Beschreibung
Verfahren zum Betrieb einer Servicestation für ein Fahrzeug und System zum
Durchführen des erfindungsgemäßen Verfahrens
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betrieb einer Servicestation für ein Fahrzeug, insbesondere für ein autonomes Elektrofahrzeug einer Fahrzeugflotte, umfassend
beispielsweise eine Vielzahl selbstfahrender Elektrofahrzeuge eines Carsharing-Anbieters. Die Erfindung betrifft ferner ein System zum Durchführen des erfindungsgemäßen Verfahrens.
Heutige Fahrzeuge verfügen bereits über eine Vielzahl von Assistenzsystemen, die den Fahrer in einer Vielzahl von Fahrsituationen computerbasiert unterstützen. Solche Assistenzsysteme können auf Sensoren zum Erfassen einer Vielzahl von Messdaten zurückgreifen, welche die Sinnesfähigkeiten des Menschen bei weitem übersteigen. Zudem übertrifft die Geschwindigkeit dieser Assistenzsysteme die menschliche Reaktionszeit signifikant. Bekannte
Fahrerassistenzsysteme sind beispielsweise Spurhalteassistenten, Bremsassistenten bei Fußgängererkennung und Abstandsregeltempomaten, insbesondere für Stausituationen.
Durch Anwendung solcher Assistenzsysteme geht die Autonomie des Fahrers bezüglich seiner Fahrentscheidungen zunehmend auf das Fahrzeug beziehungsweise in diesem operierende Steuereinheiten über. Am Ende dieser Entwicklungen steht ein autonom fahrendes Fahrzeug, welches vollständig ohne Eingriffe eines Menschen manövrieren kann. Mittels eines solchen autonom fahrenden Fahrzeugs ist ein vollautomatisierter Personentransport möglich.
Bislang sind solche autonom fahrenden Fahrzeuge in der Regel auf Einzelpersonen zugelassen und/oder besitzen ohne zusätzliche Überwachung durch einen Fahrer keine Straßenzulassung. Hinsichtlich von Wartung und Pflege unterscheiden sich diese autonom fahrenden Fahrzeuge somit wenig von anderen in Privatbesitz befindlichen Fahrzeugen. In der Regel werden sich der oder die Eigentümer um die Instandhaltung und Energieversorgung des Fahrzeugs kümmern.
Bereits heutzutage existieren jedoch verschiedenste Mobilitätskonzepte, insbesondere in urbanen Ballungsräumen. Beim sogenannten Carsharing greifen dabei eine Vielzahl von
Nutzern unabhängig voneinander und zeitlich begrenzt auf die Fahrzeuge einer Fahrzeugflotte zu. Indem die Flottenfahrzeuge nur für den Zeitraum der tatsächlichen Nutzung an einen bestimmten Nutzer gebunden sind, kann ungenutzte Parkzeit der Fahrzeuge minimiert werden.
Carsharing Konzepte sind auch für andere Fahrzeuge, wie beispielsweise Fahrräder, Roller oder Transporter, bekannt. Ohne auf Personenkraftwagen beschränkt zu sein, wird nachfolgend in stellvertretender Weise lediglich auf Carsharing Bezug genommen. Die Erfindung kann darüber hinaus auch im Rahmen von Ride-Pooling und Ride-Hailing zur Anwendung kommen.
Ferner kann eine autonome Fahrzeugflotte eine Flotte von Privatfahrzeugen bezeichnen, die zeitweise für Fahrdienstleistungen, insbesondere für autonome Fahrdienstleistungen, zur Verfügung gestellt werden. In den vorgenannten Fällen ist unter einem Flottenbetreiber der Anbieter einer Anwendung zu verstehen, wobei die Anwendung zum Verbinden von Nutzern und Anbietern von Fahrdienstleistungen genutzt wird. Unter Umständen kann es sich bei dem Flottenbetreiber um einen Fahrzeughersteller oder Servicepartner eines solchen handeln.
Man unterscheidet insbesondere zwischen zentralen und dezentralen Carsharing-Konzepten. Bei zentralen Carsharing-Konzepten muss die Fahrzeugnutzung stets an festen Stationen begonnen und beendet werden. Es handelt sich somit im Wesentlichen um eine kurzzeitige klassische Fahrzeugvermietung. Bei dezentralen Carsharing-Konzepten kann die
Fahrzeugnutzung hingegen an beliebigen Punkten eines Betriebsbereichs des Flottenanbieters begonnen und beendet werden. Insbesondere dezentrale Carsharing-Konzepte haben das Potential, die Anzahl der insgesamt benötigten Fahrzeuge deutlich zu minimieren, da ab einer ausreichenden Anzahl von Nutzern und Fahrzeugen die Flottenfahrzeuge in selbstorganisierter Weise und mit einer ausreichenden Dichte im Betriebsbereich zur Verfügung stehen werden.
Insbesondere bei dezentralen Carsharing-Konzepten stellt jedoch die Energieversorgung, Wartung und Pflege der Fahrzeuge eine Herausforderung dar. Zum einen können zum
Betanken und Reinigen der Flottenfahrzeuge Angestellte des Flottenanbieters genutzt werden. Dies erhöht jedoch die Personalkosten und somit die Kosten des Carsharing-Konzepts signifikant. Alternativ können die Nutzer der autonomen Fahrzeuge durch entsprechende Incentives dazu veranlasst werden, die jeweils notwendigen Servicefahrten durchzuführen. Hierbei besteht jedoch das Risiko einer unzureichenden Wartung oder von Ausfällen der Fahrzeuge. Über die Betriebsfähigkeit der Einzelfahrzeuge hinaus ist es ferner erforderlich, die Funktionalität der Flotte zu erhalten. Insbesondere die dezentralen Carsharing-Konzepte
erfordern zu jeder Zeit eine bestimmte Mindestanzahl einsatzbereiter Fahrzeuge. Nur so kann eine ausreichende Verfügbarkeit von Fahrzeugen für die Nutzer sichergestellt werden.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die Probleme des Standes der Technik zu überwinden oder zumindest zu verringern und eine Lösung für das Durchführen von
Serviceaktionen an einem Fahrzeug, beispielsweise einem autonomen Flottenfahrzeug, zur Verfügung zu stellen, welche das Erfordernis der Funktionalität der Gesamtflotte berücksichtigt.
Die erfindungsgemäße Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren zum Betrieb einer
Servicestation für ein Fahrzeug und durch ein System zum Durchführen des
erfindungsgemäßen Verfahrens gemäß den unabhängigen Patentansprüchen. Bevorzugte Weiterbildungen sind Gegenstand der jeweils rückbezogenen Unteransprüche.
Ein erster Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betrieb einer Servicestation für ein Fahrzeug, wobei das Fahrzeug bevorzugt ein autonomes Flottenfahrzeug ist.
Die im erfindungsgemäßen Verfahren eingesetzte Servicestation ist dafür ausgebildet, in dem erfindungsgemäßen Verfahren zum Einsatz zu kommen und weist hierzu ein für die
Kommunikation mit den Fahrzeugen und/oder einem Server eines Flottenbetreibers
eingerichtetes (zweites) Kommunikationsmodul auf. Das (zweite) Kommunikationsmodul ist beispielsweise ein WLAN- oder Mobilfunk-Modul und ist vorzugsweise zum Durchführen einer Car2Car oder Car2X Kommunikation ausgebildet. Das zweite Kommunikationsmodul ist bevorzugt dafür ausgebildet, entsprechend eines von dem ersten Kommunikationsmodul und/oder von dem Server genutzten Kommunikationsprotokolls zu kommunizieren. Die erfindungsgemäße Servicestation weist ferner eine (zweite) Steuereinheit auf, die dazu ausgebildet ist, die Verfahrensschritte des erfindungsgemäßen Verfahrens basierend auf Datenverarbeitung durchzuführen, wie untenstehend im Detail erläutert. Die Servicestation weist ferner eine Mehrzahl zum autonomen Durchführen einer Serviceaktion an dem Fahrzeug ausgebildeter Servicemodule auf. Das Servicemodul ist besonders bevorzugt als Roboter ausgebildet oder weist Robotik auf. Die spezifische Ausgestaltung der Servicemodule der Servicestation kann variieren. Die Steuereinheit ist insbesondere zur Kontrolle des
Kommunikationsmoduls und der Servicemodule der Servicestation ausgebildet.
Das erfindungsgemäße Verfahren umfasst einen ersten Verfahrensschritt, in dem erste
Informationen zu einem Servicebedarf des Fahrzeugs empfangen werden. Die erste Information ist dabei bevorzugt eine Information zu einer Zustandseigenschaft des Fahrzeugs, die angibt,
dass ein Ist-Zustand des Fahrzeugs in einer bestimmten Eigenschaft von einem Soll-Zustand desselben abweicht. Dabei ist der Soll-Zustand für alle oder nur spezielle Fahrzeuge festgelegt. Die Art des Servicebedarfs ist in der Regel durch die Art beziehungsweise Klassifikation des Soll-Zustands vorbestimmt. Darüber hinaus kann die Art des Servicebedarfs jedoch auch durch fahrzeugspezifische Eigenschaften, beispielsweise das Vorliegen eines Elektro- und/oder Verbrennungsmotors, bestimmt sein, die dann in den ersten Informationen berücksichtigt werden. Ferner bevorzugt geben die ersten Informationen einen Grad des Servicebedarfs an. Die ersten Informationen werden von dem Fahrzeug selbst empfangen, beispielsweise direkt oder über eine Basisstation eines Mobilfunknetzes, oder von einem Server eines
Flottenbetreibers. Der erste Schritt des Verfahrens wird bevorzugt von dem
Kommunikationsmodul der Servicestation unter Kontroller der Steuereinheit der Servicestation durchgeführt.
In einem zweiten Schritt des erfindungsgemäßen Verfahrens werden ferner zweite
Informationen zu einer Auslastung der Servicemodule empfangen. Die zweiten Informationen werden von den Servicemodulen selbst empfangen, beispielsweise direkt über einen Datenbus oder eine Drahtloskommunikation oder über eine Basisstation eines Mobilfunknetzes. Alternativ werden auch die zweiten Informationen von einem Server eines Flottenbetreibers empfangen. Die zweiten Informationen enthalten insbesondere Informationen über Zeiträume, in denen das jeweilige Servicemodul für eine Serviceaktion zur Verfügung steht. Diese Zeiträume sind dabei beispielsweise durch Zeiträume begrenzt, die bereits für Serviceaktionen an anderen
Servicemodulen gebucht sind. Ebenfalls bevorzugt enthalten die zweiten Informationen
Angaben über eine erwartete Auslastung der Servicemodule, beispielsweise für weiter in der Zukunft liegende Zeiträume, für die noch keine tatsächlichen Buchungen vorliegen. Der zweite Schritt des erfindungsgemäßen Verfahrens wird bevorzugt von dem Kommunikationsmodul der Servicestation unter Kontrolle der Steuereinheit der Servicestation durchgeführt.
In einem dritten Schritt des erfindungsgemäßen Verfahrens wird zumindest ein verfügbares Servicemodul anhand der ersten Informationen und der zweiten Informationen ermittelt. Bei dem verfügbaren Servicemodul handelt es sich ferner um ein zum Durchführen der in den ersten Informationen spezifizierten Serviceaktion geeignetes Servicemodul, also um ein zum Durchführen der ermittelten Serviceaktion eingerichtetes (ausgebildetes) Servicemodul. Das geeignete Servicemodul ist insbesondere dazu geeignet, die Serviceaktion voll- oder teilautonom durchzuführen. Unter autonomer Durchführung wird dabei die Durchführung ohne menschliches Zutun verstanden (abgesehen von Programmierung, Wartung und Instandhaltung der Servicestation). Die Eignung des Servicemoduls ergibt sich dabei insbesondere anhand der
Ausstattung desselben, also anhand der in dem Servicemodul vorhandenen Mittel zum
Durchführen einer Serviceaktion, wie beispielsweise eine Reinigung, ein Auffüllen eines Energiespeichers und/oder das Durchführen einer Wartung oder einer Reparatur.
In einem vierten Schritt des erfindungsgemäßen Verfahrens wird eine Buchungsinformation an das zumindest eine ermittelte Servicemodul übermittelt. Die Buchungsinformationen
spezifizieren dabei insbesondere einen Zeitraum, in dem das Servicemodul für das Durchführen einer Serviceaktion an dem Fahrzeug benötigt wird. In dem das verfügbare Servicemodul anhand der zweiten Informationen ermittelt wurde, also unter Berücksichtigung der bislang unbelegten Zeiträume des Servicemoduls, betreffen die Buchungsinformationen in der Regel einen bislang nicht gebuchten Zeitraum des Servicemoduls. Eine Bestätigung der
Buchungsinformation von dem Servicemodul an die Servicestation ist dabei in der Regel nicht notwendig. Um Fehler bei gleichzeitigen Buchungen zu vermeiden, wird im erfindungsgemäßen Verfahren jedoch bevorzugt eine Bestätigung der Buchungsinformation empfangen. Die Buchungsinformationen werden bevorzugt direkt über einen Datenbus oder eine
Drahtloskommunikation oder über eine Basisstation eines Mobilfunknetzes übermittelt.
Alternativ werden die Buchungsinformationen über den Server übermittelt.
In dem vierten Schritt des erfindungsgemäßen Verfahrens erfolgt ferner ein Übermitteln einer Standortinformation des zumindest einen ermittelten Servicemoduls an das Fahrzeug. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung sind die Servicemodule entweder in den Servicestationen angeordnet, beispielsweise als einzelne Raumbereiche innerhalb eines Gebäudes und/oder mit der Servicestation assoziiert, wie beispielsweise verschiedene Gebäude auf einem Gelände. In Abhängigkeit von der konkreten Situation weisen die Positionierungsinformationen bevorzugt den geographischen Standort beziehungsweise die Koordinaten des Servicemoduls selbst oder einer das Servicemodul enthaltenden Servicestation auf. Beispielsweise ist bei in einem
Gebäude angeordneten Servicemodulen das Übermitteln einer Position einer Einfahrt in das Gebäude ausreichend, beispielsweise da innerhalb des Gebäudes eine Führung
(Fernsteuerung) des Fahrzeugs erfolgt. Bei auf einem Gelände angeordneten Servicemodulen wird, je nach Sicherung des Geländes, direkt die Position des Servicemoduls übermittelt.
Die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens erfolgt bevorzugt im Rahmen einer Service-Infrastruktur, die zumindest eine Servicestation und eine Vielzahl von Servicemodulen aufweist, welche in einem Betriebsgebiet der autonomen Fahrzeugflotte angeordnet sind. Die Anzahl und Dichte der Servicestationen und Servicemodule ist dabei bevorzugt an die Anzahl der autonomen Flottenfahrzeuge sowie an den Bedarf von Serviceaktionen beziehungsweise
die Frequenz benötigter Serviceaktionen angepasst. Jede der Servicestationen ist vorzugsweise zur Kommunikation mit den autonomen Fahrzeugen, den Servicemodulen, mit einem Server des Flottenbetreibers und/oder mit anderen Servicestationen ausgebildet. Die Ausgestaltung der Servicestationen ist im Folgenden noch im Detail erläutert.
Im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens erfolgt das Ermitteln der verfügbaren (und geeigneten) Servicemodule dabei von einer Servicestation, an die von einem Fahrzeug oder dem Server Informationen zu einem Servicebedarf eines Fahrzeugs übermittelt wurden. Dabei berücksichtigt die Servicestation ferner die Auslastung der Servicemodule. Das Ermitteln der Eignung erfolgt dabei bevorzugt automatisch, beispielsweise datenbankbasiert, mittels zumindest eines Look-up-Tables, LUT, mittels zumindest eines Algorithmus und/oder mittels einer künstlichen Intelligenz. Alternativ oder zusätzlich bevorzugt erfolgt das Ermitteln des zumindest einen geeigneten Servicemoduls teilweise durch eine Nutzereingabe, beispielsweise eines Mitarbeiters des Flottenbetreibers in Reaktion auf eine Eingabeaufforderung.
In Reaktion auf die vorgenannten Schritte des erfindungsgemäßen Verfahrens erfolgt eine autonome Fahrt des Fahrzeugs zu dem ermittelten verfügbaren (und geeigneten)
Servicemodul. Die Fahrt erfolgt dabei unmittelbar nachdem das verfügbare (und geeignete) Servicemodul ermittelt wurde oder entsprechend der Buchungsinformation. Sofern das betreffende autonome Fahrzeug in dem verfügbaren und geeigneten Servicemodul
beziehungsweise der entsprechenden Servicestation eintrifft, erfolgt die Durchführung der ermittelten und dem Servicebedarf entsprechenden Serviceaktion teil- oder vollautonom, wobei dies die Führung des Fahrzeugs zu dem verfügbaren Servicemodul umfassen kann.
In dem erfindungsgemäßen Verfahren ist folglich eine Zuordnung von dem betreffenden Fahrzeug zu dem ermittelten verfügbaren (und geeigneten) Servicemodul notwendig. In einer bevorzugten Durchführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens weisen die ersten Informationen daher einen Identifikator des Fahrzeugs auf. Der Identifikator identifiziert dabei bevorzugt das Fahrzeug eindeutig, wie beispielsweise eine Fahrgestellnummer, oder identifiziert zumindest das (erste) Kommunikationsmodul des Fahrzeugs eindeutig, wie beispielsweise eine MAC Nummer. Wenn die Servicestation in dem erfindungsgemäßen Verfahren die Buchungsinformationen an das ermittelte Servicemodul übermittelt, enthalten diese Buchungsinformationen bevorzugt den Identifikator des Fahrzeugs.
In einer ferner bevorzugten Durchführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens erfolgt eine Identifikation des Fahrzeugs anhand des Identifikators nach dessen Eintreffen an einem des
zumindest einen ermittelten Servicemoduls. Das Servicemodul hat den Identifikator zuvor mit der Buchungsinformation erhalten und das Fahrzeug ist ohnehin im Besitz des Identifikators. Gemäß dieser Ausführungsform erfolgt somit ferner ein Übermitteln des Identifikators von dem eingetroffenen Fahrzeug an das ermittelte Servicemodul oder umgekehrt, besonders bevorzugt mittels des ersten Kommunikationsmoduls des Fahrzeugs und eines dritten
Kommunikationsmoduls des Servicemoduls, die gemäß demselben Protokoll kommunizieren. Schließlich werden der empfangene Identifikator von dem Fahrzeug oder dem Servicemodul mit dem dort bereits zuvor gespeicherten Identifikator verglichen. Diese Durchführungsform ermöglicht nach dem Eintreffen des Fahrzeugs vorteilhaft dessen Zuordnung zu der in dem Servicemodul gebuchten Serviceaktion. Bevorzugt erfolgt das Durchführen der Serviceaktion nur sofern eine Identität der Identifikatoren ermittelt wurde. Diese Durchführungsform erfolgt sofern die Positionierungsinformationen die Koordinaten des Servicemoduls enthielten.
In einer ebenfalls bevorzugten Durchführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens, die insbesondere durchgeführt wird, sofern die Positionierungsinformationen die Koordinaten einer das Servicemodul enthaltenden Servicestation aufweisen, erfolgt eine Identifikation des
Fahrzeugs nach einem Eintreffen an der in den Positionierungsinformationen spezifizierten Servicestation. Diese Durchführungsform weist das Übermitteln des Identifikators von dem eingetroffenen Fahrzeug an die Servicestation oder umgekehrt auf, besonders bevorzugt mittels des ersten Kommunikationsmoduls des Fahrzeugs und eines zweiten Kommunikationsmoduls der Servicestation, die gemäß demselben Protokoll kommunizieren. Der empfangene
Identifikator wird dann von dem Fahrzeug oder der Servicestation mit dem dort bereits zuvor gespeicherten Identifikator verglichen. Sofern der Vergleich der Identifikatoren ergibt, dass diese identisch sind, werden die für das Fahrzeug gebuchte Serviceaktion und das zugehörige Servicemodul ermittelt. Die Servicestation übermittelt dann Positionsinformationen des zumindest einen ermittelten Servicemoduls und/oder Navigationsdaten an das Fahrzeug.
Eine ebenfalls bevorzugte Durchführungsform erfolgt bevorzugt, wenn die Servicestation mehrere auf einem Gelände angeordnete Servicemodule aufweist. Die
Positionierungsinformationen weisen bevorzugt die Koordinaten des gebuchten Servicemoduls auf. Das Fahrzeug ermittelt anhand der Koordinaten eine Route und die notwendigen Manöver zu dem Servicemodul. Alternativ weisen die Navigationsdaten bevorzugt eine bereits von der Servicestation ermittelte Routenführung zu dem Servicemodul und/oder die notwendigen Manöver zum Abfahren der Route auf. Ebenfalls bevorzugt weisen die Navigationsdaten Anweisungen zum Fernsteuern des Fahrzeugs auf, mit anderen Worten steuert die
Servicestation die Längs- und Querführung des Fahrzeugs innerhalb der Servicestation.
Gemäß dieser Durchführungsform erfolgt ferner ein Überwachen einer Fahrt des Fahrzeugs zu einem des zumindest einen ermittelten Servicemoduls innerhalb der Servicestation. Bei der Fahrt handelt es sich bevorzugt um eine autonome oder ferngesteuerte Fahrt des Fahrzeugs. Das Überwachen weist besonders bevorzugt das Nachverfolgen eines Standorts des
Fahrzeugs innerhalb der Servicestation sowie das Ansteuern von Infrastrukturkomponenten zum Ermöglichen einer Durchfahrt des Fahrzeugs auf. Bei den Infrastrukturkomponenten handelt es sich bevorzugt um Türen oder Tore, die geöffnet werden. Ebenfalls bevorzugt handelt es sich bei den Infrastrukturkomponenten um Lichtzeichen oder Schranken etc. die eine Fahrtroute des Fahrzeugs zeitweise für andere Fahrzeuge oder für Personen sperren.
Im Ergebnis der beiden vorgenannten Durchführungsformen des erfindungsgemäßen
Verfahrens erreicht das Fahrzeug das im erfindungsgemäßen Verfahren zuvor ermittelte (und geeignete) Servicemodul. Nach der Ankunft an dem Servicemodul und der Identifikation des Fahrzeugs mittels des Fahrzeugindikators erfolgt die eigentliche Durchführung der
Serviceaktion wie im Folgenden beschrieben.
Zunächst wird zumindest eine Fahrzeugeinstellung von dem zumindest einen ermittelten Servicemodul an das Fahrzeug übermittelt, insbesondere von dem dritten
Kommunikationsmodul des Servicemoduls an das erste Kommunikationsmodul des Fahrzeugs. Die zumindest eine Fahrzeugeinstellung betrifft dabei beispielsweise das Schließen der Fahrzeugfenster und das Einklappen der Außenspiegel im Vorfeld einer Außenreinigung.
Alternativ oder zusätzlich betrifft die zumindest eine Fahrzeugeinstellung beispielsweise das Verfahren zumindest eines Fahrzeugsitzes im Vorfeld einer Innenraumreinigung. Mit anderen Worten bewirkt die Fahrzeugeinstellung das Einstellen zumindest einer Komponente des Fahrzeugs zur Vorbereitung und/oder zum Ermöglichen der Serviceaktion.
Daraufhin empfängt das zumindest eine ermittelte (und geeignete) Servicemodul, insbesondere dessen drittes Kommunikationsmodul, eine Benachrichtigung vom dem Fahrzeug,
insbesondere dem ersten Kommunikationsmodul des Fahrzeugs. Die Benachrichtigung enthält dabei eine Bestätigung der Vornahme der zumindest einen Fahrzeugeinstellung oder eine Information zur Nichtumsetzung der zumindest einen Fahrzeugeinstellung. Beispielsweise kann es dem Fahrzeug nicht möglich sein, einen Fahrzeugsitz zu verfahren, sofern sich noch Gegenstände, beispielsweise ein Kindersitz oder dergleichen, im Fahrzeug befinden.
Schließlich führt das Servicemodul, basierend auf der empfangenen Buchungsinformation und der empfangenen Benachrichtigung, zumindest einer Serviceaktion an dem Fahrzeug durch.
Dabei enthält die Buchungsinformation zunächst Informationen zu allen von dem Fahrzeug benötigten Serviceaktionen entsprechend des Servicebedarfs des Fahrzeugs. Anhand der Benachrichtigung ermittelt das Servicemodul ferner, ob eine Durchführung der Serviceaktion momentan möglich ist und führt dementsprechend die Serviceaktion durch oder nicht.
Beispielsweise spezifiziert eine Buchungsinformationen eine Außenreinigung sowie eine Innenreinigung als die an einem Fahrzeug durchzuführenden Serviceaktionen. Hinsichtlich der Außenreinigung hat das Servicemodul die Fahrzeugeinstellung„Geschlossene Seitenscheiben“ an das Fahrzeug übermittelt. In Reaktion darauf hat das Fahrzeug die Seitenscheiben geschlossen und eine Benachrichtigung zur Bestätigung der Vornahme der
Fahrzeugeinstellung an das Servicemodul gesendet. Hinsichtlich der Innenreinigung hat das Servicemodul die Fahrzeugeinstellung„Fahrzeugsitze zurückfahren“ an das Fahrzeug übermittelt. Da Gegenstände im Fahrzeug ein Verfahren der Sitze jedoch nicht ermöglichen, hat das Fahrzeug eine Benachrichtigung zur Nichtvornahme der Fahrzeugeinstellung an das Servicemodul gesendet. In Reaktion darauf führt das Fahrzeug zwar die Außenreinigung jedoch nicht die Innenreinigung durch, beispielsweise da ein Reinigungsroboter bei nicht
zurückgefahrenen Sitzen nicht in das Fahrzeug eingebracht werden kann.
In einer ferner bevorzugten Durchführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens erfolgt darin ferner ein Übermitteln einer Belegungsanzeige von dem zumindest einen ermittelten Servicemodul an die Steuereinheit der Servicestation bei Beginn der Serviceaktion. Ebenfalls bevorzugt erfolgt im erfindungsgemäßen Verfahren ein Übermitteln einer Verfügbarkeitsanzeige von dem zumindest einen ermittelten Servicemodul an die Steuereinheit der Servicestation nach Abschluss der Serviceaktion. Besonders bevorzugt werden die Belegungsanzeige und/oder die Verfügbarkeitsanzeige von der Servicestation für die Bestimmung der Auslastung der Servicemodule berücksichtigt. Mit anderen Worten handelt es sich bei der
Belegungsanzeige und der Verfügbarkeitsanzeige um spezielle Ausgestaltungen der zweiten Informationen. Die zweiten Informationen weisen darüber hinaus bevorzugt noch weitere Informationen auf, und umfassen beispielsweise die Buchungsinformationen anderer
Servicestationen und/oder Informationen zu einer geschätzten zukünftigen Belegung des Servicemoduls.
Im Rahmen der vorliegenden Anmeldung wird unter einem übermittelten Servicebedarf des Fahrzeugs bevorzugt verstanden, dass eine Verschmutzung des Fahrzeugs vorliegt. Die Verschmutzung kann dabei den Innenraum oder das Äußere des Fahrzeugs betreffen.
Ebenfalls bevorzugt betrifft ein übermittelter Servicebedarf des Fahrzeugs einen niedrigen
Füllstand des Energiespeichers des Fahrzeugs, also beispielsweise ein niedriger State of Charge, SOC, eines elektrischen Energiespeichers oder ein niedriger Füllstand eines Tanks für fossile Kraftstoffe oder Wasserstoff. Ebenfalls bevorzugt handelt es sich bei dem übermittelten Servicebedarf um eine Fehlermeldung des Fahrzeugs, besonders bevorzugt um eine OBD2 Fehlermeldung. Ebenfalls bevorzugt handelt es sich bei dem übermittelten Servicebedarf um eine Mitteilung zum Ablauf eines Serviceintervalls, beispielsweise für einen Ölwechsel.
Ein Grad des Servicebedarfs betrifft in den vorgenannten bevorzugten Durchführungsformen beispielsweise einen Grad der Verschmutzung (Innen- oder Außenraum), das Vorliegen eines alternativen Energiespeichers (wie in einem Hybrid-Fahrzeug) oder die Art des gemeldeten Fehlers (wie beispielsweise bei Unterscheidung einer roten und einer gelben Warnleuchte). Mit anderen Worten enthalten die ersten Informationen Daten zu einer Verschmutzung des Fahrzeugs, zu einem niedrigen Füllstand eines Energiespeichers, zu einer Fehlermeldung des Fahrzeugs und/oder zu einem Wartungsintervall des Fahrzeugs. Darüber hinaus enthalten die ersten Informationen bevorzugt Daten zu einem Grad des Servicebedarfs wie beschrieben.
Im erfindungsgemäßen Verfahren ist eine Serviceaktion eine Einwirkung auf das Fahrzeug, um dieses von dem vorliegenden Ist-Zustand in einen gewünschten Soll-Zustand zu überführen. Bevorzugt wird eine Art der Serviceaktion dabei anhand der Art des ermittelten Servicebedarfs ermittelt, so dass unter einer Serviceaktion eine zu einem bestimmten Servicebedarf korrespondierende Einwirkung auf das Fahrzeug verstanden wird. Zu einer Verschmutzung des Fahrzeugs korrespondiert dabei beispielsweise eine Reinigung des Fahrzeugs. Zu einem niedrigen Füllstand des Energiespeichers korrespondiert dabei bevorzugt ein Auffüllen des Energiespeichers. Zu einer detektierten Fehlermeldung des Fahrzeugs korrespondiert dabei bevorzugt eine Wartung oder eine Reparatur des Fahrzeugs. Ferner bevorzugt wird ein Grad der Serviceaktion anhand eines Grads des ermittelten Servicebedarfs ermittelt. Beispielsweise wird anhand eines Verschmutzungsgrads ermittelt, ob eine Außen- oder Innenreinigung, letztere gegebenenfalls mit oder ohne eine Polsterreinigung durchgeführt werden soll. Ebenfalls bevorzugt kann anhand des Grads einer Fehlermeldung eines zu niedrigen Luftdrucks eines Reifens ermittelt werden, ob ein Nachfüllen des Reifens oder dessen Austausch notwendig ist.
Die Verfahrensschritte des erfindungsgemäßen Verfahrens können durch elektrische oder elektronische Bauteile oder Komponenten (Hardware), durch Firmware (ASIC) implementiert sein oder durch beim Ausführen eines geeigneten Programms (Software) verwirklicht werden. Ebenfalls bevorzugt wird das erfindungsgemäße Verfahren durch eine Kombination von Hardware, Firmware und/oder Software verwirklicht, beziehungsweise implementiert.
Beispielsweise sind einzelne Komponenten zum Durchführen einzelner Verfahrensschritte als separat integrierter Schaltkreis ausgebildet oder auf einem gemeinsamen integrierten
Schaltkreis angeordnet. Einzelne zum Durchführen einzelner Verfahrensschritte eingerichtete Komponenten sind ferner bevorzugt auf einem (flexiblen) gedruckten Schaltungsträger
(FPCB/PCB), einem Tape Carrier Package (TCP) oder einem anderen Substrat angeordnet.
Die einzelnen Verfahrensschritte des erfindungsgemäßen Verfahrens sind ferner bevorzugt als ein oder mehrere Prozesse ausgebildet, die auf einem oder mehreren Prozessoren in einem oder mehreren elektronischen Rechengeräten laufen und beim Ausführen von ein oder mehreren Computerprogrammen erzeugt werden. Die Rechengeräte sind dabei bevorzugt dazu ausgebildet, mit anderen Komponenten, beispielsweise einem Kommunikationsmodul sowie ein oder mehreren Sensoren beziehungsweise Kameras, zusammenzuarbeiten, um die hierin beschriebenen Funktionalitäten zu verwirklichen. Die Anweisungen der Computerprogramme sind dabei bevorzugt in einem Speicher abgelegt, wie beispielsweise einem RAM-Element. Die Computerprogramme können jedoch auch in einem nicht-flüchtigen Speichermedium, wie beispielsweise einer CD-ROM, einem Flash-Speicher oder dergleichen abgelegt sein.
Dem Fachmann ist ferner ersichtlich, dass die Funktionalitäten von mehreren Computern (Datenverarbeitungsgeräten) kombiniert oder in einem einzigen Gerät kombiniert sein können oder dass die Funktionalität von einem bestimmten Datenverarbeitungsgerät auf eine Vielzahl von Geräten verteilt vorliegen kann, um die Schritte des erfindungsgemäßen Verfahrens auszuführen, ohne von dem zuvor beschriebenen erfindungsgemäßen Verfahren abzuweichen.
Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Computerprogramm, umfassend Befehle, die bei der Ausführung des Programms durch einen Computer, wie beispielsweise eine zweite
Steuereinheit einer Servicestation, diesen veranlassen, das erfindungsgemäße Verfahren auszuführen, das erfindungsgemäße Verfahren der Servicestation umfassend die Schritte: Empfang erster Informationen zu einem Servicebedarfs des Fahrzeugs; Empfang zweiter Informationen zu einer Auslastung der Servicemodule; Ermitteln zumindest eines verfügbaren Servicemoduls anhand der ersten Informationen und der zweiten Informationen; und
Übermitteln einer Buchungsinformation an das zumindest eine ermittelte Servicemodul und einer Standortinformation des zumindest einen ermittelten Servicemoduls an das Fahrzeug.
Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein computerlesbares Speichermedium, umfassend Befehle, die bei der Ausführung durch einen Computer, wie beispielsweise eine zweite
Steuereinheit einer Servicestation, diesen veranlassen, das erfindungsgemäße Verfahren
auszuführen, das erfindungsgemäße Verfahren der Servicestation umfassend die Schritte: Empfang erster Informationen zu einem Servicebedarfs des Fahrzeugs; Empfang zweiter Informationen zu einer Auslastung der Servicemodule; Ermitteln zumindest eines verfügbaren Servicemoduls anhand der ersten Informationen und der zweiten Informationen; und
Übermitteln einer Buchungsinformation an das zumindest eine ermittelte Servicemodul und einer Standortinformation des zumindest einen ermittelten Servicemoduls an das Fahrzeug.
Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft ein System zum Durchführen einer Serviceaktion an einem Fahrzeug, insbesondere ein System zum Durchführen einer
Serviceaktion an einem Fahrzeug gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren.
Das erfindungsgemäße System weist zumindest ein autonom fahrendes Fahrzeug auf, welches zumindest einen zum Erfassen von Umgebungsdaten ausgebildeten ersten Sensor und zumindest einen zum Erfassen von Fahrzeugdaten ausgebildeten zweiten Sensor aufweist. Der zumindest eine erste Sensor erlaubt dabei ein Erfassen von Umgebungs- beziehungsweise Umweltinformationen und der zumindest eine zweite Sensor erlaubt ein Erfassen von fahrzeugeigenen Informationen. Das Fahrzeug weist ferner ein zum Durchführen autonomer Fahrmanöver ausgebildetes Fahrsystem auf. Das Fahrsystem ist bevorzugt zur vollständigen Quer- und Längsführung des Fahrzeugs ausgebildet.
Ferner weist das Fahrzeug ein zum Herstellen zumindest einer Kommunikationsverbindung eingerichtetes (erstes) Kommunikationsmodul auf. Das Kommunikationsmodul ist bevorzugt ein WLAN- oder Mobilfunk-Modul und ist vorzugsweise zum Durchführen einer Car2Car oder Car2X Kommunikation ausgebildet. Ferner weist das Fahrzeug einen Energiespeicher, beispielsweise ein Batteriesystem, und/oder einen Kraftstoff- oder Wasserstofftank auf. Das Fahrzeug weist ferner eine Steuereinheit auf, die zum Durchführen der Verfahrensschritte des Fahrzeugs während des Betriebs des erfindungsgemäßen Systems ausgebildet ist.
Das erfindungsgemäße System weist ferner zumindest eine Servicestation auf. Die zumindest eine Servicestation weist ein für die Kommunikation mit dem zumindest einen Fahrzeug und gegebenenfalls einem Server eines Flottenbetreibers eingerichtetes (zweites)
Kommunikationsmodul auf. Das zweite Kommunikationsmodul ist bevorzugt ein WLAN- oder Mobilfunk-Modul und ist vorzugsweise zum Durchführen einer Car2Car oder Car2X
Kommunikation ausgebildet. Die Servicestation weist eine zum Durchführen der
Verfahrensschritte des erfindungsgemäßen Verfahrens eingerichtete (zweite) Steuereinheit auf.
Das erfindungsgemäße System weist ferner eine Mehrzahl zum autonomen Durchführen einer Serviceaktion an dem Fahrzeug ausgebildeter Servicemodule auf. Die Servicemodule sind dabei in der Servicestation angeordnet, beispielsweise in verschiedenen Bereichen eines Gebäudes, oder sind mit der Servicestation assoziiert, beispielsweise in verschiedenen
Abschnitten eines Geländes. Jedes Servicemodul weist dabei ein drittes Kommunikationsmodul auf. Das dritte Kommunikationsmodul ist bevorzugt ein WLAN- oder Mobilfunk-Modul und ist vorzugsweise zum Durchführen einer Car2Car oder Car2X Kommunikation ausgebildet. Ferner weist jedes Servicemodul eine dritte Steuereinheit auf, die zum Durchführen der
Verfahrensschritte des Servicemoduls im erfindungsgemäßen Verfahren ausgebildet ist. Ferner weist jedes Servicemodul ein oder mehrere Mittel zum Durchführen einer Serviceaktion auf.
Besonders bevorzugt weist das zumindest eine Servicemodul zumindest ein zum Durchführen einer Innenraumreinigung des Fahrzeugs ausgebildetes erstes Servicemodul auf. Bei dem ersten Servicemodul handelt es sich bevorzugt um einen Roboterarm, der zur
Innenraumreinigung des Fahrzeugs geeignete Werkzeuge trägt. Der Roboterarm ist bevorzugt dazu ausgebildet, durch eine geöffnete Tür oder ein geöffnetes Fenster des Fahrzeugs in den Fahrzeuginnenraum eingeführt zu werden. Bei den Werkzeugen handelt es sich beispielsweise um eine Staubsaugerdüse, eine Polsterbürste, einen Applikator zum Auftrag von
Reinigungsmittel und/oder Mittel zur Ablagen- und/oder Scheibenreinigung. In einer alternativ bevorzugten Ausführungsform weist das erste Servicemodul einen mobilen Reinigungsroboter auf, der dazu ausgebildet ist, durch eine geöffnete Tür oder ein geöffnetes Fenster des
Fahrzeugs in einen Fahrzeuginnenraum einzudringen. Der mobile Reinigungsroboter weist bevorzugt zur Innenraumreinigung geeignete Werkzeuge, wie eine Staubsaugerdüse, eine Polsterbürste, einen Applikator zum Auftrag von Reinigungsmittel und/oder Mittel zur Ablagen- und/oder Scheibenreinigung auf. Der mobile Reinigungsroboter ist dazu ausgebildet, eine Innenraumreinigung autonom und/oder bei geschlossenen Türen und Fenstern durchzuführen.
Ebenfalls bevorzugt weist das zumindest eine Servicemodul zumindest ein zum Durchführen einer Außenreinigung des Fahrzeugs ausgebildetes zweites Servicemodul auf. Das zweite Servicemodul ist bevorzugt wie eine aus dem Stand der Technik bekannte automatische Waschstraße ausgebildet und weist bevorzugt Düsen zum Auftrag von zumindest einer Reinigungsflüssigkeit, Bürsten oder Lappen zum Abtrag von Schmutz von dem Fahrzeug und/oder einen Fön zum Trocknen des Fahrzeugs auf. Besonders bevorzugt weist das zweite Servicemodul darüber hinaus weitere Waschelemente, wie beispielsweise speziell zur
Felgenwäsche ausgebildete Bürsten und/oder Mittel zum Wachsauftrag, auf. Ebenfalls bevorzugt weist das zweite Servicemodul Mittel zum Transport des Fahrzeugs im Modul auf.
Ebenfalls bevorzugt weist die erfindungsgemäße Servicestation zusätzlich zumindest ein zum Befüllen des Energiespeichers des Fahrzeugs ausgebildetes drittes Servicemodul auf.
Das erfindungsgemäße System weist ferner bevorzugt zumindest einen, zur Kommunikation mit dem zumindest einen autonomen Fahrzeug und zumindest einer Servicestation eingerichteten Server auf. Bei dem Server handelt es sich bevorzugt um einen Server eines Rechenzentrums eines Anbieters von Carsharing-Dienstleistungen (Flottenbetreiber), eines Anbieters von Reinigungsdiensten oder eines Fahrzeugherstellers. Der Server weist insbesondere ein
(viertes) Kommunikationsmodul auf, das als WLAN- oder Mobilfunk-Modul und vorzugsweise zum Durchführen einer Car2Car oder Car2X Kommunikation ausgebildet ist. Der Server ist ferner zum Vermitteln einer Kommunikation zwischen dem Fahrzeug und der Servicestation ausgebildet. Mit anderen Worten ist der Server dazu ausgebildet, von der Servicestation oder dem Fahrzeug empfangene Daten an das Fahrzeug oder die Servicestation weiterzuleiten.
Ebenfalls bevorzugt ist der Server dazu ausgebildet, eine Auslastung der autonomen
Fahrzeugflotte zu ermitteln. Hierbei ist das mit Bezug zum erfindungsgemäßen Verfahren beschriebene Fahrzeug ein Teil der autonomen Fahrzeugflotte. Der Server ist zur
Kommunikation mit den autonomen Fahrzeugen eingerichtet. Gemäß einer bevorzugten Durchführungsform erfolgt eine Bestimmung einer Auslastung der autonomen Fahrzeugflotte durch den Server und basierend auf von den Fahrzeugen generierten Auslastungsdaten. Die Auslastungsdaten können dabei die Anzahl von Nutzeranfragen, durchschnittliche Fahrzeiten und Fahrtlängen berücksichtigen. Ebenso können zusätzliche Informationen berücksichtigt werden, die eine hohe Nachfrage wahrscheinlich machen, wie Beginn und Ende eines
Großereignisses, wie beispielsweise ein Sportereignis, ein Konzert, etc.
Im Kontext des erfindungsgemäßen Verfahrens ist das Fahrzeug ferner dazu ausgebildet, von dem Fahrzeug empfangene erste Informationen in Abhängigkeit der Auslastung der
Fahrzeugflotte an die Servicestation zu übermitteln. Insbesondere ist der Server dazu ausgebildet, die ersten Informationen nur in Zeiten geringer Auslastung, beispielsweise bei einer Auslastung unterhalb eines vorbestimmten Grenzwerts, weiterzuleiten. Ebenfalls bevorzugt leitet der Server lediglich erste Informationen, mit einem Indikator für Dringlichkeit, beispielsweise ein Reparaturbedarf oder ein Treibstoffmangel etc. auch bei einer Auslastung über dem vorbestimmten Grenzwert an die Servicestation weiter. Somit findet der Erhalt der Operabilität der Fahrzeugflotte im erfindungsgemäßen System und Verfahren Berücksichtigung.
In einer bevorzugten Ausführungsform weist die Servicestation des erfindungsgemäßen Systems zumindest ein zum Durchführen einer Innenraumreinigung des Fahrzeugs
ausgebildetes erstes Servicemodul auf. Bei dem ersten Servicemodul handelt es sich bevorzugt um einen Roboterarm, der zur Innenraumreinigung des Fahrzeugs geeignete Werkzeuge trägt. Der Roboterarm ist bevorzugt dazu ausgebildet, durch eine geöffnete Tür oder ein geöffnetes Fenster des Fahrzeugs in den Fahrzeuginnenraum eingeführt zu werden. Bei den Werkzeugen handelt es sich beispielsweise um eine Staubsaugerdüse, eine Polsterbürste, einen Applikator zum Auftrag von Reinigungsmittel und/oder Mittel zur Ablagen- und/oder Scheibenreinigung.
In einer alternativ bevorzugten Ausführungsform weist das erste Servicemodul einen mobilen Reinigungsroboter auf, der dazu ausgebildet ist, durch eine geöffnete Tür oder ein geöffnetes Fenster des Fahrzeugs in einen Fahrzeuginnenraum einzudringen. Der mobile
Reinigungsroboter weist ferner bevorzugt zur Innenraumreinigung geeignete Werkzeuge, wie beispielsweise eine Staubsaugerdüse, eine Polsterbürste, einen Applikator zum Auftrag von Reinigungsmittel und/oder Mittel zur Ablagen- und/oder Scheibenreinigung auf. Der mobile Reinigungsroboter ist dazu ausgebildet, eine Innenraumreinigung autonom und/oder bei geschlossenen Türen und Fenstern durchführen.
Ebenfalls bevorzugt weist die Servicestation des erfindungsgemäßen Systems alternativ oder zusätzlich zumindest ein zum Durchführen einer Außenreinigung des Fahrzeugs ausgebildetes zweites Servicemodul auf. Das zweite Servicemodul ist bevorzugt wie eine aus dem Stand der Technik bekannte automatische Waschstraße ausgebildet und weist bevorzugt Düsen zum Auftrag von zumindest einer Reinigungsflüssigkeit, Bürsten oder Lappen zum Abtrag von Schmutz von dem Fahrzeug und/oder einen Fön zum Trocknen des Fahrzeugs auf. Besonders bevorzugt weist das zweite Servicemodul darüber hinaus weitere Waschelemente, wie beispielsweise speziell zur Felgenwäsche ausgebildete Bürsten und/oder Mittel zum
Wachsauftrag, auf. Ebenfalls bevorzugt weist das zweite Servicemodul Mittel zum Transport des Fahrzeugs im Modul auf.
Ebenfalls bevorzugt weist die Servicestation des erfindungsgemäßen Systems alternativ oder zusätzlich zumindest ein zum Befüllen des Energiespeichers des Fahrzeugs ausgebildetes drittes Servicemodul auf. Das dritte Servicemodul weist dabei insbesondere einen eigenen Energiespeicher, beispielsweise eine Batterie oder einen Kraftstofftank, oder einen Anschluss an ein entsprechendes Versorgungsnetz, beispielsweise an ein Stromnetz oder an eine
Kraftstoffzuleitung, auf. Ferner weist das dritte Servicemodul ein Anschlussmodul zum
Anschluss an ein Nachfüllelement des Fahrzeugs auf. Das Nachfüllelement des Fahrzeugs ist
dabei beispielsweise ein Tankstutzen oder eine Ladebuchse. Ferner weist das Anschlussmodul bevorzugt einen Roboterarm auf, der ein an das Nachfüllelement des Fahrzeugs angepasstes Befüllelement aufweist. Das Befüllelement ist vorteilhaft über eine Zuleitung mit dem
Energiespeicher verbunden. Besonders bevorzugt ist das dritte Servicemodul für
Hybridfahrzeuge ausgebildet und weist beispielsweise ein mit dem Stromnetz verbundenes erstes Befüllelement zum Anschluss an eine Ladebuchse des Fahrzeugs und ein mit einer Kraftstoffzuleitung verbundenes zweites Befüllelement zum Anschluss an einen Tankstutzen des Fahrzeugs auf. Eine erfindungsgemäße erste Servicestation kann über das erste, zweite und dritte Servicemodul hinaus ein oder mehrere weitere Servicemodule aufweisen.
Ferner bevorzugt weist die Servicestation des erfindungsgemäßen Systems ein zum Wechseln der Reifen des Fahrzeugs ausgebildetes viertes Servicemodul auf. Das vierte Servicemodul weist dabei ein Lager für eine Vielzahl von Ersatzrädern und ein automatisches Regalsystem oder dergleichen zur automatischen Entnahme eines Satzes von Ersatzrädern aus dem Lager auf. Ferner bevorzugt weist das vierte Servicemodul einen Roboterarm zum automatischen Wechseln der Bereifung des Fahrzeugs mit den Ersatzrädern auf.
Weitere bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den übrigen, in den Unteransprüchen genannten Merkmalen.
Die verschiedenen in dieser Anmeldung genannten Ausführungsformen der Erfindung sind, sofern im Einzelfall nicht anders ausgeführt, mit Vorteil miteinander kombinierbar.
Die Erfindung wird nachfolgend in Ausführungsbeispielen anhand der zugehörigen
Zeichnungen erläutert. Es zeigen:
Figur 1 eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Systems zur
Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens aus einem autonomen Fahrzeug, einer Servicestationen, Servicemodulen und einem Server;
Figur 2 eine schematische Darstellung eines Betriebsbereichs zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens mittels des in Figur 1 dargestellten Systems;
Figur 3 ein schematisches Ablaufdiagramm des erfindungsgemäßen Verfahrens
gemäß einer Durchführungsform;
Figur 4 eine schematische Darstellung eines erstes Servicemoduls zur Innenraumreinigung des Fahrzeugs;
Figur 5 eine schematische Darstellung eines zweiten Servicemoduls zur
Außenreinigung des Fahrzeugs;
Figur 6 eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Servicestation
gemäß einer ersten Ausführungsform; und
Figur 7 eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Servicestation
gemäß einer zweiten Ausführungsform.
Figur 1 zeigt eine schematische Darstellung eines Systems zur Durchführung des
erfindungsgemäßen Verfahrens aus einem autonomen Fahrzeug 10, einem Server 70, einer Servicestation 80 und Servicemodulen 90.
In Figur 1 ist ein Blockschaltbild eines zweispurigen Fahrzeugs 10 mit Elektromotor 37 dargestellt. Das Fahrzeug 10 umfasst eine Vielzahl erster Sensoren, insbesondere einen ersten Sensor 11 , einen zweiten Sensor 12, und einen dritten Sensor 13. Die ersten
Sensoren 11 , 12, 13 sind eingerichtet zum Erfassen von Umweltinformationen beziehungsweise Umgebungsdaten des Fahrzeugs 10 und umfassen beispielsweise Temperatursensoren zum Erfassen einer Umgebungstemperatur, eine Kamera zum Erfassen eines Bildes einer das Fahrzeug 10 unmittelbar umgebenden Umwelt, ein Mikrofon zum Erfassen von Geräuschen einer das Fahrzeug 10 unmittelbar umgebenden Umwelt, Abstandssensoren wie beispielsweise Ultraschallsensoren zum Erfassen von Abständen zu das Fahrzeug 10 umgebenden Objekten. Die ersten Sensoren 11 , 12, 13 übertragen die von ihnen erfassten Umgebungssignale an eine erste Steuereinheit 40 des Fahrzeugs 10.
Das Fahrzeug 10 weist ferner eine Mehrzahl zweiter Sensoren, insbesondere einen vierten Sensor 51 , einen fünften Sensor 52, und einen sechsten Sensor 53 auf. Bei den zweiten Sensoren 51 , 52 ,53 handelt es sich um Sensoren zum Ermitteln von das Fahrzeug 10 selbst betreffenden Zustandsdaten, wie beispielsweise aktuelle Lage- und Bewegungsinformationen des Fahrzeugs 10. Bei den zweiten Sensoren 51 , 52, 53 handelt es sich folglich beispielsweise um Geschwindigkeitssensoren, Beschleunigungssensoren, Neigungssensoren,
Innenraumbewegungsmelder, Drucksensoren in den Fahrzeugsitzen oder dergleichen.
Darüber hinaus sind zumindest einige der zweiten Sensoren 51 , 52, 53 zum Erfassen eines Verschmutzungsgrads des Fahrzeugs 10 ausgebildet. Die dafür ausgebildeten zweiten
Sensoren 51 , 52, 53 umfassen beispielsweise eine Innenraumkamera zum Erfassen von Bildsignalen des Fahrzeuginnenraums, eine Dashboard-Kamera zum Erfassen von Bildsignalen der Motorhaube, eine Kamera in einem Seitenspiegel zum Erfassen von Bildsignalen einer Seitentür des Fahrzeugs und anderweitige Sensoren zum Erfassen einer Verschmutzung, beispielsweise anhand eines Reflektiongrades des Fahrzeuglacks oder dergleichen. Die zweiten Sensoren 51 , 52, 53 übermitteln die von ihnen erfassten Zustandssignale an die erste Steuereinheit 40 des Fahrzeugs 10. Darüber hinaus übermitteln zumindest einige der zweiten Sensoren 51 , 52, 53 ihre Messergebnisse unmittelbar an ein Fahrsystem 30 des Fahrzeugs 10.
Das Fahrzeug 10 weist ferner ein erstes Kommunikationsmodul 20 mit einem Speicher 21 und einem oder mehreren Transpondern beziehungsweise Sendeempfängern 22 auf. Bei den Transpondern 22 handelt es sich um einen Funk-, WLAN-, GPS- oder Bluetooth- Sendeempfänger oder dergleichen. Ebenfalls bevorzugt ist der Transponder 22 zur
Kommunikation via ein Mobilfunknetz, beispielsweise ein LTE, LTE-A oder 5G Mobilfunknetz ausgebildet. Der Transponder 22 kommuniziert mit dem internen Speicher 21 des ersten Kommunikationsmoduls 20, beispielsweise über einen geeigneten Datenbus. Mittels des Transponders 22 kann beispielsweise die aktuelle Position des Fahrzeugs 10 durch
Kommunikation mit einem GPS Satelliten 61 ermittelt und diese im internen Speicher 21 gespeichert werden. Ebenso kann mittels des Transponders 22 eine im Speicher 21 abgelegte Berechtigungsinformation an ein externes Kommunikationsmodul übermittelt werden. Das erste Kommunikationsmodul 20 kommuniziert mit der ersten Steuereinheit 40.
Darüber hinaus ist das erste Kommunikationsmodul 20 dafür eingerichtet, mit einem Server 70, insbesondere einem vierten Kommunikationsmodul 71 des Servers 70, zu kommunizieren, beispielsweise über ein UMTS (Universal Mobile Telecommunication Service) oder LTE (Long Term Evolution) Mobilfunknetz. Das erste Kommunikationsmodul 20 ist ferner dazu eingerichtet, mit einem zweiten Kommunikationsmodul 81 einer Servicestation 80 und mit einem dritten Kommunikationsmodul 91 eines Servicemoduls 90 zu kommunizieren. Die Kommunikation erfolgt bevorzugt direkt über eine V2X Kommunikation oder über ein Mobilfunknetz. Die
Kommunikation über das Mobilfunknetz erfolgt über ein oder mehrere Basisstationen 62.
Das Fahrzeug 10 weist ferner das Fahrsystem 30 auf, das zum vollständig autonomen
Fährbetrieb, insbesondere zur Längs- und Querführung, des Kraftfahrzeugs 10 eingerichtet ist. Das Fahrsystem 30 weist ein Navigationsmodul 32 auf, das zum Berechnen von Routen
zwischen einem Start- und einem Zielpunkt und zum Ermitteln der entlang dieser Route vom Fahrzeug 10 durchzuführenden Manöver eingerichtet ist. Darüber hinaus umfasst das
Fahrsystem 30 einen internen Speicher 31 , beispielsweise für Kartenmaterialien, der mit dem Navigationsmodul 32 kommuniziert, beispielsweise über einen geeigneten Datenbus.
Zumindest ein Teil der zweiten Sensoren 51 , 52, 53, des Fahrzeugs 10 übermittelt seine Messergebnisse direkt an das Fahrsystem 30. Bei diesen unmittelbar an das Fahrsystem übermittelten Daten handelt es sich insbesondere um aktuelle Lage- und
Bewegungsinformationen des Fahrzeugs 10. Diese werden bevorzugt von Geschwindigkeits sensoren, Beschleunigungssensoren, Neigungssensoren, etc. erfasst.
Das Fahrzeug 10 weist ferner ein elektrisches Fahrsystem 35 auf, das die zum elektrischen Antrieb des Fahrzeugs 10 notwendigen Funktionalitäten zur Verfügung stellt. Insbesondere weist das elektrische Fahrsystem 35 einen elektrischen Energiespeicher 36 auf, der einem Elektromotor 37 die zum Antrieb des Fahrzeugs 10 notwendige elektrische Energie zur Verfügung stellt. Das elektrische Fahrsystem 35 weist ferner eine nicht dargestellte
Ladevorrichtung zum Aufladen des elektrischen Energiespeichers 36 auf. Bei dem Fahrzeug 10 kann es sich darüber hinaus um ein Hybridfahrzeug handeln, welches einen Wasserstofftank zum Versorgen eines im Fahrzeug 10 angeordneten Brennstoffzellensystems aufweist.
Das Fahrzeug 10 weist ferner eine erste Steuereinheit 40 auf, welche zum Durchführen der Schritte des Fahrzeugs im erfindungsgemäßen Verfahren eingerichtet ist. Hierzu verfügt die erste Steuereinheit 40 über einen internen Speicher 41 und eine CPU 42, welche miteinander kommunizieren, beispielsweise über einen geeigneten Datenbus. Darüber hinaus steht die erste Steuereinheit 40 in Kommunikationsverbindung mit zumindest den ersten Sensoren 11 ,
12, 13, den zweiten Sensoren 51 , 52, 53, dem ersten Kommunikationsmodul 20 und dem Fahrsystem 30, beispielsweise über eine oder mehrere jeweilige CAN-Verbindungen, eine oder mehrere jeweilige SPI-Verbindungen, oder andere geeignete Datenverbindungen.
Das erfindungsgemäße System zum Durchführen des erfindungsgemäßen Verfahrens weist ferner bevorzugt einen Server 70 auf. Der Server 70 wird bevorzugt von einem Flottenbetreiber einer autonomen Fahrzeugflotte, beispielsweise im Rahmen eines Carsharing-Konzepts, von einem Serviceanbieter für Fahrzeugreinigungen und/oder von einem Fahrzeughersteller betrieben. Der Server 70 weist ein viertes Kommunikationsmodul 71 auf, das zur
Kommunikation mit dem gleichen Protokoll, wie das erste Kommunikationsmodul 20 des Fahrzeugs 10 eingerichtet ist. Der Server 70 weist ferner eine vierte Steuereinheit 72 auf.
Die vierte Steuereinheit 72 ist bevorzugt dazu ausgebildet, eine Kommunikation zwischen dem Fahrzeug 10 und der Servicestation 80 zu vermitteln, eine Auslastung der autonomen
Fahrzeugflotte zu ermitteln, und von dem Fahrzeug 10 empfangene erste Informationen zu einem Servicebedarf des Fahrzeugs 10 in Abhängigkeit der Auslastung der Fahrzeugflotte an die Servicestation 80 zu übermitteln.
Das erfindungsgemäße System zum Durchführen des erfindungsgemäßen Verfahrens weist ferner eine erste Servicestation 80 und zumindest ein Servicemodul 90 auf.
Die Servicestation 80 weist ein zweites Kommunikationsmodul 81 auf, das zur Kommunikation mit dem ersten Kommunikationsmodul 20 des Fahrzeugs 10, zur Kommunikation mit dem vierten Kommunikationsmodul 71 des Servers 70 und zur Kommunikation mit dem dritten Kommunikationsmodul 91 eines Servicemoduls 90 ausgebildet ist. Insbesondere ist das zweite Kommunikationsmodul 81 zur Kommunikation mit dem gleichen Protokoll, wie das erste Kommunikationsmodul 20 des Fahrzeugs 10, wie das vierte Kommunikationsmodul 71 des Servers 70 und wie das dritte Kommunikationsmodul 91 des Servicemoduls 90, eingerichtet.
Darüber hinaus weist die Servicestation 80 eine Steuereinheit 82 auf, welche einen Speicher 83 und eine CPU 84 aufweist, die über einen geeigneten Datenbus, beispielsweise einen CAN-Bus oder SPI-Bus, miteinander kommunizieren. Die Servicestation 80 weist ferner zumindest ein Servicemodul 90, bevorzugt mehrere Servicemodule 90, auf. Die Komponenten des
Servicemoduls 90 gleichen denen des im Folgenden erläuterten Servicemoduls 90. Die Servicestation 80 weist somit zumindest ein Servicemodul 90 auf und/oder ist mit zumindest einem eigenständigen Servicemodul 90 assoziiert.
Jedes der Servicemodule 90 ist zur Kommunikation mit der zweiten Steuereinheit 82 ausgebildet. Die zweite Steuereinheit 82 ist dazu ausgebildet, in Kommunikation mit dem zweiten Kommunikationsmodul 81 und dem zumindest einen Servicemodul 90 die von der Servicestation 80 durchgeführten Schritte des erfindungsgemäßen Verfahrens durchzuführen. Die zweite Steuereinheit 82 ist insbesondere dazu ausgebildet, die Schritte der
Servicestation 80 im erfindungsgemäßen Verfahren durchzuführen.
Das erfindungsgemäße System weist zumindest ein Servicemodul 90 auf. Das Servicemodul 90 weist ein drittes Kommunikationsmodul 91 auf, das zur Kommunikation mit dem ersten
Kommunikationsmodul 20 des Fahrzeugs 10, zur Kommunikation mit dem vierten
Kommunikationsmodul 71 des Servers 70 und zur Kommunikation mit dem zweiten
Kommunikationsmodul 81 der Servicestation 80 ausgebildet ist. Insbesondere ist das dritte Kommunikationsmodul 91 zur Kommunikation mit dem gleichen Protokoll, wie das erste Kommunikationsmodul 20 des Fahrzeugs 10, das vierte Kommunikationsmodul 71 des Servers 70 und das zweite Kommunikationsmodule 81 der Servicestation 80, eingerichtet.
Darüber hinaus weist das Servicemodul 90 eine dritte Steuereinheit 92 auf, welche
beispielsweise einen Speicher und eine CPU aufweist, die über einen geeigneten Datenbus, beispielsweise einen CAN-Bus oder SPI-Bus, miteinander kommunizieren. Das
Servicemodul 90 weist ferner Mittel zum Durchführen einer Serviceaktion 99 auf.
Ausführungsformen der Mittel zum Durchführen einer Serviceaktion 99 sind folgend für ein erstes Servicemodul 95, ein zweites Servicemodul 96 und ein drittes Servicemodul 97 erläutert.
Figur 2 zeigt eine schematische Darstellung eines Betriebsbereichs 100 zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens mittels des in Figur 1 dargestellten Systems. Der
Betriebsbereich 100 erstreckt sich bevorzugt über ein urbanes Ballungsgebiet, beispielsweise eine Stadt oder ein Stadtzentrum. Innerhalb des Betriebsbereichs 100 befindet sich eine Vielzahl autonomer Fahrzeuge 10, von denen jedes eine grundlegende Konfiguration, wie mit Bezug zu Figur 1 erläutert, aufweist. Jedes der autonomen Fahrzeuge 10 ist dabei von Nutzern eines Carsharing-Dienstes abrufbar oder aber einem bestimmten Nutzer dauerhaft zugeordnet.
Der Betriebsbereich 100 weist eine Vielzahl von Servicestationen 80 und Servicemodulen 90 auf. Ferner ist ein Server 70 im Betriebsbereich 100 angeordnet. Die autonomen Fahrzeuge 10 sind zur Kommunikation untereinander, insbesondere mittels der ersten
Kommunikationsmodule 20 und via Basisstationen 62 eines Mobilfunknetzes, ausgebildet. Die Fahrzeuge 10 sind ferner zur Kommunikation mit den Servicestationen 80, den
Servicemodulen 90 und dem Server 70 ausgebildet. Die Kommunikation erfolgt dabei direkt zwischen diesen Elementen oder über Basisstationen 62 eines Mobilfunknetzes. Darüber hinaus sind auch die anderen Komponenten des in der Figur 2 dargestellten Systems zur direkten oder indirekten Kommunikation miteinander ausgebildet, wie beispielsweise eine Servicestation 80 mit dem Server 70 und Servicemodulen 90 und der Server 70 mit den Servicemodulen 90. Verbindungen sind in Figur 2 mit den gestrichelten Linien angedeutet.
Figur 3 zeigt ein schematisches Ablaufdiagramm des erfindungsgemäßen Verfahrens gemäß einer Durchführungsform.
In einem Schritt S110 des erfindungsgemäßen Verfahrens empfängt die Servicestation 80 mittels des zweiten Kommunikationsmoduls 81 erste Informationen zu einem Servicebedarf eines Fahrzeugs 10 von dem ersten Kommunikationsmodul 20 des Fahrzeugs 10. Die ersten Informationen definieren insbesondere die Art (Verschmutzung) und Grad (Innenraum) des Servicebedarfs. In einem Schritt S120 des Verfahrens empfängt die Servicestation 80 mittels des zweiten Kommunikationsmoduls 81 zweite Informationen zu einer Verfügbarkeit beziehungsweise einer Auslastung zumindest eines Servicemoduls 90.
In einem Schritt S200 ermittelt die zweite Steuereinheit 82 der Servicestation 80 anhand der ersten Informationen und anhand der zweiten Informationen, ob ein zum Durchführen einer dem Servicebedarf entsprechenden Serviceaktion verfügbares Servicemodul existiert. In der dargestellten Durchführungsform des Verfahrens ermittelt die Servicestation 80 ein zum Durchführen einer Innenreinigung des Fahrzeugs 10 ausgebildetes sowie verfügbares erstes Servicemodul 95. Daraufhin übermittelt die Servicestation in einem Schritt S300
Positionierungsinformationen des ermittelten Servicemoduls 90, 95 an das Fahrzeug 10 und übermittelt ferner Buchungsinformationen, enthaltend eine Identifikator des Fahrzeugs 10 und eine Spezifikation der durchzuführenden Serviceaktion, an das Servicemodul 90, 95. Der Identifikator des Fahrzeugs war bevorzugt in den ersten Informationen enthalten.
Bevorzugt weist die Buchungsinformation auch eine Angabe zu einem Zeitfenster zum
Durchführen der Serviceaktion auf. Das Zeitfenster wurde dabei von der Servicestation bevorzugt anhand einer aktuellen Position und Auslastung des Fahrzeugs 10 sowie
gegebenenfalls einer aktuellen Verkehrslage ermittelt. Ebenfalls bevorzugt wurde das
Zeitfenster anhand üblicher Auslastungsintervalle des Fahrzeugs 10 ermittelt. So findet die Serviceaktion, abhängig von deren Dringlichkeit, bevorzugt zu Zeiten üblicherweise geringer Auslastung des Fahrzeugs 10, beispielsweise in der Nacht, statt. Ebenfalls bevorzugt weisen die an das Fahrzeug 10 übermittelten Positionierungsinformationen auch Informationen zu dem Zeitfenster zum Durchführen der Serviceaktion auf.
In Abhängigkeit der Art der Positionierungsinformation führt das Fahrzeug 10 entweder in Schritt S410 eine autonome Fahrt zu dem Servicemodul 95 oder in Schritt S510 eine autonome Fahrt zu der Servicestation 80 durch. In Schritt S410 enthalten die Positionierungsinformationen die Koordinaten des Servicemoduls 95 und wird das Fahrzeug 10 nach Eintreffen an dem Servicemodul 95 anhand seines vom Fahrzeug 10 an das Servicemodul 95 übermittelten Identifikators, der dem Identifikator in den Buchungsinformationen entspricht, identifiziert.
In Schritt S510 enthalten die Positionierungsinformationen die Koordinaten der
Servicestation 80 und wird das Fahrzeug nach Eintreffen an der Servicestation 80 anhand seines vom Fahrzeug an die Servicestation 80 übermittelten Identifikators, der dem Identifikator in den ersten Informationen entspricht, identifiziert. In Schritt S520 ermittelt die
Servicestation 80 ferner das für das Fahrzeug 10 ermittelte verfügbare Servicemodul 95 und überwacht eine autonome Fahrt des Fahrzeugs 10 zu dem Servicemodul 95, bevorzugt durch Fernsteuern des Fahrzeugs 10 und von Infrastrukturkomponenten zum Servicemodul 95. In Schritt S530 wird das Fahrzeug 10 schließlich nach dem Eintreffen an dem Servicemodul 95 anhand seines vom Fahrzeug 10 an das Servicemodul 95 übermittelten Identifikators, der dem Identifikator in den Buchungsinformationen entspricht, identifiziert
In Schritt S600 übermittelt das Servicemodul 95 zu der für das Fahrzeug 10 gebuchten
Serviceaktion gehörende Fahrzeugeinstellungen an das Fahrzeug 10, beispielsweise eine Anweisung zum Verfahren der Fahrzeugsitze, so dass ein Reinigungsarm oder -roboter 951 in das Fahrzeug 10 eingebracht werden kann. In Schritt S700 empfängt das Servicemodul 95 eine Benachrichtigung von dem Fahrzeug 10, dass die Fahrzeugeinstellung vorgenommen wurden und führt, basierend auf der Buchungsinformation, dem Identifikator und der Benachrichtigung, die dem Servicebedarf des Fahrzeugs 10 entsprechende Serviceaktion an Fahrzeug 10 durch.
In Schritt S800 ist das Durchführen der Serviceaktion abgeschlossen, das Servicemodul 95 übermittelt eine Verfügbarkeitsinformation an die Servicestation 80 (zweite Informationen) und die Servicestation 80 überwacht eine autonome Fahrt des Fahrzeugs 10 aus Servicemodul 95.
Mit Bezug zu den Figuren 4 bis 7 werden im Folgenden verschiedene Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Servicemodule 90 erläutert, die innerhalb einer Servicestation 80 angeordnet oder mit dieser assoziiert sind.
Figur 4 zeigt eine schematische Darstellung eines ersten Servicemoduls 95 zur
Innenraumreinigung des Fahrzeugs 10. Um eine Innenraumreinigung des Fahrzeugs 10 durchzuführen, fährt dieses in das Servicemodul 95 ein, um dort auf einer Halteposition 953 zum Stehen zu kommen. Sobald das Fahrzeug 10 auf der Halteposition 953 zum Stehen kommt, öffnen sich die Fahrzeugtüren 18 des Fahrzeugs 10 selbsttätig. Dies ist bevorzugt durch die Steuereinheit 92 des ersten Servicemoduls 95 veranlasst, die direkt mit der Steuereinheit 40 des Fahrzeugs 10 kommuniziert. Sobald die Fahrzeugtüren 18 geöffnet sind, werden ein erster Roboterarm 951 und ein zweiter Roboterarm 952 in das Fahrzeug 10 eingeführt. An den Roboterarmen 951 , 952 sind Werkzeuge zum Durchführen einer Innenraumreinigung angeordnet, insbesondere eine Staubsaugerdüse, ein Applikator zum Auftrag eines
Reinigungsmittels und Mittel zur Polsterreinigung. Das in Figur 3 gezeigte erste Servicemodul 95 weist ferner einen Ladeanschluss 971 zum Auffüllen eines elektrischen Energiespeichers 36 des Fahrzeugs 10 auf.
Figur 5 zeigt eine schematische Darstellung eines zweiten Servicemoduls 96 zur
Außenreinigung des Fahrzeugs 10. Das zweite Servicemodul 96 entspricht weitgehend aus dem Stand der Technik bekannten automatischen Waschstraßen zur autonomen
Außenreinigung eines Fahrzeugs 10. Das zweite Servicemodul 96 weist insbesondere nicht dargestellte Mittel zum Auftrag eines Reinigungsfluides auf, wie beispielsweise Düsen zum Auftrag einer Seifenlaufe. Darüber hinaus weist das zweite Servicemodul 96 eine rotierbare obere Waschbürste 961 und rotierbare seitliche Waschbürsten 962 zum Verteilen des
Reinigungsfluides und zum Lösen des Schmutzes auf. Ferner weist das zweite
Servicemodul 96 einen Trockenfön 963 zum Trocknen des Fahrzeugs 10 auf. Das zweite Servicemodul 96 kommuniziert bevorzugt direkt mit der Steuereinheit 40 des Fahrzeugs 10, beispielsweise um sicherzustellen, dass alle Fenster des Fahrzeugs 10 geschlossen sind.
Figur 6 zeigt eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Servicestation 80, aufweisend das erste Servicemodul 95 der Figur 4 und das zweite Servicemodul 96 der Figur 5, gemäß einer Ausführungsform. In dieser Ausführungsform der Servicestation 80 sind das erste und zweite Servicemodul 95, 96 in einem gemeinsamen Bereich der Servicestation 80 angeordnet. Somit ermöglicht die Servicestation 80 gemäß dieser Ausführungsform das zumindest teilweise simultane Durchführen einer Außenreinigung und einer Innenreinigung.
Ein Ablauf der autonom durchgeführten Serviceaktion in der Servicestation 80 gemäß dieser Ausführungsform beginnt mit der autonomen Einfahrt des Fahrzeugs 10 in die erste
Servicestation 80. Diese Einfahrt wird bevorzugt durch das Fahrsystem 30 des Fahrzeugs 10 durchgeführt, insbesondere unter Verwendung von Positionsinformationen oder
Navigationsinformationen, die von der Servicestation 80 oder einem der Servicemodule 95, 96 empfangen wurden. Anhand der Positionsinformationen kann das Fahrzeug 10 selbst
Navigationsinformationen und autonom durchzuführende Manöver ermitteln. Anhand der Navigationsinformationen kann das Fahrzeug 10 autonom durchzuführende Manöver ermitteln. Alternativ wird das Fahrzeug 10 von der Servicestation 80 oder einem Servicemodul 95, 96 ferngesteuert.
Sofern das Fahrzeug 10 in der Servicestation 80 eine Halteposition erreicht hat, öffnen sich die Türen 18 des Fahrzeugs 10 automatisch und ein mobiler Reinigungsroboter 951 fährt autonom
in den Innenraum oder wird in den Innenraum des Fahrzeugs 10 eingebracht. Sobald sich die Türen 18 des Fahrzeugs 10 schließen, startet der mobile Reinigungsroboter 951 die
Innenraumreinigung und startet eine Außenreinigung des Fahrzeugs 10 mittels des zweiten Servicemoduls 97, insbesondere mittels der Waschbürsten 961 , 962 und dem Trockenfön 963.
Sobald die Außenreinigung und die Innenreinigung abgeschlossen sind, öffnen sich die
Türen 18 und der mobile Reinigungsroboter 951 fährt heraus oder wird herausgehoben.
Gegebenenfalls erfolgt über nicht dargestellte Kameras oder andere Sensoren eines zweiten Kontrollmodules eine Überprüfung der Innen- und/oder Außenreinigung des Fahrzeugs 10. Ist diese Überprüfung abschlossen, fährt das Fahrzeug 10 autonom aus der Servicestation 80.
Figur 7 zeigt eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Servicestation 80, aufweisend das erste Servicemodul 95 der Figur 4 und das zweite Servicemodul 96 der Figur 5, gemäß einer weiteren Ausführungsform. In dieser weiteren Ausführungsform der
Servicestation 80 sind das erste Servicemodul 95 und das zweite Servicemodul 96 in verschiedenen Bereichen der Servicestation 80 angeordnet. Gemäß dieser Ausführungsform können die Servicemodule 95, 96 auch lediglich mit der Servicestation 80 assoziiert sein, dass heißt außerhalb und/oder beabstandet zu der Servicestation 80 angeordnet sein. Die
Darstellung der Figur 6 mit linear hintereinander angeordneten Servicemodulen 95, 96, 97 dient somit lediglich der schematischen Darstellung der funktionellen Anordnung der Module.
Ein Ablauf der autonom durchgeführten Serviceaktion in der Servicestation 80 gemäß dieser weiteren Ausführungsform beginnt mit der autonomen Einfahrt des Fahrzeugs 10 in einen ersten Bereich der Servicestation 80. Diese Einfahrt wird bevorzugt durch das Fahrsystem 30 des Fahrzeugs 10 durchgeführt, insbesondere unter Verwendung von Positionsinformationen oder Navigationsinformationen, die von der Servicestation 80 oder einem der Servicemodule 95, 96 empfangen wurden. Anhand der Positionsinformationen kann das Fahrzeug 10 selbst Navigationsinformationen und autonom durchzuführende Manöver ermitteln. Anhand der Navigationsinformationen kann das Fahrzeug 10 autonom durchzuführende Manöver ermitteln. Alternativ wird das Fahrzeug 10 von der Servicestation 80 oder einem Servicemodul 95, 96 ferngesteuert.
Sofern das Fahrzeug 10 in dem ersten Bereich der Servicestation 80 eine Halteposition erreicht hat, beginnt die Außenreinigung des Fahrzeugs 10 mittels dem im ersten Bereich angeordneten zweiten Servicemodul 96, insbesondere mittels der Waschbürsten 961 , 962 und dem
Trockenfön 963. Sobald die Außenreinigung abgeschlossen ist, erfolgt gegebenenfalls mittels
nicht dargestellter Kameras oder Sensoren eine Überprüfung der Außenreinigung des
Fahrzeugs 10. Sobald die Außenreinigung und/oder die Überprüfung abgeschlossen ist, fährt das Fahrzeug 10 autonom zu einem dem ersten Bereich nachgelagerten zweiten Bereich der Servicestation 80 oder wird mittels eines Transportbands der Servicestation 80 vom ersten zum zweiten Bereich transportiert.
Sofern das Fahrzeug 10 im zweiten Bereich der Servicestation 80 eine Halteposition erreicht hat, öffnen sich die Türen des Fahrzeugs 10 automatisch und Roboterarme 951 , 952 fahren autonom in den Innenraum ein. Mittels an den Roboterarmen 951 , 952 befindlicher Werkzeuge beginnt eine Innenraumreinigung des Fahrzeugs 10. Gleichzeitig wird mittels des
Ladeanschlusses 971 ein elektrischer Energiespeicher 36 des Fahrzeugs 10 befüllt und wird mittels Wasserstoffbetankung 972 der Wasserstofftank des Fahrzeugs 10 gefüllt. Sobald die Innenreinigung abgeschlossen sind, werden die Roboterarme 951 , 952 aus dem Fahrzeug 10 herausgefahren. Gegebenenfalls erfolgt über nicht dargestellte Kameras oder andere Sensoren eines zweiten Kontrollmodules eine Überprüfung der Innenreinigung des Fahrzeugs 10. Ist diese Überprüfung abschlossen, werden die Befüllelemente von Ladeanschluss 971 und Wasserstoffbetankung 972 abgezogen und das Fahrzeug 10 fährt autonom aus der
Servicestation 80 heraus. In einer alternativen Ausführungsform ist der Trockenfön 963 in dem zweiten Bereich angeordnet und ein Trocknen des Fahrzeugs 10 erfolgt parallel zur
Innenraumreinigung und zum Auffüllen der Energiespeicher 36.
Bezugszeichenliste Kraftfahrzeug
erster Sensoren
zweiter Sensor
dritter Sensor
Fahrzeugtür
erstes Kommunikationsmodul
Speicher
Transponder
Fahrsystem
Speicher
CPU
elektrisches Fahrsystem
elektrischer Energiespeicher
Elektromotor
erste Steuereinheit
Speicher
CPU
vierter Sensoren
fünfter Sensor
sechster Sensor
GPS Satellit
Mobilfunkstation
anderes Fahrzeug
Server
viertes Kommunikationsmodul
vierte Steuereinheit
Servicestation
zweites Kommunikationsmodul
Speicher
CPU
Servicemodul
drittes Kommunikationsmodul
dritte Steuereinheit
Mittel zum Durchführen einer Serviceaktion erstes Servicemodul
Reinigungsroboter
Reinigungsroboter
Halteposition
zweites Servicemodul
obere Waschbürste
seitliche Waschbürste
T rockenfön
drittes Servicemodul
Ladeanschluss
Wasserstoffbetankung