Leuchtkörper für eine Glühlampe
Technisches Gebiet
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Leuchtkörper für eine Glühlampe, insbesondere einen Leuchtkörper, der die Form einer Doppelhelix aufweist, mit zwei an einem Ende der Doppelhelix angeordneten Anschlüssen. Sie betrifft weiterhin eine Glühlampe mit einem derartigen Leuchtkörper, ein Ver- fahren zum Herstellen eines derartigen Leuchtkörpers sowie eine Vorrichtung zur Durchführung des Herstellungsverfahrens.
Stand der Technik
Ein Leuchtkörper gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 ist bekannt aus der DE 4420 607, siehe dort Fig. 3 und zugehörige Beschreibung. Ein derartiger Leuchtkörper hat jedoch den Nachteil, daß er sehr anfällig ist für Über- schlage im Bereich des untersten Windungspaares. Aufgrund von Toleranzen bei der Herstellung des Leuchtkörpers ergeben sich bei der Quetschung des Leuchtkörpers, d.h. seiner Montage in einen Sockel, Verformungen, die zu einer Verschärfung des genannten Problems führen.
Darstellung der Erfindung
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Leuchtkörper gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 bereitzustellen, der eine reduzierte Anfälligkeit
für Überschläge, insbesondere im Bereich des untersten Windungspaares aufweist.
Diese Aufgabe wird bei einem Leuchtkörper mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils des Anspruchs 1 gelöst. Durch die erfindungsgemäße Maßnahme wird der Abstand benachbarter Windungen voneinander im Raum vergrößert. Dies resultiert in einer deutlich geringeren Empfindlichkeit gegenüber Lagetoleranzen bei der Quetschung.
Die erfindungsgemäße Ausführungsform bietet nach wie vor die aus dem Stand der Technik bekannten Vorteile: Beispielsweise sind die in den jeweils benachbarten Windungen fließenden Ströme immer gegenläufig. Die einzelnen Windungen stoßen sich daher aufgrund des Wendelstroms gegenseitig ab. Gegenüber einer einfachen Helix ist die elektrische Induktivität einer Doppelhelix deutlich kleiner, d.h. die Lampe wird hinsichtlich ihrer Nutz- Strahlungserzeugung effizienter und strahlt weniger elektromagnetische Störungen ab. Weiterhin ermöglicht die Ausbildung eines Leuchtkörpers gemäß einer Doppelhelix die stufenlose Einstellbarkeit der aktiven Wendellänge, da die Orientierung der Querverbindung der beiden Hälften der Doppelhelix bezogen auf die Anschlüsse beliebig gewählt werden kann. Dadurch ergibt sich eine weitgehende völlige Designfreiheit für die Größen Durchmesser, Höhe, Drahtstärke und Leistung.
Bei einer besonders vorteilhaften Ausführungsform nimmt nicht nur der Durchmesser der Doppelhelix in Richtung der zwei Anschlüsse des Leuchtkörpers stetig zu, sondern auch die Steigung der Windungen, d.h. der Ab- stand benachbarter Windungen voneinander. Dies resultiert in einer weiteren Vergrößerung des Abstands im Raum. Die zweite Maßnahme, d.h. die Zunahme der Steigung der Windungen allein, löst die oben genannte Aufgabe nicht, da die Doppelhelix die geringste mechanische Stabilität an dem En-
de aufweist, an dem sich die Anschlüsse befinden. Wird demnach nur die Steigung der Windungen vergrößert, resultiert dies in einer noch geringeren mechanischen Stabilität. Bewegungen innerhalb des Lampenkörpers, insbesondere beim Einschalten aufgrund von induktiven Vorgängen, führen da- mit zu einer noch größeren Kurzschlußfreudigkeit. Auch die Empfindlichkeit gegenüber Lagetoleranzen bei der Quetschung ist bei alleiniger Anwendung der zweiten Maßnahme nicht reduziert, da diese Lagetoleranzen hauptsächlich quer zur Längsachse des Leuchtkörpers auftreten.
Die stetige Zunahme hat den Zweck, eine kontinuierliche Vergrößerung des Abstands der Windungen im Raum herbeizuführen, da, wenn lediglich die letzten beiden Windungen größeren Abstand voneinander haben, das Problem auf die vorletzten Windungen verlagert wird. Unter stetiger Zunahme ist daher insbesondere eine lineare, quadratische, kubische oder exponenti- elle Zunahme zu verstehen.
Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zum Herstellen eines erfindungsgemäßen Leuchtkörpers gemäß Anspruch 5 sowie eine Vorrichtung zur Durchführung des Herstellungsverfahrens nach Anspruch 10.
Bei einer besonders vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird der den Leuchtkörper bildende Draht einfach in eine Kerbe am schmalen Ende der Wickelspindel eingelegt, bevor die Doppelhelix durch Aufwickeln des Drahts auf der Spindel gebildet wird. Um engste Toleranzen einzuhalten, ist es besonders vorteilhaft, die Anschlüsse bereits in dem Zustand zurechtzubiegen, in dem die Doppelhelix stabil auf der Wickelspindel aufgewickelt ist. Hierzu wird jedes freie Drahtende an einem Umbie- geabschnitt der Wickelspindel umgebogen, so daß die Drahtenden nach dem Umbiegen im wesentlichen in Richtung der Längsachse der Wickelspindel orientiert sind. Hierdurch wird ermöglicht, daß sich kein nachfolgender Bearbeitungsschritt, der das Zurechtbiegen der Anschlüsse zum Zweck hätte,
anschließen muß. Dies fülirt zu einer Minimierung der Gefalir, daß der Leuchtkörper unerwünschterweise aus seiner Optimalform verbogen wird. Das Aufwickeln des Drahtes auf der Wickelspindel kann durch Drehung des Drahtes um eine feststehende Wickelspindel oder Rotation der Wickelspin- del um ihre Längsachse zwischen nicht rotierenden Drahtzuführungen erzielt werden. Zur Erzielung einer besonders vorteilhaften Ausführungsform des Leuchtkörpers kann diese Relativbewegung derart erfolgen, daß die Steigung der Windungen auf der Wickelspindel vom schmalen Ende der Wickelspindel zum Wickelendabschnitt stetig zunimmt.
Weitere vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung können den Unteransprüchen entnommen werden.
Beschreibung der Zeichnungen
Im Folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung unter Hinweis auf die beigefügten Zeichnungen näher beschrieben. Es stellen dar:
Figur 1 eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Leuchtkörpers;
Figur 2 eine Sequenz zur Verdeutlichung des erfindungsgemäßen Herstellungsverfahrens; und
Figur 3 eine Detailansicht einer Wickelspindel, wie sie in dem erfindungsgemäßen- Herstellungsverfahren bzw. in der Vorrichtung zur Durchführung des Herstellungsverfahrens Anwendung findet.
Fig. 1 zeigt einen Leuchtkörper 10 in Form einer Doppelhelix. Hierbei ist ein hinführender Abschnitt 14 über eine Querverbindung 12 mit einem rückführenden Abschnitt 16 verbunden. Der Leuchtkörper 10 hat die Form einer Doppelhelix. An der Seite der Querverbindung 12 weisen die Windungen der Doppelhelix einen Durchmesser Dl, an der Seite der Anschlüsse 18, 20
einen Durchmesser D2 auf. Die Windungen weisen auf der Seite der Doppelhelix, auf der die Querverbindung 12 liegt, eine Windungssteigung Sl auf, auf der Seite, auf der die Anschlüsse 18, 20 des Leuchtkörpers 10 liegen, eine Windungssteigung S2. Während der Durchmesser von der Querverbin- dungsseite zur Anschlußseite stetig anwächst von Dl auf D2, vergrößert sich von der Querverbindungsseite zur Anschlußseite die Windungssteigung von Sl stetig auf S2. Im vorliegenden Fall erfolgt die stetige Zunahme exponenti- ell. Wesentlich ist die Stetigkeit der Zunahme, so daß insbesondere auch eine quadratische, kubische oder exponentielle Zunahme in Betracht kommt.
Fig. 2 zeigt eine Abfolge von Schritten, die ein Verfahren zur Herstellung des erfindungsgemäßen Leuchtkörpers verdeutlichen.
Fig. 2a zeigt zwei Drahtzuführungen 22a, 22b, zwischen denen der den Leuchtkörper 10 bildende Draht 24 , dem eine Wickelspindel 26 gegenüberliegt, gespannt ist. Die Wickelspindel 26 weist einen Umbiegeabschnitt 28 auf, auf den später nochmals zurückgekommen wird. Fig. 2b, Fig. 2c und Fig. 2d zeigen, wie der Draht 24 in eine Kerbe 30 am schmalen Ende 25 der Wickelspindel 26 eingelegt wird und anschließend durch Rotation und angemessene Vorwärtsbewegung der Wickelspindel 26 der Draht 24 in erwünschter Weise, vgl. Fig. 1, auf der Wickelspindel 26 aufgewickelt wird. Die Zuführungen 22a, 22b geben hierbei auf Zug Draht frei. Der Durchmesser der Wickelspindel 26 nimmt von ihrem schmalen Ende 25 bis zum Wik- kelendabschnitt 32 stetig zu. Sobald der Draht 24 den Wickelendabschnitt 32 erreicht, wird er um die Umbiegeabschnitte 28a, 28b derart gebogen, daß die Anschlüsse 18, 20 des Leuchtkörpers 10 in Richtung der Längsachse der Wickelspindel 26 orientiert sind, vgl. Fig. 2e und Fig. 2f . Für jeden der beiden Anschlüsse ist ein Umbiegeabschnitt 28 vorgesehen, wobei die beiden Umbiegeabschnitte 28a, 28b sich mit Bezug auf die Wickelspindel symmetrisch gegenüberliegen.
Fig. 3 zeigt in vergrößerter Darstellung die Wickelspindel 26 mit auf gewik- keltem Draht 24 und den beiden Umbiegeabschnitten 28a, 28b. Nach dem Umbiegen des Drahtes an den Umbiegeabschnitten 28a, 28b wird der Leuchtkörper 10 von der Wickelspindel 26 abgezogen. Eine Abtrennung von den Zuführungen 22a und 22b kann vor oder nach dem Abziehen folgen.
Zur Herstellung von Leuchtkörpern 10 unterschiedlicher Länge kann vorgesehen werden, daß die Umbiegeabschnitte 28a, 28b entlang des Bereichs der Wickelspindel 26, der sich durch eine stetige Zunahme seines Durchmessers auszeichnet, verstellt werden können. Damit kann der Wickelendabschnitt 32 variiert werden.