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Die Erfindung betrifft ein Sitzmöbelstück, insbesondere in Form eines Sessels oder Sofas. Ein gattungsgemäßes Sitzmöbelstück verfügt über eine Sitzfläche und eine Rückenlehne. Üblicherweise sind die Sitzfläche und die Rückenlehne bei einem als Sessel oder Sofa ausgebildeten Sitzmöbelstück gepolstert.
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Konkret betrifft die Erfindung ein Sitzmöbelstück mit einer Kopfstütze, die in einer Nutzstellung oberhalb der Rückenlehne angeordnet ist.
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Kopfstützen an Sofas oder Sesseln sind unter ästhetischen Gesichtspunkten problematisch. Die meist flache Anmutung eines Sessels oder Sofas wird durch eine Kopfstütze gestört, so dass im Stand der Technik bereits vorgeschlagen wurde, die Kopfstütze verlagerbar zu machen und in eine Staustellung überführen zu können, wenn sie nicht gebraucht wird, um zumindest bei Nichtnutzung der Kopfstütze eine vorteilhaftere Anmutung des Sitzmöbelstücks zu erzielen.
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Bekannte Sitzmöbelstücke, bei denen die Kopfstütze aus der Nutzstellung in eine Staustellung überführt werden können, weisen bislang jedoch meist weitere ästhetische Nachteile auf. So führen Kopfstützen ausreichender Größe, die in der Staustellung abgesenkt sind, häufig dazu, dass das Sitzmöbelstück hinter der Rückenlehne eine große Tiefe aufweisen muss. Das Sitzmöbelstück als Ganzes wird damit unerwünscht groß und weist unvorteilhafte Proportionen auf.
AUFGABE UND LÖSUNG
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Aufgabe der Erfindung ist es, ein Sitzmöbelstück zur Verfügung zu stellen, welches eine Kopfstütze aufweist, die zwischen einer Staustellung und einer Nutzstellung verlagerbar ist, wobei die Kopfstütze in der Staustellung möglichst unauffällig sein soll und wobei die Verlagerbarkeit der Kopfstütze in die Staustellung die Ästhetik des Gesamtmöbelstücks so wenig wie möglich negativ beeinflussen soll.
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Zur Lösung dieser Aufgabe wird ein Sitzmöbelstück vorgeschlagen, das insbesondere als gepolstertes Sofa oder gepolsterter Sessel ausgestaltet ist. In gattungsüblicher Art verfügt das Sitzmöbelstück über eine Sitzfläche und eine Rückenlehne. Vorteilhaft ist es, wenn das Sitzmöbelstück auch über eine verlagerbare Beinauflage verfügt, die elektromotorisch ausfahrbar und einfahrbar ist, wobei die Beinauflage vorzugsweise vollständig getrennt von der hier beschriebenen Kopfstütze verfahrbar ist.
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Wie eingangs bereits geschrieben, verfügt ein erfindungsgemäßes Sitzmöbelstück über eine Kopfstütze, die zwischen einer Staustellung und einer Nutzstellung geführt verlagerbar ist. Die Kopfstütze ist vorzugsweise ebenfalls gepolstert. Insbesondere weist ein vorzugsweise gepolsterter Kopfstützenkörper der Kopfstütze eine flache Formgebung mit einer im Wesentlichen flachen vorderen Kopfanlagefläche auf, die in der Nutzstellung der Kopfstütze im Wesentlichen vertikal ausgerichtet ist. Die Kopfanlagefläche der Kopfstütze weist vorzugsweise eine Mindestfläche von 40 cm x 25 cm auf. Die Dicke eines Kopfstützenkörpers der Kopfstütze beträgt vorzugweise weniger als 20 cm, insbesondere weniger als 15 cm. Vorzugsweise ist ein Kopfstützengestänge vorgesehen, welches an einem inneren Rahmen der Kopfstütze befestigt ist und die Kopfstütze fest mit einem zum Zwecke der Verlagerung der Kopfstütze beweglichen Kopfstützenträger verbindet.
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In der Nutzstellung ist die Kopfstütze oberhalb der Rückenlehne angeordnet. In der Staustellung ist die Kopfstütze demgegenüber abgesenkt und insbesondere in einem Aufnahmeraum hinter der Rückenlehne angeordnet.
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Für die Überführung der Kopfstütze aus der Staustellung in die Nutzstellung ist eine Führungsmechanik vorgesehen. Mittels dieser kann die Kopfstütze entlang eines durch die Führungsmechanik definierten Bewegungspfades verlagert werden, wobei der Bewegungspfad dabei primär die vertikale Bewegung der Kopfstütze definiert, jedoch ggf. auch eine hiermit einhergehende Schwenkbewegung.
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Die Führungsmechanik weist einen Aufbau auf, der eine Bauweise mit geringer Tiefe ermöglicht. Vorzugsweise beträgt die Gesamttiefe der Führungsmechanik einschließlich eines zugehörigen Befestigungsflansches zur Anbringung an einer Tragstruktur und ohne die Kopfstütze selbst und deren Kopfstützengestänge in jeder Phase der Bewegung weniger als 50 cm.
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Die Führungsmechanik umfasst einen Befestigungsflansch zur Befestigung an einer Tragstruktur des Sitzmöbelstücks. Der Befestigungsflansch kann dabei insbesondere eine als Blechteil ausgestalte Wange aufweisen bzw. zwei derartige einander gegenüberliegende Wangen aufweisen, die an der Tragstruktur des Sitzmöbelstücks befestigt sind, bspw. angeschraubt sind.
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Die Führungsmechanik umfasst weiterhin einen Kopfstützenträger, an dem die Kopfstütze befestigt ist und der gegenüber dem Befestigungsflansch geführt beweglich ist.
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Zur geführten Verlagerung des Kopfstützenträgers gegenüber dem Befestigungsflansch sind mindestens zwei Schwenkarme vorgesehen, die mittels eines jeweiligen proximalen Endes um eine erste Schwenkachse bzw. eine zweite Schwenkachse schwenkbeweglich am Befestigungsflansch angebracht sind und die mittels eines jeweiligen distalen Endes um eine dritte Schwenkachse bzw. eine vierte Schwenkachse schwenkbeweglich am Kopfstützenträger angebracht sind. Der zu einer Basis des Sitzmöbelstücks oder zur Rückenlehne ortsfeste Befestigungsflansch und der Kopfstützenträger sind demnach durch die beiden Schwenkarme miteinander verbunden.
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Wenn die Kopfstütze aus ihrer Staustellung in die Nutzstellung verfahren werden soll, verschwenken diese beiden Schwenkarme, wobei vorzugsweise einer der Schwenkarme mittels eines Elektromotors angetrieben wird, wie im Weiteren noch beschrieben ist. Die Schwenkbewegung der Schwenkarme verlagert auch den am distalen Ende der Schwenkarme angebrachten Kopfstützenträger und damit auch die Kopfstütze selbst. Vorzugsweise verschwenken die Schwenkarme bei der Überführung der Kopfstütze aus der Staustellung in die Nutzstellung insgesamt um einen Winkel von etwa 70° bis 90°. Insbesondere vorzugsweise befinden sich die Schwenkarme in der Staustellung in einer schräg nach unten gerichteten Ausrichtung, in der die zweite Schwenkachse unterhalb der ersten Schwenkachse und die vierte Schwenkachse unterhalb der dritten Schwenkachse angeordnet ist. In der Nutzstellung befinden sich die Schwenkarme vorzugsweise in einer schräg nach oben gerichteten Ausrichtung, in der die zweite Schwenkachse oberhalb der ersten Schwenkachse und die vierte Schwenkachse oberhalb der dritten Schwenkachse angeordnet ist.
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Um den erforderlichen Bauraum gering zu halten, und dennoch eine große Verlagerungsstrecke zu realisieren, entlang derer die Kopfstütze aus der Staustellung in die Nutzstellung überführt wird, ist vorgesehen, dass mindestens einer der Schwenkarme als längenveränderlicher Schwenkarm ausgebildet ist. Das proximale Ende und das distale Ende dieses längenveränderlichen Schwenkarms sind entlang eines durch den Schwenkarm selbst mechanisch vorgegebenen Bewegungspfades gegeneinander verlagerbar. In einer gestreckten Konfiguration sind die erste und die dritte bzw. die zweite und die vierte Schwenkachse maximal voneinander beabstandet. In einer verkürzten Konfiguration sind die erste und die dritte bzw. die zweite und die vierte Schwenkachse minimal voneinander beabstandet.
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Eine einfache Möglichkeit, die Längenveränderlichkeit zu realisieren, besteht darin, dass der mindestens eine längenveränderliche Schwenkarm ein erstes Armsegment und ein zweites Armsegment aufweist, wobei das erste Armsegment das proximale Ende des Schwenkarms bildet und wobei das zweite Armsegment das distale Ende des Schwenkarms bildet. Durch die Anbindung der beiden Armsegmente aneinander sind die beiden Armsegmente definiert geführt gegeneinander beweglich. Eine Möglichkeit für eine solche Führung besteht darin, dass in einem der Armsegmente ein Langloch vorgesehen ist, und dass an dem anderen Armsegment zwei in das Langloch eingreifende Gleiter oder Rollen vorgesehen sind. Eine alternative Möglichkeit besteht darin, dass die beiden Armsegmente mittels zweier Verbindungslaschen definiert geführt gegeneinander beweglich sind. Die beiden gleichlangen oder unterschiedlich langen Verbindungslaschen verbinden die Armsegmente gegeneinander und erlauben eine definierte Relativbewegung. Im Falle gleichlanger Verbindungslaschen, die im gleichen Abstand an den Armsegmenten angelenkt sind, werden die Armsegmente bei Verkürzung und Streckung des Schwenkarms gegeneinander parallel verlagert.
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Zur Steuerung der Längenveränderung ist mindestens eine Steuerkulissenführung vorgesehen, mittels derer der mindestens eine längenveränderliche Schwenkarm während des Verschwenkens gegenüber dem Befestigungsflansch längenverändert wird. Hierfür ist ein Kulissenkörper während der Schwenkbewegung des längenveränderlichen Schwenkarms in der Steuerkulisse geführt und kraftbeaufschlagt dadurch das proximale Ende des Schwenkarms und das distale Ende des Schwenkarms voneinander weg bzw. aufeinander.
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Vorzugsweise ist die Formgebung der mindestens einen Steuerkulisse so gewählt, dass der längenveränderliche Schwenkarm sich bei Anordnung der Kopfstütze in der Staustellung in einer gestreckten Konfiguration befindet und hiervon ausgehend bei der Überführung in die Nutzstellung mittels der Steuerkulisse zunächst verkürzt und anschließend wieder gestreckt wird. Hierdurch lässt sich die Tiefe der Führungsmechanik in Möbellängsrichtung gering halten. Insbesondere ist eine solche Verkürzung und anschließende Streckung des mindestens einen längenveränderlichen Schwenkarms bei der oben beschriebenen Gestaltung von Vorteil, bei der der Schwenkarm im Falle der Staustellung der Kopfstütze schräg nach unten weist und im Falle der Nutzstellung schräg nach oben weist. Während der Überführung aus der Staustellung in die Nutzstellung kommt es zu einer Zwischenphase, in dem der Schwenkarm in etwa horizontal ausgerichtet ist. In dieser Zwischenphase würde ein längenunveränderlicher Schwenkarm den maximalen Bauraum erforderlich machen. Durch die Längenveränderlichkeit und die zwischenzeitliche Verkürzung des Schwenkarms beim Ausfahren der Kopfstütze wird dies vermieden und es ist in Möbellängsrichtung nur ein vergleichsweise geringer Raum für die Führungsmechanik hinter der Rückenlehne erforderlich.
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Insbesondere vorzugsweise ist nicht nur einer der Schwenkarme längenveränderlich, sondern beide Schwenkarme. Im Falle einer solchen Gestaltung ist es von Vorteil, wenn korrespondierend zu den beiden längenveränderlichen Schwenkarmen auch zwei Steuerkulissenführungen vorgesehen sind, wobei jede der Steuerkulissenführungen jeweils einem der beiden längenveränderlichen Schwenkarme derart zugeordnet ist, dass der jeweilige längenveränderliche Schwenkarm während des Verschwenkens gegenüber dem Befestigungsflansch durch die zugeordnete Steuerkulissenführung längenverändert wird, insbesondere zunächst verkürzt und anschließend wieder gestreckt wird.
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Die Steuerkulisse der mindestens einen Steuerkulissenführungen ist vorzugsweise als Durchbrechung in einem Bauteil vorgesehen, insbesondere in einem Befestigungsflanschbauteil. Im Falle einer Gestaltung mit zwei Steuerkulissen als Teil von zwei Steuerkulissenführungen ist es von Vorteil, wenn beide Steuerkulissen durch Durchbrechungen im gleichen Bauteil gebildet sind, insbesondere dem Befestigungsflanschbauteil.
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Die Steuerkulissen der beiden Steuerkulissenführungen weisen vorzugsweise einen nach oben divergierenden Verlauf auf, so dass in den Steuerkulissen angeordnete Kulissenkörper in horizontaler Richtung in einer oberen Endlage weiter voneinander entfernt sind als in einer unteren Endlage.
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Die Steuerung des Ausfahrens des mindestens einen längenveränderlichen Schwenkarms gestattet es, den Bewegungsablauf derart zu steuern, dass die Kopfstütze bei der Überführung aus der Staustellung in die Nutzstellung knapp an der Rückenlehne vorbeigeführt wird und anschließend eine nach vorne gerichtete Verlagerung erfolgt, wodurch die Kopfstütze die Nutzstellung erreicht, in der sie sich in ergonomisch vorteilhafter Weise an die Anlagefläche der Rückenlehne anschließt. Insbesondere vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Steuerkulisse, die die Längenveränderung eines oberen der beiden Schwenkarme steuert, derart geformt ist, dass die Längenvergrößerung dieses oberen Schwenkarms in einer letzten Phase der Überführungsbewegung geringer ist als die Längenveränderung des unteren der beiden Schwenkarme. Hierdurch wird erreicht, dass in der letzten Phase der Bewegung der Kopfstützenträger nach vor schwenkt, also im Uhrzeigersinn bezogen auf eine Sichtweise von links auf das Sitzmöbelstück. Diese Kopfstützenträgerbewegung ist gewünscht, um die Kopfstütze gegen Ende der Bewegung nach vorne bis in die Nutzstellung zu verschwenken.
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Vorzugsweise bilden die erste Schwenkachse, die zweite Schwenkachse, die vierte Schwenkachse und die dritte Schwenkachse gemeinsam ein Viereck, dessen gegenüberliegende Kanten bei Anordnung der Kopfstütze in der Staustellung jeweils parallel zueinander ausgerichtet sind oder unter Einschluss eines Winkels von weniger als 30° divergieren, vorzugsweise unter Einschluss eines Winkels von weniger als 20°. In der Nutzstellung der Kopfstütze dagegen divergieren zumindest zwei einander gegenüberliegende Kanten des Vierecks vorzugsweise stärker und schließen insbesondere vorzugsweise einen Winkel von mehr als 30° ein.
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Die Führungsmechanik ist vorzugsweise derart gestaltet, insbesondere durch die Formgebung mindestens einer Steuerkulisse der mindestens einen Steuerkulissenführung, dass bei einer Überführung der Kopfstütze aus der Staustellung in die Nutzstellung folgende zwei Bewegungsphasen nacheinander durchlaufen werden:
In einer ersten Bewegungsphase wird ausgehend von der Staustellung der Kopfstütze diese angehoben, wobei die Kopfstütze in dieser ersten Bewegungsphase mindestens 80% eines vertikalen Abstandes zwischen der Position der Kopfstütze in der Staustellung und der Position der Kopfstütze in der Nutzstellung überwindet und wobei die Kopfstütze in dieser ersten Phase noch nicht in erheblichem Maße nach vorne verschwenkt wird. Stattdessen kann die Kopfstütze in dieser ersten Phase sogar nach hinten verschwenkt werden oder gar nicht verschwenken. Auch ein Verschwenken nach vorne ist möglich, allerdings um einen geringen Winkel von maximal 10°. Durch dieses Verhalten kann die Kopfstütze in der ersten Bewegungsphase rückseitig kollisionsfrei an der Rückenlehne vorbeigeführt werden.
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In einerzweiten Bewegungsphase wird die Kopfstütze, sobald sie kollisionsfrei an der Rückenlehne vorbeigeführt wurde, um maximal 20% des vertikalen Abstandes zwischen der Position der Kopfstütze in der Staustellung und der Position der Kopfstütze in der Nutzstellung vertikal verlagert, wobei die Kopfstütze dieser zweiten Phase um mindestens 15° nach vorne verschwenkt wird. Die Kopfstütze nimmt nach Anschluss dieser zweiten Bewegungsphase eine Position und Ausrichtung ein, die für die Nutzung geeignet ist, insbesondere mit vertikal ausgerichteter Kopfanlagefläche. Wie oben bereits erläutert wurde, kann diese relativ starke Schwenkbewegung der Kopfstütze in der zweiten Bewegungsphase insbesondere dadurch erzielt werden, dass die Verlängerung der beiden Schwenkarme derart gesteuert ist, dass in der zweiten Bewegungsphase der untere der beiden Schwenkarme mittels der zugeordneten Steuerkulisse in stärkerem Maße verlängert wird als der obere der beiden Schwenkarme.
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Die beschriebenen Elemente der Führungsmechanik, insbesondere der erste und der zweite Schwenkarm, sind jeweils in der Einzahl beschrieben worden. In der Praxis ist es allerdings von Vorteil, wenn zumindest einige der Elemente zweifach vorgesehen sind, nämlich bezogen auf die Möbelquerrichtung an zwei endseitigen Teilbaugruppen eines Möbelbeschlages. Die Führungsmechanik wird durch diese zwei außenseitigen Teilbaugruppen gebildet. Vorzugsweise weist jede der Teilbaugruppen einen Befestigungsflansch sowie zwei Schwenkarme und mindestens eine Steuerkulissenführungauf, wobei die jeweiligen links- und rechtsseitigen Schwenkarme beiderTeilbaugruppen sich stets gemeinsam bewegen. Insbesondere vorzugsweise ist mindestens ein Schwenkarm an einer ersten der beiden Teilbaugruppen durch eine torsionsstarre Verbindung mit dem korrespondierenden Schwenkarm an der zweiten Teilbaugruppe verbunden, insbesondere durch ein Torsionsrohr. Im Falle von zwei getrennten Befestigungsflanschen linksseitig und rechtsseitig des Beschlages, sind diese vorzugsweise über mindestens eine Verbindungsstrebe miteinander verbunden. Die Verbindungsstrebe kann vorzugsweise ebenfalls als Verbindungsrohr ausgebildet sein.
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Zum Zwecke der automatischen Verlagerung ist vorzugsweise ein elektromotorischer Antrieb vorgesehen, mittels dessen die Kopfstütze aus der Staustellung in die Nutzstellung überführbar ist. Der elektromotorische Antrieb wirkt vorzugsweise auf einen der Schwenkarme und im Falle eines zweiteiligen Schwenkarms insbesondere auf das erste Armsegment dieses Schwenkarms.
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Der elektromotorische Antrieb kann insbesondere in Form eines Linearaktuators vorgesehen sein, der über eine Schubstange verfügt, die elektromotorisch gegenüber einer Grundeinheit des Linearaktuators ausfahrbar ist, wobei der Linearaktuator vorzugsweise schwenkbar am Befestigungsflansch einerseits und an einem der Schwenkarme andererseits angelenkt ist. Die Verwendung eines Linearaktuators ist baulich sehr einfach und gestattet insbesondere eine besonders einfache Steuerung des elektromotorischen Antriebs.
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Zur Erzielung einer ästhetisch angenehmen Formgebung des Sitzmöbelstücks insbesondere bei Anordnung der Kopfstütze in der Staustellung ist vorzugsweise ein Aufnahmeraum zur Aufnahme der Kopfstütze vorgesehen, wobei der Aufnahmeraum die Kopfstütze in der Staustellung zumindest zum überwiegenden Teil aufnimmt. Der Aufnahmeraum ist vorzugsweise an einer nach oben weisenden Seite offen oder dort mit einer verlagerbaren Sichtblende versehen. Weiterhin ist der Aufnahmeraum vorzugsweise durch Wandungen zur Seite und nach hinten abgeschlossen, so dass die Kopfstütze bei der Überführung in ihre Staustellung in den Aufnahmeraum eintaucht. Nach unten und somit in Richtung des Bodens kann der Aufnahmeraum geschlossen sein oder offen bleiben.
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Es kann vorgesehen sein, dass die Kopfstütze in der Staustellung nicht vollständig blickdicht gelagert wird, sondern ein Teil, insbesondere eine Oberseite der Kopfstütze, aus dem Aufnahmeraum hinausragt und/oder eine obere Abschlussfläche bildet, die selbst in der Staustellung der Kopfstütze von außen sichtbar ist.
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Von Vorteil ist allerdings eine Gestaltung, bei der Aufnahmeraum zur Aufnahme der gesamten Kopfstütze ausgebildet ist und über eine verlagerbare Sichtblende verfügt. Die Sichtblende schließt den Aufnahmeraum in einer Schließstellung nach oben ab. Die Sichtblende kann aus ihrer Schließstellung in eine Öffnungsstellung verlagert werden, wenn die Kopfstütze in die Nutzstellung überführt wird. Vorzugsweise sind die Kopfstütze und die Sichtblende derart aufeinander abgestimmt, dass sowohl bei Anordnung der Kopfstütze in der Staustellung als auch in der Nutzstellung die Sichtblende sich in geschlossener Stellung befindet.
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Vorzugweise ist die Sichtblende schwenkbeweglich an der Tragstruktur des Sitzmöbelstücks angebracht. Insbesondere kann eine entsprechende Scharniereinrichtung an einer Rückwandung des Sitzmöbelstücks vorgesehen sein. Weiterhin vorzugsweise ist eine Federeinrichtung vorgesehen, mittels derer die Sichtblende stets in Richtung ihrer Schließstellung kraftbeaufschlagt ist. Das Verlagern der Sichtblende erfolgt in einem solchen Falle gegen die Kraft der Federeinrichtung.
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Grundsätzlich denkbar ist eine Gestaltung, bei der die Sichtblende unabhängig von der Verlagerung der Kopfstütze verlagert wird, beispielsweise manuell oder mittels eines separaten Elektromotors.
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Bevorzugt ist allerdings eine Gestaltung, bei der die verlagerbare Sichtblende und die Kopfstütze, insbesondere ein Kopfstützengestänge der Kopfstütze, derart aufeinander abgestimmt sind, dass die verlagerbare Sichtblende sowohl bei der Überführung der Kopfstütze in die Staustellung als auch bei der Überführung der Kopfstütze in die Nutzstellung jeweils in ihre Öffnungsstellung gedrückt wird. Die Kopfstütze wird bei einer solche Gestaltung passiv gehandhabt, indem das Öffnen der Sichtblende dadurch erfolgt, dass die Sichtblende von der Kopfstütze mittelbar bewegt wird. Insbesondere vorzugsweise erfolgt ein solches Öffnen der Sichtblende sowohl bei der Überführung der Kopfstütze in die Nutzstellung als auch bei der Überführung der Sichtblende in die Staustellung.
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Als besonders vorteilhafte Ausgestaltung hat es sich erwiesen, dass die Kopfstütze ein Kopfstützengestänge aufweist, welches an einer rückseitigen Abschlussfläche der Kopfstütze in einen Kopfstützenkörper hineinragt. Dies ist gegenüber einer Anbringung des Kopfstützengestänges an einer Unterseite des Kopfstützenkörpers von Vorteil, da hierdurch verhindert wird, dass die verlagerbare Sichtblende bei der Überführung der Kopfstütze in die Staustellung unterhalb des Kopfstützenkörpers verkantet und die Fortsetzung der Überführung dadurch unterbunden wird.
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Der Kopfstützenkörper kann fest mit dem genannten Gestänge verbunden sein. Auch ist es möglich, dass eine begrenzte manuelle Verlagerbarkeit gegeben ist, damit ein Benutzer beispielsweise den Kopfstützenkörper noch etwas weiter nach vorne verschwenken kann, um den Kopf auch einer bequemen Leseposition anlehnen zu können.
KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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Weitere Vorteile und Aspekte der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und aus der nachfolgenden Beschreibung von bevorzugten Ausführungsbeispielen der Erfindung, die nachfolgend anhand der Figuren erläutert sind.
- Fig. 1 und 2 zeigen ein erfindungsgemäßes Sitzmöbelstück in zwei Zuständen, nämlich mit Anordnung einer Kopfstütze in der Staustellung (Fig. 1) und in der Nutzstellung (Fig. 2).
- Fig. 3 und 4 verdeutlichen die wesentlichen Komponenten des Sitzmöbelstücks und insbesondere seiner Führungsmechanik.
- Fig. 5A bis 5E zeigen den Ablauf der Überführung der Kopfstütze aus ihrer Staustellung in einem Aufnahmeraum in die Nutzstellung oberhalb der Rückenlehne.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER AUSFÜHRUNGSBEISPIELE
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Fig. 1 und 2 zeigen ein erfindungsgemäßes Sitzmöbelstück 10 in Form eines Sessels mit einer Sitzfläche 14 und einer Rückenlehne 16. Nicht dargestellt ist in den Figuren eine vor die Sitzfläche 14 ausfahrbare Beinauflage.
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Weiterhin weist das Sitzmöbelstück 10 eine Kopfstütze 20 auf. Das Sitzmöbelstück 10 ist in den Fig. 1 und 2 in zwei Zuständen darstellt, nämlich in Fig. 1 mit der Kopfstütze 20 in ihrer Staustellung und in Fig. 2 mit der Kopfstütze 20 in einer Nutzstellung.
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In der Staustellung der Fig. 1 ist die Kopfstütze 20 von außen nicht zu erkennen, da sie in einem Aufnahmeraum 18 unterhalb der in Fig. 1 dargestellten Sichtblende 18A versteckt ist. In der Nutzstellung der Fig. 2 ist die Kopfstütze 20 ausgefahren und ihre Kopfanlagefläche 24 befindet sich in etwa in fluchtender Anordnung zur Rückenlehne 16, so dass eine komfortable Sitzposition mit angelehntem Kopf erzielbar ist.
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Wie bereits aus Fig. 2 ersichtlich ist, ist die Sichtblende 18A in der Nutzstellung der Kopfstütze 20 ebenso wie in der Staustellung geschlossen. Zwei Stangen eines Kopfstützengestänges 22, die den gepolsterten Kopfstützenkörper tragen, sind in diesem Zustand durch Aussparungen der Sichtblende 18A nach außen geführt. Nur bei der Überführung der Kopfstütze 20 aus der Staustellung in die Nutzstellung und aus der Nutzstellung in die Staustellung wird die Sichtblende 18A zwischenzeitlich aufgeschwenkt, wie im Folgenden gezeigt wird.
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Zur Überführung der Kopfstütze 20 zwischen der Staustellung der Fig. 1 und der Nutzstellung der Fig. 2 ist eine Führungsmechanik 100 vorgesehen, deren Elemente anhand der Fig. 3 und 4 zunächst erläutert werden.
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Die Führungsmechanik 100 verfügt über zwei seitliche Befestigungsflansche 110 in Form jeweils eines Blechteils, welches an einer Tragstruktur des Sitzmöbelstücks befestigt ist, insbesondere festgeschraubt ist. Die beiden Befestigungsflansche 110 sind miteinander über Querrohre verbunden.
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An den Befestigungsflanschen 110 sind Schwenkarme 130, 140 um Schwenkachsen 132A, 142A schwenkbar angelenkt. Die Schwenkarme sind vertikal zueinander versetzt übereinander angeordnet und bilden damit einen unteren Schwenkarm 130 und einen oberen Schwenkarm 140.
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Die Schwenkarme 130, 140 verfügen jeweils über zwei Armsegmente 134, 136 bzw. 144, 146, die eine Längenänderung der Schwenkarme 130, 140 gestatten. Die unmittelbar am Befestigungsflansch 110 schwenkbar angebrachten proximalen Armsegmente 134, 144 sind über Schwenkarm-Kulissenführungen 138, 148 an den distalen Armsegmenten 136, 146 angebracht. Die distalen Armsegmente 136, 146 sind um die Schwenkachsen 132B, 142B schwenkbar an einem Kopfstützenträger 150 angebracht, an dem seinerseits das bereits beschriebene Kopfstützengestänge 22 angebracht ist.
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Die beiden distalen Armsegmente 136, 146 sind jeweils mit Kulissenkörpern 113, 115 ausgestattet, die als Gleitkörper oder als drehbare Rollkörper ausgebildet sind. Diese Kulissenkörper 113, 115 ragen in zwei Steuerkulissen zweier Steuerkulissenführungen 112, 114 hinein, wobei die Steuerkulissen als Durchbrechungen in den Befestigungsflanschen 110 vorgesehen sind. Eine Schwenkbewegung der Schwenkarme 130, 140 um die Schwenkachsen 132A, 142Agegenüber dem Befestigungsflansch 110 führt daher dazu, dass die Kulissenkörper 113, 115 innerhalb dieser Steuerkulissen verlagert werden und damit eine Zwangssteuerung der distalen Armsegmente 136, 146 bewirkt wird.
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Dabei gestatten es die beiden Steuerkulissen durch ihren jeweiligen Verlauf, spezifisch für beide Schwenkarme 130, 140 festzulegen, in welcher Schwenkstellung des jeweiligen Schwenkarms 130, 140 das distale Armsegment wie weit ausgefahren sein soll. Da die distalen Armsegmente 136, 146 ihrerseits am Kopfstützenträger 150 schwenkbar angelenkt sind, ist mittelbar über die Steuerkulissen der Steuerkulissenführung 112, 114 festgelegt, in welcher Phase des Ausfahrens die Kopfstütze welche Ausrichtung einnimmt.
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Das Ausfahren und Einfahren der Kopfstütze 20 erfolgt mittels eines elektromotorischen Antriebs 160. Dieser ist im vorliegenden Falle als Linearaktuator ausgebildet, der über eine elektrische, gegenüber einer Grundeinheit 162 ausfahrbare Schubstange 164 verfügt. Die Grundeinheit 162 ist einerseits schwenkbar an einer Tragstruktur des Sitzmöbelstücks angebracht und andererseits schwenkbar am proximalen Armsegment 134 des unteren Schwenkarms 130 angebracht. Wird die Schubstange 164 ausgefahren, so schwenkt der untere Schwenkarm 130 bezogen auf Fig. 4 im Uhrzeigersinn nach oben.
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Nachfolgend wird der Ablauf zum Ausfahren der Kopfstütze ausgehend von der Staustellung anhand der Fig. 5A bis 5E erläutert:
Der Zustand der Fig. 5A ist der Ausgangszustand mit eingefahrener Kopfstütze 20. In diesem Zustand befindet sich die Kopfstütze 20 vollständig innerhalb des Aufnahmeraums 18. Die Schwenkarme 130, 140 sind jeweils nach unten verschwenkt und fallen von den Schwenkachsen 132A, 142A nach hinten ab. Die distalen Armsegmente 136, 146 beider Schwenkarme 130, 140 befinden sich aufgrund der jeweiligen Formgebung der Steuerkulissen der Steuerkulissenführung 112, 114 und der darin angeordneten Kulissenkörpern 113, 115 in ihrem maximal ausgefahrenen Zustand, um den Kopfstützenträger 150 in diesem Zustand möglichst weit unten im Aufnahmeraum 18 zu platzieren. Aufgrund dieser Anordnung wird erreicht, dass selbst ein vergleichsweise hoher Kopfstützenkörper der Kopfstütze 20 vollständig innerhalb des Aufnahmeraums des recht flachen Sitzmöbelstücks 10 gelagert werden kann.
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Ausgehend vom Zustand der Fig. 5A wird zur Überführung der Kopfstütze 20 in ihre Nutzstellung die Schubstange 164 des Linearaktuators 160 ausgefahren. Wie anhand der Fig. 5B ersichtlich ist, führt dies zunächst dazu, dass der untere Schwenkarm 130 im Uhrzeigersinn verschwenkt wird. Bedingt durch die Formgebung der Steuerkulisse der Steuerkulissenführung 112 findet gleichzeitig auch eine Verkürzung des Schwenkarms 130 statt.
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Das Verschwenken des Schwenkarms 130 und dessen Verkürzung führt zu einem Anheben des Kopfstützenträgers 150, was wiederum auch mit einem Anheben der Schwenkachse 142B sowie einem Verschwenken des Schwenkarms 140 einhergeht. Da der Schwenkarm 140 wie auch der Schwenkarm 130 durch die Steuerkulissen der Steuerkulissenführung 112, 114 zwangsgesteuert betreffend seiner Länge ist, ist auch die Kippstellung des Kopfstützenträgers 150 und damit der Kopfstütze 20 durch die Formgebung der Steuerkulissen vorgegeben.
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In einer ersten Phase der Bewegung beim Übergang vom Zustand der Fig. 5A in den Zustand der Fig. 5b erfolgt die Verkürzung der Schwenkarme 130, 140 weitgehend identisch, so dass der Kopfstützenträger 150 nicht in relevantem Maße verkippt wird. Er behält daher gemeinsam mit der Kopfstütze 20 seine Ausrichtung bei und die Kopfstütze 20 wird in dieser ersten Phase bei weitgehend gleichbleibender Ausrichtung primär vertikalverlagert.
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Die Verlagerung der Kopfstütze 20 führt dazu, dass diese von unten gegen die Sichtblende 18A stößt. Die Sichtblende 18A wird daher von der Kopfstütze 20 gegen die Kraft einer nicht dargestellten Schließfeder aufgeschwenkt und gestattet das Herausfahren der Kopfstütze 20 aus dem Aufnahmeraum 18.
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Das weiter fortgesetzte Ausfahren der Schubstange 164 des Linearaktuators 160 führt zu einem fortgesetzten Verschwenken der Schwenkarme130, 140, wobei die Lage der Schwenkachsen 132A, 142A und die Formgebung der Steuerkulissen dazu führt, dass bei der fortgesetzten Schwenkbewegung der Schwenkarme der Kopfstützenträger 150 sowie die Kopfstütze 20 leicht nach hinten verschwenken. Im Zustand der Fig. 5C ist die Kopfstütze 20 daher um etwas weniger als 5° gegenüber dem Zustand der Fig. 5A und 5B nach hinten verschwenkt. Dies ermöglicht es, die Kopfstütze problemloser an der Rückenlehne 16 vorbeizuführen. Die Schwenkarme 130, 140 haben im Zustand der Fig. 5C eine in etwa horizontale Ausrichtungerreicht. Um die erforderliche Bautiefe der Führungsmechanik insbesondere in dieser Phase gering zu halten, befinden sich die Schwenkarme 130, 140 in dieser Zwischenphase in ihrem maximal verkürzten Zustand.
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Die Sichtblende 18A wird weiterhin von der Kopfstütze 20 offen gehalten, wobei sie inzwischen nicht mehr an der Oberseite des Kopfstützenkörpers anliegt, sondern an dessen Rückwandung.
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Das fortgesetzte Ausfahren der Schubstange 164 führt zu einem weiteren Verschwenken der Schwenkarme 130, 140 in die Stellung der Fig. 5D. Bedingt durch die Form der Steuerkulissen sind der Kopfstützenträger 150 und mit ihm die Kopfstütze 20 noch weiter nach hinten verschwenkt bis maximal ca. 7° gegenüber der Ausgangsausrichtungdes Kopfstützenträgers im Zustand der Fig. 5A.
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Im Zustand der Fig. 5D ist der obere Schwenkarm 140 bereits wieder zu etwa 50% ausgefahren, während der untere Schwenkarm 130 nur etwa zu 30% ausgefahren ist.
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In der sich hieran anschließenden Abschlussphase des Ausfahrens des Kopfstütze 20, die durch den Übergang aus dem Zustand der Fig. 5D in den Zustand der Fig. 5E ersichtlich ist, werden die beiden Schwenkarme 130, 140 bis in ihre Schwenkendlage verschwenkt. Da der obere Schwenkarm 140 bereits zuvor im Zustand der Fig. 5D recht weitgehend ausgefahren war und in der ihm zugeordneten Steuerkulisse der Steuerkulissenführung 114 ein endseitiges Abknicken des Verlaufs vorgesehen ist, wird derobere Schwenkarm 140 in dieser letzten Phase nur um eine vergleichsweise geringe Strecke verlängert. Der untere Schwenkarm 130 wird hingegen noch deutlich stärker verlängert, was dazu führt, dass der Kopfstützenträger 150 in dieser letzten Phase relativ stark nach vorne verschwenkt. Zusammen mit dem Kopfstützenträger 150 schwenkt auch die Kopfstütze 20 nach vorne, so dass sie sich mit Erreichen des Zustandes der Fig. 5E in ihrer Nutzstellung befindet.
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Die Rücküberführung der Kopfstütze 20 aus der Nutzstellung in die Staustellung erfolgt in umgekehrter Reihenfolge der beschriebenen Zwischenstellungen. Gesteuert durch den elektromotorischen Antrieb 160 wird der Schwenkarm 130 bezogen auf die Perspektive der Fig. 5E bis 5A gegen den Uhrzeigersinn verschwenkt, wobei sich in der für das Ausfahren beschriebenen Weise hierdurch auch eine Schwenkbewegung des Schwenkarms 140 sowie eine durch die Steuerkulissen definierte Verkürzung und anschließende Streckung der Schwenkarme 130,140 als Konsequenz ergibt.
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Die Sichtblende 18A wird auch beim Einfahren durch die Kopfstütze gegen die Kraft der Schließfeder geöffnet. Hierbei ist es hilfreich, dass das Kopfstützengestänge 22 an einer Rückseite der Kopfstütze 20 in den Kopfstützenkörper eindringt. Dies ermöglicht es, die Sichtblende 18A zunächst mittels des Kopfstützengestänges aufzudrücken, bis die vordere Kante der Sichtblende 18A in Kontakt mit der Rückseite der Kopfstütze 20 gelangt und von dieser in der Öffnungsstellung gehalten wird, bis die Kopfstütze wieder vollständig im Aufnahmeraum 18 angeordnet ist und die Sichtblende von der Kraft der Schließfeder in die geschlossene Stellung gedrückt worden ist.