DEV0001729MA - Zweitakt-Brennkraftmaschine mit Schlitzspülung - Google Patents

Zweitakt-Brennkraftmaschine mit Schlitzspülung

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Publication number
DEV0001729MA
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DE
Germany
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sub
scavenging
cylinder
channel
channels
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Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Herbert J. Dr.-Ing. Venediger
Original Assignee
Venediger, Herbert, J., Dr.-Ing., Fürth (Bay.)
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Description

Die Erfindung betrifft eine, insbesondere luftgekühlte, schnelllaufende Zweitaktbrennkraftmaschine mit flachem Arbeitskolben, bei der die Auslass-, und Spülschlitze am unteren (inneren) Zylinderende in ungefähr der gleichen Höhenlage angeordnet sind und bei der jeder Arbeitszylinder nur einen einzigen Auslasskanal aufweist.
Das Neue besteht in der besonders vorteilhaften Anordnung, Richtung und Neigung der Spülkanäle bei ihrer Einmündung in den Zylinder, um sowohl eine wirkungsvolle, stabile Spülströmung im Zylinder während des Spülvorganges als auch eine ausreichende Kolbenkühlung durch die Spülströme selbst bei höchster Beanspruchung der Maschine, insbesondere bei Anwendung der Luftkühlung, sicher zu stellen. Wesentlich ist ferner für die erfindungsgemässe Anordnung, dass der einen Spülkanalgruppe die Aufgabe der hinreichenden Ladung des Zylinder mit Frischgas auch bei höchsten Drehzahlen zufällt, während die andere Spülkanalgruppe besonders für die Kolbenkühlung und die Anlehnung der Frischgasströmung an die dem Auslasskanal gegenüberliegende Zylinderwand sorgt.
Bei Zweitaktbrennkraftmaschinen, die mit zwei Auslasskanälen ausgerüstet sind, können die vorstehenden Ziele und Aufgaben durch eine T-förmige Anordnung von zwei Spülkanalgruppen verwirklicht werden. Hierbei befindet sich die eine Spülkanalgruppe zwischen den beiden Auslasskanälen und ist gegen die gegenüberliegende Zylinderwand gerichtet, während sich auf dieser Zylinderseite eine zweite Spülkanalgruppe befindet, deren Kanäle gegeneinander gerichtet sind.
Zweck der Erfindung ist es, eine ebenso stabile Spülströmung und wirkungsvolle Ladeeinrichtung für einen Zweitaktzylinder zu schaffen, der nur mit einem einzigen Auslasskanal ausgerüstet werden kann. Dieser Fall liegt insbesondere bei Mehrzylinder-Reihenmotoren und bei Zylindern mit kleinem Hubraum vor, da es sehr oft erwünscht oder sogar erforderlich ist, mit möglichst wenigen Auslassleitungen auszukommen. Besonders bei Fahrzeugmotoren liegen oft zwingende, konstruktive Gesichtspunkte vor, einen Zylinder zu verwenden, der nur einen einzigen Auslasskanal bzw. einen einzigen Rohrstrang aufweist.
Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, dass dem einzigen Auslasskanal mindestens zwei, gegeneinander gerichtete, flach oder schräg nach oben in den Zylinder einmündende Spülkanäle gegenüberliegen, derart, dass diese Spülkanalgruppe zusammen mit dem Auslasskanal die Form des Buchstabens T bildet, und dass auf einer Seite oder zu beiden Seiten des Auslasskanals weitere, flach oder schräg nach oben oder unten in den Zylinder einmündende Spülkanäle liegen, die gegen die erste Spülkanalgruppe gerichtet sind. Dabei kann die Anordnung noch so getroffen werden, dass die neben dem Auslasskanal angeordnete Spülkanalgruppe durch höhere oder niedrigere Bemessung vom Arbeitskolben nicht im gleichen Zeitpunkt geöffnet und geschlossen wird, wie die dem Auslass gegenüberliegende, ersten Spülkanalgruppe.
Die Erfindung ist in der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt.
Fig. 1 ist ein Längsschnitt durch den Zylinder. Die Fig. 2 und 3 stellen durch die Kanalzone gelegte Querschnitte nach Linie A-B der Fig. 1 dar. Fig. 4 ist ein Querschnitt eines Mehrzylindermotors. Es bezeichnen: a den Zylinder, b den Zylinderkopf, c den Arbeitskolben, d den Auslasskanal und e(sub)1, e(sub)2 die, die ersten Spülkanalgruppe bildenden, dem Auslasskanal gegenüberliegenden Spülkanäle, die flach oder schräg nach oben in den Zylinder einmünden. Die Kanäle d und e(sub)1, e(sub)2 bilden die Form des T.
Mit f(sub)1, f(sub)2 in Fig. 2 bzw. mit f in Fig. 3 ist die zweite Spülkanalgruppe bezeichnet, die neben dem Auslasskanal d angeordnet ist und flach oder schräg nach oben oder unten geneigt in den Zylinder mündet. Die Kanäle dieser Gruppe sind gegen die dem Auslasskanal gegenüberliegende Zylinderwand gerichtet. Im Falle der Fig. 3 wird der Querschnitt des Spülkanals e(sub)2 vorteilhaft etwa grösser gehalten als der von e(sub)1, um die Gesamtströmung im Gleichgewicht zu halten.
Selbstverständlich können die einzelnen Kanäle durch Stege unterteilt sein. Mit g ist in Fig. 3 der Einlasskanal in die Kurbelkammerpumpe bezeichnet, der von der Kolbenunterkante gesteuert wird.
Bei Verwendung einer Kurbelkammerspül- und Ladepumpe kann das Frischgas durch im Kolbenschaft vorgesehene Fenster in die damit korrespondierenden Spülkanäle überführt werden.
Die erfindungsgemässe Anordnung eignet sich sowohl für Otto-, wie auch für Dieselmaschinen.

Claims (2)

1. Zweitaktbrennkraftmaschine mit Schlitzspülung und flachem Arbeitskolben, bei der die Auslass-, und Spülschlitze am unteren Zylinderende in ungefähr der gleichen Höhenlage angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass dem einzigen Auslasskanal (d) mindestens zwei, gegeneinander gerichtete, flach oder schräg nach oben in den Zylinder einmündende Spülkanäle (e(sub)1, e(sub)2) derart gegenüberliegen, dass diese erste Spülkanalgruppe (e(sub)1, e(sub)2) mit dem Auslasskanal (d) die Form eines "T" bildet, und dass auf einer Seite oder zu beiden Seiten des Auslasskanals (d) weitere, flach oder schräg nach oben oder unten in den Zylinder einmündende Spülkanäle (f(sub)1, f(sub)2 bzw. f) liegen, die gegen die erste Spülkanalgruppe (e(sub)1, e(sub)2) gerichtet sind.
2. Zweitaktbrennkraftmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die neben dem Auslasskanal (d) angeordnete, zwei Spülkanalgruppe (f(sub)1, e(sub)2 bzw. f) vom Arbeitskolben (c) nicht im gleichen Zeitpunkt geöffnet und geschlossen wird, wie die dem Auslasskanal gegenüberliegende, erste Spülkanalgruppe (e(sub)1, e(sub)2).

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