DEV0008331MA - - Google Patents

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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung·: 14. Januar 1955 Bekanntgemacht am 6. September 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Eine bekannte Ausstellvorrichtung für wahlweise um eine lotrechte Achse schwenkbaren oder um eine waagerechte Achse kippbaren Flügel von Fenstern, Türen od. dgl. weist an der der Kippachse gegen-5. überliegenden Flügelkante zwei scherenartig angeordnete Ausstellstützen auf, die am Kreuzungspunkit miteinander verbunden sind. Dabei ist nur eine Ausstellstütze am feststehenden Rahmen, und zwar in der Verlängerung der lotrechten Schwenkachse angelenkt, während die andere sich nur an den feststehenden Rahmen anlegen kann. Es liegt daher die Aufgabe vor, eine sichere und gleichmäßige Abstützung des Flügels in der Kipplage zu schaffen, die gleichzeitig in einfachster Weise ein Schwenken'des Flügels um die lotrechteAchse erlaubt.
Die Erfindung besteht darin, daß der Flügel an . der der Kippachse gegenüberliegenden Flügelkante durch zwei unabhängig voneinander scherenartig angeordnete Ausstellstützen gehalten wird, derart, daß beim Kippen des Flügels um die waagerechte Achse beide Stützen Kreuzstellung zueinander einnehmen, während beim Schwenken um die lotrechte Achse die eine der beiden Stützen im wesentlichen am feststehenden Rahmen bleibt und die andere mit dem Flügel schwenkt.
Durch die Erfindung wird der Vorteil erzielt, daß der Flügel beim Kippen an seinen äußersten Punkten fest und sicher gehalten werden kann und daß ein besonderes Gelenk zwischen den beiden Ausstellarmen oder Lenkern vermieden wird. Auch
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sind besondere Kupplungs- bzw. Entkupplungsvorrichtungen zum Schwenken des Flügels um die lotrechte Achse nicht erforderlich.
Vorzugsweise ist jede der beiden Stützen an ihrem einen, insbesondere dem in oder in. der Nähe der lotrechten Achse liegenden Ende an dem einen Rahmen angelenkt und an ihrem anderen Ende am anderen Rahmen in seiner Längsrichtung schiebbar geführt.
ίο Sind die eine oder auch beide Stützen an ihrem einen Ende in der lotrechten Achse des Flügels am feststehenden Rahmen bzw. am Flügelrahmen angeleckt, so ergibt sich der Vorteil, daß (im Grundriß gesehen) Schrägstellen und Längsverschieben der Stützen am entgegengesetzten Ende beim Schwenken des Flügels um die lotrechte Achse nicht auftreten.
Statt dessen kann jedoch die Anordnung auch
derart getroffen sein, daß eine, der beiden Stützen oder beide Stützen außerhalb der lotrechten Achse, jedoch in deren Nähe, vorzugsweise in Längsrichtung der Stützen versetzt angelenkt sind.
Liegt der Anlenkpunkt der Stütze um einen solchen Betrag außerhalb der lotrechten Achse des Flügels, daß die Längsverschiebung des schiebbaren Stützenendes beim Schwenken des Flügels größer als beim Kippen desselben ist, so wird in einfachster und zweckmäßigster Weise die Kippbewegung des Flügels dadurch begrenzt, daß die Stütze mit einem Anschlag an oder in seiner Führung zusammenwirkt, welcher zwar das Kippen, aber nicht das Schwenken begrenzt. Die Begrenzung kann hierbei mittels eines unrunden Zapfens bzw. mittels zweier Zapfen (z. B. an der Stütze) erfolgen, welche in einem Schlitz
(z. B. am Rahmen) geführt werden. Dabei ist der Schlitz in einem mittleren Teil mit einer Abzweigung oder Aussparung versehen, in welche der oder die Zapfen bei Schrägstellung der Stütze in der Kipplage des Flügels eintreten und die als Be-, grenzungsanschlag für diese Kipplage dient, während beim Schwenken, des Flügels um die lotrechte Achse der oder die Zapfen an der Abzweigung oder Aussparung vorbei bis zum Ende des Schlitzes geführt werden.
Um ein Herabfallen des Flügels beim Schwenken desselben um die lotrechte Achse innerhalb des Bereiches der Stützenführung auch dann zu verhindern, wenn von einer besonderen Kupplung des Flügels in der lotrechten Achse abgesehen wird, kann eine besondere, für den Flügel zwangläufig gegen ein solches Herabfallen sichernde Vorrichtung vorgesehen sein, z. B. eine einerseits mit der Stütze, und andererseits mit dem Flügelrahmen gelenkig, aber nicht schiebbar verbundene Hilfsstütze oder ein beim Schließen des Flügels aus der Kippstellung in einen Querschlitz eintretender, z. B. an der Stütze angeordneter Zapfen.
In der Zeichnung sind mehrere Ausführungsbeispiele nach der Erfindung schematisch dar-
fio gestellt, und zwar zeigt
Fig. ι die Ansicht eines mit der scherenartigen Vorrichtung gemäß der Erfindung ausgerüsteten Fensters,
Fig. 2, eine Draufsicht auf das Fenster bei geschlossenem Flügel,
Fig. 3 eine Seitenansicht des Fensters bei geschlossenem Flügel,
Fig. 4 eine Draufsicht auf das Fenster bei ausgekipptem Flügel,
Fig. 5 eine Seitenansicht des Fensters bei aus- ηο gekipptem Flügel,
Fig. 6 eine Draufsicht auf das Fenster bei um die lotrechte Achse geschwenktem Flügel,
Fig. 7 eine entsprechende Seitenansicht des Fensters,
Fig. 8 eine andere Anordnung der oberen scherenartigen ,Ausstellvorrichtung in Vorderansicht nach der Linie 8-8 in Fig. 9, jedoch bei geschlossenem Flügel,
Fig. 9 dasselbe in Draufsicht im Schnitt nach der Linie 9-9 der Fig. 8 bei ausgekipptem Flügel,
Fig. 10 eine entsprechende Draufsicht auf die gleiche Ausführung bei um die lotrechte Achse geschwenktem Flügel, wobei die voll geöffnete Stellung durch voll ausgezogene Linien und eine Zwischenstellung durch strichpunktierte Linien angedeutet ist,
Fig. 11 die Schlitzführung der oberen Stütze bei geschlossenem Flügel,
Fig. 12 die gleiche Schlitzführung bei gekipptem Flügel,
Fig. 13 die gleiche Schlitzführung bei um die lotrechte Achse geschwenktem Flügel,
Fig. 14 eine Draufsicht auf eine dritte Ausführungsform bei gekipptem Flügel,
Fig. 15 die gleiche Ausführungsform in Draufsicht bei um die lotrechte Achse geschwenktem Flügel und
. Fig. 16 eine vierte Ausführungsform in einer der Fig. 15 entsprechenden Stellung und Draufsicht.
Der am feststehenden Blendrahmen 20 angelenkte Flügelrahmen 21 ist mit Bezug auf den Blendrahmen einerseits um die lotrechte Achse A-A schwenkbar und andererseits um die waagerechte Achse B-B kippbar.
In der Darstellung nach Fig. 1 bis 7 wird die lotrechte Achse A-A durch das obere Schwenkgelenk 22 und das untere Schwenkgelenk 23, die waagerechte Kippachse B-B einerseits durch das Kippgelenk 24 und andererseits durch das Kipp- no gelenk 25 bestimmt, welches mit dem unteren Schwenkgelenk 23 zu einem Eckgelenk zusammengefaßt ist.
Das obere Schwenkgelenk besteht aus einer am Blendrahmen befestigten Hälfte 22a und einer am Flügelrahmen befestigten Hälfte 22&, welche durch einen Bolzen 22C kuppelbar sind. Der Bolzen 22C kann durch eine Riegelstange 26, die durch einen Handgriff 27 betätigt werden kann, in lotrechte Richtung gestellt werden und ist über einen Winkelhebel 28 mit einer waagerechten Riegelstange 29 gekuppelt. Letztere ist mit dem Bolzen 24^ verbunden, welcher die am Flügelrahmen angeordnete Scharnierhälfte 24^ mit der am Blendrahmen angeordneten Scharnierhälfte 24a kuppeln kann, derart, daß bei Kupplung der Schwenkscharnierhälften
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22Ö und 22β miteinander die Kippscharnierhälften 24Ö und 24ή voneinander entkuppelt werden und umgekehrt.
Das untere Schwenkgelenk 23 besteht aus einer am 'Flügelrahmen befestigten Scharnierhälfte 23& und einer Scharnierhälfte 23,,, welche eine Verlängerung 25/, aufweist. Die Verlängerung ist in den am Blendrahmen angeordneten Lageraugen 25a gelagert. Beide Gelenke zusammen bilden das Eckgelenk, das um die Achse B-B kippbar ist.
Erfindungsgemäß ist nun der Flügelrahmen 21 an seiner oberen. Kante mit dem Blendrahmen durch, zwei Stützen 30 und 31 verbunden, wobei die unteire Stütze 30 an ihrem einen Ende mittels eines
5.5 Gelenkes 32 am Blendrahmen in der lotrechten Achse A-A angelenkt ist und an seinem anderen Ende mittels eines Zapfens 33 in einem Schlitz 34 am Flügelrahmen 21 geführt wird. Die obere Stütze 31 ist an ihrem einen Ende mittels eines Gelenkes 35 am Flügelrahmen 21 angelenkt und ■ wird an ihrem anderen Ende mittels eines Zapfens 36 in einem Schlitz 37 am Blendrahmen 20 geführt. Das Gelenk 35 ist hierbei bei der Ausführungsform nach Fig. ι bis 7 derart angeordnet, daß es bei geschlo'ssenem Flügel ebenso wie das Gelenk 32 in der Achse A-A liegt.
In. der Stellung des Bedienungsgestänges nach Fig. ι ist der Flügel in geschlossenem Zustand auf Kippen eingestellt. Das obere Schwenkgelenk .22 ist durch Herausziehen des Bolzens 22C aus der Scharnierhälfte 22n entkuppelt, das Kippgelenk 24 gekuppelt, indem der Bolzen 24,. mit der Scharnierhälfte 24a in. Eingriff gebracht ist. Der Flügel kann infolgedessen aus der geschlossenen Lage nach Fig. 1 bis 3 in die Kipplage nach Fig. 4 und 5 gebracht werden. Die Stützen 30 und 31 stellen sich hierbei, wie insbesondere aus Fig. 4 hervorgeht, in Kreuzstellung ein, indem der Zapfen 33 der unteren Stütze 30 im Schlitz 34 und der Zapfen 36 der oberen Stütze 31 im Schlitz 37 sich von links nach rechts schieben, bis sie am rechten Ende der Schlitze 34 bzw. 37 anliegen und dadurch den Kipphub des Flügels begrenzen.
Um den Flügel um die lotrechte Achse A-A schwenken zu können, ist zunächst die Riegelstange 26 mittels des Handgriffes 27 in Pfeilrichtung y zu stellen. Hierdurch wird das Kippgelenk 24 entkuppelt und gleichzeitig das obere Schwenkgelenk 22 gekuppelt. Wird daraufhin der Flügel um die lotrechte Achse geschwenkt, beispielsweise in die Lage nach Fig. 6 und 7, so bleibt die untere Stütze 30 am Flügelrahmen und die obere Stütze 31 am Blendrahmen. Die untere. Stütze 30 schwenkt zusammen mit dem Flügel um die lotrechte Achse A-A, ohne sich gegenüber dem Flügel zu schieben. Das Ausführungsbeispicl nach Fig. 8 bis 10 unterscheidet sich von dem vorherigen Ausführungsbeispiel dadurch, daß die Stützen nicht in der lotrechten Achse A-A, sondern außerhalb dieser Achse angelenkt sind. Die untere Stütze 130 ist hierbei an ihrem einen Ende außerhalb der Achse des Schwenkgelenkteiles 22a in einem Gelenk 132 am Blendrahmen 20 angelenkt und an ihrem anderen Ende mittels zweier Zapfen I33ß und 133^ in, einer Schlitzführung 134 am Flügelrahmen ge:- führt. In ähnlicher Weise ist die obere Stütze 131 an ihrem einen Ende außerhalb der Achse des Schwenkgelenkteiles 22ft mittels eines Gelenkes 135 am Flügelrahmen angelenkt und an ihrem anderen Ende mittels zweier Zapfen 136,, und 13O4, in einer Schlitzführung 137 am Blendrahmen geführt.
Fig. 9 zeigt den Flügel 21 in gekippter'Stellung, Fig. 10 den Flügel 21 in einer um die lotrechte Achse A-A teilweise ausgeschwenkten Lage (gestrichelte Lage 2i', wobei die Bezugszeichen der einzelnen Teile mit einem Strich versehen sind.) bzw. in voll ausgeschwenkter Lage (ausgezogene Stellung 21).
Wie ersichtlich, stellt sich hierbei die untere Stütze 130 mit Bezug auf den Flügel 21 im Grundriß gesehen schräg, -wobei die Schräge zunächst aus der geschlossenen, im wesentlichen parallelen Lage bis zu einem maximalen Wert (etwa in der Lage 21' des Flügels) zunimmt und hierauf wieder abnimmt. Die maximale Schräge ist hierbei aber in jedem Falle geringer als in Kippstellung des Flügels (Fig. 9). Entsprechendes gilt auch für die obere Stütze 131, deren Schräge kurz vor der gezeichneten Endstellung ihr Maximum erreicht.
Gleichzeitig schieben sich die Enden der Stützen, d. h. die Führungszapfen 133«, 133,, bzw. 136,,, 136,, in den Schlitzen 134 bzw. 137, wobei das Schieben beim Kippen (Fig. 9) geringer als beim vollen Schwenken (Fig. 10) ist. Die Schlitzführungen 134 und 137 sind deshalb mit Anschlägen versehen., welche die Stützen 130 und 131 an einem weiteren Schieben hindern, wenn die Endlage des Flügels beim Kippen erreicht ist.
In Fig. 11 bis 13 ist die Schlitzkurve 137 für die obere Stütze 131 bei geschlossenem Flügel (Fig. 11), bei gekipptem Flügel (Fig. 12) und bei voll ausgeschwenktem Flügel (Fig. 13) in vergrößertem Maßstabe dargestellt.
Der Schlitz 137 besteht aus einem im wesentlichen geradlinigen, bogenförmig erweiterten Endteil 137«) welcher über eine Verengung mit einem anderen bogenförmigen Endteil 137,, verbunden ist. Eine Abzweigung oder Aussparung 137,. wird durch einen Anschlag 138 begrenzt. Die Kurve kann durch einen besonderen Beschlagtoil 139 gebildet werden, welcher am Blendrahmen mit Schrauben 140 befestigt ist. In der geschlossenen Lage des Flügels (Fig. 11) befinden sich bei zur Fenster-ebene paralleler Lage der Stützen 131 die Zapfen 13ο,, und 136,, im Endteil 137,, des Schlitzes 137. Wird der Flügel in die Lage nach Fig. 9 gekippt, so daß die Stütze 131 einen verhältnismäßig großen Winkel zur Fensterebene bildet, so werden die Zapfen 136,, und 136^ im Endteil 137,, geführt, wobei die Erweiterung der Kurve eine allmähliche Winkelstellung der oberen Stütze 131 zuläßt. In der Endstellung legt sich der Zapfen 136,, an den Anschlag 138 an, wobei die Schräglage der Stütze mit dem Zapfen 1361, verhindert, daß die Zapfen in den Endteil 137^ der Führungskurve gelangen können.
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Andererseits ist jedoch der Führungsschlitz 137 ' so ausgebildet, daß beim Schwenken des Flügels I um die lotrechte Achse A-A die Zapfen 13O0 und j 1366 aus dem linken Endteil 137^ in den rechten Endteil 137^ des Schlitzes gelangen können, bis der Zapfen 136a am rechten Ende des Schlitzes 137^ anliegt und, damit das Schwenken des Flügels um die lotrechte Achse begrenzt.
In sinngemäß entsprechender Weise wie! die Schlitzkurve 137 ist auch die Schlitzkurve 134 ausgebildet. An Stelle von zwei Zapfen 13O0, 136,, bzw. !33a, !33O können beispielsweise auch Zapfen mit länglichem Querschnitt verwendet werden, welche sich in ähnlicher Weise in eine Schlitzkurve 137 bzw. 134 einfügen können.
Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 14 und 15 ist die untere Stütze 230 mittels eines in der lotrechten Achse liegenden Gelenkes 232 und an ihrem anderen Ende mittels eines Zapfens 233 in einem Schlitz 234 am Flügelrahmen 21 angelenkt. Die obere Stütze 231 ist entsprechend dem vorherigen Ausführungsbeispiel in einem Gelenk 235 außerhalb der lotrechten Achse am Flügelrahmen und an ihrem anderen Ende mittels eines oder zweier Zapfen 236 in einer Schlitzführung 237 am Blendrahmen angelenkt.
Da die untere Stütze 230 unmittelbar in der lotrechten Achse A-A am Blendrahmen angelenkt ist, braucht der Schlitz 234 — ähnlich dem Ausf'ührungsbeispiel nach Fig. 1 bis 7 — nur eine solche Länge zu haben, als es für das Schieben des Zapfens 233 bis zur Erreichung der Kipplage des Flügels erforderlich ist. Dagegen ist für die Führung des Zapfens bzw. Doppelzapfens 236 eine Schlitzführung 237 erforderlich, welche dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 11 bis 13 entspricht.
Das Ausführungsbeispiel nach. Fig. 14 und 15 zeigt des weiteren eine Hilfsstütze 241, welche am Flügelrahmen 2i mit dem Zapfen 235 und1 bei 242 an der unteren Stütze 230 jeweils unschiebbar angelenkt ist. Wird hierbei angenommen, daß ein besonderes kuppelbares oberes Schwenkgelenk 22 (Fig. 1) nicht vorhanden ist, so1 würde beim Schwenken des Flügels 21 um die lotrechte Achse A-A die am Blendrahmen angelenkte untere Stütze 230 den Flügel 21 in Längsrichtung der Stütze nicht halten können, da sich der Zapfen 233 im Schlitz 234 schieben kann. Der Flügel hätte also die Möglichkeit, in seiner eigenen Ebene um die Länge des Schlitzes 234 um das untere Eckgelenk 25 zu kippen bzw. herabzufallen.
Durch die Hilfsstütze 241 wird jedoch diese unerwünschte Kippbewegung des Flügels verbinder, da sie sowohl bei 235 am Flügel rahmen als auch bei 242 an der unteren Stütze 230 unschiebbar angreift.
Eine andere Möglichkeit der Sicherung des Flügels 21 gegen Kippen um.das untere Eckgelenk beim Schwenken des Flügels um die lotrechte Achse zeigt Fig. 16. Die untere Stütze 230 weist in diesem Falle einen Zapfen 243 auf, welcher in einen Schlitz 244 am Flügelrahmen 21 eingreift, wenn sich der Flügel in Schließstellung befindet. Da die untere Stütze 230 mit dem Zapfen 232 in der Achse A-A des Flügels am Blendrahmen angelenkt ist, tritt beim Schwenken des Flügels um die lotrechte Drehachse kein Schieben des Zapfens 243 relativ zum Flügel 21 ein, so daß der Zapfen im Sicherungsschlitz 244 verbleibt. Beim Kippen des Flügels um die waagerechte Kippachse B-B (Fig. 1) stellt sich jedoch die untere Stütze 230 schräg zum Flügelrahmen 21 (entsprechend Fig. 14) ein. Der Schlitz 244 ist zu diesem Zweck so gestaltet, daß der Zapfen 243 unbehindert aus dem Schlitz austreten kann.
Bei in der Achse A-A liegendem Gelenk der sich mit dem Flügel schwenkenden unteren Stütze (z. B. 30, 230) kann statt des kuppelbaren Schwenkgelenkes 22 auch eine Kupplung von Stütze und Flügel beim Schwenken um die Achse A-A durch eine Riegelstange, z. B. die verlängerte Riegelstange 26, erfolgen.
Eine gleiche Sicherung wie im Falle der Fig. 14, 15 bzw. 16 kann gegebenenfalls auch in Verbindung mit einem kuppelbaren Schwenkgelenk 22 oder einer anderen Kupplungsvorrichtung zu deren Entlastung vom Gewicht des Flügels vorgesehen sein.
Ferner könnten auch die einzelnen Merkmale der Erfindung in anderer Weise miteinander kombiniert werden. Zum Beispiel könnten bei einer Ausführung der Stützen entsprechend: Fig. 14 bis 16 kuppelbare Gelenke im Sinne des ersten Aus führ rungsbeispieles oder ähnliche Kuppelvorrichtungen vorgesehen sein. Umgekehrt können im Falle des Ausführungsbeispieles nach Fig. 1 bis 7 Sicherungsvorrichtungen entsprechend den Fig. 14 bis 16, d. h. z. B. eine Hilfsstütze 241 oder eine Rast 244, vorgesehen sein.
Die in Kreuzform scherenartig angeordneten Stützen 30, ■ 31 können auch dazu verwendet werden, eine Abstützung des Flügels bei zwei links und rechts angeordneten Achsen zu vermitteln, was z. B. zum Links- und Rechtsöffnen, insbesondere aus räumlichen Gründen, von Vorteil sein kann. Einer lotrechten Achse A-A auf der einen Seite des Flügels kann eine entsprechende lotrechte Achse auf der anderen Seite des Flügels gegenüberliegen. Die Stützen 30, 31 oder entsprechende Stützen können hierbei derart am Blendrahmen bzw. Flügelrahmen angelenkt sein, daß ihre Gelenke auf der einen, Seite des Flügels mit der einen lotrechten Achse und auf der anderen Seite des Flügels mit der anderen lotrechten Achse zusammenfallen, wobei jedoch zum Kippen des Flügels je eines der beiden Gelenke schiebbar ist. An jeder unteren Ecke des Flügels kann ein Kippgelenk angeordnet sein, derart, daß die Eckgelenke wechselweise mit dem Blendrahmen gekuppelt bzw. entkuppelt werden, je nachdem, um welche lotrechte Achse der Flügel geschwenkt werden soll. Dem entkuppelbaren Schwenkgelenk 22 kann auf der anderen Seite des Flügels ein entsprechendes entkuppelbares Schwenkgelenk gegenüberliegen, wobei die -Schwenkgelenke ebenfalls wechselweise kuppelbar bzw. entkuppelbar sind. ■ Beim Kippen um die waagerechte Kippachse sind beide Schwenkgelenke 22 zu entkuppeln, während
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Claims (10)

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    beide Eckgelenke mit dem Blendrahmen zu kuppeln sind. Auch können die Stützen je mit dem dem schiebbaren Gelenk zugeordneten Rahmen — z. B. selbsttätig gemäß Fig. 14 bis 16 — kuppelbar sein. Das Kuppeln und Entkuppeln, der einzelnen Gelenke kann gemeinsam durch eine zentrale Bedienungsvorrichtung vorgenommen werden. Zweckmäßig erfolgt die Einstellung derart, daß die Kupplung je des einen Eckgelenkes bereits eingesetzt hat, wenn das andere Eckgelenk entkuppelt wird. Ein besonderes Kippgelenk kann infolge der beiderseitigen Eckgelenke in Fortfall kommen.
    Statt durch Eckgelenke kann die Abstützung des Flügels in der waagerechten Kippachse auch durch ' die Riegelstangen selbst erfolgen.
    Beim wechselweisen Schwenken des Flügels um die beiden Achsen vertauschen die Stützen gegenseitig ihre Funktionen. Diejenige Stütze, welche beim Schwenken um die eine, z. B. rechte Achse beim Flügel bleibt, bleibt beim Schwenken des Flügels um die andere linke Achse am Blendrahmen und umgekehrt.
    Statt in den lotrechten Achsen können die Stützen auch in diesen Fällen entsprechend den Ausführungsbeispielen nach Fig. 8 bis 16 außerhalb der Achsen am Blendrahmen bzw. Flügelrahmen angelenkt sein.
    Taten tans pp. Z cue:
    i. Ausstellvorrichtung für wahlweise um eine lotrechte Achse schwenkbare oder um eine waagerechte Achse kippbare Flügel von Fenstern, Türen od. dgl., welche an der der Kippachse gegenüberliegenden Flügelkante angeordnet ist und zwei scherenartig angeordnete Ausstellstützen aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausstellstützen unabhängig voneinander sind und beim Kippen des Flügels um die waagerechte Kippachse beide Stützen Kreuzstellung zueinander einnehmen, während beim Schwenken um die lotrechte Achse die eine Stütze im wesentlichen am feststehenden Rahmen bleibt und die andere Stütze mit dem Flügel schwenkt.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede der beiden Stützen an ihrem einen Ende am einen Rahmen angelenkt und an, ihrem anderen Ende am anderen Rahmen schiebbar geführt ist.
  3. 3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Anlenkpunkte der Stützen vorzugsweise in der Nähe der lotrechten Achse und die Führungen vorzugsweise in der Nähe der der Achse gegenüberliegenden Flügelkante angeordnet sind.
  4. 4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine der beiden Stützen oder beide Stützen an ihrem einen Ende in der lotrechten Achse des Flügels am Blendrahmen bzw. am Flügelrahmen angelenkt sind.
  5. 5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3,
    dadurch gekennzeichnet, daß eine der beiden Stützen oder beide Stützen außerhalb der lotrechten Achse des Flügels, jedoch in deren Nähe, vorzugsweise in Längsrichtung der Stütze versetzt angelenkt sind.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, insbesondere bei derartiger Anlenkung der Stützen oder einer derselben außerhalb der lotrechten Achse, daß die Schiebebewegung des Stützenendes beim Schwenken des Flügels größer als beim Kippen desselben ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Stütze mit einem Anschlag an oder in seiner Führung zusammenwirkt, welche ihreBewegung zwar beim Kippen, nicht aber beim Schwenken begrenzt.
  7. 7. Vorrichtung nach den Ansprüchen S und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Stütze mit einem unrunden Zapfen bzw. mit zwei Zapfen in einem Schlitz geführt ist, welcher in einem mittleren Teil mit einer Abzweigung oder Aussparung versehen ist, in welche der oder die Zapfen bei Schrägstellung der Stütze in der Kipplage des Flügels eintreten und die als Begrenzungsanschlag für das Kippen dient, während beim Schwenken des Flügels um die lotrechte Achse der oder die Zapfen an der Abzweigung oder Aussparung bis zum Ende des Schlitzes vorbeigeführt werden.
  8. 8. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß zum Schwenken des Flügels um die lotrechte Achse die in, der lotrechten Achse des Flügels am Blendrahmen angelenkte und am Flügelrahmen schiebbar geführte Stütze mit dem Flügelrahmen durch, eine Hilfsstütze verbunden ist, die an ihrem einen Ende an einem mittleren Punkt der genannten Stütze und an ihrem anderen Ende am Anlenkpunkt der Stütze am Flügelrahmen angelenkt ist.
  9. 9. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die in der lotrechten Achse des Flügels am Blendrahmen angelenkte und am Flügelrahmen schiebbar geführte Stütze in Schließstellung des Flügels mit diesem durch einen etwa quer zur Stütze laufenden Schlitz oder Anschlag und einen mit diesem zusammenwirkenden Zapfen oder Gegenanschlag derart gekuppelt wird, daß der Flügel beim Schwenken um seine lotrechte Achse an einem Kippen innerhalb des Spieles der Längsführung uo der Stütze gesichert ist, beim Kippen um die waagerechte Achse sich, jedoch von der Stütze entkuppelt.
  10. 10. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Flügel sowohl um eine linke als auch um eine rechte Achse geschwenkt werden kann, wobei vorzugsweise die Gelenke der Stützen bei geschlossenem Flügel in der einen oder anderen Achse des Flügels liegen.
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    Deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1 681 518.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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