Beschreibung
Verfahren zur autonomen Fahrzeugreinigung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur autonomen Fahrzeugreinigung, insbesondere zur Reinigung eines zum autonomen Fahren ausgebildeten Fahrzeugs. Die Erfindung betrifft ferner ein System zum Durchführen des erfindungsgemäßen Verfahrens mit zumindest einem autonomen Fahrzeug, zumindest einer autonomen Servicestation zum Reinigen des Fahrzeugs und einem Server zur Kommunikation mit dem oder den Fahrzeug(en) und Servicestation(en).
Heutige Fahrzeuge verfügen bereits über eine Vielzahl von Assistenzsystemen, die den Fahrer in einer Vielzahl von Fahrsituationen computerbasiert unterstützen. Solche Assistenzsysteme können auf Sensoren zum Erfassen einer Vielzahl von Messdaten zurückgreifen, welche die Sinnesfähigkeiten des Menschen bei weitem übersteigen. Zudem übertrifft die Geschwindigkeit dieser Assistenzsysteme die menschliche Reaktionszeit signifikant. Bekannte
Fahrerassistenzsysteme sind beispielsweise Spurhalteassistenten, Bremsassistenten bei Fußgängererkennung und Abstandsregeltempomaten, insbesondere für Stausituationen.
Durch Anwendung solcher Assistenzsysteme geht die Autonomie des Fahrers bezüglich seiner Fahrentscheidungen zunehmend auf das Fahrzeug beziehungsweise in diesem operierende Steuereinheiten über. Am Ende dieser Entwicklungen steht ein autonom fahrendes Fahrzeug, welches vollständig ohne Eingriffe eines Menschen manövrieren kann. Mittels eines solchen autonom fahrenden Fahrzeugs ist ein vollautomatisierter Personentransport möglich. Bislang sind solche autonom fahrenden Fahrzeuge in der Regel auf Einzelpersonen zugelassen und/oder besitzen ohne zusätzliche Überwachung durch einen Fahrer keine Straßenzulassung. Hinsichtlich von Wartung und Pflege unterscheiden sich diese autonom fahrenden Fahrzeuge somit wenig von anderen in Privatbesitz befindlichen Fahrzeugen. In der Regel werden sich der oder die Eigentümer um die Instandhaltung und Pflege des Fahrzeugs kümmern.
Bereits heutzutage existieren jedoch verschiedenste Mobilitätskonzepte, insbesondere in urbanen Ballungsräumen. Beim sogenannten Carsharing greifen dabei eine Vielzahl von Nutzern unabhängig voneinander und zeitlich begrenzt auf die Fahrzeuge einer Fahrzeugflotte zu. Indem die Flottenfahrzeuge nur für den Zeitraum der tatsächlichen Nutzung an einen bestimmten Nutzer gebunden sind, kann die ungenutzte Parkzeit der Fahrzeuge minimiert
werden. Bei dezentralen Carsharing-Konzepten wird die Fahrzeugnutzung an beliebigen Punkten in einem Geschäftsgebiet des Flottenanbieters begonnen und beendet. Insbesondere dezentrale Carsharing-Konzepte haben das Potential die Anzahl der insgesamt benötigten Fahrzeuge deutlich zu minimieren, da ab einer ausreichenden Anzahl von Nutzern und
Fahrzeugen die Flottenfahrzeuge in selbstorganisierter Weise und mit einer ausreichenden Dichte im Geschäftsgebiet zur Verfügung stehen werden. Sobald in einem bestimmten Bereich eine ausreichende Zahl autonom fahrender Fahrzeuge verfügbar sind, ist mit einer Zunahme von Carsharing-Konzepten und einer Abnahme von ausschließlich privat genutzten Fahrzeugen zu rechnen, da die Bereitstellung von Fahrzeugen auch an entlegeneren oder weniger frequentierten Orten mit ausreichender Sicherheit garantiert werden kann.
Insbesondere bei dezentralen Carsharing-Konzepten stellt jedoch die Energieversorgung, Wartung und Pflege der Fahrzeuge eine Herausforderung dar. Zum einen können zum
Betanken und Reinigen der Flottenfahrzeuge Angestellte des Flottenanbieters genutzt werden. Dies erhöht jedoch die Personalkosten und somit die Kosten des Carsharing-Konzepts signifikant. Alternativ können die Nutzer der autonomen Fahrzeuge durch entsprechende Incentives dazu veranlasst werden, jeweils notwendige Servicefahrten durchzuführen. Hierbei besteht jedoch das Risiko einer unzureichenden Wartung oder von Ausfällen der Fahrzeuge.
Über die die Betriebsfähigkeit der Einzelfahrzeug hinaus ist es ferner erforderlich, die
Funktionalität der Flotte zu erhalten. Insbesondere die dezentralen Carsharing-Konzepte erfordern zu jeder Zeit eine bestimmte Mindestanzahl einsatzbereiter Fahrzeuge. Nur so kann eine ausreichende Verfügbarkeit von Fahrzeugen für die Nutzer sichergestellt werden.
Im Rahmen der vorliegenden Anmeldung wird unter Carsharing im Weiteren Sinne auch Ride- Pooling und Ride-Hailing verstanden. Eine autonome Fahrzeugflotte kann somit auch eine Flotte von Privatfahrzeugen sein, die nur zeitweise für Fahrdienstleistungen, insbesondere für autonome Fahrdienstleistungen, zur Verfügung gestellt werden. In diesen und gleichartigen Fällen ist unter einem Flottenbetreiber der Anbieter einer Anwendung zu verstehen, wobei die Anwendung zum Verbinden von Nutzern und Anbietern von Fahrdienstleistungen genutzt wird.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, die Probleme des Standes der Technik zu überwinden oder zumindest zu verringern und eine Lösung für eine automatisierte Reinigung und Pflege von autonomen Fahrzeugen zur Verfügung zu stellen, welche sowohl für
Carsharing-Konzepte als auch für privat genutzte autonome Fahrzeuge anwendbar sein soll.
Die erfindungsgemäße Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren und ein System gemäß den unabhängigen Patentansprüchen sowie den bevorzugte Weiterbildungen der Unteransprüche.
Ein erster Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren zur autonomen Reinigung eines in einem Betriebsbereich operierenden autonomen Fahrzeugs. Mit anderen Worten können die
Fahrzeuge innerhalb des Betriebsbereichs von Nutzern für autonome Fahrdienstleistungen genutzt werden, unabhängig davon, ob es sich um Fahrzeuge eines Carsharing-Anbieters oder um private Fahrzeuge handelt. Zumindest in dem Betriebsbereich ist somit die für einen autonomen Fährbetrieb der Fahrzeuge notwendige Infrastruktur vorhanden. Erfindungsgemäß weist der Betriebsbereich zumindest eine zur Durchführung einer Reinigung des Fahrzeugs ausgestattete Servicestation auf. Ferner ist zumindest ein Server zur Kommunikation mit dem zumindest einen autonomen Fahrzeug und der zumindest einen Servicestation eingerichtet.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird in einem derartigen Betriebsbereich realisiert.
In einem ersten Schritt des erfindungsgemäßen Verfahrens werden Informationen zu einem Verschmutzungsgrad des Fahrzeugs erhoben. Mit anderen Worten wird in einem ersten Schritt eine Information zu einer Zustandseigenschaft eines Fahrzeugs ermittelt, die angibt, dass ein Ist-Zustand der Verschmutzung des Fahrzeugs von einem Soll-Zustand desselben abweicht. Dabei kann der Soll-Zustand für alle Fahrzeuge gelten oder individuell für ein bestimmtes Fahrzeug, beispielsweise von einem Nutzer oder Inhaber des Fahrzeugs, festgelegt sein. Wie noch im Detail ausgeführt, sind die Informationen zu einem Verschmutzungsgrad des
Fahrzeugs automatisch durch das Fahrzeug erhoben, anhand einer Nutzereingabe erhoben, mittels einer Sensorik der Servicestation erhoben oder anhand externer Daten erhoben.
In einem nächsten Schritt des erfindungsgemäßen Verfahrens wird eine an dem Fahrzeug durchzuführende Reinigung anhand der Informationen zum Verschmutzungsgrad des
Fahrzeugs ermittelt. Eine Reinigung beschreibt dabei in allgemeinster Form eine Einwirkung auf das Fahrzeug, um dieses von dem vorliegenden Ist-Zustand der Verschmutzung in einen gewünschten Soll-Zustand zu überführen. Besonders bevorzugt wird eine Art der Reinigung dabei anhand der Art des ermittelten Verschmutzungsgrads ermittelt. Ferner bevorzugt wird ein Grad der Reinigung anhand des Verschmutzungsgrads ermittelt. Beispielsweise wird anhand des Verschmutzungsgrads ermittelt, ob eine Außenreinigung, gegebenenfalls mit oder ohne eine Felgenreinigung oder eine Unterbodenreinigung, oder ob eine Innenreinigung,
gegebenenfalls mit oder ohne eine Polster- und Teppichreinigung, durchgeführt werden soll.
Im erfindungsgemäßen Verfahren erfolgt ferner eine autonome Fahrt des Fahrzeugs zu einer ausgewählten Servicestation. Die Fahrt erfolgt dabei nachdem Informationen zu einem
Verschmutzungsgrad des Fahrzeugs erhoben worden sind und nachdem anhand dieser Informationen zumindest eine vorläufige Reinigungsentscheidung getroffen wurde. Da die Ermittlung einer dem Verschmutzungsgrad angemessenen Reinigung erfindungsgemäß auch erst nach Ankunft in der Servicestation erfolgen kann, erfolgt die autonome Fahrt nicht zwangsläufig nach dem Ermitteln einer angemessenen Reinigung. Erfolgt die autonome Fahrt jedoch nach dem Ermitteln einer zu dem Verschmutzungsgrad korrespondierenden Reinigung, so erfolgt die Fahrt bevorzugt zu einer für die ermittelte Reinigung geeigneten Servicestation.
Nachdem die autonome Fahrt des autonomen Fahrzeugs in der Servicestation endete, wird eine Reinigung des Fahrzeugs in der Servicestation teil- oder vollautonom durchgeführt. Mit anderen Worten weist die Servicestation zumindest eine zur Durchführung der Reinigung ausgebildete Vorrichtung, insbesondere ein entsprechend eingerichtetes Reinigungsmodul, auf. Diese Vorrichtung ist dabei bevorzugt als Robotik ausgebildet, die keine oder nur minimale Einwirkung eines Nutzers erfordert. Besonders bevorzugt erfolgt die Reinigung in der
Servicestation vollautomatisch. Sofern im erfindungsgemäßen Verfahren bereits vor der autonomen Fahrt und anhand der Informationen zum Verschmutzungsgrad die Art der durchzuführenden Reinigung ermittelt wurde, kann die Reinigung nach dem Eintreffen des Fahrzeugs an der Servicestation unmittelbar durchgeführt werden. Andernfalls erfolgt das Ermitteln der an dem Fahrzeug durchzuführenden Reinigung nach dem Eintreffen des
Fahrzeugs an der Servicestation. Ebenfalls bevorzugt erfolgt in der Servicestation ein Ermitteln des Grads oder von Details einer bereits vorab für das Fahrzeug ermittelten Reinigung.
Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht vorteilhaft eine automatische Reinigung eines autonom fahrenden Fahrzeugs, im Extremfall ohne jegliche Einwirkung eines Nutzers. Somit kann stets ein sauberes Erscheinungsbild der Fahrzeuge gewährleistet sowie mit
Verschmutzungen zusammenhängenden Schäden am Fahrzeug (Flugrost) vermieden werden. Insbesondere im Hinblick auf Carsharing-Anbieter wird durch das autonome und
bedarfsgerechte Reinigen der Fahrzeuge auch die kommerzielle Einsatzfähigkeit erhalten. Indem alle Schritte des erfindungsgemäßen Verfahrens vollautomatisch durchgeführt werden können, werden ein Personalaufwand und damit verbundene Kosten vorteilhaft reduziert.
In einer bevorzugten Durchführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens umfasst das autonome Durchführen der Reinigung ferner das Überprüfen der Qualität der autonom durchgeführten Reinigung. Beispielsweise kann in der Servicestation erneut überprüft werden,
ob ein Ist-Zustand des Fahrzeugs nach dem Durchführen der Reinigung dem angestrebten Soll- Zustand entspricht. Ist die Überprüfung nicht erfolgreich, wird bevorzugt eine weitere Reinigung durchgeführt, die gleich oder verschieden von der ersten Reinigung ist. Alternativ oder erst nach mehrfacher negativer Überprüfung wird eine Fehlermeldung erzeugt, gespeichert und/oder ausgegeben. Bevorzugt werden nach Durchführung der Reinigung Informationen zu einem Verschmutzungsgrad des Fahrzeugs alternativ oder zusätzlich von dem Fahrzeug erfasst.
Sofern die autonome Durchführung der Reinigung abgeschlossen ist, zumindest sofern die Überprüfung der Reinigung erfolgreich absolviert ist, kehrt das autonome Fahrzeug bevorzugt mittels einer weiteren autonomen Fahrt an einen vorherigen Standort des Fahrzeugs zurück. Alternativ kehrt das Fahrzeug an einen Standort zurück, an dem es nach der Reinigung benötigt wird, beispielsweise an einen Arbeitsplatz des Nutzers oder dergleichen. Derartige Standorte können beispielsweise anhand eines Zeitplans ermittelt werden. Ebenfalls alternativ und im Fall eines Carsharing-Fahrzeugs kehrt das autonome Fahrzeug nach der Reinigung in den Betrieb in der autonomen Fahrzeugflotte, sprich an einen variablen Standort, zurück.
In einer bevorzugten Durchführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens weisen die Informationen zu dem Verschmutzungsgrad des Fahrzeugs von dem Fahrzeug selbst erfasste erste Informationen auf. Das Fahrzeug weist hierfür bevorzugt zumindest einem zum Erfassen von Fahrzeugdaten ausgebildeten zweiten Sensor auf. Bei dem Sensor handelt es sich bevorzugt um einen Innenraumkamera zum Erfassen eines Verschmutzungsgrads eines Innenraums. Ebenfalls bevorzugt handelt es sich um eine zum Erfassen von Bildsignalen der Karosserieoberfläche des Fahrzeugs ausgebildete Kamera, beispielsweise um eine am
Dashboard oder Rückspiegel angeordnete und auf die Motorhaube gerichtete Kamera oder um eine am Seitenspiegel und auf den Kotflügel oder die Tür gerichtete Kamera. Ebenfalls bevorzugt handelt es sich um Sensoren zum Erfassen eines Reflektionsgrades des
Fahrzeuglacks. Ebenfalls bevorzugt handelt es sich um einen Sensor zum Erfassen von Partikeln in der Innenraumluft. Die ersten Informationen werden bevorzugt vom Fahrzeug selbst verarbeitet und/oder an den Server und/oder an die zumindest eine Servicestation übermittelt.
Alternativ oder zusätzlich weisen die Informationen zu dem Verschmutzungsgrad des
Fahrzeugs auf einer Nutzereingabe basierende zweite Informationen auf. Die zweiten
Informationen, sprich die Nutzereingabe, sind dabei besonders bevorzugt über eine
Fahrzeugschnittstelle und/oder ein mobiles Endgerät erfasst worden. In einer
Durchführungsform charakterisieren die zweiten Informationen den Grad der Verschmutzung, beispielsweise anhand einer vorgegebenen Skala, und/oder spezifizieren die Art und/oder den
Ort der Verschmutzung, beispielsweise als einen Fleck auf der Rückbank. Ebenfalls bevorzugt enthalten die zweiten Informationen vom Nutzer aufgenommene Bildinformationen,
beispielsweise mit dem Smartphone aufgenommene Bilder des Innenraums oder von
Verschmutzungen. Ebenfalls bevorzugt charakterisieren die zweiten Informationen eine erfolgte Nutzung des Fahrzeugs, beispielsweise indem Informationen zum Transport von Tieren,
Kindern oder Sportfans gegeben werden. Anhand der Nutzungsinformation lassen sich dann mit der jeweiligen Nutzungsart verbundene typische Verschmutzungen und schließlich die dafür geeigneten Reinigungsmethoden ermitteln. Die Nutzereingabe erfolgt ferner bevorzugt in Reaktion auf eine an den Nutzer ausgegebene entsprechende Eingabeaufforderung.
Alternativ oder zusätzlich weisen die Informationen zu dem Verschmutzungsgrad des
Fahrzeugs von dem Server bereitgestellte dritte Informationen auf, wobei es sich bevorzugt um fahrerunspezifische sowie fahrzeugunspezifische Informationen handelt. Die dritten
Informationen charakterisieren bevorzugt Rahmenbedingungen, die eine spezielle
Verschmutzung mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit bewirken können. Beispielsweise enthalten die dritten Informationen Daten zum Wetter, zur Jahreszeit, zu jahreszeitlich bedingten Allergenen, zum Vorherrschen einer Grippewelle oder dergleichen. Die dritten Informationen sind insbesondere geeignet, um entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten, wie beispielsweise eine Unterbodenwäsche zur Streusalzentfernung im Winter oder eine Polsterdesinfektion während einer Grippesaison.
Alternativ oder zusätzlich weisen die Informationen zu dem Verschmutzungsgrad des
Fahrzeugs in der zumindest einen Servicestation erfasste vierte Informationen auf. Die vierten Informationen sind dabei besonders bevorzugt von zumindest einem Sensor der Servicestation erfasste Informationen. Vorteilhaft ist es mittels externer Sensoren einfacher einen Grad der Außenverschmutzung eines Fahrzeugs festzustellen und vorteilhaft kann eine Servicestation wesentlich besser ausgestattete Sensoren aufweisen, als beispielsweise ein Smartphone. Die vierten Informationen werden somit besonders bevorzugt zusätzlich zu den zuvor genannten Informationen berücksichtigt, um die Reinigung an die tatsächliche Verschmutzung
anzupassen. Gemäß einer solchen Durchführungsform erfolgt die autonome Fahrt zu der Servicestation bevorzugt nach dem vorläufigen Ermitteln der an dem Fahrzeug
durchzuführenden Reinigung und wird die vorläufig ermittelte Reinigung anhand von den in der Servicestation erfassten vierten Informationen modifiziert. Alternativ erfolgt die autonome Fahrt zu der Servicestation vor dem Ermitteln der an dem Fahrzeug durchzuführenden Reinigung, jedoch nachdem anhand der erhobenen Informationen zum Verschmutzungsgrad ermittelt wurde, dass eine Reinigung des Fahrzeugs erfolgen soll ohne diese Reinigung zu spezifizieren.
In solch einer Durchführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens ist eine Ermittlung der tatsächlich durchzuführenden Reinigung, das heißt von der Art und dem Grad der Reinigung, vorteilhaft auch allein anhand der vierten Informationen möglich.
Ferner bevorzugt erfolgt das Ermitteln der Reinigung, sprich von der Art und dem Grad der aufgrund des Verschmutzungsgrads durchzuführenden Reinigung, vollautomatisch anhand der Informationen zum Verschmutzungsgrad des Fahrzeugs. Das Ermitteln der durchzuführenden Reinigung erfolgt dabei bevorzugt von dem autonomen Fahrzeug selbst. Alternativ bevorzugt erfolgt das Ermitteln der Reinigung von einem Server, an den zuvor von dem Fahrzeug
Informationen zu dem Verschmutzungsgrad übermittelt wurden. Ebenfalls bevorzugt erfolgt das Ermitteln der Serviceaktion durch zumindest eine Servicestation, an die zuvor von dem
Fahrzeug Informationen zu dem Verschmutzungsgrad übermittelt wurden. Ferner bevorzugt erfolgt das Ermitteln der durchzuführenden Reinigung automatisch, beispielsweise
datenbankbasiert, mittels zumindest eines Look-up-Tables, LUT, mittels zumindest eines Algorithmus und/oder mittels einer künstlichen Intelligenz. Alternativ oder zusätzlich bevorzugt erfolgt das Ermitteln der durchzuführenden Reinigung zumindest teilweise anhand einer Nutzereingabe, beispielsweise durch einen Mitarbeiter einer Servicestation. Ferner bevorzugt erfolgt im erfindungsgemäßen Verfahren das Ermitteln der geeigneten Servicestation unter Berücksichtigung der Auslastung zumindest einer Servicestation. Besonders bevorzugt werden ferner Informationen zur Ausstattung der zumindest einen Servicestation berücksichtigt.
Im erfindungsgemäßen Verfahren wird ferner bevorzugt eine zum Durchführen der ermittelten Reinigung geeignete Servicestation ausgewählt beziehungsweise ermittelt. Im Rahmen der vorliegenden Anmeldung wird unter einer geeigneten Servicestation eine zum Durchführen der ermittelten Art der Reinigung eingerichtete (ausgebildete) Servicestation verstanden. Die geeignete Servicestation ist insbesondere dazu geeignet, die Serviceaktion voll- oder teilautonom und/oder mit dem ermittelten Grad der Reinigung durchzuführen. Unter autonomer Durchführung wird dabei die Durchführung ohne menschliches Zutun verstanden (abgesehen von Programmierung, Wartung und Instandhaltung der Servicestation). Die Eignung der Servicestation ergibt sich dabei insbesondere anhand der Ausstattung derselben, sprich anhand der in der Servicestation vorhandenen Servicemodule. Im Rahmen der vorliegenden Anmeldung ist ein Servicemodul dabei zum Durchführen zumindest einer Art von Reinigung, also Außen- oder Innenreinigung, mit einem bestimmten Reinigungsgrad ausgebildet.
In einer besonders bevorzugten Durchführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens erhebt der Server, also insbesondere ein Server eines Reinigungsdienstanbieters, eines
Flottenbetreibers oder eines Fahrzeugherstellers, die Informationen zu dem
Verschmutzungsgrad des Fahrzeugs. Vorteilhaft können in dem Server alle der zuvor genannten ersten bis vierten Informationen zum Verschmutzungsgrad gebündelt werden. Der Server berücksichtigt bevorzugt auch Informationen zu der Ausstattung und/oder zu der Auslastung der zumindest einen Servicestation, die dem Server besonders bevorzugt von der zumindest einen Servicestation übermittelt wurden. Besonders bevorzugt ermittelt der Server einer Mehrzahl prinzipiell zur Durchführung der ermittelten Reinigung geeigneter
Servicestationen. Gemäß dieser Durchführungsform wählt der Server schließlich eine der ermittelten Mehrzahl von Servicestationen anhand einer Position des Fahrzeug aus, wobei prinzipiell die zum Fahrzeug nächstgelegene der geeigneten Servicestationen gewählt wird. Ebenfalls bevorzugt berücksichtigt der Server auch eine Auslastung der Servicestationen, sprich in den jeweiligen Servicestationen zu erwartende Reinigungsdauern beziehungsweise Wartezeiten. In diesem Fall wird gegebenenfalls eine weiter entfernte aber weniger
ausgelastete Servicestation ausgewählt. Im erfindungsgemäßen Verfahren wird schließlich die autonome Fahrt zur ausgewählten Servicestation durchgeführt, bevorzugt nachdem der Server dem Fahrzeug Informationen zu der ausgewählten Servicestation übermittelt hat.
In einer ebenfalls bevorzugten Durchführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens werden einem Nutzer des Fahrzeugs Informationen über die ermittelte durchzuführende Reinigung übermittelt. Mit anderen Worten wird der Nutzer von dem Fahrzeug, dem Server oder der Servicestation mittels einer an den Nutzer, beispielsweise an ein Smartphone des Nutzers, gesendeten Nachricht darüber informiert, dass eine oder mehrere Reinigungsoptionen ermittelt wurden, die angesichts des Verschmutzungsgrad des Fahrzeugs empfohlen werden. Darüber hinaus könne zu jeder Reinigungsoption eine Kostenschätzung und/oder eine Zeitschätzung übermittelt werden. Der Nutzer kann daraufhin eine Auswahl treffen, ob eine Reinigung und gegebenenfalls welche der Reinigungsoptionen an dem Fahrzeug durchzuführen ist. Basierend auf dieser Auswahl werden dem Fahrzeug, dem Server oder der Servicestation Informationen zu der vom Nutzer getroffenen Auswahl übermittelt und somit durch diese letztlich
Informationen über eine an dem Fahrzeug durchzuführende Reinigung vom Nutzer empfangen.
Die Verfahrensschritte des erfindungsgemäßen Verfahrens können durch elektrische oder elektronische Bauteile oder Komponenten (Hardware), durch Firmware (ASIC) implementiert sein oder durch beim Ausführen eines geeigneten Programms (Software) verwirklicht werden. Ebenfalls bevorzugt wird das erfindungsgemäße Verfahren durch eine Kombination von Hardware, Firmware und/oder Software verwirklicht, beziehungsweise implementiert.
Beispielsweise sind einzelne Komponenten zum Durchführen einzelner Verfahrensschritte als
separat integrierter Schaltkreis ausgebildet oder auf einem gemeinsamen integrierten
Schaltkreis angeordnet. Einzelne zum Durchführen einzelner Verfahrensschritte eingerichtete Komponenten sind ferner bevorzugt auf einem (flexiblen) gedruckten Schaltungsträger
(FPCB/PCB), einem Tape Carrier Package (TCP) oder einem anderen Substrat angeordnet.
Die einzelnen Verfahrensschritte des erfindungsgemäßen Verfahrens sind ferner bevorzugt als ein oder mehrere Prozesse ausgebildet, die auf einem oder mehreren Prozessoren in einem oder mehreren elektronischen Rechengeräten laufen und beim Ausführen von ein oder mehreren Computerprogrammen erzeugt werden. Die Rechengeräte sind dabei bevorzugt dazu ausgebildet, mit anderen Komponenten, beispielsweise einem Kommunikationsmodul sowie ein oder mehreren Sensoren beziehungsweise Kameras, zusammenzuarbeiten, um die hierin beschriebenen Funktionalitäten zu verwirklichen. Die Anweisungen der Computerprogramme sind dabei bevorzugt in einem Speicher abgelegt, wie beispielsweise einem RAM-Element. Die Computerprogramme können jedoch auch in einem nicht-flüchtigen Speichermedium, wie beispielsweise einer CD-ROM, einem Flash-Speicher oder dergleichen abgelegt sein.
Dem Fachmann ist ferner ersichtlich, dass die Funktionalitäten von mehreren Computern (Datenverarbeitungsgeräten) kombiniert oder in einem einzigen Gerät kombiniert sein können oder dass die Funktionalität von einem bestimmten Datenverarbeitungsgerät auf eine Vielzahl von Geräten verteilt vorliegen kann, um die Schritte des erfindungsgemäßen Verfahrens auszuführen, ohne von dem zuvor beschriebenen erfindungsgemäßen Verfahren abzuweichen.
Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Computerprogramm, umfassend Befehle, die bei der Ausführung des Programms durch einen Computer, wie beispielsweise eine zweite
Steuereinheit eines Servers, diesen veranlassen, das erfindungsgemäße Verfahren
auszuführen, das erfindungsgemäße Verfahren des Servers umfassend die Schritte: Erheben von Informationen zu einem Verschmutzungsgrad des Fahrzeugs; Ermitteln einer an dem Fahrzeug durchzuführenden Reinigung anhand der Informationen zum Verschmutzungsgrad des Fahrzeugs; Ermitteln einer zum Durchführen der Reinigung geeigneten Servicestation; und Übermitteln von Informationen zur Reinigung und/oder Servicestation an das Fahrzeug.
Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein computerlesbares Speichermedium, umfassend Befehle, die bei der Ausführung durch einen Computer, wie beispielsweise eine zweite
Steuereinheit eines Servers, diesen veranlassen, das erfindungsgemäße Verfahren
auszuführen, das erfindungsgemäße Verfahren des Servers umfassend die Schritte: Erheben von Informationen zu einem Verschmutzungsgrad des Fahrzeugs; Ermitteln einer an dem
Fahrzeug durchzuführenden Reinigung anhand der Informationen zum Verschmutzungsgrad des Fahrzeugs; Ermitteln einer zum Durchführen der Reinigung geeigneten Servicestation; und Übermitteln von Informationen zur Reinigung und/oder Servicestation an das Fahrzeug.
Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft ein System zur autonomen Reinigung eines Fahrzeugs in einem erfindungsgemäßen Verfahren, wie vorstehend beschrieben. Das erfindungsgemäße System weist zumindest ein autonom fahrendes Fahrzeug auf, welches zumindest einen zum Erfassen von Umgebungsdaten ausgebildeten ersten Sensor und zumindest einen zum Erfassen von Fahrzeugdaten ausgebildeten zweiten Sensor aufweist. Der zumindest eine erste Sensor erlaubt dabei ein Erfassen von Umgebungs- beziehungsweise Umweltinformationen und der zumindest eine zweite Sensor erlaubt ein Erfassen von fahrzeugeigenen Informationen. Jedes der Fahrzeuge weist ferner ein zum Durchführen autonomer Fahrmanöver ausgebildetes Fahrsystem auf. Das Fahrsystem ist bevorzugt zur vollständigen Quer- und Längsführung des Fahrzeugs ausgebildet. Ferner weist jedes der Fahrzeuge ein zum Herstellen zumindest einer Kommunikationsverbindung eingerichtetes (erstes) Kommunikationsmodul auf. Das (erste) Kommunikationsmodul ist beispielsweise ein WLAN- oder Mobilfunk-Modul und ist vorzugsweise zum Durchführen einer Car2Car oder Car2X Kommunikation ausgebildet. Ferner weist jedes der Fahrzeuge zumindest einen
Energiespeicher, beispielsweise ein Batteriesystem und/oder einen Kraftstoff- oder
Wasserstofftank auf. Das erfindungsgemäße System weist ferner bevorzugt zumindest einen, zur Kommunikation mit dem zumindest einen autonomen Fahrzeug und zumindest einer Servicestation eingerichteten Server auf. Der Server weist insbesondere ein entsprechend ausgebildetes (viertes) Kommunikationsmodul auf. Bei dem Server handelt es sich bevorzugt um ein Server eines Rechenzentrums eines Anbieters von Carsharing-Dienstleistungen (Flottenbetreiber), eines Anbieters von Reinigungsdiensten oder eines Fahrzeugherstellers. Das erfindungsgemäße System weist ferner zumindest eine in einem Betriebsbereich angeordnete Servicestation auf. Die zumindest eine Servicestation weist ein für die Kommunikation mit dem zumindest einen Fahrzeug und dem Server eingerichtetes (zweites) Kommunikationsmodul auf. Ferner weist die Servicestation ein zum Durchführen einer Innenraumreinigung des Fahrzeugs ausgebildetes erstes Servicemodul und/oder ein zum Durchführen einer Außenreinigung des Fahrzeugs ausgebildetes zweites Servicemodul auf.
Die Servicestation weist ebenfalls bevorzugt eine zum Ermitteln einer an einem Fahrzeug durchzuführenden Reinigung eingerichtete (zweite) Steuereinheit auf. Die Steuereinheit ist insbesondere dazu ausgebildet, die Reinigung anhand von Informationen zu einem
Verschmutzungsgrad des Fahrzeugs zu ermitteln. Das (zweite) Kommunikationsmodul ist
bevorzugt dazu ausgebildet, Informationen zu diesem Verschmutzungsgrad von einem
Fahrzeug und/oder von dem Server zu empfangen. In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Servicestation dafür ausgebildet, die durchzuführende Reinigung anhand empfangener oder erfasster Informationen zu einem Verschmutzungsgrad des Fahrzeugs zu ermitteln. Besonders bevorzugt ist die (zweite) Steuereinheit dafür eingerichtet ist, zumindest eine am Fahrzeug durchzuführende Reinigung anhand von Informationen zu ermitteln, die mittels des (zweiten) Kommunikationsmoduls von dem Fahrzeug oder von dem Server empfangen wurden. Ebenfalls bevorzugt ist die (zweite) Steuereinheit dazu ausgebildet, anhand von fahrzeugspezifischen Größen, die von einem ersten Kontrollmodul erfasst wurden, einen Verschmutzungsgrad und/oder eine Reinigung für das Fahrzeug zu ermitteln. Ebenfalls bevorzugt werden von dem Fahrzeug und/oder von dem Server empfangene Informationen mit in der ersten Servicestation erfassten Informationen kombiniert, um die Art und/oder den Grad der an dem Fahrzeug durchzuführenden Reinigung zu bestimmen. Ist die Servicestation bereits als geeignete Station für eine Fahrzeugreinigung ermittelt worden, wird bevorzugt bei Ankunft des Fahrzeugs der Verschmutzungsgrad des Fahrzeugs erfasst, um die Art und den Grad der Reinigung, beispielsweise Innen- oder Außenreinigung, Polsterreinigung, Desinfektion, etc. zu ermitteln.
Bei dem ersten Servicemodul handelt es sich bevorzugt um einen Roboterarm, der zur
Innenraumreinigung des Fahrzeugs geeignete Werkzeuge trägt. Der Roboterarm ist bevorzugt dazu ausgebildet, durch eine geöffnete Tür oder ein geöffnetes Fenster des Fahrzeugs in den Fahrzeuginnenraum eingeführt zu werden. Bei den Werkzeugen handelt es sich beispielsweise um eine Staubsaugerdüse, eine Polsterbürste, einen Applikator zum Auftrag von
Reinigungsmittel und/oder Mittel zur Ablagen- und/oder Scheibenreinigung. In einer alternativ bevorzugten Ausführungsform weist das erste Servicemodul einen mobilen Reinigungsroboter auf, der dazu ausgebildet ist, durch eine geöffnete Tür oder ein geöffnetes Fenster des
Fahrzeugs in einen Fahrzeuginnenraum einzudringen. Der mobile Reinigungsroboter weist bevorzugt zur Innenraumreinigung geeignete Werkzeuge, wie eine Staubsaugerdüse, eine Polsterbürste, einen Applikator zum Auftrag von Reinigungsmittel und/oder Mittel zur Ablagen- und/oder Scheibenreinigung auf. Der mobile Reinigungsroboter ist dazu ausgebildet eine Innenraumreinigung autonom und/oder bei geschlossenen Türen und Fenstern durchführen.
Das zweite Servicemodul ist bevorzugt wie eine aus dem Stand der Technik bekannte automatische Waschstraße ausgebildet und weist bevorzugt Düsen zum Auftrag von zumindest einer Reinigungsflüssigkeit, Bürsten oder Lappen zum Abtrag von Schmutz von dem Fahrzeug und/oder einen Fön zum Trocknen des Fahrzeugs auf. Besonders bevorzugt weist das zweite Servicemodul darüber hinaus weitere Waschelemente, wie beispielsweise speziell zur
Felgenwäsche ausgebildete Bürsten und/oder Mittel zum Wachsauftrag, auf. Ebenfalls bevorzugt weist das zweite Servicemodul Mittel zum Transport des Fahrzeugs im Modul auf. Ebenfalls bevorzugt weist die erfindungsgemäße Servicestation zusätzlich zumindest ein zum Befüllen des Energiespeichers des Fahrzeugs ausgebildetes drittes Servicemodul auf.
In einer ebenfalls bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Servicestation weist diese zusätzlich ein den Servicemodulen vorgelagertes erstes Kontrollmodul auf. Das erste Kontrollmodul weist dabei zumindest einen dritten Sensor auf, der zum Erfassen zumindest einer einen Verschmutzungsgrad des Fahrzeugs charakterisierenden Größe ausgebildet ist. Mit anderen Worten ist das erste Kontrollmodul dazu ausgebildet (eingerichtet) zumindest einen Verschmutzungsgrad des Fahrzeugs zu detektieren. Somit kann vorteilhaft ein zuvor erfasster Verschmutzungsgrad beziehungsweise eine daraus ermittelte Reinigung verifiziert und/oder adaptiert werden. Ebenfalls bevorzugt wurde im erfindungsgemäßen Verfahren vorab lediglich eine Art der Verschmutzung beziehungsweise eine Art der dazu korrespondierenden Reinigung bestimmt. In diesem Fall wird anhand von mittels dem ersten Kontrollmodul erfassen
Informationen, ein Grad der Verschmutzung oder der korrespondierenden Reinigung bestimmt.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist das erste Kontrollmodul als eine
Scanbrücke oder dergleichen ausgebildet. Ebenfalls bevorzugt weist das erste Kontrollmodul zumindest einen Sensor, beispielsweise einen optischen Sensor wie eine Kamera, zum
Erfassen einer Verschmutzung des Fahrzeugs auf. Ferner bevorzugt ist das erste Kontrollmodul zusätzlich zum Erfassen einer Vielzahl von fahrzeugspezifischen Informationen (unabhängig von einem Verschmutzungsgrad) ausgebildet. Das erste Kontrollmodul ist besonders bevorzugt dazu ausgebildet, einen Fahrzeugtyp, eine Fahrzeuggröße, das Vorhandensein von
Gegenständen (Ladung, Kindersitz, Dokumente, etc.) im Fahrzeug, Einstellwerte von verstellbaren Fahrzeugkomponenten (Sitze, Spiegel, etc.) und dergleichen zu erfassen. Die (zweite) Steuereinheit ist bevorzugt dazu ausgebildet, die Reinigung anhand der zusätzlich erfassten fahrzeugspezifischen Informationen anzupassen. Beispielsweise kann eine Reinigung des Fahrzeugs in Abhängigkeit der Fahrzeuggröße angepasst werden oder so durchgeführt werden, dass im Fahrzeug befindliche Gegenstände eines Nutzers nicht entfernt werden.
Ebenfalls bevorzugt werden nach dem Abschluss der Reinigung die erfassten
Ausgangspositionen von Fahrzeugkomponenten, wie Sitzpositionen, wieder eingestellt.
In einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen ersten Servicestation weist diese ferner ein den Servicemodulen nachgelagertes zweites Kontrollmodul auf. Das zweite Kontrollmodul weist dabei zumindest einen vierten Sensor auf, der zum Erfassen zumindest
einer den Verschmutzungsgrad des Fahrzeugs charakterisierenden Größe ausgebildet ist. Mit anderen Worten ist das zweite Kontrollmodul ebenfalls dazu ausgebildet, zumindest einen Verschmutzungsgrad des Fahrzeugs zu detektieren. Diese Detektion dient nunmehr jedoch dazu, die Qualität der zuvor durchgeführten Reinigung zu evaluieren. Insbesondere kann der mit dem zweiten Kontrollmodul erfasste Ist-Zustand mit dem in der Reinigung angestrebten Soll- Zustand verglichen werden. Bevorzugt ist das zweite Kontrollmodul ganz oder teilweise identisch zu dem ersten Kontrollmodul ausgebildet, beispielsweise als eine Scanbrücke.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Servicestation sind das erste und zweite und gegebenenfalls weitere Servicemodule in einem gemeinsamen Bereich der Servicestation angeordnet. Besonders bevorzugt sind alle Servicemodule in der Servicestation derart angeordnet, dass sie ihre Funktionen an einem in der ersten
Servicestation befindlichen Fahrzeug durchführen können, ohne dass eine Bewegung des Fahrzeugs innerhalb der Station notwendig ist. In einer solchen ersten Servicestation werden eine Innenraumreinigung und eine Außenreinigung vorteilhaft sequentiell oder parallel an einem in der Servicestation befindlichen Fahrzeug durchgeführt, ohne dass eine Bewegung des Fahrzeugs erfolgt. In einer bevorzugten Ausführungsform der Servicestation sind das erste Servicemodul und das zweite Servicemodul und gegebenenfalls weitere Servicemodule in verschiedenen Bereichen der Servicestation angeordnet. Gemäß dieser Ausführungsform ist somit zumindest eine Bewegung des Fahrzeugs zwischen der Durchführung der einzelnen Reinigungen notwendig. Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform sind alle Servicemodule separat voneinander in der Servicestation angeordnet, die Servicestation ist mithin vollständig modular aufgebaut. In jedem der Servicemodule erfolgt die entsprechende Reinigung und anschließend erfolgt eine Bewegung des Fahrzeugs zum nächsten Modul.
Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Anmeldung betrifft eine Servicestation für ein
erfindungsgemäßes System. Eine erfindungsgemäße Servicestation weist dabei zumindest die Merkmale auf, wie vorstehend im Zusammenhand mit dem erfindungsgemäßen System beschrieben. Eine erfindungsgemäße erste Servicestation weist dabei bevorzugt das zweite Kommunikationsmodul, die zweite Steuereinheit sowie das erste und zweite Servicemodul auf. Gegebenenfalls weist eine erfindungsgemäße erste Servicestation ferner ein drittes
Servicemodul zum Befüllen zumindest eines Energiespeichers des Fahrzeugs auf.
Eine ebenfalls erfindungsgemäße zweite Servicestation weist bevorzugt ein zum Durchführen einer Wartung und/oder Reparatur des Fahrzeugs ausgebildetes viertes Servicemodul auf. Das vierte Servicemodul ist bevorzugt zum Durchführen einer Wartung und/oder einer Reparatur
des Fahrzeugs ausgebildet. Das vierte Servicemodul ist besonders bevorzugt dazu ausgebildet, Betriebsflüssigkeiten des Fahrzeugs, wie beispielsweise Kühlflüssigkeit, Bremsflüssigkeit, Wischwasser oder dergleichen aufzufüllen. Alternativ oder zusätzlich ist das vierte
Servicemodul dazu ausgebildet, Verschleißteile des Fahrzeugs auszutauschen, wie
beispielsweise Bremsbeläge, Wischerblätter, Luftfilter oder dergleichen. Besonders bevorzugt ist das vierte Servicemodul zum vollautonomen Durchführen der vorgenannten Serviceaktionen ausgebildet. Alternativ erfolgen die vorgenannten Serviceaktionen teilautonom.
Ebenfalls bevorzugt weist die zweite Servicestation ein zum Be- und/oder Entladen des
Fahrzeugs ausgebildetes Logistikmodul auf. Das Logistikmodul ist bevorzugt dazu ausgebildet, bestellte Waren oder Güter in ein Flottenfahrzeug zu laden. Somit können Bestellungen eines Nutzers, der ein autonomes Flottenfahrzeug geordert hat, in dieses Flottenfahrzeug geladen werden, bevor es die autonome Fahrt zu dem Nutzer antritt. Alternativ oder zusätzlich können aus einem von einer Fahrt mit einem bestimmten Nutzer zurückkehrenden Fahrzeug Waren oder Güter mittels des Logistikmoduls entnommen werden. Diese Waren oder Güter sind dabei beispielsweise zum Transport an entfernte Orte vorgesehen und werden in der zweiten
Servicestation gesammelt und schließlich an ein Logistikunternehmen übergeben.
Ebenfalls bevorzugt weist die zweite Servicestation ferner Stellplätze für nicht im Flottenbetrieb befindliche autonome Fahrzeuge auf. Somit können diese in der zweiten Servicestation sicher verwahrt werden. Ferner ist somit eine effektive Kontrolle der Anzahl der im Betriebsbereich operierenden Fahrzeuge möglich. Somit kann die Dichte der Fahrzeuge im Betriebsbereich an eine Nachfrage und/oder ein anderweitiges Verkehrsaufkommen angepasst werden.
Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein autonomes Fahrzeug, insbesondere einen
Personenkraftwagen mit Verbrennungs-, Elektro- oder Hybridmotor, welches zumindest einen zum Erfassen von Umgebungsdaten eingerichteten ersten Sensor, zumindest einen zum Erfassen von Fahrzeugdaten eingerichteten zweiten Sensor und ein (erstes)
Kommunikationsmodul, sowie ein zum autonomen Fahren des Kraftfahrzeugs eingerichtetes Fahrsystem aufweist. Das Kommunikationsmodul weist bevorzugt einen Funk-, Mobilfunk-, WLAN-, und/oder Bluetooth-Transceiver oder alternative Drahtloskommunikationsgeräte auf.
Der zumindest eine erste Sensor ist dabei dazu ausgebildet, die Umgebung des Fahrzeugs betreffende Sensorsignale zu erfassen. Der zumindest eine zweite Sensor ist dabei dazu ausgebildet, das Fahrzeug selbst betreffende Sensorsignale zu erfassen. Das (erste)
Kommunikationsmodul ist dabei dazu ausgebildet, das Fahrzeug und/oder dessen Umgebung
potentiell betreffende Informationen über ein Kommunikationsnetzwerk zu empfangen. Dabei versetzt ein mittels des zumindest einen ersten Sensors empfangenes Umgebungssignal das Fahrzeug bevorzugt in die Lage sich über seine Umwelt zu informieren und bildet bevorzugt eine Vielzahl von Umweltinformationen ab. Ein mittels des zumindest einen zweiten Sensors empfangenes Zustandssignal versetzt das Fahrzeug bevorzugt in die Lage sich über seinen Eigenzustand zu informieren und bildet dazu eine Vielzahl von Zustandsinformationen ab.
Das Fahrsystem des erfindungsgemäßen Kraftfahrzeugs ist bevorzugt dafür eingerichtet, zumindest ein autonomes Fahrmanöver und/oder eine autonome Fahrt von der Eigenposition des Fahrzeugs zu einer Zielposition des Fahrzeugs durchzuführen. Besonders bevorzugt ist das Fahrsystem zur vollständig automatischen (autonomen) Führung des Kraftfahrzeugs ausgebildet und kann die Längsführung sowie die Querführung des Kraftfahrzeugs steuern. Ferner bevorzugt kann das Fahrsystem auf den zumindest einen ersten Sensor und/oder auf den zumindest einen zweiten Sensor zum Bestimmen von Zustandsinformationen und/oder von Umgebungsinformationen des Kraftfahrzeugs zugreifen. Diese ersten und zweiten Sensoren sind somit bevorzugt von dem Fahrsystem und von der ersten Steuereinheit nutzbar.
Ferner weist das Fahrzeug eine zum Durchführen des erfindungsgemäßen Verfahrens, wie obenstehend beschrieben, ausgebildete (erste) Steuereinheit auf. Die (erste) Steuereinheit ist insbesondere dafür eingerichtet, die innerhalb des erfindungsgemäßen Verfahrens dem Fahrzeug zugeordneten Schritte durchzuführen.
Gängige Kraftfahrzeuge weisen bereits heute eine Vielzahl von Sensoren auf, welche als erste Sensoren ständig verschiedene Umweltbedingungen, wie Außentemperatur, (Luft)Feuchtigkeit, etc. erfassen. Ferner können Fahrzeuge auch bereits (zweite) Sensoren, beispielsweise Lagesensoren einer Diebstahlwarnanlage, aufweisen. Moderne Fahrzeuge sind ferner mit leistungsfähigen Kommunikationsmodulen ausgestattet, die den Empfang von Informationen über eine Vielzahl von Kanälen ermöglichen. Das erfindungsgemäße Verfahren führt diese bereits vorhandenen Sensoren einer neuen vorteilhaften Verwendung zu.
Weitere bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den übrigen, in den Unteransprüchen genannten Merkmalen. Die verschiedenen in dieser Anmeldung genannten Ausführungsformen der Erfindung sind, sofern im Einzelfall nicht anders ausgeführt, mit Vorteil miteinander kombinierbar.
Die Erfindung wird nachfolgend in Ausführungsbeispielen anhand der zugehörigen Zeichnungen erläutert. Es zeigen:
Figur 1 eine schematische Darstellung eines Systems zur Durchführung des
erfindungsgemäßen Verfahrens aus einem autonomen Fahrzeug, einem Server eines Flottenbetreibers und Servicestationen;
Figur 2 eine schematische Darstellung eines Betriebsbereichs zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens mittels des in Figur 1 dargestellten Systems;
Figur 3 eine schematische Darstellung eines erstes Servicemoduls zur
Innenraumreinigung des Fahrzeugs;
Figur 4 eine schematische Darstellung eines zweiten Servicemoduls zur
Außenreinigung des Fahrzeugs;
Figur 5 eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen ersten
Servicestation gemäß einer ersten Ausführungsform; und
Figur 6 eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen ersten
Servicestation gemäß einer zweiten Ausführungsform.
Figur 1 zeigt eine schematische Darstellung eines Systems zur Durchführung des
erfindungsgemäßen Verfahrens aus einem autonomen Fahrzeug 10, einem Server 70, einer ersten Servicestation 90 und einer zweiten Servicestation 80.
In Figur 1 ist ein Blockschaltbild eines zweispurigen Fahrzeugs 10 mit Elektromotor 37 dargestellt. Das Fahrzeug 10 umfasst eine Vielzahl erster Sensoren, insbesondere einen ersten Sensor 1 1 , einen zweiten Sensor 12, und einen dritten Sensor 13. Die ersten Sensoren 1 1 , 12, 13 sind eingerichtet zum Erfassen von Umweltinformationen beziehungsweise
Umgebungsdaten des Fahrzeugs 10 und umfassen beispielsweise Temperatursensoren zum Erfassen einer Umgebungstemperatur, eine Kamera zum Erfassen eines Bildes einer das Fahrzeugs 10 unmittelbar umgebenden Umwelt, ein Mikrofon zum Erfassen von Geräuschen einer das Fahrzeugs 10 unmittelbar umgebenden Umwelt, Abstandssensoren wie
beispielsweise Ultraschallsensoren zum Erfassen von Abständen zu das Fahrzeug 10
umgebenden Objekten. Die ersten Sensoren 1 1 , 12, 13 übertragen die von ihnen erfassten Umgebungssignale an eine erste Steuereinheit 40 des Fahrzeugs 10.
Das Fahrzeug 10 weist ferner eine Mehrzahl zweiter Sensoren, insbesondere einen vierten Sensor 51 , einen fünften Sensor 52, und einen sechsten Sensor 53 auf. Bei den zweiten Sensoren 51 , 52 ,53 handelt es sich um Sensoren zum Ermitteln von das Fahrzeug 10 selbst betreffenden Zustandsdaten, wie beispielsweise aktuelle Lage- und Bewegungsinformationen des Fahrzeugs 10. Bei den zweiten Sensoren 51 , 52, 53 handelt es sich folglich beispielsweise um Geschwindigkeitssensoren, Beschleunigungssensoren, Neigungssensoren,
Innenraumbewegungsmelder, Drucksensoren in den Fahrzeugsitzen oder dergleichen.
Darüber hinaus sind zumindest einige der zweiten Sensoren 51 , 52, 53 zum Erfassen eines Verschmutzungsgrads des Fahrzeugs 10 ausgebildet. Die dafür ausgebildeten zweiten
Sensoren 51 , 52, 53 umfassen beispielsweise eine Innenraumkamera zum Erfassen von Bildsignalen des Fahrzeuginnenraums, eine Dashboard-Kamera zum Erfassen von Bildsignalen der Motorhaube, eine Kamera in einem Seitenspiegel zum Erfassen von Bildsignalen einer Seitentür des Fahrzeugs und anderweitige Sensoren zum Erfassen einer Verschmutzung, beispielsweise anhand eines Reflektiongrades des Fahrzeuglacks oder dergleichen. Die zweiten Sensoren 51 , 52, 53 übermitteln die von ihnen erfassten Zustandssignale an die erste Steuereinheit 40 des Fahrzeugs 10. Darüber hinaus übermitteln zumindest einige der zweiten Sensoren 51 , 52, 53 ihre Messergebnisse unmittelbar an ein Fahrsystem 30 des Fahrzeugs 10.
Das Fahrzeug 10 weist ferner ein erstes Kommunikationsmodul 20 mit einem Speicher 21 und einem oder mehreren Transpondern beziehungsweise Sendeempfängern 22 auf. Bei den Transpondern 22 handelt es sich um einen Funk-, WLAN-, GPS- oder Bluetooth- Sendeempfänger oder dergleichen. Der Transponder kommuniziert mit dem internen
Speicher 21 des ersten Kommunikationsmoduls 20, beispielsweise über einen geeigneten Datenbus. Mittels des Transponders 22 kann beispielsweise die aktuelle Position des
Fahrzeugs 10 durch Kommunikation mit einem GPS Satelliten 61 ermittelt und diese im internen Speicher 21 gespeichert werden. Ebenso kann mittels des Transponders 22 eine im Speicher 21 abgelegte Berechtigungsinformation an ein externes Kommunikationsmodul übermittelt werden. Das erste Kommunikationsmodul 20 kommuniziert mit der ersten Steuereinheit 40.
Darüber hinaus ist das erste Kommunikationsmodul 20 dafür eingerichtet, mit einem Server 70, insbesondere einem vierten Kommunikationsmodul 71 des Servers 70, zu kommunizieren, beispielsweise über ein UMTS (Universal Mobile Telecommunication Service) oder LTE (Long
Term Evolution) Mobilfunknetz. Das erste Kommunikationsmodul 20 ist ferner dazu eingerichtet mit einem zweiten Kommunikationsmodul 92 einer ersten Servicestation 90 und mit einem dritten Kommunikationsmodul 81 einer zweiten Servicestation 80 zu kommunizieren, beispielsweise über ein UMTS oder LTE Mobilfunknetz. Die Kommunikation über das
Mobilfunknetz erfolgt insbesondere über ein oder mehrere Basisstationen 62 des Netzes.
Das Fahrzeug 10 weist ferner das Fahrsystem 30 auf, das zum vollständig autonomen
Fährbetrieb, insbesondere zur Längs- und Querführung, des Kraftfahrzeugs 10 eingerichtet ist. Das Fahrsystem 30 weist ein Navigationsmodul 32 auf, das zum Berechnen von Routen zwischen einem Start- und einem Zielpunkt und zum Ermitteln der entlang dieser Route vom Fahrzeug 10 durchzuführenden Manöver eingerichtet ist. Darüber hinaus umfasst das
Fahrsystem 30 einen internen Speicher 31 , beispielsweise für Kartenmaterialien, der mit dem Navigationsmodul 32 kommuniziert, beispielsweise über einen geeigneten Datenbus.
Zumindest ein Teil der zweiten Sensoren 51 , 52, 53, des Fahrzeugs 10 übermittelt seine Messergebnisse direkt an das Fahrsystem 30. Bei diesen unmittelbar an das Fahrsystem übermittelten Daten handelt es sich insbesondere um aktuelle Lage- und
Bewegungsinformationen des Fahrzeugs 10. Diese werden bevorzugt von Geschwindigkeits sensoren, Beschleunigungssensoren, Neigungssensoren, etc. erfasst.
Das Fahrzeug 10 weist ferner ein elektrisches Fahrsystem 35 auf, das die zum elektrischen Antrieb des Fahrzeugs 10 notwendigen Funktionalitäten zur Verfügung stellt. Insbesondere weist das elektrische Fahrsystem 35 einen elektrischen Energiespeicher 36 auf, der einem Elektromotor 37 die zum Antrieb des Fahrzeugs 10 notwendige elektrische Energie zur Verfügung stellt. Das elektrische Fahrsystem 35 weist ferner eine nicht dargestellte
Ladevorrichtung zum Aufladen des elektrischen Energiespeichers 36 auf. Bei dem Fahrzeug 10 kann es sich darüber hinaus um ein Hybridfahrzeug handeln, welches einen Wasserstofftank zum Versorgen eines im Fahrzeug 10 angeordneten Brennstoffzellensystems aufweist.
Das Fahrzeug 10 weist ferner eine erste Steuereinheit 40 auf, welche zum Durchführen des erfindungsgemäßen Verfahrens eingerichtet ist. Hierzu verfügt die erste Steuereinheit 40 über einen internen Speicher 41 und eine CPU 42, welche miteinander kommunizieren,
beispielsweise über einen geeigneten Datenbus. Darüber hinaus steht die erste
Steuereinheit 40 in Kommunikationsverbindung mit zumindest den ersten Sensoren 1 1 , 12, 13, den zweiten Sensoren 51 , 52, 53, dem ersten Kommunikationsmodul 20 und dem Fahrsystem 30, beispielsweise über eine oder mehrere jeweilige CAN-Verbindungen, eine oder mehrere jeweilige SPI-Verbindungen, oder andere geeignete Datenverbindungen.
Das erfindungsgemäße System zum Durchführen des erfindungsgemäßen Verfahrens weist ferner bevorzugt einen Server 70 auf. Der Server 70 wird bevorzugt von einem Flottenbetreiber einer autonomen Fahrzeugflotte, beispielsweise im Rahmen eines Carsharing-Konzepts, von einem Serviceanbieter für Fahrzeugreinigungen und/oder von einem Fahrzeughersteller betrieben. Der Server 70 weist ein viertes Kommunikationsmodul 71 auf, das zur
Kommunikation mit dem gleichen Protokoll wie das erste Kommunikationsmodul 20 des Fahrzeugs 10 eingerichtet ist. Der Server 70 weist ferner eine vierte Steuereinheit 72 auf.
Ferner weist der Server 70 bevorzugt einen nicht dargestellten Speicher auf. Die vierte
Steuereinheit 72 ist bevorzugt dazu ausgebildet, mittels des vierten Kommunikationsmoduls 71 Informationen zu einem Verschmutzungsgrad eines Fahrzeugs 10 zu empfangen, und anhand dieser Informationen eine an dem Fahrzeug 10 durchzuführende Reinigung zu ermitteln. Ferner bevorzugt ist die vierte Steuereinheit 72 dazu ausgebildet, mittels des vierten
Kommunikationsmoduls 71 Informationen zu einer Auslastung von Servicestationen 80, 90 zu empfangen und anhand dieser Informationen eine zum Durchführen einer Reinigung geeignete Servicestation 80, 90 zu ermitteln.
Das erfindungsgemäße System zum Durchführen des erfindungsgemäßen Verfahrens weist eine Mehrzahl erfindungsgemäßer erster Servicestation 80 und zumindest eine
erfindungsgemäße zweite Servicestation 90 auf, von denen Figur 1 jeweils eine darstellt.
Die erste Servicestation 90 weist ein zweites Kommunikationsmodul 91 auf, das zur
Kommunikation mit dem ersten Kommunikationsmodul 20 des Fahrzeugs 10, zur
Kommunikation mit dem vierten Kommunikationsmodul 71 des Servers 70 und zur
Kommunikation mit dem dritten Kommunikationsmodul 81 einer zweiten Servicestation 80 ausgebildet ist. Insbesondere ist das zweite Kommunikationsmodul 91 zur Kommunikation mit dem gleichen Protokoll wie das erste Kommunikationsmodul 20 des Fahrzeugs 10, wie das vierte Kommunikationsmodul 71 des Servers 70 und wie das dritte Kommunikationsmodul 81 der zweiten Servicestation 80 eingerichtet.
Darüber hinaus weist die erste Servicestation 90 eine zweite Steuereinheit 92 auf, welche einen Speicher 93 und eine CPU 94 aufweist, die über einen geeigneten Datenbus, beispielsweise einen CAN-Bus oder SPI-Bus, miteinander kommunizieren. Die erste Servicestation 90 weist ferner ein erstes Servicemodul 95 und ein zweites Servicemodul 96, jeweils wie obenstehend beschrieben, auf. Ferner weist die erste Servicestation 90 ein drittes Servicemodul 97 auf, das zum Befüllen eines Energiespeichers 36 des Fahrzeugs 10 ausgebildet ist.
Jedes der Servicemodule 95, 96, 97 ist zur Kommunikation mit der zweiten Steuereinheit 92 ausgebildet. Die zweite Steuereinheit 92 ist dazu ausgebildet, in Kommunikation mit dem zweiten Kommunikationsmodul 91 und dem ersten und zweiten Servicemodul 95, 96 die von der ersten Servicestation 90 durchgeführten Schritte des erfindungsgemäßen Verfahrens durchzuführen. Die zweite Steuereinheit 92 ist insbesondere dazu ausgebildet, die Schritte der ersten Servicestation 90 im erfindungsgemäßen Verfahren durchzuführen.
Darüber hinaus weist das erfindungsgemäße System zumindest eine zweite Servicestation 80 auf. Die zweite Servicestation 80 weist ein drittes Kommunikationsmodul 81 auf, das zur Kommunikation mit dem ersten Kommunikationsmodul 20 des Fahrzeugs 10, zur
Kommunikation mit dem vierten Kommunikationsmodul 71 des Servers 70 und zur
Kommunikation mit den zweiten Kommunikationsmodulen 91 der ersten Servicestationen 90 ausgebildet ist. Insbesondere ist das dritte Kommunikationsmodul 81 zur Kommunikation mit dem gleichen Protokoll wie das erste Kommunikationsmodul 20 des Fahrzeugs 10, wie das vierte Kommunikationsmodul 71 des Servers 70 und wie die zweiten
Kommunikationsmodule 91 der ersten Servicestationen 90 eingerichtet.
Darüber hinaus weist die zweite Servicestation 80 eine nicht explizit dargestellte dritte
Steuereinheit 82‘ auf, welche beispielsweise einen Speicher und eine CPU aufweist, die über einen geeigneten Datenbus, beispielsweise einen CAN-Bus oder SPI-Bus, miteinander kommunizieren. Die zweite Servicestation 80 weist ferner ein erstes Servicemodul 95', ein zweites Servicemodul 96‘ und ein drittes Servicemodul 97‘ auf, die in Figur 1 gemeinsam mit der dritten Steuereinheit 82‘ als modifizierte erste Servicestation 90‘ dargestellt sind. Mit anderen Worten weist die zweite Servicestation 80 diese Komponenten ebenfalls auf, die ferner so konfiguriert sind, wie mit Bezug zu den ersten Servicestationen 90 beschrieben.
Darüber hinaus weist die zweite Servicestation 80 ein viertes Servicemodul 83 und ein
Logistikmodul 84 auf. Die Servicemodule 95‘ bis 97‘ und 83 sowie das Logistikmodul 84 kommunizieren mit der dritten Steuereinheit 82‘. Die dritte Steuereinheit 82‘ ist dazu
ausgebildet, in Kommunikation mit dem dritten Kommunikationsmodul 81 , dem ersten bis vierten Servicemodul 95‘ bis 97‘, 83 und dem Logistikmodul 84 die von der zweiten
Servicestation 80 durchgeführten Schritte des erfindungsgemäßen Verfahrens durchzuführen.
Figur 2 zeigt eine schematische Darstellung eines Betriebsbereichs 100 zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens mittels des in Figur 1 dargestellten Systems. Der
Betriebsbereich 100 erstreckt sich bevorzugt über ein urbanes Ballungsgebiet, beispielsweise
eine Stadt oder ein Stadtzentrum. Innerhalb des Betriebsbereichs 100 befindet sich eine Vielzahl autonomer Fahrzeuge 10, von denen jedes eine grundlegende Konfiguration, wie mit Bezug zu Figur 1 erläutert, aufweist. Jedes der autonomen Fahrzeuge 10 ist dabei von Nutzern eines Carsharing-Dienstes abrufbar oder aber einem bestimmten Nutzer dauerhaft zugeordnet.
Der Betriebsbereich 100 weist eine Vielzahl erster Servicestationen 90 auf. Ferner sind ein Server 70 und eine zweite Servicestation 80 außerhalb des Betriebsbereichs 100 angeordnet. Der Server 70 und/oder die zweite Servicestation 80 könnten jedoch auch im
Betriebsbereich 100 angeordnet sein. Die autonomen Fahrzeuge 10 sind zur Kommunikation untereinander, insbesondere mittels der ersten Kommunikationsmodule 20 und via
Basisstationen 62 eines Mobilfunknetzes, ausgebildet. Die Fahrzeuge 10 sind ferner zur Kommunikation mit den ersten Servicestationen 90, mit der zweiten Servicestation 80 und mit dem Server 70 ausgebildet. Die Kommunikation erfolgt dabei direkt zwischen den Elementen oder über Basisstationen 62 eines Mobilfunknetzes, wie mit den gestrichelten Linien
angedeutet. Darüber hinaus sind auch alle anderen Komponenten des in der Figur 2
dargestellten Systems zur direkten oder indirekten Kommunikation miteinander ausgebildet, wie beispielsweise die zweite Servicestation 80 mit dem Server 70 und den ersten
Servicestationen 90 und der Server 70 mit den ersten Servicestationen 90, wie ebenfalls mittels der gepunkteten Linien in der Figur 2 dargestellt.
Mit Bezug zu den Figuren 3 bis 7 werden im Folgenden verschiedene Ausführungsformen der erfindungsgemäßen ersten Servicestation 90 sowie darin enthaltene Servicemodule erläutert.
Figur 3 zeigt eine schematische Darstellung eines ersten Servicemoduls 95, 95‘ zur
Innenraumreinigung des Fahrzeugs 10. Um eine Innenraumreinigung des Fahrzeugs 10 durchzuführen, fährt dieses in das Servicemodul 95,95' ein, um dort auf einer Halteposition 953 zum Stehen zu kommen. Sobald das Fahrzeug 10 auf der Halteposition 953 zum Stehen kommt, öffnen sich die Fahrzeugtüren 18 des Fahrzeugs 10 selbsttätig. Dies ist bevorzugt durch die Steuereinheit 92 der ersten Servicestation 90, die Steuereinheit 82' der zweiten
Servicestation 80 oder die Steuereinheit 40 des Fahrzeugs 10 veranlasst. Sobald die
Fahrzeugtüren 18 geöffnet sind, werden ein erster Roboterarm 951 und ein zweiter Roboterarm 952 in das Fahrzeug 10 eingeführt. An den Roboterarmen 951 , 952 sind Werkzeuge zum Durchführen einer Innenraumreinigung angeordnet, insbesondere eine Staubsaugerdüse, ein Applikator zum Auftrag eines Reinigungsmittels und Mittel zur Polsterreinigung. Das in Figur 3 gezeigte erste Servicemodul 95, 95' weist ferner einen Ladeanschluss 971 zum Auffüllen eines elektrischen Energiespeichers 36 des Fahrzeugs 10 auf.
Figur 4 zeigt eine schematische Darstellung eines zweiten Servicemoduls 96, 96‘ zur
Außenreinigung des Fahrzeugs 10. Das zweite Servicemodul 96, 96‘ entspricht weitgehend aus dem Stand der Technik bekannten automatischen Waschstraßen zur autonomen
Außenreinigung eines Fahrzeugs 10. Das dritte Servicemodul 96, 96‘ weist insbesondere nicht dargestellte Mittel zum Auftrag eines Reinigungsfluides auf, wie beispielsweise Düsen zum Auftrag einer Seifenlaufe, auf. Darüber hinaus weist das zweite Servicemodul 96, 96‘ eine rotierbare obere Waschbürste 961 und rotierbare seitliche Waschbürsten 962 zum Verteilen des Reinigungsfluides und zum Lösen des Schmutzes auf. Ferner weist das zweite
Servicemodul 96, 96‘ einen Trockenfön 963 zum Trocknen des Fahrzeugs 10 auf.
Figur 5 zeigt eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen ersten Servicestation 90, aufweisend das erste Servicemodul 95 der Figur 3 und das zweite Servicemodul 96 der Figur 4, gemäß einer ersten Ausführungsform. In dieser ersten Ausführungsform der ersten
Servicestation 90 sind das erste und zweite Servicemodul 95, 96 in einem gemeinsamen Bereich der ersten Servicestation 90 angeordnet. Somit ermöglicht die erste Servicestation 90 gemäß dieser ersten Ausführungsform das zumindest teilweise simultane Durchführen einer Außenreinigung und einer Innenreinigung an dem Fahrzeug 10.
Ein Ablauf der autonom durchgeführten Serviceaktion in der ersten Servicestation 90 gemäß der ersten Ausführungsform beginnt mit der autonomen Einfahrt des Fahrzeugs 10 in die erste Servicestation 90. Diese Einfahrt wird bevorzugt durch das Fahrsystem 30 des Fahrzeugs 10 vermittelt, wobei die Steuereinheit 40 des Fahrzeugs 10 vermittels der Kommunikations- module 20, 91 mit der Steuereinheit 92 der ersten Servicestation 90 kommuniziert.
Sofern das Fahrzeug 10 in der ersten Servicestation 90 eine Halteposition erreicht hat, öffnen sich die Türen 18 des Fahrzeugs 10 automatisch und ein mobiler Reinigungsroboter fährt autonom in den Innenraum oder wird in den Innenraum des Fahrzeugs 10 eingebracht. Sobald sich die Türen 18 des Fahrzeugs 10 schließen, startet der mobile Reinigungsroboter die Innenraumreinigung und startet eine Außenreinigung des Fahrzeugs 10 mittels des zweiten Servicemoduls 97, insbesondere mittels der Waschbürsten 961 , 962 und dem Trockenfön 963.
Sobald die Außenreinigung und die Innenreinigung abgeschlossen sind, öffnen sich die
Türen 18 und der mobile Reinigungsroboter fährt heraus oder wird herausgehoben.
Gegebenenfalls erfolgt über nicht dargestellte Kameras oder andere Sensoren eines zweiten Kontrollmodules eine Überprüfung der Innen- und/oder Außenreinigung des Fahrzeugs 10. Ist diese Überprüfung abschlossen, fährt das Fahrzeug 10 autonom aus der Servicestation 90.
Figur 6 zeigt eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen ersten Servicestation 90, aufweisend das erste Servicemodul 95 der Figur 3 und das zweite Servicemodul 96 der Figur 4, gemäß einer zweiten Ausführungsform. In dieser zweiten Ausführungsform der ersten
Servicestation 90 sind das erste Servicemodul 95 und das zweite Servicemodul 96 in verschiedenen Bereichen der ersten Servicestation 90 angeordnet.
Ein Ablauf der autonom durchgeführten Serviceaktion in der ersten Servicestation 90 gemäß zweiter Ausführungsform beginnt mit der autonomen Einfahrt des Fahrzeugs 10 in einen ersten Bereich der Servicestation 90. Diese Einfahrt wird bevorzugt durch das Fahrsystem 30 des Fahrzeugs 10 vermittelt, wobei die Steuereinheit 40 des Fahrzeugs 10 vermittels der
Kommunikationsmodule 20, 91 mit der Steuereinheit 92 der ersten Servicestation 90
kommuniziert. Sofern das Fahrzeug 10 in dem ersten Bereich der ersten Servicestation 90 eine Halteposition erreicht hat, beginnt die Außenreinigung des Fahrzeugs 10 mittels dem im ersten Bereich angeordneten zweiten Servicemodul 96, insbesondere mittels der Waschbürsten 961 , 962 und dem Trockenfön 963. Sobald die Außenreinigung abgeschlossen ist, erfolgt gegebenenfalls mittels nicht dargestellter Kameras oder Sensoren eine Überprüfung der Außenreinigung des Fahrzeugs 10. Sobald die Außenreinigung und/oder die Überprüfung abgeschlossen ist, fährt das Fahrzeug 10 autonom zu einem dem ersten Bereich
nachgelagerten zweiten Bereich der ersten Servicestation 90 oder wird mittels eines
Transportbands der ersten Servicestation 90 vom ersten zum zweiten Bereich transportiert.
Sofern das Fahrzeug 10 im zweiten Bereich der ersten Servicestation 90 eine Halteposition erreicht hat, öffnen sich die Türen des Fahrzeugs 10 automatisch und Roboterarme 951 , 952 fahren autonom in den Innenraum ein. Mittels an den Roboterarmen 951 , 952 befindlicher Werkzeuge beginnt eine Innenraumreinigung des Fahrzeugs 10. Gleichzeitig wird mittels des Ladeanschluss 971 ein elektrischer Energiespeicher 36 des Fahrzeugs 10 befüllt und wird mittels Wasserstoffbetankung 972 der Wasserstofftank des Fahrzeugs 10 gefüllt. Sobald die Innenreinigung abgeschlossen sind, werden die Roboterarme 951 , 952 aus dem Fahrzeug 10 herausgefahren. Gegebenenfalls erfolgt über nicht dargestellte Kameras oder andere Sensoren eines zweiten Kontrollmodules eine Überprüfung der Innenreinigung des Fahrzeugs 10. Ist diese Überprüfung abschlossen, werden die Befüllelemente von Ladeanschluss 971 und Wasserstoffbetankung 972 abgezogen und das Fahrzeug 10 fährt autonom aus der ersten Servicestation 90 heraus. In einer alternativen Ausführungsform ist der Trockenfön 963 in dem zweiten Bereich angeordnet und ein Trocknen des Fahrzeugs 10 erfolgt parallel zur
Innenraumreinigung und zum Auffüllen der Energiespeicher 36.
Bezugszeichenliste Kraftfahrzeug
erster Sensoren
zweiter Sensor
dritter Sensor
Fahrzeugtür
erstes Kommunikationsmodul
Speicher
Transponder
Fahrsystem
Speicher
CPU
elektrisches Fahrsystem
elektrischer Energiespeicher
Elektromotor
erste Steuereinheit
Speicher
CPU
vierter Sensoren
fünfter Sensor
sechster Sensor
GPS Satellit
Mobilfunkstation
anderes Fahrzeug
Server
viertes Kommunikationsmodul
vierte Steuereinheit
zweite Servicestation
drittes Kommunikationsmodul
viertes Servicemodul
Logistikmodul
erste Servicestation
zweites Kommunikationsmodul
zweite Steuereinheit
Speicher
CPU
erstes Servicemodul
Reinigungsroboter
Reinigungsroboter
Halteposition
zweites Servicemodul
obere Waschbürste
seitliche Waschbürste
T rockenfön
drittes Servicemodul
Ladeanschluss
Wasserstoffbetankung