Elektrische Zigarette
TECHNISCHES GEBIET
Die Erfindung betrifft eine elektrische Zigarette, auch E-Zigarette genannt. Bei einer elektrischen Zigarette handelt es sich um eine elektrisch betriebene Vorrichtung, bei der eine aromatisierte Flüssigkeit, das sogenannte Liquid, verdampft wird. Das entstehende Aerosol wird vom Konsumenten inhaliert. Der wichtigste Unterschied zu einer herkömmlichen Zigarette liegt darin, dass bei einer elektrischen
Zigarette kein Verbrennungsprozess von Tabak oder ähnlichem stattfindet. Vielmehr erzeugt der Dampf der aromatisierten Flüssigkeit das sensorische Gefühl des Rauchens.
STAND DER TECHNIK
Elektrische Zigaretten sind bekannt. Sie beruhen in der Regel auf dem Verdampferprinzip und besitzen einen Akkumulator oder eine Batterie und einen Verdampfer. Verdampfer und Akkumulator beziehungsweise Batterie können einteilig miteinander vorliegen oder als separate Teile erhältlich sein. Die Verdampfer können als Einwegprodukte erhältlich oder für die mehrfache Verwendung ausgebildet sein. Sofern die Verdampfer zum Mehrfachverwenden ausgelegt sind, können diese durch den Konsumenten selbst mit Liquid befüllt werden.
Die zu verdampfende Flüssigkeit (Liquid) gelangt durch die Kapillarwirkung eines Dochts von einem Reservoir zu einer Heizspirale. Die Liquids können Nikotin in verschiedenen Stärken und Geschmacksrichtungen aufweisen, es sind jedoch auch Liquids ohne Nikotin erhältlich.
Bestätigungskopie|
Die Herstellung der elektrischen Zigaretten erfolgt rein manuell. Daher werden die elektrischen Zigaretten in der Regel in Asien hergestellt. Eine maschinelle Fertigung der aus dem Stand der Technik bekannten elektrischen Zigaretten ist nicht bekannt.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
Ausgehend von diesem vorbekannten Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte elektrische Zigarette anzugeben, die maschinell hergestellt werden kann. Darüber hinaus soll ein Verfahren angegeben werden, um eine elektrische Zigarette mittels einer Montagevorrichtung herstellen zu können.
Die erfindungsgemäße elektrische Zigarette ist durch die Merkmale des Hauptanspruchs 1 gegeben. Das erfindungsgemäße Verfahren ist durch die Merkmale des nebengeordneten Anspruchs 12 gegeben. Sinnvolle Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand von sich an diese Ansprüche anschließenden weiteren Ansprüchen.
Die erfindungsgemäße elektrische Zigarette besitzt eine Heizspirale und einen Docht, der an zumindest einem Punkt mit der Heizspirale Kontakt hat. Die beiden Enden der Heizspirale sind in einem Isolierkörper angeordnet. An dem Isolierkörper ist ein Rohrstutzen befestigt, um den ein Reservoir für das zu verdampfende Liquid angeordnet ist. Der Docht steht mit diesem Reservoir ebenfalls in Verbindung. Um den Isolierkörper und das Reservoir verläuft ein rohrförmiges Gehäuse. Erfindungsgemäß sind die beiden Enden der Heizspirale mittels jeweils eines Kontakts einzeln in dem Isolierkörper festgeklemmt und kontaktiert. Die Kontakte können dabei insbesondere als Schneidklemmenkontakt oder als Klemmkontakt ausgeführt werden.
Diese Kontakte, die insbesondere als Stanzkontakte ausgebildet sein können, ermöglichen eine maschinelle Herstellung der elektrischen Zigarette, da die Enden der Heizspirale nicht länger manuell an jeweils einem elektrischen Kabel befestigt werden müssen, das dann zum An-
schluss an eine integrierte oder separate Energiequelle dient. Vielmehr ist nunmehr eine Verbindungstechnik gegeben, die eine Fertigung auf einer entsprechenden Montagevorrichtung erlaubt. Die mechanische Verbindung zwischen dem Verdampfer und einer separaten Energiequelle kann im Wesentlichen frei gestaltet werden, wobei sich in der Vergangenheit insbesondere Gewindelösungen als besonders geeignet herausgestellt haben.
Der Isolierkörper kann unmittelbar an einer separaten oder integrierten Energiequelle befestigt werden. Insbesondere bei integrierten Energiequellen, die vorzugsweise bei Einmalprodukten verwendet werden (sogenannte Disposables) kann eine solche unmittelbare Befestigung vorteilhaft sein, da keine weitere Bauteile erforderlich sind.
Alternativ dazu kann ein Anschlusselement vorhanden sein, das an einem Ende des Gehäuses der elektrischen Zigarette angeordnet ist. Das Anschlusselement kann mit den Kontakten des Isolierkörpers in elektrischen Kontakt stehen. Dadurch kann das Anschlusselement an der Energiequelle befestigt werden. Die Verwendung eines Anschlusselements ermöglicht es, erst verhältnismäßig spät im Verlauf der Montage wählen zu müssen, welche Art der mechanischen Verbindung zwischen dem Verdampfer und der Energiequelle gewünscht ist.
Unabhängig von dieser mechanischen Verbindung könnten jeweils identische Isolierkörper verwendet werden.
Um möglichst einfach und sicher handhabbare Zwischenprodukte bei einer solchen maschinellen Herstellung zu erhalten, kann der Rohrstutzen vorzugsweise mittels zumindest eines Rastelements an dem Isolierkörper befestigt sein. Ein solches Rastelement kann beispielsweise durch eine umlaufende ringförmige Verdickung an der Innenwand des Rohrstutzens gebildet werden, die in eine entsprechende Verjüngung an dem Isolierkörper eingreifen kann.
In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform kann der Rohrstutzen Teil eines Bundröhrchens sein und somit an seinem einen Ende
einen ringförmigen Bund aufweisen. Dieser Bund kann vorzugsweise an der Innenseite des Gehäuses anliegen. Der Bund des Bundröhrchens kann vorzugsweise an dem freien Ende des Rohrstutzens angeordnet sein, das nicht an dem Isolierkörper befestigt wird. Der Rohrstutzen des Bundröhrchens wird somit an seinem einen Ende von dem integrierten Bund und an seinem anderen Ende von dem Isolierkörper begrenzt. Dadurch ist das Reservoir für das Liquid zum Konsumenten hin durch den Bund abgegrenzt, so dass eine Trennstelle zwischen Reservoir und Konsument geschaffen wird.
Darüber hinaus kann der Bund des Bundröhrchens dazu dienen, die bei der maschinellen Herstellung der elektrischen Zigarette auftretende Baugruppe aus Bundröhrchen und Reservoir handhaben und insbesondere um den Bund sicher greifen zu können. Während die aus dem Stand der Technik bekannten elektrischen Zigaretten in der Regel nach der Montage befüllt werden müssen, ist es durch diese Baugruppe nunmehr möglich, das Liquid bereits bei dieser Baugruppe großflächig und homogen von außen auf das Reservoir aufzutragen. Eine solche Dosierung lässt sich reproduzierbar und in großer Genauigkeit durchführen. Durch die Dosierung von außen kann darüber hinaus die Geschwindigkeit des Dosiervorgangs deutlich erhöht werden, da das Liquid homogen auf dem Reservoir verteilt werden kann und nicht durch Kapillarkräfte von einer Stirnseite des Reservoirs aufgesogen werden muss. Gleichzeitig kann die Baugruppe nach der Dosierung beispielsweise gewogen werden, um eine Kontrolle der Menge des aufgetragenen Liquids zu ermöglichen. Derartige Qualitätskontrollen waren bislang nur sehr eingeschränkt und mit großem Aufwand möglich.
In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform kann ein Mundstück vorhanden sein, das an dem freien Ende des Rohrstutzens oder Bundröhrchens angeordnet ist und zumindest teilweise innerhalb des rohrförmigen Gehäuses der elektrischen Zigarette vorhanden ist. Das Mundstück kann im Lauf der Montage von vorne in das rohrförmige Gehäuse eingepresst werden, wobei ein Teil des Mundstücks von vorne
an dem rohrförmigen Gehäuse anliegen kann, so dass das Mundstück nicht zu weit in das rohrförmige Gehäuse eingeschoben werden kann und ein Abstand zwischen dem integrierten Bund des Bundröhrchens und dem Mundstück sichergestellt ist. Das Mundstück bildet die zentrale Trennstelle zwischen dem Liquid und dem Konsumenten und soll verhindern, dass kleinste Liquid-Tröpfchen direkt in die Mundhöhle des Konsumenten gelangen.
Vorzugsweise kann das Mundstück einen umlaufenden Ringkanal aufweisen, in den der Dampf zunächst eintreten kann. Dieser Ringkanal kann mehrere, umfangmäßig verteilte Öffnungen aufweisen, die zum Konsumenten und damit von dem Rohrstutzen oder Bundröhrchen weg gerichtet sind. Aus diesen Öffnungen kann das Aerosol in die Mundhöhle des Konsumenten gelangen. Auf diese Weise kann ein direkter Aerosol-Strahl weitgehend verhindert werden, was ein angenehmeres Gefühl in der Mundhöhle des Konsumenten bedeutet, da sich das Aerosol in dem radialen Ringkanal gleichmäßig verteilen kann. So kann das Gefühl des Rauchens einer konventionellen
Zigarette bestmöglich nachempfunden werden.
In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform kann das Mundstück darüber hinaus einen Prallbereich mittig des Ringkanals aufweisen. Dieser Prallbereich liegt in Verlängerung des Rohrstutzens des Bundröhrchen. Der Prallbereich kann eine konkave Vertiefung aufweisen. In dieser Vertiefung können sich eventuell austretende Liquid- Tröpfchen oder sonstige Partikel sammeln, so dass diese nicht direkt in die Mundhöhle des Konsumenten gelangen können. Diese Art der Ausbildung des Mundstücks ist daher von eigenständiger erfinderischer Bedeutung und kann auch bei den bereits aus dem Stand der Technik bekannten elektrischen Zigaretten eingesetzt werden.
Vorzugsweise kann der Isolierkörper einen radial umlaufenden
Randsteg aufweisen, in dem zumindest zwei einander gegenüber liegende Vertiefungen vorhanden sind. In diese beiden Vertiefungen
kann der Docht platziert werden, so dass dieser bereits während der Montage ausgerichtet und fixiert werden kann.
Um das Einführen der Kontakte in den Isolierkörper zu erleichtern, kann der Isolierkörper zumindest zwei einander gegenüber liegende Durchbrüche aufweisen, in denen die beiden Enden der Heizspirale mittels der Kontakte festgeklemmt und kontaktiert werden können. Damit das Einführen der Kontakte nicht durch den Docht behindert wird, können die beiden Durchbrüche für die Kontakte vorzugsweise neben einer gedachten Linie liegen, die durch die beiden Vertiefungen im Randsteg des Isolierkörpers führen.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zum Herstellen einer
elektrischen Zigarette mittels zumindest einer Montagevorrichtung wird zunächst eine erste Baugruppe aus dem Docht, der Heizspirale, dem Isolierkörper und den Kontakten hergestellt. Darüber hinaus wird eine zweite Baugruppe aus dem Rohrstutzen und dem Reservoir für das Liquid hergestellt. Diese beiden Baugruppen können mittels derselben Montagevorrichtung und mit unterschiedlichen Montagevorrichtungen hergestellt werden. Die Reihenfolge, in der die beiden Baugruppen hergestellt werden, ist unerheblich. Bei der zweiten Baugruppe wird das Reservoir von außen mit dem gewünschten Liquid befüllt. Anschließend werden die beiden Baugruppen aneinander befestigt und in ein Gehäuse eingeschoben.
Das Befüllen des Liquids kann vorzugsweise vor dem Befestigen der beiden Baugruppen aneinander erfolgen. Es wäre jedoch auch möglich, zunächst die beiden Baugruppen aneinander zu befestigen und erst danach die Befüllung des Reservoirs mit dem Liquid vorzusehen. Die Befüllung des Reservoirs mit dem Liquid sollte jedoch vorzugsweise bereits vor dem Einschieben der beiden Baugruppen in das Gehäuse stattfinden, so dass eine bessere homogene Verteilung des Liquids in dem Reservoir möglich ist. Die Befestigung der beiden Baugruppen aneinander kann auf einer der Montagevorrichtungen erfolgen, auf der auch die Herstellung von zumindest einer der beiden Baugruppen
erfolgt. Es wäre jedoch auch möglich, für diesen Montageschritt eine weitere Montagevorrichtung vorzusehen.
Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht die Herstellung einer elektrischen Zigarette mittels einer oder mehrerer Montagevorrichtungen, da erstmals ein Aufbau einer elektrischen Zigarette aus verschiedenen Baugruppen angegeben wird, die einzeln sicher gehandhabt werden können. So kann eine vollautomatisierte Produktionslinie erstellt werden, die wirtschaftlich betrieben werden kann und regelmäßige und /oder inline Qualitätskontrollen ermöglicht.
Anschließend kann ein Mundstück in das Gehäuse eingepresst werden und/oder ein Anschlusselement auf den Isolierkörper aufgesetzt werden. Erst bei diesen Verfahrensschritten muss eine Unterscheidung erfolgen, wie der Anschluss an die Energiequelle erfolgen soll, da entsprechend unterschiedlich ausgebildete Anschlusselemente verwendet werden können. Auch muss eine Unterscheidung der einzelnen Mundstücke verschiedener Hersteller erst gegen Ende des Verfahrens erfolgen. Das vor diesen Verfahrensschritten vorliegende Zwischenprodukt kann bereits sicher gehandhabt werden, insbesondere ist ein sicherer Transport und eine sichere Lagerung desselben möglich.
Das Befüllen des Reservoirs kann insbesondere über eine Greifervorrichtung erfolgen. Dabei wird das Reservoir vollständig von einem mehrteiligen Greifer umschlossen. In diesem Greifer können mehrere umfangmäßig verteilte Öffnungen vorhanden sein, durch die eine definierte Menge an Liquid in das Reservoir fließen kann. Dies kann beispielsweise durch eine Druckerhöhung innerhalb des Greifers erfolgen. Vorzugsweise kann der Greifer das Reservoir während der Befüllung etwas zusammendrücken, so dass sich dieses vergleichbar einem Schwamm nach der Befüllung und dem Lösen des Greifers ein Stück weit ausdehnen kann, so dass kein Liquid aus dem Reservoir heraustropft. Diese Art der Befüllung ermöglicht eine exakte Dosierung und eine homogene Verteilung des Liquids innerhalb des Reservoirs. Darüber hinaus kann ein solcher Befüllvorgang sehr rasch erfolgen.
Alternativ dazu könnte das Befüllen des Reservoirs auch über einen Dorn erfolgen, der in das Reservoir eingeschoben werden kann. In diesem Fall sollte das Befüllen des Reservoirs noch vor dem Aufstecken des Reservoirs auf den Rohrstutzen erfolgen, also noch vor der
Montage der zweiten Baugruppe.
Nach dem Befüllen des Reservoirs kann eine Überprüfung der Dosiermenge erfolgen. Dies dient insbesondere der Qualitätskontrolle. Die Überprüfung kann insbesondere mittels Wiegen erfolgen, wobei abhängig von der Reihenfolge der Verfahrensschritte lediglich die zweite Baugruppe mit befülltem Reservoir gewogen werden kann - sofern erst anschließend die Befestigung der beiden Baugruppen aneinander erfolgt - oder auch beide Baugruppen gemeinsam gewogen werden können - sofern die Befestigung der beiden Baugruppen aneinander vor der Befüllung des Reservoirs erfolgt. Um bei einer versehentlich falschen Dosierung des Liquids möglichst wenig Ausschuss zu erhalten, kann die Befüllung des Reservoirs vorzugsweise bereits vor der Befestigung der beiden Baugruppen aneinander erfolgen.
Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung sind den in den
Ansprüchen ferner angegebenen Merkmalen sowie den nachstehenden Ausführungsbeispielen zu entnehmen.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNG
Die Erfindung wird im Folgenden anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele näher beschrieben und erläutert. Es zeigen: eine schematische Ansicht einer elektrischen Zigarette nach der Erfindung,
Fig. 2 einen Längsschnitt durch den Verdampfer der elektrischen
Zigarette entlang der Linie A-A gemäß Fig. 1,
Fig. 3 einen Längsschnitt durch den Verdampfer der elektrischen Zigarette entlang der Linie B-B gemäß Fig. 1,
Fig. 4 einen Längsschnitt gemäß Fig. 2 durch eine erste Baugruppe aus Docht, Heizspirale und alternativem Isolierkörper,
Fig. 5 einen Längsschnitt gemäß Fig. 3 durch die erste Baugruppe aus Docht, Heizspirale und alternativem Isolierkörper,
Fig. 6 eine Draufsicht auf die erste Baugruppe gemäß Fig. 4 und 5,
Fig. 7 einen Längsschnitt durch die zweite Baugruppe aus
Bundröhrchen und Reservoir,
Fig. 8 einen Längsschnitt gemäß Fig. 2 durch die aneinander
befestigten Baugruppen gemäß Fig. 4 und Fig. 7,
Fig. 9 einen Längsschnitt gemäß Fig. 3 durch die aneinander
befestigen Baugruppen gemäß Fig. 5 und Fig. 7 und
Fig. 10 einen Längsschnitt durch die aneinander befestigten und in ein Gehäuse eingeschobenen Baugruppen gemäß Fig. 8, wobei ein Anschlusselement in dem Gehäuse vorhanden ist.
WEGE ZUM AUSFÜHREN DER ERFINDUNG
In Fig. 1 ist der allgemeine Aufbau einer elektrischen Zigarette 10 dargestellt. Die elektrische Zigarette 10 besitzt einen Akkumulator 12 als Energiequelle und einen Verdampfer 14. Akkumulator 12 und Verdampfer 14 können mechanisch - insbesondere über ein Schraubgewinde - aneinander befestigt werden. An der Stirnseite des Akkumulators 12 ist eine Lichtquelle 16 vorhanden, die beim Ziehen an der elektrischen Zigarette 10 aufleuchtet. Der Verdampfer 14 ist an seinem stirnseitigen Ende durch ein Mundstück 18 abgeschlossen, durch den das Aerosol in die Mundhöhle des Konsumenten gelangt.
Bei der elektrischen Zigarette 10 muss nach Verbrauchen des Liquids lediglich der Verdampfer 14 gegen einen neuen Verdampfer 14 ausgetauscht werden. Der Akkumulator 12 kann über ein geeignetes Ladegerät wieder aufgeladen werden. Im Gegensatz zu dieser
Ausführungsform sind elektrische Zigaretten bekannt, bei denen die Energiequelle fest mit dem Verdampfer verbunden ist. Sofern sich der Verdampfer nicht manuell erneut mit Liquid befüllen lässt, muss in diesem Fall die gesamte elektrische Zigarette entsorgt und gegen eine neue ausgetauscht werden. Der im folgenden beschriebene Aufbau des Verdampfers 14 lässt sich auch bei einer solchen einteiligen Zigarette umsetzen.
Der Verdampfer 14 der elektrischen Zigarette 10 ist in den Fig. 2 und 3 als Längsschnitt entlang der Linien A-A beziehungsweise B-B gemäß Fig. 1 dargestellt. Der Verdampfer 14 besitzt einen Docht 20, der durch die Spiralen 22 einer Heizspirale 24 verläuft. Die beiden Enden 26, 28 der Heizspirale 24 sind in einem Isolierkörper 30 befestigt und kontaktiert.
Der Isolierkörper 30 besteht aus einem nichtleitenden Material, insbesondere aus Kunststoff, der bis zu Temperaturen von etwa 300 °C hitzebeständig ist. Der Isolierkörper 30 besitzt einen in Längsrichtung 32 der elektrischen Zigarette 10 verlaufenden, durchgehenden Luftkanal 34, durch den Umgebungsluft durch die elektrische Zigarette 10 geleitet werden kann. Im Isolierkörper 30 sind zwei voneinander beabstandete Durchbrüche 36, 38 vorhanden, die ebenfalls in Längsrichtung 32 verlaufen. In diesen beiden Durchbrüchen 36, 38 sind die beiden Enden 26, 28 der Heizspirale 24 festgeklemmt. Dies erfolgt über jeweils einen Kontakt 40, 42. Die Kontakte 40, 42 sind als metallische Stanzkontakte ausgebildet und dienen sowohl der Fixierung der beiden Enden 26, 28 der Heizspirale 24 in dem Isolierkörper 30 als auch als Energieüberträger von den Kontakten der angeschlossenen Energiequelle (Akkumulator 12) durch die Heizspirale 24. Eine solche Art der Befestigung der Heizspirale 24 an einem Isolierkörper 30 mittels
Kontakten 40, 42 lässt sich mittels geeigneter Montagevorrichtungen herstellen, so dass eine händische Montage nicht länger erforderlich ist.
Die Kontakte 40, 42 treten am hinteren Ende (in der Zeichnung links dargestellt) des Isolierkörpers 30 aus diesem heraus und können mit entsprechenden Kontakten einer Energiequelle verbunden werden. Im vorliegenden Beispielsfall ist der Isolierkörper 30 an seinem hinteren Ende mit einem Außengewinde 44 ausgebildet, so dass der Isolierkörper 30 direkt mit dem Akkumulator 12 verbunden werden könnte. Der Akkumulator 12 müsste dazu lediglich ein entsprechendes Innengewinde aufweisen. Abhängig von den gewünschten oder bereits vorhandenen Anschlussmöglichkeiten der im Stand der Technik bekannten Akkumulatoren 12 könnte der Isolierkörper 30 anstatt des Außengewindes 44 mit alternativen, zu dem gewünschten
Akkumulator 12 passenden Anschlussmöglichkeiten versehen werden.
Die Heizspirale 24 mit dem Docht 20 wird in einer Verbreiterung des Luftkanals 34 platziert. Der Isolierkörper weist dazu einen zentralen Rohrstutzen 46 auf, in dem der Luftkanal 34 verläuft. Der Rohrstutzen 46 weist an seinem freien Endbereich eine kanalförmige Vertiefung 48 auf, die etwa senkrecht zu dem Luftkanal 34 verläuft und die Verbreiterung bildet. Die kanalförmige Vertiefung 48 ist dabei so ausgerichtet, dass die beiden Enden 26, 28 der Heizspirale 24 automatisch in den Durchbrüchen 36, 38 platziert werden, sobald die Heizspirale 24 in den Isolierkörper eingesetzt wird. Eine weitere Ausrichtung der Heizspirale 24 ist nicht erforderlich. Vielmehr kann direkt die Befestigung und Fixierung der Heizspirale 24 in der kanalförmigen Vertiefung 48 über deren Außendurchmesser erfolgen. Darüber hinaus können beiden Enden 26, 28 der Heizspirale 24 mittels der Kontakte 40, 42 fixiert und kontaktiert werden.
An seinem äußeren Randbereich besitzt der Isolierkörper 30 einen radial umlaufenden Randsteg 50. Der Randsteg 50 dient als Abstandshalter zwischen den Kontakten 40, 42 und dem Reservoir 60. Der
Randsteg 50 kann darüber hinaus die Positionierung der Kontakte 40, 42 in den Durchbrüch 36, 38 erleichtern (siehe auch Fig. 6).
An dem zentralen Rohrstutzen 46 kann ein Bundröhrchen 62 befestigt werden. Das Bundröhrchen 62 besitzt einen Rohrstutzen 64 mit einem scheibenförmigen Bund 66. Das freie Ende des Rohrstutzens 64 des Bundröhrchens 62 kann über den zentralen Rohrstutzen 46 des
Isolierkörpers 30 geschoben werden, um das Bundröhrchen 62 an dem Isolierkörper 30 zu befestigen. Es kann dabei ausreichend sein, Bundröhrchen 62 und Isolierkörper 30 lediglich ineinander zu stecken, um eine ausreichend feste Befestigung aneinander zu erreichen. Es wäre auch möglich, an dem Bundröhrchen 62 und /oder dem Isolierkörper 30 ein Rastelement vorzusehen, um die Befestigung zusätzlich abzusichern. Der Rohrstutzen 64 des Bundröhrchens 62 kann auch eine zusätzliche Fixierung der Heizspirale 24 und des Dochts 20 bewirken.
Um den Rohrstutzen 64 des Bundröhrchens 62 ist das Reservoir 60 vorhanden, das mit dem gewünschten Liquid befüllt werden kann. Das Befüllen des Reservoirs 60 kann von außen erfolgen, beispielsweise über eine Injektion oder über einen Tauchvorgang. Vorzugsweise kann die Befüllung über eine Greif Vorrichtung erfolgen, die das gesamte Reservoir 60 umgreift und mit einer definierten Menge an Liquid versieht. Nach dem Befüllen des Reservoirs 60 kann dieses gewogen werden, um die Menge an eingefülltem Liquid zu überprüfen. Bei gleichbleibenden Außenabmessungen kann bei dieser Ausführungsform ein längeres Reservoir eingesetzt werden, so dass mehr
Speicherkapazität geschaffen wird. Die elektrische Zigarette 10 kann also mit einer größeren Menge an Liquid gefüllt werden, so dass diese eine längere Lebensdauer aufweist. Alternativ dazu könnten die Außenabmessungen in Längsrichtung 32 der elektrischen Zigarette 10 verringert werden, ohne dass auf Speicherkapazität verzichtet werden müsste.
Um das Reservoir 60, das Bundröhrchens 62 und den Isolierkörper 30 ist ein rohrförmiges Gehäuse 70 vorhanden, das spielfrei an diesen
Komponenten anliegt. Das Gehäuse 70 liegt im vorliegenden Beispielsfall an einer Schulterausprägung 72 des Isolierkörpers 30 an, um eine definierte Lage des Isolierkörpers 30 in dem Gehäuse 70 zu ermöglichen. Ein kleiner Teil des Isolierkörpers 30 wäre daher sichtbar. Sofern dies nicht gewünscht sein sollte, könnte dieser Teil des Isolierkörpers 30 gemeinsam mit zumindest einem Teil des Gehäuses 70 mit einem Aufkleber versehen werden. Ein solcher Aufkleber könnte beispielsweise den optischen Eindruck einer herkömmlichen Zigarette simulieren und /oder Inhaltsstoffe beziehungsweise Hersteller an gaben aufführen.
Das Gehäuse 70 ragt ein Stück weit über den Bund 66 des Bundröhrchens 62 über. In dieses freie Stück kann ein Mundstück 18 vorne eingepresst werden. Das Mundstück 18 weist dazu eine Schulterausprägung 74 auf, die an dem vorderen Rand des Gehäuses 70 anliegt.
Im vorliegenden Beispielsfall weist das Mundstück 18 einen umlaufenden Ringkanal 80 auf. Die innere Begrenzung des Ringkanals 80 erfolgt durch einen Prallbereich 82, der in Verlängerung des Rohrstutzens 64 des Bundröhrchens 62 vorhanden ist. Der Prallbereich 82 weist eine konkave Vertiefung 84 auf. In dieser konkaven Vertiefung 84 können sich kleinste Liquid-Tröpfen und/oder sonstige Partikel, die versehentlich in dem Luftstrom vorhanden sind und durch die zentrale Öffnung 68 des Bunds 66 des Bundröhrchens 62 austreten, sammeln, so dass diese nicht in die Mundhöhle des Konsumenten gelangen können. Der Prallbereich 82 ist daher lediglich in einem geringen Abstand von dem Bund 66 des Bundröhrchens 62 angeordnet. Das Aerosol verteilt sich in dem Ringkanal 80 des Mundstücks 18 und kann durch mehrere umfangmäßig verteilte Öffnung 86 aus dem Ringkanal 80 austreten und in die Mundhöhle des Konsumenten gelangen.
Im vorliegenden Beispielsfall wird der Ringkanal 80 vollständig durch das Mundstück 18 gebildet. Im Gegensatz zu diesem Ausführungsbeispiel könnte der Ringkanal an seiner Außenseite auch durch das Gehäuse der elektrischen Zigarette begrenzt werden.
Der Durchmesser der zentralen Öffnung 68 des Bunds 66 des Bund- röhrchens 62 kann maximal dem Durchmesser des Rohrstutzens 64 entsprechen, wie dies auch in der Zeichnung dargestellt ist. Alternativ dazu, könnte der Durchmesser dieser zentralen Öffnung 68 auch kleiner gewählt werden.
In den Fig. 4 bis 10 ist eine alternative Ausführungsform einer elektrischen Zigarette während der Montage einer solchen elektrischen Zigarette dargestellt. Die Montage verläuft bei der elektrischen
Zigarette 10 gemäß den Fig. 2 und 3 analog.
Bei der Montage wird zunächst eine erste Baugruppe 90 hergestellt, die in den Fig. 4, 5 und 6 dargestellt ist. Dazu wird ein Heizdraht um einen Docht 20 gewickelt, so dass eine Heizspirale 24 gebildet wird. Eventuell könnte auch der Docht 20 durch die Spiralen 22 einer Heizspirale 24 gefädelt werden. Anschließend wird der Docht 24 in zwei einander gegenüber liegenden Vertiefungen 52, 54 des Randstegs 50 des Isolierkörpers 32.2 und die Heizspirale 24 in der kanalförmigen Vertiefung 48 des Isolierkörpers 30.2 platziert. Die beiden Enden 26, 28 der Heizspirale 24 kommen dadurch automatisch in den Durchbrüchen 36, 38 des Isolierkörpers 30.2 zu Liegen. Der Docht 20 kann vorzugsweise als Endlos-Docht vorliegen.
In den Durchbrüchen 36, 38 des Isolierkörpers 30.2 werden die beiden Enden 26, 28 der Heizspirale 24 mittels zweier Kontakte 56 festgeklemmt. In Fig. 4 ist lediglich ein Kontakt 56 bereits in dem Durchbruch 36 festgeklemmt. Das zweite Ende 28 der Heizspirale 24 liegt dagegen noch lose in dem Durchbruch 38. Bei der fertigen Baugruppe 90 sind jedoch beide Kontakte 56 in den Durchbrüchen 36, 38 vorhanden. Die beiden Kontakte 56 können nacheinander oder gleichzeitig montiert werden.
Da bei der in den Fig. 4 bis 10 dargestellten Ausführungsform zusätzlich zu dem Isolierkörper 30.2 ein Anschlusselement vorhanden ist (siehe Fig. 10), müssen andere Kontakte 56 verwendet werden, als bei
der ersten Ausführungsform gemäß Fig. 2 und 3. Dafür können bei der zweiten Ausführungsform zwei identische Kontakte 56 verwendet werden, während bei der ersten Ausführungsform unterschiedliche Kontakte 40, 42 verwendet werden mussten.
Der Isolierkörper 30.2 unterscheidet sich von dem Isolierkörper 30 gemäß den Fig. 2 und 3 dadurch, dass er keine mechanische Anschlussmöglichkeit für den direkten Anschluss an eine Energiequelle bietet. Der Isolierkörper 30.2 müsste daher innerhalb des Gehäuses 70 mit einer integrierten Energiequelle verbunden werden oder mit einem weiteren Anschlusselement, das mechanische Anschlussmöglichkeiten - beispielsweise ein entsprechendes Gewinde - aufweist, um dieses an einer separaten Energiequelle anschließen zu können.
Neben der ersten Baugruppe 90 wird eine zweite Baugruppe 92 hergestellt, die in Fig. 6 dargestellt ist. Die beiden Baugruppen 90, 92 können parallel zueinander oder unabhängig voneinander hergestellt werden, wobei die Reihenfolge ihrer Herstellung unabhängig voneinander ist. Die Montage der beiden Baugruppen kann auf derselben Montagevorrichtung erfolgen, es ist jedoch auch möglich, zwei verschiedene Montagevorrichtungen vorzusehen. Die beiden Baugruppen 90, 92 können in ihrem jeweils fertigen Zustand transportiert und gelagert werden, so dass keine unmittelbare Fertigstellung der elektrischen Zigarette 10 erforderlich ist.
Die zweite Baugruppe 92 besteht im vorliegendem Beispielsfall aus dem formstabilen Bundröhrchen 62 und dem Reservoir 60. Das
Reservoir 60 wird über den Rohrstutzen 64 des Bundröhrchens 62 geschoben, bis es an dem Bund 66 anliegt. In diesem Zustand kann die zweite Baugruppe 92 insbesondere um den Bund 66 gegriffen werden. Alternativ dazu könnte die zweite Baugruppe 92 auch mit einem Dorn gegriffen und transportiert werden, der in die zentrale Bohrung eingeführt werden kann. Das Ende 65 des Rohrstutzens 64 des Bundröhrchens 62 weist im vorliegenden Beispielsfall zwei einander gegenüber liegende Aussparungen 67 auf. In diesen Aussparungen 67 kann
der Docht 20 verlaufen, sobald das Ende 65 des Rohrstutzens 64 an der ersten Baugruppe 90 befestigt worden ist.
Besonders vorteilhaft ist, dass die zweite Baugruppe 92 eine Befüllung des Reservoirs 60 mit dem gewünschten Liquid von außen ermöglicht. Das gewünschte Liquid muss daher nicht mehr von der Stirnseite des Reservoirs 60 befüllt werden, was durch die schwachen Kapillarkräfte des Reservoirs 60 sehr lange dauert. Die Befüllung des Reservoirs über die gesamte Länge desselben kann dagegen rasch und homogen erfolgen. Darüber hinaus kann die zweite Baugruppe 92 nach der Befüllung mit dem Liquid gewogen werden, um sicherzustellen, dass die korrekte Menge an Liquid in dem Reservoir 60 vorhanden ist. Auf diese Weise kann eine Qualitätskontrolle stattfinden.
Das Befüllen des Reservoirs 60 sollte vorzugsweise unmittelbar vor dem Befestigen der beiden Baugruppen 90, 92 aneinander erfolgen. Dadurch muss keine Baugruppe 90 entsorgt werden, sofern die
Qualitätskontrolle des eingefüllten Liquids nicht zufrieden stellend ausgefallen ist. Darüber hinaus kann bei einer unmittelbaren
Weiterverarbeitung kein Verlust an Liquid erfolgen.
Die beiden Baugruppen 90, 92 werden aneinander befestigt, indem der Rohrstutzen 64 des Bundröhrchens 62 der zweiten Baugruppe 92 über den zentralen Rohrstutzen 46 des Isolierkörpers 30 der ersten Baugruppe 90 geschoben wird. Auf diese Weise kann das in Fig. 8 und 9 dargestellte Zwischenprodukt 94 gebildet werden.
Dieses Zwischenprodukt 94 kann anschließend in das Gehäuse 70 eingeschoben werden. Der Außendurchmesser des Isolierkörpers 30.2 ist dabei so gewählt, dass dieser in dem Gehäuse 70 ausreichend fest sitzt.
Darüber hinaus kann das Gehäuse 70 mit einem Anschlusselement 96 versehen werden, wie es in Fig. 10 dargestellt ist. Das Anschlusselement 96 liegt im vorliegenden Beispielsfall direkt an dem Isolier-
körper 30.2 an. Anschlusselement 96 und Isolierkörper 30.2 könnten jedoch auch mit einem gewissen gegenseitigen Abstand voneinander angeordnet sein, solange sichergestellt ist, dass die Kontakte 56 in elektrischem Kontakt zu dem Anschlusselement 96 stehen.
Das Anschlusselement 96 ist im vorliegenden Beispielsfall mit einem Außengewinde 98 ausgebildet, so dass das Anschlusselement mit einem Akkumulator 12 verbunden werden könnte. Der Akkumulator 12 müsste dazu lediglich ein entsprechendes Innengewinde aufweisen. Abhängig von den gewünschten oder bereits vorhandenen Anschlussmöglichkeiten der im Stand der Technik bekannten Akkumulatoren 12 könnte das Anschlusselement 96 anstatt des Außengewindes 98 mit alternativen, zu dem gewünschten Akkumulator 12 passenden
Anschlussmöglichkeiten versehen werden. Anschließend könnte das Gehäuse 70 noch mit dem gewünschten Mundstück 18 versehen werden.
Im vorliegenden Beispielsfall wurde ein verhältnismäßig langer Docht 20 verwendet. Es wäre auch möglich, einen deutlich kürzeren Docht 20 zu verwenden, der lediglich die Stirnseite des Reservoirs 60 bedeckt und nicht über diese Stirnseite hinausragt. Dies kann für die weitere Montage, insbesondere für die Einführung des Zwischenprodukts 94 in das Gehäuse 70 vorteilhaft sein.