Haushaltsgeschirrspülmaschine mit zumindest einem Luftauslass
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Haushaltsgeschirrspülmaschine mit einem Spülbehälter, in dem Geschirr, Gläser, Bestecke und ähnliches bearbeitbar sind, und mit zumindest einem Luftauslass zum Ausblasen von insbesondere feuchter und/oder wasserdampfhaltiger Spülraumluft des Spülbehälters, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 oder des Anspruchs 14.
Bei derartigen Haushaltsgeschirrspülmaschinen ist es wünschenswert, das Spülgut möglichst vollständig getrocknet und ohne Wasserflecken aus dem Spülbehälter entnehmen zu können.
Für ein gutes Trocknungsergebnis von Geschirr, Gläsern, Bestecken und ähnlichen Teilen, die in einem Spülbehälter bearbeitet werden können, ist es wünschenswert, feuchte und/oder wasserdampfhaltige Spülraumluft aus dem Spülbehälter entfernen zu können. Es ist daher bekannt, den Spülbehälter mit einem Luftauslass zu verbinden, der feuchte und/oder wasserdampfhaltige Spülraumluft aus dem Spülbehälter in die Außenumgebung transportiert. So ein Luftauslass befindet sich häufig im oberen Bereich einer vorderseitigen Tür bzw. Fronttür, die geöffnet und geschlossen werden kann. Eine Luftzuführung in diese bewegte Einheit ist daher relativ aufwendig und teuer. Zudem ist durch die hohe Anordnung des Luftauslasses im Gerät die Gefahr gegeben, dass über der Haushaltsgeschirrspülmaschine befindliche Küchenmöbel wie z.B. ein Schrank oder eine Arbeitsplatte durch die austretende Feuchtigkeit beschädigt werden.
Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, bei einer ansprechenden optischen Anordnung eine möglichst weitgehende Vermeidung der Feuchtigkeits- und/oder Wasserdampfbeaufschlagung umliegender Möbel zu erreichen.
Die Erfindung löst dieses Problem durch eine Haushaltsgeschirrspülmaschine mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und/oder des Anspruchs 14, die einzeln oder in Kombination miteinander verwirklicht sein können. Hinsichtlich vorteilhafter Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung wird auf die Ansprüche 2 bis 13 und 15 bis 20 verwiesen.
Dadurch, dass erfindungsgemäß zumindest ein Luftauslass im unteren Viertel der Gerätehöhe angeordnet ist, wird bei einem etwaigen Aufstieg von feuchter und/oder wasserdampfhaltiger Spülraumluft, die aus dem Luftauslass in die Umgebung am Einbauort der erfindungsgemäßen Haushaltsgeschirrspülmaschine ausgeblasen wird, allenfalls, d.h. wenn überhaupt, die Haushaltsgeschirrspülmaschine selber mit etwaig auskondensierter Feuchtigkeit und/oder Wasserdampf beaufschlagt und nicht über der Haushaltsgeschirrspülmaschine angeordnete Möbel wie z.B. eine Küchenarbeitsplatte. Zudem ist dadurch, dass sich der Luftauslass als Schlitzauslass über zumindest die Hälfte der Breite der Haushaltsgeschirrspülmaschine, insbesondere deren Basisträger, erstreckt, eine breite Verteilung der austretenden feuchtigkeitsbeladenen und/oder wasserdampfhaltigen Spülraumluft erreicht. Der Schlitzauslass weist dazu vorzugsweise eine große Schlitzbreite und eine im Verhältnis zu dieser geringe Schlitzhöhe auf. Die aus dem Spülraum des Spülbehälters ausströmende Spülraumluft wird somit auf viele Austrittsstellen entlang der Breitenerstreckung des Schlitzauslasses verteilt. Ein punktuell hoher, d.h. lokal konzentrierter Spülraumluftvolumenstrom, wie dieser bei einer Haushaltsgeschirrspülmaschine mit lediglich einem einzigen, eine etwa kreisrunde Durchtrittsquerschnittsfläche aufweisenden Luftauslass am Ausgang dieses einzigen Luftauslasses erzeugt werden würde, und mit dem ein punktuell hoher Feuchtigkeitseintrag in Möbel einhergehen würde, ist vermieden. Insbesondere lässt sich die feuchte und/oder wasserdampfhaltige Spülraumluft, die aus dem sich über zumindest die Hälfte der Breite der Haushaltsgeschirrspülmaschine erstreckenden Schlitzauslass ausgeblasen wird, so fein über ein größeres Gebiet außerhalb der erfindungsgemäßen Haushaltsgeschirrspülmaschine verteilen, dass sie sich mit gegenüber ihr trockeneren Umgebungsluft verbessert vermischen kann. Feuchtigkeit und/oder Wasserdampf, die und/oder der in der über zumindest die Hälfte der Breite der Haushaltsgeschirrspülmaschine mittels des erfindungsgemäßen Schlitzauslasses ausgeblasenen Spülraumluft enthalten ist oder sind, lassen sich von der Umgebungsluft verbessert aufnehmen. Entlang der Breitenerstreckung des Schlitzauslasses betrachtet tritt somit lokal an jeder Stelle des Schlitzauslasses jeweils insbesondere nur ein reduzierter Volumenstrom an feuchter und/oder wasserdampfhaltiger Spülraumluft im Vergleich zu einem konzentriert aus einem einzigen, z.B. kreisrunden, lokal begrenzten bzw. punktuellen Luftauslass ausströmenden Spülraumluft- Volumenstrom in die Umgebung am Einbauort der Haushaltsgeschirrspülmaschine aus (bei gleichem
Gesamtdurchsatz an Spülraumluft). Durch den erfindungsgemäßen Schlitzauslass ist für eine örtliche Verdünnung der aus dem Spülraum des Spülbehälters kommenden Spülraumluft und des in dieser enthaltenen Feuchtigkeitsgehalts in der Umgebungsluft gesorgt. Eine Auskondensation von Feuchtigkeit an der Frontseite der Haushaltsgeschirrspülmaschine, insbesondere deren Fronttür, kann auf diese Weise reduziert oder sogar weitgehend vermieden werden. Insbesondere ist dadurch weitgehend vermieden, dass sich Kondensat- Tröpfchen zu größeren Flüssigkeitströpfchen vereinigen können und diese dann aus dem Luftauslass nach unten auf den Boden am Aufstellort der Haushaltsgeschirrspülmaschine rinnen oder abtropfen. Zudem macht es die mittels des Schlitzauslasses erzeugte Verteilung der ausgeblasenen Spülraumluft über mindestens die Hälfte der Breite der Haushaltsgeschirrspülmaschine, insbesondere deren Fronttür, ggf. sogar möglich, dass der Volumenstrom an ausgeblasener Spülraumluft pro Austrittsstelle des Auslassschlitzes so gering wird, dass entlang der Breitenerstreckung des Auslassschlitzes die örtlich in der Breite verteilt ausgeblasene Spülraumluft von einem Nutzer der Haushaltsgeschirrspülmaschine kaum oder nur unwesentlich wahrgenommen werden kann.
Zweckmäßigerweise ist die Ausgangs- Durchtrittsquerschnittsfläche kleiner, insbesondere wesentlich kleiner, als die Eingangs- Durchtrittsquerschnittsfläche des erfindungsgemäßen Luftauslasses. Dies bewirkt eine Erhöhung der Strömungsgeschwindigkeit der aus dem Schlitzauslass in die Umgebung ausgeblasenen Spülraumluft gegenüber der Strömungsgeschwindigkeit der Spülraumluft strömungsaufwärts vor dem Eintritt in den Schlitzauslass. Dies reduziert nochmals die Gefahr, dass es auf der Ausgangsseite des Schlitzauslasses zu unerwünschten Kondensatansammlungen und Abtropfen von Wasser kommt.
Zudem fällt der schmale Schlitzauslass im unteren Viertel der Gerätehöhe der erfindungsgemäßen Haushaltsgeschirrspülmaschine einem Benutzer, der vor der erfindungsgemäßen Haushaltsgeschirrspülmaschine steht, optisch bzw. visuell kaum auf.
Insbesondere beträgt die Breite des Schlitzauslasses mindestens zwei Drittel der Breite der Haushaltsgeschirrspülmaschine, um eine gute Verteilung der feuchten Luft und Durchmischung mit der trockeneren Außenluft bzw. Umgebungsluft im Raum zu
erreichen, in dem die erfindungsgemäße Haushaltsgeschirrspülmaschine untergebracht ist.
Sofern der Luftauslass vorzugsweise insgesamt zumindest 40 Zentimeter breit ist, lässt sich eine sehr breite und gleichmäßige Verteilung der Feuchtigkeit erzielen.
Insbesondere ist der Luftauslass als ein flacher Schlitzauslass mit einem Höhen- zu Breitenverhältnis von weniger als 1:10, besonders günstig von weniger als 1:20, ausgebildet. Trotz der baulich und optisch sehr geringen Höhe kann damit eine hohe Austragsoberfläche erreicht sein.
Für eine hohe mechanische Stabilität und Sicherheit gegen Eingriff kann der Luftauslass in mehrere, fluchtend nebeneinanderliegende Teilschlitze geteilt sein, zum Beispiel in zwei bis drei Teilschlitze nebeneinander, die jeweils aussteifende Vertikalstege als stabile Trennung voneinander umfassen.
Wenn der Luftauslass auf der einem Benutzer zugewandten Vorderseite der Haushaltsgeschirrspülmaschine angeordnet ist, kann sich die dort austretende und häufig mit Feuchtigkeit und/oder Wasserdampf beladene Luft schnell und über einen großen Bereich weitgehend frei verteilen.
Optisch günstig und mit minimaler Einschränkung des zur Verfügung stehenden Bauraums ist der Luftauslass ganz am unteren Ende der Vorderseite der Haushaltsgeschirrspülmaschine angeordnet. Insbesondere ist der Luftauslass im Bereich der Unterkante einer frontseitigen Sockelblende der erfindungsgemäßen Haushaltsgeschirrspülmaschine vorgesehen. Die Sockelblende verkleidet vorzugsweise die Frontseite eines Basisträgers, auf dem oberhalb der Spülbehälter angebracht ist. Im Basisträger sind verschiedene Funktionskomponenten der Haushaltsgeschirrspülmaschine wie z.B. Umwälzpumpe, Entleerungspumpe, Steuer- /Kontrolleinheit zur Durchführung verschiedener Geschirrspülprogramme, Enthärtungsanlage, usw. ... untergebracht. Wenn die Fronttür der erfindungsgemäßen Haushaltsgeschirrspülmaschine in ihre etwa vertikale Schließendstellung gebracht ist und die frontseitige Beschickungsöffnung des Spülbehälters verschließt, steht die Fronttür
etwa parallel zur Sockelblende und endet mit ihrer Unterkante vorzugsweise in einer höheren Position als die Unterkante der Sockelblende.
Auch wenn der Luftauslass selbst nicht die volle Gerätebreite einnehmen sollte, ist es optisch und montagetechnisch günstig, wenn der Luftauslass innerhalb einer Baueinheit angeordnet ist, die vorzugsweise über die ganze Breite der Vorderseite der Haushaltsgeschirrspülmaschine erstreckt ist. Vorzugsweise ist die Baueinheit in Tiefenrichtung der Haushaltsgeschirrspülmaschine betrachtet hinter einer frontseitigen Sockelblende des Basisträgers der Haushaltsgeschirrspülmaschine angeordnet. Zweckmäßig kann es insbesondere sein, wenn die Baueinheit eine nach vorne gerichtete Auskragung aufweist, die unterhalb der Unterkante der Sockelblende angeordnet ist und dort den Schlitzauslass aufweist oder zusammen mit der Unterkante der Sockelblende ausbildet.
Insbesondere kann der Luftauslass innerhalb eines mit gleichbleibender Höhe breit erstreckten Designelements angeordnet sein, das ggf. auch noch gegenüber einer vorderen Blende im unteren Bereich der Haushaltsgeschirrspülmaschine farblich abgesetzt sein kann, etwa als schwarzes Element gegenüber einer weißen Blende oder einem Edelstahldekor.
Eine hohe Effizienz lässt sich erreichen, wenn der Luftauslass von zumindest einem Luftförderorgan wie einem Lüfterrad ansteuerbar, d.h. mit Spülraumluft aus dem Spülraum des Spülbehälters beaufschlagbar ist. Das Luftförderorgan ist ström ungsaufwärtsseitig vorzugsweise über einen Luftkanal mit mindestens einer Luftauslassöffnung des Spülbehälters oder mit mindestens einer Luftauslassöffnung der Innentür der Fronttür fluidisch verbunden. Vom Luftförderorgan führt strömungsabwärtsseitig vorzugsweise ein Abluftkanal zum Luftauslass. Ist das Luftförderorgan aktiviert, d.h. eingeschaltet, so wird von diesem Spülraumluft aus dem Spülraum des Spülbehälters über den strömungsaufwärtsseitigen Luftkanal zum Luftförderorgan abgesaugt und von diesem dann durch den strömungsabwärtsseitigen Abluftkanal zum Luftauslass geblasen. Das Luftförderorgan kann vorzugsweise im unteren Bereich der Haushaltsgeschirrspülmaschine in Tiefenrichtung hinter dem Luftauslass angeordnet sein. Das Lüfterrad oder ähnliches kann dann vorzugsweise ungefähr auf gleicher Höhe wie der Luftauslass selber liegen und im Sockel bzw. Basisträger der
Haushaltsgeschirrspülmaschine platzsparend angeordnet sein. Hierfür beginnt sehr vorteilhaft der Luftkanal vorzugsweise innerhalb der oberen 50% der Höhe des Spülbehälters in einer seiner Wandungen, wodurch ein langer Weg für eine mögliche Kondensation gebildet ist. Der Luftkanal kann insbesondere mindestens 40 Zentimeter lang sein. Zudem ist es günstig, wenn er von seinem Beginn an der Luftauslassöffnung in der Wandung des Spülbehälters oder der Fronttür zunächst aufwärts verläuft, so dass sich eventuell bildendes Kondenswasser in den Spülbehälter zurücklaufen kann und nicht im Luftkanal verbleibt.
Sehr vorteilhaft ist dem Luftauslass ein, insbesondere mehrere zehn Zentimeter langer, Luftkanal vom Spülbehälter kommend vorgeordnet. Dann kann ein Großteil der Kondensation bereits verteilt in diesem langen Luftkanal stattfinden.
Besonders vorteilhaft und gesondert beansprucht ist zwischen dem zumindest einen Luftförderorgan und dem Luftauslass ein Ausblaskanal erstreckt, der gegenüber dem Luftkanal, der vom Spülbehälter, insbesondere von einer Luftauslassöffnung in einer Wandung, insbesondere Seitenwandung, des Spülbehälters oder in einer Innentürwandung der Fronttür, zu dem Förderorgan führt, mit verringertem Querschnitt ausgeführt ist. Durch den verringerten Querschnitt ist die Strömungsgeschwindigkeit der mittels des Förderorgans aus dem Spülraum des Spülbehälters abgesaugten Spülraumluft im Ausblaskanal gegenüber der Strömungsgeschwindigkeit der Spülraumluft im Luftkanal vor dem Förderorgan erhöht, so dass es hinter dem Förderorgan im Nahbereich des Luftauslasses nur noch zu wenig Kondensation kommt und somit hier die Wasserbildung und die Gefahr eines Austropfens von Wasser aus dem Luftauslass minimiert ist.
Eine günstige Weiterentwicklung der Erfindung sieht vor, dass das Lüfterrad oder ein ähnliches Förderorgan getaktet ansteuerbar ist, auch über einen Zeitraum von mehreren Tagen. Dabei kann es auch über eine Feuchtigkeitserfassung des Spülbehälters ansteuerbar sein. Die Haushaltsgeschirrspülmaschine kann dann auch als Speicher für Geschirr, Gläser, Bestecke und ähnliches dienen und dieses vorab gespülte Gut auch über mehrere Tage immer wieder phasenweise nachtrocknen.
Das Ausblasen von Spülraumluft aus der erfindungsgemäßen
Haushaltsgeschirrspülmaschine über deren Schlitzauslass kann also nicht nur während des Trocknungsgangs des Spülgangs mindestens eines durchzuführenden Geschirrspülprogramms, sondern bei Bedarf zusätzlich zeitlich später nach dem Ende des Trocknungsgangs des Spülgangs während ein oder mehrerer Nachtrocknungsgänge zur Nachtrocknung des im Spülraum gelagerten Spülguts durchgeführt werden. Eine solche Nachtrocknung kann gewünscht sein, wenn die Tür unmittelbar nach dem Ende des Trocknungsgangs des Spülgangs des jeweilig durchzuführenden Geschirrspülprogramms vom Benutzer oder einem automatischen Türöffnungssystem nicht geöffnet wird, sondern noch für eine längere Zeitdauer, insbesondere für mindestens 6 Stunden bis mehrere Tage wie z.B. für bis zu 96 Stunden, geschlossen bleibt. Diese dem Ende der Trocknungsphase eines durchgeführten Geschirrspülprogramms zeitlich nachgelagerte Aufbewahrung von Spülgut im Spülraum des Spülbehälters bei geschlossener Tür wird als „storage function“ bezeichnet. Um dabei das Spülgut im Spülraum trocken zu halten bzw. seine Rückanfeuchtung zu vermeiden, wird von Zeit zu Zeit mindestens ein Luftförderorgan jeweils für eine bestimmte Zeitdauer aktiviert, um im Spülraum durch einen Luftaustausch von Spülraumluft durch Umgebungsluft eine Nachtrocknung des Spülguts im Spülraum zu bewirken bzw. um eine Rückanfeuchtung des Spülguts weitgehend zu vermeiden, und dann wieder deaktiviert.
Sonstige Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen wiedergegeben.
Die vorstehend erläuterten und/oder in den Unteransprüchen wiedergegebenen vorteilhaften Aus- und Weiterbildungen der Erfindung können dabei - außer z. B. in den Fällen eindeutiger Abhängigkeiten oder unvereinbarer Alternativen - einzeln oder aber auch in beliebiger Kombination miteinander zur Anwendung kommen.
Die Erfindung und ihre vorteilhaften Aus- und Weiterbildungen sowie deren Vorteile werden nachfolgend anhand von Ausführungsbeispiele darstellenden Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigen jeweils in einer schematischen Prinzipskizze:
Fig. 1 von schräg vorne eine schematische perspektivische Ansicht einer vorteilhaften Ausführungsform einer erfindungsgemäß ausgebildeten Haushaltsgeschirrspülmaschine, hier ohne äußere Gehäuseteile, mit Einblick in einen Spülbehälter im Innern der Haushaltsgeschirrspülmaschine, und
Fig. 2 eine schematische Einzelteilansicht der luftführenden Teile.
In den Figuren 1 und 2 sind einander entsprechende Teile mit denselben Bezugszeichen versehen. Dabei sind nur diejenigen Bestandteile einer Haushaltsgeschirrspülmaschine mit Bezugszeichen versehen und erläutert, welche für das Verständnis der Erfindung erforderlich sind.
Das in Figur 1 schematisch dargestellte Haushaltsgerät ist hier eine Haushaltsgeschirrspülmaschine 1. Auch andere Haushaltsgeräte 1 mit einer Trocknungsfunktion kommen grundsätzlich für eine erfindungsgemäße Ausbildung in Betracht.
Die im folgenden beschriebene Haushaltsgeschirrspülmaschine 1 nach Figur 1 weist als Bestandteil eines teilweise nach außen offenen oder geschlossenen Gerätekörpers einen Spülbehälter 2 zur Aufnahme von zu bearbeitendem Spülgut wie Geschirr, Töpfen, Bestecken, Gläsern, Kochutensilien u. ä. auf. Das Spülgut kann dabei zum Beispiel in Geschirrkörben und/oder einer Besteckschublade halterbar und dabei von sog. Spülflotte beaufschlagbar sein. Als Spülflotte wird dabei frisches oder insbesondere im Betrieb umlaufendes Wasser mit oder ohne Reinigungsmittel und/oder Klarspülmittel und/oder Trocknungsmittel verstanden. Insbesondere hat die Spülflotte einen lonentauscher zur Enthärtung durchlaufen. Die Spülflotte kann zusätzlich auch mehr oder weniger mit Verschmutzungen aus dem laufenden Betrieb versetzt sein. Der Spülbehälter 2 kann einen zumindest im wesentlichen rechteckigen Grundriss mit einer in Betriebsstellung einem Benutzer zugewandten Vorderseite V aufweisen. Diese Vorderseite V kann dabei einen Teil einer Küchenfront aus nebeneinanderstehenden Küchenmöbeln bilden oder bei einem allein stehenden Gerät auch ohne Bezug zu weiteren Möbeln sein.
Der Spülbehälter 2 ist insbesondere an dieser Vorderseite V von einer Fronttür oder Klappe verschließbar. Diese ist hier nicht eingezeichnet.
Die Haushaltsgeschirrspülmaschine kann als alleinstehendes oder als sog. teilintegrierbares oder auch als vollintegrierbares Gerät ausgebildet sein. Im letztgenannten Fall kann der Gerätekörper auch im Wesentlichen mit den Außenwandungen des Spülbehälters 2 abschließen. Ein diesen außen umgebendes Gehäuse kann dann entbehrlich sein. Im unteren Bereich der Haushaltsgeschirrspülmaschine kann sich ein Sockel S zur Aufnahme von insbesondere Funktionselementen, wie etwa auch einer Pumpe zum Umwälzen der Spülflotte, befinden. Diese Umwälzpumpe kann als sog. Heizpumpe insbesondere auch beheizbar sein, um so die Spülflotte auf die im jeweiligen Programmschritt gewünschte Temperatur zu bringen. Eine externe, von der Umwälzpumpe unabhängige Heizung kann zusätzlich oder alternativ vorgesehen sein.
In Breitenrichtung B hat die Haushaltsgeschirrspülmaschine häufig eine Erstreckung von 45, 50 oder 60 Zentimetern. In Tiefenrichtung T von der Vorderseite V nach hinten liegt die Erstreckung häufig ebenfalls bei etwa 60 Zentimetern. Die Werte sind nicht zwingend. Insbesondere ist auch ein gut zugänglicher Einbau etwa in Augenhöhe oder in Höhe einer Arbeitsplatte möglich. Die Unterkante der Haushaltsgeschirrspülmaschine 1 liegt dann in Einbaustellung ca. 70 bis 110 Zentimeter über dem Boden.
Die Haushaltsgeschirrspülmaschine 1 ist mit zumindest einem Luftauslass 4 zum Ausblasen von insbesondere feuchter Luft aus dem Spülbehälter 2, in dem Geschirr, Gläser, Bestecke und ähnliches bearbeitbar sind, versehen. Dieser ist im unteren Bereich, nämlich im unteren Viertel, der Gerätehöhe H angeordnet und erstreckt sich als horizontaler Schlitzauslass über zumindest die Hälfte der Breite B der Haushaltsgeschirrspülmaschine 1. Dadurch wird eine gute Verteilung der ausgeblasenen Luft erreicht, so dass auch bei sehr feuchter Luft, die nach außen befördert werden soll, eine Kondensation und Tropfenbildung im Bereich des Luftauslasses 4 weitestgehend vermieden werden kann. Insbesondere ist es damit auch möglich, den Luftauslass 4 ganz am unteren Ende der Vorderseite - quasi als untere Kante - der Haushaltsgeschirrspülmaschine 1 auszubilden, ohne dass von dort aus Tropfen auf den Küchenboden oder auf darunter angeordnete Schränke laufen würden.
Insbesondere ist hierfür der - ein- oder mehrteilige - Luftauslass 4 insgesamt zumindest 40 Zentimeter breit. Der Luftauslass ist dabei gemäß Figur 1 als flacher Schlitzauslass ausgebildet, wobei dessen Höhen- zu Breitenverhältnis weniger als 1 :10 betragen kann, insbesondere auch weniger als 1 :20. Dann ist bei einem 40 Zentimeter breiten Luftauslass 4 seine Höhe in Höhenrichtung H kleiner als ca. 2 Zentimeter.
Wie oben schon angedeutet, kann der Luftauslass 4 in mehrere, fluchtend nebeneinanderliegende Teilschlitze 4a, 4b, 4c geteilt sein, wie in Figur 2 angedeutet ist. Diese müssen auch nicht alle gleichlang sein. Wichtig ist, dass insgesamt ein breit erstreckter Luftauslass 4 geschaffen ist, der einen hohen Luftdurchsatz ermöglicht, um so eine breite Verteilung auch der in der Luft enthaltenen Feuchtigkeit zu erreichen.
Hier sind beispielhaft zwei bis drei Teilschlitze 4a, 4b, 4c nebeneinander vorgesehen, die jeweils mit geringer Höhe ca. 8 bis 15 Zentimeter Richtung der Breite B der Haushaltsgeschirrspülmaschine 1 erstreckt sind.
Weiter ist der Figur 1 zu entnehmen, dass der Luftauslass 4 auf der einem Benutzer zugewandten Vorderseite V der Haushaltsgeschirrspülmaschine 1 angeordnet, so dass er in den freien Luftraum vor der Haushaltsgeschirrspülmaschine 1 ausbläst und die feuchte Luft nicht innerhalb von Einbaumöbeln verschwindet und dort Schaden anrichten könnte.
Sowohl für die Montage als auch für das Design ist es vorteilhaft, wenn, wie etwa in Figur 1 erkennbar, der Luftauslass 4 innerhalb einer Baueinheit 6 angeordnet ist, die über die ganze Breite B der Vorderseite V der Haushaltsgeschirrspülmaschine 1 erstreckt ist und so die gleiche durchgehende Breite wie etwa eine darüber vorderseitig angeordnete Sockelblende 5 haben kann. Dies ergibt ein sehr einheitliches und aufgeräumtes Design und somit ein angenehmes Erscheinungsbild.
Die Baueinheit 6 ist hier im Ausführungsbeispiel also vorzugsweise in Tiefenrichtung betrachtet hinter einer frontseitigen Sockelblende 5 des Basisträgers bzw. Sockels S der Haushaltsgeschirrspülmaschine 1 angeordnet. Sie weist eine nach vorne gerichtete Auskragung 10 umfassend die Teilabschnitte 10a, 10b, 10c auf, welche unterhalb der Unterkante der Sockelblende 5 angeordnet ist und dort den Schlitzauslass 4 umfassend
die Teilschlitze 4a, 4b, 4c aufweist oder zusammen mit der Unterkante der Sockelblende 5 ausbildet.
Insbesondere kann die Baueinheit 6 als ein über seinen horizontalen Verlauf durchgehend mit gleicher Höhenerstreckung durchlaufendes Designelement ausgebildet sein, so dass der Luftauslass 4 dann innerhalb eines mit gleichbleibender Höhe breit erstreckten Designelements angeordnet ist. Dieses kann etwa aus Metall oder auch insgesamt als Kunststoff-Einheit ausgebildet sein, insbesondere als Spritzgussteil, in dem die jeweiligen Teilschlitze 4a, 4b, 4c ausgenommen sind. Natürlich sind auch andere Materialien möglich. Ggf. kann die vorderseitig angebrachte Sockelblende 5 entfallen. Dann kann zweckmäßigerweise die Baueinheit 6 selbst als dekorative Sockelblende ausgebildet sein und integrativ den schlitzartigen Luftauslass 4 umfassen.
Das Designelement kann gegenüber einer vorderen Blende 5 im unteren Bereich der Haushaltsgeschirrspülmaschine 1 farblich abgesetzt sein, zum Beispiel schwarz oder verchromt oder mit gebürsteter Edelstahloptik. Auch andere Designs sind natürlich möglich.
Um das Ausfördern von Luft, insbesondere auch von feuchter Luft, aus dem Spülbehälter 2 zu ermöglichen, ist dem Luftauslass 4 ein mehrere zehn Zentimeter langer Luftkanal 3 vom Spülbehälter 2 kommend vorgeordnet. Dieser Luftkanal 3 beginnt weit oben im Spülbehälter 2, insbesondere mindestens innerhalb der oberen 50% der Höhe H des Spülbehälters 2 in einer seiner Wandungen. Besonders günstig ist für den aufsteigenden Wasserdampf ein Beginn 9 in den oberen 50%, insbesondere 30%, der Höhe des Spülbehälters 2 vorgesehen. Hier ist der Beginn 9 des Luftkanals 3 in einer Seitenwandung vorgesehen. Gemäß der Zeichnung verläuft der Luftkanal 3 von seinem Beginn 9 in der Wandung des Spülbehälters 2 zunächst in einer Art Looping aufwärts, so dass sich eventuell bildendes Kondenswasser in den Spülbehälter 2 zurücklaufen kann und nicht im Luftkanal 3 verbleibt.
Von seinem Beginn 9 am Spülbehälter 2 an erstreckt sich der Luftkanal 3 bis in den Sockel S hin zu zumindest einem Förderorgan 7, etwa einem Lüfterrad. Gemäß der Zeichnung ist der Luftkanal 3 mindestens 40 Zentimeter lang und kann so ungefähr die
gesamte Höhe H der Haushaltsgeschirrspülmaschine 1 überbrücken. Der Luftkanal 3 kann als Kunststoff-Baueinheit hergestellt sein, insbesondere materialeinheitlich.
Das Lüfterrad oder ähnliches Förderorgan 7 kann im Sockel S der Haushaltsgeschirrspülmaschine, also in deren unterem Bereich, in Tiefenrichtung T hinter dem Luftauslass 4 und etwa auf gleicher Höhe wie dieser angeordnet sein. Insbesondere ist dabei das Förderorgan 7 an der untersten Stelle der Haushaltsgeschirrspülmaschine 1 direkt oberhalb ihres Bodens angeordnet.
Dabei ist jedoch zwischen dem Förderorgan 7 und dem schlitzförmigen Luftauslass 4 ein Ausblaskanal 8 erstreckt, der gegenüber dem zum Förderorgan 7 führenden Luftkanal 4 mit verringertem Querschnitt ausgeführt ist. Insbesondere ist der Querschnitt um mindestens 15% verkleinert. Bei gleichem Luftdurchsatz ist somit die Fließgeschwindigkeit im Ausblaskanal 8 gegenüber dem Luftkanal 4 deutlich erhöht, so daß es in diesem Ausblaskanal 8 kaum noch zu Kondensation und Tropfenbildung kommt. Auch dies trägt dazu bei, am Luftauslass 4 möglichst wenig Kondensation und flüssiges Wasser zu erhalten. Zusammen mit dem breiten Luftauslass 4 und der dadurch erreichten großen Verteilfläche wird dieses Ziel besonders effektiv und optimiert erreicht. Auch durch die geringe Höhe des Luftauslasses 4 ergibt sich trotz der großen Breite ein geringer Querschnitt. Damit ist auch hier eine hohe Fließgeschwindigkeit der Luft nötig, so dass auch direkt am Luftauslass 4 die Kondensationsgefahr gering ist. Im Luftauslass 4 können entsprechende Leitbleche oder ähnliche Einrichtungen zur Erreichung eines gleichmäßig und breit verteilten Luftstroms vorgesehen sein. Diese können integraler Bestandteil der Baueinheit 6 sein.
Insbesondere verläuft auch der Ausblaskanal nicht schräg abwärts, sondern horizontal, so dass eventuell doch entstehendes Wasser nicht bis zum Luftauslass 4 gelangt und dort austropfen könnte.
Eine derartige Haushaltsgeschirrspülmaschine 1 kann auch gut mit einer sog. Storage- Funktion versehen sein, die es ermöglicht, dass das Spülgut nach der Bearbeitung im Spülbehälter 2 bei geschlossener Fronttür verbleibt, ohne wieder feucht zu werden. Dieses Verbleiben kann mehrere Tage dauern, ohne dass die Trockenheit des Spülguts sich verschlechtern würde. Die Haushaltsgeschirrspülmaschine 1 dient dann auch als ein
Speicher- und Trocknungsschrank, aus dem das Spülgut frisch und trocken entnommen werden kann.
Hierfür kann insbesondere das Förderorgan 7 getaktet angesteuert werden. Alternativ und besonders effektiv wird das Förderorgan 7 über eine Feuchtigkeitssensorik geregelt, die ein Maß für die aktuelle Feuchte von im Spülbehälter befindlichem Spülgut liefert.
In beiden Fällen wird das Förderorgan 7 nur hin und wieder eingeschaltet, um immer wieder feuchte Luft aus dem Spülbehälter 2 hinauszubefördern und so die Qualität der Reinigung des Spülguts auch über einen längeren Zeitraum zu bewahren. Durch die nur geringen effektiven Laufzeiten ist der Energiebedarf gering - ebenso die Geräuschbelastung durch das zumindest eine Lüfterrad oder ähnliches Förderorgan 7.
Insgesamt ist mit der Erfindung das Kondensationsrisiko am Luftauslass 4 deutlich verringert.
Bezugszeichenliste
1 Haushaltsgerät,
2 Spülbehälter,
3 Luftkanal,
4 Luftauslass,
5 Sockelblende,
6 Baueinheit,
7 Förderorgan,
8 Ausblaskanal,
9 Beginn des Luftkanals am Spülbehälter,
V Vorderseite,
B Breite,
T Tiefenrichtung,
H Höhe,
S Sockel