Gerüstrieqel, Gerüst und Verfahren zum Aufbau eines Gerüsts
Die Erfindung betrifft einen Gerüstriegel zur horizontalen Aussteifung eines Gerüsts zwischen zwei Gerüststielen des Gerüsts, wobei der Gerüstriegel in seinem ersten längsseitigen Endbereich ein erstes Riegel-Koppelteil zur Anbindung eines Diagonalen-Koppelteils einer ersten Gerüstdiagonalen des Gerüsts aufweist. Die Erfindung betrifft weiterhin ein Gerüst mit einem solchen Gerüstriegel und ein Verfahren zum Aufbau eines Gerüsts.
Es ist bekannt, beim Aufbau von Gerüsten in Leichtbauweise zum Abtragen vertikaler Lasten Gerüststiele einzusetzen. Die Gerüststiele sind mittels horizontaler Gerüstriegel mittelbar oder unmittelbar verbunden. Diese können gelenkig oder biegesteif ausgeführt sein. Die Hauptaussteifung des Gerüsts erfolgt durch Gerüstdiagonalen, wobei zwei Gerüstriegel durch eine einzige Gerüstdiagonale verbunden werden. Eine Einheit zweier vertikal übereinander angeordneter Gerüstriegel, die durch eine Gerüstdiagonale verbunden sind, wird als „Schusshöhe" bezeichnet. Im Stand der Technik wird somit pro Schusshöhe eine Gerüstdiagonale eingebaut. Die hierdurch erzielte Aussteifung des Gerüsts ist jedoch nicht besonders groß. Dies begrenzt die Einsatzmöglichkeiten bekannter Gerüste in Leichtbauweise.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen Gerüstriegel bereit zu stellen, der auf konstruktiv einfache Art und Weise den Aufbau eines signifikant stärker ausgesteiften Gerüsts ermöglicht. Es ist weiterhin Aufgabe der Erfindung, ein Gerüst mit einem solchen Gerüstriegel und ein Verfahren zum Aufbau eines signifikant stärker ausgesteiften Gerüsts bereit zu stellen.
Die erfindungsgemäße Aufgabe wird durch einen Gerüstriegel gemäß Anspruch 1, ein Gerüst gemäß Anspruch 6 und einem Verfahren gemäß Anspruch 10 gelöst. Die abhängigen Ansprüche geben bevorzugte Weiterbildungen wieder.
Die erfindungsgemäße Aufgabe wird somit gelöst durch einen Gerüstriegel. Der Gerüstriegel ist vorzugsweise in Form eines Modulgerüstriegels ausgebildet. Der Gerüstriegel ist zur horizontalen Aussteifung eines Gerüsts zwischen zwei Gerüststielen des Gerüsts ausgebildet. Insbesondere ist der Gerüstriegel an Verbindungsplatten, vorzugsweise in Form von Lochscheiben, der Gerüststiele anordenbar. Der Gerüstriegel erstreckt sich in Richtung seiner Längsachse und weist einenends, d. h. in seinem längsseitigen ersten Endbereich, ein erstes Riegel-Koppelteil zur Anbindung eines Diagonalen-Koppelteils einer ersten Gerüstdiagonalen des Gerüsts auf. Zusätzlich dazu weist der Gerüstriegel im selben längsseitigen ersten Endbereich ein zweites Riegel-Koppelteil zur Anbindung eines Diagonalen-Koppelteils einer zweiten Gerüstdiagonalen des Gerüsts auf.
Das zweite Riegel-Koppelteil im Bereich des ersten Riegel-Koppelteils ermöglicht auf konstruktiv einfache Art und Weise die Anordnung einer zweiten Gerüstdiagonalen pro Schusshöhe. Dies erhöht signifikant die Steifigkeit und Belastbarkeit des Gerüsts. Die Anordnung einer zweiten Gerüstdiagonalen ist dabei nicht zwingend in jeder Schusshöhe vorzunehmen. Vielmehr kann beim Aufbau des Gerüsts, je nach Belastung einzelner Gerüstteile, eine zweite Gerüstdiagonale angeordnet werden oder nicht. Mit anderen Worten kann das Gerüst - auch nach dessen Aufbau - an besonders belasteten Stellen mit einer weiteren Gerüstdiagonalen verstärkt werden, ohne die Gesamtzahl der Gerüstbauteile deutlich zu erhöhen oder ein insgesamt für höhere Lasten ausgelegtes Gerüst einsetzen zu müssen.
Der Gerüstriegel kann in seinem längsseitigen ersten Endbereich ein drittes Riegel-Koppelteil zur Anbindung eines Diagonalen-Koppelteils einer dritten Gerüstdiagonalen des Gerüsts aufweisen. Das dritte Riegel-Koppelteil ermöglicht somit die weitere Aussteifung einer Schusshöhe eines Gerüsts durch eine dritte Gerüst-
diagonale. Hierdurch kann das Gerüst partiell besonders belastbar ausgebildet werden.
Zumindest zwei Riegel-Koppelteile (30a-30c) können auf derselben horizontalen Ebene angeordnet sein, insbesondere können alle Riegel-Koppelteile (30a-30c) auf derselben horizontalen Ebene angeordnet sein.
Zur Vereinfachung der Anbindung der Gerüstdiagonalen können mehrere Riegel- Koppelteile, insbesondere alle Riegel-Koppelteile, gleich ausgebildet sein.
Sind am Gerüstriegel zumindest drei Riegel-Koppelteile angeordnet oder ausgebildet, so ist das mittlere der drei Riegel-Koppelteile vorzugsweise gleich weit von seinen beiden benachbarten Riegel-Koppelteilen beabstandet.
Ein Riegel-Koppelteil kann in Form eines Vorsprungs ausgebildet sein. Vorzugsweise sind mehrere, insbesondere alle, Riegel-Koppelteile in Form eines Vorsprungs ausgebildet.
In besonders bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist ein Riegel-Koppelteil in Form einer Durchgangsausnehmung ausgebildet. Ein Diagonalen-Koppelteil kann in diesem Fall in Form eines Vorsprungs ausgebildet werden, der zumindest teilweise in die Durchgangsausnehmung einsetzbar ist. Weiter bevorzugt sind mehrere, insbesondere alle, Riegel-Koppelteile jeweils in Form einer Durchgangs- Ausnehmung ausgebildet.
Um beim Aufbau des Gerüsts weniger auf die Orientierung der Gerüstriegel achten zu müssen, ist der der Gerüstriegel vorzugsweise spiegelsymmetrisch zu einer Symmetrieebene ausgebildet. Die Symmetrieebene kann senkrecht zur Längsachse des Gerüstriegels verlaufen.
Die erfindungsgemäße Aufgabe wird weiterhin gelöst durch ein Gerüst mit einem zuvor beschriebenen ersten Gerüstriegel, einer ersten Gerüstdiagonalen, deren Diagonalen-Koppelteil mit dem ersten Riegel-Koppelteil des ersten Gerüstriegels
verbunden ist und einer zweiten Gerüstdiagonalen, deren Diagonalen-Koppelteil mit dem zweiten Riegel-Koppelteil des ersten Gerüstriegels verbunden ist. Das Gerüst ist vorzugsweise in Form eines Modulgerüsts ausgebildet.
Das Gerüst kann weiterhin Folgendes aufweisen :
a. Einen ersten Gerüststiel und einen zweiten Gerüststiel, wobei der erste Gerüstriegel mittelbar oder unmittelbar den ersten Gerüststiel mit dem zweiten Gerüststiel verbindet;
b. einen zuvor beschriebenen zweiten Gerüstriegel der mittelbar oder unmittelbar den ersten Gerüststiel mit dem zweiten Gerüststiel verbindet;
wobei die erste Gerüstdiagonale einenends das erste Diagonalen-Koppelteil und anderenends ein zweites Diagonalen-Koppelteil aufweist, wobei das zweite Diagonalen-Koppelteil mit einem Riegel-Koppelteil des zweiten Gerüstriegels verbunden ist;
und wobei die zweite Gerüstdiagonale einenends das erste Diagonalen-Koppelteil und anderenends ein zweites Diagonalen-Koppelteil aufweist, wobei das zweite Diagonalen-Koppelteil mit einem Riegel-Koppelteil des zweiten Gerüstriegels verbunden ist.
Das Gerüst kann eine dritte Gerüstdiagonale aufweisen, die einenends ein erstes Diagonalen-Koppelteil und anderenends ein zweites Diagonalen-Koppelteil aufweist, wobei die dritte Gerüstdiagonale die beiden Gerüstriegel verbindet. Hierdurch kann eine besonders gut versteifte Schusshöhe eines Gerüsts erzielt werden.
Das erste Diagonalen-Koppelteil der dritten Gerüstdiagonalen kann dabei mit einem Riegel-Koppelteil des ersten Gerüstriegels und das zweite Diagonalen- Koppelteil der dritten Gerüstdiagonalen kann mit einem Riegel-Koppelteil des zweiten Gerüstriegels verbunden sein.
Um die erste Gerüstdiagonale besonders leicht und schnell, aber dennoch zuverlässig an den Gerüstriegeln anordnen zu können, ist das erste Diagonalen- Koppelteil vorzugsweise so ausgebildet, dass es den Gerüstriegel nicht durch-
greift. Das zweite Diagonalen-Koppelteil der ersten Gerüstdiagonalen ist vorzugsweise so ausgebildet, dass es den Gerüstriegel durchgreift.
Weiter bevorzugt ist das erste Diagonalen-Koppelteil in Form eines starren Hakens ausgebildet. Das zweite Diagonalen-Koppelteil weist bevorzugt einen Bolzen auf. Der Bolzen kann ein bewegbares Element zur Sicherung des Hintergriffs des Bolzens aufweisen. Dies ermöglicht das schnelle Einhaken mit dem ersten Diagonalen Koppelteil und das zuverlässige Anordnen der Gerüstdiagonalen mit dem, insbesondere gesicherten, Bolzen.
Die erste Gerüstdiagonale ist vorzugsweise gleich der zweiten Gerüstdiagonalen, und insbesondere gleich der dritten Gerüstdiagonalen, ausgebildet.
Die erfindungsgemäße Aufgabe wird weiterhin gelöst durch ein Verfahren zum Aufbau eines Gerüsts, insbesondere eines zuvor beschriebenen Gerüsts, mit den Verfahrensschritten :
A) Befestigen einer ersten Gerüstdiagonalen zwischen einem ersten Gerüstriegel und einem zweiten Gerüstriegel;
B) Befestigen einer zweiten Gerüstdiagonalen zwischen dem ersten Gerüstriegel und dem zweiten Gerüstriegel.
Das Verfahren kann weiterhin folgenden Verfahrensschritt aufweisen :
C) Befestigen einer dritten Gerüstdiagonalen zwischen dem ersten Gerüstriegel und dem zweiten Gerüstriegel .
Vor, nach und/oder zwischen den Verfahrensschritten A), B) und/oder C) kann ein weiterer Verfahrensschritt / können weitere Verfahrensschritte durchgeführt werden.
Die Begriffe„oben",„unten",„vertikal",„horizontal" usw. beziehen sich im Rahmen der vorliegenden Erfindung auf den montierten Zustand des Gerüsts.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden detaillierten Beschreibung mehrerer Ausführungsbeispiele der Erfindung, aus den Patentansprüchen sowie anhand der Figuren der Zeichnung, die erfindungswesentliche Einzelheiten zeigt. Die verschiedenen Merkmale können je einzeln für sich oder zu mehreren in beliebigen Kombinationen bei Varianten der Erfindung verwirklicht sein. Die in der Zeichnung gezeigten Merkmale sind derart dargestellt, dass die erfindungsgemäßen Besonderheiten deutlich sichtbar gemacht werden können.
Es zeigen :
Eine schematische Seitenansicht eines Gerüsts gemäß dem Stand der Technik mit einer Gerüstdiagonalen zwischen jeweils zwei Gerüstriegeln; eine schematische Seitenansicht eines Gerüsts, wobei in der unters ten Schusshöhe und der obersten Schusshöhe zwei Gerüstdiagona len zwischen jeweils zwei Gerüstriegeln angeordnet sind;
Fig. 3 eine schematische Seitenansicht eines Gerüsts, wobei in der untersten Schusshöhe und der obersten Schusshöhe vier Gerüstdiagonalen zwischen jeweils zwei Gerüstriegeln angeordnet sind und wobei in den mittleren Schusshöhen zwei Gerüstdiagonalen zwischen jeweils zwei Gerüstriegeln angeordnet sind.
Fig. 4a eine Seitenansicht eines Gerüsts mit zwei Gerüststielen, zwei die
Gerüststiele verbindenden Gerüstriegel und zwei die Gerüstriegel aussteifenden Gerüstdiagonalen;
Fig. 4b eine vergrößerte Seitenansicht des Gerüsts gemäß dem strichpunktierten Bereich in Fig. 4a, wobei aus Fig. 4b drei an dem Gerüstriegel ausgebildete Riegel-Koppelteile ersichtlich sind;
Fig. 4c eine vergrößerte isometrische Ansicht des Gerüsts gemäß dem gestrichelten Bereich in Fig. 4a, wobei aus Fig. 4c die bevorstehende Anordnung einer dritten Gerüstdiagonale ersichtlich ist;
Fig. 4d eine isometrische Ansicht des Gerüsts gemäß Fig. 4c nach dem Anordnen der dritten Gerüstdiagonalen;
Fig. 4e eine vergrößerte isometrische Teilansicht des Gerüsts gemäß dem strichpunktierten Bereich in Fig. 4d;
Fig. 5 eine isometrische Teilansicht des Gerüsts gemäß Fig. 4e, jedoch mit einer anderen Befestigungsvariante der dritten Gerüstdiagonalen.
Fig. 1 zeigt ein Gerüst 10 gemäß dem Stand der Technik. Das Gerüst 10 weist mehrere Schusshöhen 12a, 12b, 12c, 12d auf. Die Schusshöhen 12a-12d weisen jeweils zwei Gerüstriegel 14a, 14b, 14c, 14d, 14e auf. Zwischen jeweils zwei Gerüstriegeln 14a-14e ist eine Gerüstdiagonale 16a, 16b, 16c, 16d angeordnet. Pro Schusshöhe 12a-12d ist somit eine Gerüstdiagonale 16a-16d vorgesehen. Die Steifigkeit des Gerüsts 10 ist jedoch für viele Einsatzzwecke zu gering. Die Problemstellung der vorliegenden Erfindung liegt daher in der Bereitstellung eines Gerüsts 10 mit signifikant erhöhter Steifigkeit.
Fig. 2 zeigt ein erfindungsgemäßes Gerüst 10 mit Schusshöhen 12a-12d und Gerüstriegeln 14a-14e. Das Gerüst 10 weist jedoch zusätzlich zu den Gerüstdiagonalen 16a-16d Gerüstdiagonalen 16e, 16f auf. Die Schusshöhen 12a und 12d weisen durch die zusätzlichen Gerüstdiagonalen 16e, 16f eine besonders hohe Steifigkeit auf. Dabei hat sich gezeigt, dass es für das Erhöhen der Gesamtstabilität des Gerüsts 10 maßgeblich auf die Stabilität der untersten Schusshöhe 12a und der obersten Schusshöhe 12d ankommt. Das Gerüst 10 gemäß Fig. 2 ist somit besonders effektiv zur Abtragung hoher Lasten ausgebildet, da nur die kritischen Bereiche in Form der Schusshöhen 12a und 12d durch jeweils zumindest eine zusätzliche Gerüstdiagonale 16e, 16f verstärkt sind.
Fig. 3 zeigt eine Ausführungsform eines Gerüsts 10, das gegenüber dem Gerüst 10 gemäß Fig. 2 weiter verstärkt ausgebildet ist. Das Gerüst 10 gemäß Fig. 3 weist in jeder Schusshöhe 12a-12d zumindest zwei Gerüstdiagonalen 16a-16f, 16g, 16h, 16i, 16j, 16k, 161 auf. Die Gerüstdiagonalen 16a-16l sind dabei vorzugsweise versetzt zueinander über Kreuz angeordnet. Die unterste Schusshöhe 12a und die oberste Schusshöhe 12d können, wie dargestellt, besonders verstärkt ausgebildet sein.
Fig. 4a zeigt einen Teil eines Gerüsts 10 mit vertikal ausgerichteten Gerüststielen 18a, 18b. Die Gerüststiele 18a, 18b weisen jeweils Verbindungsplatten 20a, 20b, 20c, 20d, hier in Form von Lochplatten, insbesondere in Form von Rosetten, auf. An den Verbindungsplatten 20a, 20b sind Gerüstriegel 22a, 22b angeordnet, insbesondere eingesteckt. Die Gerüstriegel 22a, 22b können mit ihren Stirnseiten an den Gerüststielen 18a, 18b anliegen, um eine besonders stabile Ausbildung des Gerüsts 10 zu bewirken.
Der Gerüstriegel 22a ist spiegelsymmetrisch zu einer Symmetrieebene 24 ausgebildet. Die Symmetrieebene 24 verläuft senkrecht zur Längsachse 26 des Gerüstriegels 22a.
Die Gerüstriegel 22a, 22b sind gleich ausgebildet.
Zwischen den Gerüstriegeln 22a, 22b sind Gerüstdiagonalen 16a, 16b angeordnet. In Richtung der Längsachse 26 betrachtet, weist der Gerüstriegel 22a einen ersten Endbereich 28a und einen zweiten Endbereich 28b auf. An zumindest einem Endbereich 28a, 28b sind mehrere Gerüstdiagonalen 16a, 16b anordenbar.
Fig. 4b zeigt das Gerüst 10 gemäß dem strichpunktiert gerahmten Bereich in Fig. 4a. Aus Fig. 4b ist ersichtlich, dass der Gerüstriegel 22a im ersten Endbereich 28a ein erstes Riegel-Koppelteil 30a, ein zweites Riegel-Koppelteil 30b und ein drittes Riegel-Koppelteil 30c aufweist. Die Riegel-Koppelteile 30a-30c sind jeweils in Form einer Durchgangsausnehmung ausgebildet. Zumindest eine Durchgangsausnehmung kann dabei durch beide Seitenwände des Gerüstriegels
22a ausgebildet sein. Vorzugsweise sind mehrere Durchgangsausnehmungen, insbesondere alle Durchgangsausnehmungen, durch beide Seitenwände des Gerüstriegels 22a ausgebildet. Zumindest eine Durchgangsausnehmung, vorzugsweise mehrere Durchgangsausnehmungen, insbesondere alle Durchgangsausnehmungen, kann/können einen gleichen Durchmesser D, insbesondere von 22mm±20mm, vorzugsweise von 22mm± 10mm, besonders bevorzugt von 22mm±5mm, aufweisen. Die Riegel-Koppelteile 30a-30c können zueinander einen gleichen Abstand A aufweisen. Der Abstand A beträgt vorzugsweise 40mm±20mm, insbesondere 40mm±10mm, besonders bevorzugt 40mm±5mm .
Fig. 4c zeigt das Gerüst 10 gemäß dem gestrichelt gerahmten Bereich in Fig. 4a. Gemäß Fig. 4c sind bereits zwei Gerüstdiagonalen 16a, 16b am Gerüstriegel 22a befestigt. Eine dritte Gerüstdiagonale 16c soll zusätzlich am Gerüstriegel 22a angeordnet werden. Die dritte Gerüstdiagonale 16c weist dabei ein erstes Diagonalen-Koppelteil 32 auf. Das erste Diagonalen-Koppelteil 32 ist in Form eines starren Hakens ausgebildet, der vorzugsweise zum Hintergriff einer einzigen Seitenwand des Gerüstriegels 22a eines Riegel-Koppelteils 30a, 30b, 30c ausgebildet ist.
Fig. 4d zeigt das Gerüst 10 mit drei Gerüstdiagonalen 16a, 16b, 16c zwischen den Gerüstriegeln 22a, 22b. Die Gerüstdiagonalen 16a-16c sind vorzugsweise auf beiden Seiten der Gerüstriegel 22a, 22b angeordnet; im vorliegenden Fall sind auf einer Seite der Gerüstriegel 22a, 22b die Gerüstdiagonalen 16a, 16b und auf der anderen Seite der Gerüstriegel 22a, 22b die Gerüstdiagonale 16c angeordnet.
Fig. 4e zeigt das Gerüst 10 gemäß dem strichpunktiert gerahmten Bereich in Fig. 4d. Fig. 4e verdeutlicht, dass der Gerüstriegel 22b, insbesondere beide Seitenwände des Gerüstriegels 22b, von zweiten Diagonal-Koppelteilen 34 durchgriffen wird. Die Diagonalen-Koppelteile 34 weisen jeweils einen Bolzen 36 auf, der von einem bewegbaren Element 38 gesichert wird.
Fig. 5 zeigt ein Gerüst 10, wobei Gerüstdiagonalen 16a, 16b zueinander parallel am ersten Ende 28a des Gerüstriegels 22b angeordnet sind und sich nach unten erstrecken. Eine dritte Gerüstdiagonale 16c ist ebenfalls am ersten Ende 28a des Gerüstriegels 22b, insbesondere zwischen den Gerüstriegeln 16a, 16b, angeord- net und erstreckt sich nach oben.
Unter Vornahme einer Zusammenschau aller Figuren der Zeichnung betrifft die Erfindung zusammenfassend einen Gerüstriegel 22a, 22b, der einenends zumindest zwei, insbesondere zumindest drei, Riegel-Koppelelemente 30a-30c aufweist. Die Riegel-Koppelelemente 30a-30c können gleich ausgebildet sein. Die Riegel-Koppelelemente 30a-30c sind vorzugsweise in Form von Aufnahmeöffnungen ausgebildet. Die Riegel-Koppelelemente 30a-30c dienen der lösbaren Befestigung von Diagonalen-Koppelelementen 32, 34. Ein erfindungsgemäßes Gerüst 10 mit einem solchen Gerüstriegel 22a, 22b weist eine Gerüstdiagonale 16a-16l auf, die einenends ein erstes Diagonalen-Koppelelement 32 und anderenends ein zweites Diagonalen-Koppelelement 34 aufweist. Das erste Diagonalen- Koppelelement 32 kann verschieden zum zweiten Diagonalen-Koppelelement 34 ausgebildet sein, wobei die Riegel-Koppelelemente 30a-30c bevorzugt zur Anbin- dung beider Diagonalen-Koppelelemente 32, 34 ausgebildet sind. Das Gerüst 10 ist hierdurch wahlweise partiell oder insgesamt besonders verwindungssteif ausbildbar.