DEST007297MA - - Google Patents

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DEST007297MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 13. November 1953 Bekanntgemacht am 26. April 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Zur Ausbesserung von Metallteilen in Gießereien, in Maschinenfabriken usw. sowie in Betrieben zur Herstellung und Reparatur von Autokarosserien besteht ein erheblicher Bedarf an Spachtelmassen, die in Pastenform zur Verwendung kommen und ohne zusätzliche Maßnahmen trocknen und erhärten sollen. Die bekannten Pasten dieser Art bestehen im allgemeinen aus Lösungen von Nitrozellulose, die fernste Metallpulver, z. B. ίο Aluminiumschliff, enthalten.
Diese Spachtelmassen haben eine Reihe von Nachteilen, die sich bei der Verwendung oftmals recht störend bemerkbar machen. So ist vor allem ihre leichte Entzündlichkeit sowohl während der Verarbeitung als auch am fertig bearbeiteten Werkstück eine Gefahrenquelle, die ihrer Verwendung hemmend im Wege steht. Es kommt hinzu, daß solche Massen nach vollendeter Aushärtung durch Verdunsten ■ des Lösungsmittels in ihren mechanischen Eigenschaften sehr erheblich von denen des behandelten Metalls abweichen und insbesondere zu weich sind, weshalb sich ihre Oberfläche schlecht bearbeiten läßt.
Andere dem gleichen Zweck dienende pulverförmige Massen, die aus Metallpulvern und Zement bestehen, werden mit Wasser angeteigt verwendet.
609 507/290'
St 7297 IVc/22h
Sie haben den Nachteil/ daß die erhärtete Masse eine nur geringe Haftfestigkeit auf - Metall aufweist, spröde und empfindlich gegen chemische Einflüsse ist und sich ebenfalls schlecht nachbearbeiten läßt.
Die Erfindung hat sich zur Aufgabe gemacht, die beschriebenen Nachteile zu beseitigen. Weiterhin hat sich die Erfindung das Ziel gestellt, eine Spachtelmasse herzustellen, die nicht nur oberflächlich in Erscheinung treten soll, sondern durchaus auch bis in eine gewisse Tiefe, wie beispielsweise an fehlerhaften Werkstücken aus. Formguß, wirken soll. Der Gegenstand der Erfindung ist somit eine Spachtelmasse für Metallteile, die zum Ausbessern äußerlich .schadhaft gewordener oder von Anbeginn mit äußerlichen Fehlern hergestellter Werkstücke dienen und den ausgebesserten Stellen metallisches Aussehen und metallähnliche Eigenschaften verleihen und dabei das erforderliche
ao Haftvermögen an Metall aufweisen soll.
Die Spachtelmasse nach der Erfindung besteht aus Metallpulvern, z.B. Aluminium, und Bindemitteln, wobei gegebenenfalls auch Füllstoffe Anwendung finden können. Sie ist dadurch gekenn- zeichnet, daß als Bindemittel die Lö'sung eines ' thermoplastischen Kunststoffes, vorzugsweise Polyvinylacetat, gegebenenfalls unter Zusatz von Kieselkreide verwendet ist.
Es ist bereits ein Grundierlack für Metallbehälter bekannt, der gegebenenfalls auch als Spachtelmasse verwendet werden kann, bei dem neben -Metallpulvern und Metallhydroxyden als Füllstoffen natürliche und künstliche Kopale als Harzbestandteil und Leinölfirnis als Lösungs- und gleichzeitig als Bindemittel verwendet sind. Eine solche Grundiermasse könnte äußerstenfalls für ganz oberflächliche Schadenstellen, keinesfalls aber zur Ausbesserung tiefer gehender Schäden verwendet werden. In jedem solchen Falle wäre die Aufbringung mehrerer oder zahlreicher dünner Aufstriche mit langen Trocknungszeiten erforderlich, um die notwendige Festigkeit der ausgebesserten Stelle zu erzielen.
Von ähnlicher Zusammensetzung ist ein weiterhin vorgeschlagenes Anstrichmittel, das den An-, forderungen, die die vorliegende Erfindung an eine Spachtelmasse stellt, auch nicht entspricht. Es sind weiterhin Spachtelmassen zur Herstellung von Fußbodenbelägen auf der Basis von Polyvinylacetaten und Aminoplasten unter Zuschlag von Quarzmehl, Kaolin und ähnlichen Füllstoffen sowie Pigmentfarben bekannt. Die Verwendung von Metallpulvern gemeinsam mit thermoplastischen Kunststoffen zur Herstellung einer zum Ausbessern von Metallteilen geeigneten Spachtelmasse, die nach dem Erhärten metallähnliche Beschaffenheit aufweist und in diesen Eigenschaften durch die Wahl der Metallpulverzuschläge abgestimmt wer-' den kann,, war hieraus nicht abzuleiten.
Wesentlich ist, daß bei der Spachtelmasse vorliegender Erfindung das als Bindemittel angewandte Kunstharz bei seiner Verarbeitung seine thermoplastischen Eigenschaften beibehält. Polyvinylacetat ist aus diesem Grunde besonders zu empfehlen. . ,
. Die Spachtelmasse nach der Erfindung läßt sich auf einfachste Weise verarbeiten,' indem sie auf den zweckmäßig gereinigten auszubessernden Gegenstand aufgetragen und zur- Erhärtung sich, selbst überlassen wird. Das ausgehärtete Produkt besitzt die Eigenschaft, . sich bei Erwärmung plastisch dem sich ausdehnenden Materiälteil anzupassen und nicht abzuplatzen. Seine Haftfestigkeit auf entsprechend vorbehandelten, also metallisch blanken Unterlagen ist sehr gut. Durch nachfolgende mechanische Behandlung, z. B. durch Schleifen und Polieren, entsteht eine dichte, kompakte Oberfläche von mattem Glanz und Aussehen, die gewünschtenfalls lackiert werden kann.
Die' Zusammensetzung' der Paste kann je nach dem beabsichtigten Zweck und der Bearbeitungsweise schwanken, jedoch darf der Zusatz von Metallpulver nicht zu niedrig, bis zu 50 Gewichtsprozent und mehr, sein. Zweckmäßig weist das Metallpulver eine nicht zu feine Körnung auf. Beispielsweise hat sich Metallschliff in vielen Fällen als ungeeignet erwiesen. Dies ist vermutlich auch darauf zurückzuführen, daß Schliff infolge seiner Herstellungsweise blättchenförmige und demzufolge eine verhältnismäßig große Oberfläche und go ein geringes Schüttgewicht aufweist. Für vorliegenden Zweck ist eine Kornstruktur des anzuwendenden Metallpulvers vorzuziehen. "
Bei' Spachteln auf der Basis von Aluminiumpulver hat sich ein Zusatz von Zinkpulver in einer Menge beispielsweise von 5 bis 10 Gewichtsprozent, bezogen auf das Aluminiumpulver, als besonders zweckmäßig erwiesen. Das Zinkpulver füllt, wie sich gezeigt hat; die bei der nachfolgenden Bearbeitung der gespachtelten Stellen entstehenden Poren und Ungleichmäßigkeiten besonders leicht aus, und'es ergibt sich daher bei Zusatz von Zink pulver eine auffallend glattere und glänzendere Oberfläche als bei Verwendung von Aluminiumpulver allein.
Bei der Verwendung für blanke Gegenstände aus Buntmetall, wie Messing, Bronze oder Kupfer, wird man zweckmäßig Pasten verwenden, die als metallischen Anteil ausschließlich oder teilweise Pulver aus dem gleichen oder aus farblich ahn- n0 lichem Metall enthalten. Wenn der als Grundsubstanz verwendete thermoplastische Kunststoff farblos , durchsichtig ist, bleibt der metallische Farbcharakter des betreffenden Metalls in der ausgehärteten Masse aufs beste erhalten.
Es kann vorteilhaft sein, der Paste außer den angegebenen Bestandteilen auch etwas Kieselkreide zuzusetzen. Die Kieselkreide dient als Füllmasse. Weiterhin ist der Zusatz von destilliertem Wasser vorteilhaft,, wodurch das Absetzen der Metalle verhindert und gleichzeitig die Durchtrocknung des Spachtels beschleunigt wird.
In Fällen, in denen auf eine größere Härte der fertigen Spachtelmasse Wert gelegt wird, läßt sich diese durch Zusatz von Harnstoffen, wie Korund oder Carborundum,, erreichen. Der Anteil an
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Metallpulver ist dann gegebenenfalls geringer zu wählen, um die Streichfähigkeit der Paste zu erhalten.
Die Herstellung der Spachtelmasse ist denkbar einfach. Das Metallpulver wird, vorzugsweise unter Verwendung einer mechanisch arbeitenden Knetmaschine, mit der Kunstharzlösung angepastet, und in diese Paste werden dann zusätzlich oder . auch gleichzeitig andere Zusatzstoffe, wie beispielsweise Korund, Kreide usw., eingemengt. Das fertige »plastische Metall« ist luftdicht' verschlossen zu . lagern. Es kann auch sofort in ein Gebinde abgefüllt werden.
Besondere Anwendungsmöglichkeiten ergeben sich auch daraus, daß Spachtelmassen verschie;-dener Zusammensetzung am gleichen. Gegenstand übereinander verwendet werden können. So ist es z. B. möglich, mit einer weicheren, wenig oder kein Carborundum enthaltenden Masse zu grundieren und eine harte Deckschicht mit hohem Carborundumgehalt darüber aufzutragen. In ähnlicher Weise kann auch bei der Bearbeitung von Buntmetallgegenständen zunächst eine buntmetallfreie Grundiermasse und für die Sichtfläche eine Paste mit hohem Buntmetallgehalt verwendet werden.
Wenn bei ungünstigen äußeren Voraussetzungen, z. B. bei der Verwendung in ungeheizten Räumen, bei tieferen Temperaturen die Aushärtungszeiten zu lange dauern, kann die auf den Gegenstand aufgetragene Masse durch Infrarotbestrahlung ohne Schwierigkeiten in kurzer Zeit ausgehärtet werden.
Beispiel
49 Teile Aluminiumpulver, 5 Teile Zinkpulver, 2,5 Teile Carborundum wurden g;u!t durchgemischt und zur Entfernung etwa zu grober Anteile gesiebt. Diese Pulvermischung wurde in kleineren Portionen in eine Knetmaschine, welche 38 Teile einer 5o°/oigen Polyvinylaeetatlösung enthielt, gegeben. Es wurde geknetet, bis eine homogene Paste entstanden war.
Ferner wurden 0,5 Teile Kieselkreide zu 5 Teilen destilliertem Wasser gegeben und die angeteigte Kieselkreide langsam in den Kneter gegeben, worauf der Kneter nochmals. 15 bis 20 Minuten betrieben wurde. Das fertige plastische Metall wurde in ein Gebinde abgefüllt.

Claims (5)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Spachtelmasse für Metallteile, bestehend aus Metallpulvern, z. B. Aluminium, und , Bindemitteln sowie gegebenenfalls Füllstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß als Bindemittel die Lösung eines thermoplastischen Kunststoffes, vorzugsweise Polyvinylacetat, gegebenenfalls unter Zusatz von Kieselkreide verwendet ist.
2. Spachtelmasse nach Anspruch 1, gekenn-' zeichnet durch einen Zusatz von destilliertem Wasser.
3. Spachtelmasse nach den Ansprüchen 1 und/oder 2, gekennzeichnet durch einen Zusatz von Carborundum.
4. Spachtelmasse auf Basis von Aluminiumpulver, gekennzeichnet durch einen Zusatz von (Zinkpulver, vorzugsweise in einer Menge von 5 bis io°/o, bezogen auf das Aluminiumpulver.
5. Spachtelmasse nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß sie Pulver von Buntmetallen, wie Kupfer, Messing oder Bronze, enthält.
Angezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 693816, 711 831, 482; schweizerische Patentschrift Nr. 259 446.

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