EP0104404B1 - Nahtausbildung zur Verbindung zweier Materialbahnen - Google Patents

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EP0104404B1
EP0104404B1 EP83108124A EP83108124A EP0104404B1 EP 0104404 B1 EP0104404 B1 EP 0104404B1 EP 83108124 A EP83108124 A EP 83108124A EP 83108124 A EP83108124 A EP 83108124A EP 0104404 B1 EP0104404 B1 EP 0104404B1
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EP
European Patent Office
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seam
material webs
clothes
lying
joining
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EP83108124A
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English (en)
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EP0104404A1 (de
Inventor
Hartmut Browatzki
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Tauchtechnik Eckernforde GmbH
Original Assignee
Tauchtechnik Eckernforde GmbH
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Publication date
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A41WEARING APPAREL
    • A41DOUTERWEAR; PROTECTIVE GARMENTS; ACCESSORIES
    • A41D27/00Details of garments or of their making
    • A41D27/24Hems; Seams

Definitions

  • the invention relates to a connection of two webs of coated elastic plastic for the production of clothing, in particular for protective clothing for water sports, such as surfing suits, sailing suits, or the like.
  • Material webs are connected to one another at their adjacent edge zones by a seam.
  • connection with a 2-needle chain seam has become known, with additional welding being carried out in order to obtain the desired tightness. There is also no constriction of the connection point with a bulge.
  • the object of the invention is to provide an almost watertight seam formation for a generic area of application in a simple manner, which can be produced in one operation by sewing and ensures a loadable connection.
  • an overcasting seam is arranged as an almost watertight connection, the thread tension being selected in such a way that it forms a constriction of the edge zones, ie. H. a reduction in the thickness of the superimposed webs of material, and that the superimposed surfaces of the webs of material in the position of use are the outside of the clothing, while the constriction formed by the overcast seam results in a bead on the inside of the clothing as a kinked edge zone.
  • a concrete embodiment is created according to the invention in that in the case of material webs made of coated neoprene of approximately 3 mm thickness, the overcast seam is produced with a thread tension in the range of approximately 20 to 90 g.
  • a favorable design is created in that a piping protruding outwards in the finished state is arranged between the adjacent edge zones and is also covered by the overcast seam.
  • the outer surfaces in the finished state are placed on top of one another and connected on their adjacent edge zones 3 by an overlock seam 4.
  • the thread tension is selected such that there is a constriction 7 in the edge zones 3 and thus the opposing butt zones are pressed together in a sealing manner.
  • the outer edge zone 3 is bent, the butt zones virtually forming a bulge which is held by the overlock seam 4.
  • the overlock seam 4 lies on the water-protected inside of the garment formed.
  • a piping 5 is additionally arranged, which in the edge zones 3 of the material webs 1 and 2 through the overcast seam 4 is held with.
  • a soul thread 6 covers the actual seam between the material webs and forms an additional protection.

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)
  • Details Of Garments (AREA)
  • Professional, Industrial, Or Sporting Protective Garments (AREA)

Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf eine Verbindung zweier Materialbahnen aus beschichtetem elastischen Kunststoff für die Herstellung von Bekleidung, insbesondere für Schutzbekleidung für den Wassersport, wie Surfanzüge, Segelanzüge, oder dgl., wobei die. Materialbahnen aufeinanderliegend an ihren benachbarten Randzonen durch eine Naht verbunden werden.
  • Bei Verbindungen zwischen Materialbahnen dieser Art. besteht das Problem, eine möglichst wasserdichte und beanspruchbare Naht herzustellen. Dieses ist bisher alleine mit Nähten nicht möglich. Es werden deshalb die Materialbahnen auf Stoß geklebt und über ein aufgesetztes Band mittels einer Viernadel-Kettenstichnaht verbunden. Diese bekannte Ausbildung mit einer sogenannten Mauser-Naht ist relativ aufwendig, da zusätzlich zum Nähvorgang der Klebevorgang; durchgeführt werden muß. Ferner muß berücksichtigt werden, daß die erforderlichen Stichlöcher der Naht eine Kapillarwirkung hervorrufen.
  • Nach der US-A-3 246 621 ist bereits eine Naht zur Herstellung einer wasserdichten Verbindung in Form einer Verschlingungsnaht mit einer geklebten Abdeckung zur Abdichtung bekannt. Es sind hierbei zwei Arbeitsgänge zur Herstellung der Naht erforderlich und beim Riß eines Fadens während des Gebrauchs kommt es zu einem Aufribbelvorgang. Eine Nahtausbildung dieser Art ohne Abdeckung zur Abdichtung würde einen hohen Wassereintritt herbeiführen, da die außenliegenden Fäden durch ihre Kapillarwirkung Wasser ins Anzuginnere transportieren.
  • Dieser Effekt wird bei Beanspruchung und Dehnung der Stichlöcher zu Langlöchern noch vergrößert. Die hierbei verwendete Naht er-. möglicht es nicht, mit dem Nadelfaden eine ausreichende Fadenspannung an der Verbindungsstelle zu erreichen, so daß durch eine Einschnürung ein Wulst an der Innenseite der Bekleidung entsteht.
  • Ferner ist nach der US-A-3 686 064 eine Verbindung mit einer 2-Nadel-Kettelnaht bekannt geworden, wobei zusätzlich eine Verschweißung erfolgt, um die gewünschte Dichtigkeit zu erhalten. Es wird auch keine Einschnürung der Verbindungsstelle mit einer Wulstbildung vorgesehen.
  • Die Aufgabe der Erfindung ist es, auf einfache Weise eine nahezu wasserdichte Nahtausbildung für einen gattungsgemäßen Einsatzbereich zu schaffen, die in einem Arbeitsgang durch Nähen herstellbar ist und eine beanspruchbare Verbindung gewährleistet.
  • Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß dadurch, daß eine Überwendlingsnaht als nahezu wasserdichte Verbindung angeordnet ist, wobei die Fadenspannung derart gewählt ist, daß es zur Bildung einer Einschnürung der Randzonen, d. h. einer Verringerung der Dicke der aufeinanderliegenden Materialbahnen, kommt und daß die aufeinanderliegenden Flächen der Materialbahnen in der Gebrauchslage die Außenseite der Bekleidung sind, während die durch die Überwendlingsnaht gebildete Einschnürung als abgeknickte Randzone einen Wulst an der Innenseite der Bekleidung ergibt.
  • Hierdurch ist es möglich, quasi aneinanderliegende und dichtende Stoßzonen durch eine Abknickung der äußeren Randzonen in der Gebrauchslage der Materialbahnen zu erhalten und die Überwendlingsnaht als Halteelement an der Innenseite anzuordnen.
  • Selbstverständlich sind Überwendlingsnähte in der Nähmaschinentechnik bekannt, aber die Anordnung und die Lage bei Schutzbekleidung wird hierdurch nicht nahegelegt.
  • Eine konkrete Ausführungsform wird erfindungsgemäß dadurch geschaffen, daß bei Materialbahnen aus beschichtetem Neopren von ca. 3 mm Dicke die Überwendlingsnaht mit einer Fadenspannung im Bereich von etwa 20 bis 90 g hergestellt ist.
  • Eine günstige Ausbildung wird dadurch geschaffen, daß zwischen den benachbarten Randzonen eine im fertigen Zustand nach außen hervortretende Paspel angeordnet ist, die von der Überwendlingsnaht mit erfaßt ist.
  • Zur Vervollkommnung wird vorgeschlagen, daß die Paspel einen Seelenfaden aufweist.
  • Hierdurch ist es möglich, das Wasser im Bereich der Nähte besser abzuführen und insbesondere durch den Seelenfaden eine Abdeckung der Naht herbeizuführen.
  • In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung schematisch dargestellt. Es zeigen :
    • Figur 1 Materialbahnen in der Bearbeitunglage zum Anbringen einer Überwendlingsnaht,
    • Figur 2 verbundene Materialbahnen in der Gebrauchslage und
    • Figur 3 verbundene Materialbahnen mit einer Paspel mit Seelenfaden in der Gebrauchslage.
  • Zum Verbinden der Materialbahnen 1 und 2 werden die im fertigen Zustand außenliegenden Flächen aufeinandergelegt und auf ihren benachbarten Randzonen 3 durch eine Überwendlingsnaht 4 verbunden. Hierbei wird die Fadenspannung derart gewählt, daß es zur Einschnürung 7 in den Randzonen 3 kommt und damit die sich gegenüberliegenden Stoßzonen dichtend zusammengepreßt werden.
  • Beim Auseinandernehmen der Materialbahnen 1 und 2 in die Gebrauchslage erfolgt eine Abknickung der äußeren Randzone 3, wobei die Stoßzonen quasi einen Wulst bilden, der durch die Überwendlingsnaht 4 gehalten wird. Die Überwendlingsnaht 4 liegt dabei an der wassergeschützten Innenseite des gebildeten Bekleidungsstückes.
  • Gemäß Fig. 3 ist zusätzlich eine Paspel 5 angeordnet, die in den Randzonen 3 der Materialbahnen 1 und 2 durch die Überwendlingsnaht 4 mit gehalten wird. Ein Seelenfaden 6 deckt dabei die eigentliche Nahtstelle zwischen den Materialbahnen ab und bildet einen zusätzlichen Schutz.

Claims (4)

1. Verbindung zweier Materialbahnen (1, 2) aus beschichtetem elastischem Kunststoff für die Herstellung von Bekleidung für den Wassersport, wie Surfanzüge, Segelanzüge oder dgl., wobei die Materialbahnen (1, 2) aufeinanderliegend an ihren benachbarten Randzonen (3) durch eine Naht verbunden werden, dadurch gekennzeichnet, daß eine Überwendlingsnaht (4) als nahezu wasserdichte Verbindung angeordnet ist, wobei die Fadenspannung derart gewählt ist, daß es zur Bildung einer Einschnürung (7) der Randzonen (3), d. h. einer Verringerung der Dicke der aufeinanderliegenden Materialbahnen, kommt und daß die aufeinanderliegenden Flächen der Materialbahnen (1, 2) in der Gebrauchslage die Außenseite der Bekleidung sind, während die durch die Überwendlingsnaht (4) gebildete Einschnürung (7) als abgeknickte Randzone (3) einen Wulst an der Innenseite der Bekleidung ergibt.
2. Verbindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Materialbahnen (1, 2) aus beschichtetem Neopren von ca. 3 mm Dicke die Überwendlingsnaht (4) mit einer Fadenspannung im Bereich von etwa 20 bis 90 g hergestellt ist.
3. Verbindung nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den benachbarten Randzonen (3) eine im fertigen Zustand nach außen hervortretende Paspel (5) angeordnet ist, die von der Überwendlingsnaht (4) mit erfaßt ist.
4. Verbindung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Paspel (5) einen Seelenfaden (6) aufweist.
EP83108124A 1982-08-27 1983-08-17 Nahtausbildung zur Verbindung zweier Materialbahnen Expired EP0104404B1 (de)

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EP0104404A1 EP0104404A1 (de) 1984-04-04
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DE3369896D1 (en) 1987-04-09
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