetreu.
Dabei zeigen:
Fig. 1 eine Kabinentür einer Aufzugkabine eines Aufzugs mit einer Türantriebsvorrichtung, wobei ein Kabinentürflügel der Kabinentür geschlossen ist,
Fig. 2 die Kabinentür aus Fig. 1 mit teilweise geöffnetem Kabinentürflügel,
Fig. 3 ein zweites Ausführungsbeispiel einer Kabinentür einer Aufzugkabine eines Aufzugs mit einer Türantriebsvorrichtung,
Fig. 4 eine mechanische betätigte erste Verriegelung für einen Schachttürflügel einer Schachttür und
Fig. 5 eine mechanische betätigte zweite Verriegelung für einen Kabinentürflügel einer Kabinentür.
Fig. 1 und 2 zeigen schematisch eine an einer Aufzugkabine 10 eines nicht weiter dargestellten Aufzugs angebrachte Türantriebsvorrichtung 12 für eine seitlich öffnende Einflügel-Türe. Die Aufzugkabine 10 weist eine Türöffnung 14 auf, welche durch einen Kabinentürflügel 16 einer Kabinentür 17 verschliessbar ist. Die Türantriebsvorrichtung 12 ist an einem an der Aufzugkabine 10 befestigten Türträger 18 angeordnet. Der Kabinentürflügel 16 ist an einem Hängewagen 20 befestigt, der entlang einer am Türträger 18 fixierten Führungsschiene 22 horizontal verschiebbar ist und durch eine Antriebseinheit 24 zwischen einer Türflügel- Geschlossenstellung und einer Türflügel- Offenstellung bewegt werden kann.
Die Antriebseinheit 24 verfügt über einen langgestreckten, parallel zur Führungsschiene
22 verlaufenden Stator 26. Der Stator 26 bildet zusammen mit einem ersten Läufer 28
einen ersten Linearmotor 30 aus. Der erste Läufer 28 kann durch eine entsprechende Ansteuerung einer nicht dargestellten Steuerungseinheit entlang des Stators 26 verlagert werden. Der erste Läufer 28 ist fest und damit permanent mit dem Hängewagen 20 verbunden und damit mit dem Hängewagen 20 gekoppelt, so dass der Hängewagen 20 und damit der Kabinentürflügel 16 direkt vom ersten Linearmotor 30 und damit von der Antriebseinheit 24 zum Öffnen in einer Öffhungsrichtung 32 und zum Schliessen in einer Schliessrichtung 34 verlagert werden kann. Die Öffhungsrichtung 32 und die Schliessrichtung 34 verlaufen horizontal und parallel zur Führungsschiene 22 und dem Stator 26.
Die Türantriebsvorrichtung 12 dient nicht nur zum Öffnen und Schliessen des Kabinentürflügels 16, sondern auch zum Öffnen und Schliessen eines zum Kabinentürflügel 16 korrespondierenden Schachttürflügel 37 einer Schachttür 39mit einem ersten Kopplungselement 36 und einem zweiten Kopplungselement 38. Die Schachttür 39 wird durch den gestrichelt dargestellten Schachttürflügel 37 und die beiden Kopplungselemente 36, 38 repräsentiert. Die beiden Kopplungselemente 36 und 38 sind als Rollen ausgeführt und so angeordnet, dass sie frei um eine senkrecht zum Schachttürflügel 37 orientierte Rotationsachse rotieren können. Die Schachttür 39 kann als eine erste Aufzugtür und der Schachttürflügel 37 als ein erster Aufzugtürflügel bezeichnet werden. Die Kabinentür 17 kann als eine zweite Aufzugtür und der Kabinentürflügel 16 als eine zweite Aufzugtür bezeichnet werden.
Die Antriebseinheit 24 verfügt über einen zweiten Läufer 40, an dem ein langgestreckter erster Mitnehmer 42 angeordnet ist. Der zweite Läufer 40 ist wie der erste Läufer 28 entlang des Stators 26 bei einer entsprechenden Ansteuerung verlagerbar und bildet zusammen mit dem Stator 26 einen zweiten Linearmotor 44. Die Antriebseinheit 24 verfügt ausserdem über einen dritten Läufer 46, an dem ein langgestreckter zweiter Mitnehmer 48 angeordnet ist. Der dritte Läufer 46 ist wie der erste Läufer 28 und der zweite Läufer 40 entlang des Stators 26 verlagerbar und bildet zusammen mit dem Stator 26 einen dritten Linearmotor 50. Die drei Linearmotoren 30, 44 und 50 haben damit einen gemeinsamen Stator 26. Der zweite Läufer 40 und der dritte Läufer 46 und damit der erste Mitnehmer 42 und der zweite Mitnehmer 48 sind dabei unabhängig voneinander entlang des Stators 26 verlagerbar.
Der erste Mitnehmer 42 und der zweite Mitnehmer 48 sind parallel zu einer Verlagerungsrichtung 51 der Aufzugkabine 10 und damit senkrecht zur horizontal verlaufenden Öffhungsrichtung 32 und Schliessrichtung 34 ausgerichtet. Die langgestreckte Form ermöglicht es, schon mit dem Öffnen des Schachttürflügels 37 zu beginnen, bevor die Aufzugkabine 10 ihre endgültige Position an einem Stockwerk erreicht hat.
In Fig. 1 sind der Kabinentürflügel 16 und der korrespondierende Schachttürflügel 37 vollständig geschlossen. Die beiden Mitnehmer 42 und 48 sind so positioniert, dass sie in Verlagerungsrichtung 51 der Aufzugkabine 10 zwischen den beiden Kopplungselementen 36 und 38 hindurchgeführt werden können. Damit kann die Aufzugkabine 10 an einem Stockwerk und damit an einer Schachtür mit einem Schachttürflügel vorbei verlagert werden, ohne dass es zu einem Kontakt zwischen der Türantriebsvorrichtung 12 und dem Schachttürflügel kommt. Ausgehend von der in der Fig. 1 dargestellten Position der genannten Bauteile können der Kabinentürflügel 16 und der korrespondierende Schachttürflügel 37 geöffnet werden.
Der erste Mitnehmer 42 und das erste Kopplungselement 36 sind so zueinander angeordnet, dass sobald sich die Aufzugkabine 10 an oder kurz vor ihrer endgültigen Position an einem Stockwerk befindet, der erste Mitnehmer 42 so auf das erste Kopplungselement 36 wirken kann, dass über den ersten Mitnehmer 42 der Schachttürflügel 37 in Öffnungsrichtung 32 verlagert werden kann. Der erste Mitnehmer 42 liegt dann wie in Fig. 2 dargestellt am ersten Kopplungselement 36 an und überträgt eine vom zweiten Linearmotor 44 aufgebrachte Kraft auf das Kopplungselement 36 in Öffnungsrichtung 32. Diese Positionierung des ersten Mitnehmers 42 zum ersten Kopplungselement 36 ist in der Fig. 2 dargestellt, in der der Kabinentürflügel 16 und der korrespondierende Schachttürflügel 37 teilweise geöffnet sind.
Um den Schachttürflügel ausgehend von der in Fig. 1 dargestellten Position der einzelnen Bauteile zu öffnen, wird der erste Mitnehmer 42 in Öffhungsrichtung 32 mittels des zweiten Linearmotors 44 verlagert, bis er am ersten Kopplungselements 36 anliegt. Bei einer weiteren Verlagerung in Öffhungsrichtung 32 wirkt der erste Mitnehmer 42 auf das erste Kopplungselement 36 und verlagert das erste Kopplungselement 36 und damit den Schachttürflügel 37 in Öffhungsrichtung 32. Damit wird der Schachttürflügel 37 geöffnet.
Gleichzeitig wird mittels des ersten Linearmotors 30 der Kabinentürflügel 16 synchron mit dem Schachttürflügel 37 geöffnet.
Vor dem Öffnen der Schachttürflügels 37 und des Kabinentürflügels 16 werden eine in den Fig. 1 und 2 nicht dargestellte erste Verriegelung des Schachttürflügels und eine ebenfalls nicht dargestellte zweite Verriegelung des Kabinentürflügels 16 mittels eines Aktors geöffnet.
Um den Schachttürflügel 16 wieder zu schliessen, wird über den vom dritten Linearmotor 50 verlagerbaren zweiten Mitnehmer 48 eine Kraft in Schliessrichtung 34 auf den zweiten Mitnehmer 38 ausgeübt. Der zweite Mitnehmer 48 wirkt damit in Schliessrichtung 34 auf zweiten Mitnehmer 38 und damit auf den Schachttürflügel 37 und verlagert sie wieder in die in der Fig. 1 dargestellte Geschlossen-Position. Gleichzeitig wird mittels des ersten Linearmotors 30 der Kabinentürflügel 16 synchron mit dem Schachttürflügel 37 geschlossen. Nach dem Schliessen des Schachttürflügels 37 und des Kabinentürflügels 16 werden die beiden Mitnehmer 42 und 48 aufeinander zu bewegt, so dass sie ebenfalls die in der Fig. 1 dargestellte Position einnehmen, in der sie zwischen den beiden Kopplungselementen 36 und 38 hindurchgeführt werden können. Abschliessend werden die erste Verriegelung des Schachttürflügels 37 und die zweite Verriegelung des Kabinentürflügels 16 verriegelt.
Die in Fig. 3 dargestellte Türantriebsvorrichtung 112 ist sehr ähnlich wie die Türantriebsvorrichtung 12 in Fig. 1 und Fig. 2 aufgebaut, weshalb nur auf die Unterschiede der beiden Türantriebsvorrichtungen eingegangen wird.
Bei der Türantriebsvorrichtung 112 gemäss Fig. 3 ist der Kabinentürflügel 116 nicht permanent mit einer Antriebseinheit 124 gekoppelt. Stattdessen sind an einem Hängewagen 120 und damit an einem mit dem Kabinentürflügel 116 permanent verbundenen Bauteil der Kabinentür 117 ein drittes Kopplungselement 141 und ein viertes Kopplungselement 143 angeordnet. Das dritte Kopplungselement 141 ist analog dem ersten Kopplungselement 136 am Schachttürflügel 137 und das vierte Kopplungselement 143 ist analog dem zweiten Kopplungselement 138 am Schachttürflügel 137 ausgeführt und angeordnet. Ein erster Mitnehmer 142 kann damit nicht nur auf das erste Kopplungselement 136 am Schachttürflügel 137 sondern
gleichzeitig auch auf das dritte Kopplungselement 141 am Kabinentürflügel 116 wirken und damit nicht nur den Schachttürflügel 137 sondern gleichzeitig auch den Kabinentürflügel 116 in Öffnungsrichtung 32 verlagern. Analog kann ein zweiter Mitnehmer 148 damit nicht nur auf das zweite Kopplungselement 138 am Schachttürflügel 137 sondern gleichzeitig auch auf das vierte Kopplungselement 143 am Kabinentürflügel 116 wirken und damit nicht nur den Schachttürflügel 137 sondern gleichzeitig auch den Kabinentürflügel 116 in Schliessrichtung 34 verlagern.
Die Antriebseinheit 124 weist nicht wie die Antriebseinheit 24 der Fig. 1 und 2 drei Linearmotoren auf, sondern zwei Elektromotoren 152, 154 mit jeweils einer rotierenden Ausgangwelle. Der erste Elektromotor 152 ist über ein erstes linear wirkendes, umlaufendes Antriebsmittel 156 mit dem ersten Mitnehmer 142 verbunden. Das Antriebsmittel 156 kann ein Zahnriemen, ein Flachriemen, ein Keilriemen oder auch eine Rollenkette sein. Damit kann der erste Mitnehmer 142 vom ersten Elektromotor 152 entlang einer zweiten Führung 158 in Öffnungsrichtung 32 und Schliessrichtung 34 verlagert werden. Der zweite Elektromotor 154 ist über ein zweites, in der Fig. 3 hinter dem ersten Antriebsmittel 156 und damit nicht sichtbaren zweites linear wirkendes, umlaufendes Antriebsmittel mit dem zweiten Mitnehmer 148 verbunden. Damit kann der zweite Mitnehmer 148 vom zweiten Elektromotor 154 entlang der zweiten Führung 158 in Öffnungsrichtung 32 und Schliessrichtung 34 verlagert werden. Die beiden Mitnehmer 142 und 148 können damit unabhängig voneinander in Öffnungsrichtung 32 und in Schliessrichtung 34 verlagert werden.
In Fig. 4 ist eine mechanisch betätigte erste Verriegelung für einen Schachttürflügel einer Schachttür dargestellt. Die erste Verriegelung 260 ist an einem in der Fig. 4 nicht dargestellten Schachttürflügel angeordnet und weist einen um eine erste Schwenkachse 262 verschwenkbaren ersten Riegel 264 auf, welcher in eine erste Ausnehmung 266 in einem Rahmen 268 der Schachttür eingreifen kann. In der in der Fig. 4 dargestellten Stellung des ersten Riegels 264, in der er in die erste Ausnehmung 266 eingreift, kann der Schachttürflügel nicht in Öffnungsrichtung 32 verlagert werden, womit der Schachttürflügel verriegelt ist.
Der erste Riegel 264 ist über eine erste, vertikal ausgerichtete Stange 270 mit einem
Hebel 272 verbunden. Der Hebel 272 ist um eine zweite Schwenkachse 274
verschwenkbar angeordnet und weist an seinem der ersten Stange 270 abgewandten Ende ein erstes Kopplungselement 236 auf, welches analog der ersten Kopplungselemente 36, 136 der Fig. 1, 2 und 3 ausgeführt ist. Das erste Kopplungselement 236 ist oberhalb der zweiten Schwenkachse 274 angeordnet, so dass bei einer Verlagerung des ersten Mitnehmers 242 in Öffnungsrichtung 32 der Hebel 272 zusammen mit dem ersten Kopplungselement 236 zunächst ein wenig nach unten verkippt und erst anschliessend in Öffnungsrichtung 32 verlagert wird. Das erste Kopplungselement 236 wird damit zunächst nach unten in eine erste Entriegelungsrichtung verlagert. Diese Verlagerung fuhrt zu einer Verlagerung der ersten Stange 270 nach oben und damit zu einem Verschwenken des ersten Riegels 264 um die erste Schwenkachse 262. Der erste Riegel 264 schwenkt damit aus der ersten Ausnehmung 266 heraus und die erste Verriegelung 260 ist entriegelt. Damit kann der Schachttürflügel in Öffnungsrichtung 32 verlagert werden.
Sobald erste Mitnehmer 242 keine Kraft mehr auf das erste Kopplungselement 236 ausübt, möchte sich der Hebel 272 auf Grund seiner Gewichtsverteilung wieder in die in Fig. 4 dargestellte Position zurückdrehen. Dies ist dann möglich, wenn der Schachttürflügel wieder geschlossen ist und der erste Riegel 264 wieder in die erste Ausnehmung 266 eingreifen kann. Das Eintauchen wird zusätzlich von der Gewichtsverteilung des ersten Riegels 264 unterstützt.
In Fig. 5 ist eine mechanisch betätigte zweite Verriegelung für einen Kabinentürflügel einer Kabinentür dargestellt. Die zweite Verriegelung 360 ist an einem in der Fig. 5 nicht dargestellten Kabinentürflügel angeordnet und weist einen um eine dritte Schwenkachse 362 verschwenkbaren zweiten Riegel 364 auf, welcher in eine zweite Ausnehmung 366 in einem Rahmen 368 der Kabinentür eingreifen kann. In der in der Fig. 5 dargestellten Stellung des zweiten Riegels 364, in der er in die zweite Ausnehmung 366 eingreift, kann der Kabinentürflügel nicht in Öffnungsrichtung 32 verlagert werden, womit der Kabinentürflügel verriegelt ist.
Um eine Betätigung der zweiten Verriegelung 360 zu ermöglichen, ist der erste Mitnehmer 342 zweitteilig ausgeführt. Ein langgestrecktes Anlageelement 376 ist über zwei Schwenkhebel 378 mit einem Grundelement 380 verbunden. Durch sein Eigengewicht nimmt das Anlageelement 376 ohne Kraftbeaufschlagung eine maximal
beabstandete Position vom Grundelement 380 ein. Das Grundelement 380 ist von der in der Fig. 5 nicht dargestellten Antriebseinheit in Öffhungsrichtung 32 und Schliessrichtung 34 verlagerbar. Sobald das Anlageelement 376 durch eine entsprechende Verlagerung des Grundelements 380 in Öffhungsrichtung 32 am ersten oder dritten Kopplungselement 336, 341 anliegt, wird es geführt durch die genannten Schwenkhebel 378 in Richtung Grundelement 380 verschwenkt. Dabei wird es unter anderem vertikal nach oben und senkrecht zur Öffhungsrichtung 32 und damit in einer zweiten Entriegelungsrichtung verlagert. Diese Verlagerung in der zweiten Entriegelungsrichtung wird über eine zweite Stange 370 an den zweiten Riegel 364 übertragen. Dies führt zu einem Verschwenken des zweiten Riegels 364 um die dritte Schwenkachse 362. Der zweite Riegel 364 schwenkt damit aus der zweiten Ausnehmung 366 heraus und die zweite Verriegelung 360 ist entriegelt. Damit kann der Kabinentürflügel in Öffnungsrichtung 32 verlagert werden.
Sobald das Anlageelement 376 nicht mehr über das Grundelement 380 gegen das erste oder dritte Kopplungselement 336, 341 gedrückt wird, möchte das Anlageelement 376 auf Grund seines Gewichts wieder in die in Fig. 5 dargestellte Position zurückgehen. Dies ist dann möglich, wenn der Kabinentürflügel wieder geschlossen ist und der zweite Riegel 364 wieder in die zweite Ausnehmung 366 eingreifen kann. Das Eintauchen wird zusätzlich von der Gewichtsverteilung des zweiten Riegels 364 unterstützt.
Abschliessend ist darauf hinzuweisen, dass Begriffe wie „aufweisend“, „umfassend“, etc. keine anderen Elemente oder Schritte ausschließen und Begriffe wie „eine“ oder „ein“ keine Vielzahl ausschließen. Ferner sei darauf hingewiesen, dass Merkmale oder Schritte, die mit Verweis auf eines der obigen Ausführungsbeispiele beschrieben worden sind, im Rahmen der Ansprüche auch in Kombination mit anderen Merkmalen oder Schritten anderer oben beschriebener Ausführungsbeispiele verwendet werden können. Bezugszeichen in den Ansprüchen sind nicht als Einschränkung anzusehen.