Modulares Steckverbindersvstem
Die Erfindung betrifft ein modulares Steckverbindersystem für Fahrzeuge nach Anspruch 1 .
Die Erfindung betrifft außerdem ein Modulgehäuse für ein modulares Steckverbindersystem.
Die Erfindung betrifft ferner eine Sekundärsicherung zur Sicherung von Adaptern in jeweiligen Steckplät zen eines modularen Steckverbindersystems.
Bei der Konfektionierung von Kabeln werden deren Leiter typischerweise mit einem Steckverbinder ver bunden, um anschließend in bekannter Weise elektrische Verbindungen mit anderen Kabeln bzw. Leitern hersteilen zu können, die korrespondierende Gegensteckverbinder aufweisen. Bei einem Steckverbinder bzw. Gegensteckverbinder kann es sich um einen Stecker, einen Einbaustecker, eine Buchse, eine Kupplung oder einen Adapter handeln. Die im Rahmen der Erfindung verwendete Bezeichnung "Steck verbinder" steht stellvertretend für alle Varianten.
Insbesondere an Steckverbinder für die Automobilindustrie bzw. für Fahrzeuge werden hohe Anforde rungen hinsichtlich deren Robustheit und der Sicherheit der Steckverbindungen gestellt. So muss eine Steckverbindung mitunter hohen Belastungen, beispielsweise mechanischen Belastungen, standhalten sowie definiert geschlossen bleiben, so dass die elektrische Verbindung nicht unbeabsichtigt, beispiels weise während des Betriebs eines Fahrzeugs, getrennt wird. Insbesondere beim autonomen Betrieb von Fahrzeugen und für Assistenzsysteme ist die Gewährleistung der Sicherheit vorrangig.
Ferner nimmt die Anzahl zu verbauender Steckverbindungen in Fahrzeugen stetig zu, während die benö tigten Steckverbindersysteme gleichzeitig immer komplexer werden. Dabei werden in der Praxis häufig verschiedene Typen von Steckverbindern in einem gemeinsamen Modulgehäuse integriert. Problema tisch ist dabei insbesondere, dass die Zusammenstellung der in einem Modulgehäuse zu integrierenden verschiedenen Steckverbindertypen anwendungsspezifisch, beispielsweise in Abhängigkeit vom Fahr zeugtyp, stark variieren kann. Der personelle und wirtschaftliche Aufwand an Design, Herstellung und Montage der Steckverbindersysteme ist deshalb insbesondere für Fahrzeuge vergleichsweise groß.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Steckverbindersystem für Fahrzeuge bereitzustellen, das für die Integration verschiedener Steckverbindertypen in einem gemein samen Modulgehäuse geeignet ist.
Die Aufgabe wird für das Steckverbindersystem durch Anspruch 1 gelöst.
Schließlich liegt der Erfindung auch die Aufgabe zugrunde, ein Modulgehäuse bereitzustellen, in das un terschiedliche Steckverbindertypen integrierbar sind, unter Vermeidung der Nachteile des Standes der Technik.
Die Aufgabe wird für das Modulgehäuse durch die Merkmale des Anspruchs 19 gelöst.
Außerdem liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Sekundärsicherung für ein Steckverbindersys tem bereitzustellen.
Die Aufgabe wird für die Sekundärsicherung durch die Merkmale des Anspruchs 20 gelöst.
Die abhängigen Ansprüche betreffen vorteilhafte Ausführungsformen und Varianten der Erfindung.
Das erfindungsgemäße modulare Steckverbindersystem für Fahrzeuge weist ein Modulgehäuse mit ei nem ersten Gehäuseteil mit einer Mehrzahl an einheitlichen Steckplätzen mit Schnittstellen zur Aufnah me jeweils eines ersten Adapters aus einer ersten Adaptergruppe auf, wobei die erste Adaptergruppe ei ne Mehrzahl an ersten Adaptern unterschiedlichen Typs umfasst, die an ihren Außenseiten einheitliche Schnittstellen zur Positionierung in den Steckplätzen des ersten Gehäuseteils aufweisen, und die eine unterschiedlich Innengeometrie zur Aufnahme unterschiedlich gestalteter Steckverbinder aufweisen und/oder die einstückig mit unterschiedlich gestalteten Steckverbindern ausgebildet sind. Die Außensei ten der ersten Adapter und die Steckplätze des ersten Gehäuseteils sind derart gestaltet, dass diese eine Primärsicherung zur Befestigung des ersten Adapters in dem jeweiligen Steckplatz ausbilden, wenn der erste Adapter in eine Endposition in dem Steckplatz eingeschoben ist. Erfindungsgemäß weist das Mo dulgehäuse ferner ein zweites Gehäuseteil mit einer Mehrzahl an einheitlichen Steckplätzen mit Schnitt stellen zur Aufnahme jeweils eines zweiten Adapters aus einer zweiten Adaptergruppe auf, wobei die zweite Adaptergruppe eine Mehrzahl an zweiten Adaptern unterschiedlichen Typs umfasst, die an ihren Außenseiten einheitliche Schnittstellen zur Positionierung in den Steckplätzen des zweiten Gehäuseteils aufweisen, und die eine unterschiedliche Innengeometrie zur Aufnahme unterschiedlich gestalteter Ge gensteckverbinder aufweisen und/oder die einstückig mit unterschiedlich gestalteten Gegensteckverbin dern ausgebildet sind. Die Außenseiten der zweiten Adapter und die Steckplätze des zweiten Gehäuse teils sind derart gestaltet, dass diese eine Primärsicherung zur Befestigung des zweiten Adapters in dem jeweiligen Steckplatz ausbilden, wenn der zweite Adapter in eine Endposition in dem Steckplatz einge schoben ist.
Das beschriebene modulare Steckverbindersystem eignet sich vorteilhaft zur Verwendung in einem Fahrzeug, da die Anforderungen - insbesondere betreffend Gewicht, Größe und Anzahl zu verwenden der unterschiedlicher Steckverbindertypen - in einem Fahrzeug besonders groß sind.
Der Begriff "Fahrzeug" beschreibt vorliegend jegliches Fortbewegungsmittel, insbesondere Fahrzeuge zu Lande, zu Wasser oder in der Luft, eingeschlossen auch Raumfahrzeuge. Ganz besonders eignet sich die Erfindung allerdings zur Verwendung in Kraftfahrzeugen.
Unter einem "einheitlichen Steckplatz" ist im Sinne der Erfindung insbesondere ein funktional einheitli cher Steckplatz zu verstehen, der zur universellen Aufnahme der in der entsprechenden Adaptergruppe vorgesehenen Adaptertypen verwendbar ist. Die geometrische und ggf. elektrische Gestaltung der ver schiedenen Steckplätze muss hierzu nicht zwingend vollumfänglich identisch sein, vorzugsweise ist dies jedoch der Fall.
Die Steckplätze sind vorzugsweise als Kammern ausgebildet.
Die Adapter dienen dazu, beliebige Typen von Steckverbindern bzw. Gegensteckverbindern für das mo dulare Steckverbindersystem nutzbar zu machen. Die Steckverbinder bzw. Gegensteckverbinder können hierzu in einen Adapter eines geeigneten Typs eingesteckt werden.
Das modulare Steckverbindersystem kann die ersten Adapter und die zweiten Adapter umfassen.
Das modulare Steckverbindersystem kann außerdem die Steckverbinder und die Gegensteckverbinder umfassen.
Bei einem Steckverbinder bzw. Gegensteckverbinder kann es sich auch um einen einzelnen (oder meh rere) konfektionierte Kontakte handeln.
Es ist ein besonderer Vorteil der Erfindung, dass nunmehr ein Steckverbindersystem für Fahrzeuge mo dular einsetzbar ist, was den Design-, Herstellungs- und Montageaufwand des Steckverbindersystems deutlich vereinfachen kann. Beispielsweise kann vorgesehen sein, das erfindungsgemäße Steckverbin dersystem fahrzeugmodelübergreifend einzusetzen. Das Modulgehäuse kann dabei stets dasselbe sein. Während der Montage kann es lediglich erforderlich sein, aus einer bereitgestellten Anzahl von Adaptern zur Aufnahme der Steckverbinder bzw. Gegensteckverbinder die entsprechend geeigneten Adapter aus zuwählen und in dem Modulgehäuse unter Verwendung beliebiger Steckplätze nahezu frei zu kombinie ren.
Die Steckplätze können als Hohlräume bzw. Kammern ausgebildet sein, die eine funktional identische geometrische Gestaltung aufweisen, um die unterschiedlichen Typen von Adaptern, die jedoch einheitli che Schnittstellen zur Positionierung, insbesondere zur Befestigung, aufweisen, aufzunehmen.
Vorzugsweise sind alle Steckplätze für die erste Adaptergruppe identisch ausgebildet. Vorzugsweise sind alle Steckplätze für die zweite Adaptergruppe identisch ausgebildet. Vorzugsweise sind die Steckplätze
für die erste Adaptergruppe und die Steckplätze für die zweite Adaptergruppe nicht identische ausgebil det.
Besonders bevorzugt ist es, wenn alle Steckplätze des ersten Gehäuseteils identisch ausgebildet sind. Besonders bevorzugt ist es, wenn alle Steckplätze des zweiten Gehäuseteils identisch ausgebildet sind. Vorzugsweise sind die Steckplätze des ersten Gehäuseteils und die Steckplätze des zweiten Gehäuse teils nicht identisch ausgebildet.
Es kann vorgesehen sein, dass in jeden Steckplatz ein Adapter und somit Steckverbinder bzw. Gegen steckverbinder eines beliebigen Typs der ersten bzw. zweiten Adaptergruppe einsteckbar ist, indem die Adapter mit einer funktional identischen Außengeometrie ausgeführt sind und eine Innengeometrie auf weisen, die zur Aufnahme des jeweiligen Steckverbinders bzw. Gegensteckverbinders ausgebildet ist.
Es kann ein Baukastensystem verschiedener Adaptern zur Integration beliebiger Steckverbinder bzw. Gegensteckverbinder in das Steckverbindersystem vorgesehen sein.
Die ersten Adapter weisen erfindungsgemäß an ihren Außenseiten einheitliche Schnittstellen zur Positio nierung, insbesondere zur Befestigung und/oder zum Einführen in die Steckplätze des ersten Gehäuse teils auf. Als Schnittstellen zur Positionierung gelten insbesondere Schnittstellen zur Befestigung, zum Einführen, zum spielarmen Positionieren bzw. Ausrichten in der Endposition und zur Aufnahme einer einheitlichen Sekundärsicherung. Die Adapter sind vorzugsweise derart gestaltet, dass diese wenigstens eine, vorzugsweise mehrere, besonders bevorzugt alle, nachfolgend genannten Schnittstellen ausbilden. Vorgesehen ist vorzugsweise eine Schnittstelle zur Ausbildung der Primärsicherung, eine Schnittstelle zur Aufnahme einer Sekundärsicherung, eine Schnittstelle zur Einführung/Führung des Adapters, um diesen in dem Steckplatz zu positionieren, eine Schnittstelle, die geeignet ist, mit dem Steckplatz einen Endanschlag auszubilden und eine Schnittstelle, um eine möglichst spielarme Positionierung in der End position (Montagestellung) in dem Steckplatz auszubilden, wobei zur spielarmen Positionierung vor zugsweise die Außengeometrie des ersten Adapters entsprechend gestaltet ist.
Der zweite Adapter weist vorzugsweise eine analoge Ausbildung seiner Schnittstellen mit den Steckplät zen des zweiten Gehäuseteils auf.
Bei der erfindungsgemäßen Primärsicherung kann es sich insbesondere um eine kraft- und/oder form schlüssige Sicherung des ersten bzw. des zweiten Adapters in dem Gehäuseteil handeln.
Vorzugsweise ist die Primärsicherung als formschlüssige axiale Sicherung ausgebildet, um ein Heraus ziehen der Adapter entgegen der Einsteckrichtung zu verhindern, wenn die Adapter in ihre Endposition eingeschoben sind.
Es kann vorgesehen sein, die Primärsicherung bei Bedarf wieder zu entsichern, beispielsweise unter Zu hilfenahme eines geeigneten Mittels, beispielsweise eines Schraubenziehers. Es kann aber auch vorge sehen sein, dass die Primärsicherung sich nicht mehr zerstörungsfrei öffnen lässt, nachdem der entspre chende Adapter in seine Endposition eingeschoben ist.
Alternativ dazu, dass die erste Adaptergruppe eine Mehrzahl an ersten Adaptern aufweist, die eine un terschiedliche Innengeometrie zur Aufnahme unterschiedlich gestalteter Steckverbinder aufweisen, kann auch vorgesehen sein, dass eine Mehrzahl an ersten Adaptern einstückig mit unterschiedlich gestalteten Steckverbindern ausgebildet sind.
Analog kann alternativ oder ergänzend auch vorgesehen sein, dass eine Mehrzahl an zweiten Adaptern einstückig mit unterschiedlich gestalteten Steckverbindern ausgebildet sind.
Eine einstückige Ausbildung der Adapter mit einem Steckverbinder oder einem Gegensteckverbinder kann beispielsweise dadurch erreicht werden, dass der Adapter aus Kunststoff gefertigt ist und bei spielsweise mit dem Kunststoff des Steckverbinders oder des Gegensteckverbinders einstückig ausge bildet ist.
Eine einstückige Ausgestaltung des Steckverbinders bzw. des Gegensteckverbinders mit dem jeweiligen Adapter führt in einfacher Weise dazu, dass der Steckverbinder bzw. der Gegensteckverbinder über Schnittstellen verfügt, die es ermöglichen, diesen in einem der einheitlichen Steckplätze des zugeordne ten Gehäuseteils zu fixieren.
Grundsätzlich sind auch Mischformen möglich, d. h. eine Untergruppe der ersten Adapter kann über eine Innengeometrie zur Aufnahme von Steckverbindern verfügen, während eine andere Untergruppe der ers ten Adapter einstückig mit in diesem Fall zumindest einem Steckverbinder ausgebildet ist. Es kann vor gesehen sein, dass zumindest zwei erste Adapter mit zueinander unterschiedlich gestalteten Steckver bindern einstückig ausgebildet sind. Auch bei den zweiten Adaptern können analog entsprechende Mischformen vorgesehen sein.
Ferner ist es grundsätzlich möglich, dass zum Beispiel die ersten Adapter jeweils eine geeignete Innen geometrie aufweisen, so dass die erste Adaptergruppe wenigstens zwei unterschiedlich gestaltete Steckverbinder aufnehmen kann, während die zweiten Adapter der zweiten Adaptergruppe einstückig mit zumindest zwei unterschiedlich gestalteten Gegensteckverbindern ausgebildet sind; und umgekehrt.
Dass die erste Adaptergruppe eine Mehrzahl an ersten Adaptern unterschiedlichen Typs umfasst, bedeu tet bei allen Alternativen nicht, dass jeder der ersten Adapter unterschiedlich gestaltet ist. Im Rahmen der Erfindung genügt es, wenn zumindest zwei der ersten Adapter der ersten Adaptergruppe zueinander un terschiedlich gestaltet sind, also zumindest zwei unterschiedliche Typen von Steckverbindern von den
ersten Adaptern der ersten Adaptergruppe aufgenommen werden können und/oder hiermit einstückig ausgebildet sind. Dasselbe gilt auch für die zweiten Adapter der zweiten Adaptergruppe.
Im Rahmen der Erfindung wird eine Ausgestaltung bevorzugt, bei der die ersten Adapter und die zuge ordneten Steckverbinder als getrennte Bauteile ausgebildet und miteinander verbindbar, vorzugsweise ineinander steckbar, sind. Das gleiche gilt auch für die Ausbildung der zweiten Adapter und der zugeord neten Gegensteckverbinder.
In einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass das erste Gehäuseteil mit dem zweiten Gehäuseteil verbindbar ist, um die in dem ersten Gehäuseteil aufgenommenen Steckverbinder mit den in dem zweiten Gehäuseteil aufgenommenen, korrespondierenden Gegensteckverbindern zu verbinden.
Die Verbindung der Gehäuseteile zur Verbindung der Steckverbinder mit den Gegensteckverbindern kann von Vorteil sein, da dann während der Montage nicht jede Verbindung zwischen Steckverbinder und Gegensteckverbinder einzeln hergestellt werden muss. Dies kann besonders dann vorteilhaft sein, wenn viele Steckverbindungen innerhalb des Steckverbindersystems vorhanden sind.
Dabei kann insbesondere eine elektrische Verbindung der Steckverbinder mit den korrespondierenden Gegensteckverbindern vorgesehen sein, um eine geeignete Signalübertragung bereitzustellen. Auch ei ne mechanische Verbindung zwischen den Steckverbindern und den korrespondierenden Gegensteck verbindern, beispielsweise unter Verwendung deren üblicher Verbindungs- und/oder Verrastmittel, kann von Vorteil sein.
Grundsätzlich kann bei einer Verbindung der Steckverbinder mit den korrespondierenden Gegensteck verbindern auch vorgesehen sein, dass die ersten Adapter, in denen die Steckverbinder aufgenommen sind und die zweiten Adapter, in denen die Gegensteckverbinder aufgenommen sind, miteinander elektrisch und/oder mechanisch verbunden werden, um eine mittelbare elektrische und/oder mechani sche Verbindung der Steckverbinder und Gegensteckverbinder herzustellen.
Grundsätzlich sei darauf hingewiesen, dass unter einem "ersten Gehäuseteil" und einem "zweiten Ge häuseteil" zwei separate Gehäuseteile als auch eine rein funktionelle Aufteilung des Modulgehäuses zu verstehen sein kann. Die Gehäuseteile können somit also auch fest miteinander verbunden oder sogar einteilig ausgebildet sein.
Besonders vorteilhaft kann allerdings die mehrteilige Ausbildung des Modulgehäuses sein, wonach das erste Gehäuseteil mit dem zweiten Gehäuseteil verbindbar ist.
In einer Weiterbildung kann insbesondere vorgesehen sein, dass die Gehäuseteile ausgebildet sind, um mechanische Belastungen, die auf die Steckverbinder und Gegensteckverbinder wirken sicher abzuleiten
und/oder um die Haltekraft zwischen den Steckverbindern und den Gegensteckverbindern sicherzustel len.
Insbesondere können die Gehäuseteile derart ausgebildet sein, dass diese unerwünschte Querkräfte und/oder Zugkräfte aufnehmen können. Das hat den Vorteil, dass die Adapter und/oder die Steckverbin der bzw. Gegensteckverbinder selbst nicht zwingend gestaltet sein müssen, um derartigen mechani schen Belastungen standzuhalten. Somit können die bekannten Steckverbinder bzw. Gegensteckverbin der ggf. materialsparender aufgebaut sein und es können außerdem Typen von Steckverbindern bzw. Gegensteckverbindern eingesetzt werden, die typischerweise für die Verwendung in Fahrzeugen auf grund mangelnder Robustheit ungeeignet sind.
In einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Gehäuseteile ineinandersteckbar und über wenigstens ein Rastelementepaar miteinander verrastbar sind.
Alternativ oder zusätzlich kann aber auch vorgesehen sein, dass eine Verrastung zwischen den Gehäu seteilen durch entsprechende Rastmittel der Adapter untereinander und/oder durch Rastmittel zwischen den Steckverbindern und Gegensteckverbindern erreicht wird.
Auch eine kraftschlüssige Sicherung der ineinander gesteckten Gehäuseteile ist möglich, beispielsweise durch entsprechende Ausbildung der Gehäuseteile, Adapter und/oder Steckverbinder bzw. Gegensteck verbinder.
Es kann auch vorgesehen sein, dass die Gehäuseteile mechanisch kodiert und/oder polarisiert sind, so dass nur Gehäuseteile desselben Modulgehäusetyps zusammensteckbar sind und/oder nur in einer defi nierten Orientierung einsteckbar sind.
In einer Weiterbildung kann vorgesehen sein, dass die Steckverbinder und die Gegensteckverbinder als Stecker, Kupplungen, Buchsen, Leiterplattensteckverbinder und/oder Gehäusesteckverbinder ausgebil det sind, insbesondere des Typs HFM, H-MTD, AMEC, PL, BNC, TNC, SMBA, SMA, SMB, SMS, SMC, SMP, BMS, HSD, BMK, Mini-Coax und/oder Makax.
Diese Liste ist selbstverständlich nicht einschränkend. Grundsätzlich ist die Erfindung zur Integration be liebiger Steckverbindertypen bzw. Gegensteckverbindertypen in dem Modulgehäuse im Rahmen eines Steckverbindersystems für Fahrzeuge geeignet. Insbesondere eignet sich die Erfindung für in der Auto mobilindustrie typischerweise verwendete Steckverbinder, und insbesondere auch für Steckverbinder für die Hochfrequenztechnik.
In einer Weiterbildung der Erfindung kann außerdem vorgesehen sein, dass die Gehäuseteile jeweils ei ne, zwei oder mehrere Reihen von parallel oder versetzt zueinander angeordneten Steckplätzen aufwei sen.
Insbesondere wenn die Gehäuseteile mehr als zwei Reihen von Steckplätzen aufweisen, beispielsweise drei Reihen, kann eine versetzte Anordnung von Vorteil sein, um die Zugänglichkeit der einzelnen Steck plätze von einer Oberseite und/oder einer Unterseite des Modulgehäuses zu gewährleisten, beispiels weise um die nachfolgend noch beschriebenen Sekundärsicherungen einzustecken, um einen Zugang zu den einzelnen Primärsicherungen zu gewährleisten und/oder um eine Sichtöffnung für eine optische Sichtprüfung der Steckverbindung bereitzustellen.
In einer Weiterbildung der Erfindung kann insbesondere vorgesehen sein, dass die Steckplätze und die Adapter eine Führung zum Einführen der Adapter in die Steckplätze ausbilden.
Die Führung kann vorzugsweise dadurch gebildet werden, dass die Steckplätze Führungsstege aufwei sen, die in Kombination mit entsprechenden korrespondierenden Führungselementen, zum Beispiel Nu ten oder weiteren Führungsstegen der Adapter, ein Schienensystem bzw. eine sonstige Zwangsführung für die Einsteckbewegung ausbilden. Alternativ können auch die Adapter Führungsstege und die Steck plätze entsprechend korrespondierend ausgebildete Führungselemente, zum Beispiel Nuten, aufweisen.
Die Einsteckbewegung kann hierdurch besonders komfortabel sein. Insbesondere kann ein Verkanten und ggf. eine daraus resultierende Beschädigung der Komponenten während des Einsteckens vermie den werden.
Es kann auch vorgesehen sein, dass einer oder mehrere Steckplätze zur Aufnahme mehrerer Adapter und somit Steckverbinder bzw. Gegensteckverbinder ausgebildet ist. Der oder die Steckplätze können entsprechend ausgebildete Führungsstege und/oder Schienensysteme aufweisen, um ggf. auch nur wahlweise mehrere Adapter aufzunehmen.
In einer Weiterbildung kann außerdem vorgesehen sein, dass die Steckplätze einen axialen Endanschlag aufweisen.
Der Endanschlag kann an der Innenseite des Steckplatzes oder an der Außenseite des Steckplatzes vorgesehen sein und mit dem korrespondieren Adapter entsprechend Zusammenwirken. Es kann auch vorgesehen sein, dass der Adapter einen Endanschlag aufweist, der bei einem in seine Endposition ein gesteckten Adapter an der Außenseite oder an einer sonstigen dafür vorgesehenen Stelle des entspre chenden Gehäuseteils anschlägt.
Vorzugsweise kann der Endanschlag an einem Ende eines Führungsstegs bzw. an einem Ende des Schienensystems des Steckplatzes angeordnet sein.
In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Primärsicherung durch wenigstens eine Rastnase und einen Federarm gebildet ist.
Grundsätzlich können beliebige Rastmittel vorgesehen sein, die eine oder mehrere Rastnasen, Federar me, Schnapphaken, Schnappaufnahmen, Rasthaken etc. umfassen.
Vorzugsweise kann der entsprechenden Adapter bei Bedarf wieder zerstörungsfrei von dem Modulge häuse entfernbar sein.
In einer Weiterbildung kann außerdem vorgesehen sein, dass die Adapter und die Steckplätze derart ge staltet sind, dass ein Einstecken der Adapter in nur einer vorgegebenen Orientierung möglich ist.
Die Adapter und die Steckplätze können eine Polarisierung aufweisen, um beispielsweise ein um 180° oder ein sonstig verdrehtes Einstecken eines Adapters in einen Steckplatz zu blockieren. Hierfür können die Adapter und/oder Steckplätze entsprechend mechanisch bzw. geometrisch gestaltet sein, beispiels weise unter Verwendung von unsymmetrischen Strukturen, insbesondere Abschrägungen bzw. Fasen.
Es können auch magnetische Kodierungen bzw. Verdrehsicherungen vorgesehen sein, beispielsweise durch eine entsprechende Anordnung und Verteilung magnetischer Pole von Permanentmagneten an den Adaptern und den Steckplätzen.
In einer Weiterbildung der Erfindung kann auch vorgesehen sein, dass die ersten Adapter, die zweiten Adapter und die beiden Gehäuseteile derart gestaltet sind, dass die ersten Adapter nur in die Steckplätze des ersten Gehäuseteils und die zweiten Adapter nur in die Steckplätze des zweiten Gehäuseteils einst eckbar sind.
Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass in die Steckplätze des ersten Gehäuseteils nur Stecker bzw. "männliche Steckverbinder" und in die Steckplätze des zweiten Gehäuseteils nur Kupplungen bzw.
"weibliche Steckverbinder" einsteckbar sind. Dies kann vorzugsweise durch entsprechende mechanische Kodierungen bzw. geometrische Ausgestaltungen der entsprechenden Steckplätze und Adapter erfolgen. Auch eine magnetische Kodierung kann vorgesehen sein.
In einer Weiterbildung kann ferner vorgesehen sein, dass an den in Einsteckrichtung vorderen Stirnseiten der Adapter und/oder einem vorderen Ende eines Steckplatzes der Gehäuseteile mechanische Kodie rungen vorgesehen sind derart, dass nur Paare von Steckverbindern und Gegensteckverbindern ver bindbar sind, die einander funktional zugeordnet sind und/oder die dem gleichen Steckertyp entsprechen.
Somit können insbesondere auch Steckverbinder und korrespondiere Gegensteckverbinder gleichen Typs nur dann miteinander verbunden werden, wenn diese funktional einander zugeordnet sind. Bei spielsweise kann hierdurch ein Vertauschen einer Steuerleitung eines rechten Blinkers eines Kraftfahr zeugs mit der Steuerleitung eines linken Blinkers vermieden werden.
Durch die Ausgestaltung kann ferner auch erreicht bzw. unterstützt werden, dass Steckertypen, die nicht demselben Typ entsprechen, nicht miteinander verbindbar sind.
In einer besonderen Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass zur Sicherung der Adapter in den jeweiligen Steckplätzen Sekundärsicherungen vorgesehen sind, die vorzugsweise orthogonal zur Einsteckrichtung der Adapter bis in eine vordefinierte Endposition in die Gehäuseteile einsteckbar sind.
Das modulare Steckverbindersystem kann die Sekundärsicherungen umfassen.
Wie eingangs erwähnt, werden insbesondere an Steckverbindersysteme für Fahrzeuge besonders hohe Anforderungen gestellt. Mitunter muss sichergestellt sein, dass trotz hoher mechanischer Belastungen das Öffnen von Steckverbindungen vermieden wird. Eine Sekundärsicherung kann sich somit besonders vorteilhaft eignen, um die Steckverbindungen in jedem Fall sicher geschlossen zu halten und entspre chende Sicherheitsrichtlinien für Fahrzeuge einzuhalten oder zu übertreffen.
Vorzugsweise werden die Sekundärsicherungen orthogonal zur Einsteckrichtung der Adapter in die Ge häuseteile eingesteckt. Es ist allerdings auch möglich, die Sekundärsicherungen in einem anderen Win kel relativ zur Einsteckrichtung der Adapter in die Gehäuseteile einzustecken, beispielsweise auch unter einem Winkel von bis zu 5°, bis zu 10°, bis zu 15° oder sogar bis zu 45°.
In einer Weiterbildung kann insbesondere vorgesehen sein, dass die Sekundärsicherungen Sperrele mente aufweisen, um die Primärsicherung in ihrem Verriegelungszustand zu blockieren.
Vorzugsweise sichert die Sekundärsicherung die Adapter in den jeweiligen Steckplätzen kraftschlüssig und/oder formschlüssig.
Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass die Sperrelemente als domartige Erhebungen und/oder Ste ge ausgebildet sind, die einen Federarm der Primärsicherung blockieren bzw. hintergreifen und fest in der entsprechenden Rastnase fixieren bzw. mit der Rastnase formschlüssig in Eingriff halten.
In einer Weiterbildung der Erfindung kann außerdem vorgesehen sein, dass die Sekundärsicherungen Steckverhinderungen aufweisen, wobei die Steckverhinderungen ausgebildet sind, um ein Verbinden ei nes Steckverbinders mit dessen korrespondierendem Gegensteckverbinder zu verhindern, wenn die Se-
kundärsicherung gesteckt, jedoch noch nicht bis in die vordefinierte Endposition in das Gehäuseteil ein gesteckt ist.
Somit kann ein benutzerseitiges (versehentliches) Zusammenstecken von zwei Adaptern blockiert wer den, wenn sich zum Beispiel ein erster Adapter noch nicht in einer definierten Montageposition befindet und/oder noch nicht ausreichend durch die Sekundärsicherung gesichert ist.
In einer Weiterbildung kann vorgesehen sein, dass die Sekundärsicherungen zur Sicherung der Steck verbinder in den ersten Adaptern und/oder zur Sicherung der Gegensteckverbinder in den zweiten Adap tern ausgebildet sind.
Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die Sekundärsicherungen die Steckverbinder bzw. Gegen steckverbinder in den Adaptern kraftschlüssig und/oder formschlüssig sichern bzw. fixieren.
Es kann mittels der Sekundärsicherungen auch sichergestellt werden, dass die Steckverbinder bzw. Ge gensteckverbinder korrekt innerhalb der Adapter ausgerichtet sind.
Ferner können mechanische Belastungen, insbesondere axiale Belastungen entgegen der Einsteckrich tung der Steckverbinder bzw. Gegensteckverbinder in den Adaptern durch die Sekundärsicherungen ab gefangen werden.
In einer Weiterbildung der Erfindung kann außerdem vorgesehen sein, dass die Sekundärsicherungen, die Gehäuseteile und/oder die Adapter derart ausgebildet sind, dass die Sekundärsicherungen entlang ihrer Einsteckrichtung zumindest drei Steckzustände einnehmen können, wobei ein erster Steckzustand eine Grundposition betrifft, in der die Sekundärsicherung unverlierbar mit dem Gehäuseteil aber noch nicht mit dem korrespondieren Adapter verbunden ist, und wobei ein zweiter Steckzustand eine Vorrast position betrifft, in der die Sekundärsicherung mit dem korrespondierenden Adapter innerhalb des Ge häuseteils verbunden ist, und wobei ein dritter Steckzustand die Endposition betrifft, in der die Sekundär sicherung vollständig in das Gehäuseteil eingesteckt ist, wobei die Sekundärsicherung im dritten Steck zustand den Steckverbinder bzw. den Gegensteckverbinder in dem zugeordneten Adapter fixiert.
In besonders vorteilhafter Weise ist die Sekundärsicherung derart gestaltet, dass diese sowohl den Adapter in dem zugeordneten Gehäuseteil als auch den Steckverbinder bzw. den Gegensteckverbinder in dem jeweiligen Adapter fixiert.
Die Sekundärsicherung kann vorzugsweise als Schieber ausgebildet sein.
Dadurch, dass die Sekundärsicherung in ihrer Grundposition unverlierbar mit dem Gehäuseteil verbun den ist, kann die Sekundärsicherung vorteilhaft mit dem Modulgehäuse bzw. Steckverbindersystem aus-
geliefert werden und ist bei der Montage ohne Verzögerung sofort einsatzbereit. Die Sekundärsicherun gen können während der Auslieferung oder Montage somit auch nicht verlorengehen.
Vorzugsweise können die Sekundärsicherungen derart ausgebildet sein, dass die Steckverhinderungen ein Zusammenstecken von zwei korrespondierenden Adaptern verhindern, wenn sich die Sekundärsiche rung in ihrem zweiten Steckzustand, d. h. in der Vorrastposition, befindet. Dazu genügt es bereits, wenn einer der Adapter mit einer Sekundärsicherung versehen ist, die einen Steckverhinderer aufweist.
Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung kann für jeden Adaptertyp der beiden Adaptergruppen eine kor respondierende Sekundärsicherung vorgesehen sein.
Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die Sekundärsicherungen zur Sicherung des Steckverbinders bzw. Gegensteckverbinders innerhalb der entsprechenden Adapter angepasst sind.
Die Sekundärsicherung kann eine Sicherungsklemme, eine Schnappverbindung, eine Aufnahme oder ein teilkreisförmiges, vorzugsweise halbkreisförmiges Federelement aufweisen, welches in der Endposition einen in den Adapter eingesetzten Steckverbinder bzw. einen Gegensteckverbinder vorzugsweise form schlüssig umfasst. Der Steckverbinder bzw. der Gegensteckverbinder weist vorzugsweise eine geeignete Nut, vorzugsweise eine ringförmige Vertiefung oder einen Rücksprung, auf, in die die Sicherungsklem me, die Schnappverbindung, die Aufnahme oder das Federelement vorzugsweise formschlüssig eindrin- gen.
Die Sekundärsicherung weist Rastelemente vorzugsweise an einem oder beiden Enden der Sicherungs klemme, der Aufnahme, der Schnappverbindung oder des Federelements auf, welche in der Endposition der Sekundärsicherung mit dem Adapter verrasten, vorzugsweise in dort ausgebildete Rastaufnahmen, zum Beispiel in eine Vertiefung, einen Absatz oder eine Nut, eindringen bzw. verrasten. Vorzugsweise soll sich dadurch ein Formschluss in Ausziehrichtung ergeben.
Die Rastelemente der Sekundärsicherung sind vorzugsweise als Schnapphaken ausgebildet. Es kann vorgesehen sein, dass die Sekundärsicherung zwei oder mehrere derartig ausgebildete Rastelemente aufweist. Bevorzugt wird jedoch, dass nur ein Schnapphaken vorgesehen ist und entsprechend eine Rastaufnahme in dem Adapter ausgebildet ist, mit dem der Schnapphaken in der Endposition der Se kundärsicherung verrasten kann. Dies hat sich als besonders geeignet herausgestellt, um die Sekundär sicherung in dem Adapter zuverlässig zu sichern, jedoch gleichzeitig mit einfachen Maßnahmen, bei spielsweise einem entsprechenden Werkzeug, vorzugsweise einem Spezialwerkzeug, ein Lösen der Se kundärsicherung aus dem Adapter zu ermöglichen, indem das Rastelement aus seiner Verrastposition in dem Adapter wieder gelöst wird.
Die Sekundärsicherung ist vorzugsweise derart ausgebildet, dass diese nur dann in die Endposition einsteckbar ist, wenn der Steckverbinder bzw. der Gegensteckverbinder korrekt bzw. in dessen Endposi tion in dem jeweiligen Adapter positioniert ist. Dies kann vorzugsweise dadurch erreicht werden, dass die Sicherungsklemme derart gestaltet ist, dass diese auf die ringförmige Vertiefung treffen muss, um den Steckverbinder bzw. den Gegensteckverbinder umfassen zu können.
Von Vorteil ist es, wenn die Sekundärsicherung in der Endposition formschlüssig mit dem zugeordneten Gehäuseteil und formschlüssig mit dem zugeordneten Adapter und/oder dem zugeordneten Steckverbin der/Gegensteckverbinder verbunden ist, um auf die Steckverbinder/Gegensteckverbinder wirkende Axi alkräfte über die Sekundärsicherung in das zugeordnete Gehäuseteil einzuleiten.
Durch diese Ausgestaltung können auf die Steckverbinder/Gegensteckverbinder in deren Einsteck- /Aussteckrichtung wirkende Axialkräfte in besonders vorteilhafter Weise von den Gehäuseteilen aufge nommen werden. Die Verbindung zwischen dem Steckverbinder und dem Gegensteckverbinder wird somit entlastet.
Die Erfindung betrifft auch ein Modulgehäuse für ein modulares Steckverbindersystem gemäß den vor stehenden Ausführungen.
Schließlich betrifft die Erfindung außerdem eine Sekundärsicherung zur Sicherung von Adaptern in jewei ligen Steckplätzen eines modularen Steckverbindersystems gemäß den vorstehenden Ausführungen, wobei die Sekundärsicherung orthogonal zur Einsteckrichtung der Adapter bis in eine vordefinierte End position einsteckbar ist.
Die Erfindung betrifft schließlich auch die Verwendung eines modularen Steckverbindersystems für Fahr zeuge, vorzugsweise Kraftfahrzeuge.
Merkmale, die bereits im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Steckverbindersystem beschrie ben wurden, sind selbstverständlich auch für das Modulgehäuse, die Sekundärsicherung und die Ver wendung vorteilhaft umsetzbar - und umgekehrt. Ferner können Vorteile, die bereits im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Steckverbindersystem genannt wurden, auch auf das Modulgehäuse, die Sekundärsicherung bzw. die Verwendung bezogen verstanden werden - und umgekehrt.
Ergänzend sei darauf hingewiesen, dass Begriffe wie "umfassend", "aufweisend" oder "mit" keine ande ren Merkmale oder Schritte ausschließen. Ferner schließen Begriffe "ein" oder "das", die auf eine Einzahl von Schritten oder Merkmalen hinweisen, keine Mehrzahl von Merkmalen oder Schritten aus - und um gekehrt.
Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung näher beschrieben.
Die Figuren zeigen dabei ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel, in dem einzelne Merkmale der vorliegen den Erfindung in Kombination miteinander dargestellt sind. Die Merkmale des Ausführungsbeispiels sind aber auch losgelöst von den anderen Merkmalen des Ausführungsbeispiels umsetzbar und können dem entsprechend von einem Fachmann ohne Weiteres zu weiteren sinnvollen Kombinationen und Unter kombinationen verbunden werden.
In den Figuren sind funktionsgleiche Elemente mit denselben Bezugszeichen versehen.
Es zeigen schematisch:
Fig. 1 das modulare Steckverbindersystem in unmontiertem Zustand in der Art einer Explosi- onsdarstellung in isometrischer Ansicht;
Fig. 2 das modulare Steckverbindersystem in montiertem Zustand in isometrischer Ansicht;
Fig. 3 das montierte Steckverbindersystem der Figur 2 in einer Vorderansicht auf das erste Ge häuseteil;
Fig. 4 das montierte Steckverbindersystem der Figur 2 in einer Vorderansicht auf das zweite
Gehäuseteil;
Fig. 5 eine isometrische, teilgeschnittene Ansicht auf das erste Gehäuseteil des unmontierten
Steckverbindersystems;
Fig. 6 die Darstellung des Steckverbindersystems gemäß Fig. 5 während eines ersten Monta geschritts;
Fig. 7 eine vergrößerte Darstellung des Ausschnitts VII der Fig. 6;
Fig. 8 die ausschnittsvergrößerte Darstellung des Steckverbindersystems gemäß Fig. 5 wäh rend eines zweiten Montageschritts;
Fig. 9 eine vergrößerte Darstellung des Ausschnitts IX der Fig. 8; und
Fig. 10 eine Vorderansicht auf das erste Gehäuseteil mit einem Teilschnitt durch einen der
Steckplätze zur Darstellung einer Sekundärsicherung in der Endposition in dem Steck platz.
Das Ausführungsbeispiel zeigt das erfindungsgemäße modulare Steckverbindersystem 1 für Fahrzeuge. In Figur 1 ist ein unmontierter Zustand und in Figur 2 ein montierter Zustand dargestellt.
Das Steckverbindersystem 1 weist ein Modulgehäuse 2 mit einem ersten Gehäuseteil 3 und mit einem zweiten Gehäuseteil 4 auf. Die Gehäuseteile 3, 4 sind ineinandersteckbar und über ein Rastelemente paar 5 miteinander verrastbar (vgl. Figur 2). Grundsätzlich kann das Modulgehäuse 2 allerdings auch einteilig ausgebildet sein. Ferner kann das Rastelementepaar 5 an einer beliebigen Stelle und in beliebi ger Ausführung ausgebildet sein, mehrfach vorhanden sein oder auch entfallen.
Das erste Gehäuseteil 3 weist eine Mehrzahl an einheitlichen Steckplätzen 6 mit Schnittstellen zur Auf nahme jeweils eines ersten Adapters 7 aus einer ersten Adaptergruppe auf, wobei die erste Adapter gruppe eine Mehrzahl an ersten Adaptern 7 unterschiedlichen Typs umfasst, die an ihren Außenseiten einheitliche Schnittstellen zur Positionierung, insbesondere zur Befestigung in den Steckplätzen 6 des ersten Gehäuseteils 3 aufweisen, und die eine unterschiedliche Innengeometrie zur Aufnahme unter schiedlich gestalteter Steckverbinder 8 aufweisen. Analog weist das zweite Gehäuseteil 4 eine Mehrzahl an einheitlichen Steckplätzen 9 mit Schnittstellen zur Aufnahme jeweils eines zweiten Adapters 10 aus einer zweiten Adaptergruppe auf, wobei die zweite Adaptergruppe eine Mehrzahl an zweiten Adaptern 10 unterschiedlichen Typs umfasst, die an ihren Außenseiten einheitliche Schnittstellen zur Positionierung, insbesondere zur Befestigung in den Steckplätzen 9 des zweiten Gehäuseteils 4 aufweisen, und die eine unterschiedliche Innengeometrie zur Aufnahme unterschiedlich gestalteter Gegensteckverbinder 11 auf weisen.
Grundsätzlich kann vorgesehen sein, dass die Gehäuseteile 3, 4 jeweils eine (wie im Ausführungsbei spiel realisiert), zwei, drei oder noch mehr Reihen von parallel oder versetzt zueinander angeordneten Steckplätzen 6, 9 aufweisen. Auf die exakte Anzahl verwendeter Steckplätze 6, 9 und deren Anordnung bzw. Verteilung innerhalb des Modulgehäuses 2 kommt es im Rahmen der Erfindung aber nicht an.
Im Ausführungsbeispiel ist das erste Gehäuseteil 3 mit dem zweiten Gehäuseteil 4 verbindbar, um die in dem ersten Gehäuseteil 3 aufgenommenen Steckverbinder 8 mit den in dem zweiten Gehäuseteil 4 auf genommenen, korrespondierenden Gegensteckverbindern 11 zu verbinden. Dabei kommt es im Wesent lichen auf die Herstellung einer elektrischen Verbindung zwischen den Steckverbindern 8 und den Ge gensteckverbindern 11 an.
Insbesondere wenn das Modulgehäuse 2 einteilig ausgebildet ist, kann auch vorgesehen sein, dass die ersten Adapter 7 mit den darin aufgenommenen Steckverbindern 8 direkt in das funktional definierte ers te Gehäuseteil 3 des Modulgehäuses 2 einsteckbar sind und mit den korrespondierenden Gegensteck verbindern 1 1 verbunden werden, wenn die zweiten Adapter 10 mit den darin aufgenommenen Gegen steckverbindern 11 in das funktional definierte zweite Gehäuseteil 4 des Modulgehäuses 2 eingesteckt werden.
Vorzugsweise sind die Gehäuseteile 3, 4 ausgebildet, um mechanische Belastungen, die auf die Steck verbinder 8 und die Gegensteckverbinder 1 1 wirken sicher abzuleiten und/oder um die Haltekraft zwi schen den Steckverbindern 8 und den Gegensteckverbindern 1 1 sicherzustellen. Dementsprechend werden u. a. unerwünschte Querkräfte von dem robusten Modulgehäuse 2 abgeleitet und die Steckver binder 8 bzw. die Gegensteckverbinder 1 1 werden weniger stark belastet.
Grundsätzlich können die Steckverbinder s und die Gegensteckverbinder 1 1 als Stecker, Kupplungen, Buchsen, Leiterplattensteckverbinder und/oder Gehäusesteckverbinder ausgebildet sein. Beispielsweise können Steckverbinder 8 bzw. Gegensteckverbinder 1 1 der Typen HFM, H-MTD, AMEC, PL, BNC, TNC, SMBA, SMA, SMB, SMS, SMC, SMP, BMS, HSD, BMK, Mini-Coax und/oder Makax verwendet werden. Die Erfindung ist nicht auf einen bestimmten Typ Steckverbinder 8 bzw. Gegensteckverbinder 1 1 be schränkt.
Im Ausführungsbeispiel bilden die Steckplätze 6, 9 und die Adapter 7, 10 Führungen 12 aus. Im Ausfüh rungsbeispiel sind die Führungen als Führungsstege 12 der Steckplätze 6, 9 und nicht näher dargestellte korrespondierende Führungselemente der Adapter 7, 10 ausgebildet. Die Führungsstege 12 dienen zur Aufnahme der Adapter 7, 10 auf. Ferner umfassen die Steckplätze 6, 9 axiale Endanschläge 13 (vgl. ins besondere Figur 1 und die Figuren 5-6).
Weiterhin können die Adapter 7, 10 und die Steckplätze 6, 9 derart gestaltet sein, dass ein Einstecken der Adapter 7, 10 in nur einer vorgegebenen Orientierung möglich ist. Dabei kann insbesondere ein ver- poltes Einstecken, beispielsweise ein um 180° verdrehtes Einstecken, vermieden werden. Die Verdrehsi cherung wird im Ausführungsbeispiel durch eine mechanische Kodierung erreicht, die durch eine un symmetrische geometrische Ausgestaltung der Einschuböffnungen der Steckplätze 6, 9 und eine korres pondierende äußere Gestaltung der Adapter 7, 10 realisiert ist. Dies ist insbesondere in den Figuren 3 und 4, die eine Vorderansicht auf das erste Gehäuseteil 3 (Figur 3) bzw. auf das zweite Gehäuseteil 4 (Figur 4) zeigen, zu erkennen. Als mechanische Kodierung dienen hierfür insbesondere unterschiedlich ausgestaltete Fasen 14.
Des Weiteren sind die ersten Adapter 7, die zweiten Adapter 10 und die beiden Gehäuseteile 3, 4 derart gestaltet, dass die ersten Adapter 7 nur in die Steckplätze 6 des ersten Gehäuseteils 3 und die zweiten Adapter 10 nur in die Steckplätze 9 des zweiten Gehäuseteils 4 einsteckbar sind. Auch hierzu ist eine entsprechende mechanische Kodierung vorgesehen, die durch eine entsprechende geometrische Aus gestaltung der Bauteile unter Verwendung von Vorsprüngen, Rücksprüngen und/oder Fasen 14 realisiert wird.
Weiterhin kann vorgesehen sein, dass an den in Einsteckrichtung A, B (vgl. Figur 1 ) vorderen Stirnseiten der Adapter 7, 10 und/oder an einem vorderen Ende eines Steckplatzes 6, 9 der Gehäuseteile 3, 4 me-
chanische Kodierungen vorgesehen sind derart, dass nur Paare von Steckverbindern 8 und Gegensteck verbindern 1 1 verbindbar sind, die einander funktional zugeordnet sind.
Ferner ist im Ausführungsbeispiel vorgesehen, dass die Außenseiten der ersten Adapter 7 und die Au ßenseiten der zweiten Adapter 10 sowie die Steckplätze 6 des ersten Gehäuseteils 3 und die Steckplätze 9 des zweiten Gehäuseteils 4 derart gestaltet sind, dass diese eine Primärsicherung 15 (vgl. Figuren 6-9) zur Befestigung des jeweiligen Adapters 7, 10 in dem entsprechenden Steckplatz 6, 9 ausbilden, wenn der jeweilige Adapter 7, 10 in seine Endposition in dem entsprechenden Steckplatz 6, 9 eingeschoben ist.
Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die Primärsicherung 15 durch wenigstens eine Rastnase 16 und einen Federarm 17 gebildet ist, wie dies beispielsweise in Figur 6 und der entsprechenden Vergrö ßerung gemäß Figur 7 dargestellt ist. Vorzugsweise weist die Primärsicherung zwei Paare von Rastna sen 16/Federarmen 17 auf, die den Adapter 7, 10 an gegenüberliegenden Seiten in dem jeweiligen Steckplatz 6, 9 fixieren.
Das Steckverbindersystem 1 weist im Ausführungsbeispiel ferner Sekundärsicherungen 18 zur Sicherung der Adapter 7, 10 in den jeweiligen Steckplätzen 6, 9 auf, die orthogonal zur Einsteckrichtung A, B der Adapter 7, 10 bis in eine vordefinierte Endposition in die Gehäuseteile 3, 4 entlang einer Einsteckrichtung C einsteckbar sind. Die Endpositionen sind insbesondere in den Figuren 2 und 8 bzw. 9 ersichtlich.
Insbesondere können die Sekundärsicherungen 18 Sperrelemente 19 aufweisen, um die Primärsiche rungen 15 in ihrem Verriegelungszustand zu blockieren, beispielsweise durch Hintergreifen der Federar me 17, um diese in den Rastnasen 16 formschlüssig zu blockieren, wie dies in Figur 8 und der Vergröße rung gemäß Figur 9 gut erkennbar ist.
Die Sperrelemente 19 verhindern, dass die Federarme 17 in eine Position zurückfedern können, die den Formschluss (in Auszugrichtung) zwischen der Rastnase 16 und dem zugeordneten Federarm 17 frei gibt. Vorzugsweise sind die Sperrelemente 19 als flache plattenförmige bzw. stegförmige Vorsprünge ausgebildet, deren vorderes Ende die Federarme 17 hintergreift. Vorzugsweise weist jede Sekundärsi cherung zwei Sperrelemente 19 auf, die, wenn der Adapter 7, 10 in einen Steckplatz 6, 9 eingebracht ist, jeweils ein Paar der Rastnasen 16/Federarme 17 sichern.
Neben der Sicherung der Adapter 7, 10 kann die Sekundärsicherung 18 auch zur Sicherung bzw. zur Be festigung der Steckverbinder 8 bzw. der Gegensteckverbinder 1 1 in den Adaptern 7, 10 verwendbar sein. Hierzu ist vorzugsweise eine form- und/oder kraftschlüssige Verbindung zwischen der Sekundärsiche rung 18 und dem zugeordneten Adapter 7, 10 einerseits und eine form- und/oder kraftschlüssige Verbin dung zwischen der Sekundärsicherung 18 und dem zugeordneten Steckverbinder 8 bzw. dem Gegen steckverbinder 1 1 vorgesehen. Hierzu kann die Sekundärsicherung 18, wie im Ausführungsbeispiel dar-
gestellt, beispielsweise eine Sicherungsklemme 20 aufweisen, die durch eine Öffnung in den zugeordne ten Adapter 7, 10 eingeschoben wird und den in dem Adapter 7, 10 aufgenommenen Steckverbinder 8 oder den Gegensteckverbinder 1 1 formschlüssig umfasst. Ferner kann die Sekundärsicherung 18 derart gestaltet sein, dass diese formschlüssig in den zugeordneten Adapter 7, 10 eingesetzt ist.
In der Figur 8 und in der Figur 10, wozu auf den in der Zeichnungsebene rechts im Schnitt dargestellten Steckplatz 6 verwiesen wird, ist eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung dargestellt, um die Sekundär sicherung 18 in der eingesteckten Endposition zu sichern. Die Figuren 8 und 10 zeigen eine besonders vorteilhafte Endverrastung der Sekundärsicherung 18. Die Verrastung ist vorzugsweise dadurch ausge bildet, dass die Sekundärsicherung 18 ein, zwei oder mehrere Rastelemente 23 aufweist. Vorzugsweise ist nur ein Rastelement 23 vorgesehen. Das Rastelement 23 ist vorzugsweise dadurch ausgebildet, dass die Sicherungsklemme 20 vorzugsweise einen, gegebenenfalls jedoch auch mehrere Schnapphaken 23 aufweist.
Der Adapter 7, mit dem die Sekundärsicherung 18 in der Endposition mittels des Rastelements, vor zugsweise des Schnapphakens 23, verrastet, weist eine korrespondierende Rastaufnahme 24 auf. Die Rastaufnahme 24 kann dabei vorzugsweise als Vertiefung, Nut oder Absatz 24 ausgebildet sein. Vor zugsweise ist die Rastaufnahme 24 derart ausgebildet, dass sich eine formschlüssige Verbindung mit dem Rastelement 23 derart ergibt, dass der Formschluss in Ausziehrichtung der Sekundärsicherung 18 wirkt. Dies ist in der Figur 8 und der Figur 10 entsprechend dargestellt.
Falls die Sekundärsicherung 18 mehr als ein Rastelement 23 aufweist, sind vorzugsweise auch entspre chende viele Rastaufnahmen 24 vorgesehen.
Ein Lösen des Schnapphakens 23 von dem Absatz 24 kann im Ausführungsbeispiel vorzugsweise dadurch erfolgen, dass ein geeignetes Werkzeug, vorzugsweise ein Spezialwerkzeug, so eingeschoben wird, dass die formschlüssige Verbindung zwischen dem Schnapphaken 23 und dem Absatz 24 wieder gelöst wird.
Wie in Figur 8 und Figur 10 dargestellt, ist vorzugsweise nur ein Schnapphaken 23 an der Sicherungs klemme 20 ausgebildet.
Die Figur 10 zeigt zwar das erste Gehäuseteil 3, das zweite Gehäuseteil 4 bzw. die zweiten Adapter 10 können jedoch analog ausgebildet sein.
Vorzugsweise ist die Sekundärsicherung 18 derart gestaltet, dass diese nur dann vollständig in ihrer Endposition in den Adapter 7, 10 einsteckbar ist, wenn sich sowohl der Adapter 7, 10 als auch der Steck verbinder 8, bzw. der Gegensteckverbinder 1 1 in deren vordefinierter Endposition, d. h. in der Montage position, befinden. Die Sekundärsicherung 18 ermöglicht es somit festzustellen, ob die Adapter 7, 10 und
die Steckverbinder 8 bzw. die Gegensteckverbinder 1 1 korrekt positioniert sind. Bei einer nicht korrekten Position lässt sich die Sekundärsicherung 18 nicht bis zu deren Endposition einstecken. Dies kann vor zugsweise dadurch erreicht werden, dass die Sicherungsklemme 20 derart gestaltet ist, dass diese den Steckverbinder 8 bzw. den Gegensteckverbinder 1 1 nur dann außenseitig umfassen kann, wenn die Si cherungsklemme 20 auf einen Außenbereich des Steckverbinders 8 oder des Gegensteckverbinders 1 1 trifft, der geeignet gestaltet ist, vorzugsweise eine teilringförmige oder ringförmige Vertiefung, eine Nut, einen Rücksprung, eine Verjüngung 25 oder einen Absatz aufweist, in die die Sicherungsklemme 20 ein- greifen kann. Dies ist in den Figuren 5, 6 und 8 prinzipmäßig dargestellt.
Der Eingriff erfolgt vorzugsweise formschlüssig. Weiter vorzugsweise ist dabei vorgesehen, wie insbe sondere aus Figur 8 erkennbar, dass sich ein Formschluss zumindest in Ausziehrichtung ergibt, so dass ein Ausziehen des Steckverbinders 8 (oder analog des Gegensteckverbinders 1 1 ) verhindert wird. Ge gebenenfalls kann ergänzend oder alternativ zu dem Endanschlag 13 auch ein Formschluss in Einsteck richtung des Steckverbinders 8 (oder analog des Gegensteckverbinders 1 1 ) vorgesehen sein. Im Ausfüh rungsbeispiel weist der Steckverbinder 8 einen Absatz auf, so dass sich eine Verjüngung 25 ergibt. Al ternativ lässt sich, zum Beispiel durch eine Nut, auch ein Formschluss in und entgegen der Einsteckrich tung hersteilen. In Figur 8 ist ein Anschlagbereich 26 exemplarisch dargestellt, um den Formschluss zu symbolisieren.
Vorzugsweise ist für jeden Adaptertyp der beiden Adaptergruppen eine korrespondierende Sekundärsi cherung 18 vorgesehen.
Vorzugsweise sind die Sekundärsicherungen 18, die Gehäuseteile 3, 4 und/oder die Adapter 7, 10 derart ausgebildet, dass die Sekundärsicherungen 18 entlang ihrer Einsteckrichtung C zumindest drei Steckzu stände einnehmen können, wobei ein erster Steckzustand eine Grundposition betrifft, in der die Sekun därsicherung 18 unverlierbar mit dem Gehäuseteil 3, 4, aber noch nicht mit dem korrespondierenden Adapter 7, 10 verbunden ist, und wobei ein zweiter Streckzustand eine Vorrastposition betrifft, in der die Sekundärsicherung 18 mit dem korrespondieren Adapter 7, 10 innerhalb des Gehäuseteils 3, 4 verbun den ist, und wobei ein dritter Steckzustand die Endposition betrifft, in der die Sekundärsicherung 18 voll ständig in das Gehäuseteil 3, 4 eingesteckt ist.
In besonders vorteilhafter Weise leitet die Sekundärsicherung 18, wie in den Figuren erkennbar, auf den Steckverbinder 8/Gegensteckverbinder 1 1 wirkende Axialkräfte in das zugeordnete Gehäuseteil 3, 4 ein. Dies wird auch durch die formschlüssige Verbindung der Sekundärsicherung 18 mit dem zugeordneten Steckverbinder 8/Gegensteckverbinder 1 1 bzw. den Adapter 7, 10 und der formschlüssigen Verbindung der Sekundärsicherung 18 mit dem zugeordneten Gehäuseteil 3, 4 erreicht.
Die Sekundärsicherung 18 kann Steckverhinderungen 21 aufweisen, wie im Ausführungsbeispiel darge stellt, wobei die Steckverhinderungen 21 ausgebildet sein können, um ein Zusammenstecken von zwei
korrespondierenden Adaptern 7, 10 zu verhindern, wenn sich die Sekundärsicherung 18 nicht in ihrer Endposition in dem Gehäuseteil 3, 4 befindet. Vorzugsweise blockiert die Steckverhinderung 21 der Se kundärsicherung 18 das Zusammenstecken der korrespondierenden Adapter 7, 10 des Steckverbinders 8 mit einem Gegensteckverbinder 1 1 , wenn sich die Sekundärsicherung 18 in ihrer Vorrastposition befin det.
Die Steckverhinderung 21 kann derart ausgebildet sein, dass sie sich während des Einsteckens der Se kundärsicherung 18 zunächst im Verschiebeweg des dem der Sekundärsicherung 18 zugeordneten Adapter 7, 10 korrespondieren Adapters 10, 7 befindet und den Verschiebeweg erst in vollständig ge stecktem Endzustand freigibt.
Die Schnittstellen, die bei den Adaptern 7, 10 einheitlich gestaltet sind, sind derart gestaltet, dass diese wenigstens eine, vorzugsweise mehrere, besonders bevorzugt alle nachfolgend genannten Schnittstellen ausbilden: eine Schnittstelle für die Primärsicherung, zum Beispiel die Rastnasen 16; eine Schnittstelle für die Sekundärsicherung 18; eine Schnittstelle zur Führung, zum Beispiel eine korrespondierende Füh rung, die mit den Führungsstegen 12 zusammenwirkt; eine Schnittstelle für die Endanschläge 13; und ei ne Schnittstelle, um die Adapter 7, 10 möglichst spielfrei in den Steckplätzen 6, 9 in der Endposition zu positionieren, wozu die Adapter 7, 10 vorzugsweise eine geeignete Außengeometrie aufweisen.
Schließlich kann vorgesehen sein, dass das Modulgehäuse 2 bzw. dessen Gehäuseteile 3, 4 mecha nisch kodiert sind, so dass nur Gehäuseteile 3, 4 eines gemeinsamen Modulgehäusetyps ineinander- steckbar sind. Rein beispielhaft ist ein Bereich 22, in dem an dem ersten Gehäuseteil 3 entsprechende mechanische Kodierungen vorgesehen sein können, in Figur 3 gestrichelt hervorgehoben.
Im Ausführungsbeispiel ist die Erfindung in der bevorzugten Variante dargestellt, in der der Adapter 7 bzw. der Adapter 10 derart ausgebildet sind, dass diese eine Innengeometrie zur Aufnahme unterschied lich gestalteter Steckverbinder 8 bzw. Gegensteckverbinder 1 1 aufweisen. In nicht dargestellter Weise kann alternativ jedoch auch vorgesehen sein, dass der Adapter 7 einstückig mit unterschiedlich gestalte ten Steckverbindern 8 ausgebildet ist. Alternativ oder ergänzend kann zudem vorgesehen sein, dass auch die Adapter 10 einstückig mit unterschiedlich gestalteten Gegensteckverbindern 1 1 ausgebildet sind. Es sind hier auch Mischformen zwischen den beiden Alternativen möglich, d. h. es kann vorgese hen sein, dass ein Teil der Steckverbinder 8 bzw. der Gegensteckverbinder 1 1 von einem entsprechen den Adapter 7, 10 aufgenommen werden, während andere Adapter 7, 10 einstückig mit einem Steckver binder 8 bzw. einem Gegensteckverbinder 1 1 ausgebildet sind. Möglich ist es auch, dass die Adapter 10 einstückig mit den Gegensteckverbindern 1 1 ausgebildet sind, während die Adapter 7 eine Innengeomet rie zur Aufnahme unterschiedlich gestalteter Steckverbinder 8 aufweisen; und umgekehrt.