DEV0006216MA - - Google Patents

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DEV0006216MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 29. August 1953 Bekanntgemacht am 31. Oktober 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft Kontaktthermometer mit festen; Eimschmelzstellen, wobei besonderer Wert auf eine sichere Befestigung der Zuleitungsdrähte und der Einschmelzdrähte im Bereich ihres Austrittes aus der Kapillare gelegt wird. Gleichzeitig sollen die hier erforderlichen metallischen Anschlußteile gegen Korrosion besonders geschützt werden.
Es werden solche Thermometer ζ. B. bei Kühlwagen verwendet, wo sie in Verbindung mit entsprechendem! Anzeigeinistrumenten eine zentrale Kontrolle der Kühltemperatur ermöglichen. Im Betrieb' sind diese Thermometer den hier unvermeidlichen Erschütterungen unterworfen, d. h. alle mehr oder weniger losen Teile unterliegen ständigen Schwingungen, und dies führt z. B. bei den Zuleitungsdrähten bzw. Einschmelzdrähten zu Dauer-Biegebeanspruchungen. Hinzu kommt: noch, daß hier ständig Feuchtigkeit bzw. ein Wechsel von Gefrier- und Normaltemperatur vorhanden ist, welcher es von vornherein verbietet, daß korrosionsempfmdliche metallische Teile oder Drähte in unmittelbare Berührung mit dieser Atmosphäre kommen. Es werden in diesem Falle meist Niederspannungen in der Höhe bis zu 48 Volt verwendet, wodurch natürlich im Interesse einer sicheren Schaltleistung die Stromstärke erheblich ansteigt. Dieser Umstand verbietet von selbst die Verwendung der bisher üblichen dünnen Litzen bzw. Drähte, welche auch hinsichtlich der Korrosion besonders anfällig sind. 3c
■60S 1660/219
V 6216IX/42 i
Es war bisher üblich, den elektrischen Kontaktdraht aus der Kapillare frei austreten zu lassen und ihn an dieser Stelle um einen kleinen Glaspilz zu schlingen. In anderen Fällen wurde der Einschmelzdraht unmittelbar bis an die seitlich außerhalb des Thermometers befindlichen Klemmschrauben herangeführt. In einem anderen Fall wurde die Kapillare von Metallrdngen umspannt, an welche der Einschmelzdraht und der Zuleitungsdraht angelötet werden. Während, im ersten Fall eine dichte Aufeinanderfolge der Kontakte das Anbringen solcher Glaspilze erschwert, werden im zwei tea Fall die frei hängenden Drähte die oben herausgestellten Nachteile aufweisen. Im letztgenannten. Fall besteht die Gefahr, daß Feuchtigkeit die eng anliegendien, Metallringe durch Korrosion zerstört, da, sich die Feuchtigkeit zwischen. Kapillare und Metallring festsetzt. Außerdem ist es in diesem Falle möglich, daß sich die Metall ringe auf der Kapillare lockern bzw. durch die Erschütterungen sich verschieben und ein Abbrechen der Einschmelzdrähte1 herbeiführen.
Das vorliegende Kontaktthermometer mit festen Einschmelzstellen und einem Hüllrohr, welches die Kapillare und die elektrischen Zuleitungsdrähte einschließt, ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß das in an sich bekannter Weise gleichzeitig als Gefäß ausgebildete Hüllrohr über seine ganze Länge einen annähernd gleichen Durchmesser aufweist und daß der Innenraum des Hüllrohres so bemessen ist, daß die Zuleitungsdrähte und die Kapillare raumfüllend sind, wobei zweckmäßig1 die Sichtseite der Kapillare frei gelassen wird.
Bisher war es doch so, daß eine Kapillare einmal an ihrem Anschlußteil an dias Hg-Gefäß und an ihrem oberen Ende durch Verkorken oder Verstopfen gehalten wurde. Die ganze Länge des Kapillarteiles war frei schwebend im Umhüllungsrohr und dementsprechend zum Schwingen veranlagt. Dies wirkt sich besonders bei Kapillaren aus,, welche wie im vorliegenden Falle mehrere feste Kontakteinschmelzungen aufweisen. Es bilden sich hier Momente erhöhter Empfindlichkeit, welche den Bruch der Kapillare an den Einschmelzstellen herbeiführen können. Dies verhindert erfindungsgemäß die Festlegung der Kapillare durch die Zuleitungsdrähte, und zwar nicht in starrer Art, sondern nachgiebig und dämpfend, so- daß insbesondere Resonanzerscheinungen .(zwischen von außen an das Thermometer herangetragenen Schwingungen und. dem freien, Kapillareoteil) nicht auftreten können.
Nachdem in üblicher Weise die Einschmelzdrähte in die Kapillare eingesetzt wurden, was durch Abschneiden der Kapillare und Einschmelzen des Kontaktdrahtes geschieht, wird der Einschmelzdraht in bekannter Weise außen zu einet Art Henkel umgebogen. Es entsteht so> eine kleine Öse, deren Öffnung etwas größer als die Stärke eines Zuleitungsdrahtes ist. Das freie Ende dieser Öse, welches nach, der Kapillare zurückgebogen ist, wird durch eine kleine Glasperle auf der Kapillare festgeschmolzen. Die so entstehende Anschlußstelle ist mechanisch fest, auch der durch Einhängen darin zu befestigende Zuleitungsdraht ist gegen Zugbeanspruchung gut gesichert. Fertigungstechnisch ist diese Anordnung besonders günstig, da sämtliche Zuleitungsdrähte zunächst eingehängt werden können, um danach durch Verlöten noch elektrisch gut mit dem Einschmelzdraht verbunden zu werden.
Die Zuleitungsdrähte werden mit Isolierrohr versehen und dicht an dicht gelegt, wobei sie notfalls mit der Kapillare durch etwas Bindedraht zusammengehängt werden können. Zweckmäßig wird dabei natürlich die Sichtseite der Kapillare frei gelassen.
Die glastechnische Vorarbeit an diesem Gerät ist se·' getroffen, daß das äußere Glasrohr über der Einschmelzstelle zwischen Sammelgefäß und Kapillare abgetrennt wird, um ungehindert die Arbeit an der Kapillare Und das Befestigen der Zuleitungsdrähte vornehmen zu können. Erst nachdem die Zuleitungsdrähte vollkommen fest liegen und mit Isolierrohr versehen sind, wird das abgetrennte Rohrteil übergeschoben und verschmolzen.
Die Zuleitungsdrähte sind mit ihren Isolierungen so bemessen, daß die ungefähr den freien Raum zwischen Kapillare und Außenrohr ausfüllen, wo-bei natürlich, wie bereits erwähnt, die Sicht auf die ■ Kapillare gewährleistet werden muß.
Der freie Raum zwischen Kapillare und Schutzrohr wird an. der oberen Austrittsöffnung, mittels Asbestschnur verstopft, so daß die Zuleitungs-" drähte innerhalb des Schutzrohres auch dann festliegen, wenn an ihren frei überstehenden Enden eine Biegebeanspruchung auftritt. Dies wird aber nur während des Hinführens dieser Drähte zur Anschlußstelle zwecks Herstellung des elektrischen Anschlusses an die Installation der Fall sein.
Das so vorbereitete Thermometer wird mittels Eisenschellen unter Einlegen einer Gummi- oder Asbestzwischenlage auf einer Kunststoffplatte befestigt. Diese Kunststoffplatte kann seitlich von den einzelnen Kontaktstellen die Temperaturbezeichnung tragen. Es ist z. B. die Anordnung der Kontaktstellen, so getroffen, daß die Kontaktstellen von 0° nach, einer Seite hin und die Kontaktstellen über 0° nach der anderen Seite hin angeordnet werden, während der 0°-Kontakt eine mittlere Stellung einnimmt.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt
Abb. ι ein Kontaktthermometer mit Grundplatte, Abb. 2 eine Seitenansicht davon und
Abb. 3 eine einzelne Kontakteinschmelzung.
Wie aus Abb-. 1 ersichtlich, ist eine Grundplatten aus Preßstoft im unteren Teil mit den üblichen Luftlöchern versehen, während sie am oberen Ende Klemmschrauben 2 trägt.
Mit den Eisenschellen 3 ist das Thermometerhüllrohr 4 befestigt, und zwar unter Zwischenlegen von Gummi. Eine Querwand 5, ebenfalls aus Preßstoff, teilt den oberen Kontaktraum ab. An der Kapillare: \a befinden sich die. Einschmelzstellen 6.
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Die obere Austrittsöffnung des Thermometers ist durch Asbestschnur 7 so verstopft, daß die Zuleitungsdrähte fest liegen und auch die Kapillare 4„ gesichert wird. In Abb. 3 ist eine einzelne Einschmelzstelle noch einmal besonders gezeichnet. Die Zuleitungsdrähte 6a führen von jeder Kontaktstelle nach den Anschlußklemmen 2.
Die Anordnung der Einschmelzstellen links und rechts von der Kapillare 4a ist aus Abb. 1 zu ersehen,. Hierbei sind. die Kontakte unter 0° links von der Kapillare, der 0°-Kontakt in der Mitte und die Kontakte über 0° rechts von der Kapillare angeordnet. Dementsprechend ist auch auf der Platte ι eine Skalenteilung vorgesehen.
j_ Der Einbau dieser Anordnung in einen Kasten ■ mit Deckel ist SO' vorgesehen, daß mit Hilfe einiger Schrauben die Platte 1 am Kastenboden festgemacht wird. Eine weitere Schelle über dem oberen Ende der Platte 1 sichert das Installationskabel innerhalb' des Kastens gegen Zug. Der Raum über den Anschlußklemmen wird zweckmäßig durch eine Dichtungsmasse (Paraffin oder eine ähnliche Vergußmasse) so» weit ausgegossen, daß die Anschlußdrähte mit den Kontaktklemmen nach außen hin
„ luftdicht abgeschlossen sind. Diese Dichtungsmasse verschließt außerdem auch die Austrittsöffnung des Thermometers noch besonders luftdicht.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    i. Kontaktthermometer mit festen Einsehmelzstellen und einem Hüllrohr, welches die Kapillare und die elektrischen Zuleitungsdrähte einschließt, dadurch gekennzeichnet, daß das in an sich bekannter Weise gleichzeitig als Gefaß ausgebildete Hüllrohr über seine ganze
    Länge einen annähernd gleichen Durchmesser aufweist und daß der Innenraum des Hüllrohres SO' bemessen ist, daß die Zuleitungsdrähte und die Kapillare raumfüllend sind, wobei zweckmäßig die Sichtseite der Kapillare frei gelassen wird.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Einschmelzdraht (6) außerhalb der Kapillare (4a) zu einem Henkel umgebogen wird, so daß eine kleine Öse entsteht und das freie Ende dieser Öse durch eine Glasperle auf der Kapillare (4a) festgeschmol- - zen ist.
  3. 3. Anordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuleitungsdrähte (6Ö) zu den einzelnen Einschmelzstellen (6) zwischen Kapillare (4ß) und Hüllrohr (4) nach oben geführt werden, und daß an der Austrittsöffnung unter Verstopfen z. B. mit Asbest bzw. Verkitten die Zuleitungsdrähte (6ß) und Kapillars (4a) mechanisch fest liegen.
  4. 4. Anordnung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Hüllrohr (4) mittels Schellen (3) unter Einlegen von Gummi auf einer Isolierplatte (1) befestigt ist, die im oberen Teil die Kontaktanschlußstellen (2) trägt, und daß der Raum über den Kontakten (2) durch eine Querwand (5) so abgeschlossen ist, daß durch nachfolgendes Vergießen z. B. mit Teer oder Paraffin die Kontaktstellen (2), die Zuleitungsdrähte (6a) und das obere Ende des Thermometers diese Vergußmasse einschließt.
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    Deutsche Patentschriften Nr. 904 834, 600 960.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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