Fahrzeugsitz
Die Erfindung betrifft einen Fahrzeugsitz mit einer Rückenlehne und mit einer daran befestigten Tischeinheit mit den Merkmalen des Oberbegriffs des
Anspruchs 1 . Stand der Technik
Aus der DE 10 2007 001 962 A1 ist ein gattungsgemäßer Fahrzeugsitz, insbesondere Kraftfahrzeugsitz sowie Flugzeugsitz, mit einer Tischeinheit bekannt. Die Tischeinheit ist dabei an der Rückseite der Rückenlehne des
Fahrzeugsitzes angebracht und dient einem Fahrzeuginsassen, der auf einem hinter dem Fahrzeugsitz befindlichen Sitz sitzt, zum Abstellen von Gegenständen, beispielsweise von Getränken.
Die Tischeinheit ist von einer hochgeklappten Nichtgebrauchsstellung in eine heruntergeklappte Gebrauchsstellung um eine in Querrichtung verlaufende Achse schwenkbar an dem Fahrzeugsitz gelagert. Der Fahrzeuginsasse kann die Tischeinheit manuell von der Gebrauchsstellung in die Nichtgebrauchsstellung sowie in die entgegengesetzte Richtung bewegen. Eine Tischlagereinheit mit einem Koppelgetriebe gestattet, dass die Tischeinheit unabhängig von der Stellung der Rückenlehne bewegbar ist.
Auch aus der DE 10 2008 057 790 A1 ist ein gattungsgemäßer Fahrzeugsitz mit einer Tischeinheit bekannt, welche von einer hochgeklappten
Nichtgebrauchsstellung in eine heruntergeklappte Gebrauchsstellung um eine in Querrichtung verlaufende Achse schwenkbar an dem Fahrzeugsitz gelagert ist.
Auch die DE 82 31 127 U1 offenbart einen Fahrzeugsitz mit einer klappbaren Tischeinheit.
Aufgabe
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, einen Fahrzeugsitz der eingangs genannten Art mit vereinfachtem Aufbau anzugeben, insbesondere die
Befestigung der Tischeinheit an dem Fahrzeugsitz zu vereinfachen. Lösung
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen Fahrzeugsitz mit den im Anspruch 1 genannten Merkmalen gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen, welche einzeln oder in Kombination miteinander eingesetzt werden können, sind
Gegenstand der Unteransprüche.
Ein erfindungsgemäßer Fahrzeugsitz umfasst eine Rückenlehne und eine Tischeinheit, welche um eine Schwenkachse von einer Nichtgebrauchsstellung in eine Gebrauchsstellung schwenkbar ist, sowie eine Rückenlehnenblende, an welcher die Tischeinheit befestigt ist.
Erfindungsgemäß ist eine Tischfeder vorgesehen, welche unter einer
Vorspannung steht, wobei die Tischeinheit durch eine von der Tischfeder aufgebrachte Federkraft an der Rückenlehne gehalten ist, und wobei die
Tischfeder an der der Tischeinheit abgewandten Seite der Rückenlehnenblende angeordnet ist.
Dadurch ist eine Montage der Tischeinheit an der Rückenlehne des Fahrzeugsitzes ohne zusätzliches Montagemate al, wie beispielsweise
Schrauben, sowie ohne Schweißprozess möglich. Die Montage der Tischeinheit ist somit vorteilhaft vereinfacht.
Ferner ist eine Vormontage der Tischeinheit an der Rückenlehnenblende möglich und bei der Endmontage ist lediglich die Rückenlehnenblende an der
Rückenlehne anzubringen. Dabei ist die Tischfeder im Inneren der Rückenlehne angeordnet und durch die Rückenlehnenblende verdeckt.
Vorteilhaft rastet die Tischeinheit dabei aufgrund der von der Tischfeder aufgebrachten Federkraft in der Gebrauchsstellung und/oder in der
Nichtgebrauchsstellung ein.
Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung sind zwei Drehzapfen vorgesehen, welche drehfest mit der Tischeinheit verbunden sind, wobei die Mittelachsen der Drehzapfen mit der Schwenkachse fluchten.
Dabei weist die Rückenlehnenblende vorteilhaft eine zylinderförmige Ausbuchtung auf, wobei die Drehzapfen teilweise innerhalb der Ausbuchtung liegen und dabei in die Tischeinheit hineinragen. Die Ausbuchtung ist dabei vorzugsweise derart angeordnet, dass die
Zylinderachse der Ausbuchtung mit der Schwenkachse fluchtet.
Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind zwei
Tischfederhülsen vorgesehen, welche je einen dornartigen Fortsatz aufweisen, welcher mit der Schwenkachse fluchtet, und welcher in eine Öffnung eines
Drehzapfens hinein ragt. Die Tischfeder beaufschlagt dabei die Tischfederhülsen in Richtung auf die Drehzapfen hin.
Dabei sind die Tischfederhülsen drehfest mit der Tischfeder und mit der
Rückenlehnenblende verbunden. Vorzugsweise ist die Tischfeder annähernd U-förmig gebogen und weist einen zentralen Schenkel sowie zwei Seitenschenkel mit zusätzlich nach außen gebogenen Federenden auf. Die Federenden greifen dabei in Eingriffsöffnungen der Tischfederhülsen ein. Durch diese Ausgestaltung der Tischfeder ist die Montage der Tischeinheit an der Rückenlehne, beziehungsweise an der
Rückenlehnenblende weiter vereinfacht.
Vorzugsweise besteht die Rückenlehnenblende dabei aus Kunststoff.
Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung umfasst die Tischeinheit eine Tischblende und eine Tischplatte, welche formschlüssig zusammengefügt sind.
Wenn an der Rückenlehnenblende ein Rastknopf angebracht ist, welcher die Tischeinheit in der Nichtgebrauchsstellung an der Rückenlehnenblende hält, so ist eine zusätzliche Fixierung der Tischeinheit an der Rückenlehnenblende möglich.
Figuren und Ausführungsformen der Erfindung
Im Folgenden ist die Erfindung anhand von einem in den Zeichnungen
dargestellten vorteilhaften Ausführungsbeispiel näher erläutert. Die Erfindung ist jedoch nicht auf dieses Ausführungsbeispiel beschränkt. Es zeigen:
Fig. 1 : eine schematische Darstellung eines Fahrzeugsitzes, Fig. 2: eine Explosionszeichnung einer Tischeinheit an einer
Rückenlehnenblende,
Fig. 3: eine Explosionszeichnung einer Tischeinheit mit Befestigungsmitteln,
Fig. 4: eine Seitenansicht einer Rückenlehnenblende mit einer Tischeinheit vor der Montage,
Fig. 5: die Rückenlehnenblende aus Fig. 4 mit montierter Tischeinheit,
Fig. 6: eine Explosionszeichnung der Befestigungsmittel an der
Rückenlehnenblende,
Fig. 7: die Rückenlehnenblende aus Fig. 6 mit montierten Befestigungsmitteln,
Fig. 8: eine perspektivische Darstellung eines Fahrzeugsitzes mit in
Nichtgebrauchsstellung befindlicher Tischeinheit und
Fig. 9: eine perspektivische Darstellung eines Fahrzeugsitzes mit in
Gebrauchsstellung befindlicher Tischeinheit.
Ein Fahrzeugsitz 1 für ein Kraftfahrzeug weist ein Sitzteil 2, welches einen
Sitzrahmen 4 umfasst, und eine daran angebrachte, neigungseinstellbare
Rückenlehne 10 auf.
Die Anordnung des Fahrzeugsitzes 1 innerhalb des Fahrzeugs und dessen gewöhnliche Fahrtrichtung definieren die im Folgenden verwendeten
Richtungsangaben. Dabei wird eine senkrecht zum Erdboden orientierte Richtung im Folgenden als Vertikalrichtung bezeichnet und eine Richtung senkrecht zur Vertikalrichtung und senkrecht zur Fahrtrichtung wird im Folgenden als
Querrichtung bezeichnet.
Mittels eines seitlich angeordneten, manuell zu bedienenden
Lehneneinstellbeschlags 19 ist die Rückenlehne 10 neigungseinstellbar, das
bedeutet, der Winkel zwischen dem Sitzteil 2 und der Rückenlehne 10 ist einstellbar. Alternativ ist auch ein elektrischer Antrieb denkbar.
Mittels eines Höheneinstellers ist die Höhe des Sitzteils 2 und vorliegend zugleich der Rückenlehne 10 des Fahrzeugsitzes 1 über dem Fahrzeugboden einstellbar. Zum Antrieb des Höheneinstellers ist vorliegend eine manuell zu bedienende Antriebseinrichtung 7 vorgesehen. Alternativ ist auch ein elektrischer Antrieb denkbar. Mittels eines Längseinstellers, welcher zwei mit dem Fahrzeugboden verbundene Unterschienen 5 sowie zwei mit dem Fahrzeugsitz 1 verbundene Oberschienen 3 aufweist, ist der Fahrzeugsitz 1 längseinstellbar, das bedeutet, das Sitzteil 2 ist zusammen mit der Rückenlehne 10 in Längsrichtung, welche annähernd der Fahrtrichtung entspricht, einstellbar. Dazu ist jede der Oberschienen 3 in jeweils einer der parallel in Längsrichtung verlaufenden Unterschienen 5 verschiebbar geführt und mittels einer Verriegelungsvorrichtung mit der jeweiligen Unterschiene 5 verriegelbar. Mittels eines Entriegelungsbügels 16 ist die
Verriegelungsvorrichtung entriegelbar. Alternativ ist auch hier ein elektrischer Antrieb denkbar.
Die Längsrichtung verläuft dabei senkrecht zu der Querrichtung, vorliegend jedoch leicht gegenüber der Fahrtrichtung geneigt, und somit auch annähernd senkrecht zu der Vertikalrichtung. Das Sitzteil 2 umfasst ferner ein Sitzkissen 1 1 , welches als Schaumteil
ausgebildet ist. Auch die Rückenlehne 10 ist mit einem Schaumteil gepolstert und, ebenso wie das Sitzkissen 1 1 , mit einem Bezug überzogen. Das Sitzkissen 1 1 sowie das Schaumteil der Rückenlehne 10 erhöhen maßgeblich den Sitzkomfort für einen Insassen des Fahrzeugsitzes 1 .
An dem in Vertikainchtung oberen Ende der Rückenlehne 10, welches dem Sitzteil 2 abgewandt ist, ist ferner eine höheneinstellbare und neigungseinstellbare
Kopfstütze 18 angebracht. Die Rückenlehne 10 umfasst eine Rückenlehnenblende 20, welche vorliegend aus Kunststoff besteht. Die Rückenlehnenblende 20 bedeckt die Rückseite der
Rückenlehne 10, also den in Fahrtrichtung hinteren Teil der Rückenlehne 10, vorliegend vollständig. An der Rückenlehnenblende 20 ist eine Tischeinheit 40 angebracht. Die
Tischeinheit 40 ist dabei um eine Schwenkachse S, welche horizontal in
Querrichtung verläuft, von einer Nichtgebrauchsstellung in eine Gebrauchsstellung schwenkbar. In der Nichtgebrauchsstellung liegt die Tischeinheit 40 flach an der Rückenlehnenblende 20 an, in der Gebrauchsstellung steht die Tischeinheit 40 annähernd senkrecht von der Rückenlehnenblende 20 ab. In der
Gebrauchsstellung ist die Tischeinheit 40 so ausgerichtet, dass ihre Oberfläche annähernd horizontal, also parallel zum Erdboden ausgerichtet ist.
An der Rückenlehnenblende 20 ist ferner ein Rückenlehnennetz 22 vorgesehen. Das Rückenlehnennetz 22 ist vorliegend unterhalb der Tischeinheit 40 angeordnet und dient der Ablage von Gegenständen.
Die Tischeinheit 40 umfasst eine Tischblende 30 und eine Tischplatte 32. In der Nichtgebrauchsstellung liegt die Tischplatte 32 an der Rückenlehnenblende 20 an und die Tischblende 30 ist nach hinten sichtbar. In der Gebrauchsstellung weist die Tischblende 30 nach unten, während die Tischplatte 32 nach oben weist und zum Abstellen von Gegenständen dient.
Die Tischplatte 32 und die Tischblende 30 sind formschlüssig zusammen gefügt. Dazu weist die Tischplatte 32 auf ihrer der Tischblende 30 zugewandten Seite mehrere Haken auf, mittels welchen sie mit der Tischblende 30 verbunden ist. Die
Tischblende 30 weist entsprechende Gegenelemente auf, welche zur Befestigung mit den Haken der Tischplatte 32 zusammen wirken.
Die Rückenlehnenblende 20 weist auf ihrer nach hinten gerichteten Oberfläche eine zylinderförmige Ausbuchtung 50 auf. Die zylinderförmige Ausbuchtung 50 ist dabei derart ausgerichtet, dass ihre Zylinderachse horizontal verläuft und mit der Schwenkachse S der Tischeinheit 40 fluchtet.
Die Stirnseiten der zylinderförmigen Ausbuchtung 50 sind offen und bilden
Blendenöffnungen 52, deren Mittelpunkte auf der Schwenkachse S der
Tischeinheit 40 liegen. Die Tischeinheit 40 weist zwei kreisförmige Lageröffnungen 42 auf, deren Mittelpunkte ebenfalls auf der Schwenkachse S der Tischeinheit 40 liegen. Jede Lageröffnung 42 ist dabei unmittelbar benachbart und parallel zu einer Blendenöffnung 52 angeordnet.
In Querrichtung liegt somit die Ausbuchtung 50 mittig und wird nach außen hin von den Blendenöffnungen 52 begrenzt. Die Blendenöffnungen 52 und die
Ausbuchtung 50 werden von den beiden Lageröffnungen 42 der Tischeinheit 40 von außen umgriffen.
Die Tischeinheit 40 ist mit Befestigungsmitteln, welche auch die Schwenkachse S definieren, schwenkbar an der Rückenlehnenblende 20 befestigt. Zu den
Befestigungsmitteln gehören zwei Drehzapfen 36, zwei Tischfederhülsen 38 sowie eine Tischfeder 34.
Die Drehzapfen 36 liegen teilweise innerhalb der Ausbuchtung 50. Jeder
Drehzapfen 36 durchragt dabei eine Blendenöffnung 52 und ragt durch eine Lageröffnung 42 in die Tischeinheit 40 hinein. Die Drehzapfen 36 sind annähernd zylindrisch ausgebildet und derart angeordnet, dass ihre Mittelachsen mit der Schwenkachse S fluchten.
Auf der jeweiligen der Tischeinheit 40 abgewandten Seite der Drehzapfen 36, also in Querrichtung innen, sind zwei Tischfederhülsen 38 angeordnet. Jede
Tischfederhülse 38 ist dabei formschlüssig mit einem Drehzapfen 36 verbunden. Dazu weist jede Tischfederhülse 38 vorliegend einen dornartigen Fortsatz 39 auf, welcher mit der Schwenkachse S fluchtet und in eine zylindrische Öffnung an der Stirnseite des zugeordneten Drehzapfens 36 hinein ragt. Auf der dem Drehzapfen 36 abgewandten Seite der Tischfederhülse 38, also in Querrichtung innen, weist jede Tischfederhülse 38 eine Eingriffsöffnung 48 auf, in welche die Tischfeder 34 eingreift.
Die Tischfeder 34 ist annähernd U-förmig gebogen und weist einen zentralen Schenkel 33 sowie zwei Seitenschenkel 37 auf. Die dem zentralen Schenkel 33 abgewandten Federenden 35 der Seitenschenkel 37 sind zusätzlich nach außen gebogen. Die Tischfeder 34 befindet sich zwischen den beiden Tischfederhülsen 38, also in Querrichtung innen. Der zentrale Schenkel 33 der Tischfeder 34 ist an einem Blendenhaken 54 der Rückenlehnenblende 20 formschlüssig festgelegt. Die Federenden 35 greifen in die besagten Eingriffsöffnungen 48 der
Tischfederhülsen 38 ein. Bei der Montage werden zunächst die Tischplatte 32 und die Tischblende 30 zu der Tischeinheit 40 verbunden. Anschließend wird die Tischeinheit 40 derart an der Rückenlehnenblende 20 positioniert, dass die Lageröffnungen 42 neben den Blendenöffnungen 52 liegen und die Zylinderachse der Ausbuchtung 50 durch die Mittelpunkte der Lageröffnungen 42 verläuft.
Danach werden die Drehzapfen 36 auf der der Tischeinheit 40 abgewandten Seite der Rückenlehnenblende 20 in die Ausbuchtung 50 eingelegt und in Querrichtung nach außen durch die Blendenöffnungen 52 und die Lageröffnungen 42 hindurch in die Tischeinheit 40 hinein gedrückt. Die Tischeinheit 40 ist nun mit der
Rückenlehnenblende 20 verbunden und um die von den Drehzapfen 36 festgelegte Schwenkachse S relativ zu der Rückenlehnenblende 40 schwenkbar.
Die Drehzapfen 36 sind nun formschlüssig und drehfest mit der Tischeinheit 40 verbunden.
Anschließend werden die Tischfederhülsen 38 auf der der Tischeinheit 40 abgewandten Seite der Rückenlehnenblende 20 in die Ausbuchtung 50 eingelegt und in Querrichtung nach außen gegen die Drehzapfen 36 gedrückt. Die dornartigen Fortsätze 39 der Tischfederhülsen 38 greifen danach in die
Drehzapfen 36 ein. Danach wird der zentrale Schenkel 33 der Tischfeder 34 an dem Blendenhaken 54 der Rückenlehnenblende 20 eingehängt und befestigt. Der Blendenhaken 54 befindet sich dabei auf der der Tischeinheit 40 angewandten Seite der
Rückenlehnenblende 20. Anschließend werden die nach außen gebogenen Federenden 35 der Tischfeder 34 in die entsprechenden Eingriffsöffnungen 48 der Tischfederhülsen 38 eingeführt. Aufgrund der Vorspannung der Tischfeder 34 drücken die
Seitenschenkel 37 der Tischfeder 34 die Federenden 35 nach außen und beaufschlagen dadurch die Tischfederhülsen 38 in Querrichtung nach außen. Die Tischfederhülsen 38 sind dadurch formschlüssig und drehfest mit der Tischfeder 34 und mit der Rückenlehnenblende 20 verbunden.
Die Tischfederhülsen 38 drücken somit in Querrichtung nach außen auf die Drehzapfen 36 und pressen diese in die Tischeinheit 40 hinein. Somit ist die Tischeinheit 40 an der Rückenlehnenblende 20 der Rückenlehne 10 befestigt und mittels der von der Tischfeder 34 aufgebrachten Federkraft an der
Rückenlehnenblende 20 der Rückenlehne 10 gehalten. Bei einer Schwenkung der Tischeinheit 40 relativ zu der Rückenlehnenblende 20 schwenken auch die Drehzapfen 36 um den gleichen Winkel relativ zu den Tischfederhülsen 38.
Vorliegend weist jeder Drehzapfen 36 auf seiner der Tischfederhülse 38 zugewandten Stirnseite zusätzlich einen Nocken 44 auf. Jede Tischfederhülse 38
weist auf ihrer dem entsprechenden Drehzapfen 36 zugewandten Stirnseite zwei Rastmulden 46 auf, welche um etwa 80° zueinander versetzt angeordnet sind. Die Nocken 44 und die Rastmulden 46 liegen exzentrisch zu der Schwenkachse S und sind in radialer Richtung gleich weit von der Schwenkachse S entfernt. Die
Nocken 44 können somit in die Rastmulden 46 einfallen.
Die Nocken 44 und die Rastmulden 46 sind derart angeordnet, dass die Nocken 44 bei in Gebrauchsstellung befindlicher Tischeinheit 40 in zwei Rastmulden 46 einfallen. Bei in Nichtgebrauchsstellung befindlicher Tischeinheit 40 fallen die Nocken in die zwei anderen Rastmulden 46 ein. In der Gebrauchsstellung ebenso wie in der Nichtgebrauchsstellung drückt die Tischfeder 34 die Tischfederhülsen 38 gegen die Drehzapfen 36, wodurch die Nocken 44 jeweils in Rastmulden 46 gedrückt werden. Somit ist die Gebrauchsstellung ebenso wie die
Nichtgebrauchsstellung der Tischeinheit 40 festgelegt.
Bei einer Schwenkbewegung der Tischeinheit 40 von der Nichtgebrauchsstellung in die Gebrauchsstellung sowie von der Gebrauchsstellung in die
Nichtgebrauchsstellung ist somit zunächst die von der Tischfeder 34 aufgebrachte Federkraft, welche die Tischfederhülsen 38 gegen die Drehzapfen 36 drückt, zu überwinden. In der Gebrauchsstellung sowie in der Nichtgebrauchsstellung rastet die Tischeinheit 40 aufgrund der von der Tischfeder 34 aufgebrachten Federkraft und durch das Zusammenwirken der Nocken 44 mit den Rastmulden 46 selbstständig ein. An der Rückenlehnenblende 20 sind ferner zwei Anschlagdämpfer 24 aus einem weichen, elastischen Material, vorliegend Gummi, vorgesehen, an welche die Tischeinheit 40 bei Erreichen der Nichtgebrauchsposition anschlägt, und welche einen Aufprall der Tischeinheit 40 gegen die Rückenlehnenblende 20 dämpfen. Zur zusätzlichen Fixierung der Tischeinheit 40 in der Nichtgebrauchsstellung ist ein Rastknopf 26 an der Rückenlehnenblende 20 angebracht, welcher die
Tischeinheit 40 an der Rückenlehnenblende 20 hält.
Die in der vorstehenden Beschreibung, den Ansprüchen und den Zeichnungen offenbarten Merkmale können sowohl einzeln als auch in Kombination für die Verwirklichung der Erfindung in ihren verschiedenen Ausgestaltungen von Bedeutung sein.
Bezugszeichenliste
Fahrzeugsitz
Sitzteil
Oberschiene
Sitzrahmen
Unterschiene
Antriebseinrichtung
Rückenlehne
Sitzkissen
Entriegelungsbügel
Kopfstütze
Lehneneinstellbeschlag
Rückenlehnenblende
Rückenlehnennetz
Anschlagdämpfer
Rastknopf
Tischblende
Tischplatte
Zentraler Schenkel
Tischfeder
Federende
Drehzapfen
Seitenschenkel
Tischfederhülse
Fortsatz
Tischeinheit
Lageröffnung
Nocken
Rastmulde
Eingriffsöffnung Ausbuchtung Blendenöffnung Blendenhaken Schwenkachse