Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Justieren eines
Baukörpers, insbesondere eines Fensterrahmens, in einer
Gebäudeöffnung mit einem Justierelement enthaltend einen
Bolzen, der in einer an dem Baukörper befestigten und
sich in einer Aufnahmebohrung desselben erstreckenden Hülse
axial verschiebbar gelagert ist, und dass der Bolzen
auf einer dem Baukörper abgewandten Seite mit einem Abstützelement
starr verbunden ist.
Aus der DE 102 08 362 A1 ist bereits eine Vorrichtung zum
Justieren eines Baukörpers bekannt, bei der ein Justierelement
aus einem Bolzen und einer Hülse gebildet ist. Die
Hülse ist in einer Aufnahmebohrung des Baukörpers angeordnet
und mittels Befestigungsmitteln an demselben befestigt.
Der Bolzen weist in Umfangsrichtung einen Gewindeabschnitt
und einen Nichtgewindeabschnitt auf. Hierdurch
lässt sich der Bolzen auf einfache Weise in Abhängigkeit
von der Drehstellung desselben in axialer Richtung verschieben
und dann festlegen. Das bekannte Justierelement,
das sich in der Praxis grundsätzlich bewährt hat, weist
jedoch den Nachteil auf, dass der Aufwand zur Herstellung
des Justierelementes relativ hoch ist.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung
zum Justieren eines Baukörpers in eine Gebäudeöffnung
derart weiterzubilden, dass der herstellungstechnische
Aufwand zur Bereitstellung des Justierelementes vereinfacht
wird.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist die Vorrichtung in Verbindung
mit dem Oberbegriff des Schutzanspruchs 1 dadurch gekennzeichnet,
dass die Hülse auf einer dem Abstützelement
zugewandten Seite außerhalb des Baukörpers eine Radialbohrung
mit einem Innengewinde aufweist, derart, dass sie mit
einem radial verschiebbaren Gewindestift in Schraubeingriff
bringbar ist zur axialen Festlegung des Bolzens.
Der besondere Vorteil der Erfindung besteht darin, dass
ein Bolzen des Justierelementes eine einfache geometrische
Form bzw. eine homogene Oberflächenstruktur aufweisen
kann. Hinsichtlich der Dimensionierung ist lediglich zu
beachten, dass der Außendurchmesser des Bolzens etwas
kleiner ist als der Innendurchmesser der Hülse, so dass
ein axiales Verschieben des Bolzens gleitend erfolgen
kann. Zum Verbringen des Bolzens in eine Arretierstellung
wird die Notwendigkeit eines Werkzeuges in Kauf genommen,
mittels dessen ein Gewindestift in radialer Richtung durch
eine Radialbohrung der Hülse bewegbar ist und in der Arretierstellung
den Bolzen in der Hülse einspannt.
Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist der Bolzen zylinderförmig
mit glatten Mantelflächen ausgebildet. Zum
Justieren ist er gleitend in der Hülse verschiebbar gelagert.
Die Hülse wird mittels zweier Hülsenflügel von außen
an dem Baukörper befestigt. Hierdurch ist eine sichere Positionierung
der Hülse in einer Aufnahmebohrung des Baukörpers
gewährleistet.
Nach einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung weist
der Gewindestift an einem freien Ende eine Inbusaufnahme
auf, so dass mittels eines Inbusschlüssels ein sicheres
Verdrehen bzw. Verspannen des Bolzens ermöglicht wird.
Nach einer alternativen Ausführungsform der Erfindung kann
der Bolzen auch mit einem Außengewinde versehen sein, so
dass die Hülse in der Arretierstellung mittels einer Kontermutter
eingespannt wird. Hierdurch ergibt sich eine
verbesserte mechanische Festigkeit zwischen der Hülse und
dem Bolzen, so dass höhere mechanische Ansprüche an den
Anker (WK2-Montage) erfüllt werden.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand
einer Zeichnung beschrieben.
Die Zeichnungen zeigen:
- Figur 1
- einen Vertikalschnitt durch einen Fensterrahmen
mit einem eingesetzten Justierelement nach einer
ersten Ausführungsform und
- Figur 2
- einen Vertikalschnitt durch einen Fensterrahmen
mit einem eingesetzten Justierelement nach einer
zweiten Ausführungsform.
Eine Vorrichtung zum Justieren eines als ein Fensterrahmen
1 ausgebildeten Baukörpers besteht im Wesentlichen aus einem
mehrteiligen Justierelement 2. Das Justierelement 2
besteht zum einen aus einem einstückig mit einem Abstützelement
3 verbundenen Bolzen 4. Das Justierelement 2 besteht
zum anderen aus einer Hülse 5, die einstückig mit
Hülsenflügeln 6, 6' verbunden ist. Darüber hinaus weist
das Justierelement 2 einen Gewindestift 7 zum Einspannen
des Bolzens 4 in der Hülse 5 in der Arretierstellung auf.
In einem ersten Schritt wird die Hülse 5 in einer dafür
vorgesehenen Aufnahmebohrung 8 des Fensterrahmens 1 in eine
Festlegposition verbracht. Zu diesem Zweck werden zwei
nicht dargestellte Schrauben durch Bohrungen 9 der Hülsenflügel
6, 6' durch Wandungen des Kunststoffhohlprofils 1
eingeschraubt, so dass eine kraftschlüssige bzw. formschlüssige
Verbindung zwischen der Hülse 5 und dem Kunststoffhohlprofil
1 gegeben ist. Dabei liegen die Hülsenflügel
6, 6' flächig von außen an der Wandung 10 des Hohlprofils
1 an.
In dieser Festlegposition ist die Hülse 5 mit einem inneren
Hülsenabschnitt 11 innerhalb des Hohlraums des Fensterrahmens
1 und mit einem äußeren Hülsenabschnitt 12 außerhalb
des Hohlprofils 1 angeordnet. Die Hülse 5 weist
einen solchen Innendurchmesser auf, dass der Bolzen 4 zum
Justieren gleitend in der Hülse 5 verschiebbar ist.
Zum Festlegen des Bolzens 4 in der Arretierstellung wird
der Gewindestift 7 durch eine Radialbohrung 13 des äußeren
Hülsenabschnitts 12 eingebracht. Die Radialbohrung 13
weist ein Innengewinde auf, so dass der Gewindestift 7 in
Schraubeingriff zu der Mantelfläche des äußeren Hülsenabschnitts
12 bringbar ist. An einem freien Ende 14 des Gewindestiftes
7 kann eine Werkzeugaufnahme 15 angeordnet
sein, vorzugsweise eine Inbusaufnahme, so dass mittels eines
Inbusschlüssels ein Verdrehen des Gewindestiftes 7 bewirkt
werden kann. Vorteilhaft kann mittels des Inbusschlüssels
der Grad der axialen Festlegung des Bolzens 4
eingestellt werden. Somit kann ein mechanischer Widerstand
für das Justieren des Bolzens 4 in axialer Richtung vorgegeben
werden. Sobald sich der Bolzen 4 in einer gewünschten
Arretierstellung befindet, kann durch weiteres Verdrehen
des Gewindestiftes 7 eine endgültige axiale Festlegung
des Bolzens 4 durch Einspannen erzielt werden.
Der Bolzen 4 weist eine glatte Mantelfläche auf. Er ist
als massiver Zylinder ausgebildet und weist eine im Querschnitt
kreisförmig Form auf.
Nachdem der Bolzen 4 in die Arretierstellung gebracht worden
ist, kann durch Verschwenken des Abstützelementes 3 um
die Mittelachse des Bolzens 4 eine gewünschte Lage des Abstützelementes
3 eingenommen werden. Nachfolgend kann eine
Befestigung des Abstützelementes 3 an einer Wand 16 der
Gebäudeöffnung vorgenommen werden. Zu diesem Zweck weist
das Abstützelement 3 bereichsweise eine oder mehrere Bohrungen
bzw. Langlöcher auf.
Nach einer zweiten Ausführungsform der Erfindung gemäß Figur
2 ist im Unterschied zu dem vorhergehenden Ausführungsbeispiel
die Mantelfläche eines Bolzens 4' des Justierelementes
2 mit einem Außengewinde 20 versehen. Auf
diese Weise kann auf einer dem Fensterrahmen 1 zugewandten
Seite der Hülse 5 eine Kontermutter 21 vorgesehen sein,
die zum zusätzlichen Festlegen des Bolzens 4' in der Hülse
5 dient. Auf diese Weise können höhere mechanische Ansprüche
an den Anker gestellt werden, so dass eine WK2-Montage
ermöglicht wird. Die Festlegung des Bolzens 4' in der Hülse
5 wird gemäß diesem Ausführungsbeispiel zum einen durch
Einschrauben des quer zum Bolzen 4' verlaufenden Gewindestifts
7 ermöglicht. Zum anderen erfolgt eine zusätzliche
Festlegung durch Aufschrauben und Festziehen einer Kontermutter
21 auf einer dem Gewindestift 7 abgewandten Seite
der Hülse 5.
Nach einer alternativen nicht dargestellten Ausführungsform
kann die Hülse 5 auch seitenverkehrt auf dem Bolzen
4, 4' aufgebracht sein. In diesem Fall erstreckt sich der
Gewindestift 7 in einem Bereich innerhalb des Fensterrahmens
1 bzw. die Kontermutter 21 außerhalb des Fensterrahmens
1.
Zu dem ersten Ausführungsbeispiel gleiche Bauteile des
zweiten Ausführungsbeispieles sind mit den gleichen Bezugsziffern
versehen.