Beschreibung Titel
Kathodenmaterial für Lithium-Schwefel-Zelle
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Kathodenmaterials für eine Kathode einer galvanischen Zelle beziehungsweise zur Herstellung einer Kathode einer galvanischen Zelle sowie ein derartiges Kathoden- material, eine derartige Kathode oder eine derartige galvanische Zelle.
Stand der Technik
Um Batterien mit einer deutlich größeren Energiedichte herzustellen wird derzeit an der Lithium-Schwefel-Technologie geforscht. Theoretisch könnten mit dieser
Technologie Energiedichten von über 1.000 Wh/kg erzielt werden. Hierfür müsste die Kathode des galvanischen Elements jedoch vollständig aus elementarem Schwefel bestehen. Da elementarer Schwefel jedoch weder ionisch noch elektrisch leitfähig ist, werden Leitzusätze, wie Ruß, Graphit, Kohlenstoffnanoröhren, zur Kathodenmischung hinzugegeben, welche die Energiedichte deutlich senken.
Eine Methode zur Herstellung von Kathoden für Lithium-Schwefel-Batterien beruht darauf, Schwefe Ipartikel und Leitzusatz in einer Flüssigkeit zu dispergieren. Die Partikelgröße beträgt dabei je nach Dispergierparametern ca. 20 μηι bis 30 μηι. Die Schwefelpartikel sind bei derartig hergestellten Kathoden mit der
Rasterelektronenmikroskopie (REM) nachweisbar. Derartig hergestellte Kathoden weisen typischerweise eine Energiedichte von ca. 300 Wh/kg und eine Schwefelausnutzung von ca. 30 % auf. Die Druckschrift DE 699 06 814 T2 beschreibt eine Weiterentwicklung dieser Methode im Rahmen derer ein schwefelhaltiges Material und ein elektrisch leitendes
Material in einem flüssigen Medium dispergiert oder suspendiert, die Dispersion beziehungsweise Suspension auf ein Substrat gegossen, das flüssige Medium entfernt sowie das schwefelhaltige Material geschmolzen und wieder verfestigt wird.
Eine andere Methode zur Herstellung von Kathoden für Lithium-Schwefel- Batterien beruht auf dem Erhitzen von elementarem Schwefel und Polyacrylnitril (PAN) auf 280 °C bis 600 °C. Dabei wird der Schwefel an das sich ausbildende zyklisierte Polyacrylnitril, ein Polymer mit konjugiertem ττ-System, gebunden. Elementarer Schwefel kann dabei mit der der Rasterelektronenmikroskopie nicht aufgelöst werden. Derartig hergestellte Kathoden weisen typischerweise eine Energiedichte von ca. 350 Wh/kg auf.
Offenbarung der Erfindung
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung eines Kathodenmaterials für eine Kathode (Pluspol beim Entladevorgang) einer galvanischen Zelle beziehungsweise zur Herstellung einer Kathode einer galvanischen Zelle, insbesondere einer Alkali-Schwefel-Zelle/Batterie, beispielsweise einer Lithium- oder Natrium-Schwefel-Zelle/Batterie.
Erfindungsgemäß umfasst das Verfahren die Verfahrensschritte:
a) Mischen von elementarem Schwefel, mindestens einer elektrisch leitfähigen Komponente und einem Lösungsmittel oder Lösungsmittelgemisch, wobei der elementare Schwefel vollständig in dem Lösungsmittel oder Lösungsmittelgemisch gelöst wird, und
b) Entfernen des Lösungsmittels oder Lösungsmittelgemischs. Das erfindungsgemäße Verfahren hat den Vorteil, dass eine bessere Verteilung und Durchmischung des Schwefels und der elektrisch leitfähigen Komponente in der Kathodenmatrix erzielt werden kann, da in einer Lösung Moleküle feiner verteilt als in einer Dispersion oder Suspension sind. So kann vorteilhafterweise sogar eine nanoskalige Durchmischung erreicht werden. Durch eine derartige Ver- teilung und Durchmischung des Schwefels und der elektrisch leitfähigen Komponente kann vorteilhafterweise die elektrische und ionische Leitfähigkeit der Ka-
thode sowie die Schwefelerreichbarkeit und Schwefelausnutzung, insbesondere bei gleichem Schwefelgehalt, deutlich verbessert werden. Insbesondere kann so bei einem hohen Schwefelgehalt von mehr als 50 % oder 60 % eine signifikant höhere Schwefelausnutzung erhalten werden. Insgesamt können so vorteilhafterweise signifikant höhere Energiedichten als in bisher bekannten Lithium/Natrium-Schwefel-Batterien verwirklicht werden.
Das Mischen der Komponenten und das Lösen des Schwefels können in Verfahrensschritt a) sowohl teilweise oder vollständig gleichzeitig als auch nacheinander erfolgen.
Beispielsweise können der elementare Schwefel, die elektrisch leitfähige Komponente und das Lösungsmittel beziehungsweise Lösungsmittelgemisch in beliebiger Reihenfolge vorgelegt und gemischt werden, wobei der Schwefel beim Mischen vollständig in Lösung geht.
Im Rahmen einer Ausführungsform wird in Verfahrensschritt a) jedoch zunächst eine Lösung aus elementarem Schwefel und dem Lösungsmittel oder Lösungsmittelgemisch hergestellt und dann die mindestens eine elektrisch leitfähige Komponente zugemischt. Unter einer Lösung wird dabei ein homogenes Stoffgemisch aus einem oder mehreren Lösungsmitteln und einem oder mehreren darin gelösten Stoffen, wie elementarem Schwefel, verstanden, insbesondere welches durch Filtration und Zentrifugation nicht trennbar ist. Heterogene Stoffgemische, wie Dispersionen und Suspensionen, werden im Rahmen der vorliegenden Erfindung nicht als Lösungen verstanden.
Vorzugsweise gehen in Verfahrensschritt a) das Lösungsmittel oder Lösungsmittelgemisch und die mindestens eine elektrisch leitfähige Komponente keine chemische Reaktion beziehungsweise Bindung mit dem elementaren Schwefel ein, insbesondere bei welcher der Schwefel, beispielsweise in großem Anteil (mehr als 10 Molprozent des Schwefels) und/oder irreversibel, die Oxidationsstufe 0 verlässt. So kann vorteilhafterweise die mittlere Spannung erhalten bleiben und vermieden werden, dass die mittlere Spannung um ca. 0, 1 V - 0,3 V sinkt, wie es beim PAN-Konzept und anderen Systemen mit Polymer-Schwefel-Bindungen beobachtet wurde. Auf diese Weise kann bei gleicher Kapazität eine höhere Leistung erzielt werden.
Im Rahmen einer weiteren Ausführungsform ist die mindestens eine elektrisch leitfähige Komponente in Verfahrenschritt a) ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus elektrisch leitfähigen Polymeren, Polymeren, welche in elektrisch leitfä- hige Polymere umwandelbar sind, Kohlenstoffmodifikationen, insbesondere Graphit, Ruß und/oder Kohlenstoffnanoröhren, und Kombinationen davon. Insbesondere kann die mindestens eine elektrisch leitfähige Komponente in Verfahrenschritt a) ausgewählt sein, aus der Gruppe bestehend aus elektrisch leitfähigen Polymeren, Kohlenstoffmodifikationen, insbesondere Graphit, Ruß und/oder Koh- lenstoffnanoröhren, und Kombinationen davon.
Im Rahmen einer weiteren Ausführungsform ist die elektrisch leitfähige Komponente in Verfahrensschritt a) ein elektrisch leitfähiges Polymer oder eine Mischung aus elektrisch leitfähigen Polymeren. Elektrisch leitfähige Polymere ha- ben sich als besonders vorteilhaft erwiesen, da sie in geeigneten Lösungsmitteln lösbar sind und so eine verbesserte Verteilung und Durchmischung des Schwefels und der elektrisch leitfähigen Komponente erzielt werden kann. Insbesondere kann die elektrisch leitfähige Komponente in Verfahrensschritt a) ein intrinsisch leitfähiges Polymer oder eine Mischung aus intrinsisch leitfähigen Polyme- ren sein. Dabei kann unter einem intrinsisch leitfähigen Polymer insbesondere ein Polymer verstanden werden, welches ein konjugiertes ττ-Elektronensystem aufweist.
Im Rahmen einer weiteren Ausführungsform ist die mindestens eine elektrisch leitfähige Komponente in Verfahrensschritt a) ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Polythiophen und Polythiophenderivaten, Polypyrrol und Polypyrrolde- rivaten, Polyanilin und Polyanilinderivaten, Polyparaphenylen und Polyparaphe- nylenderivaten, Polyacetylen und Polyacetylenderivaten und Kombinationen davon. Insbesondere kann die mindestens eine elektrisch leitfähige Komponente in Verfahrensschritt a) ausgewählt sein aus der Gruppe bestehend aus Polythiophen und Polythiophenderivaten, beispielsweise Poly-3-alkyl-thiophenen (P3AT), beispielsweise Poly-3-ethyl-thiophen, Poly-3-buty-thiophen, Poly-3- hexyl-thiophen, Poly-3-octyl-thiophen, Poly-3-decyl-thiophen, Poly-3-dodecyl- thiophen und Kombinationen davon. Insbesondere durch die Löslichkeit und die filmbildenden Eigenschaften von Polythiophenderivaten, beispielsweise Poly-3- alkyl-thiophenen (P3AT), können vorteilhafterweise Kathoden hergestellt werden,
welche eine hervorragende Kontaktierung zwischen Kathodenmatrix und Schwefel besitzen ohne eine kovalente Bindung zwischen leitfähigem Polymer und Schwefel herzustellen. So kann vorteilhafterweise sowohl eine sehr feine Schwefelverteilung als auch eine hohe mittlere Spannung erzielt werden.
Im Rahmen einer weiteren Ausführungsform wird in Verfahrensschritt a) auch die mindestens eine elektrisch leitfähige Komponente vollständig in dem Lösungsmittel oder Lösungsmittelgemisch gelöst. So kann vorteilhafterweise eine verbesserte Verteilung und Durchmischung des Schwefels und der elektrisch leitfähigen Komponente erzielt werden.
Im Rahmen einer weiteren Ausführungsform ist das Lösungsmittel oder Lösungsmittelgemisch ausgewählt aus der Gruppe der organischen Lösungsmittel und organischen Lösungsmittelgemische. Insbesondere kann das Lösungsmittel derart ausgewählt sein, dass es kein Gel bildet.
Im Rahmen einer weiteren Ausführungsform ist das Lösungsmittel oder Lösungsmittelgemisch ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus aromatischen Kohlenwasserstoffen, wie Toluol, Phenol, Xylol, Benzol und/oder Chlorbenzol, heterocyclischen Verbindungen, wie N-Methyl-2-pyrrolidinon (NMP), und Kombinationen davon. Insbesondere kann das Lösungsmittel oder Lösungsmittelgemisch ausgewählt sein aus der Gruppe bestehend aus aromatischen Kohlenwasserstoffen, wie Toluol, Phenol, Xylol, Benzol und/oder Chlorbenzol, und Kombinationen davon. Derartige Lösungsmittel und Lösungsmittelgemische ha- ben sich im Rahmen der vorliegenden Erfindung als vorteilhaft erwiesen.
Im Rahmen einer weiteren Ausführungsform wird die Mischung in Verfahrensschritt a), insbesondere zur Herstellung der Schwefel-Lösung, auf eine Temperatur in einem Bereich von > 20 °C bis < 280 °C oder von > 30 °C bis < 250 °C, ins- besondere von > 50 °C bis < 200 °C, zum Beispiel von > 50 °C bis < 150 °C, erhitzt. Durch das Erhitzen der Mischung in Verfahrensschritt a) kann vorteilhafterweise die Löslichkeit des elementaren Schwefels und auch der elektrisch leitfähigen Komponente in dem Lösungsmittel oder Lösungsmittelgemisch erhöht werden. Die Mischung sollte in Verfahrensschritt a) jedoch nicht zu stark erhitzt wer- den, um eine Reaktion zwischen dem Schwefel und der elektrisch leitfähigen
Komponente oder eine Zersetzung der elektrisch leitfähigen Komponente zu verhindern.
Im Rahmen einer weiteren Ausführungsform umfasst das Verfahren, insbesondere nach dem Verfahrensschritt a) und vor dem Verfahrensschritt b), weiterhin den Verfahrensschritt:
a1) Zumischen mindestens einer weiteren elektrisch leitfähigen Komponente, beispielsweise einer oder mehrerer Kohlenstoffmodifikationen, wie Graphit, Ruß und/oder Kohlenstoffnanoröhren, zu der Mischung aus Verfahrensschritt a).
Die in Verfahrensschritt a1) zugemischte weitere elektrisch leitfähige Komponente kann in der Mischung oder Lösung aus Verfahrensschritt a) entweder ebenfalls, insbesondere vollständig, gelöst oder dispergiert oder suspendiert werden. Insbesondere kann die in Verfahrensschritt a1) zugemischte weitere elektrisch leitfähige Komponente in der Mischung oder Lösung aus Verfahrensschritt a) dispergiert oder suspendiert werden.
Vorzugsweise werden die Komponenten in Verfahrensschritt a) und/oder a1) gerührt. So kann vorteilhafterweise ein gute Durchmischung erzielt werden.
Die Mischung aus Verfahrensschritt a) oder a1) kann sowohl direkt auf ein Substrat, beispielsweise einen Kathodenstromkollektor, zum Beispiel aus Aluminium, aufgebracht werden und auf diesem durch Entfernen des Lösungsmittels beziehungsweise Lösungsmittelgemischs verfestigt werden.
Im Rahmen einer Ausführungsform umfasst das Verfahren daher, insbesondere nach dem Verfahrensschritt a) beziehungsweise a1) und vor dem Verfahrensschritt b), den Verfahrensschritt:
bO) Aufbringen der Mischung aus Verfahrensschritt a) oder a1) auf ein Substrat, beispielsweise einen Kathodenstromkollektor, zum Beispiel aus Aluminium. Das Aufbringen kann beispielsweise mittels Rakeln erfolgen. So können vorteilhafterweise Kathodenmaterialschichten mit einer geringen Schichtdicke, beispielsweise von > 10 μηι bis <150 μηι oder von > 10 μηι bis <100 μηι, erzeugt werden, welche insbesondere für hohe Ströme gut geeignet sind.
Es ist jedoch ebenso möglich, dass die Mischung aus Verfahrensschritt a) oder a1) zunächst in Verfahrensschritt b) von dem Lösungsmittel oder Lösungsmittelgemisch befreit und in einem späteren Verfahrensschritt, beispielsweise in einem anderen Lösungsmittel oder Lösungsmittelgemisch dispergiert, suspendiert oder gelöst, auf ein Substrat, beispielsweise einen Kathodenstromkollektor, zum Beispiel aus Aluminium, aufgebracht wird.
Um Zellen mit - bezogen auf das Gesamtgewicht der Zelle - hohen Energiedichten zu erzeugen, können auch Kathodenmaterialschichten mit größeren Schicht- dicken, beispielsweise von mehr als 100 μηι oder mehr als 120 μηι oder mehr als
150 μηι, erzeugt werden. Hierfür wird vorzugsweise zusätzlich mindestens ein Bindemittel zugemischt.
Im Rahmen einer weiteren Ausführungsform wird daher in Verfahrensschritt a) oder a1) weiterhin mindestens ein Bindemittel zugemischt wird. Beispielsweise kann das mindestens eine Bindemittel ausgewählt sein aus der Gruppe bestehend aus Fluorpolymeren, Polyacrylaten, Polyethylenoxiden, wasserlöslichen Bindern, wie Cellulose sowie Cellulosederivate, und Kombinationen davon. Insofern die Mischung aus Verfahrensschritt a) oder a1) zunächst in Verfahrensschritt b) von dem Lösungsmittel oder Lösungsmittel befreit und in einem späteren Verfahrensschritt in einem anderen Lösungsmittel oder Lösungsmittelgemisch dispergiert, suspendiert oder gelöst, auf ein Substrat, beispielsweise einen Kathodenstromkollektor, aufgebracht wird, kann das mindestens eine Bindemittel ebenso zu dem anderen Lösungsmittel oder Lösungsmittelgemisch zugemischt werden.
Hinsichtlich weiterer Vorteile und Merkmale des erfindungsgemäßen Verfahrens wird hiermit explizit auf die Erläuterungen im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Kathodenmaterial, der erfindungsgemäßen Kathode, der erfin- dungsgemäßen Zelle, der erfindungsgemäßen Verwendung und der Figurenbeschreibung verwiesen.
Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Kathodenmaterial beziehungsweise eine Kathode, insbesondere für eine Alkali-Schwefel-
Zelle/Batterie, beispielsweise für eine Lithium- oder Natrium-Schwefel- Zelle/Batterie, welche/s durch ein erfindungsgemäßes Verfahren hergestellt ist.
Hinsichtlich weiterer Vorteile und Merkmale des erfindungsgemäßen Kathoden- materials und der erfindungsgemäßen Kathode wird hiermit explizit auf die Erläuterungen im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Verfahren, der erfindungsgemäßen Zelle, der erfindungsgemäßen Verwendung und der Figurenbeschreibung verwiesen.
Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine galvanische Zelle, insbesondere eine Alkali-Schwefel-Zelle/Batterie, beispielsweise eine Lithiumoder Natrium-Schwefel-Zelle/Batterie, welche ein erfindungsgemäßes Kathodenmaterial oder eine erfindungsgemäße Kathode umfasst. Derartige galvanische Zellen können für alle Anwendungen, die mit einer Batterie oder Akkumulatoren ausgestattet werden, eingesetzt. Dies können beispielsweise Elektro- oder Hybridfahrzeuge, Elektrowerkzeuge, Gartengeräte, Multimedia- und/oder Kommunikationsgeräte, wie Notebooks, Mobiltelefone, PDAs, elektronische Bücher, etc., oder aber auch stationäre Energiespeichersysteme für Häuser oder Anlagen sein. Aufgrund der hohen Energiedichten sind derartige galvanische Zellen insbesondere für Elektro- oder Hybridfahrzeuge und stationäre Energiespeichersysteme geeignet.
Hinsichtlich weiterer Vorteile und Merkmale der erfindungsgemäßen galvanischen Zelle wird hiermit explizit auf die Erläuterungen im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Verfahren, dem erfindungsgemäßen Kathodenmaterial, der erfindungsgemäßen Kathode, der erfindungsgemäßen Verwendung und der Figurenbeschreibung verwiesen.
Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist die Verwendung einer Lösung, welche ein organisches Lösungsmittel oder ein Lösungsmittelgemisch aus organischen Lösungsmitteln und darin, insbesondere vollständig, gelöstem, elementaren Schwefel umfasst, zur Herstellung eines Kathodenmaterials oder einer Kathode einer Alkali-Schwefel-Zelle/Batterie, insbesondere einer Lithiumoder Natrium-Schwefel-Zelle/Batterie.
Hinsichtlich weiterer Vorteile und Merkmale der erfindungsgemäßen Verwendung wird hiermit explizit auf die Erläuterungen im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Verfahren, dem erfindungsgemäßen Kathodenmaterial, der er- findungsgemäßen Kathode, der erfindungsgemäßen Zelle und der Figurenbeschreibung verwiesen.
Zeichnungen und Beispiele
Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Gegenstände werden durch die Zeichnung veranschaulicht und in der nachfolgenden Beschreibung erläutert. Dabei ist zu beachten, dass die Zeichnung nur beschreibenden Charakter hat und nicht dazu gedacht ist, die Erfindung in irgendeiner Form einzuschränken. Es zeigt
Fig. 1 einen Graphen zur Veranschaulichung des Spannungsverlaufs einer Lithium-Schwefel-Zelle mit einer durch eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Verfahrens hergestellten Kathode.
Figur 1 zeigt den Spannungsverlauf einer Lithium-Schwefel-Zelle mit einer durch eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Verfahrens hergestellten Kathode. Zur Herstellung der Kathode wurden 0,1 1 g elementarer Schwefel in 7 ml Toluol mit einer Temperatur von 50 °C gelöst. Anschließend wurden 0,05 g Poly-3- hexyl-thiophen hinzugegeben und die Lösung für 60 Minuten gerührt. Anschließend wurden 0,03 g Graphit und 0,02 g Ruß hinzugefügt und die resultierende Dispersion weitere 60 Minuten gerührt. Der so hergestellte Kathodenslurry wird auf eine Aluminiumfolie geräkelt und bei 60°C auf einer Heizplatte getrocknet.
Die Schichtdicke beträgt im getrockneten Zustand 15 μηι bis 20 μηι.
Figur 1 zeigt das Entladeprofil einer Lithium-Schwefel-Zelle mit einer so erhaltenen Kathode für den ersten 1 bis fünften 5 Ladezyklus. Figur 1 zeigt, dass so- wohl hohe Kapazitäten von über 550 mAh/g Kathodenmaterial als auch eine hohe Durchschnittsspannung von ca. 2, 1 V erzielt wurden. Daraus ergibt sich eine
Energiedichte von ca. 500 Wh/kg. Die Zyklenstabilität kann durch verschiedene Parameter, beispielsweise eine größere Schichtdicke des Kathodenmaterials weiter gesteigert werden.