Haushaltskältegerät mit einer ein Ableitblech aufweisenden Verdampferplatine und Verfahren zum Herstellen einer solchen Verdampferplatine mit Ableitblech
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Haushaltskältegerät, aufweisend einen Korpus mit einem Innenbehälter, der wenigstens einen Kühlraum begrenzt und mindestens einen operativ mit einer Kältevorrichtung zum Kühlen des wenigstens einen Kühlraums verbundenen Verdampfer, der im zugeordneten Kühlraum in einem Abstand von einer inneren Wand des Innenbehälters angeordneten ist, wobei der inneren Wand eine unterhalb des Verdampfers angeordnete Tauwasser-Auffangrinne zum Sammeln des von dem Ver- dampfer abtropfenden Tauwassers zugeordnet ist.
Ein Haushaltskältegerät ist in DE 199 07 124 A1 beschrieben. Das dort beschriebene Haushaltskältegerät weist einen Kühlraum mit einem Boden auf, der unterhalb des Verdampfers mit einer Tauwasserauffangrinne versehen ist, welche zum Auffangen des während eines Abtauvorganges des Verdampfers anfallenden Schmelzwassers im wesentli- chen über die Breite des Kühlraumes angeordnet ist. Die Tauwasserauffangrinne weist ein Rinnenbett mit einem in etwa in der Mitte ihrer Breite vorspringenden Abschnitt auf. Das Rinnenbett ist aus einer Rinnenwandung und einem Rinnenboden gebildet, an dessen freien Ränder die Rinnenwandung umlaufend angeordnet ist. Der Rinnenboden besitzt ein Gefälle, welches auf eine in ihn eingebrachte, innerhalb des vorspringenden Ab- Schnitts angeordnete Abflussöffnung mit sichelähnlichem Öffnungsquerschnitt zuläuft. Die Abflussöffnung mündet in einem Tauwasserablaufrohr, welches wie die Abflussöffnung einen sichelähnlichen Durchflussquerschnitt besitzt.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Haushaltskältegerät mit einer verbesserten Ableitung des von einem Verdampfer abtropfenden Tauwassers in eine Auffangrinne zu schaffen.
Die Aufgabe wird gelöst durch ein Haushaltskältegerät, aufweisend einen Korpus mit einem Innenbehälter, der wenigstens einen Kühlraum begrenzt und mindestens einen operativ mit einer Kältevorrichtung zum Kühlen des wenigstens einen Kühlraums verbundenen Verdampfer, der im zugeordneten Kühlraum in einem Abstand von einer inneren
Wand des Innenbehälters angeordneten ist, wobei der inneren Wand eine unterhalb des Verdampfers angeordnete Tauwasser-Auffangrinne zum Sammeln des von dem Verdampfer abtropfenden Tauwassers zugeordnet ist und wobei der Verdampfer eine Ableitrinne zum Umlenken des vom Verdampfer abtropfenden Tauwassers in Richtung der inneren Wand aufweist.
Indem der Verdampfer eine Ableitrinne zum Umlenken des vom Verdampfer abtropfenden Tauwassers in Richtung der inneren Wand aufweist, ist eine sichere Hinführung des Tauwassers zur inneren Wand des Innenbehälters bzw. zur Tauwasser-Auffangrinne gewährleistet.
Durch die Erfindung wird erreicht, dass das von dem Verdampfer abtropfende Tauwasser keiner tiefen Fallstrecke ausgesetzt ist und somit keine große Beschleunigung erfährt, aufgrund derer die Tauwassertropfen mit hoher Geschwindigkeit auf die Tauwasser- Auffangrinne auftreffen und Spritz-Tauwasser in den Kühlraum herausspritzen würden. Mit der erfindungsgemäßen Ableitrinne erfahren die von einer Unterkante des Verdamp- fers sich lösenden Tauwassertropfen nur eine geringe Beschleunigung auf einer kurzen Fallhöhe, bevor sie auf die Ableitrinne auftreffen. Damit ist ein Spritzen verhindert. Des weiteren werden die Tauwassertropfen auf die innere Wand des Innenbehälters abgeleitet, so dass die Tauwassertropfen keiner tiefen Fallstrecke ausgesetzt sind, sondern an der inneren Wand entlang ablaufen. Ist die Tauwasser-Auffangrinne unmittelbar angren- zend an die innere Wand angeordnet, können die Tauwassertropfen sofort in die Tauwasser-Auffangrinne abfließen, ohne dass Spritz-Tauwasser in den Kühlraum herausspritzen kann.
Zweck der Erfindung ist es auch, das Abtauwasser bei innen liegenden Kühlfachverdampfern sauber in eine Auffangrinne d.h. die Tauwasser-Auffangrinne zu leiten. Bei den sonst verwendeten nicht innen liegenden Verdampfern sitzt der Verdampfer direkt hinter der Innenbehälter-Rückwand, wobei sich die Feuchtigkeit an der inneren Rückseite des Kühlfachs niederschlägt und von dort relativ sicher in die Auffangrinne geleitet werden kann. Der innen liegende Verdampfer dagegen ist vor der Geräte-Rückwand in einem Abstand im Kühlraum platziert. Die Feuchtigkeit d.h. das Tauwasser schlägt sich in diesem Fall an der kälteren Verdampferoberfläche und nicht an der inneren Geräte-Rückseite nieder. Beim Abtauvorgang fließt deshalb das Abtauwasser mit relativ hoher Geschwindigkeit an
dem Verdampfer abwärts, prallt auf die entfernt darunter liegende Auffangrinne und spritzt dabei wegen der großen Fallhöhe teilweise in den Innenraum d.h. den Kühlraum. Eine Lösung besteht darin, dass durch eine zusätzliche, in kurzem Abstand zur Verdampferunterkante angebrachten Ableitrinne das Abtropfen und damit das freie Fallen des Abtau- wasser weitgehend verhindert und das Wasser definiert an die Geräte-Rückwand geleitet wird. Von dort kann es dann wie gewohnt nach unten in die Auffangrinne geleitet werden. Ziel der Erfindung ist insoweit auch, ein gesondertes Zusatzteil zu vermeiden und dessen Funktionen auf den Verdampfer zu übertragen. Realisiert wird dies dadurch, dass der Verdampfer im unteren Bereich eine Ableitrinne bzw. ein Ableitblech aufweist oder der Verdampfer so gestaltet ist, dass eine Ableitrinne bzw. ein Ableitblech aus dem unteren Bereich des Verdampfers heraus gebogen werden kann. Eine solche einteilige, funktions- vereinigende Ausbildung bringt einen Kostenvorteil, da keine zusätzlichen Teile erforderlich sind. Der Verdampfer kann als Verdampferplatine ausgebildet sein und das Ableitblech entlang einer unteren Kante der Verdampferplatine angeordnet sein. Das Ableit- blech kann entweder an der Verdampferplatine befestigt sein oder durch einen Abschnitt der Verdampferplatine gebildet werden.
Die Ableitrinne bzw. das Ableitblech kann zum Umlenken des sowohl von einer der inneren Wand zugewandten Seite der Verdampferplatine als auch von einer der inneren Wand abgewandten Seite der Verdampferplatine abtropfenden Tauwassers ausgebildet sein. Als Ableitrinne kann ein gesondertes Bauteil dienen, das an der Unterkante der Verdampferplatine angebracht wird. Dabei kann die Ableitrinne beispielsweise als Kunststoffteil hergestellt sein. Eine solche Ableitrinne kann unmittelbar an der Verdampferplatine befestigt, bspw. angeklipst sein.
In der Ausgestaltung als Ableitblech kann die Ableitrinne einstückig, insbesondere einstof- fig mit der Verdampferplatine ausgebildet sein. Dabei kann das Ableitblech von einem aus der Ebene der Verdampferplatine heraus gebogenem Abschnitt der Verdampferplatine gebildet werden. Die Verdampferplatine und damit das Ableitblech kann aus einem gut wärmeleitfähigen Material, insbesondere einem metallischen Werkstoff wie bspw. Aluminium gefertigt sein. Aluminium ist ein beispielhafter Werkstoff, der auch eine ausreichende Duktilität aufweist, um leicht gebogen zu werden.
Insbesondere kann das Ableitblech von einem Verdampferplatinen-Abschnitt gebildet werden, der nach unten von einer Unterkante der Verdampferplatine und nach oben von einem Innenschlitz in der Verdampferplatine begrenzt ist. So kann das Ableitblech einstückig bzw. einstoffig als einzelnes Bauteil zusammen mit der Verdampferplatine hergestellt werden. Eine gesonderte Montage des Ableitblechs an der Verdampferplatine kann entfallen und somit die Herstellung kostengünstiger erfolgen.
Der Verdampferplatinen-Abschnitt kann mit seiner Oberseite der inneren Wand zugewandt aus der Ebene der restlichen Verdampferplatine herausgekippt angeordnet sein. Durch diese Orientierung wird das von der Verdampferplatine abtropfende Tauwasser aufgrund der Schwerkraft auf die innere Wand zugeleitet.
Dabei kann der Verdampferplatinen-Abschnitt durch seitlich gegenüberliegende Stegabschnitt mit der restlichen Verdampferplatine verbunden sein. Der Verdampferplatinen- Abschnitt kann folglich dadurch aus der Ebene der restlichen Verdampferplatine herausgekippt werden, indem der Verdampferplatinen-Abschnitt gegenüber der Verdampferplati- ne an den Stegabschnitten scharnierartig verdreht wird.
Insbesondere kann der Verdampferplatinen-Abschnitt durch plastisches Verwinden der Stegabschnitt aus der Ebene der restlichen Verdampferplatine herausgekippt angeordnet sein. Dabei findet ein Verdrillen bzw. ein Verdrehen der Stegabschnitte statt. Die Stegabschnitte erfahren dadurch eine bleibende Torsion.
Zur Bildung sowohl eines ersten Teils des Verdampferplatinen-Abschnitts, der von einer der inneren Wand zugewandten Rückseite der Verdampferplatine vorspringt als auch eines zweiten Teils des Verdampferplatinen-Abschnitts, der von einer der inneren Wand abgewandten Frontseite der Verdampferplatine vorspringt, können die seitlich gegenüberliegenden Stegabschnitte in einer mittleren Höhe des Verdampferplatinen-Abschnitts an- geordnet sein. Sowohl der erste Teil des Verdampferplatinen-Abschnitts als auch der zweite Teil des Verdampferplatinen-Abschnitts kann jeweils ca. 5 mm bis 10 mm breit sein oder um diesen Betrag aus der Ebene der restlichen Verdampferplatine vorspringen. Die Breite des ersten und zweiten Teils des Verdampferplatinen-Abschnitts ist jedenfalls so breit zu wählen, dass die von der Verdampferplatine abtropfenden Tauwassertropfen si- eher aufgefangen werden können.
Dabei kann der Verdampferplatinen-Abschnitt in einem Winkel zwischen 30 und 45 Grad aus der Ebene der restlichen Verdampferplatine herausgeschwenkt angeordnet sein. Durch eine geringere Neigung als 45 Grad und eine größere Neigung als 30 Grad ist ein Abbremsen der von der Verdampferplatine abtropfenden Tauwassertropfen gewährleistet und gleichzeitig ein sanftes Ableiten der Tauwassertropfen auf die innere Wand zu sichergestellt.
Der Verdampferplatinen-Abschnitt kann in einer solchen Höhe angeordnet sein, dass die sich in der Ebene der Verdampferplatine erstreckende Mittellinie des Verdampferplatinen- Abschnitts in einem Abstand zwischen 5 mm und 10 mm unterhalb der an den Innen- schlitz angrenzenden Einschnittkante der restlichen Verdampferplatine befindet.
Der Verdampferplatinen-Abschnitt kann so weit abgewinkelt sein, dass eine der inneren Wand zugewandte Abschnittskante des Verdampferplatinen-Abschnitts bis auf einen Abstand von 5 bis 10 mm an die inneren Wand herangezogen ist.
Zwei seitlich gegenüberliegende Stegabschnitte, welche insbesondere Haltemittel für den Verdampferplatinen-Abschnitt bilden, können durch einen Innenschlitz und seitlich gegenüberliegende randoffene Einschnitte der Verdampferplatine gebildet werden. Sowohl der Innenschlitz als auch die randoffenen Einschnitte können spanlos bspw. durch Stanzen gefertigt werden. Der Innenschlitz und die randoffenen Einschnitte können in demselben Arbeitsgang durch Stanzen hergestellt werden.
Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zum Herstellen eines Ableitblechs zum Umlenken des von einer Verdampferplatine abtropfenden Tauwassers eines Haushaltskältegeräts mit den folgenden Schritte:
- Stanzen einer Verdampferplatine aus einem Blech;
- Stanzen eines Innenschlitzes und zweier randoffener Einschnitte in die Verdamp- ferplatine zur Bildung von seitlich gegenüberliegenden Stegabschnitten, welche das von der Verdampferplatine durch das Stanzen abgegrenzte Ableitblech mit der restlichen Verdampferplatine verbinden;
- Schwenken des Ableitblechs aus der Ebene der restlichen Verdampferplatine durch Biegen der Stegabschnitte, derart, dass in der Einbaulage des Verdampfers im Haushaltskältegerät das Ableitblech mit seiner Oberseite der inneren Wand eines Innenbehälters des Haushaltskältegeräts zugewandt angeordnet ist.
In einer Weiterbildung des Verfahrens kann das Stanzen der Verdampferplatine, das Stanzen des Innenschlitzes und der beiden randoffenen Einschnitte und das Schwenken des Ableitblechs durch Biegen der Stegabschnitte in einem einzigen Arbeitsschritt, insbesondere durch einen einzigen Stanz-/Biege-Vorgang erfolgen.
Eine beispielhafte Ausführungsform der Erfindung ist an Hand der Figuren 1 bis 5 be- schrieben. Aus der detaillierten Beschreibung dieses konkreten Ausführungsbeispiels ergeben sich auch weitere generelle Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung.
Es zeigen:
Figur 1 eine perspektivische Ansicht eines Kältegeräts für Haushaltszwecke mit einer Verdampferplatine und einer Tropfwasser-Auffangrinne;
Figur 2 eine Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Verdampferplatine;
Figur 3 eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen Verdampferplatine mit heraus gebogenem Verdampferplatinen-Abschnitt;
Figur 4 eine Teilansicht von der Seite der erfindungsgemäßen Verdampferplatine mit heraus gebogenem Verdampferplatinen-Abschnitt gemäß Fig. 3;
Figur 5 eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Verfahrensablaufs zum Herstellen eines Ableitblechs zum Umlenken des von der Verdampferplatine abtropfenden Tauwassers des Haushaltskältegeräts.
Ein Haushaltskältegerät 10 gemäß Fig. 1 weist einen Korpus 1 1 mit einem Innenbehälter
12 auf. Der Innenbehälter 12 begrenzt einen Kühlraum 15. An einer inneren Wand 16 ist ein Verdampfer 17 angeordnet. Der Verdampfer 17 ist in einem Abstand zur rückwärtigen
inneren Wand 16 im Kühlraum 15 befestigt. Der Verdampfer 17 ist an eine nicht näher dargestellte Kältevorrichtung operativ angeschlossen. In einem deutlichen Abstand unterhalb des Verdampfers 17 ist eine Tauwasser-Auffangrinne 20 angeordnet. Die Tauwasser-Auffangrinne 20 weist eine umlaufende Wandung 21 und einen Ablauf 22 auf, der das in der Tauwasser-Auffangrinne 20 gesammelte Tauwasser aus dem Kühlraum 15 heraus leitet. Die Tauwasser-Auffangrinne 20 ist etwa in Höhe eines Bodens 18 des Innenbehälters 12 angeordnet. Die Tauwasser-Auffangrinne 20 grenz mit ihrer rückseitigen Abschnitt der Wandung 21 unmittelbar an die innere Wand 16 des Innenbehälters 12 an. Eine Verdampferplatine 17a des Verdampfers 17 ist in Fig. 2 in Alleinstellung mit einem erfin- dungsgemäßen Ableitblech 23 gezeigt.
Die in Fig. 2 dargestellte Verdampferplatine 17a ist aus einem ebenen, flachen Blech hergestellt. Die Verdampferplatine 17a besteht aus einem gut wärmeleitfähigen Material, wie insbesondere Aluminium und dessen Legierungen. Die Verdampferplatine 17a weist eine rechteckige Grundform auf. Sie ist aus einem wenige Millimeter dünnen Blech hergestellt. Die Ecken der Verdampferplatine 17a können Fasen 24 aufweisen. Zur Befestigung der Verdampferplatine 17a an dem Innenbehälter 12 in einem Abstand von der rückwärtigen inneren Wand 16 weist die Verdampferplatine 17a Befestigungslöcher 25 auf. Die Verdampferplatine 17a weist einen Innenschlitz 26 und zwei randoffene Einschnitte 27a und 27b auf. Ein mittlerer gerader Bereich 28 des Innenschlitzes 26 erstreckt sich parallel zu einer Unterkante 29 der Verdampferplatine 17a. Der mittlere gerade Bereich 28 begrenzt einen Verdampferplatinen-Abschnitt 30 von oben. Der Verdampferplatinen-Abschnitt 30 wird nach unten hin von der Unterkante 29 der Verdampferplatine 17a begrenzt. Der Innenschlitz 26 weist an einem ersten Ende des mittleren geraden Bereichs 28 einen im rechten Winkel abzweigenden ersten Schenkelabschnitt 31a und an einem gegenüberlie- genden zweiten Ende des mittleren geraden Bereichs 28 einen ebenfalls im rechten Winkel abzweigenden zweiten Schenkelabschnitt 31 b auf. Der erste Schenkelabschnitt 31a und der zweite Schenkelabschnitt 31 b verlaufen parallel zueinander und in einem solchen abstand voneinander, so dass sie den Verdampferplatinen-Abschnitt 30 von rechts und links begrenzen. Diese seitliche Begrenzungen erstrecken sich nur teilweise und insbe- sondere etwas weniger als hälftig auf die Unterkante 29 der Verdampferplatine 17a zu. Dem ersten Schenkelabschnitt 31 a zugeordnet ist in die Verdampferplatine 17a der erste randoffene Einschnitt 27a eingebracht. Dem zweiten Schenkelabschnitt 31 b zugeordnet ist in die Verdampferplatine 17a der zweite randoffene Einschnitt 27b eingebracht. Der
erste randoffene Einschnitt 27a fluchtet dabei mit der Längserstreckung des ersten Schenkelabschnitts 31a, wobei zwischen erstem Schenkelabschnitt 31 a und erstem randoffenen Einschnitt 27a ein erster Stegabschnitt 32a gebildet wird. In gleicher Weise fluchtet der zweite randoffene Einschnitt 27b mit der Längserstreckung des zweiten Schen- kelabschnitts 31 b, wobei zwischen zweitem Schenkelabschnitt 31 b und zweitem randoffenen Einschnitt 27b ein zweiter Stegabschnitt 32b gebildet wird. Die beiden Stegabschnitte 32a und 32b bilden Haltebrücken, welchen den Verdampferplatinen-Abschnitt 30 an der restlichen Verdampferplatine 17a festhalten. Durch den Innenschlitz 26 und die beiden randoffenen Einschnitte 27a, 27b wird der Verdampferplatinen-Abschnitt 30 von der restlichen Verdampferplatine 17a abgegrenzt. Dieser abgegrenzte Verdampferplatinen-Abschnitt 30 bildet das Ableitblech 23. Die weitere Funktion der beiden Stegabschnitte 32a und 32b ist in Verbindung mit Fig. 3 weiter erläutert.
Die Fig. 3 zeigt die Verdampferplatine 17a nach Fig. 2 mit einem aus der Ebene der Verdampferplatine 17a heraus gebogenem Verdampferplatinen-Abschnitt 30 bzw. geboge- nem Ableitblech 23. Der Verdampferplatinen-Abschnitt 30 ist durch Verwinden bzw. geringfügiges Verdrehen der beiden Stegabschnitte 32a und 32b aus der Ebene der Verdampferplatine 17a heraus gebogen. Der Verdampferplatinen-Abschnitt 30 ist derart gekippt, dass seine Oberseite 33, wie in Fig. 4 dargestellt, der inneren Wand 16 des Innenbehälters 12 zugewandt ist d.h. auf sie gerichtet ist. Die Stegabschnitte 32a und 32b sind in einer mittleren Höhe des Verdampferplatinen-Abschnitts 30 angeordnet. Die Stegabschnitte 32a und 32b erstrecken sich entlang der Mittellinie 34. Durch das Verwinden bzw. geringfügige Verdrehen der beiden Stegabschnitte 32a und 32b springt ein erster Teil 35 des Verdampferplatinen-Abschnitts 30 von einer Rückseite 36 der Verdampferplatine 17a in Richtung der inneren Wand 16 vor. Ein zweiter Teil 37 des Verdampferplatinen- Abschnitts 30 springt von einer Frontseite 38 der Verdampferplatine 17a in den Kühlraum 15 vor. Dadurch wird eine Abschnittskante 39 an die innere Wand 16 herangezogen d.h. auf die innere Wand 16 zu bewegt. Auf der Frontseite 38 der Verdampferplatine 17a kondensierendes Tauwasser läuft aufgrund des Schwerkrafteinflusses bis an eine untere Einschnittkante 40. Die untere Einschnittkante 40 wird durch den oberen Rand des mittleren geraden Bereichs 28 des Innenschlitzes 26 gebildet. Von der Einschnittkante 40 tropft das Tauwasser auf die Oberseite 33 des Verdampferplatinen-Abschnitts 30 bzw. des Ableitbleches 23. Aufgrund der geringen Fallhöhe bzw. der deutlich reduzierten Fallhöhe wird das Tauwasser vollständig aufgefangen und kein Tauwasser spritzt in den Kühlraum 15.
Über die entstandene Öffnung des Innenschlitzes 26 und aufgrund der schrägen Winkellage des Verdampferplatinen-Abschnitts 30 gegenüber der Schwerkraftrichtung wird das auf der Frontseite 38 der Verdampferplatine 17a kondensierte Tauwasser nach hinten, also zur Rückseite 36 der Verdampferplatine 17a und damit in Richtung der inneren Wand 16 geleitet. In analoger Weise gelangt auch das auf der Rückseite 36 der Verdampferplatine 17a kondensierende Tauwasser auf die Oberseite 33 des Verdampferplatinen- Abschnitts 30 bzw. des Ableitbleches 23 und wird insbesondere zusammen mit dem Tauwasser von der Frontseite 38 in Richtung der inneren Wand 16 geleitet. Zwischen der Abschnittskante 39 und der inneren Wand 16 verbleibt ein Spalt, so dass das zusammen- geführte Tauwasser entlang der inneren Wand 16 in die Tauwasser-Auffangrinne 20 abfließen kann.
In der Fig. 5 ist eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Verfahrensablaufs zum Herstellen eines Ableitblechs zum Umlenken des von der Verdampferplatine abtropfenden Tauwassers des Haushaltskältegeräts gezeigt. Nach einem Beginn A des Verfahren wird in einem ersten Verfahrensschritt S1 eine Verdampferplatine 17a aus einem Blech gestanzt. Anschließend wird in einem zweiten Verfahrensschritt S2 ein Innenschlitz 26 und zwei randoffene Einschnitte 27a und 27b in die Verdampferplatine 17a zur Bildung von seitlich gegenüberliegenden Stegabschnitten 32a und 32b gestanzt, welche das von der Verdampferplatine 17a durch das Stanzen abgegrenzte Ableitblech 23 bzw. den Verdampferplatinen-Abschnitt 30 mit der restlichen Verdampferplatine 17a verbinden. In einem dritten Verfahrensschritt S3 wird das Ableitblech 23 bzw. den Verdampferplatinen-Abschnitt 30 aus der Ebene der restlichen Verdampferplatine 17a durch Biegen der Stegabschnitte, derart geschwenkt, dass in der Einbaulage des Verdampfers 17 im Haushaltskältegerät 10 das Ableitblech 23 bzw. der Verdampferplatinen-Abschnitt 30 mit seiner Oberseite 33 der inneren Wand 16 eines Innenbehälters 12 des Haushaltskältegeräts 10 zugewandt angeordnet ist.
In einer Weiterbildung des Verfahrens kann das Stanzen der Verdampferplatine 17a, das Stanzen des Innenschlitzes 26 und der beiden randoffenen Einschnitte 27a und 27b und das Schwenken des Ableitblechs 23 bzw. den Verdampferplatinen-Abschnitt 30 durch Biegen der Stegabschnitte 32a und 32b in einem einzigen Arbeitsschritt, Verfahrensschritt S3, insbesondere durch einen einzigen Stanz-/Biege-Vorgang erfolgen.