Die Erfindung betrifft eine Wickelvorrichtung zum Umwickeln von Gegenständen.
Insbesondere werden derartige Wickelvorrichtungen zum Umwickeln von auf
Paletten angeordneten Gegenständen mit Folien, insbesondere Streckfolien
eingesetzt.
Durch das Umwickeln von beispielsweise auf Paletten gestapelten Gegenständen
wie Kartons mit einer dünnen Kunststofffolie werden die Gegenstände auf der
Palette beispielsweise für den Transport fixiert. Die Folie, die zum Erhöhen der
Verpackungssicherheit auch vorgestreckt sein kann, hat im Wesentlichen die
Aufgabe, dass die Gegenstände auf der Palette sicher gehalten sind. Die Folie, die
üblicherweise als etwa 40 bis 60 cm breites Folienband auf einer Rolle aufgewickelt
ist, wird häufig per Hand um die Palette gewickelt.
Ferner sind Wickelvorrichtungen, wie Paletteneinwickelmaschinen bekannt, die
eine Aufnahmeeinrichtung zur Aufnahme der zu umwickelnden mit Kartons o.dgl.
bestückten Paletten aufweisen. Bei der Aufnahmeeinrichtung handelt es sich
beispielsweise um einen Drehtisch, auf den die Palette gestellt und um ihre
eigene Achse gedreht werden kann. Ferner weisen derartige Vorrichtungen eine
Rollenhalterung zur Aufnahme der Folienrolle auf. Zum Umwickeln der
beispielsweise auf einer Palette gestapelten Gegenstände wird der Folienanfang
mit der Palette verbunden und durch Drehen der Aufnahmeeinrichtung, d.h.
durch Drehen der Palette erfolgt ein Abwickeln der Folie von der Folienrolle und
ein gleichzeitiges Umwickeln der auf der Palette befindlichen Gegenstände.
Zusätzlich weisen derartige Wickelvorrichtungen eine Vertikal-Verschiebeeinrichtung
auf, die die Rollenhalterung trägt. Durch die Vertikal-Verschiebeeinrichtung
wird die Folienrolle während des Umwickeln des Gegenstandes
vertikal verschoben. Dies ist erforderlich, um die beispielsweise auf
der Palette gestapelten Gegenstände über ihre gesamte Höhe zu umwickeln und
somit sicher auf der Palette zu halten.
Bei bekannten Wickelvorrichtungen ist die Rollenhalterung frei zugänglich an
einer vertikalen Strebe befestigt, wobei die vertikale Strebe die Vertikal-Verschiebeeinrichtung
trägt. Da die Rollenhalterung frei zugänglich ist, muss zur
Vermeidung von Verletzungen sichergestellt sein, dass der Wickelvorgang automatisch
unterbrochen wird. Hierzu sind beispielsweise unterhalb der vertikal
verschiebbaren Rollenhalterung Druckplatten oder andere Sensoren vorgesehen,
die beim Berühren durch einen Fuß o.dgl. den Wickelvorgang abbrechen.
Hierdurch ist beispielsweise sichergestellt, dass beim Herunterfahren der
Rollenhalterung in die untere Position nicht der Fuß eines Bedieners von der
Rollenhalterung verletzt wird. Ferner weisen bekannte Wickelvorrichtungen den
Nachteil auf, dass die Rollenhalterung sowie die Vertikal-Verschiebeeinrichtung
leicht verschmutzen und hierdurch störanfällig sind.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Wickelvorrichtung, die insbesondere zum
Umwickeln von auf Paletten angeordneten Gegenständen geeignet ist zu
schaffen, bei der die Gefahr von Verletzungen auf einfache Weise verringert ist.
Die Lösung der Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß durch die Merkmale des
Anspruchs 1.
Die erfindungsgemäße Wickelvorrichtung weist eine Aufnahmeeinrichtung sowie
eine Rollenhalterung auf, wobei zum Umwickeln des bzw. der Gegenstände, die
vorzugsweise auf einer Palette angeordnet sind, die Aufnahmevorrichtung
gedreht und/oder die Rollenhalterung um den Gegenstand bzw. die Gegenstände
herumgeführt wird. Sowohl durch eine Bewegung der Folienrolle um den
Gegenstand herum als auch durch Drehen des Gegenstandes selbst erfolgt ein
Umwickeln und in den meisten Anwendungsfällen ein Fixieren der Gegenstände
auf der Palette. Ferner ist eine Vertikal-Verschiebeeinrichtung, die die
Rollenhalterung trägt, vorgesehen. Erfindungsgemäß ist die Vertikal-Verschiebeeinrichtung
und die Rollenhalterung während des Wickelvorganges in
einem geschlossenen Gehäuse angeordnet. Die Rollenhalterung ist somit
während des gesamten Wickelvorgangs, d.h. während der vertikalen
Verschiebung mit Hilfe der Vertikal-Verschiebeeinrichtung von einem Gehäuse
umgeben. Aus dem Gehäuse ist lediglich die Folie, beispielsweise durch einen im
Wesentlichen über die gesamte Höhe des Gehäuses verlaufenden Schlitz,
herausgeführt. Bei der Folie selbst besteht keine Verletzungsgefahr, da diese
beispielsweise, wenn eine Hand zwischen die Folie und den Gegenstand gelangt,
sehr leicht reißt.
Da erfindungsgemäß auch die Vertikal-Verschiebeeinrichtung von dem Gehäuse
umgeben ist, kann auch beim Herunterfahren der Rollenhalterung durch die
Vertikal-Verschiebeeinrichtung ein Verletzen von Bedienpersonal nicht auftreten.
Um das Gehäuse möglichst klein und insbesondere schlank in Form eines Turms
zu gestalten, ist die Rollenhalterung zum Auswechseln der Folienrolle
vorzugsweise aus dem Gehäuse in eine Auswechselposition heraus bewegbar. In
dieser Auswechselposition ist die Rollenhalterung gut zugänglich, so dass die
Rolle auf einfache Weise gewechselt werden kann. Hierdurch ist es vermieden,
dass das Gehäuse große Hohlräume aufweist. Ferner weist ein herausbewegbare
Rollenhalterung den Vorteil auf, dass die Rolle beispielsweise von einem die Rolle
tragenden Dorn nach oben abgezogen werden kann, da sich die Rollenhalterung
zumindest teilweise in ihrer Auswechselposition in einem Abstand zu dem
Gehäuse befindet, in dem die Folienrolle einfach nach oben von dem Aufnahmedorn
heruntergezogen bzw. auf diesen von oben aufgesteckt werden kann.
Vorzugsweise ist die Rollenhalterung schwenkbar mit der Vertikal-Verschiebehalterung
verbunden, so dass die Rollenhalterung aus einer
Wickelposition in die Auswechselposition verschwenkbar bzw. aus der
Auswechselposition wieder in die Wickelposition zurückschwenkbar ist. Das
Verschwenken der Rollenhalterung erfolgt hierbei beispielsweise um eine
vertikale Achse. Hierbei weist die Rollenhalterung oder ein die Rollenhalterung
tragendes Element vorzugsweise ein Halte- oder Rastelement auf, um die
Rollenhalterung in der Wickel- und/oder Auswechselposition fixieren zu können.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Rollenhalterung um eine
horizontale Achse schwenkbar. Die horizontale Achse ist hierbei vorzugsweise
bezogen auf eine im Wickelturm o.dgl. vertikal angeordneten Rollenhalterung an
deren unterem Ende vorgesehen. In einer Auswechselposition weist die
Rollenhalterung vorzugsweise gegenüber einer Vertikalen einen Winkel von 30°
bis 60° auf. Hierdurch kann bei einer als Dorn o.dgl. ausgebildeten
Rollenhalterung die Folienrolle auf einfache Weise von oben aufgesteckt werden.
Die Rollenhalterung oder ein Element, das die Rollenhalterung trägt, ist wiederum
vorzugsweise mit einem Halte- oder Fixierelement versehen, durch das die
Rollenhalterung in der Wickel- und/oder Auswechselposition fixiert werden kann.
Da bei dieser Ausführungsform die Rollenhalterung in die Wickelposition geklappt
wird, ist es ebenfalls ausreichend, in der Auswechselposition einen Anschlag
vorzusehen.
Bei einer alternativen Ausführungsform ist die Rollenhalterung zwischen der
Wickelposition und der Auswechselposition verschiebbar mit der Vertikal-Verschiebeeinrichtung
verbunden. Hierzu sind beispielsweise Teleskopschienen
vorgesehen, um die Rollenhalterung aus dem Gehäuse herausziehen zu können,
um diese in die Auswechselposition zu bringen. Bei beiden Ausführungsformen ist
es so auf einfache Weise möglich, die Rollenhalterung in die Auswechselposition
zu bewegen und in dieser die Folienrolle zu wechseln.
Um das Wechseln der Folienrolle in der Auswechselposition weiter zu
vereinfachen, ist die Auswechselposition vorzugsweise auf Arbeitshöhe
angeordnet. Die Rollenhalterung befindet sich somit zum Auswechseln der
Folienrolle nicht in ihrer tiefsten Stellung. Die Rollenhalterung befindet sich
vielmehr beim Auswechseln der Folienrolle in einer ergonomisch günstigen Lage.
Die Vertikal-Verschiebeeinrichtung weist bei einer besonders bevorzugten
Ausführungsform eine Auflageplatte auf. Auf der Auflageplatte liegt im
Wesentlichen das Gewicht der Folienrolle auf, während sie sich in der
Wickelposition befindet, d.h. vertikal verschiebbar ist. Hierzu weist die
Rollenhalterung eine Träger- oder Abstützplatte auf, die bei beispielsweise eingeschwenkter
oder eingeschobener Rollenhalterung auf der Auflageplatte aufliegt.
Dies hat den Vorteil, dass die Lage der Rolle in der Wickelposition eindeutig
definiert ist und das Gewicht der Folienrolle von einer Auflageplatte getragen
werden kann, die entsprechend massiv ausgebildet sein kann. Das Gewicht der
Folienrolle muss somit nicht ununterbrochen von einem beispielsweise
schwenkbaren Arm oder den Teleskopschienen getragen werden.
Vorzugsweise ist die Rollenhalterung ferner mit einer Umlenkrolle verbunden, die
zusammen mit der Rollenhalterung in die Auswechselposition bewegbar ist. Die
Umlenkrolle dient zur Umlenkung der Folie, so dass die Folie in der Wickelposition
der Rollenhalterung, beispielsweise durch einen Schlitz oder eine andere Öffnung
aus dem Gehäuse herausgeführt werden kann, ohne Gehäusekanten o.dgl. zu
berühren und dabei beschädigt zu werden. Da erfindungsgemäß die Umlenkrolle
zusammen mit der Rollenhalterung in die Auswechselposition bewegbar ist und
vorzugsweise fest mit der Rollenhalterung verbunden ist, ist es sehr einfach, die
Folie vor dem Bewegen der Rollenhalterung aus der Auswechselposition in die
Wickelposition um die Umlenkrolle herumzulegen und sodann die Rollenhalterung
in ihre Wickelposition zurückzubewegen. Ein Herumführen der Folie um eine in
dem Gehäuse angeordnete Umlenkrolle bzw. in der Wickelposition ist erheblich
schwieriger und somit zeitaufwendiger.
Vorzugsweise liegt die Umlenkrolle in der Wickelposition an einer Andrückrolle an,
so dass die Folie zwischen der Umlenkrolle und der Andrückrolle geführt ist. Da
die Umlenkrolle zusammen mit der Rollenhalterung in die Auswechselposition bewegbar
ist und in dieser Position bereits ein Herumführen der Folie um die
Umlenkrolle erfolgt, erfolgt beim Zurückbewegen der Rollenhalterung in die
Wickelposition automatisch ein Andrücken der Folie zwischen die Umlenkrolle und
die Andrückrolle. Durch das Vorsehen dieser beiden Rollen ist die Lage der Folie
in dem Gehäuse der Wickelvorrichtung eindeutig fixiert. Ferner kann
beispielsweise durch Variieren der Andrückkraft eine Spannung in der Folie
erzeugt werden.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer bevorzugten Ausführungsform
unter Bezugnahme auf die anliegenden Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Seitenansicht der erfindungsgemäßen
Wickelvorrichtung,
- Fig. 2
- eine schematische Vorderansicht der erfindungsgemäßen
Wickelvorrichtung, und
- Fig. 3
- eine schematische perspektivische Detailansicht der Rollenhalterung.
Eine Wickelvorrichtung zum Umwickeln von beispielsweise auf einer Palette 10
angeordneten Gegenständen 12, wie beispielsweise übereinander gestapelten
Kartons, weist eine Aufnahmeeinrichtung 14 auf, auf der die Palette 10
angeordnet ist. Die Aufnahmeeinrichtung 14 ist ein Drehteller, der um eine Achse
16 drehbar ist. Ferner weist die Wickelvorrichtung einen Wickelturm 18 auf,
innerhalb dem eine Folienrolle gehalten 24 und in Richtung eines Pfeils 20 vertikal
verschiebbar ist. Durch Drehen der Palette 10 zusammen mit den Kartons 12 um
die Achse 16 wird eine Folie 22 von der Folienrolle 24 abgewickelt und die Palette
10 zusammen mit den Kartons 12 umwickelt. Durch langsames Verschieben der
Folienrolle in Richtung des Pfeils 20 erfolgt ein Umwickeln der Kartons 12 über
die gesamte Höhe. Üblicherweise ist ein Höhensensor vorgesehen, durch den die
Höhe der auf der Palette 10 gestapelten Gegenstände wahrgenommen wird, so
dass die vertikale Verschiebung der Folienrolle automatisch angehalten wird. Als
Sensor kann beispielsweise ein Lichtsensor vorgesehen sein, der Licht abgibt und
von den Gegenständen 12 reflektiertes Licht empfängt.
Zur Aufnahme einer Folienrolle 24 ist eine Rollenhalterung 26 (Fig. 2)
vorgesehen. In Fig. 2 ist die Rollenhalterung 26 in einer Auswechselposition
dargestellt. In der Auswechselposition ist die Rollenhalterung 26 aus einem
Gehäuse 28 des Wickelturms 18 in der dargestellten Ausführungsform
herausgeklappt bzw. geschwenkt. Hierzu kann eine auf einer ergonomisch
günstigen Arbeitshöhe angeordneten Tür 30 des Gehäuses geöffnet werden, um
die Rollenhalterung in die dargestellte Auswechselposition zu verschwenken.
In einer Wickelposition ist die Rollenhalterung 26 in das Gehäuse 28
eingeschwenkt, so dass die Tür 30 wieder verschlossen werden kann. Die
Rollenhalterung 26 wird sodann innerhalb des Gehäuses über die gesamte Höhe
des Wickelturms 18 durch eine Vertikal-Verschiebeeinrichtung 32 (Fig. 3) vertikal
verschoben. Hierbei ist die Folie 22 durch einen sich im Wesentlichen über die
gesamte Höhe des Wickelturms 18 bzw. des Gehäuses 28 erstreckenden Schlitz
34 aus dem Gehäuse heraus in Richtung der Aufnahmeeinrichtung 14 geführt.
Die Folienrolle 24 ist auf einen Dorn 36 der Rollenhalterung 26 aufgesteckt. In
der in Fig. 2 dargestellten Auswechselposition kann die Folienrolle 24 auf einfache
Weise nach oben von dem Dorn 36 abgezogen bzw. auf den Dorn 36 aufgesteckt
werden. Dies ist erfindungsgemäß dadurch möglich, dass die Rollenhalterung in
der Auswechselposition aus dem Gehäuse 28 herausbewegt, beispielsweise
herausgeschwenkt oder herausgezogen ist. Hierzu weist die Rollenhalterung 26
eine mit dem Dorn verbundene Trägerplatte 38 auf. Der Dorn 36 ist hierbei
vorzugsweise drehbar mit der Trägerplatte 38 verbunden. Die Trägerplatte 38
kann um eine Schwenkachse 40 in die Auswechselposition (Fig. 2) oder die
Wickelposition (Fig. 3) geschwenkt werden. Die Schwenkachse 40 ist mit einer
Auflageplatte 42 der Vertikal-Verschiebeeinrichtung 32 verbunden. In der
Wickelposition liegt die Trägerplatte 38 der Rollenhalterung 26 auf der
Auflageplatte 42 der Vertikal-Verschiebeeinrichtung 32 auf, so dass die Auflageplatte
42 im Wesentlichen das Gewicht der Folienrolle trägt. Dies hat den Vorteil,
dass die Schwenkachse 40 relativ dünn ausgebildet sein kann.
Die Rollenhalterung 26 weist ferner eine Umlenkrolle 44 auf. Die Umlenkrolle 44
dient dazu, dass die Folie 22 der Folienrolle 24 in der Wickelposition durch den
Schlitz 34 aus dem Gehäuse 28 herausgeführt wird, ohne dass die Kanten des
Schlitzes 34 berührt werden. Hierdurch ist ein Beschädigen der Folie 22 beim
Umwickeln der Gegenstände 12 vermieden. Die Umlenkrolle 44 liegt ferner an
einer mit der Vertikal-Verschiebeeinrichtung 32 verbundenen Andrückrolle 46 an,
so dass die Folie 22 zwischen der Umlenkrolle 44 und der Andrückrolle 46
verläuft. Beispielsweise durch Einstellen eines Anpressdruckes zwischen den
beiden Rollen 44,46 kann die Spannung der Folie eingestellt und ggf. beim
Umwickeln der Gegenstände 12 ein Dehnen bzw. Strecken der Folie erfolgen.
Hierzu ist es auch bekannt, bei einer der beiden Rollen 44,46 vorzugsweise bei
der Andrückrolle 46 eine Bremse vorzusehen, um die Größe der Streckung der
Folie 22 während des Wickelvorgangs einstellen zu können.
Da die Umlenkrolle 44 mit der Rollenhalterung 26 verbunden ist, erfolgt beim
Schwenken der Rollenhalterung 26 in die Auslenkposition (Fig. 2) ebenfalls ein
Herausschwenken der Umlenkrolle 44, wie in Fig. 2 dargestellt. Es ist somit
möglich, in der Auswechselposition die neue Folienrolle 24 auf den Dorn 36 aufzustecken
und die Folie 22 bereits um die Umlenkrolle 44 herumzuführen, bevor
die Rollenhalterung 26 in die Wickelposition (Fig. 3) zurückgeschwenkt wird. Es
ist somit vermieden, dass in der Wickelposition die Folie 22 zwischen den beiden
Rollen 44,46 hindurchgeführt werden muss. Dies ist äußerst schwierig und
zeitaufwendig.
Die Umlenkrolle 44 ist an einer L-förmigen Halterung 48, die mit der Vertikal-Verschiebeeinrichtung
32 verbunden ist, über einen Zapfen 50 in einem Schlitz
gehalten. Das gegenüberliegende Ende der Umlenkrolle 44 ist mit einem Arm 52
verbunden und an diesem drehbar gelagert. Der Arm 52 ist in einem Abstand zu
der Trägerplatte 38 angeordnet und an einem Bolzen 54 befestigt. Zwischen dem
Bolzen 54 und der Halterung 52 ist eine Feder vorgesehen, durch die die
Umlenkrolle 44 an die Andrückrolle 46 gedrückt wird. Um die Rollenhalterung 26
in die Auswechselposition schwenken zu können, muss der Zapfen 50 aus der mit
der Vertikal-Verschiebeeinrichtung 32 verbundenen Halterung 48 gelöst werden.
Da die Halterung 52 einen Abstand zu der Trägerplatte 38 aufweist, kann die
Umlenkrolle 44 leicht gekippt werden. Durch das Kippen kann der Zapfen 50 aus
dem Schlitz gelöst und sodann die Rollenhalterung 26 in die in Fig. 2 dargestellte
Auswechselposition verschwenkt werden.
Ferner weist die Rollenhalterung eine Arretierung bzw. einen Arretierstift 58 auf.
Der Arretierstift 58 kann beispielsweise gegen eine Feder nach oben gezogen
werden und rastet in der Wickelposition in eine Ausnehmung der Auflageplatte 42
ein.
Die Vertikal-Verschiebeeinrichtung 32 weist eine vertikal angeordnete
Grundplatte 60 auf, an der die Halterung 48 sowie die Auflageplatte 42,
beispielsweise durch Verschweißen befestigt ist. Die Grundplatte ist innerhalb des
Gehäuses 28, d.h. einem innerhalb des Gehäuses angeordneten Hohlraum
vertikal in Richtung des Pfeils 20 (Fig. 1) verschiebbar, wobei die Grundplatte mit
vier Rollen 62 verbunden ist, die ein Führen der Grundplatte entlang
Führungsschienen 64 gewährleisten. Zum vertikalen Verschieben der Grundplatte
60 ist eine mit einem Motor verbundene Kette 66 vorgesehen, wobei eine der
beiden Kettenstränge fest mit der Grundplatte 60 verbunden ist.
In dem Wickelturm 18 sind neben dem Gehäuse 28, in dem die Vertikal-Verschiebeeinrichtung
32 sowie der Rollenhalter 26 angeordnet und vertikal
verschiebbar ist, auch sämtliche andere Steuer- und Antriebsaggregate der
Wickeleinrichtung vorgesehen. Insbesondere ist der Motor zum Antrieb der
Vertikal-Verschiebeeinrichtung 32 innerhalb des Wickelturms 18 sowie sämtliche
Steuerungs- und Sicherungselemente innerhalb des Wickelturms 18 angeordnet.
Zusätzlich kann auch der Antrieb und/oder die Steuerung für den Antrieb der
Aufnahmeeinrichtung 14 in dem Wickelturm 18 angeordnet sein. Sämtliche
erforderlichen Aggregate der Wickelvorrichtung sind somit in einem schlanken,
einen geringen Platzbedarf benötigenden Wickelturm vorgesehen.