DEV0006473MA - - Google Patents

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DEV0006473MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 5. November 1953 ■ Bekanntgemacht am 12. April 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zum Herstellen eines langsam abbindenden Zementes oder Betons. Es ist.an sich bekannt, dem Zement oder den Zwischenerzeugnissen, beispielsweise dem Zementklinker, chemische Stoffe zuzusetzen, die den Abbindevorgang beeinflussen. Als solche, den Abbindevorgang insbesondere bei höheren Temperaturen verzögernde Zusatzstoffe sind beispielsweise feingemahlener Gips, Zinkverbindungen, Natriumkarbonat oder Magnesiumchlorid vorgeschlagen worden. Der Zusatz von Gips ist nachteilig, weil bei den in Betracht kommenden Mahltemperaturen eine Umwandlung in eine niedrigere Hydratstufe erfolgt, wodurch die Gefahr eines falschen Abbindens des Zementes besteht. Die übrigen genannten Zusatzstoffe andererseits ziehen bei normalen Temperaturen eine Verminderung der Festigkeit des. Zementes nach sich.
Zur Vermeidung der. genannten Nachteile wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, dem Zement beim Vermählen des Zementklinkers oder dem Beton bei seiner Herstellung ein Formiat, vorzugsweise Kalzium-Formiat, zuzusetzen. Zahlreiche Untersuchungen haben zu dem überraschenden Ergebnis geführt, daß Formiate als wasserfreie Salze unter Erhöhung der Festigkeit des Zementes höchst wirksame Abbindeverzögerer darstellen. Darüber hinaus ist das kristallisierte Kalzium-Formiat nicht hygroskopisch und auch für sich allein gut mahlbar. Daher tritt beim Vermählen keine Veränderung der Hydrat-Stufe wie bei Gips ein. Auch verleiht ein Formiat-Zusatz dem Beton anti-
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V 6473 IVc/80b
septische Eigenschaften. Hinzu kommt als weiterer Vorteil, daß Formiate auf Grund ihrer reduzierenden Wirkungen Rostbildungen erschweren. Schließlich werden durch Formiate auch wasserlösliche Chromate im Zement reduziert, die allergische Hautschäden hervorrufen können.
Zur Herstellung des erfindungsgemäß beschaffenen Zementes wird das Formiat vorteilhaft zum Zementklinker, zu einer Mischung aus Zementklinker und
ίο Hochofenschlacke oder Zementklinker und Trass zugesetzt. Dabei kann der Formiat-Zusatz sowohl nach getrenntem als auch durch gemeinsames Vermählen mit den übrigen Zementbestandteilen erfolgen. Da Kalzium-Formiat in Wasser zu etwa i6°/0 löslich
:i5 ist, kann es auch in Lösung dem: Zement zugegeben werden, und zwar entweder\ durch Einspritzen oder Vernebeln während des Mahlvorganges oder aber auch erst bei der Weiterverarbeitung des gemahlenen Zementklinkers bzw. der gemahlenen Mischung aus
so Klinker und Hochofenschlacke oder Klinker und Trass zu Beton oder Mörtel.
Nach einem- weiteren Merkmal der Erfindung läßt, sich ein Formiat-Gehalt im Zement auch dadurch erreichen, daß man letzteren! einen durch Zersetzen mit Zement Formiat bildenden Stoff, z. B. Ameisensäure, in dem gewünschten Formiat-Anteil äquivalenter Menge zusetzt.
Einige der wesentlichen vorteilhaften Eigenschaften von Formiat enthaltenden Zementen gehen auch aus den folgenden Zusammenstellungen hervor, in denen jeweils die Druckfestigkeit und Abbindeverhältnisse von beispielsweise mit 2 % Kalzium-Formiat- und 3 °/0 Gips-Zusätzen zum Klinker versehenen Mischungen gegenübergestellt sind.
. So ergaben sich für die Druckfestigkeit von Prismen, deren ;Kantenabmessüngen 4x4x16 cm betrugen, und die aus Mischungen' von Zement und deutschem Normensand im Verhältnis von 1: 3 hergestellt wurden, bei Wasserlagerung und einer Mahlfeinheit nach Blaine von rund 3000 cm2/g, die folgenden Verhältnisse :
Rohwichte . Wasserzementwert 0,40*) 28 Tage Rohwichte . 0,60 ■ 28 Tage Konsistenz
der Dru ckf estigkeit 639 der Druckfestigkeit 414 mit Normen-
Zemcntkl inker Prismen kg/cmA 753 Prismen kg/cm2 547 Rütteltisch
2,28 7 Tage 2,24 7 Tage
2,33 483 · 786 2,29 290 439 14,0 cm
ohne Zusatz .... 654 371 17,5 cm
mit 3 % Gips .. . 2,33 2,27
mit 2% Ca- 721 336 19,0 cm
Formiat
erdfeuchte, durch Stampfen und Rütteln verdichtete Mischungen.
Zwei Klinkerarten a und b ergaben, je nachdem ob den Klinkern 3 °/0 Gipsstein oder 2 °/0 Kalzium-Formiat zugesetzt waren, die aus der folgenden Tabelle' ersichtlichen Abbindeverhältnisse:
40 Zusatz
zum Klinker
Klinkerart Erst
Beginn
arren
Ende
in Std. Std.
3°/o Gipsstein a 4,o 5,i
b 2,8 4,i
45 2°/o Kalzium-
Formiat .... a 2,7 6,0
b 3,5 6,7

Claims (2)

  1. Patentansprüche:
    i. Verfahren zum Herstellen eines langsam abbindenden Zements oder Betons, dadurch gekennAngezogene Druckschriften:
    Deutsche Patentschrift Nr. 393 394;
    österreichische Patentschrift Nr. 176 498;
    französische Patentschrift Nr. 993 586. " ''
    zeichnet, daß dem Zement beim Vermählen des Zementklinkers allein oder mit entsprechenden Zement bildenden Zusatzstoffen bzw. dem Beton bei seiner Herstellung Formiat, insbesondere Kalzium-Formiat, zugesetzt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dem Zement bzw. Beton ein Formiat bildender Stoff, z. B. Ameisensäure, in dem gewünschten Formiat-Anteil äquivalenter Menge zugesetzt wird.
    © 509 704/322 4.56

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