DEV0007000MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 15. März 1954 Bekanntgemacht am 24. Mai 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Zerstäuben und Auftragen von flüssigen
Medien, ζ. Β. Wasser oder flüssigen chemischen Mitteln, auf laufende trockene Faserstoff-, iiisbesondere
Papierbahnen, Karton, Wolle, Baumwolle, Leinen, wobei die Vorrichtung, die insbesondere
zur Anordnung an einer Papiermaschine geeignet ist, einen vorzugsweise quer zur Laufrichtung der
Bahn angeordneten Satz von Sprühdüsen aufweist, die aus einem Flüssigkeitsverteilungsrohr gespeist
werden, an das ein Luftzuführungsrohr angeschlossen ist.
Zur Befeuchtung von aus einer Papiermaschine laufenden Papierbahnen ist es bekannt, quer zur
Bahn Düsenrohre anzuordnen, die auf eine Prallschiene sprühen, um hierdurch einen Sprühstaub zu
erzeugen, welcher zur Befeuchtung der Papierbahn verwendet wird.
Nachteilig ist hierbei die Ungleichmäßigkeit der Tropfenbildung, der Tropfengröße und die Anfälligkeit
der engen Düsenbohrung gegen Verschmutzung; die engen Düsenbohrungen sind bedingt
durch den verhältnismäßig hohen Druck, der wiederum erforderlich ist, um die auf die Prallschiene
auftreffenden Wasserstrählen in feinsten Staub zu zerteilen.
Nach der Erfindung werden alle diese Nachteile in einfacher Weise dadurch vermieden, daß die das
Versprühen des flüssigen Mediums bewirkende Luft in dem Zuführungsrohr unter einem sehr kleinen
Überdruck von 0,05 bis 0,2 atü gehalten wird und das zu versprühende flüssige Medium, ζ. Β. Wasser,
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aus dem drucklosen, d. h. weder unter Überdruck noch unter Unterdruck stehenden Flüssigkeitsverteilungsrohr
ansaugt.
■- Bei dieser Vorrichtung holt sich jede Düse
gewissermaßen selbst das zu versprühende flüssige Medium aus dem Wasserverteilrohr, indem die
Luft, oder auch ein anderes gasförmiges Medium die Flüssigkeit aus dem Flüssigkeitsverteilrohr zur
Düse ansaugt; von der Düse gelangt das Medium
ίο unmittelbar auf die zu befeuchtende Bahn und
bildet hier einen gleichmäßigen geschlossenen Flüssigkeitsfilm.
Es ist zwar bereits bekannt, quer zur Laufrichtung der Papierbahn Sprühdüsen anzuordnen,
die sowohl an eine Wasser- als auch an eine Luftquelle angeschlossen." sind. Hierbei steht aber das
Wasser der Düse unter Druck, die Luft sogar unter verhältnismäßig hohem Überdruck. Das , Wasser
wird hierbei der Düse durch den eigenen Druck zugeführt, und die Luft dient lediglich zum Zer-
- reißen des Wasserstromes. Nachteilig ist hierbei aber, daß, um die kleinen Flüssigkeitsmengen,
welche das Papier benötigt, der Düse zuzuführen,
die Düsenöffnungen verhältnismäßig sehr eng sein müsisen. Infolgedessen- setzen sich die Düsen
sehr leicht zu und sind auch sonst sehr empfindlich, insbesondere gegen Verschmutzung. Ferner müssen
die Querschnitte zum Zwecke der Mengenregulierung verändert werden, was wiederum die Empfindlichkeit
gegen Schmutz erhöht, ganz abgesehen davon, daß die Regulierung quer zur Bahn von
Düse zu Düse vorgenommen werden muß.
Außerdem und vor allem aber trifft das unter Druck zugeführte und austretende Wasser trotz der
Zerreißung durch den Luftstrahl immer noch mit so großer eigener Kraft auf die zu besprühende
Papierbahn od. dgl. auf, daß nicht der mit der vorliegenden Erfindung erstrebte Flüssigkeitsfilm entsteht
und gewährleistet wird. Des weiteren ist bei der bekannten Vorrichtung nachteilig, daß die
Sprühdüse nur von unten nach oben wirken kann, so daß der erstrebte feine Flüssigkeitsfilm nicht erzeugt
werden kann, weil an der laufenden Papierbahn ein Luftfilm haftet, welcher den feinen
Flüssigkaiitsfilm -abstößt.
Demgegenüber ist es mittels der. erfindungsgemäßen Vorrichtung möglich, die Sprühdüsen in
die beliebigsten Wirkungsrichtungen ,einzustellen,
insbesondere auch in die Wirkungsrichtung nach abwärts, so daß der feine Flüssigkeitsfilm durch
seine eigene Schwerkraft nach und nach durch den zuvor erwähnten Luftfilm hindurch an das Behandlungsgut
gelangt.
Wie weiter gefunden wurde, ist es vorteilhaft, wenn der oder die aus dem nach dem Injektorprinzip
arbeitenden Sprühkopf austretenden Wasserstrahlen und die das Wasser zum Versprühen
bringende Luft erst vor dem Kopf in der atmosphärischen Luft zusammentreffen, wie dies
bei anderen Sprühvorrichtungen an sich bekannt ist. Ferner ist es z. B. zur Erzeugung und Aufrechterhaltung
eines sehr gleichmäßigen geschlossenen FKissigkeitsfilms auf.der zu besprühenden Papierbahn
od. dgl. zweckmäßig, die Wasserdüse nebst zugehöriger Luftdüse und eine andere Wasserdüse
nebst zugehöriger Luftdüse, wie ebenfalls bei Spritzdüsen an sich bekannt, .unter einem bestimmten
Winkel zueinander und einstellbar anzuordnen. < ■■
Wie ferner gefunden wurde, empfiehlt es sich, zur Steigerung der Intensität der Zerstäubung sowie
zu ihrer besonders hohen Gleichmäßigkeit innerhalb jeder einzelnen Düse, Mittel vorzusehen, mit deren
Hilfe der Luftstrom in eine rotierende Bewegung versetzt wird. Insbesondere ist es vorteilhaft, innerhalb
des Sprühkopfes um die Wasserdüse einen Ein-, zweckmäßigerweise Mehrfachdrallkörper vorzusehen,
vermittels dessen der Luftstrom in Drehung versetzt wird, so daß er außerhalb des
Sprühkopfes vor der Wasserdüse einen Saugkegel für das Wasser bildet und sich dann erst entspannt.
Vorteilhafterweise umfängt die Luftdüse als Ring die hindurchlaufende Wasserdüse; zugleich
ist es zweckmäßig, daß sich die ringförmige Kammer der Luftdüse zum Düsenmund hin z. B.
kegelförmig verengt. Die Mündung der Wasserdüse soll zum freien Außenraum hin die Mündung der
Luftdüse etwas überragen. Der zwischen der Wasserdüse und dem Stirnteil der Luftdüse befindliche
ringförmige, vorzugsweise ebenfalls kegelige Durchtritt für die Luft ist zweckmäßigerweise so
gestaltet, daß er wesentlich dazu beiträgt, daß sich , der rotierende Luftstrom vor der Mündung der
Wasserdüse kegelförmig ausbildet. Der Saugkegel des Luftstromes saugt das flüssige Medium, z. B.
Wasser an, das dann von dem Luftstrom gleichmäßig versprüht wird.
Die Winkelanordnung der vorzugsweise zwei oder mehr Düsen soll so erfolgen, daß sich, quer
zum Bahnlauf des Papiers od. dgl. betrachtet, die durch die Achsen der Düsen gelegten Ebenen unter
einem bestimmten Winkel schneiden.
Zum Zwecke der individuellen Befeuchtung, z. B. an nur einzelnen Stellen der Papierbahn od. dgl.,
wird nach der Erfindung in der Luftzuführung zur Einzeldüse ein besonderes Regelorgan, z. B. ein
Hahn vorgesehen. Mehrere solcher Regelorgane können gegebenenfalls gemeinsam gesteuert werden.
Wie ferner gefunden wurde, ist es zur einfachen und gleichmäßigen Regulierung der Menge des
flüssigen Mediums, z. B. Wasser, vorteilhaft, die Ansaughöhe im Flüssigkeitsverteilrohr änderbar
zu machen. Bei höherem Spiegel bzw. kleinerer Ansaughöhe ist bei sonst gleichen Bedingungen
die angesaugte Menge von flüssigem Medium verhältnismäßig groß und umgekehrt verhältnismäßig
klein. Hierdurch läßt sich in einfachster Weise eine vollständige und gleichmäßige Regulierung aller'
Düsen quer zur Bahn ermöglichen.
Zur Bewirkung der Änderbarkeit des Spiegeiis des flüssigen Medium's in seinem Verteilrohr kann z. B.
dieses Rohr miteiner beweglichen Leitung, z. B. einem Schlauch, verbunden werden, der andererseits an
ein Gefäß, vorzugsweise ein Druckausgleichsgefäß, angeschlossen wird, welches das flüssige Medium
enthält und bei welchem die Zufuhr durch einen
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vom Medium getragenen Schwimmer selbsttätig gesteuert
wird, der z. B. ein Zulaufventil betätigt. Das Wasserverteilrohr, der bewegliche Schlauch und
das Druckausgleichsgefäß stellen ein System kommunizierender Röhren dar; um mit Hilfe dieses
Prinzips die Höhe des Spiegels der Flüssigkeit in seinem Verteilrohr beeinflussen zu können, wird
nach der Erfindung das Druckausgleichsgefäß mit Bezug auf das Verteilrohr verstellbar gelagert; für
ίο die Verstellung ist z. B. eine Schraubenspindel mit
Handrad zweckmäßig.
; Ferner wurde gefunden, daß der Regelbereich der Vorrichtung der Anlage auch durch Erhöhen oder
Erniedrigen des Luftdruckes in dem zum Flüssigkeitsverteilrohr gehörenden Luftverteilrohr geändert
werden kann. Für diese Änderung kann z. B. ein Hahn, Schieber oder ein anderes Drossel-,
organ verwendet werden.
Die Vorrichtung nach der Erfindung kann über oder unter Flur, bei Papiermaschinenanlagen vor
oder hinter dem Glättwerk angeordnet sein, jedoch sind allgemein auch andere Anordnungen möglich.
Die Merkmale der Erfindung sind aus den Darstellungen von Ausführungsbeispielen sowie aus der
folgenden Beschreibung zu entnehmen. Es zeigt
Fig. ι eine Längsansicht des Wasserverteilungsrohres
mit dem Luftverteilungsrohr und der Anordnung der Düsensprühköpfe,
Fig. 2 den Schnitt A-A der Fig. 1,
Fig. 3 den Schnitt B-B der Fig. 1,
Fig. 4 in vergrößertem Maßstabe den bereits in der Fig. 1 für die am weitesten rechts angeordnete
Düse verwendeten Schnitt,
Fig. 5 die Seitenansicht der Anordnung der Vorrichtung nach einem Glättwerk vor dem
Papienaufroller, und
Fig. 6 die um 900 gedrehte Ansicht der Vorrichtung nach der Erfindung mit dem unter Flur angeordneten
Gebläse und Filter. . .
Durch das Rohr 1 und den Absperrhahn 2 gelangt der z. B. von dem Drehkolbengebläse geförderte
Luftstrom an dem Manometer 3 vorbei in das Luftverteilungsrohr 4, das nach der Zeichnung einseitig
gespeist ist, aber bei besonders breiten Maschinen vorteilhafterweise von mehreren Stellen, z. B. den
beiden Stirnseiten aus, gespeist wird.
An das Luftverteilungsrohr 4 sind über nicht veranschaulichte Tüllen Gummischläuche oder ein
anderes flexibles Rohrs, 6, 7, 8 angeschlossen; die
Zahl dieser Anschlüsse ist beliebig, richtet sich aber insbesondere nach der jeweiligen Arbeitsbreite
der zu befeuchtenden Bahn. Vorzugsweise sind die Schlauchanschlüsse in bestimmten gleichmäßigen
Abständen zueinander angeordnet. Die Schläuche sind je mit einer Schlauchtülle 9 an dem Lufthähnchen
10 verbunden, das seinerseits mit dem. Düsenkopf 11 vereinigt ist. Vergleiche hierzu und
weiter insbesondere die vergrößerte Schnittdarstellung nach der Fig. 4.
Der Lufthahn 10 dient in erster Linie dazu, durch Drosselung der Luft die Flüssigkeitsmenge
für den betreffenden Düsenkopf gegebenenfalls bis Null zu regulieren. Der Düsenkopf weist in dem
dargestellten Ausführungsbeispiel zwei unter einem bestimmten Winkel angeordnete Wasserdüsen. 12, 13
auf. Diese Wasserdüsen 12, 13 werden jeweils außen von einer Luftdüse 14 bzw. 15 umgeben, deren
Ringraum sich zum Mantel der Wasserdüse hin verjüngt. Die Wasserdüse, z. B. 12, wird mit ihrem
hinteren Ende 16 in den Düsenkopf eingeschraubt. Ein mittlerer Teil 17 des Mantels der Wasserdüse,
z. B. 12, ist von einer ringförmigen Luftkammer 18 umgeben, die einerseits mit dem Zufuhrkanal 19
im Düsenkopf und andererseits über den vierfach gedrallten Luftrotor 20 mit der Kammer 21 der
Luftdüse 14 verbunden ist. Der vierfach gedrallte Rotor versetzt den zugeführten Luftstrom in eine
drehende Bewegung und treibt diesen längs des Mantels der Wasserdüse zur Luftdüse 14, wo der
Luftstrom in drehender Bewegung austritt und die ein kurzes Stück vorspringende Wasserdüse
kreisend umhüllt, um schließlich vor der Wasserdüse wieder zusammenzulaufen und hier die erstrebte
Saugwirkung für die Wasserdüse erzeugt.
Der vierfach gedrallte Rotor 20 umfängt mit Gleitsitz den Mantel 17 der Wasserdüse und sitzt
lösbar fest im zylindrischen Mantel 22 der Luftdüse, der seinerseits im Düsenkopf 11 eingeschraubt
ist und von einer Gegenmutter 23 gesichert wird.
Bohrungen, z. B. 24, im Mantel 22 dienen in bekannter Weise dem Heraus- und Hereinschrauben
des Mantels.
Die Wasserdüse 12 ist über ihren Kanal 25 an
weitere Kanäle 26, 27 im hinteren Teil des Düsenkopfes angeschlossen und weiter über Nippel, z. B.
28, 29 (vgl. wieder Fig. 1, rechter Düsenkopf sowie Fig. 2), mit dem Saugrohr 30 verbunden.
Das Saugrohr 30 mündet in einem kurzen Abstand von der tiefsten Zone des Wasserverteilungsrohres
31 entfernt. Das Wasserverteilungsrohr, dessen Durchmesser wesentlich größer ist als der
Durchmesser des Luftverteilungsrohres, trägt über die Nippel, z.B. 28, 29, die Düsenköpfe, z.B. 11..
Das Wasserverteilungsrohr wird nach dem dargestellten Ausführungsbeispiel einseitig gespeist;
von einer bestimmten Arbeitsbreite aus empfiehlt es sich, zweiseitige Speisungen an diametralen
Stellen vorzunehmen.
Die Speisung des Wasserverteilungsrohres 31 geschieht
über das Druckausgleichsgefäß 32 (Fig. 3).
Das Druckausgleichsgefäß ist durch eine Rohrschelle 33 (Fig. 3) über die Verstellvorrichtung 34
mit dem Wasserverteilungsrohr lösbar fest verbunden.
Die Verstellvorrichtung 34 weist einen Bügel 35
auf, in dessen einander gegenüberliegenden Schenkeln 36, 37 eine drehbare Schraubenspindel
38 gelagert ist, die mittels eines Handrades 39 betätigt wird und eine auf ihr laufende Mutter 40
axial verschiebt. Die Mutter trägt einen Ansatz 41, an welchem das Druckausgleichsgefäß 32 fest angebracht
ist.
Das Druckausgleichsgefäß 32 dient dazu, den Druck des zuströmenden flüssigen Mediums so zu
wandeln, daß es drucklos dem Wasserverteilungsrohr zufließt. Zu diesem Zweck weist das Druck-
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ausgleichsgefäß eine Schwimmerkugel 42 auf, die über ein Gelenkgestänge 43 mit dem Ventil 44 ver-.
bunden ist, welches die Menge des zufließenden Mediums reguliert.
Das drucklose Flüssigkeitsmedium fließt aus dem ■Druckausgleichsgefäß 32 durch die Tülle 45 über
einen nicht dargestellten Schlauch od. dgl., ferner durch die Tülle 46 in das mit dieser verbundene
Wasserverteilungsrohr 31. Der jeweilige Wasserstand in diesem Rohr 31 richtet sich nach der eingestellten
Höhe des Druckausgleichsgefäßes 32 mit Bezug auf das Verteilungsrohr 31. Das Wasserverteilungsrohr
31 ist ferner mit einem einstellbaren Überlauf rohr 47 ausgerüstet. Die Einstellung
erfolgt mittels einer gerändelten Mutter 48. Das Rohr ist mit nicht veranschaulichten Einstellmarken
versehen.
Die Lage der Mündung 49 des Wasserstandrohres 47 innerhalb des Verteilungsrohres 31 bestimmt
die Höhe des Spiegels der in diesem Rohr befindlichen Flüssigkeit. Diese Wasserstandshöhe
wird kontinuierlich aufrechterhalten, durch Einstellung der Höhe des Ausgleichsgefäßes 32 zum
Wasserverteilungsrohr 31. Die Einstellung wird mittels der in Fig. 3 veranschaulichten Einstellung
bewirkt. Bei niedrigem Wasserstand im Verteilungsrohr 31 muß das Gefäß 32 niedrig, bei
hohem Wasserstand entsprechend hoch eingestellt werden. Sprühen die Düsenköpfe 11 keine Flüssigkeitsmenge
mehr aus, so wird das schwimmergesteuerte Ventil 42, 44 selbsttätig in der vorbestimmten
Höchstlage der Schwimmerkugel automatisch geschlossen und hierdurch die von dem Überlauf rohr 47 bestimmte Höhe des Spiegels der
Flüssigkeit im Vertei lungs rohr 31 gewährleistet. Das· Druckausgleichsgefäß 32, die Verteilung
zwischen ihm und dem Wasserverteilungsrohr 31 . und dieses Rohr stellen ein System kommunizierender
Röhren dar.
Bei der Anordnung der Vorrichtung nach der Erfindung gemäß Fig. 5 und 6 ruht auf einer Fundamentschiene
50 ein Glättwerk 51 für Papierbahnen sowie ein Roller 52, dessen Ständer nicht veranschaulicht
ist. Zwischen Glätter und Roller läuft die Papierbahn 53, die von der Vorrichtung nach
der Erfindung besprüht wird. Die Vorrichtung, die mit der Sammelziffer 54 bezeichnet ist, befindet sich
zwischen Glättwerk und Roller.
Im Unterflurraum 55 (vgl. Fig. 6) ist ein Drehkolbengebläse
56 mit Ansaugstutzen 57 auf einem Sockel 58 angeordnet. Seine Druckleitung 59 ist mit
einem Überströmhahn 60, einem Sicherheitsventil 61 und einem Manometer 62 ausgestattet und führt
weiter zu einem Luftfilter 63. Von hier gelangt die Luft über die Leitung 1 zum Hahn 2 (vgl. Fig. 1).
Das flüssige Medium, z. B. Wasser, strömt über
ein Ventil 64, einen Filter 65, ein weiteres Ventil 66 einmal in das Rohr 67 und zum anderen in das
Rohr 68. Aus diesen Rohren gelangt das Medium über die Ventile 69 bzw. 70 in das Druckausgleichsgefäß
32, von dort über je einen Schlauch 71 bzw. 72 und die Schlauchtüllen 46 bzw. 73 zum Wasserverteilungsrohr
31.
Die Vorrichtung nach der Erfindung arbeitet folgendermaßen: Zum Befeuchten der vom Glattwerk
zum Roller laufenden Papierbahn 53 wird die zum Ansaugen dienende Luft in dem Drehkolben- ■ ,
gebläse 56 über die verschiedenen Leitungen und durch den Luftfilter 63 zu dem Luftverteilungsrohr
4 gedrückt.
Das zu zerstäubende flüssige Medium wird über den Flüssigkeitsfilter 65 und die verschiedenen
Rohrleitungen sowie über die Druckausgleichsgefäße in das Wasserverteilungsrohr 31 geführt.
Die Menge der zu zerstäubenden Flüssigkeit wird mittels des Überlaufs 47 und mittels der Druckausgleichsgefäße
32 sowie mittels der Verstelleinrichtung 34, wie weiter oben beschrieben, nach dem
Prinzip der kommunizierenden Röhren einreguliert. , Ist die Höhe des Flüssigkeitsspiegels in dem
Wasserverteilungsrohr niedrig, so ist die zu zerstäubende Flüssigkeitsmenge verhältnismäßig klein;
bei Hebung des. Flüssigkeitsspiegels im Verteilungsrohr 31 durch entsprechende Einstellung des
Überlauf rohres 47 wird unter sonst gleichen Bedingungen die für die Zerstäubung zur Verfügung
stehende Menge entsprechend größer.
Das Versprühen der Flüssigkeit wird mit Hilfe des vom Gebläse zum Luftverteilungsrohr geförderten
Luftstromes bewirkt. Wird dieser Luftstrom z. B. mittels des Hahnes 2 gedrosselt, so
nimmt die Menge der versprühten Flüssigkeit einheitlich für alle Düsenköpfe ab. Um eine individuelle
Regulierung der versprühten Menge pro Düsenkopf zu erreichen, werden die jeder Düse vorgeschalteten
Hähne 10 betätigt.
Die Beaufschlagung der zu besprühenden Papierbahn od. dgl. durch die Sprühströme kann außerdem
durch Änderung der Einstellung der Düsen beeinflußt werden.
Die Vorrichtung nach der Erfindung erlaubt durch die verschiedenen Regelmöglichkeiten eine
sehr vielgestaltige und sehr genaue Steuerung des zu versprühenden Flüssigkeitsmediums in weiten
Grenzen, und zwar sowohl für den einzelnen Sprühkopf als auch für eine ganze Reihe von Sprühköpfen.
Die praktisch druckfreie Regulierung des Wassers erlaubt verhältnismäßig weite Führungsquerschnitte für die zu versprühende Flüssigkeit,
so daß die Gefahr der Verstopfung dieser Kanäle durch Fremdkörperablagerungen od. dgl. vermieden
ist.
Claims (9)
- Patentansprüche:i. Vorrichtung zum Zerstäuben und Auftragen von flüssigen Medien auf trockene Faserstoff-, insbesondere Papierbahnen, unter geringstmöglichem Druck mittels Sprühdüsen, die von einem vorzugsweise quer zum Bahnlauf angeordneten System mit Flüssigkeitsverteilungsrohr und angeschlossenem Luftzuführungsrohr gespeist werden, dadurch gekennzeichnet, daß die das Versprühen des flüssigen Mediums bewirkende Luft in dem Zuführungsrohr unter einem sehr kleinen Überdruck von 0,05 bis 0,2 atü steht und das zu versprühende flüssige527/1J4V 7000 VIII55dMedium, z. B. Wasser, aus dem drucklosen, d. h. weder unter Überdruck noch unter Unterdruck stehenden Flüssigkeitsverteilungsrohr ansaugt.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß. der oder die aus den nach dem Injektorprinzip arbeitenden Sprühköpfen (z. B. 11) austretenden Wasserstrahlen und die das Wasser· zum Versprühen bringende Luft — wie an sich bekannt — erst vor dem Kopf in der atmosphärischen Luft zusammentreffen.
- 3. Vorrichtung nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Wasserdüse (12)-nebst zugehöriger Luftdüse (14) und eine andere Wasserdüse (13) nebst zugehöriger Luftdüse (15) — wie an sich bekannt — unter einem bestimmten Winkel zueinander stehen und einstellbar angeordnet sind.
- 4. Vorrichtung nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der z. B. mittels eines die Wasserdüse (12) umschließenden Drallkörpers (20) in Drehung versetzte Luftstrom außerhalb des Sprühkopfes (11) vor der Wasserdüse (12) einen Saugkegel für das Wasser bildet und sich dann erst entspannt.
- 5. Vorrichtung nach Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Sprühkopf (11) mit einem Regler (10) für die zuströmende Luft ausgestattet ist.
- 6. Vorrichtung nach Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Wasserverteilungsrohr (31) mit einem einstellbaren Überlaufrohr (47) ausgestattet ist.
- 7. Vorrichtung nach Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Wasserverteilungsrohr (31) mit einem Druckausgleichsgefäß (32) nach dem Prinzip kommunizierender Röhren verbunden ist.
- 8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Druckausgleichsgefäß (32) zur Änderung der Höhe des Spiegels der Flüssigkeit im Wasserverteilungsrohr (31) einstellbar ist.
- 9. Vorrichtung nach Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Druckausgleichsgefäß (32) mit einem Schwimmer (42) zur selbsttätigen Steuerung des Ventils (44) für den Zulauf des flüssigen Mediums zum Ausgleichsgefäß (32) ausgestattet ist.Angezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 489 151;
britische Patentschrift Nr. 634619;
USA.-Patentschrift Nr. 2 366 354.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen609 527/194 5.56
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