DEST008309MA - - Google Patents

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DEST008309MA
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 14. Juni 1954 Bekanntgemacht am 16. Februar 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft die Zusammensetzung von Schmierfetten, die sowohl gegen Wasser als auch gegen Benzin, oder ähnliche Kohlenwasserstoffe beständig sind.
Auf vielen Gebieten von Handel und Industrie besteht ein starkes Bedürfnis nach einem sowohl gegen Wasser als auch gegen Benzin beständigen Schmiermittel. So müssen z.B. die Absperrhähne der Verteilerleitungen von Benzinpumpstationen zum Zwecke ίο der Druckprüfung mit einem wasserbeständigen Fett geschmiert werden: Wenn aber Kohlenwasserstoffe gepumpt werden, so muß das Fett benzinbeständig sein. Ein weiteres Bedürfnis nach benzin- und wasserbeständigen Schmierfetten besteht bei Tankern, wo die Löschpumpen sowohl als Ballast dienendes Wasser als auch die Erdölladung zu fördern haben.
Man hat bereits versucht, Schmierfette von befriedigender Benzin- und Wasserbeständigkeit herzustellen. So hat man z. B. Gemische von Glycerin und Wasser mit Natronseifen gedickt, um Fette von guter Benzinbeständigkeit zu erhalten. Diese Fette werden aber bei Zusatz verhältnismäßig kleiner Mengen Wasser
509 658/222
St 8309 IVc/23 c
flüssig. Fette aus mit Natronseife gedicktem Rizinusöl zeigen ähnliche Eigenschaften, während mit Ruß gedickte Rizinusölfette gute Wasserbeständigkeit, aber sehr schlechte Benzinbeständigkeit haben.
Es ist auch schon vorgeschlagen worden, Seifen, und zwar insbesondere Lithiumseifen, von Oxystearinsäuren für die Herstellung wasserbeständiger Schmierfette zu verwenden. Für diese Oxysäureseifen sind sowohl Mineralöle als auch pflanzliche Öle als Dispergiermittel benutzt worden. Derartige Fette besitzen zwar ausreichende Wasserbeständigkeit, verlieren aber, wenn sie mit Benzin in Berührung kommen, rasch ihre Struktur.
Es wurde gefunden, daß sich ausgezeichnete Schmierfette von guter Wasser- und Benzinbeständigkeit durch Dicken von Rizinusöl mit der Calciumseife von 12-Oxystearinsäure herstellen lassen. ■ Die Fette nach der Erfindung sollen etwa 10 bis 40 Gewichtsprozent, vorzugsweise etwa 15 bis 25 Gewichtsprozent Calciumsalz der 12-Oxystearinsäure, bezogen auf die Gesamtfettmenge, enthalten.
Das Calciumsalz der 12-Oxystearinsäure kann durch Neutralisieren der Fettsäuren von hydriertem Rizinusöl oder durch Verseifen von hydriertem Rizinusöl mit Calciumhydroxyd in an sich bekannter Weise dargestellt werden. Zur Herstellung des Schmierfettes nach der Erfindung kann man die 12-Oxystearinsäure in dem Rizinusöl in situ verseifen, worauf man die Seife entwässert und die restliche Menge Rizinusöl zusetzt, die zur Erzielung der gewünschten Fettkonsistenz erforderlich ist.
Beispiel
Vier der gebräuchlichen Schmierfette, nämlich ein mit Natronseife gedicktes Glycerinwasserfett (Fett A), ein mit Natronseife gedicktes Rizinusölfett (Fett B), ein mit Ruß gedicktes Rizinusölfett (Fett C) und ein mit Lithium-12-oxystearat gedicktes Rizinusölfett (Fett D), die nach üblichen Verfahren hergestellt waren, wurden hinsichtlich ihrer Wasser- und Benzinbeständigkeit mit einem erfindungsgemäß in nachfolgend beschriebener Weise hergestellten Fett (Fett E) verglichen. , .
Der Fettmischer wird mit 20 Gewichtsteilen 12-Oxystearinsäure, 30 Teilen Rizinusöl und 2,9 Teilen in 5 Teilen Wasser dispergiertem Kalkhydrat beschickt. Das Gemisch wird auf eine Höchsttemperatur von 1200 erhitzt, bis die Seife völlig entwässert ist. Nach langsamem Zusatz der restlichen 47,1 Teile Rizinusöl wird das fertige Fett aus dem Kessel abgelassen.
Die Prüfmethode besteht darin, daß Lösungsmittel, und zwar Wasser oder »Varsol« (ein leuchtölähnliches Schwerbenzin mit den Siedegrenzen von etwa 150 und 2050), in Portionen von 10 ecm zu 100 g Fett zugesetzt werden und die Mischung in einem Fettkneter mit 300 Stoßen geknetet wird. Das Lösungsmittel wird weiter io-ccm-weise zugesetzt, bis das Fett entweder das Lösungsmittel ausscheidet oder selbst flüssige Konsistenz annimmt. Die Konsistenz wird nach jeder Zugabe von. Lösungsmittel durch Bestimmung der Mikropenetration des Fettes geprüft.
Die Zusammensetzung der verwendeten Fette und die Ergebnisse der Vergleichsprüfungen sind in der Tabelle zusammengestellt.
Die Angaben der Tabelle beweisen, daß nur das aus mit Calcium-12-Oxysteafat gedicktem Rizinusöl bestehende Fett E nach der vorliegenden Erfindung eine befriedigende Beständigkeit gegen den Angriff durch Wasser und Benzin besitzt. Alle anderen der Prüfung unterzogenen Fette verlieren entweder unter der Einwirkung von Wasser oder unter der von Benzin ihre Struktur. .
Bezeichnung
c ι
Natronseife in Glycerin und Wasser
Natronseife
Art des Fettes
Ruß
in Rizinusöl
in Rizinusöl
Lithiumoxy-
,stearat
in Rizinusöl
Calciumoxystearat in Rizinusöl
Zusammensetzung (in Gewichtsprozent)
Säurefreier Talg '
Natriumhydroxyd
Kaliumhydroxyd
Glycerin
Wasser
Rizinusöl
Calciumoxystearat
Lithiumoxystearat
Ruß :..
Prüfungsergebnisse
Ruhpenetration (mm/10)
I
41.50
5,50 (feucht) 2,56
29,61 15,00
82,44
85,00
15,00
35
220
80,00
20,00
195
80,00
20,00
190
658/222
St 8309 IVc/23 c
Be zeichnung C I
Natronseife in Clycerin und, Wasser
Natronseife τη Rizinusöl
Art des Fettes
Ruß in Rizinusöl
Lithiumoxy-
stearat in Rizinusöl
Calcium-
oxystearat
in Rizinusöl
Lösungsmittelbeständigkeit bei Raumtemperatur
Wasserbeständigkeit: Mikropenetration nach Zusatz von
0 ecm Wasser
IO - -
30 - -
40 - -
»Varsol«-Beständigkeit: Mikropenetration nach Zusatz von
0 ecm Varsol
IO - -
20 - -
30 - -
40 - -
50 - - ■
39
400 + (flüssig) 12
+
(flüssig)
39
42
33
22 28 30 (fr. Varsol) 12
45
59 62
112
(halbflüssig)
58
85
142
(flüssig)
50
.
135
(flüssig)
44 46
(freies Wasser; keine Änderung in Aussehen oder Konsistenz)
44
49
55
58
(freies Varsol keine Änderung im Aussehen, geringe Änderung
in der Konsistenz)
Diese Ergebnisse werden durch praktische Betriebs- v Prüfungen vollauf bestätigt, in denen das Schmierfett nach der Erfindung in Absperrhähnen von Rohrleitungen benutzt wurde, in denen leichte Kohlen-Wasserstoffe (Benzin und Heizöl) und Gemische von Kohlenwasserstoffen mit Wasser etwa sechs Monate lang gefördert wurden. Die Leistung des Schmierfettes war ganz erheblich besser als die aller im Handel erhältlichen für den gleichen Zweck erprobten Schmiermittel.
Die üblichen Zusatzstoffe, wie Oxydationsverzögerer, insbesondere Aminoverbindungen, Schwefel; Halogen und bzw. oder Phosphor enthaltende Hochdruckzusätze usw., können, obwohl dies in den Beispielen nicht angegeben 'ist, dem Schmierfett zugesetzt werden.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Schmierfett, bestehend aus Rizinusöl mit einem Gehalt an 10 bis 40 Gewichtsprozent, vorzugsweise Gewichtsprozent des Gesamtfettes an Calciumseife der 12-Oxystearinsäure.
    1 509 658/222 2.56

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