EP0233926B1 - Tastenmodul für folientastaturen - Google Patents
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Description
- Die Erfindung betrifft ein Tastenmodul für Folientastaturen mit einer in dem Tastengehäuse einseitig eingespannten Blattfeder nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie ein Verfahren zum Einstellen des Schaltpunktes.
- Durch die GB-A-2141 874 ist ein Tastenmodul für Folientastaturen bekannt, bei welchem auf der Unterseite des Tastengehäuses einseitig eine rechtwinklig abgebogene Blattfeder verläuft, deren abgebogenes Ende in einer Aussparung am Tastengehäuse von unten eingesetzt ist. Im Tastengehäuse ist ein Tastenstößel verschiebbar, der auf das freie Ende der Blattfeder einwirkt und diese nach unten verbiegt, wodurch eine obere Schaltfolie eines Folienschaltfeldes durch einen Freiraum in einer Spacerfolie gegen eine untere Schaltfolie verbogen wird und die Kontaktpunkte auf den Schaltfolien in Berührung kommen. Der Tastenstößel ist in einem zylindrischen Gehäuseansatz geführt, der auf den Mittelpunkt der Montagefläche des Tastenmoduls bezogen gegenüber der das eingespannte Ende der Blattfeder ausnehmenden Aussparung liegt. Auf den Stößel ist von oben eine Tastenkappe aufsteckbar. Da die Blattfeder keine ausreichende Steifigkeit hat, um den gewünschten Kennlinienverlauf bei einer vorgegebenen Betätigungskraft sicherzustellen, ist bei der praktischen Ausführung eine Schraubendruckfeder zusätzlich zwischen der Tastenkappe und dem Tastenkörper angeordnet, wobei die Feder um den den Tastenstößel aufnehmenden Ansatz verläuft. Bei dieser Anordnung wird als nachteilig angesehen, daß das Tastenmodul nur im vollmontierten Zustand mit der Tastenkappe funktionsfähig ist und damit bei der Herstellung keine Uberprüfung des Kennlinienverlaufes und der Lage des Schaltpunktes möglich ist.
- Durch die EP-A-1 87 396 ist wohl ein Tastenmodul bekannt, das ohne diese, die gewünschte Betätigungskraft bestimmende Zusatzfeder auskommt, jedoch benötigt dieses Tastenmodul einen sich über zwei Modulraster flächenerstreckenden Platzbedarf.
- Da bei der GB-A-2141 874 die Tastenkappe auf den Stößel lediglich aufgesteckt wird und andererseits der Abstand der Unterseite dieser Tastenkappe von dem Tastenkörper die Einspannlänge der zusätzlichen Schraubendruckfeder bestimmt, ist es wegen der sich ergebenden verhältnismäßig großen Aufstecktoleranzen schwierig, für alle Tastenmodule, die z. B. in einer Tastatur untergebracht werden sollen, eine gleichbleibende Anfangsbetätigungskraft in einem sehr engen Toleranzbereich sicherzustellen. Es ist daher wünschenswert, eine Stößelhubbegrenzung vorzusehen, mit der die Anfangsbetätigungskraft der zusätzlichen Druckfeder exakt festgelegt und bereits während der Montage des Tastenmoduls wertmäßig überprüft werden kann.
- Für eine optimal ausgelegt Tastatur ist es jedoch nicht nur wünschenswert, daß die einzelnen Tastenmodule mit einer nahezu exakt gleichen Anfangskraft betätigt werden können, sondern daß auch der Schaltpunkt, d. h. der Schaltzeitpunkt, möglichst genau und definiert eingestellt ist. Bei der Art der Einspannung der Blattfeder bei dem Tastenmodul nach der GB-A-2 141 874 sind große Streubereiche für den Schaltpunkt unvermeidlich, da die Positionierung der Blattfeder nur sehr schwer nachzujustieren ist. Ferner ist für die Streuung des Schaltpunktes nicht nur die Positionierung der Blattfeder, sondern auch bis zu einem gewissen Grad die Steifigkeit der oberen Schaltfolie mitbestimmend. Daraus ergibt sich der Wunsch einer Möglichkeit, den Schaltpunkt nicht nur bei der Montage des Tastenmoduls einstellen zu können, sondern auch für besonders hochwertige Tastaturen, wie sie insbesondere für Schreibsysteme wünschenswert sind, eine Möglichkeit zum Nachjustieren des Schaltpunktes nach der Montage des Tastenmoduls auf ein Folienschaltfeld zu haben.
- Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, ein Tastenmodul für eine Folientastatur zu schaffen, bei welchem sich der Schaltpunkt möglichst genau, und zwar sowohl bezüglich des Schaltzeitpunktes als auch der im Schaltzeitpunkt benötigten Betätigungskraft einstellen läßt.
- Diese Aufgabe wird für das Tastenmodul nach den Merkmalen des Anspruchs 1 und für das Verfahren zum Einstellen des Schaltpunktes durch die Maßnahmen des Anspruchs 9 gelöst.
- Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand von Unteransprüchen. Die Maßnahmen der Erfindung sind in vorteilhafter Weise geeignet, ein Tastenmodul zu schaffen, mit dem Folientastaturen erstellt werden können, an die höchste Anforderungen auf gleiche Anfangsbetätigungskraft aller eingebauten Tastenmodule und eines genau eingestellten Schaltzeitpunktes als auch gleichbleibende Betätigungskraft im Schaltzeitpunkt gestellt werden. Durch die selbsthemmende Verklemmung des eingespannten Endes der Blattfeder, welche aus der Aussparung nach oben herausragt und nach unten mit einem an das eingespannte Ende angrenzenden Abschnitt durch das Folienschaltfeld freiliegt, kann die Blattfeder durch feinste Justierschläge mit einem Stößelhammer bezüglich des Schaltzeitpunktes exakt justiert werden. Da andererseits durch den über die Schaltfeder im Tastengehäuse verlaufenden Steg die die Betätigungskraft bestimmende Schraubendruckfeder zwischen dem Tastenstößel in dessen Innerem und dem Tastengehäuse sehr exakt eingespannt werden kann, ergibt sich eine sehr hohe Gleichförmigkeit der Betätigungskraft über die einzelnen Tastenmodule, da die eingesetzten Schraubendruckfedem mit sehr hoher Konstanz bezüglich der Federkonstante hergestellt werden können. Da ferner der Tastenstößel mit federnden Haken versehen ist, die unter Rastanschläge im Tastengehäuse greifen und den Hub des Tastenstößels nach oben begrenzen, läßt sich damit die Anfangsbetätigungskraft wegen der Möglichkeit, daß der Tastenstößel und das Tastengehäuse mit höchster Maßhaltigkeit und geringsten Toleranzen herstellbar sind, sehr exakt festlegen. Aus dieser Möglichkeit der Festlegung einer sehr definierten und gleichbleibenden Anfangsbetätigungskraft für die einzelnen Tastenmodule leitet sich auch eine in engen Grenzen sehr gleichbleibende Betätigungskraft im Schaltzeitpunkt ab, wenn dieser einjustiert ist. Aufgrund dieser durch die Maßnahmen der Erfindung sich einstellenden Vorteile wird es möglich, mit den Tastenmodulen gemäß der Erfindung Folientastaturen zu schaffen, welche besonders gut für hochwertigste Schreibsysteme für hochqualifizierte Schreibkräfte geeignet sind, für welche bei hoher Schreibleistung mit großer Schreibgeschwindigkeit eine möglichst feine Einstellung des Schaltzeitpunkte und gleichbleibende Betätigungskraft für das Erreichen der hohen Schreibleistung von besonderer Bedeutung ist.
- Die Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispieles in Verbindung mit den Zeichnungen.
- Es zeigen :
- Fig. 1 ein explosionsartig auseinandergezogenes Tastenmodul gemäß der Erfindung;
- Fig. 2 eine Draufsicht auf das Tastenmodul ;
- Fig. 3 einen Schnitt längs der Linie 111-111 der Fig. 2 ;
- Fig. 4 einen Schnitt längs der Linie IV-IV der Fig. 2 ;
- Fig. 5 einen Schnitt längs der Linie V-V der Fig. 2 mit Einrichtungen zum Justieren der Blattfeder in dem Tastenmodul mit in Ruhelage befindlichem Tastenstößel ;
- Fig. 6 einen dem Schnitt gemäß Fig. 5 entsprechenden Schnitt durch das Tastenmodul in Arbeitsposition ;
- Fig. 7 einen dem Schnitt gemäß Fig. 5 entsprechenden Teilschnitt durch eine andere Auführungsform der selbsthemmenden Befestigung der Blattfeder.
- Das in Fig. 1 in Explosionsdarstellung gezeigte Tastenmodul besteht aus einem Tastengehäuse 11, einem Tastenstößel 12, einer Blattfeder 14 und einer Schraubendruckfeder 15. Das Tastengehäuse 11 und der Tastenstößel 12 werden im Spritzgießverfahren mit sehr hoher Maßhaltigkeit hergestellt. Das Tastengehäuse 11 besteht aus einer auf der Unterseite im wesentlichen ebenen Basisplatte 20, von der aus in zentrischer Lage ein hohlzylindrischer Ansatz 21 mit im wesentlichen quadratischem Querschnitt nach oben verläuft. Im Innern des hohlzylindrischen Ansatzes 21, und zwar etwa von der Ebene der Basisplatte 20 ausgehend und in Richtung einer Diagonalen der Basisplatte verlaufend, ist ein Steg 22 vorgesehen, dessen Mittelbereich, wie aus Fig. 3 entnehmbar, hochgezogen ist und einen Steckzapfen 23 zum Aufsetzen der Schraubendruckfeder 15 trägt In den vier Ecken des hohlzylindrischen Ansatzes 21 verlaufen im Innenbereich Führungsnuten 26 für den Tastenstößel 12. Ferner sind an zwei einander gegenüberliegenden Innenwänden Rastvorsprünge 27 vorgesehen, deren Funktion nachfolgend noch näher erläutert wird.
- Die Blattfeder 14 verläuft auf der Unterseite der Basisplatte längs einer Diagonale, die senkrecht zum Steg 22 und entlang der Schnittlinie V-V gemäß Fig. 2 verläuft. Auf der Basisplatte 20 ist in einem von der genannten Schnittlinie durchsetzten Eckbereich eine Blattfederbefestigung 28 vorgesehen, die in Form eines nach oben ragenden Ansatzes ausgebildet ist und eine Aussparung 29 hat, in welche gemäß den Fig. 4 bis 7 das nach oben abgewinkelte Ende 30 der Blattfeder 14 von unten her einsetzbar ist. Diese Aussparung wird nachfolgend noch näher erläutert.
- Die Blattfeder 14 ist einstückig ausgebildet und hat einen im Mittelbereich liegenden Abschnitt 31, der mit seiner einen Seite an das rechtwinklig nach oben verlaufende Ende 30 und mit seiner anderen Seite an einen Federarm 32 anschließt, der, bezogen auf die Ebene des Abschnitts 31, winklig nach oben ausgerichtet ist. Am freien Ende des Federarms 32 ist eine Stößelanlagefläche 33 ausgebildet.
- Wie aus den Fig. 3, 5 und 6 entnommen werden kann, verläuft der Federarm 32 unter dem Steg 22, wobei die Knickkante 34 über dem Kontakbereich zu liegen kommt.
- Der in den hohlzylindrischen Ansatz 21 von oben einsetzbare Tastenstößel 12 hat einen im wesentlichen kastenförmigen nach unten offenen Aufbau, von dessen Deckfläche 40 aus nach oben ein Befestigungsansatz 41 für nicht dargestellte Tastenkappe verläuft. Entlang den Eckbereichen sind Führungsrippen 42 ausgebildet, die in die Führungsnuten 26 im Tastengehäuse 11 passen. Unter dem Befestigungsansatz 41 ist auf der Innenseite des Tastenstößels ein hülsenförmiger Ansatz 43 vorgesehen, in dessen Innenbohrung, wie aus Fig. 3 hervorgeht, die Schraubendruckfeder 15 einsetzbar ist. Die über der Stößelanlagefläche 33 zu liegen kommende und in der Führungsnut 26' geführte Führungsrippe 42' ist auf der Unterseite ballig ausgebildet, damit die Einleitung der Betätgungskraft zum Verbiegen der Blattfeder durch die sich zwangsläufig ergebende Querverschiebung auf der Stößelanlagefläche 33 mit möglichst geringer Reibung erfolgt.
- In zwei den Rastvorsprüngen 27 im Tastengehäuse 11 gegenüberliegenden Wandflächen des Tastenstößels 12 sind Einschnitte 44 vorgesehen, um Federzungen 45 zu erhalten, die mit einem Haken 46 über die Mantelfläche des kastenförmigen Tastenstößels vorstehen. Im eingesetzten Zustand des Tastenstoßels greifen diese Haken 46 unter die Rastvorsprünge 27 am Tastengehäuse und begrenzen den Hub des Tastenstößels nach oben, so daß sich zwischen dem Steckzapfen 23 auf dem Steg 22 und dem hülsenförmigen Ansatz 43 aufgrund enger Maßtoleranzen ein definierter Abstand ergibt, der eine sehr genau festgelegte Anfangsbetätigungskraft für das Tastenmodul aufgrund der ebenfalls mit sehr engen Toleranzen hergestellen Schraubendruckfeder 15 gewährleistet. Durch entsprechende Ausnehmungen 48 über den federnden Haken 46, sowohl im Tastengehäuse als auch im Tastenstößel, können die federnden Haken 46 mit einem einfachen Werkzeug zusammengedrückt werden, wenn der Tastenstößel aus dem Tastengehäuse nach oben herausgenommen werden soll.
- Gegenüber der beim bekannten Stand der Technik außen angeordneten Schraubdruckfeder bietet die im Innern des Tastenmoduls angeordnete Schraubendruckfeder 15 den Vorteil, daß bereits nach der Montage des Tastenstößels 12 und der Blattfeder 14 die Justage der Blattfeder und eine Vorselektion erfolgen kann, ohne daß hierfür die Tastenkappe, wie beim eingangserwähnten Stand der Technik, aufgesetzt werden muß, was in der Regel erst am Ende der Montage der Tastatur erfolgt. Damit kann nicht verhindert werden, daß gelegentlich sogenannte « Ausreißer in einer Tastatur montiert werden und nachträglich wieder unter unverhältnismäßig hohem Zeitaufwand ersetzt werden müssen, wenn an die Tastatur hohe Qualitätsanforderungen gestellt werden.
- Aus den Fig. 4 bis 6 geht die Montage des rechtwinklig abgebogenen Endes 30 der Blattfeder 14 in der Blattfederbefestigung 28 hervor. Wie man aus Fig. 4 entnehmen kann, sind die Seitenkanten des rechtwinklig nach oben abgebogenen Endes 30 mit Zähnen 36 versehen, welche sich nach dem Einsetzen in die Aussparung 29 in den Seitenwänden der Aussparung verkrallen. Die Draufsicht gemäß Fig. 2 zeigt, daß das freie Ende 30 in der Aussparung 29 leicht gekrümmt eingespannt ist, indem die die Seitenkanten der Blattfeder aufnehmenden seitlichen Nuten 37 in einer Ebene verlaufen, die hinter der Vorderkante einer Rippe 38 liegt, die im wesentlichen über die gesamte Länge der Aussparung 29 in der Ebene der Diagonale des Tastengehäuses von oben nach unten verläuft. Diese Rippe 38 liegt lediglich im unteren Bereich, wo das Ende 30 in den Abschnitt 31 übergeht, nicht an der Blattfeder an.
- Der Abstand der Rippe 38 von der gegenüberliegenden Wandung der Aussparung 29 ist vorzugsweise größer als der Dicke der Blattfeder entspricht, so daß zum Einsetzen der Blattfeder diese mit Hilfe eines Werkzeuges stärker verbogen werden kann, so daß sich die seitlichen Kanten bzw. Zähne 36 ohne nennenswerte Anlage entlang der seitlichen Nuten 37 beim Einsetzen verschieben lassen.
- Aus den Fig. 5 und 6 geht ferner hervor, daß in der Bodenfläche der Basisplatte 20 eine Ausnehmung 40 vorgesehen ist, die tiefer als die Dicke des Abschnitts 31 der Blattfeder 14 ist. Durch diese Ausnehmung 40 wird ein ausreichender Freiraum für das Justieren der Blattfeder geschaffen.
- Das Justieren der Blattfeder des fertigmontierten Tastenmoduls erfolgt entweder nach der Montage des Moduls auf dem Folienschaltfeld 50 oder nach dem Aufsetzen des Tastenmoduls auf eine entsprechende Justierlehre, die beispielsweise bei einer automatischen Montage innerhalb des Montageautomats vorgesehen sein kann. Sowohl das Folienschaltfeld 50 als auch die Justierlehre sind unterhalb des Abschnitts 31 der Blattfeder 14 mit einer Offnung 52 versehen, durch welche ein Stößelhammer 62 greifen kann. Ein entsprechender Stößelhammer 63 ist über dem freien, aus der Blattfederbefestigung 28 herausragenden Ende 30 angeordnet. Die beiden Stößelhämmer können entweder stoßartig oder kontinuierlich die Blattfeder druckbeaufschlagen und diese in der Aussparung nach unten oder oben zur Justierung des Schaltzeitpunktes verschieben. Diese Justage kann automatisch ablaufen, indem die Stößelhämmer 62 und 63 über eine Steuerschaltung beaufschlagt werden, die in Abhängigkeit von der während der Justage vorgenommenen Messung des Schaltzeitpunktes bei einer Betätigung des Tastenmoduls mehr oder weniger Justierschläge von oben oder unten einleitet.
- Für die Steuerung der Stößelhämmer können an sich bekannte Schaltungen Verwendung finden, mit denen der Schaltzeitpunkt und seine Abweichung vom gewünschten Wert ermittelt und die Stößelhämmer entsprechend gesteuert werden.
- Die Justage der Blattfeder kann auch mit Hilfe des oberen Stößelhammers 63 allein erfolgen, indem beispielsweise die Blattfeder in die Aussparung 29 so eingesetzt wird, daß sie die oberste mögliche Lage einnimmt. Mit Hilfe des Stößelhammers wird die Blattfeder dann durch mehrere wohldosierte Schläge nach unten langsam in die Position verschoben, in der der gewünschte Wert des Schaltzeitpunkts erreicht wird. In dieser Lage wird die Blattfeder durch die Zähne 36 sicher festgehalten, da sich die Zähne unter der Vorspannung der gekrümmten Blattfeder in der seitlichen Wand der Nuten 37 verkrallen.
- In den Fig. 5 und 6 ist ein auf einem Folienschaltfeld montiertes Tastenmodul dargestellt, wobei Fig. 5 die Blattfeder in der Ruhelage und Fig. 6 die Blattfeder in der Kontaktlage zeigt. Das Folienschaltfeld besteht aus einer oberen Schalt- , folie 52, einer unteren Schaltfolie 53 und einem dazwischen angeordneten Spacer 54. Im Kontaktbereich ist der Spacer 54 mit Ausschnitten versehen, so daß die obere Schaltfolie 52 durch den Ausschnitt im Spacer 54 nach unten durchgebogen werden kann, bis sie mit der unteren Schaltfolie 53 in Berührung kommt. Das Verbiegen der oberen Schaltfolie 52 erfolgt durch die Einwirkung der Knickkante 34, wie dies aus Fig. 6 hervorgeht. Bei diesem Aufbau muß zunächst die Anfangsbetätigungskraft aufgebracht werden, um den Tastenstößel 12 gegen die Kraft der Schraubendruckfeder 15 und der Blattfeder 14 nach unten zu bewegen. Durch die Montage der Blattfeder längs einer Diagonale des Tastenmoduls ergibt sich ein verhältnismäßig langer Federarm, so daß mit einer verhältnismäßig niederen Betätigungskraft bereits eine sichere Kontaktgabe gewährleistet ist. Durch den verhältnismäßig langen Federarm ist für die Betätigungskraft eine flache Kennlinie verwirklichbar, was bedeutet, daß der Schaltzeitpunkt in einem flachen Anstieg durchlaufen wird und mit Hilfe der Justiereinrichtung sehr genau einstellbar ist. Die für Folientastaturen gewünschten Betätigungskräfte zwisehen etwa 50 bis 60 Gramm lassen sich mit dem Tastenmodul gemäß der Erfindung mit einem für sicheres Schreiben ausreichend großen Tastenhub verwicklichen, wobei ein Nachlauf mit einem leichten, sprungfreien Kraftanstieg nach der Kontaktgabe durch die Endverformung der Schraubendruckfeder 15 und der Blattfeder 14 keine Schwierigkeiten bereitet. Da sich im Funktionsablauf der Kontaktgabe das Durchbiegen der oberen Schaltfolie 52 ebenfalls wie das Betätigen einer zusätzlich in Serie geschalteten Feder darstellt, ergibt sich für die Tastenbetätigung eine Hintereinanderschaltung von drei Federkonstanten, was zwangsläufig zu einem größeren Streubereich bezüglich des Schaltzeitpunktes führt. Aus diesem Grund kann es wünschenswert sein, die zum Einbau in die Tastatur bereits vorselektierten Tastenmodule nach dem Einbau einer Endjustage zu unterziehen, um den Einfluß der Schaltfolie auf die Streuung auszuschalten und einen einheitlichen Schaltzeitpunkt für alle Module der Tastatur im Bereich enger Toleranzen einzustellen. Zu diesem Zweck wird in dem Folienschaltfeld jeweils benachbart zu dem Kontaktbereich die bereits erwähnte Offnung 52 vorgesehen, so daß nach der Montage der Tastatur jedes einzelne Tastenmodul in der oben beschriebenen Weise mit den Stößelhämmem 62 bzw. 63 feinjustierbar ist.
- In Fig. 7 ist eine weitere Ausführungsform einer selbsthemmenden Verspannung der Blattfeder 14' in der Blattfederbefestigung 28 dargestellt. Diese Blattfederbefestigung ist in derselben Weise wie bei dem vorausgehend beschriebenen Ausführungsbeispiel aufgebaut, jedoch ist das rechtwinklig abgebogene Ende 30' der Blattfeder mit einem ausgestanzten Lappen 39 versehen, der in der Ebene der Diagonale aus dem Ende 30' der Blattfeder herausgebogen ist und mit einer scharfen Kante gegen die der Rippe 38 gegenüberliegende Wandung der Ausnehmung 29 anliegt. Dieser Lappen 39 verklemmt sich in der Aussparung, insbesondere, wenn er unter der Einwirkung des in Fig.5 dargestellten Stößelhammers 63 von oben durckbeaufschlagt wird. Der ausgebogene Lappen 39 kann zusätzlich zu den seitlichen Zähnen 36 oder auch als alleinige Maßnahme zur selbsthemmenden Verkrallung der Blattfeder in der Aussparung 29 vorgesehen sein. Schließlich können, obwohl in der Zeichnung nicht dargestellt, auch zwei aus dem rechtwinklig nach oben gebogenen Ende nach entgegengesetzten Richtungen herausgedrückte Lappen Verwendung finden, die sich gegensinnig in der Wandung der Aussparung verkrallen und sich beim Justieren unter der Druckbeaufschlagung zusätzlich verformen und damit mit erhöhter Kraft verspannen.
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